Als Ergänzung noch einmal ein kleines Rechenbeispiel, das den Hintergrund zur aktuellen Goldgräberstimmung erklärt.
Ich gehe mal davon aus, daß die Mehrzahl der Trader den DAX handeln möchte. Und da machen wir ein richtig schön gängiges Nullacht-Fünfzehn-Beispiel:
Der DAX hat nach meiner Überzeugung erstmal sein Korrekturtief gesehen und sollte in den nächsten Wochen wieder an die alten Hochs bei 5150 heranlaufen. Ich gehe also jetzt bei 4800 long und steige mit etwas Sicherheitspuffer bei 5100 wieder aus. Zeithorizont: etwa 3 Wochen.
Es gibt drei gängige Möglichkeiten, diese Markteinschätzung praktisch umzusetzen:
1. Kauf von 1 Kontrakt DAX-Future und Verkauf bei Erreichen des Kursziels.
Kosten:
Kommission: 4 Euro Roundturn
Slippage: 1 Punkt = 25 Euro
Wertverlust des Futures in 3 Wochen: 2 Punkte (Zinsen und damit Aufgeld sind momentan sehr niedrig) = 50 Euro
Gesamtkosten: ca. 80 Euro
2. Kauf von 2.500 KO-Call-Scheinen auf den DAX und Verkauf bei Erreichen des Kursziels.
Kosten:
Kommission: 12 Euro
Slippage: 2 Punkte = 50 Euro
Wertverlust des Scheins in 3 Wochen: 2 Punkte = 50 Euro
Gesamtkosten: ca. 112 Euro
3. Kauf von 25 DAX-CFDs und Verkauf bei Erreichen des Kursziels.
Kosten:
Kommission: keine
Slippage: 2 Punkte = 50 Euro
Wertverlust des CFDs in 3 Wochen: keiner
Finanzierungskosten für 3 Wochen (4 % p.a.): ca. 290 Euro
Gesamtkosten: ca. 340 Euro
Der CFD-Spaß kostet mich also drei- bis viermal soviel wie der Handel über den Future oder die KO-Scheine. Klar, daß das für die Broker eine Goldgrube ist, die sie gerne ausschöpfen möchten. Und daher sind die Goldgräber jetzt auch unterwegs.
Für den Anleger stellt sich die Situation natürlich genau andersherum dar. Wer nichts weiter als Daytrading macht, für den ist das egal. Doch wer mehr machen will, für den ist der CFD als Instrument praktisch gestorben.
Bearbeitet von whipsaw Beiträge separiert und zu neuem Thema zusammengefasst
Als Ergänzung noch einmal ein kleines Rechenbeispiel, das den Hintergrund zur aktuellen Goldgräberstimmung erklärt.
Ich gehe mal davon aus, daß die Mehrzahl der Trader den DAX handeln möchte. Und da machen wir ein richtig schön gängiges Nullacht-Fünfzehn-Beispiel:
Der DAX hat nach meiner Überzeugung erstmal sein Korrekturtief gesehen und sollte in den nächsten Wochen wieder an die alten Hochs bei 5150 heranlaufen. Ich gehe also jetzt bei 4800 long und steige mit etwas Sicherheitspuffer bei 5100 wieder aus. Zeithorizont: etwa 3 Wochen.
Es gibt drei gängige Möglichkeiten, diese Markteinschätzung praktisch umzusetzen:
1. Kauf von 1 Kontrakt DAX-Future und Verkauf bei Erreichen des Kursziels.
Kosten:
Kommission: 4 Euro Roundturn
Slippage: 1 Punkt = 25 Euro
Wertverlust des Futures in 3 Wochen: 2 Punkte (Zinsen und damit Aufgeld sind momentan sehr niedrig) = 50 Euro
Gesamtkosten: ca. 80 Euro
2. Kauf von 2.500 KO-Call-Scheinen auf den DAX und Verkauf bei Erreichen des Kursziels.
Kosten:
Kommission: 12 Euro
Slippage: 2 Punkte = 50 Euro
Wertverlust des Scheins in 3 Wochen: 2 Punkte = 50 Euro
Gesamtkosten: ca. 112 Euro
3. Kauf von 25 DAX-CFDs und Verkauf bei Erreichen des Kursziels.
Kosten:
Kommission: keine
Slippage: 2 Punkte = 50 Euro
Wertverlust des CFDs in 3 Wochen: keiner
Finanzierungskosten für 3 Wochen (4 % p.a.): ca. 290 Euro
Gesamtkosten: ca. 340 Euro
Der CFD-Spaß kostet mich also drei- bis viermal soviel wie der Handel über den Future oder die KO-Scheine. Klar, daß das für die Broker eine Goldgrube ist, die sie gerne ausschöpfen möchten. Und daher sind die Goldgräber jetzt auch unterwegs.
Für den Anleger stellt sich die Situation natürlich genau andersherum dar. Wer nichts weiter als Daytrading macht, für den ist das egal. Doch wer mehr machen will, für den ist der CFD als Instrument praktisch gestorben.
Bearbeitet von whipsaw
Beiträge separiert und zu neuem Thema zusammengefasst