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Negativer Leitzins - Eine neue Option für Zentralbanken

Geschrieben

Vielleicht habt ihr schon gelesen/gehört, dass Japan sich intensiv mit dem Gedanken beschäftigt,

den Leitzins unter Null zu setzen, um die Sparquote noch weiter zu veringern und den Binnenkonsum

stärker anzuregen!?

 

Ich finde den Gedanken, hinsichtlich der Notwendigkeit im Zuge des demographischen Wandels

private Altersversorge betreiben zu müssen, Menschen zum stärkeren Konsum zu verführen und deren

Sparguthaben zu entwerten, allerdings etwas ungerecht und unvernünftig.

 

Ist es vlt. in einer Demokratie notwendig, sich auf unredlichem Wege beim Bürger zu bedienen, weil jeglicher

Gedanke, dies über Steuerhöhungen/Leistungskürzungen zu bewerkstelligen, zu Strafmaßnahmen an der Wahlurne führt?

 

Ein etwas älterer aber trotzdem absolut lesenswerter Artikel zum Thema negative Leitzinsen(@Handelsblatt): diario2.gif

"Negative Leitzinsen – das Undenkbare denken"

 

 

Und zum aktuellen Fall Japan:

Negative Leitzinsen: Es wird ernst

Featured Replies

Geschrieben

Vielleicht habt ihr schon gelesen/gehört, dass Japan sich intensiv mit dem Gedanken beschäftigt,

den Leitzins unter Null zu setzen

 

Jaaaaa! Das ist ein Traum! Seit dem kann man AUDJPY - perfekt traden - es ist wie "Alice im Wunderland" - so einen schönen Trendkanal (M15) habe ich schon lange nicht mehr mitgenommen. Ich liebe solche Währungsabwertungen mit Ansage! grin.gif grin.gif grin.gif grin.gif

 

sorry for das off-topicnyam1.gif

Geschrieben
  • Autor

Wegen Überschneidungen zum Thread-Thema vlt. hier gut aufgehoben:

 

 

Export-Einbruch schürt Rezessionsfurcht

 

Die Exporte, von denen Japans Konjunktur maßgeblich abhängt,

sind im Oktober bereits den fünften Monat in Folge zurückgegangen.

Dem Land droht eine neue Rezession.

 

 

Tokio Der Inselstreit mit China und die Schuldenkrise in Europa drohen die Exportnation Japan in eine neue Rezession zu stürzen. Die Unternehmen verkauften im Oktober bereits den fünften Monat in Folge weniger ins Ausland. Der Rückgang fiel mit 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat überraschend stark aus, teilte die Regierung am Mittwoch in Tokio mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich ein Minus von 4,9 Prozent erwartet. Damit wächst der politische Druck auf die Notenbank, mehr für die Konjunktur zu tun.

 

 

Die Exporte nach China - dem wichtigsten Kunden - brachen sogar um 11,6 Prozent ein. Grund dafür sind die Boykottaufrufe in der Volksrepublik gegen japanische Waren. Japan hatte zwei Inseln im ostchinesischen Meer von zwei Privatleuten gekauft und damit China brüskiert, das ebenfalls Ansprüche erhebt. Die Auto-Exporte brachen deshalb um satte 82 Prozent ein.

Die Ausfuhren nach Europa gingen wegen der Rezession in vielen Euro-Ländern um mehr als 20 Prozent zurück. Das war bereits das 13. Minus in Folge. Dagegen wuchsen die Geschäfte in den USA um 3,1 Prozent.

 

Die Exportnation wies im Oktober bereits den vierten Monat ein Handelsdefizit aus. Das spricht Experten zufolge für einen erneuten Rückgang des Bruttoinlandsproduktes im vierten Quartal. Da es bereits zwischen Juli und September um 0,9 Prozent zurückgegangen war, würde Japan damit wieder in der Rezession stecken. Die Handelsdaten sind ein weiteres Indiz dafür, dass die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt bereits in einer Rezession stecken könnte.

 

Damit wächst der Druck auf die Notenbank, mehr für die Stimulierung der Wirtschaft zu tun. Die in den Umfragen zur Parlamentswahl im Dezember vorn liegenden Liberaldemokraten (LDP) wollen der Zentralbank ein Inflationsziel von zwei Prozent vorschreiben, um sie zu einer aggressiveren Lockerung ihrer Geldpolitik zu zwingen. Zudem erwäge die Partei Gesetzesänderungen, um die Unabhängigkeit der Währungshüter zu reduzieren.

 

„Wir werden eine neue Wachstumsstrategie einführen, um die Wirtschaft zu stimulieren und den anhaltenden Anstieg des Yen und die Deflation zu beenden“, sagte der LDP-Spitzenkandidat und mögliche neue Ministerpräsident Shinzo Abe.

„Wir werden außerdem eine geldpolitische Lockerung anstreben, die über die Anti-Deflations-Maßnahmen hinausgehen, die wir in unserer Regierungszeit beschlossen hatten.“

 

 

Hierbei fand ich folgendes bemerkenswert:

 

Die in den Umfragen zur Parlamentswahl im Dezember vorn liegenden Liberaldemokraten (LDP) wollen der Zentralbank ein Inflationsziel von zwei Prozent vorschreiben, um sie zu einer aggressiveren Lockerung ihrer Geldpolitik zu zwingen. Zudem erwäge die Partei Gesetzesänderungen, um die Unabhängigkeit der Währungshüter zu reduzieren.

 

Ich hoffe, dass Japan hier nicht auch irgendwann einmal Modelcharakter bekommt. bibber.gif

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