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EA - Zertifizierung

Geschrieben

Hallo zusammen,

 

da das Thema gerade aktuell ist, und ich mich scheinbar irgendwie freiwillig gemeldet hab, fang ich mal an.

 

Ich bin zuerstmal für ein bissl "Fragestunde":

1) Was soll die Zertifizierung bringen, sprich welchen Nutzen soll ein beliebiger User davon haben wenn auf dem EA ein "Zertifiziert" draufpickt?

 

2) Was muss wie getestet werden um diesen Nutzen zu erreichen?

 

3) Wie kann man sich bestmöglich von den diversen EA-Scams abgrenzen, die ja selber auch ständig EA-Tests beilegen. Sprich wie kann man Glaubwürdigkeit "garantieren" (also das der User sich "sicher" sein kann, dass das Zertifikat einen Wert hat)

 

Da eine solche "Zertifizierung" bzw. Überprüfung im Endeffekt für EA-Anwender und Trader ist würd ich mich über eure Anworten und Anregungen freuen.

 

Ich fang gleich mal selber mit meinen Antworten an:

 

ad 1) Der User soll eine objektive "zweite Meinung" zu dem EA erhalten, die eine Preis-Leistungs-Bewertung liefert und darüber hinaus auch die Entscheidungsfindung vereinfacht welcher EA zum eigenen Konto/Stil/Risikowunsch passt.

 

ad 2) Überprüfung des Source auf gutes Errorhandling, und "schädlichen Code". Backtests auf mindestens 3 Märkten mit den empfohlenen Parametern (falls vorhanden) und eigene Optimierungsdurchläufe, Clustering, In & Out of Sample. Aus diesen Durchläufen ergibt sich dann ein Überblick über das Verhalten des EA für eine Review. Aus den Backtests holt man sich 3-5 charakteristische Werte (zb DD, Avg. Trade Profit, Perc.Profitable, ProfitFactor) aus denen man dann einen "Gesamtscore" errechnen kann, sodass man EAs anhand ihrer Score vergleichen kann.

Und dann natürlich noch fortlaufende Forwardtests für einen Überblick wie der EA in der aktuellen Marktlage läuft.

 

ad 3) kA. Ein wichtiger Punkt ist denk ich die Transparenz. Offenlegung der Performancereports und Prüfmechanismen. Detailierte Reviews etc.

 

so, und jetzt freu ich mich auf eine Diskussion ;)

Featured Replies

Geschrieben

Warum sind EA Zertifizierungen für die Community wichtig?

 

Vielleicht für manche Mitglieder, mir dagegen ist das Thema vollkommen egal, ich bin weder EA Verkäufer, noch werde ich jemals ein EA kaufen!

Geschrieben
  • Autor
Warum sind EA Zertifizierungen für die Community wichtig?

 

Stimm dir in gewisser Weise zu. Mir persönlich ist eine EA-Zertifizierung auch recht "egal", da ich sehr wahrscheinlich nie auf die Käufer bzw. Verkäuferseite gelangen werde. Aber wenn ich mir die Landschaft an EA-Promoseiten anschaue, wo "Die besten 10 EAs" etc. angepriesen werden, dann kommt bei mir immer so ein "woher zum Geier wollt ihr das wissen? auf welchen Fakten beruht das?" auf. Von daher fand ich die Idee als solches recht gut.

 

Zusätzlich kann beim Entwicklungsprozess der Zertifizierung auch noch sehr viel für die Community herausspringen, denn auch wenn man weder Käufer noch Verkäufer ist, ist es sicher sehr interessant sich Gedanken zu machen/bzw. von Profis zu erfahren welche Kriterien wirklich entscheidend sind, und was einfach nur gut klingt aber nix kann.

Solche Infos sind sowohl für Systementwickler als auch für Anwender oder auch diskretionäre Trader die einfach nur ihre eigene Performance analysieren wollen sicher sehr sehr hilfreich.

Geschrieben

Naja vielleicht sehen das manche Nutzer aus einer anderen Sicht, doch ich will das Thema nicht nur vorrantreiben, weil ich gerade zufällig auch meinen EA verkaufen möchte. Ich denke das Board wird weiter an Beliebtheit gewinnen, denn mir ist kein Forum bekannt das einen solchen Dienst derzeit anbietet.

 

Es sind ja schon einige Vorschläge vorgebracht worden, doch ich glaube das eben noch die nötige Diskussion für den entscheidenden Fortschritt in diesem Belange fehlt.

 

 

 

Hoffe alle hatten ein schönes Fest und mal etwas Ruhe über die paar Tage! :vibration:

Geschrieben
Maerl hat es in seinem Beitrag vpm 23.11. sehr treffend beschrieben, eine realistische und aussagekräftige Zertifizierung ist nur mittels Walk Forward Tests und das Ganze mit Real Money bei unterschiedlichen Marketmakern möglich, bist du bereit diese Aktion zu finanzieren? (Ich nämlich sicher nicht)
Geschrieben

Ich würde ganz gerne noch einmal auf den Teil der EA-Entwicklung eingehen, auf den für mein Verständnis bei den meisten

(Marketing-)Projekten kaum Augenmerk gelegt wird. Das weder von Seiten der Developer noch der zahlenden Kundschaft.

 

Der praxisgetriebene Anteil (Erfahrung des Traders der mit seinem Namen hinter dem System steht) ist imho bei 90% der am Markt verfügbaren Handelssysteme unterrepräsentiert oder gar nicht vorhanden. Tbh - ich weiß auch nicht, woher die Expertisen von Hahn & Co. herkommen sollten.

 

Für mich persönlich wäre die fachliche Qualifikation des Herstellers ein entscheidendes Kriterium, damit überhaupt erst einmal ein "Von-der-Stange-Expert-Advisor" als Investition in die engere Wahl gezogen werden würde.

Geschrieben
Für mich persönlich wäre die fachliche Qualifikation des Herstellers ein entscheidendes Kriterium, damit überhaupt erst einmal ein "Von-der-Stange-Expert-Advisor" als Investition in die engere Wahl gezogen werden würde.

Ergänzend /alternativ wäre auch denkbar, dass der Entwickler selbst mit ins Risiko geht, sprich nur an der Performance mitverdient oder zumindest vorher den EA schon auf seinem eigenen Echtgeldkonto hat laufen lassen bzw. laufen lässt. Hier sollten die Kontoauszüge aber auch auf eine gewisse Art zertifiziert sein, denn wir alle wissen ja, dass die Manipulation dieser eher nicht so schwer ist :vibration:.

 

Mein Fazit: Finger weg von Kauf-EAs. Wenn sie langfristig wirklich gut sein sollten, sollte der Entwickler fairerweise direkt/indirekt von der Performance partizipieren oder kann die gleich an größere Adressen "verkaufen" (bspw. indem er für diese handelt).

  • 3 Wochen später...
Geschrieben
zu 1:

 

Die Zertifizierung könnte für eine Absicherung stehen, das der EA kein Copy und Paste Produkt eines freien EA ist.

Ich glaube hier fangen die Probleme schon an. Woher will man denn wissen, ob es per Copy & Paste entstanden ist? Kennt ihr denn jeden Code der freien EAs um das einzuschätzen? Oder wie will man das herausfinden?

 

Des Weiteren könnte das Zertifikat für eine unabhängige Beurteilung über Einstellungsvarianten, Vorraussetzungen

(Wissen - erfahren, profi, anfänger), Kapitalisierung, technische Vorraussetzungen (Account (scalping - ECN, swing - rollovergebühren, news - spreadkonstanz), Internetverbindung, PC Performance, VPN) und Supporterreichbarkeit bzw. -qualität stehen.

Vielleicht kann man da eine Art Kategorie anlegen: Scalper, Swing(er) :laugh: , Trendfolger, etc....

Geschrieben
Ich glaube hier fangen die Probleme schon an. Woher will man denn wissen, ob es per Copy & Paste entstanden ist? Kennt ihr denn jeden Code der freien EAs um das einzuschätzen? Oder wie will man das herausfinden?

 

Gehen tut das schon, Dekompilierungsdienstleister gibt es inzwischen einige.

Aber darauf will ich nicht hinaus.

Diejenigen, die ihr Business ernsthaft betreiben, gehen unter den schwarzen Schafen unter. Sie müssten so ein Projekt vorantreiben bzw. die Kunden nur noch EAs kaufen, die Mindeststandards erfüllen. Dazu zähle ich ein Zertifikat, dass das Original als Solches attestiert, eine detaillierte Beschreibung inkl. Back- und Forwardtests und selbstredend - eine Trialversion.

 

Dass das Unternehmen eine Gewerbelizenz und Steuer-ID besitzt, setze ich an der Stelle voraus. Ebenso, dass der EA auf einem Real-Account getestet wurde.

 

Vielleicht kann man da eine Art Kategorie anlegen: Scalper, Swing(er) :laugh: , Trendfolger, etc....

 

Was meinst Du damit?

Geschrieben
  • Autor
Scalper, Swing(er) :laugh: , Trendfolger, etc....

 

*g* mit den Kategorien könnte man andere Kundschaft anlocken als man ursprünglich wollte. Aber ich wollte auch schonmal einen EA Swinger nennen... die Leute schaun nur so blöd wenn man sagt "Mein Swinger hat heut schon wieder 2% erwirtschaftet" ;)

 

Damit nicht nur Offtopic hier steht:

Was mit zum Thema Zertifizierung noch eingefallen ist, bzw. zur "Kritik" daran:

Ich denke man kann eine solche Zertifizierung eher mit dem Pickerl fürs Auto vergleichen. Wenn ein Auto das Pickerl hat, heißt das nicht das es das Beste, Sparsamste, Schnellste, Modernste, Luxuröseste etc ist. Oder das es am Besten zu den eigenen Wünschen und Fahrverhalten passt.

Aber das Pickerl sagt dir das du erwarten kannst das das Auto nicht explodiert wenn du den Zündschlüssel drehst. Gas und Bremse tun was sie sollen und es auch sonst halbwegs in Ordnung ist.

Ob das Auto dann aber zum Käufer passt, bzw. er das Risiko (zB bei einem 5000PS Sportwagen aus der ersten Kurve zu fliegen, aber das dafür schnell und stylisch) eingehen will, muss der Käufer alleine entscheiden.

Geschrieben
...

Ich denke man kann eine solche Zertifizierung eher mit dem Pickerl fürs Auto vergleichen. Wenn ein Auto das Pickerl hat, heißt das nicht das es das Beste, Sparsamste, Schnellste, Modernste, Luxuröseste etc ist. Oder das es am Besten zu den eigenen Wünschen und Fahrverhalten passt.

Aber das Pickerl sagt dir das du erwarten kannst das das Auto nicht explodiert wenn du den Zündschlüssel drehst. Gas und Bremse tun was sie sollen und es auch sonst halbwegs in Ordnung ist.

...

 

ich würde sogar noch weiter differenzieren, ob es sich um ein:

  • Montagsauto handelt --> erfüllt nur ab und an den Zweck, verursacht sonst nur Kosten
  • Garagenauto, welches in der Garage dem Besitzer mental Genugtuung verschafft, aber ausserhalb der Garage nicht die Spur halten kann
  • Matchbox-Auto, welches ausschliesslich den Spieltrieb befriedigt.
  • Oldtimer, früher konkurrenzfähige Geschosse mit Turbo, aber heutzutage nicht mehr zu gebrauchen
  • Getunte Autos, oder eben so tief gelegt, dass man nur auf speziellen oder sehr sehr kurzen Strecken fahren kann, auf allgemeinen Strecken handelt man sich sehr viele teure Knöllchen ein oder aber der Motor geht hoch
  • Grau-Importe sowie chinesische oder indische Automarken sollte man IMHO für die Zertifizierung erst gar nicht zu lassen.

IMHO müsste man bei der Zertifizierung verstärkt berücksichtigen, ob ein Auto überhaupt fahrbar ist. Testen müsste man das mit Fahrern unterschiedlichen Skills auf unterschiedlichen Strecken, nicht nur Autobahn, auch in Großstädten und Gelände. Dass das nicht im Autosimulator geht, ist klar. Auch Frauen müssten dann den Schminkspiegel bei Seite legen und fahren. Die Kosten für die gelegentlichen Unfälle (aller Tester) müsste man in der Gesamtberechnung berücksichtigen.

 

:laugh: :laugh:

  • 3 Monate später...

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