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Kindermörder erhält Schmerzensgeld

Geschrieben

Frage mich manchmal, wo wir eigentlich leben....

Grundrecht hin oder her, aber bei solchen Urteilen rollt sich bei mir das Zahnfleisch auf.

Schmerzensgeld

Featured Replies

Geschrieben

Jup, aber das sind die bitteren Kröten die man in einem Rechtsstaat schlucken muss.

Ich denke die Richter hatten keine andere Wahl wegen dem Urteil vom Europäischen Gerichtshof.

Wäre es anders, wo willst dann die Grenze ziehen?

Der Wilkür wäre Tür und Tor geöffnet und Du hättest schlechte Karten gegen behördliches Unrecht vorzugehen.

Dann lieber mal so ein Urteil hinnehmen.

Ausserdem könnte er sich ins eigene Fleisch mit der Klage geschnitten haben: vorhin meinte ein Rechtsverdreher im Radio, sollte er in X Jahren einen Antrag auf Bewährung stellen, könnte ihm diese Klage als nicht gezeigte Reue gegenüber dem Opfer ausgelegt werden und der Antrag wird abgelehnt.

Was will er denn mit denn 3000 Piepen im Knast? Soll er von mir aus haben.

Geschrieben

Also man muss differenzieren. Entgegen der Medienberichte hat er KEIN Schmerzensgeld bekommen, sondern eine Entschädigung.

Ich finde es eines Rechtsstaates würdig, so zu urteilen. Sonst könnten wir ja gleich bei "ganz schlimmen" Fällen die Todesstrafe wieder einführen.

Geschrieben
  • Autor

Wäre es anders, wo willst dann die Grenze ziehen?

Der Wilkür wäre Tür und Tor geöffnet und Du hättest schlechte Karten gegen behördliches Unrecht vorzugehen.

Dann lieber mal so ein Urteil hinnehmen.

Stimmt schon, die Grenze zu ziehen ist schwer möglich, allerdings sträubt sich bei mir alles, wenn ich dann höre er hätte kein Schmerzensgeld sondern eine Entschädigung erhalten. (Wie Henrik schrieb)

Er hat bitte was erhalten ?!

Ein Kindermörder wird also entschädigt, ist für mich überspitzt dann auch so, das ein Kindesvergewaltiger sich Schmerzensgeld beim Opfer einklagt

weil er einen Penisbruch erlitten hat, da sich das Opfer wehrte. (Oder zu "dumm" anstellte) :paf:

 

sollte er in X Jahren einen Antrag auf Bewährung stellen, könnte ihm diese Klage als nicht gezeigte Reue gegenüber dem Opfer ausgelegt werden und der Antrag wird abgelehnt.

Ja stimmt schon, das würde ich so oder so als allererste Forderung haben, das eine Reue erkennbar sein müsste.

Bin da vllt. zu extrem im denken, aber bei solch geplanten Straftaten würde ich eh von hause aus jegliche Bewährung ablehnen.

Geschrieben

Bei solchen Urteilen regen sich die Leute ja gerne auf.

Aber man kann ja von der anderen Seite nicht verlangen sich korekt zu verhalten wenn man es selbst nicht tut. Deswegen ist das zwar übel, aber das ist nunmal leider so. So wie Bull schon geschrieben hat, wo sollte man denn die Grenze ziehen? ...

 

Auf der anderen Seite regen wir uns wieder auf weil wir Prügelpolizisten nicht zur Rechenschaft gezogen bekommen weil sie zu viel Schutz genießen.

Geschrieben

Das ist mal wieder typische Sensations-Medienberichterstattung. Web.de :mad:

 

Auf Spiegel.de wird das schon etwas objektiver betrachtet:

Gericht verweigert Gäfgen die Opferrolle

 

Magnus Gäfgen bekommt vom Staat 3000 Euro, weil ihm Gewalt angedroht wurde. Das gebiete die Achtung vor den Menschenrechten, befand der Richter. Doch die Rolle eines Opfers gestand er dem Kindermörder nicht zu - und äußerte Verständnis für die Polizei.

Geschrieben

Ich sehe das auch aus der Sicht der Rechtsstaatlichkeit, so abscheulich die Tat auch war, der Staat respektive seine Beamten muss sich ebenso an geltende Gesetze halten, das ist eines der Grundprinzipien jedes Rechtsstaates.

 

Ich kann die Empörung nachvollziehen, aber das ist nun mal geltendes Recht, und das ist auch gut so, denn andersrum wäre es nicht weit zu einem Polizeistaat, den kennen manche Deutsche ohnehin gut genug aus der Vergangenheit und diese Form der Staatsgewalt wird sich wohl niemand wünschen.

Geschrieben

Von den 3.000 EUR wird er auch nichts haben,

da er die Gerichtskosten hauptsächlich zu tragen hat.

 

Hoffe nur, dass die das miteinander "verrechnen" & nicht,

dass er das Geld erhält & dann Hartz4 beantragt & die 3.000 EUR

unter die nichtpfändbare Bargeldbestände fallen. :head:

Geschrieben
  • Autor

Das ist mal wieder typische Sensations-Medienberichterstattung. Web.de :mad:

 

Okay, da stimme ich zu, es war nicht sehr klug nur auf den Bericht von web.de meine Aussage zu stützen.

Habe danach einige andere Nachrichten gelesen, auch den Spiegel, dieser stellt das ganze in einen ganz anderen Zusammenhang und damit kann ich dann auch schon sehr viel besser leben.

Schließlich will auch ich keinen Polizeistaat, daher ist das Urteil zwar schon okay, allerdings halte ich die Höhe für unangemessen hoch.

 

Auf Spiegel.de wird das schon etwas objektiver betrachtet:

Gericht verweigert Gäfgen die Opferrolle

 

Dieses Zitat aus dem Spiegel Link gefällt mir besonders gut, das kann ich auch ohne Probleme voll und ganz unterschreiben.

 

"Es hätte genügt, Herrn Gäfgen einen Euro Schmerzensgeld zu geben. Das wäre eine symbolkräftige Aussage gewesen - eine symbolische Erinnerung an das, was im Hintergrund im Raum stand, und eine symbolische Anerkennung des Anspruchs auf Schmerzensgeld", so der Professor.

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