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613-Milliarden-Pleite

Geschrieben

 

Die Bank of America übernimmt Merrill Lynch, Lehman Brothers steht vor dem Aus, die US-Notenbank verspricht Hilfe: Der amerikanische Finanzmarkt erlebt ein Erdbeben. Experten rechnen mit weltweiten Kursabstürzen an den Börsen.



ic.arrow.right.png Quelle/Source

Aufpassen heute :devil:

Featured Replies

Geschrieben
Ich frage mich ernsthaft, was mit "US-Notenbank verspricht Hilfe" gemeint ist. Weiteres Geld drucken?

Die schicken wieder mal ihr "Plunge Protection Team" ins Rennen. Da werden Aktien im "Alles wird gut" Stil gekauft.

Geschrieben

Lehman legt 613-Milliarden-Pleite hin

 

613.000.000.000

 

... sorry, Forum ... aber ... :laugh: :devil:

 

Anteil für Bildungsausgaben gesunken.

Bearbeitet von whipsaw
Topics zusammengeführt - Titel des Originals (Ecart) "613-Milliarden-Pleite"

Geschrieben

Die Amis haben ein Gottvertrauen in ihren Staat :boxing: . Entweder es gibt diese ominösen Stützungskaufe oder das Ausbleiben von Panik gehört inzwischen zum Geschäft.

2,8 % Minus beim Dow ist doch ein im Verhältnis zur Schlagzeile moderater Abschlag. Ich möchte mir nicht vorstellen wie der Kurszettel vom Dax ausgesehen hätte, wenn es die Deutsche Bank hinweg gerissen hätte. Zum Glück (oder Pech) haben wir ja kaum noch Banken, die Pleite gehen können :devil: .

Geschrieben

Das wirklich tolle daran ist was völlig anderes:

 

 

"As 2008 began, Richard S. Fuld, Jr., Lehman chairman and CEO, had 10.9 million shares of Lehman, worth $708 million. This morning his shares will be worth virtually nothing! Yes, you read correctly. Zilch. Nada. He hasn't sold a single share.

 

Only one board member, Henry Kaufman, an economist, sold any. All the other board members -- and most of the people who worked at Lehman Bros -- did not sell. All have suffered gigantic losses."

Geschrieben
Das wirklich tolle daran ist was völlig anderes:

"As 2008 began, Richard S. Fuld, Jr., Lehman chairman and CEO, had 10.9 million shares of Lehman, worth $708 million. This morning his shares will be worth virtually nothing! Yes, you read correctly. Zilch. Nada. He hasn't sold a single share.

 

Only one board member, Henry Kaufman, an economist, sold any. All the other board members -- and most of the people who worked at Lehman Bros -- did not sell. All have suffered gigantic losses."

 

 

 

Wenn der Inhalt des Zitates stimmt, bleiben noch mehr Fragen über. Zum Beispiel wollten oder konnten sie nicht verkaufen?

Geschrieben

Es kommt NOCH besser:

 

Lehman-Mitarbeiter verlieren Milliarden

 

 

 

 

 

 

 

"Der amtierende Vorstandschef Richard Fuld versuchte, das Miteigentum zu stärken. Seit der Abspaltung vom Kreditkartenunternehmen American Express im Jahr 1994 sah er Aktien und Aktienoptionen als Mittel an, um sich die Loyalität der Mitarbeiter zu sichern. Der Vorstand ging mit gutem Beispiel voran: Die fünf Vorstände erhielten 74 Prozent des Gehalts in Aktien oder Aktienoptionen. Fuld selbst sitzt laut dem "Wall Street Journal" auf einem Bestand von 10,9 Millionen Aktien, das entspricht 1,4 Prozent des gesamten Aktienumlaufs. Angesichts des Kursverfalls hat Fuld seit Ende Januar einen Buchverlust von knapp 650 Millionen Dollar erlitten.

 

Das Miteigentum an dem Unternehmen zeichnet Lehman Brothers heute noch aus. Das geht auf die bescheidenen Wurzeln von Lehman Brothers zurück: Im Gegensatz zu anderen Wall-Street-Größen wie Morgan Stanley rühmte sich Lehman seiner anderen, weniger formellen Unternehmenskultur, die weniger durch elitäre Investmentbanker als durch den rauen Ton der Händlergemeinde geprägt wird. Fuld ging so weit, auch Verwaltungsmitarbeiter wie beispielsweise Sekretärinnen in Aktien zu entlohnen."

Geschrieben

@AncientSion, kannst du bitte noch eine Quellenangabe an die Zitate anfügen? Danke dir!

 

 

 

 

Lesenswerte Kolumne der FTD von Lucas Zeise - Headline Fertig machen zum Schrumpfen

 

Kleiner Auszug daraus...

 

Die zweite Phase der Finanzkrise dürfte durch Zahlungsausfälle bisher gesunder Unternehmen gekennzeichnet sein. Die Banken werden dabei vor allem durch die erzwungene Aufgabe von "Heuschrecken" und Hedge-Fonds betroffen sein. Die Staatsfonds werden, anders als in den vergangenen zwölf Monaten, weniger enthusiastisch Kapitalerhöhungen zeichnen. Bei fallenden Rohstoffmärkten wird auch bei ihnen das Geld knapper.

 

Der Carry-Trade - also die Kreditaufnahme in niedrig verzinslichen Yen, um in der hoch rentierlichen übrigen Welt zu investieren - wird verschwinden. Denn nach der Fed wird sogar die bisher verstockte EZB angesichts des sich rapide verschlechternden realwirtschaftlichen Umfelds in Euroland nicht an deutlichen Zinssenkungen vorbeikommen. Wenn Geld überall ähnlich billig ist wie in Japan und dennoch außer Staatsanleihen keine Finanzprodukte mehr gekauft werden, dann dürfte der Tiefpunkt dieser Krise erreicht sein. Wenn Regierungen dann endlich nicht mehr liberalisieren und kollabierende Banken auffangen, sondern den Finanzsektor an Ketten legen oder die Finanzierung der Realwirtschaft selbst übernehmen, dann wird die Krise produktiv überwunden sein.

 

Man verzeihe diesen Ausflug der Fantasie [...]

Geschrieben
Wenn der Inhalt des Zitates stimmt, bleiben noch mehr Fragen über. Zum Beispiel wollten oder konnten sie nicht verkaufen?

Die Haltefrist liegt bei einem Jahr. Somit durfte er nicht verkaufen. Aber es gibt ja noch die Möglichkeit Calls zu verkaufen und/oder Puts zu kaufen. Das so ein Fuchs von 600 auf 0 geht ist wohl so gut wie ausgeschlossen. Es sind (wie eigentlich immer) die kleinen Mitarbeiter, die absolut leer ausgehen und deren Zukunft düster aussieht.

Geschrieben

Auch der EdB wird vor eine neue Belastungsprobe gestellt

 

Auch für Deutschland hat die Pleite Folgen. Die Finanzaufsicht BaFin ordnete am Montag ein Moratorium über die deutsche Niederlassung, die Lehman Brothers Bankhaus AG, an. Das bedeutet, dass die Bank einem Veräußerungs- und Zahlungsverbot unterliegt [...]

 

Die Einlagen der Kunden der deutschen Niederlassung sind im Rahmen des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes geschützt. Das Institut gehört der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) an. Wenn die BaFin den Entschädigungsfall festgestellt hat, liegen die gesetzlichen Voraussetzungen dafür vor, dass die Entschädigungseinrichtung die Einleger entschädigen kann. Die EdB hat die Gläubiger des Instituts unverzüglich darüber zu unterrichten, wenn dieser Fall eingetreten ist. Der gesetzliche Entschädigungsanspruch jedes berechtigten Bankkunden ist pro Einleger begrenzt auf 90 Prozent seiner Einlagen und den Gegenwert von 20.000 Euro.

 

Darüber hinaus ist die Lehman Brothers Bankhaus AG Mitglied des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken (BDB).

 

Quelle: Yahoo Finanzen/ FTD

Geschrieben

:laugh:

:wwink:

:devil: :laugh: :laugh:

 

Peinliche Panne :laugh:

Staatsbank KfW überweist Lehman trotz Pleite 300 Mio. Euro

 

Eigentlich unvorstellbar: Obwohl die ganze Welt über die Pleite von Lehman sprach, muss dies bei der Staatsbank KfW nicht angekommen sein - die Bank räumt ein,

 

"fehlerhaft" :laugh: :laugh: :laugh:

 

eine Zahlung über 300 Mio. Euro ausgelöst zu haben. Und das ist noch nicht der ganze Schaden.

Geschrieben
Fehlerhaft? Wo am Montag morgen VOR Börsenbeginn bereits das Wort vom "Schwarzen Sonntag" durch die Medien salutierte?
Geschrieben
Eigentlich unvorstellbar: Obwohl die ganze Welt über die Pleite von Lehman sprach, muss dies bei der Staatsbank KfW nicht angekommen sein - die Bank räumt ein,

 

"fehlerhaft"

 

eine Zahlung über 300 Mio. Euro ausgelöst zu haben. Und das ist noch nicht der ganze Schaden.

 

Alles automatisiert. Menschen wegrationalisiert. Der Computer macht nur was ihm gesagt wird. Keiner denkt mehr mit.

Das sind die Gründe. Das blabla vor dem Untersuchungsausschuss können die sich sparen.

Geschrieben
  • Autor
Alles automatisiert. Menschen wegrationalisiert. Der Computer macht nur was ihm gesagt wird.

 

auf den Punkt gebracht :devil:

 

Aber Cheffe verdient 800.000 EUR = das Doppelte mehr als die Vorgängerin...

Geschrieben
Aber Cheffe verdient 800.000 EUR = das Doppelte mehr als die Vorgängerin...

Rischtisch. Deshalb ist dem das auch egal, wenn er jetzt rausgeschmissen wird :devil:

Geschrieben
Der Wahn ist, dass die 300 Mille komplett verbrannt sind? Eine Rückbuchung ist angeblich nicht mehr möglich.
Geschrieben
Der Präsidialausschuss des Verwaltungsrats der KfW ist für dringende Angelegenheiten

 

(Eilentscheidungen) :wink: :sad: :devil:

 

zuständig.

 

Glos, Steinbrück, Koch ... :laugh:

 

1.jpg

 

...und wer ist Vorsitzender des Verwaltungsrates? Glos, Steinbrück (stellv.) :laugh: :laugh:

 

Den Verwaltungsrat führt der Müllermeister und Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU)

 

... also die selben Personen... :wwink: :laugh:

 

2.jpg

 

"... gelenkte Demokratie".

  • 2 Wochen später...
Geschrieben
Bei eBay versteigern Nutzer Hunderte Werbegeschenke bankrotter Banken. Die Kurse sind prächtig, den Käufer umweht ein Hauch von Weltgeschichte

 

Dies und einige weitere skurrile Details zur globalen Finanzkrise gibbet hier

 

 

PS: der Newsletter war ein gute Idee!

Geschrieben

...wie könnte es weitergehen... dazu

 

 

Nouriel Roubini - "Dr. Doom" ("Dr. Untergang")

 

Folgt man seiner Prognose, ist die Krise noch lange nicht vorbei. Es werden noch Hunderte von Banken pleite gehen. Die Verluste des Finanzsektors, gegenwärtig auf 400 bis 600 Milliarden Dollar geschätzt, werden auf rund zwei Billionen Dollar steigen. Die Rezession in den USA - entgegen der gängigen Definition ist Roubini der Ansicht, dass schon eine da sei - vertieft sich und greift auf die Weltwirtschaft über.

 

 

 

Thema: Ökonomie/ Weltwirtschaft

Titel: Der Prophet des Untergangs

Quelle: Handelsblatt | 04.10.2008

 

 

weiterführende Links:

Nouriel Roubini @wikipedia

Roubini Global Economics

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