Geschrieben 26. März 201016 Jr. comment_96619 Hi Leute,Mal ne Frage, was meint Ihr mit welchen Inflationssätzen wir im Euro in Zukunft zu rechnen haben? -10% ? Würde mich mal interessieren was Ihr meint...GrußOS Melden
Geschrieben 26. März 201016 Jr. comment_96622 Vorab eine Frage, wie kommst du grade jetzt darauf, hat das mit dem derzeitigen E/U Stand zu tun ? Melden
Geschrieben 27. März 201016 Jr. Autor comment_96662 Irgend wie muß ja mit der Schuldenlast umgegangen werden.... Melden
Geschrieben 27. März 201016 Jr. comment_96663 Irgend wie muß ja mit der Schuldenlast umgegangen werden....Wenn man den "Expertenmeinungen" glauben schenkt, liegst du mit deinen - 10% ja gut im rennen.Ich mag da in der prognostizierten Höhe noch nicht so wirklich dran glauben, sicher werden die Zeiten aber härter,grade wenn mein seine Ersparnisse in Bargeld statt Sachwerten hat.Als Geringverdiener wird es in den nächsten Jahren IMHO noch härter als es jetzt schon ist..... Melden
Geschrieben 27. März 201016 Jr. Autor comment_96664 Als Geringverdiener wird es in den nächsten Jahren IMHO noch härter als es jetzt schon ist.....Die werden dann ziemlich gebeutelt... Tja, und wir als Trader müssen auch schaun das wir ne bessere Performance hinlegen. Bei meinem jetzigen Broker bekomme ich keine Zinsen auf meine Einlagen. Vielleicht wird das dann auch ein Thema sein. Was ich etwas irritierend finde ist, dass die Resonanz nicht besonders groß ist. Ich hab in nem Nachbarboard die selben Frage in den Raum geworfen. Nur zwei Beiträge: Deflation. Begründung: Hat schon begonnen und gilt als Vorläufer von Inflation und Währungsreform. und In Euroland sinkt die Geldmenge: http://de.reuters.com/article/economicsN&a...E62O0B220100325 ergo: Tendenz weiterhin Deflation. Was mich noch interessieren würde ist, verändert sich durch so eine Hochinflationsphase die Märkte? Verändert sich das Handelsverhalten der Leute? Ich weiß, sehr naiv von mir solche Fragen zu stellen. Aber so abwegig ist das vielleicht gar nicht. Melden
Geschrieben 27. März 201016 Jr. comment_96665 Was mich noch interessieren würde ist, verändert so eine Hochinflationsphase die Märkte? Verändert sich das Handelsverhalten der Leute? Ich weiß, sehr naiv von mir solche Fragen zu stellen. Aber so abwegig ist das vielleicht gar nicht.Finde das weder naiv noch abwegig.Ich könnte mir vorstellen das das Geld aus gewissen Märkten rausgenommen wird und dann in andere wieder einfließt.Aber das die Geldmenge oder die Volatilität in den Märkten dadurch abnimmt glaube ich eher nicht.Eher so eine verschiebung ala Carry Trades. Carry TradesBin da aber bei weitem kein Fachmann, was meinen denn die Ökonomen und andere gelehrte dazu ?Sind doch sicher einige bei Tom-Next unterwegs, die da fundiertes Wissen drum haben. Melden
Geschrieben 27. März 201016 Jr. comment_96666 mit welchen Inflationssätzen die Frage ist, ob es überhaupt zu einer größeren Inflation kommt. Europa hat eigentlich schon immer eine recht niedrige Inflation, auch hervorgerufen durch die Bundesbank, die die D-Mark ja immer stabil gehalten hat. Ein wenig Inflation kann nicht schaden, besser so als wenn der Staat gar keine Chance hat, die Schulden loszuwerden. Auf jeden Fall besser als wie die nun schon glaub 20jährige Deflation in Japan denke ich. Europa ist nicht so schlecht, wie uns unsere Weltnachbarn immer unterschieben. Klar gehts woanders wirtschaftlich dynamischer rund und andere Staaten sind nicht so behäbig, aber es geht eben auch schneller abwärts dort und vieles basiert auf dem Verkauf von Rohstoffen (bis sie alle sind). Ich denke, die EZB wird Wert darauflegen, die Inflation zwischen 1-4% händeln zu können. Melden
Geschrieben 27. März 201016 Jr. comment_96667 Also ich denke die Märkte werden sich auf jeden Fall verändern. Dennoch denke ich hat das mit dem kommenden oder eben nichtkommenden Umstand "Inflation" wenig zu tun. Denn wie wird denn kategorisiert wann ein Markt gleich ist und wann nicht? Das wird ja recht schwer wenn mans genau machen will. Das Geld wird immer von einem Markt in den anderen fliessen.Die Märkte verändern sich ja immer. Quasi täglich oder sogar mit jedem Tick. Von daher pro Marktveränderung, contra aufgrund von Inflation. Tja, und wir als Trader müssen auch schaun das wir ne bessere Performance hinlegen. Müssen wir das nicht sowieso? Viele Grüße,Rumpel Melden
Geschrieben 27. März 201016 Jr. Autor comment_96669 Hier ein Chart der Kostenänderung des Statistischen Wahrenkorbs zu bestimmung der Inflation (EuroZone). Gezeigt über ca. 20 Jahre...Euro area Hier findet man noch ander Kenndaten, Geldmenge M3 und so... Statistical Data Warehouse War mir gar nicht so bewusst, dass sich die Inflation in den einzelnen Staaten Europas unterschiedlich entwickelt. Aber die Mittel zu Eindämmung der Inflation - z.B. Leitzinssatz - wird doch gesamteuropäisch angewandt...?!? Melden
Geschrieben 27. März 201016 Jr. comment_96670 War mir gar nicht so bewusst, dass sich die Inflation in den einzelnen Staaten Europas unterschiedlich entwickelt. Naja die Preise können sich ja unterschiedlich in den Ländern verändern. Von daher ist das schon nachvollziehbar. Viele Grüße,Rumpel Melden
Geschrieben 27. März 201016 Jr. comment_96675 Ich rechne mit einer Inflation von um die 1 % pro Jahr in den nächsten 5 Jahren, mal leicht drüber, mal leicht drunter. Die weltwirtschaftliche Dynamik wird noch nicht so sein, daß mit höheren Raten zu rechnen ist. Auf jeden Fall wird nicht der Geldhahn aufgedreht werden, um das Schuldenproblem zu lösen. Das wird schon die EZB, die zum Glück unabhängig ist, nicht zulassen. Im übrigen gibt es für das Schuldenproblem andere Instrumente, von Ausgabenkürzungen über Steuererhöhungen bis hin zum Schuldenmoratorium und Schuldenschnitt. Melden
Geschrieben 28. März 201016 Jr. comment_96677 Auf jeden Fall wird nicht der Geldhahn aufgedreht werden, um das Schuldenproblem zu lösen. Das wird schon die EZB, die zum Glück unabhängig ist, nicht zulassen. Im übrigen gibt es für das Schuldenproblem andere Instrumente, von Ausgabenkürzungen über Steuererhöhungen bis hin zum Schuldenmoratorium und Schuldenschnitt. ich glaube da nicht wirklich dran. Dreh- und Angelpunkt sind die USA. Die Europäer können sich einen stabilen Euro nicht erlauben, wenn der Dollar ins Bodenlose sackt - d.h. dann müssen die Europäer ihre Währung abwerten (was zwar momentan eh schon passiert - aber ich glaube nicht von Dauer) um die Exportwirtschaft am Laufen zu halten. Gleichzeitig wollen die USA ja ihrerseits den Export erhöhen, d.h. sie sind momentan an einem niedrigen Dollar interessiert. Weiterhin sind die Schulden in Demokratien einfach nicht zurückzubezahlen. Regierungen in demokratischen Staaten die radikal sanieren oder sparen werden regelmässig abgewählt - dazukommt die Überalterung der Bevölkerung. Schuldenquote in der EU Meine Prognose:Die Finanzkrise war erst der Anfang - die konnte man noch einigermassen beheben - bzw. man hat sie falsch behoben. Denn es gab keinerlei Bereinigung wie dies sonst im Kapitalismus üblich und notwendig ist. Die nächste Krise wird aber grösser sein (Blasenbildung haben wir ja schon jetzt - der DAX ist nur noch 2000 Punkte!!!! unter 8000 - wie kann denn das sein??? Chinablase) Die nächste Krise kann aber niemand mehr über Schuldenmachen beheben. - und was dann? massive Abwertung der Währungen. Es geht gar nicht anders. Langfristig wird das Märchen vom Schuldentilgen durch Wachstum nicht wahr werden, weil wir einfach zu wenig Wachstum haben. Ausserdem: wo soll die Welt denn auf Dauer hinwachsen. Es gibt kein unendliches Wachstum. (...wann wird der Wirtschaftsnobelpreis eigentlich mal an jemanden vergeben, der nicht das Märchen vom ewigen Wachstum propagiert) Melden
Geschrieben 28. März 201016 Jr. comment_96678 massive Abwertung der Währungen. Es geht gar nicht anders. Langfristig wird das Märchen vom Schuldentilgen durch Wachstum nicht wahr werden, weil wir einfach zu wenig Wachstum haben.Doch, es geht schon anders. Wenn Steuererhöhungen und/oder Ausgabenkürzungen politisch nicht durchsetzbar sein sollten, kommt am Ende der unweigerliche Schuldenschnitt. In Südamerika ja bereits erfolgreich praktiziert. Das würde zwar eine Abwertung der betroffenen Währungen nach sich ziehen, doch da alle Staaten der westlichen Welt das gleiche Problem haben und am Ende ihre Schulden nicht zurückzahlen können, dürfte sich an den Währungsrelationen nichts Großartiges verschieben - zeitliche Divergenzen bei der Lösung der Schuldenproblematik einzelner Staaten sind natürlich denkbar und dementsprechend auch steigende Volatilitäten im Währungsbereich, so wie wir es ja gegenwärtig beim Euro/Dollar erleben. Verlierer dieser Aktion sind Inhaber von Staatspapieren. Sie erhalten ihr Geld nicht bzw. nicht vollständig zurück, ebenso die versprochenen Zinszahlungen. Melden
Geschrieben 28. März 201016 Jr. comment_96699 Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die Euro-Kaufkraft in den nächsten Jahren deutlich abnehmen.Weltweit wird Knowhow und Produktivität ausserhalb der EU- Raumes überproportiional zunehmen.Wirtschaftsräume werden sich weltweit angleichen. USA und Euroland wird sich dem globalen Markt mit Bescheidenheit anpassen müssen.Der Dienstleistungsbereich wird in den nächsten Jahren im alten privilegierten Europa zu den wenigen Gewinnern zählen. Im Industrie- und Technologiebereich wird Euroland sich langfristig in der zweiten Reihe einrichten. Im übrigen stimme ich den Aussagen von wingman mit Unbehagen voll zu. Meinhard Miegels Stellungnahmen ergoogeln. Ich lehne mich weit über die Brüstung und prognostiziere : Die internationale Währungsreform ist unvermeidlich. Kein Volk, keine Regierung und kein menschliches Bedürfnis wird jemals den Schuldenabbau unterstützen. Monetären Altäre abbauen - marokkanischen Wüstengrundstück mit Solarpaneelen abstecken.......feddisch Melden
Hi Leute,
Mal ne Frage, was meint Ihr mit welchen Inflationssätzen wir im Euro in Zukunft zu rechnen haben? -10% ? Würde mich mal interessieren was Ihr meint...
Gruß
OS