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Steuergerechtigkeit

Geschrieben

Tja war wohl wieder Lärm um nichts. Die Börsensteuer wurde erstmal auf Eis gelegt. Sicherlich, Schäubelchen wird dran bleiben (der Mensch der sogar freiwillige Arbeit besteuern will :battle: ).

 

 

Also ich arbeite auch freiwillig, warum sollen dafür keine Steuern anfallen?

 

Ich bin dafür alle Einkommen (also eben ganz simpel nach der finanziellen Leistungsfähigkeit) zu besteuern, ganz egal wie und wann das erzielt oder wie das Einkommen genannt wird.

 

Die ganzen Sonderlocken wie steuerfreiheit von Schichtzulagen usw. würden bei mir fallen - sofort. Im Gegenzug würden die steuerlichen Freibeträge für das soziokulturelle Existenzminimum jedes Jahr mit der Inflation steigen, und zwar in dem Maß wie Diäten usw.

 

Lutz

Featured Replies

Geschrieben

Diese "Fairness" der Verteilung wird wohl eher ein Traum bleiben - egal wo auf diesem Planeten.

 

Also ich arbeite auch freiwillig, warum sollen dafür keine Steuern anfallen?

Das würde aber erstmal, voraussetzen dass normale Arbeit auch wieder vernünftig bezahlt wird.

Insgesamt ein brisantes Thema, Ehrenamtliche Arbeit zu besteuern - bei der hohen Arbeitslosigkeitquote einerseits, der immer gößer werdenden Schere zwischen Arm und Reich und unzähligen Unterstützungen

die Nachbarländer erhalten. Otto Normalverbraucher hat so schon immer weniger in der Tasche, wer soll da Verständnis für noch mehr Steuern haben ?

 

Das würde aber trotzdem in Deutschland funktionieren, da würden paar Leute schreien, dass geht doch nicht, dann würde es trotzdem gehen.

Zumindest würde es deshalb keine Ausschreitungen wie in Griechenland geben - um das zu erreichen müßte Fußball in Deutschland verboten werden, dann erst würden sich einige rühren...

Geschrieben
  • Autor

Diese "Fairness" der Verteilung wird wohl eher ein Traum bleiben - egal wo auf diesem Planeten.

 

 

Das würde aber erstmal, voraussetzen dass normale Arbeit auch wieder vernünftig bezahlt wird.

Insgesamt ein brisantes Thema, Ehrenamtliche Arbeit zu besteuern - bei der hohen Arbeitslosigkeitquote einerseits, der immer gößer werdenden Schere zwischen Arm und Reich und unzähligen Unterstützungen

die Nachbarländer erhalten. Otto Normalverbraucher hat so schon immer weniger in der Tasche, wer soll da Verständnis für noch mehr Steuern haben ?

 

Das würde aber trotzdem in Deutschland funktionieren, da würden paar Leute schreien, dass geht doch nicht, dann würde es trotzdem gehen.

Zumindest würde es deshalb keine Ausschreitungen wie in Griechenland geben - um das zu erreichen müßte Fußball in Deutschland verboten werden, dann erst würden sich einige rühren...

 

Solche Abgrenzungen öffnen doch dem Missbrauch und 'Gestaltungsspielräumen' Tür und Tor. Einkommen ist Einkommen, davon abgezogen werden die Aufwendungen die man dafür hat und was dann über den Freibetrag hinausgeht wrd selbstverständlich versteuert - gerechter geht es eigentlich nicht.

 

Lutz

Geschrieben

Solche Abgrenzungen öffnen doch dem Missbrauch und 'Gestaltungsspielräumen' Tür und Tor. Einkommen ist Einkommen, davon abgezogen werden die Aufwendungen die man dafür hat und was dann über den Freibetrag hinausgeht wrd selbstverständlich versteuert - gerechter geht es eigentlich nicht.

Ich schrieb ja, Brisantes Thema.... Was heisst hier gerecht ? Heisst das jetzt nicht Wulffig ? :vola3:

Man kann nicht denen, die arbeiten und dann noch ehrenamtlich tätig sind, zusätzliche Ausgaben aufhalsen und anderen, die bspw. keine Ausbildung haben

(und sich ausrechnen das Hartz4 aktuell die "günstigste" Lösung für sie ist) die Lebenshaltungskosten finanzieren.

 

Es ist heute schon so, das du in vielen Angestelltenverhältnissen mit bspw. 6 Stunden Arbeit prozentual mehr verdienst, als wenn du Vollzeit arbeitest.

Der Vollzeit Job kostet dich nämlich prozentual mehr Abgaben, als wenn du z.B. als Angestellter nur 5 - 6 Stunden arbeitest.

Heisst im Umkehrschluß, wer mehr arbeitet wird nicht finanziell belohnt, sondern zahlt drauf.

 

Jeder der jetzt hellhörig wird, soll sich das mal ausrechnen lassen, es rechnet sich in den meisten Fällen.

(Allerdings sind solche Stellen schwer zu finden, aber es gibt sie)

 

Ich will hier auch niemanden angreifen (Keine Ausbildung, Arbeitslos, Hartz4, Mini Jobber usw; es gibt zig Gründe warum man in solch unangehme Situationen kommen kann)

es geht einfach nur darum, dass es eigentlich nicht sein kann, wer mehr arbeitet hat in der Relation weniger Geld.

 

Man könnte das jetzt noch endlos weiter ausführen, aber solche Themen driften imho oftmals in Richtung "Stammtischniveau" ab ^^

Geschrieben
  • Autor

Es ist heute schon so, das du in vielen Angestelltenverhältnissen mit bspw. 6 Stunden Arbeit prozentual mehr verdienst, als wenn du Vollzeit arbeitest.

Der Vollzeit Job kostet dich nämlich prozentual mehr Abgaben, als wenn du z.B. als Angestellter nur 5 - 6 Stunden arbeitest.

Heisst im Umkehrschluß, wer mehr arbeitet wird nicht finanziell belohnt, sondern zahlt drauf.

 

Jeder der jetzt hellhörig wird, soll sich das mal ausrechnen lassen, es rechnet sich in den meisten Fällen.

(Allerdings sind solche Stellen schwer zu finden, aber es gibt sie)

 

Ich will hier auch niemanden angreifen (Keine Ausbildung, Arbeitslos, Hartz4, Mini Jobber usw; es gibt zig Gründe warum man in solch unangehme Situationen kommen kann)

es geht einfach nur darum, dass es eigentlich nicht sein kann, wer mehr arbeitet hat in der Relation weniger Geld.

 

Deshalb kann man nur nach der vorhandenen Leistungsfähigkeit besteuern, jeder Versuch das Einkommen irgendwie zu 'werten' muss in die Hose gehen.

 

Lutz

Geschrieben
  • Autor

Es ist heute schon so, das du in vielen Angestelltenverhältnissen mit bspw. 6 Stunden Arbeit prozentual mehr verdienst, als wenn du Vollzeit arbeitest.

Der Vollzeit Job kostet dich nämlich prozentual mehr Abgaben, als wenn du z.B. als Angestellter nur 5 - 6 Stunden arbeitest.

Heisst im Umkehrschluß, wer mehr arbeitet wird nicht finanziell belohnt, sondern zahlt drauf.

 

Ich hatte noch was vergessen: auch im Osten oder anderen Teilen der Republik fährt man mitunter finanziell besser. Weniger Einkommen, dafür teils geringere Lebenshaltungskosten, dadurch geringeren Anteil vom Einkommen für den Staat durch niedrigere Steuerprogression.

 

Das ist ungerecht, liesse sich aber nur durch eine Flatrate beim Steuertarif beheben (z.B. 25% auf alles über dem Freibetrag) - die wiederum wird aber von vielen als ungerecht abgelehnt.

 

Es gibt keine gerechte Steuerpolitik, selbst wenn man sich ganz sehr darum bemüht.

 

Lutz

Geschrieben

 

Es ist heute schon so, das du in vielen Angestelltenverhältnissen mit bspw. 6 Stunden Arbeit prozentual mehr verdienst, als wenn du Vollzeit arbeitest.

Der Vollzeit Job kostet dich nämlich prozentual mehr Abgaben, als wenn du z.B. als Angestellter nur 5 - 6 Stunden arbeitest.

Heisst im Umkehrschluß, wer mehr arbeitet wird nicht finanziell belohnt, sondern zahlt drauf.

 

 

 

Meinst du, man hat quasi einen höheren Nettostundenlohn oder meinst du, dass man am Monatsende bei 30h unterm Strich (netto) mehr hat als mit 40h?? Bestimmt erstes, weil als typischer Angestellter hat man das, was man bei einer 30h-Woche brutto hat, als (knappes) netto bei einer 40h - Woche.

 

Aber dass jemand, der mehr verdient, progressiv mehr %% Steuern zahlt gehört doch zur Steuergerechtigkeit insgesamt, finde ich.

Man darf ja auch nicht vergessen, dass man dafür auch etwas absetzen kann (wenn man es denn kann).

 

Pauschal 25 % Steuern ist ganz schön viel, ein normaler Angestellter zahlt ja bei (als Beispiel) 2500 € brutto rund 17 % Steuern.

So ein System was pauschal 25 % auf alles macht ab einem bestimmten Freibetrag (zB auf alles auf mehr als 12.000 € im Jahr) hat aber trotzdem seinen Charme...gefällt mir sogar sehr gut, aber es wird scheitern an der sehr großen Anwalts/Steuerberaterlobby.

Geschrieben

Meinst du, man hat quasi einen höheren Nettostundenlohn oder meinst du, dass man am Monatsende bei 30h unterm Strich (netto) mehr hat als mit 40h?? Bestimmt erstes,

Höheren Netto Stundenlohn, also Beispiel #1 meinte ich.

 

So ein System was pauschal 25 % auf alles macht ab einem bestimmten Freibetrag (zB auf alles auf mehr als 12.000 € im Jahr) hat aber trotzdem seinen Charme...gefällt mir sogar sehr gut, aber es wird scheitern an der sehr großen Anwalts/Steuerberaterlobby.

Ich würde eine Pauschalversteuerung auch als das Fairste empfinden. Wird sich imho aber niemals durchsetzen.

Geschrieben

Also ich arbeite auch freiwillig, warum sollen dafür keine Steuern anfallen?

 

 

 

Lutz

Dann ist das deine Meinung.Da habe ich halt eine andere. :rotor: Ehrenamtliche Tätigkeiten sollten überhaupt nicht besteuert werden.Erstmal ist der Verdienst sowieso nicht so berauschend. Ich denke nicht das sie in Pflegeheimen, Kitas usw. horrende Löhne zahlen. Man sollte als Gemeinschaft dankbar sein das sich überhaupt Leute bereit erklären diese schwere Arbeit für kleines Geld zu übernehmen.

Mal abgesehen von den physischen und psychologischen Belastungen.

Mal sollte eher die Frage stellen, warum muß diese Arbeit überhaupt ehrenamtlich getätigt werden?.Das sind auch Arbeitsplätze, die eigentlich verloren gehen.Man will halt bloß wieder nur ein Trinkgeld zahlen.Geiz ist geil ist die Devise.Besonders bei Löhnen in Deutschland.

Also nur Besteuerung wenn auch der Mindestlohn (die wir nicht mal haben)gezahlt wird.

Als Konsequenz würde das bedeuten sofort alle Ehrenämter abzuschaffen.In reguläre Arbeit umwandeln. Da hast du dann deine Steuergerechtkeit. Die dann auch wieder in Ordnung wäre.In meinen Augen.

Aber nicht die Nummer weil Ehrenamt schön die Preise drücken und als Belohnung auch noch besteuern. :blackjack:

Wo kommen wir denn da hin in Deutschland? Jeder 4 arbeit doch schon unter dem nicht vorhandenen gesetzlichen Mindestlohn.Ich finde das reicht.

Aber vielleicht bin ich auch schon zulange selbständig! :sunglass:

Geschrieben

Ehrenamtliche Arbeit wird doch nicht besteuert - kann auch nicht, man verdient ja da nichts.

Da gibt es Freibeträge für Aufwendungen wie Kleidung/Fahrtkosten usw. Diese gelten als Aufwandsentschädigung. (Die man in Finanzieller Form dann erhält)

Das Nette an diesen Aufwandsentschädigungen ist, dass die Freibeträge im öffentlichen Dienst und kommunalen Bereichen

höher sind, als wenn jemand ein Ehrenamt z.B. in einem eingetragenen Verein ausführt....

 

Nur mal so zum Thema Gerechtigkeit usw..

Geschrieben

Hat jemand von euch mal das Buch eine Billionen Dollar gelesen?

 

Da wird am Ende dann propagiert, nur eine eine Tobin-Tax zu haben, eien Erbschaftssteuer und eine Steuer auf Ressourcenverbrauch. Insbesondere auch keine Einkommenssteuer mehr. Ist halt mal ein komplett anderer Ansatz aber evtl wäre es damit evtl möglich Steuergerechtigkeit zu erreichen und gleichzeitig die Kreativität und die Versuchsbereitschaft des Menschen zu aktivieren.

 

@ ajkonly: Zu den Arbeitsplätzen: Meiner Meinung nach ist es auch positiv gewesen den Zivildienst abzuschaffen. Da genau dadurch ja wieder Arbeitsplätze in der Pflege verhindert wurden

Geschrieben
  • Autor

Dann ist das deine Meinung.Da habe ich halt eine andere. :rotor: Ehrenamtliche Tätigkeiten sollten überhaupt nicht besteuert werden.Erstmal ist der Verdienst sowieso nicht so berauschend.

 

Wenn das wirklich ein Ehrenamt ist wird das ja wohl auch nicht mehr als eine Aufwandsentschädigung sein.

 

Wenn es darüber hinausgeht ist das natürlich Einkommen, was sonst.

 

Lutz

Geschrieben

Ehrenamtliche Arbeit wird doch nicht besteuert - kann auch nicht, man verdient ja da nichts.

Und Kindergärtnerin, Bund, FSJ etc. sind nicht ehrenamtlich, sondern da wird Geld verdient...

 

Da habe ich mich vielleicht nicht richtig genug ausgedrückt, es ging um die sogenannten "Buftis". Link

Ich verstehe aber ehrlich gesagt die Aufregung hier nicht. Vielleicht bin ich für ein Forexboard zu sozial eingestellt? Shit happens!

Geschrieben

Ich verstehe aber ehrlich gesagt die Aufregung hier nicht. Vielleicht bin ich für ein Forexboard zu sozial eingestellt? Shit happens!

Passt schon, hat sich doch noch gar keiner aufgeregt.

 

Sind ja zumeist ähnlche Ansichten, uns ist ja wohl allen bewußt, dass es die angestrebte "faire" Lösung niemals geben wird.

Man kann nur versuchen die Schere zwischen den verschiedenen Gesellschaftsschichten/Verdiensten/Besteuerungen nicht zu groß werden zu lassen.

Geschrieben
  • Autor

Ich verstehe aber ehrlich gesagt die Aufregung hier nicht. Vielleicht bin ich für ein Forexboard zu sozial eingestellt? Shit happens!

 

Was ist an 'wer gleiches Einkommen hat zahlt gleiche Steuern' nicht sozial?

 

Lutz

Geschrieben

Da habe ich mich vielleicht nicht richtig genug ausgedrückt, es ging um die sogenannten "Buftis". Link

Ich verstehe aber ehrlich gesagt die Aufregung hier nicht. Vielleicht bin ich für ein Forexboard zu sozial eingestellt? Shit happens!

 

Naja, die verdienen recht gutes Geld, also nix mit ehrenamtlich, warum sollten sie besser gestellt sein als zB eine Bäckereifachverkäuferin die weniger bekommt und darauf Steuern zahlen muss?

Für Leute, die ein FÖJ (freiwilliges ökologisches Jahr) mithaben, habe ich höchsten Respekt, weil die bekommen wirklich nur ein Taschengeld.

Geschrieben

Die Diskussion ist sowieso sinnfrei. Da die Personen um die es geht (bufdies). In der Regel so wenig verdienen das eh keine Steuern anfallen.

Mir ging es eher um die Absicht des Herrn Schäuble. Alles andere habe ich eigentlich in den

vergangenen Posts ausgiebig erläutert.

Ich bin generell gegen freiwillige Arbeit. Das kostet alles Arbeitsplätze und hilft bloß dem Träger Geld zu sparen.

Soweit liegen wir doch gar nicht auseinander.Dann wird die freiwillige Arbeit eben ein echter Job und kann richtig besteuert werden.

 

@ Henrik. Also ich finde das Taschengeld und so wird es ja bezeichnet nicht bes. üppig.

Link

Es ist ja rechtlich auch kein Gehalt. Warum soll es besteuert werden.

 

Hier noch ein paar Meinungen von Betroffenen Link

 

Nochmal , schafft ab den Quatsch macht Jobs daraus!Mehr gibt es für mich dazu nicht zu sagen.

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