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Moneymanagement und Fremdwährung

Geschrieben

Hallo,

 

ich stelle mir gerade folgende Frage: Angenommen ich möchte pro Trade nur höchstens 1% meines Kapitals verlieren.

Mein Konto wird in Euro geführt und ich investiere z.B in USD/JPY. Ich greife dann zum Einstiegskurs den EUR/USD ab um mit slippage meine 1% maximal Verlust zu definieren. Nun kann ja während ich in Position bin der EUR/USD fallen oder steigen, so dass ich über die 1% komme.

 

Wie macht ihr das greift ihr den Kurs bei jedem Tick wieder neu ab und verändert den stop? Da macht ja vermutlich auch der Broker nicht mit.

Legt ihr dann Signifikanzbereiche fest? z.B 0,1% Änderung erzwingt eine Änderung des Stop/Loss?

Oder wählt ihr die Positionsgröße von Anfang an kleiner und berechnten quasi mehr für die Slippage ein?

Das ganze wird vermutlich eh nur bei großen Zeiten wichtig sein.

 

Oder beachtet ihr das gar nicht?

Featured Replies

Geschrieben

Nur so als Tipp: Wenn du bei einem EUR basierendem Konto USDJPY handelst, dann ist der EURUSD Kurs nur für die Margin interessant, für G/V ist der EURJPY Kurs relevant, Gewinne oder Verluste werden im FX Handel IMMER in der zweitgenannten Währung generiert.

 

Zur Veränderung des Risks bei Wechelskursschwankungen: Kannnst du im Kurzfristhandel vergesssen, kleines Beispiel:

 

Du handelst 100k USDJPY mit einem IS von 20 Pips, bei deinem Einstieg steht EURJPY bei 110, d.h. dein Risk in EUR ist JPY 20.000/110 = EUR 181,81, der Trade wird am IS geschlossen, EURJPY steht in der Zwischenzeit allerdings bei 109,70, somit beträgt dein Verlust JPY 20.000/109,7 = 182,3, dein Kontostand müsste bei 1% Risk bei diesem Trade ohnehin EUR 18.181,-- betragen haben, ob da dein G/V EUR 0,50 mehr oder weniger ausmacht ist vernachlässigbar, ausserdem funktioniert das in beide Richtungen -also wird dein Verlust auch mal kleiner sein als gedacht- auf lange Sicht gleicht sich das ziemlich aus.

 

Beim Positiontrading und wirklich grossen Sizes wird das Risiko in der Fremdwährung teilweise gehedgt, das zahlt sich aber nur bei wirklich sehr grossen Riskbeträgen und bei sehr langen Haltedauern aus.

 

Eine Änderung des SL wegen der Änderung des für den G/V relevanten Wechselkurses ist ein NoGo, der Stop wird von der Strategie bestimmt, niemals von anderen Faktoren!

 

Slippage ist gerade bei kleinen IS ein Thema, entweder mit Limitorder ausschliessen oder "Luft" lassen, ich gehe immer von 2 Pips Slippage aus - einen beim Einstieg, einen beim Ausstieg, wenn also mein Stop 13 Pips betragen soll berechne ich die Positionsgrösse mit 15 Pips Verlust.

Geschrieben
  • Autor

dann heißt das also, das ich nur höchstens 2 Vorteile habe wenn ich Fremdwährungen handle:

1. möglicherwiese geringere Margin

2. häufig haben Dollarpaare nen geringeren Spread oder bringt mir das nicht weil eh anders abgerechnet wird?

Dafür muss man halt mehr rechnen.

 

Ah das mit dem Stop ändern machte keinen Sinn, sehe ich ein. Das einzige was man machen könnte wäre eine dynamische Positionsgrößenänderung um das Risiko konstant zu halten. Wobei man da auch wieder bei dem Problem steht: Das man so kleine Positionsgrößen nicht eingehen kann.

 

Danke für die Erläuterungen

Geschrieben
dann heißt das also, das ich nur höchstens 2 Vorteile habe wenn ich Fremdwährungen handle:

 

 

So kann man auch nicht herangehen, du musst schauen ob du irgendwo eine Nische besetzen kannst, auf die du dich konzentrierst. Fremdwährungen haben jetzt nicht wirklich Nachteile gegenüber based currencys.

Geschrieben
Ohne das Thema zu stören. Ich möchte meine Kontoführung in CHF haben. Wenn ich EUR/JPY USD/JPY trade, dann ist EUR/CHF für G/V relevant, soviel wie ich verstanden habe. Wenn der EUR gegenüber den CHF abgwertet wird, spekuliere ich dann richtig, dass es dann klug ist, mein Konto in CHF zu führen? Weil spätestens in 2 Jahren haben wir keinen EUR mehr, und ich möchte schon meine Kontoführung in einer existierenden Währung haben.

Bearbeitet von tarbiat

Geschrieben
Ich möchte meine Kontoführung in CHF haben. Wenn ich EUR/JPY USD/JPY trade, dann ist EUR/CHF für G/V relevant, soviel wie ich verstanden habe.

 

Wenn der EUR gegenüber den CHF abgwertet wird, spekuliere ich dann richtig, dass es dann klug ist, mein Konto in CHF zu führen?

 

 

[...] spätestens in 2 Jahren haben wir keinen EUR mehr, und ich möchte schon meine Kontoführung in einer existierenden Währung haben.

 

 

Eigentlich könnte man aus dem Zweizeiler 3 neue Topics bauen.

Für den Anfang soll's erst einmal eines sein.

 

Zum Thema Kontowährung vs. .... hier entlang

Geschrieben
Ohne das Thema zu stören. Ich möchte meine Kontoführung in CHF haben. Wenn ich EUR/JPY USD/JPY trade, dann ist EUR/CHF für G/V relevant, soviel wie ich verstanden habe.

 

Einspruch: G oder V entstehen IMMER in der zweitgenannten Währung des gehandelten Pairs, für die Auswirkungen auf das Konto ist dann der Kurs der Kontowährung/zweitgenannte Währung relevant, in dem Fall also CHFJPY

 

@Admin, Mods: Wie schreibt man einen Artikel für die Knowledge Base? Weil die Frage wie entsteht G/V, welche Kurse sind relevant (auch für die Margin) tauchen immer wieder auf, das könnte ich in einem KB Artikel erklären, bei Fragen kann dann auf diesen Artikel verwiesen werden.

 

Die Frage hat sich erledigt, ich habe es entdeckt, wenn ich Zeit, Lust und Laune habe, dann werde ich den Artikel schreiben.

Geschrieben
, wenn ich Zeit, Lust und Laune habe, dann werde ich den Artikel schreiben.

 

Wenn ich ein paar Fragen dran hängen dürfte da ich mich Grade in die Sache einarbeite.

 

Wenn der G/V immer auf das 2 Paar berechnet wird,

wird mir auch der G/V in dieser Währung auf dem Konto berechnet?

 

Wäre ja Grade für kleine Konten blöde wo sich ein Tausch der G/V nicht immer lohnt.

 

Dann kann man hier mal in einen Forex Brief schauen.

http://www.aktienboard.com/forum/f18/ross-...311#post2389470

 

Sie beobachten/handeln 35 Währungspaare,

kann man das auf ca 10 reduzieren?

Mehr ist für nebenbei auch im Tageschart schwer zu beobachten bzw. nehme ich doch an das sich einige gegenseitig auf heben.

Oder kannst Du einige Paare nennen die man wenn man nach dem Tageschart so ziemlich alles abdecken will beobachten sollte?

 

Danke.

Geschrieben
Wenn der G/V immer auf das 2 Paar berechnet wird,

wird mir auch der G/V in dieser Währung auf dem Konto berechnet?

 

Nein, im Regelfall konvertiert der Broker/Marketmaker G/V in die Originalkontowährung, die einzige Ausnahme, die mir da auf die Schnelle einfällt, ist Interactivebrokers, da musst du den G/V tatsächlich selbst konvertieren.

Geschrieben
ist Interactivebrokers, da musst du den G/V tatsächlich selbst konvertieren.

 

Wie der Broker die Fragen der User bestimmt.

 

Wo bei ich es jetzt schon Interessant finde das die Anderen das anders handhaben.

Aber ich bin nun mal da und muss dann halt damit leben.

Geschrieben
Nein, im Regelfall konvertiert der Broker/Marketmaker G/V in die Originalkontowährung, die einzige Ausnahme, die mir da auf die Schnelle einfällt, ist Interactivebrokers, da musst du den G/V tatsächlich selbst konvertieren.

 

 

Ich glaube der Grund dafür ist, dass das IB-Core BankingSystem Währungskonten abbilden kann.

Das ist ne hochkomplexe Angelegenheit, fehleranfällig und verdammt aufwändig zu entwickeln. So etwas leisten sich normalerweise nur Banken mit entsprechender Kapitalausstattung und

dann auch meist nur jene, die Währungen physisch halten.

 

Nicht ganz so komplex ist die Echtzeitbe- bzw umrechnung in Kontowährung. Wer z.B ein Konto bei IG Markets besitzt, kann sich das in Live (Demo geht auch) ansehen und mit ein wenig Akribie in Excel nachrechnen.

PuL stimmt nahezu exakt (kleine Rundungsanomalien bekommt man nie weg), bei der Margin nimmt man es nicht ganz genau. Da könnte man konsequenter und genauer runden, vernachlässigt dass dann aber anscheinend. Der Kunde zieht keinen Nachteil daraus, von daher ist das nicht weiter tragisch.

 

Metatrader rechnet auch in Echtzeit um, oder?

Geschrieben

Soweit ich weiss rechnet MT in Echtzeit ab, allerdings habe ich noch nie bei einem MT Anbieter gehandelt, vielleicht täusche ich mich da.

 

Zur Sache mit IAB: Das ist der Tat komplex, denn bei IAB handelt man tatsächlich Cash, d.h man kann auch Kreuz und Quer wechseln -z.B. EUR in USD, die USD dann in GBP und diese wieder in EUR- das geht meines Wissens nach bei den Retailmarketmakern nicht, im professionellen Umfeld ist's üblich, manche Positionen werden auch synthetisch eingegangen. (Guppy long kann ich auch über GBPUSD long und entsprechend USDJPY short machen, der Hintergrund heisst Liquidität bzw. Spreads, wobei das heute die Maschine macht, wenn ich auf meiner Plattform irgendeine Order eingebe, dann habe ich keine Ahnung wie die Maschine das am Markt macht, ist auch egal).

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