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der offizielle Griechenland Thread

Geschrieben

So einen Thread gibt es ja hier noch gar nicht ist mir aufgefallen. Hin und wieder spielte Griechenland in den tom-next Hinterwelt-Blogstudios eine Rolle im Zusammenhang mit der Entwicklung an den Märkten eine Rolle. Aber das auch nur weniger umfangreich.

 

Also hier nochmal an alle:

Können wir Griechenlands Schuldenproblem dadurch lösen indem wir ihnen nochmehr Geld leihen? Oder wie Henrik schon gefragt hatte: Was wäre die beste Lösung?

 

Viele Grüße,

Rumpel

Featured Replies

Geschrieben

Also meine perönliche Meinung ist ein Ausschluß der Griechen aus der EU!

Es ist bisher immer so gewesen, dass das Volk für die Fehler der Politik bluten musste. Wieso nicht auch hier?! Warum soll Deutschland für die Fehler der griechischen Politik bezahlen?

Weil wir eine Union sind?!

So'n Quatsch...weil Goldman & Sachs Staatsbilanzen gefälscht hat um die EU zu täuschen? Weil die Griechen als VOLK nicht verstehen können, dass eine Steuerreform nötig ist, um ihr Land Zahlungsfähig zu halten?

 

Ich kenne einige Griechen in Deutschland mit denen ich mich unterhalten habe. ALLE sind der Meinung, dass ein anderes Steuerkonzept die Lösung ist. Die Griechen müssen als VOLK zusammenrücken und die LAST tragen...

Jeder muss Einbußen hinnehmen um seinen Staat zuentlasten...

Einige behaupten,dass die Gehälter in den letzten Jahren unverhältnismäig groß gestiegen sind. Wenn eine Kürzung dem ganzen Genüge tut, dann soll es auch so sein.

Und wenn das VOLK nicht in der Lage ist diese Lage anzuerkennen, dann soll man Sie aus der EU ausschließen.

Das würde dem EURKurs ein Bischen Stabilität verleihen...

 

Also meine Meinung:

 

RAUS mit den Griechen aus der EU!!! Jeder dort weiß, dass sein Land SCHEIßE regiert wurde...aber NIEMAND will es zugestehen...Weg mit Denen...raus aus EUROPA!!!

 

Erboste Grüße

NC

Geschrieben
das Problem dabei ist nur, dass es Vertraglich nich geht. Nur wenn die Griechen es selber wollen, können sie gehen. Es kann aber keine Nation aus der EU geworfen werden. Das ist jetzt nun mal Fakt derzeit. Deshalb ist es sinnfrei über diese Optionen zu streiten...
Geschrieben
Warum soll Deutschland für die Fehler der griechischen Politik bezahlen?

 

Weil wir es so oder so bezahlen,

jetzt wird es erstmal mit Bürgschaften gemacht die Real gar nicht vorhanden sind,

(oder wo soll Deutschland das Geld her haben? eigentlich sieht es bei uns doch gar nicht besser aus)

wie es am Ende ausgeht Interessiert noch keinen.

Sollte es aber wirklich zur echten Abfrage der Mrd. kommen werden einige Länder ein Problem haben.

 

Würde alternativ Griechenland Pleite gehen hätten einige Banken und Versicherungen ein großes Problem und könnten Geld was jetzt zur Auszahlung Ihrer Versicherten gebraucht wird nicht mehr bezahlen.

Das würde das Problem auf jetzt verschieben was kein Politiker haben will.

 

Das Hauptaugenmerk eines jeden Politikers liegt erst mal darin wirkliche Probleme durch Lösungen mit noch größeren Problemen in die Zukunft zu legen wo Sie wahrscheinlich nicht mehr am Regieren sind.

Geschrieben

Ouh das wird hier ein fieser Thread :hmmmm:

 

Wer will schaut sich hier bei Rosi's Blog mal die Kommentare an:

Rosi's Blog vom 5. Mai

Rosi's Blog vom 6. Mai.

 

Also ausschließen von Griechenland aus der Währungsunion halte ich für die falsche Lösung.

Man muss auch bedenken, dass ein paar schwache Länder in der €-Zone den Euro auch niedrig(er) halten, was der europäischen Wirtschaft für den Export ins nicht-€-Ausland zugute kommt.

Auch wird das Exportieren deutscher Waren nach Griechenland kalkulierbar, da es kein Währungsrisiko gibt.

 

Goldmann hat die griechischen Staatsbilanzen nicht gefälscht, NickChade, sondern nur nach allen Regeln der Kunst aufgehübscht. Das macht jede deutsche Kommune mit ihren Schulden auch, nach fast derselben Methode. Damals wusste die EU wohl von diesen ausgelagerten Schulden.

 

Außerdem - Griechenland hat ein etwas größeres BIP als das Bundesland Hessen. Ich denke, die Märkte reagieren gerade etwas über. Wenn ein deutsches Bundesland zahlungsunfähig werden würde, hätte das auch solche Folgen für den Euro?

 

Außerdem bin ich der Meinung, dass der Euro (zum Dollar) jetzt in dem Dreh einen insgesamt fairen Wert hat (1.2 bis 1.3).

 

Dass die Griechen alle demonstrieren, kann ich nachvollziehen. So wie mein Eindruck beim letzten Athen-Besuch war und wie man es so liest in den Finanzzeitungen, werden die Griechen sehr schlecht bezahlt, Wohnrraum ist extrem teuer, und deshalb haben fast alle Griechen einen Nebenjob, um sich alles bezahlbar zu machen. Und diese Nebenjobs (dieser aufgeblähte öffentliche Dienst mit Helfershelferangestellten) brechen nun weg.

 

Ich stehe zu den Griechen und finde die Unterstützung richtig. Ich freu mich auch schon auf meinen nächsten Ouzo auf der kleinen Insel Αίγινα.

Geschrieben
RAUS mit den Griechen aus der EU!!! Jeder dort weiß, dass sein Land SCHEIßE regiert wurde...aber NIEMAND will es zugestehen...Weg mit Denen...raus aus EUROPA!!!

 

Das es soweit kommen konnte, ist ein Desaster. Da wir aber alle in einem Boot sitzen, löffeln wir jetzt die Suppe gemeinsam aus.

Alternativen gibt es keine.

Eben noch eine Hypothek auf die Zukunft mehr...

 

Ich überlege mir gerade was ich meinen Kindern in 15 Jahren als Antwort geben werde, wenn sie mich nach den Gründen fragen, weshalb sie heute (also dann im 'jetzt') die Schulden der vorherigen Generation(en) zu schultern haben.

Wer Parallelen zur eigenen Familie ziehen will, kann das gerne mal tun. Was würdet Ihr sagen, wenn Ihr für das exzessive Leben Eurer Eltern und Großeltern zu "bezahlen" hätte? Perfekte Aussichten für das eigene Leben, nicht wahr? Perspektiven, :hmmmm: ? Lösungen?

Tolle Familienfeiern würde es vermutlich nicht oft geben.

 

Das was wir jetzt erleben ist eine, wenn nicht die größte Bewährungsprobe der Staatengemeinschaft. Und dabei geht es nur ganz am Schluss um starker Euro/ schwacher Euro. Ein Scheitern ist als Option ausgeschlossen, die Folgen möchte sich keiner auch nur im Traum ausmalen. Dennoch sollte nicht alles taten- und kommentarlos geschluckt werden....

 

Problem bei der ganzen Sache:

Wir alle kennen wie immer nur die halbe Wahrheit, da wir glauben müssen, was uns die Medien glauben machen.

Geschrieben
RAUS mit den Griechen aus der EU!!!

Was auf den ersten Blick wohl ganz vernünftig erscheint ist so wohl kaum durchzuziehen. Griechenland ist nur die Spitze des Eisbergs. Würde man die Griechen jetzt fallen lassen, so wären als nächstes wohl Spanien und Portugal dran und wer weiss, wie das weitergehen würde. Eine neue Kriese auf den Finanzmärkten würde wohl kaum so relativ glimpflich überstanden werden, wie die letzte, die ja immer noch ihre Nachwirkungen zeigt.

Das Problem ist doch, dass sich das Griechenlandproblem schon einige Zeit andeutete. Wie bitte sollte das funktionieren, dass die Bevölkerung eines weit weniger produktiven Landes seine Arbeiter über 5 Jahre früher in die Rente schickt als dies bei uns der Fall ist, dass sich ein Beamtenapparat geleistet wird, der die Grenzen jeder Vernunft sprengt und eine Schattenwirtschaft in einer Grössenordnung von 30% des BIP duldet?

 

In der Tat ist es doch so, dass fast alle Länder, nicht zu letzt wir hier, weit über ihren Verhältnissen leben. Jeder ist sich bewusst, dass das nicht so weiter gehen will und doch wird nichts dagegen getan. Die Regierung verabschiedet zwar eine Schuldenbremse, setzt den Startzeitpunkt aber auf 2016/2020, um wenns dann ernst wird nicht mehr in der Verantwortung zu sein. Wenn dann aber doch mal einer sparen will, dann ist das Geschrei der Betroffenen gross. Wie war das z.B. mit Harz IV oder der Rentenaltererhöhung auf 67, das die SPD mitgetragen hat. Auf einmal besteht das ganze Land nur noch aus Dachdeckern, der Wähler bestraft das und schon rudert die Partei wider jeder Vernunft zurück.

Wie sollen also Länder wie Deutschland, die selbst nicht reformfähig sind, ein Land wie Griechenland zu Solchigen zwingen.

 

Jetzt ist zumindest die Chanze gegeben, dass Griechenland durch tiefgreifende Reformen einen Weg zurück in den grünen Bereich findet. Die Alternative, das Land bankrott gehen zu lassen, würde einen Sturm an den Finanzmärkten erzeugen, den von uns sicher keiner gebrauchen könnte. Dass Reformen möglich sind hat in jüngster Vergangenheit auch Lettland gezeigt. Auch hier hat das Land über seinen Verhältnissen gelebt und wurde von der Finanzkrise an den Rande des Staatsbankrotts gebracht und hat durch vernünftige Reformen seine Ausgaben wieder in den Griff bekommen...

Bearbeitet von WOGO

Geschrieben
  • Autor

Mensch hier gehts ja rund .....

 

Ich will da nur kurz einen Punkt einwerfen der mir eingefallen ist als hier "Raus aus der EU" gerufen wurde. Es gibt einen Unterschied zwischen der Europäischen Union und der Europäischen Währungsunion. Die Europäische Währungsunion ist etwas kleiner als die Europäische Union da ja nicht alle Eurostaaten den Euro haben.

 

Aus der Union werden sie also vieleiecht nicht fliegen, aber aus der Währungsunion evt.

 

Im Prinzip denke ich zeichnet sich der Ablauf ja schon ab. Alles rennt nach Athen und bringt ein Geldbeutelchen hin, dafür werden dann einige "Maßnahmen zur Verbesserung" festgelegt. Die werden dann in 5 Jahren und in 10 Jahren mal geprüft und es wird gesagt: "Och na sowas, nicht ganz eingehalten." Aber dann stört es niemanden mehr weil Griechenland dann aus den Tageszeitungen raus ist und somit raus aus der Schusslinie ist.

 

 

Viele Grüße,

Rumpel

Geschrieben

Die vereinigte Förderation westlicher und östlicher Hemisphäre könnte in nicht allzuferner Zukunft Realität werden.

 

Europa wird sich den Argumenten der IWF nicht entziehen können.

 

Das Gejammer um Scheichsöhne, die nach der Fiesta in 20 Minuten den gleichen Gewinn generieren, wie ein leitender Angesteller in 10 Jahren Netto verdient, scheint mir eine polarisierende Scheindiskussion zu sein.

Gleiches gilt m.E. für Bankhäuser, Shortisten etc.

 

Der Blick über den europäischen Tellerrand führt bei mir persönlich zu der Erkenntnis, dass sich Euroland mit großer Wahrscheinlichkeit an die gesamte weltwirtschatliche Entwicklung nachjustieren sollte.

Sogenante Schwellerländer (Brasilien, Indien, China, Russland ) verfügen über Ressourcen, die Europa über Jahrzehnte

im letzten Jahrhundert gewinnorientiert genutzt und unseren allgemeinen Lebensstandard begründete.

Mich würde es nicht überraschen, wenn die Wirtschaftsentwicklung Europas i.V. zu o.g. Staaten in nächster Zukunft eher stagniert.

2,5 Miiliarden Menschen weltweit wollen unseren Lebensstandard in allen Bereichen. Der derzeitige technologische Vorsprung Europas ist eine Illusion auf Zeit. In meiner Wohnanlage kenne ich 4 Studenten aus Brasilien und China, die nach Ihrem Studienabschluss die Entwicklung ihrer Heimatländer vorantreiben wollen. :hmmmm:

 

Grüsse

Geschrieben

Um nochmal auf das Thema Griechenland zurück zukommen:

 

Ich wollte durch meine Äußerungen keines Falls zu nationalistisch erscheinen.

Doch es ärgert zunehmend, dass wir in Griechenland die Bösen sind. Als Tourist möchte ich dort im Moment nicht sein. Wobei viele "Deutsch-Griechen" behaupten, dass die "Griechen-Griechen" den Ernst der Lage noch garnicht verstanden haben.

 

Es wurde auch schon in einigen Blogs und Beiträgen erwähnt: Schattenwirtschaft.

Griechenland hat bisher nicht viel unternommen dem ganzen Herr zuwerden. Es gibt auch viele Wirtschaftsbereiche in denen man die Steuern einfach nicht einholt.

 

Einige Griechen horten sogar Fördermittel der EU durch gezielt falsche Angaben.

Thema Oliven:

Es werden Fördermittel für den Anbau von Griechischen Oliven kassiert. Diese werden aber lediglich aus Argentinien importiert und umgepackt. Der Förderbetrag wird beträchtlich erhöht durch falsche Angaben in der Grundstücksgröße und Baumanzahl. Aber eine geeignete Kontrolle gibt es dort nicht.

 

Thema Goldmann&Sachs:

Diese Bank hat Griechenland geholfen einige Schuldpackete in der Staatsbilanz so auszuweisen, dass es aussieht wie "Guthaben". Aus Minus mache Plus...

Würde das ein Unternehmen aus dem DAX machen, dann hätten die gleich ein Verfahren wegen Bilanzfälschung am Hals.

 

Und dieser eine reiche Schiffs-Grieche:

Der verdient beträchtlich an den ganzen Geldern der EU. Hat vor ein paar Jahren griechische Anleihen gekauft zu einem recht hohen Zinssatz. Durch die Verschleppung der staatlichen Insolvenz fließt das Geld bei ihm weiter...

 

Wenn ich jetzt Jemandem auf den Schlips getreten bin oder einige Sachen falsch interpretiert habe, dann möchte ich mich dafür entschuldigen und um konstruktives Feedback bitten. :hmmmm:

 

LG NC

Geschrieben

Greichenland und alle anderen potentiellen Problemkandidaten sind offenbar gerettet.

Rettungsinstrument ist das EU-Hilfspaket (Artikel dazu in der sueddeutschen).

 

 

So weit so gut.

 

 

Zwar werden die (auf Pleite spekulierenden) Spekulanten jetzt zurückgedängt, aber irgendwie habe ich jetzt das Gefühl, dass den Banken und Zockern keine Grenze aufgezeigt worden ist. Als Bank hätte ich jetzt das Gefühl, die retten mich sowieso, egal was kommt. Also kann ich auch in Zukunft weiter auf volles Risiko spielen.

 

Ich bin ja nicht so der Bank-Basher und Anti-Zocker (da ich selbst ja gerne Scalpe) aber ich hoffe, dass da vernünftige, unbürokratische Regeln geschaffen werden.

Geschrieben

Griechenland hat in den kommenden Jahren ausstehende Staatsanleihen von 283 Mrd Euro zu bedienen (Abb. 16052). Allein der Gesamtfinanzierungsbedarf für 2010 bis 2012 wird auf 186 Mrd Euro geschätzt (Abb. 16089). Damit ist Griechenland konkursreif geworden.

 

Sehr umfangreiche Analyse linked.gif

 

http://www.jjahnke.net/index_files/16052.gif

Geschrieben

Wer ist schuld? MMn eine müssige Frage. Sicher auch zu einem grossen Teil D und FR - die federführend die Eurozone und neue Währung mitkonzipiert haben. Und im Konzept/Spielregeln liegt der Hund begraben. Ausserdem haben gerade diese beiden Länder Defizitverfahren gegen sich selbst verhindert und damit dem Budgetwahnsinn in der ganzen EU erst möglich gemacht.

 

Den Griechen die alleinige Schuld zu geben ist Bildzeitungs-Niveau. Aber wie gesagt, die Schuldfrage ist absult unerheblich, entscheidend ist, was jetzt getan wird - und das sieht meiner Meinung nach sehr schlecht aus.

Geschrieben

Ich weiß manche könnens nicht mehr hören, aber bzgl. Schuldfrage: Inwiefern stellt sich die Schuldfrage überhaupt? Ich meine es ist doch teil des Systems das die Schulden kontinuierlich wachsen. Es ist nur die Frage wo bei wem sie schneller wachsen. Insofern seh ich da nicht ganz den Grund nach "Schuld" zu suchen. Warten wir ein paar Jahre (Jahrzehnte) und alle beinahe die gesamte Eurozone ist in der defakto gleichen Situation wie Griechenland jetzt, wer ist dann "Schuld"?

 

Und die schönen Reden von wegen "raus aus den Schulden" kann ich auch nicht mehr hören. Es gibt keinen Weg aus den Schuldenbergen ohne Krieg/Hyperinfaltion/Währungsreform, egal mit welchem Sparprogramm man die Bürger foltert. Man kann es nur hinauszögern.

 

Die einzige Frage die ich mir stelle: Sind die Politiker so dumm das sie glauben was sie sagen, oder wissen sie wie es wirklich ist und wollen uns nur dauerhaft für dumm verkaufen? (irgendwie beides keine schöne Vorstellung)

Geschrieben
  • Autor

Ich kann da Mythos nur zustimmen. Schaut euch mal die Schulden der anderen Staaten an. Momentan wird nur auf Griechenland geguckt. Aber die Schulden sehen woanders so ähnlich aus. Aber stören tuts niemanden. Die USA zB. sind mit 360% vom BIP verschuldet. 1 erwirtschafteter Dollar benötigt also 3,6$ an Krediten ...

 

Viele Grüße,

Rumpel

Geschrieben

Dass alles, aber auch wirklich alles getan wird, um unser derzeitiges System aufrecht zu erhalten, um es zu einem bestimmten, späteren zeitpunkt gegen die Wand zu fahren ist glaube ich vielen von uns klar. Die Systemmedien(nicht nur BILD) suchen und finden wieder mal einen Schuldigen, damit sich die breite Masse auf ihn stürzen kann und bloß nicht DAS SYSTEM hinterfragt.

 

zum Staat Griechenland:

Ist die Währungsunion für die griechische Volkswirtschaft von sooo imenser Bedeutung? Ich verstehe nicht, warum die Griechen nicht von selbst wieder, im Verbund mit einer Währungsreform, zur Drachme zurückkehren. Aber das gehört wahrscheinlich zum großen Spiel... Klar, die Vergangenheit hat gezeigt, dass Währungsreformen letzendlich Einschnitte bei der Bevölkerung bedeuten(private Schulden werden nicht 1:1 abgewertet, altes Vermögen ebenfalls nicht 1:1 angepasst), doch halte ich dies für eine humanere "Lösung" als die des IWF's. Was dort beschlossen wurde ist schlicht und ergreifend ekelhaft: MwSt von 19 auf 23%, Renteneintrittsalter von 53 auf 65(etwa), Rente um 25% gekürzt, öffentliche Gehälter um 25% gekürzt, uvw. Man bedenke, dass es sowieso bereits nach einem Jahr Arbeitslosigkeit keine Sozialhilfe gibt(ein Grund von Vielen für die Menge an Beschäftigten im öffentlichen Dienst).

 

 

EDIT: MMn darf man dabei nicht den Fehler machen und die Griechen mit "uns" vergleichen. Einzig und allein muss man die aktuell getroffenen Kürzungen/Einsparungen in Relation zur Zeit vor dem Auftritt des IWF's betrachten. Das ist für meinen Geschmack ziemlich, ziemlich krass. Hinzu kommt die schrittweise Einführung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs(ab € 3.000,- nur noch per Überweisung/Lastschrift)....

Bearbeitet von addy

Geschrieben

Addy: auch wenn die Griechen wieder den Drachmen einführen, notieren ihre Schulden immer noch in EUR - welche mit einer abgewerteten eigenen Währung unbezahlbar wären. Eine kontrollierte Restrukturierung/Bankrott ist mMn die einzige Lösung.

 

 

Mythos: ein Bankrott ist einfach ein notwendiger Teil des Systems. Wenn schlechten Entscheidungen keine Konsequenzen gegenüberstehen, wird die Marktwirtschaft ad absurdum geführt, und niemand steht mehr in der Verantwortung. Diese Tendenz ist leider nicht nur in der Finanzwirtschaft erkennbar: es gibt auch vielfach in der Politik und Wirtschaft keine Konsequenzen mehr für schlechte Entscheidungen. Deshalb bin ich ein Fan des Bankrotts: ohne die letzte Konsequenz gibt es kein rationales Handeln /Politik. Was wir bräuchten, wäre ein Mechanismus für einen geordneten Konkurs von Banken/Versicherungen/Volkswirtschaften, ohne gleich das ganze System mitzureissen und die sozialen Auswirkungen abzufedern.

Geschrieben
Ich wollte eigentlich nur sagen, dass Zinsen, wie in besagten Videos oft dargestellt, meiner Meinung nach nicht die Wurzel alles Bösen sind, wenn man den Bankrott als sinnvollen Teil des Systems ansieht.

 

 

Addy: auch wenn die Griechen wieder den Drachmen einführen, notieren ihre Schulden immer noch in EUR - welche mit einer abgewerteten eigenen Währung unbezahlbar wären. Eine kontrollierte Restrukturierung/Bankrott ist mMn die einzige Lösung.

 

Roy: Ich glaube du hast den Schuss noch nicht gehört!

Deine Zitate sprechen da für sich.

 

BTW: Ich schrieb [...]"im Verbund mit einer Währungsreform, zur Drachme zurückkehren."[...] (vgl. Beitrag #34)

 

 

Gruß addy

 

 

EDIT: Ein Schuldgeldsystem mit Zinseszins MUSS crashen! Es geht gar nicht anders!

Bearbeitet von addy

Geschrieben

Irrsinn und kein Ende

Notwendige Anmerkungen zur sogenannten Euro- und Griechenlandkrise

von Egbert Scheunemann

 

Auszug:

Und bezieht man Griechenlands Staatsschulden schließlich auf die Finanzmassen, die auf den internationalen Finanzmärkten jährlich

umgeschlagen werden, sehen die Verhältnisse vollends absurd aus: Schon 2004 war der Umsatz auf den internationalen Finanzmärkten etwa 40 mal größer als das realwirtschaftliche Welt-BIP von damals 41 Billionen Dollar – er betrug also unglaubliche 1.600 Billionen Dollar.

 

Gemessen an dieser Umsatzzahl entsprechen die 365 Milliarden Dollar, mit denen der griechische Staat in der Kreide steht, gerade mal sensationellen, bedrohlichen, Angstschweiß treibenden – 0,02 Prozent!

 

Selbst wenn Griechenland seinen Bankrott erklärt hätte und niemals, also auch nicht nach anschließenden Umschuldungsaktionen, teilweisen Schuldentilgungen und Zinssenkungen, auch nur einen Cent zurückzahlen sollte, würde das gesamte internationale Finanzsystem, so und so schon aufgebläht bis ins Absurde, gerade mal 0,02 Prozent seiner Finanzmassen verlieren.

 

Lesen, nur 7 ! Seiten.

 

Griechenland_und_Euro_Krisenmythos_Scheunemann.pdf

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