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Tom Next - Daytrading Community

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Immerhin - und das will ich gerne lobend hervorheben - bemüht Ihr Euch um ein sauberes Image. Gerade im Bereich der Vermittlung a la Introducing Broker gibt es unzählige schwarze Schafe. Einige davon ziehen durch diverse Finanzforen und preisen an, wie viele Lots sie dem "Kunden" zurückzahlen, wenn sich jener über den IB Link bei einem Broker registriert. Namen nenne ich jetzt keine - kann sich jeder angesprochen fühlen, den es betrifft.

 

Introducing Broker liest man öfters. Was genau kann man sich darunter vorstellen?

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Introducing Broker liest man öfters. Was genau kann man sich darunter vorstellen?

 

Eine nette Beschreibung von Investopedia.com :wink:

 

Investopedia explains Introducing Broker - IB

This is done to increase efficiency and lower the work load for futures brokers. It allows the IB to focus on the client while the futures merchant focuses on trading floor operations.

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Was genau kann man sich darunter vorstellen?

 

Ganz simpel gesprochen: Eine Person bzw. ein Unternehmen vermittelt Kunden an einen Finanzdienstleister (z.B. FX Broker) und erhält im Gegenzug für seine Dienstleistungen Provisionen.

 

ib_regulations.pdf

 

Anlagevermittlung, Anlageberatung und oder Abschlußvermittlung müssen bei der BaFin (s.a.) angezeigt werden. Um Vermittlung zu betreiben bedarf es einer Lizenz bzw. ein Haftungsdach (Umbrella).

Posted (edited)
Ganz simpel gesprochen: Eine Person bzw. ein Unternehmen vermittelt Kunden an einen Finanzdienstleister (z.B. FX Broker) und erhält im Gegenzug für seine Dienstleistungen Provisionen.

 

Das handhaben vielleicht einige Forex- und CFD-Broker so, diese Aussage wäre mir aber viel zu generell und zu stark auf das Minimum reduziert. In dem geschilderten Fall mag das jedoch zutreffen, würde aber in keinster Weise den Begriff "Introducing Broker" zutreffend beschreiben.

 

Bei den namhaften Brokern läuft das anders. Dort kauft man sich die Infrastruktur ein. Diese lässt sich der Broker natürlich über den Commission-Einkauf vergüten. Als "wirklicher" IB ist man jedoch, was den Transaktionspreis betrifft den man selbst am Markt verlangt, völlig frei und an keinerlei Vorgaben des Brokers gebunden! Ein großer Unterschied zu einem reinen Marketing Agreement... Nix mit Provisionen!

 

Besonders wenn man mit U.S. amerikanischen FCMs zusammen arbeitet, dann übernehmen die für den IB nur das Clearing der Geschäfte. Sicher vermittelt man auch in diesem Fall Kundschaft und diese wird logischer Weise auch Kunde des Clearers. Aber man kann sich als IB komplett seine eigene Inftrastruktur aufbauen und ist dann auch für den Kunden-Support selbst verantwortlich.

 

Man sollte daher nicht generell ein IB-Agreement mit einer White-Label-Partnerschaft verwechseln, bei der das White-Label die komplette Infrastruktur des Brokers nutzt.

Edited by TraderFox
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Auf das Thema Futuresbroker und deren Lösungen wollte ich in dem Fall gar nicht so genau eingehen.

Ich habe mir einfach Dein Zitat von Investopia geschnappt, und es um ein paar wenige Informationen ergänzt.

Da ich zur Zeit nicht davon ausgehe, dass MRalph67 selbst als IB arbeiten möchte, war ich der Meinung, diese grundlegenden Aspekte seien als Information ausreichend.

Die Kooperationsmodelle tragen oft eigentümliche Bezeichnungen, imho macht es nur bedingt Sinn einen komplexen Sachverhalt mit weiteren Fachbegriffen aufzubohren.

 

Besonders wenn man mit U.S. amerikanischen FCMs zusammen arbeitet

 

FCM - gutes Stichwort.

tF1 operiert als IB für Open E-Cry. In der NFA Datenbank habe ich Euch allerdings nicht gefunden.

Habt Ihr da noch den Status 'pending' oder wie funktioniert das?

 

Man sollte daher nicht generell ein IB-Agreement mit einer White-Label-Partnerschaft verwechseln

 

Tut doch keiner :wink:

Posted (edited)
Auf das Thema Futuresbroker und deren Lösungen wollte ich in dem Fall gar nicht so genau eingehen.

Ich habe mir einfach Dein Zitat von Investopia geschnappt, und es um ein paar wenige Informationen ergänzt.

Da ich zur Zeit nicht davon ausgehe, dass MRalph67 selbst als IB arbeiten möchte, war ich der Meinung, diese grundlegenden Aspekte seien als Information ausreichend.

Die Kooperationsmodelle tragen oft eigentümliche Bezeichnungen, imho macht es nur bedingt Sinn einen komplexen Sachverhalt mit weiteren Fachbegriffen aufzubohren.

 

In Bezug auf MRalph67 gebe ich Dir absolut recht! Aber in Eurem Board lesen ja auch andere Leute, denen dieser Kenntnisstand vielleicht nicht ausreicht... :wink:

Komplexe Sachverhalte machen es meißt erforderlich, auch mal weiter auszuholen.

 

 

 

FCM - gutes Stichwort.

tF1 operiert als IB für Open E-Cry. In der NFA Datenbank habe ich Euch allerdings nicht gefunden.

Habt Ihr da noch den Status 'pending' oder wie funktioniert das?

 

tf1 ist "Foreigen IB" für OEC.

Bedeutet im Klartext: Es können/dürfen nur Non-U.S. Clients "bedient" werden. Zudem hat tf1 auch keinen Sitz in den USA und unterliegt daher auch nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen der U.S.-Behörden namens NFA und CFTC.

 

Für tf1 gelten somit alleine die europäischen MiFID-Regularien - ergänzend die Bestimmungen des Kreditwesengesetzes in Bezug auf die angebotenen Finanzdienstleistungen (Nachweisvermittlung und/oder Anlage-/Abschlussvermittlung, evtl. auch Portfolioverwaltung, sofern Kundenaufträge über das eigene Broker-Desk angenommen und ausgeführt werden).

 

EDIT: Spezielle Regelungen gilt es dann noch im Bereich der Erbringung "grenzüberschreitender Finanzdienstleistungen" innerhalb des europäischen Auslands zu beachten. Sprich - wenn man diese Dienstleistungen auch innerhalb Europas anbieten will, dann muß in diesem Fall im betreffenden EU-Land eine zusätzliche Registrierung (keine Zulassung!) bei den zuständigen ausländischen Behörden erfolgen. In unserem speziellen Fall also eine entsprechende Registrierung unseres Haftungsgebers.

Edited by TraderFox
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dass MRalph67 selbst als IB arbeiten möchte

 

Das ging aus meiner Frage hervor? :swepimp:

 

In Bezug auf MRalph67

 

Ich wäre bereits mit der lite Version zufrieden gewesen. :wink:

Trotzdem tausend dank, für die sehr ausführliche Beschreibung.

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Trotzdem tausend dank, für die sehr ausführliche Beschreibung.

Finde ich auch super, dass das mal so ausführlich erklärt wird. Oberflächliches gibt's im Web mehr als genug.

 

Thx2TF (maximal komprimierte Information und megamodern - sieht aber irgendwie doof aus :swepimp:).

 

Also nochmal ein explizites "Danke" an Traderfox :wink: !

  • 4 years later...
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Da ein Introducing Broker im Falle von FX beim Spread mitverdient muss er ja Informationen über mein Handeln erhalten.

  1. Auf was hat der IB den Zugriff?
  2. Was kann er sehen?
  3. Welche Nachteile entstehen mir als Kunde wenn ich durch einem IB gehe statt ein Konto direkt zu eröffnen?
  4. Werden die IB Gebühren vom Kunden durch Spread oä zurückgeholt?
  5. Es gibt ja zusätzlichen Service beim IB. Wenn es keine Nachteile entstehen für mich als Kunden warum sollte man dann ein Konto direkt eröffnen ohne IB?

 

Beim white label können die Gebühren unterschiedlich sein und die sind ja auch veröffentlicht. Es geht mir also rein um die Introducing Broker.

Posted

Mein Kenntnisstand:

1. Er kann nicht an Dein Konto und sieht auch nicht Deine Trades sondern bekommt nur eine Abrechnung über die Provisionen auf deine Trades.

2. siehe 1. :wink:.

3. Normalerweise keine. Das Geld streicht sonst der Broker ein. Der Vertrieb will ja auch bezahlt werden :wink:.

4. siehe 3. - den Spread zahlst Du so oder so. Es sei denn, der Broker hat mit seinem IB einen Markup vereinbart. Dann zahlst Du mehr - aber das siehst Du ja relativ schnell.

5. Ich habe keine Ahnung - gezahlt wird so oder so :cool:.

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