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First in First Out

Geschrieben

Mal eine Frage an die Hochfrequenz Trader.

 

Habt Ihr Euch schon mal Gedanken darüber gemacht, wie Ihr dem Finanzamt die Handelshistorie Euer Trades präsentieren wollt?

Metatrader kann ja (noch) kein FiFo, bei den Britischen FX und CFD Brokern sieht es m.W. nach nicht viel besser aus.

 

Vielleicht hat sich ja bereits jemand mit dem Thema beschäftigt und kann/ möchte eventuell etwas zur eigenen Vorgehensweise sagen.

Featured Replies

Geschrieben

muss ich wirklich jeden einzelnen trade nachweisen?

reicht da nicht ein summenspiel bei CFD/FX?

((endbetrag+(anzahl*auszahlungsbeträge)) - (anfangsbetrag+einzahlungen)) /4 =Steuer?

 

oder sehe ich die sache zu einfach?

dann könnte ich doch mein netbook und literatur absetzen oder? was ist mit strom? arbeitszimmer? Henrik könnte doch das mir geschenkte smartphone absetzen als "werbekosten" oder "aufwendungen" *ach keine ahnung wie das heisst im geschäftsleben*?

es muss doch irgenwo ne liste geben was man alles machen kann oder weiss jemand von euch was man da alles absetzen kann? Ihr seid keine Steuerberater. Das mit mir klar.

Geschrieben

Versuchen kann man es so, mit der einfachen Übersicht. Schätze aber, die wollen was genaueres, wenn schon keine Meldung von der Bank kommt (vom Broker). Und bevor es zu nachforderungen von Unterlagen kommt...ach das drucke ich aus, ein 500er Block A4 Papier kostet doch nur 5 € :ph34r:

 

Zu den absetzbaren Kosten, keine Ahnung.

Ich zumindest benötige das nicht für meine Arbeit und kann es nicht Absetzen. Außer meinen einen Lappi den ich fürs Studium nehme, den zu 20 %. Aber das lohnt kaum. Da ist die Gefahr größer, etwas falsch anzugeben und der Steuerhinterziehung unschuldig verdächtigt zu werden größer, als der Nutzen.

 

Ich habe bisher immer meine Steuererklärungen mit dem Programm Steuersparerklärung der Akademischen Arbeitsgemeinschaft Verlag, das ist echt toll und fragt alles genau ab mit Hinweisen und Erläuterungen. Damit waren Studium, Arbeit, Börsengewinne kein Problem.

Geschrieben
Mal eine Frage an die Hochfrequenz Trader.

 

Habt Ihr Euch schon mal Gedanken darüber gemacht, wie Ihr dem Finanzamt die Handelshistorie Euer Trades präsentieren wollt?

Metatrader kann ja (noch) kein FiFo, bei den Britischen FX und CFD Brokern sieht es m.W. nach nicht viel besser aus.

 

Vielleicht hat sich ja bereits jemand mit dem Thema beschäftigt und kann/ möchte eventuell etwas zur eigenen Vorgehensweise sagen.

Die Frage ist doch, was FiFo hier bringen sollte. Da es ja so oder so keine Spekulationsfrist mehr gibt, ergibt sich aus der Differenz des Kontostands am Anfang und am Ende des Jahres der ertradete Gewinn. Aus- und Einzahlungen sind natürlich entsprechend zu berücksichtigen. Inwieweit man noch gewisse Dinge absetzen kann, ist mir nicht bewußt - ich meine aber, auch das hätten Sie reduziert. Ich geb erstmal immer nur Summen an - wenn die Nachweise wollen, werden die sich schon melden :ph34r:.

Geschrieben

Hochfrequenz Trader :ph34r: Ist von euch jemand dabei der so gut verdient beim Handel mit der Software Metatrader?

 

Mit einem kleinem Centkonto braucht man doch keine Angaben beim Finanzamt abgeben oder habe ich jetzt was verpasst?

Geschrieben

Der einfachste Weg ist, beim Sachbearbeiter auf dem Finanzamt nachzufragen, was nur ein Telefonat kostet. Vernünftige Beamte akzeptieren eine summarische Zusammenstellung. Es gibt aber auch Finanzämter, die aus unerfindlichen Gründen meinen, Unmengen von Belegen einzufordern zu müssen. Massen-Belege werden in der Regel auch als Files in gängigen Formaten akzeptiert.

 

Mit der Einreichung von Belegen gibt man übrigens kein bißchen von seiner eigenen Verantwortung für die richtigen Summen in der Steuererklärung ab, denn man unterschreibt für die Richtigkeit der Erklärung und das Finanzamt KANN die Belege prüfen - oder auch nicht. Wenn man gar keine Belege einreicht, kann man ohne weiteres darauf warten, bis das Finanzamt mehr verlangt - ohne jeden Nachteil.

 

Ansonsten sind Finanzbeamte in der Regel relativ normale und verständige Menschen, die man nicht als Feind betrachten muß, denn sie setzen ein unsinnig überbürokratisiertes Steuersystem nur um, machen es aber nicht.

Geschrieben

Strenggenommen gäbe es ja sogar ein Formblatt, in das man alle Transaktionen eintragen soll. :ph34r:

 

Mit einem Konto bei IB und dann auch noch Overnighthandel im FX ist das ganze ja nichtmal so einfach zu berechnen (Finanzierungskosten und einnahmen !). Das war / ist mir alles zu aufwendig.

 

Ich habe monatliche Tradereports mit Kontoständen eingereicht und hier jeweils evtl. Überweisungen berücksichtigt.

Zum Jahresende halt dann Summe gezogen. Das ganze wurde aber auch dem Finanzbeamten erklärt.

Ich werde es heuer auch nicht anders machen, ebso mit USD Konten. Hier halt Währungskurse zu Ein/Auszahlungen berücksichtigen.

 

Heuer wirds ja noch viel interessanter.

IB führt keine Abgeltungssteuer ab. Und aktuell wären z.B. die Kosten für Kursversorgung keine Werbungskosten mehr, zumindest nach meinen Infos. Besonders wennst jetzt noch eine Chartinganwendung separat mietest.

 

Bzgl. FIFO werds ich heuer aber nicht anders machen. Bei der Menge an Transaktionen hoffe ich erübrigt sich das.

Geschrieben
Der einfachste Weg ist, beim Sachbearbeiter auf dem Finanzamt nachzufragen, was nur ein Telefonat kostet. Vernünftige Beamte akzeptieren eine summarische Zusammenstellung. Es gibt aber auch Finanzämter, die aus unerfindlichen Gründen meinen, Unmengen von Belegen einzufordern zu müssen. Massen-Belege werden in der Regel auch als Files in gängigen Formaten akzeptiert.

 

Mit der Einreichung von Belegen gibt man übrigens kein bißchen von seiner eigenen Verantwortung für die richtigen Summen in der Steuererklärung ab, denn man unterschreibt für die Richtigkeit der Erklärung und das Finanzamt KANN die Belege prüfen - oder auch nicht. Wenn man gar keine Belege einreicht, kann man ohne weiteres darauf warten, bis das Finanzamt mehr verlangt - ohne jeden Nachteil.

 

Ansonsten sind Finanzbeamte in der Regel relativ normale und verständige Menschen, die man nicht als Feind betrachten muß, denn sie setzen ein unsinnig überbürokratisiertes Steuersystem nur um, machen es aber nicht.

 

Hallo zusammen,

 

stimmt schon denn es kommt auf das jeweilige FA bzw. den jeweiligen Sachbearbeiter(in) an, im Prinzip reicht erst mal eine Gesamtaufstellung (Summen) aller Depots/Kontos und wenn das FA alles sehen will ist eine Tradetabelle je Depot/Konto nachzureichen (Papierform, Datei, PDF od. HTML ???) und dafür hast doch den "Blotter" von deinem Broker bzw. Market-Maker zur Verfügung sowie bei vielen Anbietern eine PostBox wo alles abgelegt sein sollte und per USB/CD-ROM zu FA transportiert werden kann.

 

Beim Thema HFT ist meine Einschätzung das dies gerne als Gewerbe vom FA angesehen werden würde was aber per Gerichtsurteil vorerst ad acta gelegt wurde. HFT siehe auch Zu schnell für die Börsenaufsicht und Day-Trader Gewerbesteuerpflichtig

 

"Selbst umfangreiche Wertpapiergeschäfte an in- und ausländischen Börsen können als private Vermögensverwaltung betrachtet werden, so dass die Gewinne aus dieser Tätigkeit zwar der Einkommensteuer, nicht aber zusätzlich der Gewerbesteuer unterliegen. Das entschied jetzt das Finanzgericht Berlin-Brandenburg (Az.: 3 K 5109/03 B). Gegen das Urteil ist Revision eingelegt worden, so dass in letzter Instanz der Bundesfinanzhof in München darüber entscheiden wird."

 

Quelle: http://www.boerse-online.de/steuern-recht/...ell/492953.html

Bearbeitet von Roti

Geschrieben
"Selbst umfangreiche Wertpapiergeschäfte an in- und ausländischen Börsen können als private Vermögensverwaltung betrachtet werden, so dass die Gewinne aus dieser Tätigkeit zwar der Einkommensteuer, nicht aber zusätzlich der Gewerbesteuer unterliegen. Das entschied jetzt das Finanzgericht Berlin-Brandenburg (Az.: 3 K 5109/03 B). Gegen das Urteil ist Revision eingelegt worden, so dass in letzter Instanz der Bundesfinanzhof in München darüber entscheiden wird."

 

Der Einkommenssteru? Dachte das ist mit der Abgeltungssteuer alles abgegolten?

Geschrieben
Der Einkommenssteru? Dachte das ist mit der Abgeltungssteuer alles abgegolten?

 

das Verfahren war vor der Abgeltungssteuer, daher war damals noch die Einkommenssteuer gültig. Ich kann mich dunkel an einen Artikel erinnern über diesen Aktienhändler.

 

Der hatte innerhalb weniger Monate/Jahre über 1.000.000 € geschafft, daher wurde sein FA gierig.

Geschrieben
  • Autor

Handelt derzeit jemand bei einem US Forexbroker?

Da ist FiFo seit 2. August "Gesetz". Allerdings nicht (direkt) wegen einer Anforderung der US Steuerbehörde, sondern wegen einer Vorgabe der Aufsichtsbehörden.

Mich würde interessieren,

wie die Trader mit den (nennen wir es mal salopp) Einschränkungen umgehen.

Geschrieben

Von MB Trading habe ich seiner Zeit eine Info bekommen, dass sich für mich nichts ändert sondern MB das intern für mich macht, also in deren Software: MB Trading Navigator.

Ich muss aber auch zugeben, dass ich über MB seit dem nichts mehr gehandelt habe.... hm..

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