Geschrieben 8. Oktober 201015 Jr. comment_106024 Eigentlich stehe ich nicht auf solche Seiten, andererseits denke ich, wenn es den Hinterbliebenenbei der Verarbeitung des Schmerzes hilft, kann man solch ein Online Vermächtnis durchaus ins Netz stellen. Vorausgesetzt die/der Verstorbene ist damit einverstanden gewesen.Auf dieser Seite macht es diesen Eindruck. Nun sind wir ja ein Finanzforum und daher passt so etwas nicht so wirklich hier hin,andererseits denke ich, das man sich in schwierigen Lebenssituationen (und sei es "nur" ein finanzieller Ruin)ab und zu mal vor Auge führen sollte was andere für "echte" Probleme haben. Mit "echt" meine ich die unausweichlichen Dinge des Lebens bei denen nichts mehr weiter geht. Dagegen sieht dann ein zerschossenes Auto, ein Verlust des Arbeitsplatzes oder die Scheidung etc. doch sehr harmlos aus. Wobei die Wichtigkeit des Problems nur im Kopf des einzelnen entsteht, womit wir in gewisser Weise wieder beim Tradingund der eigenen Psyche im Trade angekommen wären. Respekt vor diesem Mädchen, sie macht bis zum Schluß einen sehr tapferen Eindruck. (Siehe Bilder und ihr Buch) Krebs mit 15 @Adminsvielleicht verschieben, Chit Chat fand ich aufgrund der Thematik unpassend, Lifestyle oder ähnliches habe ich nicht gefunden Melden
Geschrieben 9. Oktober 201015 Jr. comment_106026 Nun sind wir ja ein Finanzforum und daher passt so etwas nicht so wirklich hier hin Doch, passt es! Deshalb vielen Dank, dass Du uns auf diese Geschichte aufmerksam gemacht hast. ab und zu mal vor Auge führen sollte was andere für "echte" Probleme haben. Mit "echt" meine ich die unausweichlichen Dinge des Lebens bei denen nichts mehr weiter geht. Solche Themen werden sehr oft ausgeblendet, meist so lange, bis man sich selbst in einer solchen oder ähnlichen Situation wiederfindet.Daran zu erinnern und wie in dem Fall Anteilnahme zu nehmen, kann niemals schaden. Respekt vor diesem Mädchen, sie macht bis zum Schluß einen sehr tapferen Eindruck. (Siehe Bilder und ihr Buch) Kann dem vollends zustimmen. Melden
Geschrieben 9. Oktober 201015 Jr. comment_106028 Sehr bitter was manchen für ein Schicksal ereilt... Melden
Geschrieben 9. Oktober 201015 Jr. comment_106029 Die vier Jahreszeiten sind für mich das Symbol das es nie aufhört . Jeder Tag den man erleben darf ist ein Geschenk . Die menschliche Natur schützt unsere Seele durch die "Illusion der Unverletzlichkeit" und das ist sehr sinnvoll und auch gut so . Diese Illusionerhöht die Lebensqualität jedes Menschen enorm . Aber es ist eine Illusion . NICHTS ist "selbstverständlich" , absolut garnichts . Vielen Dank für diesen Thread . Doch, passt es!Deshalb vielen Dank, dass Du uns auf diese Geschichte aufmerksam gemacht hast. Und ich stelle fest , wie gut ich in dieses Forum passe .... schön das ich hier bin . Genießt Euer Wochenende Euer KB Melden
Geschrieben 9. Oktober 201015 Jr. comment_106030 Bevor ich Trading zum Vollzeit -Beruf machte, arbeitete ich in meiner Firma tagtäglich an Dokumentationen dieser Art. Meine Firma hat Ihren Schwerpunkt im QS-Dokumentationswesen der Onkologie, speziell der hoch-letalen Entitäten wie Prostata-, Mama-, Lunge-, Kolon- und Pankreas-Karzinom. Solche Schicksale sind mir zwar nicht fremd, aber immer wieder tragisch, insbesondere dann, wenn es sich um einen Tumor handelt, der unentdeckt wächst und in essentielle Komponenten des Körpers einwächst. Weichteil- aber auch Keimzelltumoren habe die tragische Eigenschaft sich mit nur sehr geringen Beschwerden anzukündigen, weshalb sie dann häufig und in der Regel zu spät diagnostiziert werden. An dieser Stelle möchte ich aber auch unbedingt einfach mal erwähnen, dass trotz dieser Schicksale Krebs lange nicht mehr solch ein Monstrum ist wie es uns in der Vergangenheit eingeimpft wurde. In den Zeitungen werden nicht selten veraltete statistische Angaben gemacht, die uns im Grunde einfach alle nur erschrecken sollen. Es sterben heute weniger als die Hälfte der Patienten an Krebs und das obwohl wir in Europa steigende Tendenzen an Krebserkrankungen haben. Die steigende Tendenz hat seine Begründung aller Vermutung nach in den wachenden Früherkennungs-Programmen für die häufig auftretenden Entitäten Prostata-, Kolon- und Mama und mit der einhergehenden Sensibilisierung der Menschen. Das dramatische an dem hier genannten frühen Krebstod ist, dass es einen jungen Menschen trifft, der sich neben seiner erblichen Vorbelastung nicht um seiner Gesundheit willen schuldig gemacht hat, junge Menschen sind zudem noch wesentlich schwächer auf das Hören von körperlichen Krankheitszeichen geeicht, so dass selbst mit erhöhter Aufmerksamkeit die Chance auf eine rechtzeitige Erkennung gegen Null geht. Warum ich das schreibe hat dennoch einen tieferen Grund als nur Anteilnahme; denn ich persönlich teile mit vielen meiner Kollegen und etlichen renommierten Onkologen nicht nur das Schicksal selbst im engeren Freundes- und Familienkreis die betroffen zu sein, sondern wir lesen aus den Zahlen die uns zur Verfügung stehen, dass in den meisten Fällen, die mit dem Tod enden, der Krebs definitiv zu spät erkannt wurde - und zwar nicht, weil die Ärzte versagten (was natürlich auch vorkommt) sondern weil die Patienten zu lange mit banalen Beschwerden gewartet haben. Ich habe solch skurrile Fälle von Verschleppung von klaren Anfangssymptomen gesehen, dass glaubt keiner. Ich möchte damit keine Panik machen, aber dringend empfehlen die Vorsorge-Programme zu nutzen und wenn jemand bereits betroffene Familienmitglieder in erster Generation hat, diese Vorsorge-Programme um fünf bis zehn Jahre vorzuziehen. ... und lieber einmal mehr zum Arzt, als einmal zu wenig; denn diese Möglichkeiten sind die wahren und nützlichsten Errungenschaften unserer Zivilisation. Ich entschuldige mich für den Klugscheissermodus und verzichte daher auch auf die klaren, wissenschaftlich erwiesenen Risikofaktoren einzugehen ... und danke an Vola für den "Weckruf" und Sicht auf das Wesentliche! Melden
Geschrieben 9. Oktober 201015 Jr. comment_106042 @Aurelius - auch Dir ganz herzlichen Dank für Deinen Beitrag. Selbst wenn das was passiert ist nicht rückgängig gemacht werden kann, ist es für die Eltern ganz sicher ein Trost, dass das Schicksal von Jenni die Menschen berührt.Der letzte Eintrag im Gästebuch ist von heute morgen. Jenni ist am 16.11.2004 von uns gegangen, hier findet ihr Jennis Gedenkseite und das von ihr fertig gestellte Buch. Melden
Geschrieben 9. Oktober 201015 Jr. comment_106070 Solche Geschichten bringen einem immer wieder aufs Neue auf den Boden der Tatsachen zurück und zeigen einem, wie glücklich das eigene Leben doch ist, trotz all dieser kleinen Problemchen. Ich hatte diese Jahr im Urlaub so ein Schlüsselerlebnis, das ich mir immer wieder ins Gedächnis rufe, wenn irgendwas nicht so läuft wie es eigentlich sollte, um mir klar zu machen, wie gut es mir doch eigentlich geht. Wir hatten ein Ferienhaus mit Pool und nach dem Abendessen spielten unsere beiden Söhne noch am Wasser. Der Kleine (1 1/2) hatte schon den ganzen Tag mit seinem Eimer Wasser geschöpft, so dass ich das garnicht großartig beachtete.Ich räumte das Geschirr in's Haus und hörte plötzlich nur unseren Großen schreien.Als ich dann raus kam trieb der Kleine mit Kopf unter Wasser im Pool - keine Bewegung...Er trieb da höchstens 5 Sekunden bis ich ihn rausgezogen habe, aber trotzdem - man stelle sich vor, der Große hätte am anderen Eck gespielt, wo er den anderen nicht gesehen hätte... Solche Situationen schaffen wirklich Bewußtsein für das Wesentliche im Leben. Melden
Geschrieben 9. Oktober 201015 Jr. comment_106074 Als ich dann raus kam trieb der Kleine mit Kopf unter Wasser im Pool - keine Bewegung...*Gänsehaut* Keiner kann das besser verstehen, als jemand der selbst Kinder hat. Nur weil Dein Beitrag einen so treffenden Bezug zu meinem Leben hat und einer Paranoia, das Wichtigste in meinem Leben könnte Schaden nehmen...Lukas (9) und Niklas (7) - beiden haben wir mit 4 Jahren das Schwimmen beigebracht. Ich habe noch eine ähnliche Erfahrung gemacht, sie hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich heute viele Dinge so betrachte wie ich sie betrachte.Die Bedeutungslosigkeit von Statussymbolen/ materiellen Dingen gehört zum Beispiel dazu. Melden
Geschrieben 9. Oktober 201015 Jr. comment_106082 Die Bedeutungslosigkeit von Statussymbolen/ materiellen Dingen gehört zum Beispiel dazu. denn man kann nichts mitnehmen . Und ich habe drei kerngesunde Jungs (junge Männer eher ) . Das ist Glück . KB Melden
Eigentlich stehe ich nicht auf solche Seiten, andererseits denke ich, wenn es den Hinterbliebenen
bei der Verarbeitung des Schmerzes hilft, kann man solch ein Online Vermächtnis durchaus ins Netz stellen.
Vorausgesetzt die/der Verstorbene ist damit einverstanden gewesen.
Auf dieser Seite macht es diesen Eindruck.
Nun sind wir ja ein Finanzforum und daher passt so etwas nicht so wirklich hier hin,
andererseits denke ich, das man sich in schwierigen Lebenssituationen (und sei es "nur" ein finanzieller Ruin)
ab und zu mal vor Auge führen sollte was andere für "echte" Probleme haben.
Mit "echt" meine ich die unausweichlichen Dinge des Lebens bei denen nichts mehr weiter geht.
Dagegen sieht dann ein zerschossenes Auto, ein Verlust des Arbeitsplatzes oder die Scheidung etc. doch sehr harmlos aus.
Wobei die Wichtigkeit des Problems nur im Kopf des einzelnen entsteht, womit wir in gewisser Weise wieder beim Trading
und der eigenen Psyche im Trade angekommen wären.
Respekt vor diesem Mädchen, sie macht bis zum Schluß einen sehr tapferen Eindruck. (Siehe Bilder und ihr Buch)
Krebs mit 15
@Admins
vielleicht verschieben, Chit Chat fand ich aufgrund der Thematik unpassend,
Lifestyle oder ähnliches habe ich nicht gefunden