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Goldgräberstimmung bei ausländischen Finanzdienstleistern

Geschrieben
Ausländische Finanzdienstleister scheinen in Deutschland einen neuen Goldrausch zu wittern. Und zwar für die Anlageklasse der Differenzkontrakte, kurz CFDs. „Es ist so, als würden sie das Geld riechen“, schildert ein Insider die aktuelle Situation.

 

Demnach fassen mehr und mehr Finanzhäuser aus Übersee und Großbritannien einen Markteintritt zum Ende des Jahres ins Auge. Die neuen Anbieter sind zu Hause allerdings oft gar keine CFD-Häuser, sondern beispielsweise im Währungshandel tätig. Wie es zu dem plötzlichen Ausbruch der Goldgräberstimmung gekommen ist, bleibt schwer nachvollziehbar. Derzeitige Analysen sehen das Kundenpotenzial für CFDs zwischen 200 000 und maximal 500 000 Anlegern. Aktuell handeln gut 40 000 Investoren mit den Hebelprodukten. Dabei vereinen CMC Markets, Royal Bank of Scotland und IG Markets bereits 85 Prozent Marktanteil auf sich.

 

 

Na dann kann man nur hoffen, dass die neuen Anbieter ihre Hausaufgaben richtig gemacht haben :sad:

 

Quelle: Euro am Sonntag

Featured Replies

Geschrieben
Die Goldgräberstimmung könnte eventuell dadurch zu erklären sein, daß die Gewinnmargen ganz ordentlich sind, auf jeden Fall besser als im Knock-Out-Zertifikatebereich. Ganz maßgeblich tragen hierzu die den Kunden in Rechnung gestellten Fianzierungskosten bei mit Margen von 2,5 bis zu 4 % im kurzfristigen Bereich. Wo bekommt man das auf dem Geldmarkt schon?
Geschrieben

Man darf nicht vergessen, dass CFDs in USA nicht erlaubt sind!

Neben den hohen Finanzierungskosten bei CFDs sind die Kurse auch durch die Broker leicht manipulierbar. Die geringsten Abweichungen und Anomalien dürften noch bei CFDs auf Aktienindizes oder CFDs auf große Dax Werte wie Allianz auftreten.

Ich muss aber zugeben, dass ich mich im Bereich von CFDs nicht auskenne und mit DAX CFDs 2008 ziemlich viel Geld verloren habe (Unterschätzen der Volatilität). Stutzig sollte einen aber schon machen, dass ausgerechnet die Broker an diesem Bereich ein großes Interesse haben (z.B. forexone will CFDs einführen).

Um mit CFDs erfolgreich zu handeln muss man meiner Meinung nach entweder genügend Kapital einsetzen relativ zu den Positionen oder keine Position über Nacht halten - sonst gibt es sicher oft eine böse Überraschung am nächsten Morgen (wie damals bei mir).

Geschrieben
  • Autor

Der Handel mit Differenzkontrakten entwächst gerade seinen Kinderschuhen.

Wer meint, da wo wir uns gerade befinden, wäre das Ende der Fahnenstange, der irrt.

Aktuell wird die Branche hauptsächlich von angelsächsichen Unternehmen dominiert, gefolgt von Hasardeuren, die meinen, mit geleasten Softwarelösungen die Welt aus den Angeln heben zu können.

 

FXPro wurde 2006 gegründet und kann es sich heute bereits leisten, in der Formel I als Sponsor aufzutreten. MIG FX ist dabei, diesem Beispiel zu folgen - man sieht, Geld lässt sich offensichtlich mit dem Geschäftsmodell verdienen. Goldgräberstimmung herrscht definitiv, zumindest was das Abstecken der Claims angeht.

 

Noch ist das Mutterland der CFDs Großbritannien DER Innovationsmotor. Doch bereits jetzt ist absehbar, wer in Zukunft maßgeblich bei der Entwicklung von seinem Vetorecht Gebrauch machen wird.

 

Deutschland ist gemessen an der Emission an Derivaten (OS, Knowck Outs, Exoten, Zertifikate) Weltmeister. Bis auf Korea werden nirgendwo sonst auf der Welt derartige Volumina im Retailbereich umgeschlagen. Wer als Finanzdienstleister seine Augen vor dieser Tatsache und den Bedürfnissen der hiesigen Zielgruppe verschließt, wird mittelfristig kaum eine Chance haben, zu überleben. Und das ist auch gut so. Business- und Produktentwicklung haben sich am Kunden zu oriertieren und nicht primär an den wirtschaftlichen Interessen des Managements.

 

Auch wenn es die aktuellen Statistiken noch nicht belegen,

Differenzkontrakte sind eine ernstzunehmende Konkurrenz zum Handel mit Optionsscheinen.

Sicher, bis die Wachablösung vollzogen ist, werden noch einige Jahre vergehen und die Akteuere werden noch viele Hausaufgaben zu erledigen haben.

Eines ist aber jetzt schon sicher: Die Entwicklung wird weitergehen und sie wird vom Nutzer getrieben sein.

Transparente und faire Kursstellung, zuverlässige Softwarelösungen, klare und unmissverständliche Mistraderegularien werden der Maßstab sein, den Trader anlegen, bevor sie sich für einen Anbieter entscheiden.

 

Wer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz Sympathien ernten und langfristig stabile Kundenbeziehungen aufbauen möchte, der sollte sich schnell von der heimischen Buchmachermentalität bzw. den etablierten Wild West Methoden im Umgang mit seinen Kunden verabschieden.

 

 

Anbei ein Artikel aus dem BANKMAGAZIN, welches dem Heavytrader-Broker sino AG und der speziellen Zielgruppe (und deren Wert) gewidmet ist.

 

 

Kunden mit hohem Handelsvolumen sind hochprofitabel, aber gleichzeitig extrem anspruchsvoll. BANKMAGAZIN zeigt, warum das Engagement der Banken bei dieser Zielgruppe weniger schwanken sollte als die Entwicklung an den Kapitalmärkten.

 

090300_Bankmagazin.pdf

Geschrieben
Der Handel mit Differenzkontrakten entwächst gerade seinen Kinderschuhen.

Wer meint, da wo wir uns gerade befinden, wäre das Ende der Fahnenstange, der irrt.

Tut mir leid, wenn meine Erwartungen in dieser Hinsicht erheblich zurückhaltender sind.

 

Ich begründe dies wie folgt:

 

1. Es gibt keinen Steuervorteil für CFDs in Deutschland. Abgeltungsteuer muß ebenso entrichtet werden wie bei Aktiengewinnen.

 

2. Es ist ein marginpflichtiges Produkt mit Nachschußpflicht, ganz im Gegensatz zu Optionsscheinen, Knock-Outs, Zertifikaten. Ich gehe davon aus, daß ein nicht unerheblicher Teil von der in Betracht kommenden Zielgruppe durch dieses Merkmal abgeschreckt wird.

 

3. CFDs sind für die Broker nur deswegen so interessant, weil sie sich mittels Spreads, Finanzierungskosten und Gebühren momentan eine goldene Nase verdienen können. Die Anleger werden jedoch schnell mitbekommen, daß unter den aktuellen Gegbenheiten der CFD allenfalls Mittelklasse in den Finanzinstrumenten ist.

 

Das bedeutet: die Broker müßten die Konditionen für den Anleger deutlich verbessern. Dann ist das Geschäft aber für sie nicht mehr sonderlich attraktiv und es ist schnell vorbei mit der Goldgräberstimmung. Oder aber es bleibt alles beim alten. Dann werden sich immer mehr Anbieter um eine im großen und ganzen konstante Zielgruppe herumschlagen müssen, und mangels Wachstumschancen ist die Goldgräberstimmung dann auch schnell vorbei.

Geschrieben
  • Autor
Tut mir leid, wenn meine Erwartungen in dieser Hinsicht erheblich zurückhaltender sind.

 

Du meinst, dass das Potential von CFDs hierzulande geringer wäre, wie beispielsweise in Großbritannien oder Irland?

 

 

Ich begründe dies wie folgt:

 

1. Es gibt keinen Steuervorteil für CFDs in Deutschland. Abgeltungsteuer muß ebenso entrichtet werden wie bei Aktiengewinnen.

 

Die Abgeltungssteuer gilt für alle Assetklassen und ist unabhängig davon, ob das Konto bei einem deutschen, polnischen, britischen oder irischen Broker geführt wird.

Kunden deutscher Institute (und damit auch die Finanzdienstleister selbst) haben insofern einen (Wettbewerbs-)Nachteil, dass die AgSt sofort fällig wird. Allein dieser Fakt ändert aber nichts daran, dass die Produkte verglichen mit anderen Derivaten attraktiv sind.

 

Bei der Argumention CFD vs. OS/ Knockout/ Zertifikat gehe ich natürlich davon aus, dass die Kursstellung (-/berechnung) der Emittenten im außerbörslichen Handel ebenso akribisch einer Analyse unterzogen wurde, wie die der CFD Broker bei der Quotierung der Differenzkontrakte. Ich weiß auch nicht was besser für aktive Trader ist; sich zuerst einen Kurs vom Market Maker stellen zu lassen um ihn nach Erhalt entweder zu ignorieren oder vorbehaltlich einer Ausführung diesen zu akzeptieren anstelle Streaming Quotes zu handeln. Auch was die Tradingsysteme + Tools betrifft würde ich meinen, dass zwischen Discount- und CFD Broker Welten liegen.

 

2. Es ist ein marginpflichtiges Produkt mit Nachschußpflicht, [...] von der in Betracht kommenden Zielgruppe durch dieses Merkmal abgeschreckt wird.

 

Da gebe ich Dir vollkommen Recht.

Man muss an der Stelle fairerweise aber auch sagen, dass die CFD Broker auf dieses Problem reagiert haben.

CMC hat den Investor Account eingeführt, IG Markets bietet ein Limited Risk Konto, marketindex hat den Airbag, bei CityIndex/ Postbank gibt es keine Marginkonten, genauso wie bei Flatex/ CeFDex.

 

Das bedeutet: die Broker müßten die Konditionen für den Anleger deutlich verbessern

 

Und das meinte ich eigentlich mit der obigen Aussage.

Ich beobachte die einzelnen Anbieter nicht erst seit gestern und deshalb weiß ich auch, dass sich gegenüber dem Leistungsangebot von 2006 erheblich was getan hat.

Dieser Prozess wird sich meiner Meinung nach fortsetzen.

Geschrieben
Du meinst, dass das Potential von CFDs hierzulande geringer wäre, wie beispielsweise in Großbritannien oder Irland?

Genau das wollte ich sagen.

 

 

Die Abgeltungssteuer gilt für alle Assetklassen und ist unabhängig davon, ob das Konto bei einem deutschen, polnischen, britischen oder irischen Broker geführt wird.

Sorry, ich habe mich hier etwas verkürzt und mißverständlich ausgedrückt. Ich meinte, daß das CFD-Wachstum in England unter anderem deswegen befördert wurde, weil die Anleger durch CFDs die Stamp Duty umgehen können, die bei Transaktionen in Aktien erhoben wird. In Deutschland hingegen hat der CFD keine steuerlichen Vorteile. Die Abgeltungsteuer ist bei CFD-Gewinnen ebenso fällig wie bei Aktiengewinnen.

 

 

Da gebe ich Dir vollkommen Recht.

Man muss an der Stelle fairerweise aber auch sagen, dass die CFD Broker auf dieses Problem reagiert haben.

CMC hat den Investor Account eingeführt, IG Markets bietet ein Limited Risk Konto, marketindex hat den Airbag, bei CityIndex/ Postbank gibt es keine Marginkonten, genauso wie bei Flatex/ CeFDex.

Ich meinte damit, daß man Nachschuß leisten muß, wenn man z.B. overnight mit seiner Position ins Minus kommt und das Konto nicht hinreichend gedeckt ist. Im Gegensatz zu Optionsscheinen, wo man nicht mehr als sein Konto verzocken kann.

 

 

Ich beobachte die einzelnen Anbieter nicht erst seit gestern und deshalb weiß ich auch, dass sich gegenüber dem Leistungsangebot von 2006 erheblich was getan hat.

Dieser Prozess wird sich meiner Meinung nach fortsetzen.

Der Punkt ist, daß das vordringliche Anliegen der CFD-Broker ja nicht darin besteht, dem Anleger etwas Gutes zu tun, sondern Geld zu verdienen, natürlich auf Kosten des Anlegers. Und momentan können sie das ganz gut. Desewegen nach meiner Auffassung auch die augenblickliche "Goldgräberstimmung". Aber die Anleger werden, nachdem sie das neue Instrument ein bißchen ausprobiert haben, schnell merken, daß ihnen zu viel von ihrer Performance weggenommen wird und die Lust am CFD schnell verlieren. Wenn sich das dann noch als allgemeine Meinung herumsprechen sollte nach dem Motto: "CFD ist zwar einfach und transparent, aber viel zu teuer, deshalb lieber Scheine kaufen", wird das Umfeld für die CFD-Broker ganz schwierig. Auch mit Preissenkungen ist dann nur mühsam verloren gegangenes Terrain zurückzugewinnen.

 

 

 

#Edit {whipsaw}

Folgediskussion - CFD vs. Optionsschein vs. Future hier ausgelagert

Bearbeitet von whipsaw

  • 4 Monate später...
Geschrieben

Goldgräberstimmung offenbar vorbei

 

FTD: Kampf um die wenigen Anleger

31.10.2009 - 09:26

 

Um Contracts for Difference ist es ruhiger geworden: Die Anbieter suchen nach neuen Modellen und Kooperationen. Zudem sorgt der CFD-Handel an der Börse für Zündstoff.

 

Um zu verdeutlichen, was bisher bei Contracts for Difference (CFD) passiert ist, kann man einen Vergleich mit den 90er-Jahren wagen. Wer erinnert sich nicht damals waren Inlineskates der große Hype. Die Weiterentwicklung der klassischen Rollschuhe, vielleicht im Hebelpapierbereich mit den bekannten Turbos zu vergleichen, sorgte erst einmal für große Aufregung.

 

Nach einiger Zeit und einem großen Boom wurde es ein wenig ruhiger, und erste Käufer legten die Skates wieder weg. Einige Sportbegeisterte fielen ein paar Mal kräftig auf die Nase und ließen das Skaten schon deshalb wieder sein. Bei CFD ist das nicht anders. Anfangs neu und unbekannt, sind sie jetzt vielen Anlegern ein Begriff. Einige mussten Lehrgeld zahlen und fielen auf die Nase.

 

Die Anfangseuphorie hat sich gelegt, und das Geschäft fokussiert sich mehr und mehr auf jene Kunden, die das Produkt wirklich gut verstehen.

Das war ja auch meine Voraussage - entgegen mancher Träumereien einiger CFD-Broker.

 

 

Einige der großen Banken spielen derzeit mit dem Gedanken an eine Kooperation mit einem der etablierten CFD-Broker. Doch müssen sie auch feststellen, dass der Markt relativ gesättigt ist. "Die Zahl der risikoaffinen und für CFD-Broker interessanten Kunden liegt in Deutschland grob gesagt bei 50.000 bis 60.000 Personen", sagt Stefan Risse von CMC Markets.

Diese Zahl kursiert bereits seit vielen Jahren durch die Lande und meint die ungefähre Anzahl der Hardcore-Zocker, die es in Deutschland vermutlich gibt. Das ist das goldene Kalb, um das sich die CFD-Broker streiten müssen. Das große erhoffte Mengenwachstum findet offenbar nicht statt.

 

> Ganzer Artikel

Geschrieben
  • Autor
Diese Zahl kursiert bereits seit vielen Jahren durch die Lande und meint die ungefähre Anzahl der Hardcore-Zocker, die es in Deutschland vermutlich gibt. Das ist das goldene Kalb, um das sich die CFD-Broker streiten müssen. Das große erhoffte Mengenwachstum findet offenbar nicht statt.

 

Ja und Nein.

Das CMC seine Zelte in der Finanzmetropole abbauen muss, hat viele Gründe.

Ich würde auch nicht unmittelbar von einem Broker auf den gesamten Sektor schließen.

Wer den Markt aufmerksam beobachtet wird relativ schnell feststellen, dass es einige kleine Broker gibt, die gerade dabei sind, in FFM Niederlassungen aufzubauen.

Natürlich geht es in erster Linie um die Verstärkung der Sales Aktivitäten und weniger um zielgruppenorientiertes Produkt- und Business Development.

 

Beim Streit um dass goldene :cow:s ist man unter veränderten Marktbedingungen in neue Phase eingetreten. Wer am Ende die besten Karten hat und sich beim Kampf um Marktanteile durchsetzen kann, bleibt offen. Meiner Meinung nach gibt es gerade mal eine Handvoll Kriterien die erfüllt sein müssen, um den/ die Kunden zufriedenzustellen.

CMCs Angebot war nie schlecht,

nur eben die Art und Weise, wie sie es den Kunden "verkauft" haben.

Selbiges sehe ich aktuell bei XTB, die noch in Jahren ihre Personalbesetzung bereuen werden.

 

Der CFD Handel wird erwachsen und er wird sich weiter entwickeln.

In einzwei Jahren haben wir den echten börslich regulierten Handel, inklusive HüST und Clearing/ Settlement.

Großbanken haben das Potential erkannt. Wenn die in den Ring steigen und dann das Marketing von CMC und CO. fortsetzen, wird die nächste Stufe des Booms gezündet. Ich bleibe weiterhin optimistisch, dass allerdings unter der Maßgabe das weniger OTC und Forexmillionär Crap konsumiert wird, sondern die Branche die Chancen erkennt und Produkte für und nicht gegen den Anleger entwickelt.

 

Die andere Seite bedient der Anleger selbst. Der Ruf nach weniger komplexen Finanzinstrumenten wird immer lauter. Inzwischen scheinen das auch die Emittenten vernommen zu haben.

 

Aktueller Artikel aus der FTD, Zitat:

 

Kunden wünschen Standardprodukte und klare Informationen [...]. Der Trend geht klar zur Einfachheit

 

 

Die Technologie wird weiter durch die Broker vorangetrieben werden. Da wo wir heute mit PureDeal, Dealbook360, FX Tradingstation und und und stehen, dass ist erst der Anfang. Die Trader werden smarter, die Handelssysteme auch.

Geschrieben
Die Trader werden smarter, die Handelssysteme auch.

Aber sie bleiben dieselben. Die Gruppe wächst nicht mehr. Unter den Hardcore-Tradern und -Zockern dürfte mittlerweile so ziemlich jeder mit CFDs vertraut sein und sich entschieden haben, damit zu handeln oder auch nicht.

 

Doch der klassische Aktienanleger wird auf diesen Zug nicht so sehr aufspringen. Und die wenigen, die es doch tun, stehen als erste in der Gefahr, wegen ihrer Unerfahrenheit sich die oben beschriebene "blutige Nase" zu holen und schnell wieder davon abzulassen.

 

Wenn der klare CFD-Marktführer in Deutschland beginnt, den Rückzug anzutreten, spricht das nicht unbedingt für gigantisches Wachstum und sprudelnde Erträge, sondern eher für Stagnation.

Geschrieben
Börsengehandelte CFD sind ein überflüssiges Produkt. Mit Direct Market Access können an der Börse die Underlyings 1:1 gehandelt werden und der CFD-Anbieter kann dann inhouse durch Kredit-Finanzierung daraus als eigene Dienstleistung ein CFD bilden.

Volle Zustimmung!

Deshalb gehe ich auch nicht davon aus, daß börsengehandelte CFDs sich durchsetzen werden. Vermutlich gehen sie sogar niemals an den Start.

Geschrieben
  • Autor
Mit Direct Market Access können an der Börse die Underlyings 1:1 gehandelt werden und der CFD-Anbieter kann dann inhouse durch Kredit-Finanzierung daraus als eigene Dienstleistung ein CFD bilden.

 

Das ist korrekt,

berücksichtigt allerdings nicht die Liquidität der Underlyings. Wer sich mit DMA schon mal intensiver beschäftigt hat, wird wissen, dass auch Direkt Market Access nicht die Antwort auf alle Fragen ist. Die Leihe spielt eine gewichtige Rolle, weit mehr als nur zu sagen, der Broker stellt mir das fehlende Cash zur Verfügung, damit ich einfach nur mal so zum Spass hebeln kann.

Und was ist mit den Indizes? 75%-90% aller Umsätze resultieren aus diesen Transaktionen. Wie wollt Ihr das per DMA abbilden? Was ist mit den Commodities?

 

und waren bisher sowieso nur die Schnapsidee einer unbedeutenden untergehenden Provinzbörse, die sie sich von einem drittklassigen Forex-Anbieter mit schlechten Konditionen hat aufschwatzen lassen - ein großer Flop, weil sich das Publikum so sehr nun doch nicht verschaukeln lassen wollte.

 

Du meinst das hier?

 

 

Leute, die in die Vorgänge näher involviert waren, könnten dazu ganze Reihen von Unprofessionalitäten aufzählen, was sie allenfalls wegen der geschäftsüblichen Stillschweigens-Regeln bzw. andauernder Arbeit an der Sache nicht machen werden.

 

Du machst mich neugierig :pfue:

 

 

Volle Zustimmung!

Deshalb gehe ich auch nicht davon aus, daß börsengehandelte CFDs sich durchsetzen werden. Vermutlich gehen sie sogar niemals an den Start.

 

 

Mal schauen wie es weitergeht. Wir müssen ja nicht einer Meinung sein - ich finde die Diskussion auf jeden Fall spannend.

 

...to be continued

Geschrieben
  • Autor
Die Abbildung von CFD auf Indizes und Commodities über Futures ist trivial.

 

Das ist richtig, allerdings (abgesehen von den Mini's) immer noch ein wenig teuer, zumindest für Otto Normalanleger.

Hinzu kommt, dass man für den Zugang zur Eurex, CME etc. noch immer einen Spezialbroker plus gescheite Software braucht. Die Discountbroker bieten die Produkte zwar an, nur haben die kein Fachpersonal und sind (und bleiben) deshalb zweite Wahl.

 

Die Futurebörsen werden sich mittelfristig auch den Retailern nicht in der Art öffnen, wie es möglicherweise gewünscht ist. Deshalb denke ich, dass dazwischen noch ein wenig Raum für Innovation besteht.

Geschrieben
Ich meinte die Abbildung der CFD auf die Underlyings durch die CFD-Anbieter. Da werden also keinerlei neue Strukturen gebraucht, sondern allenfalls ein volltransparentes Preis-Modell mit nachvollziehbaren und garantierten Zuschlägen für die Retail-Mindermengen, die aber im normlen Geschäft bei vielen Anbietern schon heute gut eingehalten werden.
Geschrieben
  • Autor
Ich meinte die Abbildung der CFD auf die Underlyings durch die CFD-Anbieter. Da werden also keinerlei neue Strukturen gebraucht, sondern allenfalls ein volltransparentes Preis-Modell mit nachvollziehbaren und garantierten Zuschlägen für die Retail-Mindermengen, die aber im normlen Geschäft bei vielen Anbietern schon heute gut eingehalten werden.

 

 

Praktisch könnte man alles über Minis oder Single Stock Futures abbilden, jedenfalls die liquideren Märkte.

 

Indem man aber CFDs einem Clearing/ Settlement zuführt, hebt man sie letztlich auf ein Niveau mit Optionsscheinen, Zertifikaten, Exoten oder Pennystocks.

Der CFD Broker (meistens sind des mehrere) agiert als Market Maker/ Designated Sponsor und im Best Case gibt es ein Open Order/ Limit Order Buch. Also Transparenz herzustellen wäre nicht so ein großer Akt. Die ASX hat es vorgemacht, warum sollte das hier nicht auch funktionieren?

 

Aber mal abgesehen davon,

kurioserweise werden in Australien noch immer mehr Transaktionen OTC abgewickelt als über die Exchange. Die Gebühren spielen allem Anschein nach eine Gewichtige Rolle, für welches "System" sich der Anleger letzen Endes entscheidet.

Geschrieben

Ein synthetisches CFD-Geschäft, das sich aus einer kurs-relevanten Komponente, dem Handel des Underlyings, und einer finanzierungs-technischen Komponente, der Kreditierung des nicht mit der Margin abgedeckten Volumens, zusammensetzt, muß nur den Handels-Teil des Underlyings an der Börse abwickeln. Der Finanzierungs-Teil bedarf keiner Börse und kann durch sie auch nicht verbessert werden.

 

Die nötige Transparenz bezieht sich auf die klare Order-Abwicklung, so daß der Kunde auch in hektischen Phasen sicher sein kann, daß der Dienstleister sich nicht zusätzlich bereichert, indem er sich irgendwo in den Order-Strom einklinkt, ihn manipuliert oder den Handel ganz einstellt.

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