Capped Bonus Zertifikate haben eine Laufzeit, einen maximalen Rückzahlungsbetrag und eine Barriere. Wird während der gesamten Laufzeit die Barriere niemals berührt bzw. unterschritten, dann erfolgt die Rückzahlung zu einem festen Betrag. Dieser wird häufig auch als "Bonus" bezeichnet.
Einsatz bei einer Markterwartung: seitwärts, steigend bzw. leicht fallend
Was sind Reverse Capped Bonus Zertifikate?
Hier liegt die Barriere über dem Emmissionskurs. Einsatz bei einer Markterwartung: seitwärts, fallend bzw. leicht steigend
Konkretes Beispiel
DAX Stand (28.01.2013, 19:40) = 7838
Wertpapier: BP3JZ3 (Reverse)
Aktueller Kurs:
Das bedeutet:
Bleibt der DAX bis zum 21.06.2013 unter 8300 Punkten, dann erhält man den Bonusbetrag von 56 EUR. Somit macht man dann einen Gewinn von:
56 - 42,76 = 13,23 EUR pro Zertifikat
Das entspricht etwa 31%. Da die Laufzeit knapp ein halbes Jahr ist, sind es rechnerisch sogar 97,51% p.a.
Klingt gut? Das ist auch in der Tat so. Kommen wir also zum nächsten Punkt.
Risiko
Das Hauptrisiko ist natürlich, dass die Barriere während der Laufzeit gerissen wird. Das Problem ist, dass die Zertifikate ein Aufgeld bilden und sich zur Fälligkeit hin der Hebel stark erhöht. Das bedeutet im Klartext, dass bei Erreichen der Barriere durch das Aufgeld überproportional Verluste entstehen. Nachdem die Barriere gerissen wurde und das Aufgeld dem Kurs entfernt wurde, verhält sich das Zertifikat wie ein (reverse) Index-Zertifikat. Die Verluste können also noch weiter gehen, wodurch ein theoretischer Totalverlust möglich ist.
Chancen
Fällt der DAX: alles gut
Verläuft der DAX seitwärts: alles gut
Steigt der DAX: kein Problem, so lange es in diesem Fall nicht mehr als 462 Punkte bis zum 21.06. sind.
Meine Strategie
Obiges Beispiel habe ich nur gewählt, um die Zahlen deutlich zu zeigen. Stand jetzt wäre mir das o.g. Zertifikat zu heiß.
Ich nutze die Capped Bonus Zertifikate, um mein Portfolio zu hedgen. Das heißt, ich steige gegen den Trend ein. Wenn der DAX stark gestiegen ist, so wie in den letzten Wochen mehrere hundert Punkte in einem Rutsch, dann fange ich langsam an Reverse Positionen aufzubauen. Diese werden gestaffelt anhand der Charttechnik platziert. Die Restlaufzeiten werden kurz gewählt. Denn durch den rasanten Anstieg wird das Aufgeld überproportional reduziert.
Konkret habe ich gekauft:
BP4L5V am 24.09.2012 zu 39,50 EUR: Laufzeit 19.04.2012, Bonus 46 EUR, Barriere 8500. Mögliche Rendite: 16,4% (effektiv, nicht per annum)
BP4L5S am 07.12.2012 zu 41,31 EUR: Laufzeit 19.04.2012, Bonus 49 EUR, Barriere 8300. Mögliche Rendite: 18,6% (effektiv, nicht per annum)
BP4L5T am 12.12.2012 zu 40,98 EUR: Laufzeit 19.04.2013, Bonus 48 EUR, Barriere 8400. Mögliche Rendite: 17,1% (effektiv, nicht per annum)
Obwohl der DAX seit Dezember weitere 200 Punkte gestiegen ist, notieren die Zertifikate im Plus.Jetzt kommt der Zeitwert verstärkt zum Tragen, da die Fälligkeit näher rückt.Dies äußert sich in steigenden Zertifikat-Kursen, obwohl der DAX sich nicht bewegt.
Fazit
Es ist keine klassische Short-Strategie. Im Grunde werden Volatilitäten gehandelt. Daher können Einstiege nur nach deutlichen und andauernden Bewegungen sinnvoll platziert werden. Würde dies nicht geschehen, steht das Aufgeld in einem ungünstigen Verhältnis zur möglichen Rendite.
Disclaimer
Dies ist keine Handelsempfehlung, sondern einfach nur eine Darlegung dessen, was ich gemacht habe und seit einigen Jahre praktiziere. Es handelt sich definitiv nicht um eine todsichere Strategie. 2008 habe ich hiermit wertmäßig einen gut ausgestatteten Kleinwagen (Neuwert) verloren. Das ist halt die Gefahr, wenn man gegen den Trend einsteigt und er doch stärker und heftiger ist, als erwartet.
Auf Wunsch von lutzs (siehe http://www.tom-next.com/community/topic/60070-dax-8000/page-5?do=findComment&comment=142200) gehe ich mal näher auf meine Strategie bzgl. Capped Bonus Zertifikate ein.
Was sind Capped Bonus Zertifikate?
Capped Bonus Zertifikate haben eine Laufzeit, einen maximalen Rückzahlungsbetrag und eine Barriere. Wird während der gesamten Laufzeit die Barriere niemals berührt bzw. unterschritten, dann erfolgt die Rückzahlung zu einem festen Betrag. Dieser wird häufig auch als "Bonus" bezeichnet.
Einsatz bei einer Markterwartung: seitwärts, steigend bzw. leicht fallend
Was sind Reverse Capped Bonus Zertifikate?
Hier liegt die Barriere über dem Emmissionskurs. Einsatz bei einer Markterwartung: seitwärts, fallend bzw. leicht steigend
Konkretes Beispiel
DAX Stand (28.01.2013, 19:40) = 7838
Wertpapier: BP3JZ3 (Reverse)
Aktueller Kurs:
Das bedeutet:
Bleibt der DAX bis zum 21.06.2013 unter 8300 Punkten, dann erhält man den Bonusbetrag von 56 EUR. Somit macht man dann einen Gewinn von:
56 - 42,76 = 13,23 EUR pro Zertifikat
Das entspricht etwa 31%. Da die Laufzeit knapp ein halbes Jahr ist, sind es rechnerisch sogar 97,51% p.a.
Klingt gut? Das ist auch in der Tat so. Kommen wir also zum nächsten Punkt.
Risiko
Das Hauptrisiko ist natürlich, dass die Barriere während der Laufzeit gerissen wird. Das Problem ist, dass die Zertifikate ein Aufgeld bilden und sich zur Fälligkeit hin der Hebel stark erhöht. Das bedeutet im Klartext, dass bei Erreichen der Barriere durch das Aufgeld überproportional Verluste entstehen. Nachdem die Barriere gerissen wurde und das Aufgeld dem Kurs entfernt wurde, verhält sich das Zertifikat wie ein (reverse) Index-Zertifikat. Die Verluste können also noch weiter gehen, wodurch ein theoretischer Totalverlust möglich ist.
Chancen
Fällt der DAX: alles gut
Verläuft der DAX seitwärts: alles gut
Steigt der DAX: kein Problem, so lange es in diesem Fall nicht mehr als 462 Punkte bis zum 21.06. sind.
Meine Strategie
Obiges Beispiel habe ich nur gewählt, um die Zahlen deutlich zu zeigen. Stand jetzt wäre mir das o.g. Zertifikat zu heiß.
Ich nutze die Capped Bonus Zertifikate, um mein Portfolio zu hedgen. Das heißt, ich steige gegen den Trend ein. Wenn der DAX stark gestiegen ist, so wie in den letzten Wochen mehrere hundert Punkte in einem Rutsch, dann fange ich langsam an Reverse Positionen aufzubauen. Diese werden gestaffelt anhand der Charttechnik platziert. Die Restlaufzeiten werden kurz gewählt. Denn durch den rasanten Anstieg wird das Aufgeld überproportional reduziert.
Konkret habe ich gekauft:
BP4L5V am 24.09.2012 zu 39,50 EUR: Laufzeit 19.04.2012, Bonus 46 EUR, Barriere 8500. Mögliche Rendite: 16,4% (effektiv, nicht per annum)
BP4L5S am 07.12.2012 zu 41,31 EUR: Laufzeit 19.04.2012, Bonus 49 EUR, Barriere 8300. Mögliche Rendite: 18,6% (effektiv, nicht per annum)
Obwohl der DAX seit Dezember weitere 200 Punkte gestiegen ist, notieren die Zertifikate im Plus.Jetzt kommt der Zeitwert verstärkt zum Tragen, da die Fälligkeit näher rückt.Dies äußert sich in steigenden Zertifikat-Kursen, obwohl der DAX sich nicht bewegt.
Fazit
Es ist keine klassische Short-Strategie. Im Grunde werden Volatilitäten gehandelt. Daher können Einstiege nur nach deutlichen und andauernden Bewegungen sinnvoll platziert werden. Würde dies nicht geschehen, steht das Aufgeld in einem ungünstigen Verhältnis zur möglichen Rendite.
Disclaimer
Dies ist keine Handelsempfehlung, sondern einfach nur eine Darlegung dessen, was ich gemacht habe und seit einigen Jahre praktiziere. Es handelt sich definitiv nicht um eine todsichere Strategie. 2008 habe ich hiermit wertmäßig einen gut ausgestatteten Kleinwagen (Neuwert) verloren. Das ist halt die Gefahr, wenn man gegen den Trend einsteigt und er doch stärker und heftiger ist, als erwartet.
Und nun: was haltet ihr davon?