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Spiegel: "...ein Desaster für die US-Diplomatie"

Geschrieben

O.B.Laden ist sicher nicht mehr lange Staatsfeind N#1 :shell:

 

Es ist ein Desaster für die US-Diplomatie. WikiLeaks hat mehr als 250.000 Dokumente aus dem Washingtoner Außenministerium zugespielt bekommen, interne Botschaftsberichte aus aller Welt. Sie enthüllen, wie die Supermacht die Welt wirklich sieht - und ihren globalen Einfluss wahren will.

[...]

Überraschungen aus den Annalen der US-Diplomatie werden in den nächsten Tagen die Schlagzeilen beherrschen, denn von diesem Montag an beginnen die "New York Times", der Londoner "Guardian", der Pariser "Monde", das Madrider "País" und DER SPIEGEL damit, den geheimen Datenschatz des Außenministeriums ans Licht zu holen. Aus einem Fundus von 243.270 diplomatischen Depeschen, die Amerikas Botschaften an die Zentrale sendeten, und 8017 Direktiven, welche das State Departement an seine Botschaften in aller Welt verschickte, versuchen die beteiligten Medien in einer Serie von Enthüllungsgeschichten nachzuzeichnen, wie Amerika die Welt lenken möchte.

 

 

Quelle: Spiegel Online © 2010 | Geheimdepeschen enthüllen Weltsicht der USA

Featured Replies

Geschrieben

ich sag mal so - sicher ist es nicht immer unbedingt sinnvoll und richtig, solche Dokumente zu veröffentlichen. Andererseits ist dies auch nur Geheimnisverrat, während die US-Behörden selbst bewußt und vorsätzlich Rechtsverletzungen durchgeführt haben, u.a. mit Entführungen von Bürgern aus befreundeten Staaten, was vor glaub 2 Jahren noch aktuell war.

 

Im Grunde genommen ist dies nur eine Reaktion auf ihre Schandtaten und sollte den Staaten mal einen kleinen Dämpfer verpassen. Ich bin aber nachwievor der Ansicht, das die USA immer noch der einzigste Staat ist, der wirksam reagiert und nicht diplomatische Worthülsen austauscht, wenn es um Reaktionen auf Terrorismus geht.

Geschrieben

Im 21. Jahrhundert wird die Geheimdiplomatie vermutlich einen anderen Stellenwert im politischen Entscheidungsprozess einnehmen.

Ich lese gerade die historische Entwicklung des 1. Weltkrieges.

Unter guten Freunden, darf und sollte man auch ein bischen aus dem Rahmen fallen dürfen. :kb-smile:

Geschrieben

Wie steht ihr allgemein zu Wikileaks?

Ich kann mir nicht so richtig eine Meinung bilden.

 

Einerseits gehören gewisse Sachen an die Öffentlichkeit, andererseits müssen Staaten auch geheim "miteinander kommunizieren" können.

 

Aber was die Staaten daraus lernen können: nicht alle Infos zentral oder von allen Stellen zugänglich speichern. Daten auch mal vernichten wenn sie nicht mehr benötigt werden.

Geschrieben

Ich sehe es eigentlich positiv, bin mir aber der Gefahren durchaus bewusst.

 

Eventuell könnte es in Zukunft dazu führen, das Unternehmen, Regierungen etc. von vornherein mehr transparent sein müssen und/oder nur wirklich wichtige Dinge richtig geheimhalten da sie ohnehin befürchten müssen, das Dokumente veröffentlicht werden. U.U. führt es auch parallel dazu, das man Angst davor bekommt, sich persönlich z.b. in Unternehmen zu bereichern oder auch Korruption etwas einzudämmen.

 

Warum soll nur immer der Bürger gläserner werden, andersherum muß es auch funktionieren können.

 

Mal schauen, wird spannend :gum:

Geschrieben

Wie steht ihr allgemein zu Wikileaks?

Ich kann mir nicht so richtig eine Meinung bilden.

Habe zu dieser Thematik ein sehr gespaltenes Verhältnis. Man kann auch angeblich "Geheimes" enttarnen und so gezielt an die Öffentlichkeit bringen.

In Wirklickeit lenkt man aber ganz gezielt von brisanterem ab.

 

Ich finde es schon alleine in Deutschland immer sehr auffällig, das Dinge wie Schweinepest und andere "Epedemien" komischerweise immer dann durch die Medien preschen

wenn grade Wahlen oder andere wichtige Entscheidungen des Volkes anstehen.....

 

Ich will hier keine Verschwörungstheorien aufstellen, aber ich bin mir persönlich recht sicher das mindestens 95% der "brisanten" Themen in den Medien sehr gezielt gelenkt sind.

Geschrieben

Man kann auch angeblich "Geheimes" enttarnen und so gezielt an die Öffentlichkeit bringen.

In Wirklickeit lenkt man aber ganz gezielt von brisanterem ab.

 

Ich will hier keine Verschwörungstheorien aufstellen, aber ich bin mir persönlich recht sicher das mindestens 95% der "brisanten" Themen in den Medien sehr gezielt gelenkt sind.

Viktor Farkas hat einmal in einem Buch geschrieben:

"Um die Wahrheit zu schützen, muss sie von einem Schild aus Lügen umgeben werden."

(Kann auch sein, dass der genaue Wortlaut anders war. Aber der Sinn dieser Aussage ist der Gleiche) :kb-smile:

 

lg NC

Geschrieben

... meine Glaskugel (die letzten 2000 Jahre Geschichte scannen) sagt mir :

Das Katz und Mausspiel wird eine Weile weitergehen, bis die Ritter von WikiL von den Mächtigen dieser Welt,aus welcher Motivlage auch immer, "überzeugt" wurden. Der Wechsel ist von technischen, moralischen und materiellen Ressourcen der Anhängerschaft abhängig. Nur ein "Kompromiss" kann die Lösung sein. Konfrontation werden die Wikilinge letztendlich nicht überleben.

Sorry - dass ich da so unoptimistisch bin :plorar1:

Geschrieben

Das Katz und Mausspiel wird eine Weile weitergehen, ...

 

Sicherlich. Aber Wikileaks wird auch weiterhin arbeiten. Er hat sich freiwillig der Polizei gestellt. Es kam also nichts wirklich überraschend für ihn - er wird sich sicherlich um die Nachfolge gekümmert haben.

 

Die Amis könnten ihn ja verschwinden lassen, mit dem Risiko das es in 2 Jahren geleakt wird. :mosking:

Übrigens, auch wenn die Amerikaner am liebsten seine Tod wollen. Sie haben nicht viel gegen ihn in der Hand. Wikileaks klaut keine Daten, sie veröffentlichen nur.

 

Ich denke aber wir haben es hier mit einer komplett neuen Situation zu tun. Wer Soldat werden will braucht keine Grundausbildung mehr, er braucht nen Informatikstudium!

Geschrieben
  • Autor

Ich denke aber wir haben es hier mit einer komplett neuen Situation zu tun. Wer Soldat werden will braucht keine Grundausbildung mehr, er braucht nen Informatikstudium!

 

Gerade eben wird dem 'Volk' auf dem Silbertablett präsentiert, dass Steinewerfen und aufgeregte Schreie vor Regierungsgebäuden oder Bahnhöfen nicht länger nötig sind.

 

Ob der Spiegel-Autor wollte, dass man seinen Artikel als Aufruf zum Mitmachinternet (Web 3.0 :mocking:) interpretieren sollte?

Ionen- Kanone :shell: - einmal nach Google und zurück und schon kann man (theoretisch) Mitglied der weltweit größten Demo werden.

 

Operation Payback - "Wohlverhalten wird in dieser Logik zum "Schutzgeld" vor der Cyber-Attacke."

 

My 2 cent: An der Front kann man als Regierung m.E.n nur verlieren.

Geschrieben
  • Autor

"...Die Geister die ich rief..."

 

Die Hackerangriffe von WikiLeaks-Gegnern und -Sympathisanten eskalieren. Das Netz erlebt eine Welle digitaler Selbstjustiz [...]

 

Gute Zeiten für Hacker.

:secret: Nicht mehr lange und einige von Ihnen werden zu den best bezahltesten Sicherheitsberatern gehören ^^

 

 

Spiegel 2010 ©

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