Zum Inhalt springen
View in the app

A better way to browse. Learn more.

#T/N/X/T

A full-screen app on your home screen with push notifications, badges and more.

To install this app on iOS and iPadOS
  1. Tap the Share icon in Safari
  2. Scroll the menu and tap Add to Home Screen.
  3. Tap Add in the top-right corner.
To install this app on Android
  1. Tap the 3-dot menu (⋮) in the top-right corner of the browser.
  2. Tap Add to Home screen or Install app.
  3. Confirm by tapping Install.

Aktualität der Beiträge oder

Geschrieben

Sehr geehrtes Forum,

 

als Rookie wird mir beim Lesen der Beiträge (z.B. Finger weg von GI Markets) etwas Angst. Bewege ich mich innerhalb des Themas CFD auf einem Level wie bei online Kasinos oder ist dies grundsätzlich ein seriöses Angebot von Finanzinstrumenten. Je mehr ich mich einlese umso komplexer und umfangreicher werden die Informationen.

 

Ich Frage mich, ob die Anbieter / Broker ihr Angebot nicht schon längst optimiert haben und ich alte Infos lese?

 

Und, wenn ich's mir hier einfach machen möchte und zum Beispiel hier nach "Bester Broker" suche bekomme ich eine Handvoll Beiträge, teilweise aus 2007, die mir nicht helfen können.

 

Ist es denn so schwer eine faire Gegenüberstellung der Anbieter aktuell zu halten? Oder wissen die Profis einfach welche Plattform, welcher Broker usw. nur in Frage kommen und das Thema ist deshalb uninteressant?

 

Fragen über Fragen. Und bei mir werden es immer mehr. Aber ich gebe nicht auf und Ihr mich bitte auch nicht.

 

Danke dafür

Tim Kings

Featured Replies

Geschrieben

Hallo Tim,

 

ich geh einfach davon aus, du weißt was CFDs sind und hast deren Prinzip verstanden. Stelle dir einfach die Frage: Wie verdient ein Anbieter mit CFDs oder generell ein Market Maker Geld und welche Möglichkeiten hat der dazu?

 

Pauschal möchte ich nicht alle Anbieter über einen Kamm scheren, es ist aber so, dass solange du verlierst, man dich als Kunde gerne hat und ggf. dir auch mit guten Angeboten entgegen kommt damit du weiter Freude am Handel hast. Durch deine Verluste verdient der Anbieter sein Geld. Bist du jedoch auf der Gewinnerseite im langfristigen Sinn, muss sich der Betreiber eben fragen, ob du ein "guter" Kunde bist. Entweder man lässt dich gewähren oder eben nicht.

 

Zu Vergleichsportalen: Vieles kann man wohl automatisiert machen, aber genausoviel wiederum nicht. Und da sich der Finanzmarkt ständig in Bewegung befindet und sich laufend irgendwo Konditionen und Angebote ändern ist es aus meiner Sicht sehr schwer solche Portale überwiegend aktuell zu halten. Das gleicht einem Fulltime-Job.

Man ist immernoch am besten beraten, wenn man sich sein eigenes Bild macht mit seinen eigenen Präferenzen, die man hat. Viele Sachen sind im Detail versteckt, die einem zusagen oder eher absagen können und in der Regel sind diese Details nicht in Vergleichsportalen enthalten. Wenn du viele Portale anschaust, stellst du fest, dass alle eigentlich das Gleiche anzeigen und immer nur die Grobdaten zur Verfügung stellen.

 

Als Beispiel für Forexbroker: Wenn man nach Brokern sucht, die die Markttiefe anbieten, kommt man um die eigene manuelle Recherche fast gar nicht rum. Vergleichsportale zeigen das eher selten, dafür dann oft nicht richtig, an. Bei der Markttiefe kann man unterscheiden zwischen der klassischen tabellarischen Sicht oder mit dem DOM-Ladder, welcher die Markttiefe als Leiter darstellt (ob das für Forex Sinn macht oder nicht, sei dahingestellt - es ist mindestens ein nettes Feature). Das wäre ein Detailbeispiel - für mich persönlich wichtig und mir hilft dabei kein Portal. Um glücklich zu sein muss ich die Broker selbst im Auge behalten und alle paar Monate mal in die Handbücher der Plattformen schauen und MetaTrader nutze ich nicht, und wenn, dann nur damit der akustische Alarmsignale gibt. Läuft halt, wenn, nur nebenher als Infobild.

Bearbeitet von Jimboo

Geschrieben
  • Autor

Hallo Jimboo,

 

vielen Dank für diese lange und ausführliche Antwort.

 

Solange ich ein Looser bin zähle ich zu den guten Kunden und man hat mich lieb. Dass ist ja ganz anders als im wirklichen Leben!

 

Nein, mal ehrlich - wenn ich mit dem Thema CFD anfange dann natürlich um langfristig ungeliebt zu sein - sprich um mein Kapital zu vermehren. Die Spreads sind doch das Brot der Broker oder täusche ich mich da? Ob ich gewinne oder verliere müßte dann doch egal sein.

 

Gleichwohl kann ich mir natürlich vorstellen, dass es auch hier schwarze Schafe gibt - diese möchte ich aber nicht selber durch try and error finden müssen. Und genausogut müsste es auch weiße Schafe geben - Firmen eben von denen mann vermuten darf, dass sie langfristig seriös tätig sind. Firmen mit denen Trader (also vielleicht auch tom-next Mitglieder) seit Jahren zusammen arbeiten (oder?).

 

Nun denn, ich gehe mal davon aus dass ich mein Lehrgeld bezahlen werde. Lernen hat mir schon immer Spaß gemacht.

 

Bis dann

Tim Kings

Geschrieben

Solange ich ein Looser bin zähle ich zu den guten Kunden und man hat mich lieb. Dass ist ja ganz anders als im wirklichen Leben!

 

Nein, mal ehrlich

So abwegig ist diese Aussage gar nicht - Börse und Co funktionieren in vielen genau andersherum als das "normale" Leben.

 

Die Spreads sind doch das Brot der Broker oder täusche ich mich da? Ob ich gewinne oder verliere müßte dann doch egal sein.

Jein, viele Geschäftsmodelle des Brokerage bauen darauf auf, dass der Kunde verliert.

Der Broker verdient dann an dem Spread und an den Verlusten des Kunden (Marketmaker)

 

Andere Broker erheben zusätzlich zu dem Spread Kommissionen und verdienen an den Kommissionen, nicht am Spread.

Das ist jetzt aber kein Freifahrtschein nach dem Motto, jeder Broker der Kommisissionen erhebt gehört zu den guten.

 

Ich möchte keine direkten Empfehlungen aussprechen, da diese auch immer den Beigeschmack des - "die anderen sind schlechter" hat.

Aber als Beginner würde ich mir bspw. mal Dukaskopy, MBT und ActivTrades etwas genauer ansehen.

Bei größerer Kapitaldecke auch Interactive Brokers.

 

 

Nun denn, ich gehe mal davon aus dass ich mein Lehrgeld bezahlen werde. Lernen hat mir schon immer Spaß gemacht.

Wirst du recht sicher, ob das dann noch Spaß macht entscheidet jeder selbst...

Geschrieben

Die Spreads sind doch das Brot der Broker oder täusche ich mich da? Ob ich gewinne oder verliere müßte dann doch egal sein.

 

Theoretisch oder praktisch? ;)

Rein theoretisch (und vor allem marketingtechnisch) sieht das Handelsmodell des CFD Brokers so aus: Kunden kaufen/verkaufen ihm den CFD. Bei diesen Geschäften steht immer der MarketMaker (CFD Broker) auf der anderen Seite und hat somit eine gewisse Nettoposition des CFD (zB DAX). Theoretisch geht der Broker nun her und eröffnet eine entsprechende Position am "realen" Markt (in unserem Fall DAX/FDAX) und hedged sich somit (kann man das so sagen, klingt so falsch ;). Sprich wenn er mit seiner Position am realen Markt verliert, verlieren die Kunden und er bekommt das Geld von den Kunden retour, gewinnt er muss er die Gewinne weiterleiten. Was ihm bleibt is der Spread bzw. der Spreadunterschied zwischen Realmarkt und dem den er anbietet.

 

Soweit die Theorie bzw. was dir jeder CFD-Broker sagt wie es läuft. Demnach arbeitest du natürlich nicht gegen den Broker und ihm ist egal ob du gewinnst oder verlierst.

 

Nehmen wir jetzt mal an der Broker eröffnet keine Position im realen Markt. Verliert die Mehrheit der Kunden nun, bleibt das Geld direkt beim Broker, gewinnen die Kunden verliert der Broker Geld. Dann bedenken wir noch das 75% (oder waren es 90%?) der Kunden Geld verlieren anstatt zu gewinnen und zusätzlich das der Broker lt. AGB dir einen "beliebigen" Preis für den CFD geben kann (dieser muss nichts mit dem Underlying zu tun haben und kann für jeden Kunden unterschiedlich sein).

 

Es kann also sein das der Broker ganz lieb ist, kann aber auch sein das er direkt gegen dich spielt.

 

In der Praxis wird fast bei allen CFD-Brokern das selbe Verhalten beobachtet: zu Beginn bzw. solange du verlierst, hast du gute Ausführungen etc. sobald du dauerhaft gewinnst treten plötzlich vermehrt Requotes etc. auf.

(Gilt natürlich nicht für alle Broker und es gibt sicher auch welche die ganz ganz brav sind, auch wenn ich von keinem weiß. Aber nicht das jetzt einer sagt ich rück alle in ein schlechtes Licht ;)

 

mMn ist die beste Variante an CFD-Broker die du finden kannst folgende: Zu Beginn und solange du verlierst wird deine Position nicht gehedged und du hast schnelle Ausführungen, spielst aber direkt gegen den Broker. Sobald du gewinnst kommst du in den "Special Friends"-Topf und deine Position wird gehedget, dementsprechend ändern sich die Ausführungen da diese nun auch vom Verhalten am "Realmarkt" abhängen.

Warum "beste" Variante: In dem Fall spielt der Broker nicht bewusst gegen dich und versucht nicht dich durch zusätzliche Schikanen (wie erhöhte Slipage, unnötige Requotes, Stopfishing per Spikes etc.) zum Verlieren zu bringen.

Es bleibt dann aber dennoch die Frage wieso mit CFDs handeln und nicht den CFD-Broker wegzulassen und direkt auf das Underlying zu gehen?

 

Für mich haben CFDs nur eine einzige Existenzberechtigung (abgesehen davon die Broker reich zu machen und leichtgläubigen Menschen Geld aus der Tasche zu ziehen): Schneller unkomplizierter Einstieg in das Thema Börse ohne viel Kapital. Du kannst mit MicroLots handeln und ohne hohes Risiko viel Erfahrung sammeln. Frei nach dem Motto: Bei gleichem Lerneffekt lieber 100 Euro mit CFDs schrotten als 25k mit Futures (bsp. DAX CFD mit MicroLot gegen vollen FDAX), auch wenn bei den CFDs der Broker mehr verdient.

 

Sobald du genug Erfahrung und Wissen hast das du dauerhaft positiv wirst, würde ich persönlich schnellst möglich von den CFDs zu den richtigen Produkten wechseln. Ich hab ehrlich gesagt noch von niemandem gehört der hauptberuflich mit CFDs traded.

 

Zu den Vergleichen: Es ist schwer allgemein gültig zu vergleichen, da die offiziellen Features nicht viel aussagen. Was bringt 1 Pip Spread wenn ich durch ständige Requotes erst 10 Pips später in den Markt komme? Da ist dann ein konstanter 3 Pip Spread mit sofortiger Ausführung besser. Aber sowas merkt man eben erst bei konstantem Trading auf entsprechend kapitalisiertem Realkonto.

 

Wir haben hier zB einige die mit ActivTrades traden und gute Erfahrungen gemacht haben, aber auch andere die mit AT genau negative Erfahrungen gemacht haben... Es gibt sicher "bessere" Broker und schlechtere, aber ein allgemeiner Vergleich ist schwer. Such einfach mal nach Activtrades (AT) oder auch MBT. In den Thread ist selten das Wort "Brokervergleich" enthalten...

Geschrieben

Was ich noch fragen wollte: Warum hast du dich für CFDs entschieden?

Wegen der geringen Kommission und der Hebelwirkung?

Wenn du weißt, du wirst Lehrgeld bezahlen, wären dann das reine Handeln mit Aktien nicht besser geeignet? Bei einem Verlust sind ein paar verbrannte Euro und 6 Euro Gebühr vielleicht besser verkraftbar, als viele Euro verbannt mit wenig Gebühren.

Geschrieben

Theoretisch oder praktisch? ;)

Rein theoretisch [...]

Besser kann man das wohl nicht erklären :top:

Geschrieben

Ist es denn so schwer eine faire Gegenüberstellung der Anbieter aktuell zu halten?

Kurz gesagt: ja. Das ist nahezu unmöglich bzw. mit sehr viel Arbeit verbunden, die wahrscheinlich auch keiner bezahlen will. Ich selber kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ich über die letzten Jahre bspw. mit einem bestimmten Broker (die meisten wissen, wen ich meine) sehr zufrieden war. Seit dem dort aber das komplette Personal ausgetauscht wurde, kann ich ihn nicht mehr bedingungslos empfehlen. Dies ist bspw. nur eines der Argumente, die man eben nicht so ohne weiteres ununterbrochen überwachen kann. Da hilft auch keine Vergleichstabelle was Spreads oder Kommissionen angeht.

Geschrieben
Kurz gesagt: ja. Das ist nahezu unmöglich bzw. mit sehr viel Arbeit verbunden, die wahrscheinlich auch keiner bezahlen will.

 

das Projekt hat der Chief ja vor längerer Zeit wieder auf Eis gelegt.

Vielleicht wird es irgendwann doch mal was :notaclue:

Geschrieben

Wenn du weißt, du wirst Lehrgeld bezahlen, wären dann das reine Handeln mit Aktien nicht besser geeignet? Bei einem Verlust sind ein paar verbrannte Euro und 6 Euro Gebühr vielleicht besser verkraftbar, als viele Euro verbannt mit wenig Gebühren.

 

Mit Aktien kann man genausoviel Geld verbrennen. Um die im Vergleich hohe (Mindest-)Kommission herauszubekommen, muss man ja entsprechend hohe Positionen traden.

Außer es geht um Swingtrading, oder langfristiges Handeln, da ist die Kommissionshöhe relativ egal.

 

IB baut ja sein CFD-Portfolio aus. Ich glaube, die gehören zu den "guten" Brokern, sie können es sich nicht leisten ihren Ruf zu ruinieren, da IB in erster Linie kein MarketMaker ist.

Aber dort sind noch nicht viele interessante CFDs dabei...(immerhin die Stocks der Hauptindizies)

Geschrieben

Interessante Sachen kommen hier zu Tage. Also ich habe ja hier in diesen heiligen Hallen vor einigen Jahren genauso angefangen und gefragt.

 

Ich habe so einiges gelernt. Mittlerweile komme ich zu dem Ergebnis das CFD's ein sehr gutes Instrument sind um die Börse kennen zu lernen. Aber langfristig gibt es wohl bessere Alternativen. Es stellt sich die Frage wie tief man da einsteigen will.

 

Am Ende lernt man aber ebend auch dunkle Seiten der Branche kennen. Mittlerweile kann ich auch hinter die Kulissen schauen und da muss ich sagen: Es wird so viel gemunkelt, da muss man sich nicht unbedingt noch untransparente Produkte suchen sondern sollte auf Dinge setzen bei denen man weis das der Preis stimmt. CFD's haben viele Vorteile. Sie sind günstig, funktionieren einfach, die Software an sich ist kostenlos und dafür sehr gut. Aber CFD's sind ebend nicht transparent. Und das ist der Haken.

 

Broker sind gewinnorintierte Unternehmen, nicht die Caritas. Sie nehmen dir das Geld wo sie können. Und weil sie dir den Zugang zu den Kursen und zu deren Software geben werden sie das tun. Oder sie werden es in manchen Situationen mal nicht tun.

CFD's sind Wetten wobei der Broker die Konditionen stellt. Stell dir vor ich würde sagen ich hätte hinter meinem Rücken einen Bonbon, wenn du errätst in welcher darfst du ihn haben und essen. Ansonsten esse ich ihn. Ach Schade! Jetzt hast du doch tatsächlig die falsche Hand ausgesucht!

 

 

Viele Grüße,

Rumpel

Geschrieben
  • Autor

 

Jein, viele Geschäftsmodelle des Brokerage bauen darauf auf, dass der Kunde verliert.

Der Broker verdient dann an dem Spread und an den Verlusten des Kunden (Marketmaker)

 

 

 

@Vola

 

Gilt diese Aussage für Anbieter mit No Deal Desk?

 

 

@alle

 

Vielen Dank für Eure Antworten. Echt tolles Engagement!

Geschrieben

Gilt diese Aussage für Anbieter mit No Deal Desk?

 

Gibts da einen speziellen den du im Auge hast?

Aber sicher auch die ...

Geschrieben

CFDs und No-Dealing-Desks? Gibt es m.E. nicht.

 

Also immer wenn ich No-Dealing-Desk höre fällt mir FXCM ein. Die haben auch CFD's. Aber ja du hast Recht, das ist alles nur dämliches Marketing-Geblubber.

Dein Kommentar

Du kannst jetzt schreiben und Dich später registrieren. Wenn Du ein Konto hast, melde Dich jetzt an, um unter Deinem Benutzernamen zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

Account

Navigation

Suche

Suche

Configure browser push notifications

Chrome (Android)
  1. Tap the lock icon next to the address bar.
  2. Tap Permissions → Notifications.
  3. Adjust your preference.
Chrome (Desktop)
  1. Click the padlock icon in the address bar.
  2. Select Site settings.
  3. Find Notifications and adjust your preference.