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Interventionsmaßnahmen der EU für CFDs

Featured Replies

Falls jemand technisch bedingt nicht auf den Beitrag der FT zugreifen kann.

 

[hide]EU regulator receives wave of responses to CFD clampdown Frantic lobbying by trading platforms sparks ‘unprecedented’ reaction to consultation The size of feedback was partly prompted by trading platform IG Group setting up its own website that allows customers to publicly protest against the proposals © Bloomberg Share on Twitter (opens new window) Share on Facebook (opens new window) Share on LinkedIn (opens new window) Save Save to myFT Hannah Murphy 10 HOURS AGO 17 The EU’s financial watchdog has had an “unprecedented” number of responses to its proposals to restrict risky leveraged trading among retail investors after frantic lobbying from online trading platforms to a consultation that closes on Monday.


The European Securities and Markets Authority is using new emergency powers to clamp down on the sale of so-called contracts for difference given rising concern that amateur investors lose too much on the complex — yet widely marketed — products.


CFDs track the price of an underlying asset and allow investors to use debt with their bets, pumping up potential returns but also losses. Esma wants to curb leverage levels to between five and 30 times the amount a customer has on deposit depending on the volatility of the asset — where some companies currently allow several hundred times. The regulator is also weighing stricter leverage limits or even a ban on cryptocurrency CFDs, which have soared in popularity recently. While Esma would not give a precise figure, a spokesperson said the watchdog had received thousands of responses to its call for evidence. This “unprecedented volume” compares with a previous record of between 200 and 300 responses to the initial consultation on Europe’s sprawling Mifid II legislation at the end of 2015, the spokesperson added. The size of feedback was partly prompted by IG Group, Europe’s largest retail trading platform, setting up its own website that allows customers to publicly protest against the proposals. Responses posted on the site — of which there were more than 11,000 once duplications were removed — are being fed automatically to Esma, IG said. Other CFD platforms, such as Core Spreads, sent emails to clients urging them to share their views directly with the regulator. Peter Hetherington, IG’s chief executive, said the leverage proposals were “so disproportionate that you’ll open the door for illegal actors as they’ll appear relatively more attractive”.


A recent IG survey of more than 3,300 of its clients found 80 per cent would be likely to consider using an offshore — unregulated — CFD provider, were the leverage restrictions imposed. But others welcomed the measures. Kim Fournais, chief executive of Denmark’s Saxo Bank, which has a retail trading platform, said the proposed caps were “fair and proportionate” and would lead to a “more level playing field” where companies competed on quality rather than on leverage. The risk of trading activity moving offshore was a matter for “the police and relevant authorities”, Mr Fournais said. “It is a separate discussion and not a relevant argument against firm and fair regulation,” he added. Copyright The Financial Times Limited 2018. All rights reserved.
[/hide]

Ich finde es heuchlerisch. Wie fokusiert die sind, um Gefahren von CFDs für Privatanwender durch Kastration der CFDs abzuwenden. Da sollte man sich doch fragen, wer ist der Nutznießer von einer Welt, wo keine CFDs mehr genutzt werden. Vielleicht unserer Banken, die gut mit dem intransparenten Universum an Optionscheinen und Zertifikaten verdienen.

 

Die sollten mal Ihre Energie in das Bestreben investieren, unsere hochgehebelten Freunde von Ihren hochrisikoreichen Spiel abzuhalten. Mir schwahnt, dass in nicht all zu langer Zeit der eine oder andere Akteur mit staatlichen Mitteln aufgeholfen werden muss. Vielleicht ist das Denken anderes, wenn Banken sich auf das ausplündern von Privatanlegern über Ihre Zertifikate gütlich tun, dann hat das keine systemkritische Relevanz. Sollen Sie doch Privatanleger ausrauben anstatt sich an die Stellschrauben von Volkswirschaften zu machen.

  • Author

Ich habe das nur durch Zufall durch eine Mail von WHW selfinvest mitbekommen. Konnte man noch bis zum 5.2. seinen Senf dazugeben mittels Fragebogen. Alles sehr kurzfristig.

 

Na, ja die Groß-EU nimmt Formen an. Ob die aber für uns normale Leute eine Verbesserung bedeuten steht in den Sternen. Ich denke nicht.

 

Das wird ein Zentralstaat mit allen unmittelbaren Folgen. Alles schon mal dagewesen in der Geschichte. Hat allerdings nie geklappt...crazy.gif

  • 2 weeks later...

Ich denke die Produktinterventionen werden in moderat abgeschwächter Form kommen.
Den deutschen Aufsichtsbehörden muss man an der Stelle aber schon mal sehr viel Augenmaß attestieren. Obwohl die Aufsicht im allgemeinen deutlich strenger agiert, als andere europäische Behörden, sind deren Schritte mit sehr viel Fingerspitzengenfühl und Bedacht gewählt.

 

Das Problem liegt aber ganz woanders. Die Anbieter verstehen nicht, worum es den Regulierern geht. Mit Pseudo-Umfragen versucht man, den Worst case abzuwenden.

Dabei hätte man sich Branchenweit und dem Prinzip der Selbstregulierung folgend ja schon viel früher mal Gedanken machen können, wie man Produkt und Dienstleistung (im Sinne des Kunden) verbessern könnte.

Es ist nicht ausgemachtes Ziel, den (OTC-) Derivatehandel an die Leine zu legen.
Die Kunden sollen besser aufgeklärt werden, bevor sie sich in irgendwelche Abenteuer stürzen. Aufklärung bedeutet im Prinzip die Risiken des Produktes offenzulegen, Interessenskonflikte klar zu benennen und Product Placement so zu gestalten, dass Chancen und Risiken gleichgewichtet benannt werden.

In Deutschland sind wir da weiter als anderswo. UK wird wegen Brexit bald keine Rolle mehr spielen. Zypern, Malta und Co. befinden sich eh auf nem absteigenden Ast.

Mit etwas Glück wird es hierzulande nicht ganz so doll rumpeln. Zumindest wäre das die Hoffnung. Wenn die Marginsatzerhöhungen kommen, wird es dagegen eng werden.

Dann wäre wohl für viele die einzige Alternative, sich als "Professional" klassifizieren zu lassen.

Falls es interessiert:

 

 

The Board of the International Organization of Securities Commissions (IOSCO) has published this Consultation Report with the aim to identify and promote regulatory approaches that can enhance the protection of retail investors who are offered retail OTC leveraged products.

Following the publication of the December 2016 IOSCO Report on IOSCO Survey on Retail OTC Leveraged Products which was an initial fact-finding exercise, a mandate to more closely examine this area was agreed by the IOSCO Board in July 2017, focussing on the ongoing regulatory challenges and common concerns in relation to OTC leveraged products offered and sold to retail investors.


Auch international macht man sich Gedanken, wie es mit OTC gehandelten Retail-Derivaten weitergehen könnte.

 

IOSCO_Retail_Derivate_02.2018.pdf

  • 2 weeks later...

In Deutschland sind wir da weiter als anderswo. UK wird wegen Brexit bald keine Rolle mehr spielen. Zypern, Malta und Co. befinden sich eh auf nem absteigenden Ast.

Mit etwas Glück wird es hierzulande nicht ganz so doll rumpeln. Zumindest wäre das die Hoffnung. Wenn die Marginsatzerhöhungen kommen, wird es dagegen eng werden.

Dann wäre wohl für viele die einzige Alternative, sich als "Professional" klassifizieren zu lassen.

 

Das sehe ich anders - wenn das mit der Marginerhöhung in der EU kommt, dann haben die Briten da sogar eine riesige Chance, von ihrem Brexit zu profitieren. Maximaler Hebel 30 in den Major Markets ist doch total praxisfern. Da kann man ja keine Baskets mehr vernünftig handeln. Und seien wir doch mal ehrlich - wer 1000 EUR mit Hebel 100 verbrät, der killt auch seine 10.000 EUR bei Hebel 30. Am Ende ist sogar mehr Geld weg als vor der "Reform".

 

Die anderen Punkte können sie gerne angehen - bei den Hebeln sollte man aber etwas mehr Fingerspitzengefühl walten lassen, denn sonst sind die Broker bald blank weil das Geld ins Ausland fließt. Und die Zielgruppe der meisten Broker sind sicherlich nicht Investoren sondern Trader.

  • 2 weeks later...

Ich meinte das eher anders, conglom-o.


Wenn Brexit kommt, fällt das Passporting weg.

Demnach dürfen Broker mit Sitz in UK ihre Dienstleistungen nicht mehr in der EU anbieten.
Es sei denn, sie verlegen ihren Sitz in die EU.

Tun sie das, müssen sie nach den EU Regeln spielen.

 

Was natürlich weiterhin Bestand haben wird, ist die passive Dienstleistungsfreiheit.

Du bist da mehr drin in der Materie als ich ... hoffen wir nur, dass es genug Einwendungen gab und diese irrsinnige Hebelbeschränkung nicht kommt. Wenn doch, dann muss man sich halt als professioneller Kunde einstufen lassen :wink:.

  • 3 weeks later...

Und da sind sie, die neuen Spielregeln + FAQs

 

CFDs
– agreed measures

The product intervention measures
ESMA
has agreed under Article 40 of the Markets in Financial Instruments Regulation include:

1. Leverage limits on the opening of a position by a retail client from 30:1 to 2:1, which vary according to the volatility of the underlying:

· 30:1 for major currency pairs;

· 20:1 for non-major currency pairs, gold and major indices;

· 10:1 for commodities other than gold and non-major equity indices;

· 5:1 for individual equities and other reference values;

· 2:1 for cryptocurrencies;

2. A margin close out rule on a per account basis. This will standardise the percentage of margin (at 50% of minimum required margin) at which providers are required to close out one or more retail client’s open
CFDs
;

3. Negative balance protection on a per account basis. This will provide an overall guaranteed limit on retail client losses;

4. A restriction on the incentives offered to trade
CFDs
; and

5. A standardised risk warning, including the percentage of losses on a CFD provider’s retail investor accounts.

;-)

 

Du kannst Dich ja als Professional klassifizieren lassen (Bitte nicht als Empfehlung werten; Selbiges weicht ja den verbraucherschutz zu Deinen Lasten auf).

 

Interessant: Die Einschränkungen werden von der Börse/Anlegern in Bezug auf die betreffenden Unternehmen komplett ausgeblendet.
Ich kann mich erinnern, dass bei der Ankündigung vor paar Monaten die Kurse 2-stellig nachgegeben haben.

 

Alles in allem denke ich, dass das Geldverdienen (sowohl für Trader als auch für Anbieter) schwerer werden wird.

Aber optimistisch bleiben! Jedes Ende ist bekanntermaßen auch ein neuer Anfang.
Diejenigen, die ihren Job verstehen, erfinden sich neu.

Ist eh lange überfällig in einer Branche, in der es mehr Sales-Trader als Visionäre gibt.

  • Author

Na, ja es gibt anscheinend Interessen in der "EU" den freien Handel zu beschränken und alles zu reklementieren.

 

Wenn man sich die Vergangenheit ansieht weiß man wo das hinführt. Es hat aber nie geklappt.

 

Ein Witz; was passiert wenn der Sozialismus in der Sahara herrscht?

 

Erstmal 10 Jahre gar nichts.. und dann wird der Sand knapp....gossip.gif

 

Was bedeutet das für mich als skrupeloser Kleinanleger?

 

Ich brauche wesentlich mehr Geld um überhaupt handeln zu können. Eigentlich hatte in Erinnerung das durch die Öffnung der Forex 2007 für Kleinanleger jeder daran teilnehmen kann auch mit kleinen Budget.

 

Margin Close Regeln Mist , Nachschusspflicht Mist. wacko.png Angesichts der Tatsache der schwachen Rentenaussichten in Dummland, ein Schlag ins Gesicht des Kleinanlegers.Wir haben wohl keine Lobby!

Wenn ich die Kohle hätte würde ich ohnehin Futures handeln. Das wars wohl dann mit den CFDs.

 

Mir gefällt das nicht.

;-)

 

Du kannst Dich ja als Professional klassifizieren lassen (Bitte nicht als Empfehlung werten; Selbiges weicht ja den verbraucherschutz zu Deinen Lasten auf).

 

Das ist auch der Plan. Das geht aber leider nicht bei allen meinen Kunden - aber zumindest bei denen, auf die ich mich mittlerweile konzentriere :wink:.

btw. @Rumpel - wer war der Partner/Broker beim CFD-Handel von Lynx?

 

Die CFD's stammen wie die restliche Produktpalette aus dem Hause IB.

Ob das jetzt eine LYNX-Entscheidung oder eine IB-Entscheidung ist, kann ich nicht sagen.

Ich könnte mir vorstellen, dass bald Mails verschickt werden, wo Du als Kunde draufklickst, um Dich hochstufen zu lassen.

 

Wenn das passiert, unbedingt die AGBs lesen!

 

Also die Begrenzungen bei meinem "Hausbroker" sind da recht konsequent was die Einstufung als professioneller Kunde angeht. Finde ich auch gut und passt dann eben auch zu meinem "Geschäftsmodell".

 

https://www.handbook.fca.org.uk/handbook/COBS/3/5.html#D24

  • 4 months later...

Bei Consors ist der Hinweis im Bereich der Kontoeröffnung zu finden:

 

https://www.consorsbank.de/ev/Wertpapierhandel/Depot-Software/CFD-Handel

 

Hier noch ein aktueller Artikel aus der FT zum Thema, der englischen Ausgabe.

 

Wer nicht zugreifen kann, siehe Anlage.

 

Booming CFD market faces reckoning as new EU rules come into force.pdf

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