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Macht Börse überhaupt (noch) Sinn?

Geschrieben
Ist das aber nicht so?

 

Leider ja, aber die "Idee der Börse" und damit auch die eigentliche Existenzberechtigung ist doch eine andere oder?

 

AFAIK sollte lt unseren ganzen Wirtschaftstheoretikern die Börse den wahren Wert der Firma abbilden. Weil eigentlich sollte ja jemand zB P&G zum Preis X kaufen, wenn er denkt das das Unternehmen im Moment den Wert X hat oder?

 

Aber im Endeffekt gilt das doch nur für sehr langfristiges Investment. Alles unter 1 Woche (viell. auch Monat) Haltedauer kauft/verkauft doch nicht wenn sie denken das das Unternehmen diesen Wert hat / sich entsprechend verändert, sondern wenn die Aktie sich entsprechend verändert. Oder sind am Donnerstag bei P&G die halben Fabriken explodiert und keiner hats mitgekriegt?

 

Wenn ich als Big Player jetzt gewisse Muster im Orderbuch sehe und das ganze mit der Panik im gesamten Weltmarkt kombiniere ist es doch fast egal welches Asset es ist, solange die aktuell dort aktiven Teilnehmer sich effektiv verar*** lassen mach ich eben massig Profit mit solchen Aktionen. Emotionswelle auslösen, mitschwimmen, fertig. Das einzige das hier noch was mit der Firma selber zu tun hat, ist doch maximal der Gedanke am Schluss "Jetzt haben die Vorstände von xy sicher nasse Hosen".

 

Mein Hauptproblem/Sorge dabei: Solche Spielchen sind ja nicht neu (irgendwer hat hier ja schomal darüber berichtet, weiß grad nimmer wer), aber wie alles in dem System muss es halt immer heftiger werden. Und ich befürchte das die Aktion weltweit viele Hemmschwellen gesenkt hat.

 

Disclaimer: Bin natürlich kein BigPlayer und find solche Aktionen (sofern sie wirklich passieren) unter jeder Kritik (auch wenn sie eine direkte logische Konsequenz der Umstände sind).

Featured Replies

Geschrieben

Ich glaube, früher haben die Fundamentalisten überwogen, die also Aktien einer Firma / FX nach vermuteten Wert gekauft haben, während in letzter Zeit der Trend mehr zum technischen geht (Automatisierung).

Dadurch diese extremen Ausschläge etc, weil die Techniker mit ihren Handelssystemen in der Überzahl sind mittlerweile und die Fundamentalisten mit ihren echten Kurseinschätzungen in den Hintergrund gedrängt werden.

 

=> nur Vermutung von mir.

Geschrieben
  • Autor
Ich glaube, früher haben die Fundamentalisten überwogen, die also Aktien einer Firma / FX nach vermuteten Wert gekauft haben, während in letzter Zeit der Trend mehr zum technischen geht (Automatisierung).

 

Ich denke es liegt auch daran das es immer schnelllebiger wird. Heute interessiert es nur wenige in 10 Jahren die Aktie mit Gewinn zu verkaufen, sie wollen jetzt Gewinne. Und kurzfristig hilft die Fundamentalanalyse halt nicht soviel.

Geschrieben
Leider ja, aber die "Idee der Börse" und damit auch die eigentliche Existenzberechtigung ist doch eine andere oder?

 

Weiss ich nicht,

 

aber ein Vergleich aus dem "richtigen Leben"

 

Ich beziehe es jetzt auf meine Pilze die ich produziere,

kannst Du aber eigentlich auf jedes andere Gut übertragen.

Wo bei der Hauptunterschied der Waren in schnell verderblichen und langlebigen Gütern liegt.

 

Sagen wir ich habe für 80% meiner Ware feste Abnehmer wo ich Festpreise über Jahre habe was bei Aktien dem Fundamentalenhandel gleich kommt.

 

Die Preise bewegen sich kaum und es wird nach dem Wert der Ware geschaut.

 

Den Rest der Ware verkaufe ich da wo nachfrage ist,

mal Teurer wie bei meinen festen Kunden,

mal billiger wie bei meinen festen Kunden,

und manch mal schmeisse ich die Ware auch einfach weg.

 

Heute vermarkte ich die überschüssige Ware auch selber,

früher brachte ich Sie zur Versteigerung was am Ende nichts anderes ist wie eine Börse für diese Artikel wo ich auch immer nur genau den Preis bekamm der in dem Moment dafür geboten wurde.

War Angebot und Nachfrage normal, ging der Preis.

War Angebot Hoch und nachfrage gering gab es wenig.

War Angebot gering und Nachfrage hoch gab es mehr.

Traf wenig Angebot auf eine sehr hohe nachfrage war der preis sehr Hoch,

traf sehr viel Angebot auf sehr wenig nachfrage war der Preis Null.

 

Der Vorteil für mich an diesen Versteigerungen oder Börsen ist der das ich da meine überschüssige Ware verkaufen kann und meinen Markt, also meine festen Kunden mit der Ware nicht belaste.

 

 

Aber was ist jetzt der Faire Preis meiner Pilze?

Den den ich von meinen Langfristigen Kunden bekomme?

Wo bei der ja auch je nach Kunde schon sehr Unterschiedlich ist.

 

oder der den ich jetzt für die Ware bekomme die ich heute verkaufen muss weil sie morgen schlecht ist?

 

Und auch hier zeigt sich das ein Short gehen in einer Ware ruhe in den Markt bringt.

 

Ich verkaufe Ware an meine Kunden die ich ja noch nicht habe,

(um Langfristig Kunden zu halten muss ich durchgehend meine Kunden zufrieden stellen und er geht davon aus das ich auch in 1,3 oder 5 Wochen seine bestellte Ware liefere)

 

tritt der Fall ein das ich mal zu wenig Ware habe muss ich sie zukaufen,

mal billiger wie ich sie weiter verkaufe,

mal teurer wie ich sie weiter verkaufe.

 

Aber ohne dieses verkaufen der Ware bevor Sie geerntet ist wäre ein gescheiter Handel nicht möglich bzw. wären die Preisschwankungen enorm was man oft bei Saisonartikel sieht die sich von heute auf morgen im Preis Dritteln oder steigen.

 

Meiner Meinung nach wird an der Börse oft ein Schuldiger für Sachen gesucht die eigentlich normal sind,

auch wenn Sie nur selten auftreten.

 

Wenn ich eine unlimitierte Order in den Markt lege muss ich damit rechnen das ich im Verkaufsfall 0 bekomme und beim Kauf ein vielfaches des eigentlichen Wertes bezahle.

 

Aber dann muss ich nicht den Fehler bei der Börse suchen,

sondern bei mir weil ich erst die Kursstellung möglich machte.

Geschrieben
Ich denke es liegt auch daran das es immer schnelllebiger wird. Heute interessiert es nur wenige in 10 Jahren die Aktie mit Gewinn zu verkaufen, sie wollen jetzt Gewinne. Und kurzfristig hilft die Fundamentalanalyse halt nicht soviel.

 

Auch früher musste derjenige der von der Börse leben wollte heute Gewinne machen und nicht erst in 10 Jahren.

 

Nur die Anzahl der Teilnehmer wird sich erhöht haben,

durch die immer geringeren Kosten zum Handeln kann doch heute jeder mit noch so einem kleinen Konto Day Trader werden.

Geschrieben

Ich habe einen Kollegen, der hat seit 10 Jahren Telekomaktien, und der freut sich immer wie verrückt auf die Dividende.

Er sagte mir, der Kurs der Aktie ist ihm völlig egal, er will sich an dem Unternehmen beteiligen und an den Überschüssen profitieren. Ich hab ihn erstmal angeguckt wie ein Alien, aber so hat jeder seine Auffassung. Das ist Börse. Seine entspricht sogar dem Grundgedanken der Aktien. Beteiligung am Unternehmen.

Ich schaue da nur aufs technische und will kurzfristig Geld rausschneiden...ich bin böse!

Geschrieben
kurzfristig Geld rausschneiden

 

Ist imho das Einzige, was unter den gegebenen Umständen funktioniert.

Derzeit gilt: Je kürzer der Investmenthorizont, desto geringer die Schmerzen.

 

*Orakelmodus an* Daran wird sich auch in Zukunft nicht viel ändern.

 

...ich bin böse!

 

:hmmmm:

Geschrieben
...ich bin böse!

 

Das Gefühl hatte ich schon immer irgend wie :rofl:

 

Sollte man vielleicht direkt auf der Startseite von Tom Next festbinden,

damit jeder Neue direkt weiss was Henrik für einer ist :hmmmm:

Geschrieben
Derzeit gilt: Je kürzer der Investmenthorizont, desto geringer die Schmerzen.

*Orakelmodus an* Daran wird sich auch in Zukunft nicht viel ändern.

 

Das hört sich ja nach guten Arbeitsbedingungen an.

Wir werden noch das ganze System zum Einsturz bringen mit unseren völlig unkontrollierbaren Shorttrades. :hmmmm:

Geschrieben
  • Autor

@ibelieve: zu deinem Bsp: Ja wenn das auf der Börse auch so wäre, wärs ja so wie gedacht.

 

Aber wenns bei deinen Pilzen so laufen würd wie bei der Börse wärs doch bei den "Schlussversteigerungen" eher so:

der erste bietet 10 E weil er Pilze will, der zweite 11 E weil er auch welche will. Dann kommen andere die eigentlich keine Pilze wollen, aber denken "ich kauf jetzt ein paar und verkauf sie dann mit Gewinn an die, die sie scheinbar wollen" und bieten 12, 15, 20. Diese Preise haben dann aber nix damit zu tun wieviel die Pilze Wert sind, oder was die Menschen denken das die Pilze wert sind. Es geht dann nurmehr darum die Zahlen am Papier so zu verschieben, das am Schluss bei "mir" eine größe Zahl steht als bei "dir".

Mit so realen Bsp schaut das nur immer so absurd aus. Aber im Daytrading gehts ja genau darum. Wie gesagt, P&G hat sich am Donnerstag wertmäßig sicher nicht so stark verändert, weder im aktuellen Wert noch im Wert den die Menschem ihm geben.

 

Zur Frage ob Börse Sinn macht: Die Idee sich an Unternehmen beteiligen zu können find ich an sich gut.

Das Ganze über einen anonymen Finanzplatz zu machen sorgt mMn nur dafür, das ein paar Große vielen Kleinen durch ständiges Vorbeten von riesen Gewinnmöglichkeiten konsequent das Geld aus der Tasche ziehen.

Die Börse spiegelt für mich sehr gut das gesamte System wieder: Kompliziert genug das nur wenige verstehen das die Masse nicht gewinnen kann und die paar die profitieren werden genutzt um den Rest anzutreiben noch mehr Geld zu opfern.

Geschrieben
Ist imho das Einzige, was unter den gegebenen Umständen funktioniert.

Derzeit gilt: Je kürzer der Investmenthorizont, desto geringer die Schmerzen.

 

*Orakelmodus an* Daran wird sich auch in Zukunft nicht viel ändern.

 

 

Sehe ich ebenso, längerfristig machen nur Investments Sinn, d.h. Aktie kaufen und Dividenden kassieren, Kaufentscheidung nach fundamentalten Gesichtspunkten, dann aber kein Stop.

 

Mein gesamtes Investmentportfolio hat keine Stops, es kann nur sein, dass ich einen Wert rauswerfe und/oder anders gewichte, aber die diversen Kursveränderungen sind mir egal, wichtig ist ein solides Unternehmen mit einem Geschäftsmodell, das ich verstehe.

Geschrieben

Also ich war schon immer der Meinung, dass Aktien nicht zum spekulieren gebraucht werden sollten.

Wenn ich mir einmal Aktien kaufen sollte, dann nur aus den folgenden zwei Gründen:

1. Wenn ich mir eine Altersvorsorge auf Dividenden-Basis aufbauen möchte.

2. Wenn ich eine Firma übernehmen möchte.

Da ich aber im Moment erst 27Jahre auf dem Buckel habe und noch kein Interesse besitze eine Firma zu übernehmen, werde ich mir wohl noch keine Aktien kaufen.

 

Warren Buffett hatte einmal gesagt:

"Wenn Du nicht bereit bist eine Aktie für 10Jahre zu halten, dann brauchst Du sie auch nicht kaufen"

Der gute Mann hat vor 1985 angefangen Coca-Cola-Aktien zu kaufen. Seit dem sind die Kurse stabil gestiegen.

Jährlich bekommt seine Firma eine Dividendenausschüttung von ca.200 bis 300 Millionen Dollar.

 

Darum geht es ja eigentlich auch. Die Aktien einer vielversprechenden und zukunftsträchtigen Firma kaufen und wenn die Firma über Jahre größer wird und der Preis der Aktien steigt, dann hast du später eine satte Rendite. Natürlich darf die Dividendenerhöhung nicht fehlen... :rofl:

 

Und im Moment ist ein kleiner Trendansatz zuerkennen, dass es wieder Richtung Dividende geht. Ok, Trendansatz würde ich nicht sagen. Eher eine Bodenbildung der Spekulationen bzw eine Seitwärtsbewegung...

Aber was ist jetzt der Faire Preis meiner Pilze?

Das musste ich vor kurzem auch einem Freund erklären. Bloß ohne die Pilze :hmmmm:

Deshalb bin ich da ein wenig geübt darin...

Der faire Preis wäre doch eigentlich die Herstellungskosten + Arbeitsaufwand + Gewinn. Das es also zum leben reicht. Natürlich immer unter der Voraussetzung, das Angebot gleich Nachfrage ist. Alles was darunter ist oder darüber hinaus geht ist ein Spekulationspreis bzw eine "Blase".

 

lg NC

Geschrieben
@ibelieve: zu deinem Bsp: Ja wenn das auf der Börse auch so wäre, wärs ja so wie gedacht.

 

Aber wenns bei deinen Pilzen so laufen würd wie bei der Börse wärs doch bei den "Schlussversteigerungen" eher so:

der erste bietet 10 E weil er Pilze will, der zweite 11 E weil er auch welche will. Dann kommen andere die eigentlich keine Pilze wollen, aber denken "ich kauf jetzt ein paar und verkauf sie dann mit Gewinn an die, die sie scheinbar wollen" und bieten 12, 15, 20. Diese Preise haben dann aber nix damit zu tun wieviel die Pilze Wert sind, oder was die Menschen denken das die Pilze wert sind. Es geht dann nurmehr darum die Zahlen am Papier so zu verschieben, das am Schluss bei "mir" eine größe Zahl steht als bei "dir".

Mit so realen Bsp schaut das nur immer so absurd aus. Aber im Daytrading gehts ja genau darum. Wie gesagt, P&G hat sich am Donnerstag wertmäßig sicher nicht so stark verändert, weder im aktuellen Wert noch im Wert den die Menschem ihm geben.

 

Ich finde das Beispiel von ibelieve sehr passend, was den ursprünglichen Gedanken von Märkten anbelangt: sie bringen Angebot und Nachfrage zusammen und sorgen somit für Liquidität. Allerdings gibt es immer mehr das zu beobachten, was Mythos beschreibt: "Daytrading". Hier spielt das Interesse an der Ware/dem Unternehmen keine Rolle mehr - es geht rein darum, kurzfristig Profit zu erwirtschaften. Investition in gute Ideen? Bereitstellen von Geldern zur Realisierung von durchdachten Konzepten? Wagniskapital für Visionen? Kann sein, dass es manchen Investoren darum noch geht. Aber wer mit Zertifikaten, Optionen und Optionsscheinen auf kurze Frist handelt, hat andere Intensionen.

 

Allerdings bieten letztgenannte Instrumente soliden Firmen die Möglichkeit der Absicherung (bspw. Fluggesellschaften gegen steigende Treibstoffpreise...). Verwerflich ist nur, dass die reine Spekulation den übrigen Marktteilnehmern mit "moralisch sinnvollen und vertretbaren Absichten" schnell Steine in den Weg legen kann und sogar Geschäftsmodelle zerstört.

 

Ich habe mal gelernt: "mit Essen spielt man nicht". Und warum investiere ich in Weizen und Zucker? Möchte ich mich mit meinen WTI-Calls gegen steigende Benzinkosten absichern?

 

Die Börse hatte schon immer einen Sinn und dieser wird auch künftig noch gebraucht werden. "Tulpen"-Blasen gab es schon immer mal wieder, daran wird sich nichts ändern...

 

RAiNWORM

Geschrieben
Das musste ich vor kurzem auch einem Freund erklären. Bloß ohne die Pilze :hmmmm:

Deshalb bin ich da ein wenig geübt darin...

Der faire Preis wäre doch eigentlich die Herstellungskosten + Arbeitsaufwand + Gewinn. Das es also zum leben reicht. Natürlich immer unter der Voraussetzung, das Angebot gleich Nachfrage ist. Alles was darunter ist oder darüber hinaus geht ist ein Spekulationspreis bzw eine "Blase".

 

Stimmt leider so nicht,

 

dann müsste mein Deutscher Pilz im Laden mehr Kosten wie der aus Polen.

 

Der Pole(entschuldigung an alle Polen das ich Sie jetzt hier Namentlich nenne, sind jetzt aber im Pilzsektor fast der größte Produzent mit den billigsten Preisen) hat fast nur noch neue Betriebe die durch den EU beitritt subventioniert wurden und einen um den Faktor > 5 niedrigeren Lohn und das bei einem Produkt wo fast 40% auf die Erntekosten entfallen.

 

Ich finde das Beispiel von ibelieve sehr passend, was den ursprünglichen Gedanken von Märkten anbelangt: sie bringen Angebot und Nachfrage zusammen und sorgen somit für Liquidität. Allerdings gibt es immer mehr das zu beobachten, was Mythos beschreibt: "Daytrading". Hier spielt das Interesse an der Ware/dem Unternehmen keine Rolle mehr - es geht rein darum, kurzfristig Profit zu erwirtschaften. Investition in gute Ideen? Bereitstellen von Geldern zur Realisierung von durchdachten Konzepten? Wagniskapital für Visionen? Kann sein, dass es manchen Investoren darum noch geht. Aber wer mit Zertifikaten, Optionen und Optionsscheinen auf kurze Frist handelt, hat andere Intensionen.

 

Es geht hier doch um 2 völlig Unterschiedliche Geschäftsausrichtungen die prima nebeneinander leben können.

 

das eine mal will ich den schnellen Gewinn,

das andere mal die Investition über Jahre.

 

Wenn ich mein Handeln auf das was ich will einstelle habe ich mit dem was die andere Seite tut oder nicht tut doch nichts zu tun.

 

Was Interessiert es mich das ich heute große Tagesschwankungen habe wenn ich auf Jahre denke?

Was Interessiert es mich ob ein Unternehmen über Jahre zulegt wenn ich nur Stunden drin Investiert sein will und mich mit kleinen aber vielen Gewinnen zufrieden gebe?

 

Ich muss mich nur für eine Sache entscheiden und dann meine Entscheidungen danach treffen.

Und dann muss ich auch das Ergebnis tragen, egal ob es gut oder schlecht ausfällt.

 

Darf mich dann aber auch nicht darüber ärgern das mein ach so gutes Unternehmen was ich ohne Stopp im Depot hatte am Ende doch ur eine Luftnummer war.

Geschrieben
  • Autor
Es geht hier doch um 2 völlig Unterschiedliche Geschäftsausrichtungen die prima nebeneinander leben können.

 

Außer ein paar große Daytrader kommen auf die Idee mit Shortsellingattacken ein Unternehmen zu quälen und wirtschaftlich zu schädigen.

Aber die Spekulanten würden sowas ja nie tun. Und selbst wenn der Preis mal wegen Spekulationen um 50% fällt, davon erholt sich der Markt und die Einstellung der Menschen eh schnell und der Kurs steigt danach gleich mal die nötigen 100%. Sogesehen hast du absoult Recht.

 

Wer Sarkasmus findet, darf ihn behalten

Geschrieben
Macht Börse überhaupt (noch) Sinn?,

 

möchte mal auf den Threadtitel zurückkommen.

 

Ich würde die Frage mit einem deutlichen JA beantworten.

 

Warum ?

 

Börsen gibt es seit ca. (nicht festnageln) 300 Jahren. Man sagt, erst dadurch sind wir überhaupt in die Lage gekommen eine derartige Wirtschaft aufzubauen.

Einfach deshalb, weil es vorher fast unmöglich war, sich an Firmen zu beteiligen oder andere zu übernehmen bzw. Startups Risikokapital zur Verfügung zu stellen.

 

Die Möglichkeit, ein Unternehmen zu gründen mit einer Idee um dann vermögend zu werden, hat sicherlich einen großen Einfluss auf die Suche nach Verbesserungen im Leben gehabt.

 

Erst durch den Kapitalzufluss beim Börsengang konnten Firmen wachsen und in neue Produkte investieren. Auch gibt es natürlich eine begrenzte Mitendscheidungsmöglichkeit durch die Aktienhalter, die im Laufe der Jahre einen gewissen Einfluss hat.

 

Ich denke, das wird so auch noch in Zukunft funktionieren.

Geschrieben
Erst durch den Kapitalzufluss beim Börsengang konnten Firmen wachsen und in neue Produkte investieren.

[...]

Ich denke, das wird so auch noch in Zukunft funktionieren.

 

Dann sollte es aber solche Konstrukte wie den Neuen Markt oder den Freiverkehr nicht mehr geben.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob irgendwann mal einer eine Statistik erstellt hat, wie viele der Firmen noch existent sind, die in den letzten 15 Jahren an die Börse gegangen sind.

 

Für viele VCs ist der erfolgreiche Exit via IPO das Einzige, was sie interessiert.

Geschrieben
wie viele der Firmen noch existent sind, die in den letzten 15 Jahren an die Börse gegangen sind.

 

jep, wobei jetzt auch mal interessant wäre die Vergleichszahlen vom 19. Jh zu haben. Ob sich da wirklich so viel geändert hat ? Damals waren es halt nicht so viele die an den Start gingen, aber vielleicht ist das Verhältniss normaler zu reinen "Gewinnbörsengängen" ähnlich.

Geschrieben

Mit den Innovationen durch Wasser, Strom, Elektrizität und Luft , soiwie der profitablen Nutzung diverser Koloniien hatten unsere Altvorderen sicher eine stattliche Rendite eingefahren - allerdings mehrheitlich, wenn sie in entsprechend gesellschaftlichen Kreisen hineingeboren wurden.

 

Grüsse

Geschrieben

Daß die Börse volkswirtschaftlich sinnvoll ist, dürfte wohl niemand ernsthaft bestreiten. Die Gründe sind hier im Thread ja auch schon genannt worden.

 

Die Frage ist allerdings, ob es unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoll ist, WAS an der Börse heutzutage alles getrieben wird.

 

Wie wäre es denn, wenn man zukünftig den Aktienhandel folgendermaßen organisieren würde:

 

1. Es wird nur noch ein einziger Kurs am Tag festgestellt.

2. Alle außerbörslichen Handelsplattformen werden verboten.

3. Alle Derivate (Futures, Optionen usw.) werden abgeschafft.

4. Leerverkäufe werden verboten.

 

Unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten wäre das absolut ausreichend.

 

Und falls jetzt jemand zu mir kommen und sagen sollte: "Der hat doch 'ne Schraube locker!" - ich habe solche Zeiten selber noch erlebt, wo es (fast) so aussah. Es war die Zeit, wo die alte Bundesrepublik ihre höchsten Wachstumsraten hatte. Da sah die Börsenwelt so aus wie oben beschrieben. Einziger Unterschied: bei großen Werten gab es einen fortlaufenden Handel. Der dauerte zweieinhalb Stunden pro Tag.

Geschrieben
Wie wäre es denn, wenn man zukünftig den Aktienhandel folgendermaßen organisieren würde:

 

1. Es wird nur noch ein einziger Kurs am Tag festgestellt.

2. Alle außerbörslichen Handelsplattformen werden verboten.

3. Alle Derivate (Futures, Optionen usw.) werden abgeschafft.

4. Leerverkäufe werden verboten.

 

Unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten wäre das absolut ausreichend.

 

agree, nur ist die Wahrscheinlichkeit, dass es so kommt, irgendwo bei Null, dazu haben die Leute, die dagegen sind, zu viel Geld/Macht/Einfluss!

 

Man müsste ja sogar das ganze Zins- und Zinseszinssystem in Frage stellen, denn Geld arbeitet nicht, ergo kann es keine Erträge erwirtschaften, Freigeldwäre die Alternative

Geschrieben
agree, nur ist die Wahrscheinlichkeit, dass es so kommt, irgendwo bei Null, dazu haben die Leute, die dagegen sind, zu viel Geld/Macht/Einfluss!

In der Tat.

Und um ganz ehrlich zu sein: ich sehe das auch mit einem lachenden Auge. Erhält ja meinen Arbeitsplatz. :hmmmm:

(Pfui, wie eigennützig) :rofl:

Geschrieben
2. Alle außerbörslichen Handelsplattformen werden verboten.

 

 

... und dann verbieten wir auch gleich noch den Verkauf meiner Wohnung /Haus weil ich noch nicht 10 Jahre selbst darin gewohnt habe.

 

Wenn ich mein Eigentum nicht verkaufen/leihen oder sonst was kann dann ist es vorbei mit "unserer westlichen Ordnung".

Geschrieben
... und dann verbieten wir auch gleich noch den Verkauf meiner Wohnung /Haus weil ich noch nicht 10 Jahre selbst darin gewohnt habe.

 

Wenn ich mein Eigentum nicht verkaufen/leihen oder sonst was kann dann ist es vorbei mit "unserer westlichen Ordnung".

Verstehe ich nicht.

Du könntest Deine Aktien doch verkaufen. Nur eben nur einmal täglich.

Geschrieben

Die Regulierungswut mit demokratischen Instrumentarium wird erst dann greifen, wenn die bestehenden Ungleichheiten von denen, die an den gesellschaftlichen Hebeln sitzen, WELTWEIT mehrheitlich nachteilig empfunden wird.

 

Die EZB ist nicht der globale Machtfaktor - bestenfalls ein adäquater internationaler Gesprächspartner.

 

Mir ist nur ein Märchen bekannt, das Realität wurde : Fall der Mauer.

 

Daran waren aber nicht Asien, Afrika und Südamerika beteiligt.

 

Grüsse

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