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FSB Beginner

Geschrieben

Hallo zusammen,

 

hatte vor einer Weile schon mal in diesem Forum gepostet, und möchte das Spread Betting nun tatsächlich angehen. Meine "Vision" :wub: ist, eine gewisse Unabhängigkeit vom Arbeitsmarkt und den dortigen Aufs und Abs zu erreichen, im Hinblick auf die zu erwartende Entwicklung nicht verkehrt.

Deswegen ein paar Fragen:

  • Sind Erträge aus Spread Betting in der BRD zu versteuern?
  • Der Anbieter (Trade Fair) fordert eine Margin. Heißt das ich bin bei plötzlichen riesigen Kursrutschen geschützt? Oder gilt das für den Stop-Loss (ohne Gewähr) ? Wie wahrscheinlich sind denn solche grossen Kursrutsche...gabs das schon mal dass der DAX 30 Kurs oder andere innerhalb von einer Minute 100 Punkte sinken?
  • Bräuchte noch Tips zu einer Strategie. Irgend jemand? :wub:

Featured Replies

Geschrieben
  • Autor
Ja, da kann ich Rosi nur beipflichten. V.a. müssen Timeframe, Stoptechnik etc. zusammenpassen.

 

Und dann war da noch die Sache mit der Psyche - lästiges, garstiges Biest, was immer dann Stress macht, wenn man es absolut nicht gebrauchen kann.

Oh ja.

 

Ich kann leider auch nur meine Erfahrungen bzw. Fehler schildern:

 

1. Timeframe passt nicht zu meiner "Mentalität".

Bsp. EOD-Daten (End-of-Day). Da ist mir einfach zu wenig Action drin, ich will Intraday "was zu tun haben" - so blöd wie's klingt. Wenn ich nix zu tun hatte, hab ich "Signale" gesucht - und irgendwas findet man immer. Geht nur meist auch nach hinten los, weil es zu erzwungen ist.

Ja, so gings mir auch.

2. Das System muss stimmig sein: entweder hohe Trefferquote und/oder satte Gewinne (Vielfaches des eingegangenen Risikos) vs. moderate Verluste. Wobei ich persönlich ne hohe Trefferquote vorziehe, da es für die Psyche besser ist und auch der Zinseszinseffekt netter zum Tragen kommt.

 

3. Wenn es reichlich gebacktestet ist, man sein System auch verstanden hat - warum funktioniert es bzw. wie krieg ich es schnell adaptiert, wenn sich der Markt verändert, woran erkenne ich Phasen frühzeitig, in denen es nicht funktioniert bzw. schlechter.... - dann wächst auch das Vertrauen in die eigene Vorgehensweise und man kann stoisch "sein Ding durchziehen" und fällt nicht länger von einer Ohnmacht in die nächste, weil der Markt mal ne rasche Bewegung gegen einen macht, einem das Herz in die Hosen rutscht, man rausgeht wegen der Angst, Gewinne wieder abzugeben, sich dann ärgert, weil der Markt wieder dreht, dann steigt man zu hoch wieder ein und verdirbt sich den Rest des Tages durch das abwechselnde Schlagen des Kopfes auf Tastatur und Tischplatte.

Das realltime Beobachten derG/V Anzeigeist kein Spass. Werde das nicht mehr tun, nur noch MACD Kurven beobachten.

4. Zuviel Geld in den Positionen drin bzw. im Risiko. Sprich: bei verlorenen 400 Euronen hat mein Herz schon geblutet, bei 100 ist es mir egal. Finde die Schwelle raus, wo es 'weh tut'. Mehr solltest Du bei keinem Trade riskieren, sonst schwitzt Du täglich Blut und Wasser. Btw. Trailingsstops zum Zwischensichern von Gewinnen sind ne feine Sache, aber auch die Technik muss zum System und TF passen. Kostet aber alles Zeit, sich da reinzufummeln.

Ich will gar nicht viel riskieren. Was ich habe ist Zeit, und die möchte ich nutzen um Profite zu machen.

Ich würde Dir als Tipp geben wollen: Probier die verschiedenen Timeframes durch, wo fühlst Du Dich am wohlsten. Das Geld ist egal an der Stelle, denn Du wirst langfristig keines verdienen, sondern eher verlieren, wenn System+TF nicht zu Dir passen.

Wie oben in den 3 Bilderchen zu sehen fühle ich mich wohl in 1,2 und 3 Minuten TF's. Welcher genau soll sich noch zeigen. Tendierte zum 2 Min. TF, aber wie in dem Bild http://www.abload.de/img/2min9-4-09t1pf.png zu sehen, geht mir da der gröste Upswing (13.00-14.00 Uhr) flöten, wenn ich nach dem MACD gehe. Soll man zu dem Fall hier den MACD andere Parameter einstellen oder noch einen Indikator dazunehmen? Welchen denn?

Alle Timeframes haben Vor- und Nachteile. Bei EOD-System wirst Du oft Positionen über Nacht halten (müssen), da z.B. Trends über 2-3 Tage bspw. im Dax laufen. Blöd nur, dass Freund Dax auch gern mal mit Gaps in die Gegenrichtung eröffnen und man mal von jetzt auf gleich 100 Punkte weniger hat, zu enge Stops sind auch oft Geschichte in dem Moment. Kommst Du damit klar ? Ich z.B. nicht. Ich muss Sachen am Abend geschlossen haben, sonst kann ich nicht ruhig schlafen. Ganz genauso kenne ich mich auch, abends will ich alles geschlossen haben.

Im Forex hast Du das Problem aber nicht, zumindest nicht innerhalb der Woche, da Währunsgpaare wie EURUSD rund um die Uhr außer am WE gehandelt werden können.

 

Zur Wahl des TF kommt also noch die Wahl des Marktes. Manche Sachen liegen einem, manche nicht. Ich z.B. könnte nie so ein Aktien-Gapplay-Trading machen wie siscop. Das sind mir einfach zuviele verschiedene Werte, die ich gleichzeitig beobachten müsste. Hab ich gemerkt, dass ich das nicht schaffe, ich kann mich nur auf 1-3 maximal, am besten nur einen konzentrieren.

Komisch, aber ich sehe bei den ganz simplen Indizies Dax und Footsie einfach viel Potenzial im Sinnne von Pips Bewegungen. Forex hatte ich mal angeschaut aber da tat sich nicht viel. Kann mich auch täuschen.

Solche (Selbst-)Erfahrungen macht man aber nicht von jetzt auf gleich, dafür sollte man schon etwas Zeit einplanen. Aber spannend ist es allemal und ich hab es nie bereut - auch wenn ich verdammt viel Geld verbrannt habe in meinen AnfangsJAHREN :badtaste_:.

 

 

Danke nochmal für die ausführliche Antwort.

Geschrieben
Komisch, aber ich sehe bei den ganz simplen Indizies Dax und Footsie einfach viel Potenzial im Sinnne von Pips Bewegungen. Forex hatte ich mal angeschaut aber da tat sich nicht viel. Kann mich auch täuschen.

 

Pipbewegungen sind nicht so dolle, das stimmt, allerdings hat man idR einen Hebel von 100...(oder mehr oder weniger, je nach Setup).

Man hinterlegt eine Margin. Das bedeutet, man handelt mit wenig Geldeinsatz gehebelt einen wesentlich größeren Geldbetrag.

 

Man kann somit binnen Sekunden sein Depot nullen oder auch verdoppeln.

 

Da steckt viel mehr dahinter als beim ungehebelten Dax ^^

Geschrieben
  • Autor
Pipbewegungen sind nicht so dolle, das stimmt, allerdings hat man idR einen Hebel von 100...(oder mehr oder weniger, je nach Setup).

Man hinterlegt eine Margin. Das bedeutet, man handelt mit wenig Geldeinsatz gehebelt einen wesentlich größeren Geldbetrag.

 

Man kann somit binnen Sekunden sein Depot nullen oder auch verdoppeln.

 

Da steckt viel mehr dahinter als beim ungehebelten Dax ^^

 

Entweder ich verstehe hier gerade etwas nicht oder wir reden aneinander vorbei.

Nach meinem Verständnis kann ich beim Spreadbetting angeben, wie hoch die Größe (Hebel?) ist, Minimum ist 1.

Dann, je nach Kursentwicklung und Spread, entwickelt sich mein G/V: Kursentwicklung x Größe.

http://www.abload.de/img/groesse0lhd.png

 

Also bestimme immer ich anhand der Größe wie hoch ich Dax oder GBP/USD hebele. Oder nicht?

Geschrieben
Forex hatte ich mal angeschaut aber da tat sich nicht viel. Kann mich auch täuschen.

 

da täuschst Du Dich tatsächlich - Forex kannst Du 24h lang 5 Tage die Woche handeln. Eben weil Dax & Co. teilweise recht lange Seitwärtsbewegungen haben bin ich auf EUR/USD gewechselt. Dort ist mehr los und man ist zeitlich ungebundener.

 

Re: Indikatoren:

 

Hast Du Dir die mal angesehen bei ProRealtime?

 

Re: 50 Pips:

 

da hast Du Dir viel (zu viel) vorgenommen denke ich. Mein Ziel liegt bei um die 30. Und das bei Forex ;-)

 

Re: Zitate:

 

bitte schreib so wie alle andere User hier, es ist anstrengend Deinen Text so lesen zu müssen und der Thread wird durch die langen Zitate extrem lang.

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