Zum Inhalt springen
View in the app

A better way to browse. Learn more.

#T/N/X/T

A full-screen app on your home screen with push notifications, badges and more.

To install this app on iOS and iPadOS
  1. Tap the Share icon in Safari
  2. Scroll the menu and tap Add to Home Screen.
  3. Tap Add in the top-right corner.
To install this app on Android
  1. Tap the 3-dot menu (⋮) in the top-right corner of the browser.
  2. Tap Add to Home screen or Install app.
  3. Confirm by tapping Install.

Aufallsicherheit Rechenzentrum vs. Zuhause

Geschrieben

Ein bisschen Offtopic:

 

Mir stellt es immer die Nackenhaare auf, wenn ich lese, dass Automaten von @home handeln, ein ATS gehört auf einen Rechner in einem RZ, die Ausfallsicherheit, die man dort serienmässig hat, kann man @home nur mit sehr viel Geld und Aufwand erreichen, es gibt in vielen RZ einzelne HEs zu mieten, einfach Hardware kaufen, in ein Rackgehäuse einbauen und den Rechner ins RZ hängen, fertig ist die Hochverfügbarkeitslösung.

 

Diese Dienstleistung nennt sich Serverhousing, die Kosten sind -wenn man berücksichtigt, dass @home die Energiekosten für den Rechner wegfallen- durchaus vertretbar.

Featured Replies

Geschrieben

Naja, das wäre eine Option wenn man hauptberuflich automatisch tradet. Für nebenbei Geld verdienen bei einer Accountgröße bis ... 50.000-100.000 € ? lohnt sich das nicht.

 

Was ich bisher gefunden habe an Angeboten, bei Firmen geht das ab 100 € für die Basisdienste im Monat los. Dann muss man aber auch selbst hinfahren und die Hardware tauschen, wenn was durchbrennt.

 

Unis verlangen nur 100-250 € im Jahr (+ Stromkosten), allerdings muss man dafür unterschreiben, dass die Techniker den Rechner bei Klimanlagenausfall etc. herunterfahren und neu starten dürfen, und jeder Studi darf in der Serverhalle überall herumfummeln - fällt also aus.

Geschrieben
  • Autor

Hmm, ich zahle für 1 HE im Interxion Wien (Internetknotenpunkt Österreichs) inkl MWST EUR 66,-- p.m.*, wenn ich jetzt noch die Stromkosten**, die ich @home dadurch nicht habe- abziehe, dann kostet das EUR 53,-- p.m., dafür erspare ich mir den Kauf einer USV, eine redundante Internetanbindung, denn Kauf eines Dual WAN Routers etc.

 

Wenn ich EOD handle, dann ist das natürlich sinnfrei, wenn ich aber in kleinen TFs handle, dann sollte dieser Betrag nicht die entscheidende Rolle spielen, billiger geht es noch mit einem V Server. (Keine HW Kosten, monatlich ab circa EUR 25,--)

 

*Der Server hat aber nichts mit Trading zu tun.

 

 

 

**Leistungsaufnahme des Systems rund 100 Watt*24 Stunden = 2,4 kW/h * 30 Tage = 72 kW/h * EUR 0,18 ~ EUR 13,-- p.m.

Geschrieben

off topic wird wahrscheinlich zum eigenen Thema ausgelagert deswegen gebe ich meinen senf auch noch dazu.

Mein Dual WAN kostete 50,- (Router + 1 WAN + 1 UMTS USB Port)

USV 210Watt kostet 45,-

UMTS Internetanbindung 10,- pro Monat (ungenutzt)

 

Einmalige Kosten 95,- von dem ich den Router sowieso zuhause rumfliegen habe.

Monatliche zusatzkosten 10,- + Strom 13,- = 23,-

 

Denke ich immerhin günstiger als eine Serverfarm.

Es gibt gute Gründe für eine Serverfarm... Der Preis und Ausfallsicherheit gehört nicht dazu.

Geschrieben
  • Autor
Es gibt gute Gründe für eine Serverfarm... Der Preis und Ausfallsicherheit gehört nicht dazu.

 

Sorry, aber wenn du die Ausfallssicherheit einer Kombination DSL + mobiles Internet (absolut tolles Geschichte, funktioniert definitiv immer vollkommen störungsfrei) + 210 Watt USV (wie lange überbrückt diese USV einen Spannungsversorgungsausfall?) mit der Verfügbarkeit eines Rechenzentrums gleichsetzt, dann erübrigt sich jede Diskussion.

 

Ich kenne persönlich nur zwei Systemtrader, deren Systeme in relativ kleinen TFs dauerhaft erfolgreich sind -und damit meine ich +5 Jahre!-, beide lassen ihre Handelsrechner in RZ laufen, und das u.a. aus Gründen der Ausfallssicherheit.

 

Sorry, aber ich klinke mich da aus, weil anscheinend meine Vorstellungen von Hochverfügbarkeit gänzlich anders sind.

Geschrieben
dann erübrigt sich jede Diskussion.

Warum gleich so giftig?

 

Eine Serverfarm ist meist überdimensioniert was die Ausfallsicherheit angeht. Das ist ihr Geschäft und ist auch gut so.

Brauchst du diese Sicherheit den? Wie oft ist dein Strom zuhause in den letzten 10 Jahren den ausgefallen? Wie lange hat das maximal gedauert?

Wie oft ist dein Internet ausgefallen? Wie lange hat das den maximal gedauert?

 

Ich meinte dass man dann eine redundante unabhängige Internetleitung bedenken müsste.

Die Telekomleitung + UMTS (10,-)

oder Telekomleitung + Fernsehkabel (20,-)

Welcher Anbieter jetzt die Telekomleitung anmietet ist dabei erstmal egal.

Geschrieben
UMTS Internetanbindung 10,- pro Monat (ungenutzt)

 

Monatliche zusatzkosten 10,- + Strom 13,- = 23,-

 

Die laufenden UMTS-Kosten kann man sich auch noch sparen, wenn man eine Prepaidkarte nimmt oder eine 2. Simkarte vom bestehenden Mobilfunkvertrag.

Das tritt ja so selten auf....

Ich kann mich nicht erinnern, in den letzten 10 Jahren einen Internetausfall gehabt zu haben. Strom schon eher, aber auch nur einmal für 1 Stunde unangemeldet in 10 Jahren.

 

Natürlich handhabt man das genauer, wenn man mit 5 Futurekontrakten im Markt unterwegs ist...

Geschrieben

btw I can do the math

1 Stunde ist schon heftig lange.

Eine überdimensionierte USV dafür würde 500,- kosten. Ich meine wirklich überdimensioniert. Die Verbraucher ziehen nunmal in unserem Beispiel "nur" 120W.

Geschrieben
  • Autor
Brauchst du diese Sicherheit den? Wie oft ist dein Strom zuhause in den letzten 10 Jahren den ausgefallen?

 

Durchschnittlich 1 Mal pro Jahr

 

Wie lange hat das maximal gedauert?

 

Rund 8 Stunden

 

Wie oft ist dein Internet ausgefallen? Wie lange hat das den maximal gedauert?

 

Ebenfalls rund 1 Mal im Jahr, "Rekordentstördauer" 3 Tage (Ganzer Kabelstrang mit rund 1300 Anschlüssen durch sintflutartige Regenfälle unter Wasser)

 

 

Und wenn ich jetzt nur von semiprofessionellem Handel rede, dann ist der mögliche Verdienstentgang höher als die zusätzlichen Kosten, womit wir beim Thema "Produktivitätsausfall" etc. angekommen sind. Ich kenne persönlich 2 private Systemhändler, die dauerhaft -und damit meine ich in beiden Fällen +10 Jahre- profitabel handeln, bei Beiden laufen die Handelsrechner in einem RZ. Vermutlich haben die beiden Jungs aber auch viel zu wenig Ahnung von der Materie, die werfen ihr Geld einfach beim Fenster raus indem sie sich jeder 1/4 Rack im Colt RZ gemietet haben.

 

Was soll's, von mir aus lasst eure HS auf Netbooks, die via Tethering über ein Handy ins Internet gehen, laufen, meine Sorge soll's nicht sein.

 

Im Endeffekt ist's vermutlich eine Frage des Zugangs zur ganzen Thematik, IMHO ist es ohnehin schwer genug dauerhaft profitabel zu handeln, wenn ich für ein paar EUR p.m. die Möglichkeit habe technische Schwierigkeiten unwahrscheinlicher zu machen, dann mache ich es, andere Leute sehen das anscheinend anders.

 

So, ich verordne mir mal selbst eine Schreibpause in diesem Thread, eigentlich ist meine Zeit zu kostbar um über Tatsachen zu diskutuieren -Tatsache ist, die Ausfallssicherheit eines RZ ist nicht mit irgendwelchem SOHO Equipment nachmachbar-, wer meint, dass dieses Mehr an Sicherheit unnötig ist, dem steht es frei sie nicht zu nutzen, so einfach ist's.

Geschrieben
Eine überdimensionierte USV dafür würde 500,- kosten. Ich meine wirklich überdimensioniert. Die Verbraucher ziehen nunmal in unserem Beispiel "nur" 120W.

 

Man KÖNNTE auch die USV an den Router binden und einen schweren (Dektopersatz-)Laptop (mit Akku...) als Handelssystemträger nehmen. Mache ich so, und der liegt schön kühl, unsichtbar und dunkel direkt am Telekomanschluss, da fummelt kein Besuch dran herum.

Zugriff dann ganz normal über Teamviewer etc.

Vorteil: selbst ein großer Laptop zieht nicht mehr als 50 W und das bei einer Desktop-ähnlichen Leistung. Der Akku hält ca. 3 Stunden durch.

 

 

Durchschnittlich 1 Mal pro Jahr

...

Rund 8 Stunden

 

Oh, ja wenn das bei euch so ist dann kann man natürlich damit rechnen, und dann macht ein Rootserver etc. auch Sinn.

Bei mir hatte ich aber die letzten 10 Jahre keine Probleme. Siscop anscheinend auch nicht - und da steht die Leistung zu keinem Verhältnis zum Preis.

Ich pack mir ja auch keinen Werkzeugkoffer in meinen Audi, weil ich nicht damit rechne dass er kaputt geht, aber bei meinem Mini MK2 (BJ. 83) ist immer ein Werkzeugkoffer bei...

Geschrieben

Hi,

ich sehe das ähnlich wie siscop. Ich glaube die wenigsten gehen am Anfang hin und legen gleich mal ein paar Tausender auf den Tisch für nen Server im RZ. Das ist letztlich nicht nur eine Frage der Fixkosten und laufenden Kosten, sondern auch eine Frage des Know How (Stichwort Security).

 

Ich glaube, man kommt sehr weit mit der angesprochenen Konfiguration. Und solange die Confidence in die Systeme noch nicht da ist, ist es nur vernünftig sich nicht gleich in die 5-stelligen Investitionen zu stürzen.

 

...und dass die Ausfallsicherheit nicht gleichwertig ist, ist - und das sehen wahrscheinlich alle so - unbestritten. Ich sage nur: man kommt damit schon recht weit.

Was ich in dem anderen Thread angesprochen und ein bisschen untergegangen bzw. missverstanden wurde ist zudem, dass Scalping bzw. HFT mit so einer Lösung automatisiert m.M.n. Harakiri ist...

Geschrieben

Also grundsätzlich ist goso's Argumentation natürlich unumstößlich, ein Server im Rechenzentrum leistet wesentlich mehr und bietet natürlich auch höhere Stabilität bzgl. jeglicher Komponenten. Wer sich gut auskennt kann einen Linux-Server im RZ anmieten und sein eigenes Windows per Remote aufspielen - so ein Server ist dann unter Umständen schon für 29,00 Euro zu haben. Damit amortisieren sich die meisten Kosten nahezu.

 

Eine USV für automatic Trading ist - sorry - IMHO absolut sinnfrei: Keine USV unter 3000,00 Euro kann es mit einem normalen, handelsüblichen Laptop für 500 Euro aufnehmen (siehe Henrik) - USVs im Privatbetrieb sind nicht geeignet den Rechner stundenlang online zu halten, sondern vielmehr einen Datenverlust durch spontane Abschaltung zu verhindern.

 

Viel spannender und häufig unterschätzt wird aber das Problem der redundanten Internetverbindung. Ich benutze dafür einen schweineteueren Switch mit internen Polling-Skripten und bezweifle, dass ohne bestimmte Routing-Skripte ein Windows PC ohne weiteres 100%ig zuverlässig eine Einwahl über eine andere Verbindung versucht; selbst wenn diese parallel besteht. Habt Ihr schon mal einen Real-Test gemacht und die Verbindung gekappt - ich wüsste gerne wie Ihr Eure PCs konfiguriert habt, dass das ohne weiteres funktioniert.

 

Meine persönliche Meinung:

Ich finde die Entscheidung ob HOME- oder SERVER-Hosting hängt vielmehr von der Frequenz des Handels-System und dem gehandelten Volumen ab; grundsätzlich muss sich eine Investition immer rechnen und wenn das System wenig Volumen in geringen Frequenzen handelt, dann nehme ich einen Home-Server; handelt es mit hoher Frequenz und hohem Volumen, dann gibt es zum Server beim Provider keine Alternative. Alle anderen Kombinationen muss man berechnen und abwägen.

Geschrieben

Uiui, ich werde ja ganz rot, wenn ich dies hier lese. Auf diese Ideen bin ich noch gar nicht gekommen. Aber vielleicht liegt es daran, dass man hier in Spanien oefter mal mit Stromausfaellen konrontiert ist, und da hat man sein Notstromaggregat quasi immer einsatzbereit...

 

Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser. Und wer jetzt noch mit SL arbeitet, ist mehr oder weniger gegen bankrotts abgesichert... :ph34r:

Geschrieben
Also ich fahre meine Systeme auf einem Virtual Server wenngleich ich fairerweise sagen muss, dass der mir am Anfang mehr Ausfallprobleme bereitet hat als mein Home PC. Seit dem die behoben sind, ist aber alles im Lot. Wenn man mit seinen Handelssystemen Geld verdienen will, sollte man das auf jeden Fall überlegen.
Geschrieben

Ich habs schonmal erwähnt hier irgendwo vor ca. 1 Jahr:

 

Hatte auch einen Windows-VPN bei Dogado (große Variante) und da lief (damals noch) Metatrader 4 auf live.

 

Da gab es ab und zu Probleme mit der Instanz. Ich konnte mich mehrmals in meinem Paket einloggen, und der Rechner sah dann aus wie frisch gebootet (meine Dateien zu sehen, aber keine Programme an). Problem war nur, dass man nicht mehr an die ursprüngliche Instanz herankommt. Das erst einmal zu merken dass noch parallel unsichtbar 3x Metatrader live läuft mit aktiven EAs!! Metatrader lässt sich ja mehrmals mit dem Broker verbinden (in mehreren Instanzen), ohne dass die eine Version von der anderen abhängt.

Abhilfe hat nur ein kompletter Reboot geschaffen, aus dem Webseiten-Login heraus (nicht aus dem Rechner).

Habe nicht viel Geld verloren, im Mittel hatte sich das aufgehoben, hätte aber sehr böse enden können.

 

Seitdem traue ich den VPNs nicht mehr und habe die Hardware lieber bei mir zuhause, wo ICH die Gewalt darüber habe.

 

Ist heute sicher schon anders, und mit Rootservern wahrscheinlich sowieso, ich wollte nur ausdrücken, dass ein Server im Internet trotz 100 % Verfügbarkeit nicht ultima sicher ist.

 

Jeder wie er es brauch bzw. am besten zurechtkommt - ich denke Ausrelius's letzter Absatz ist eine sehr gute Zusammenfassung ob man es brauch oder nicht.

Geschrieben

Also ich beschäftige mich ja so gut wie jeden Tag mit Servern. Mittlerweile habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht. Also arbeite ich am Vormittag mit Servern und wenn ich dann nach Hause gehe dann fröhne ich mich meinem Hobby - also gehts weiter mit den Serverspielereien.

Ich denke ein Punkt der hier relativ wenig Beachtung findet ist die Administration eines solchen Servers. Es gibt viele Dinge die sich vom Heimrechner unterscheiden. Besonders bei der Sicherheit. Es muss bedacht werden das ihr dort eine Software zu laufen habt die wrscheinlich euer gesamtes Kapital verwaltet. Da machen sich Sicherheitslücken sehr schlecht, leider sehe ich aber immer wieder wie sich die Leute überschätzen und denken das wäre alles ganz Easy mit so einem Serverrack.

 

Viele Grüße,

Rumpel

Geschrieben

Ich kann beiden Argumentationssträngen etwas abgewinnen. Anfangs (vor ca. 4-5 Jahren) dachte auch ich,

dass eine Home-Office-Lösung mit geringen finanziellen Mitteln zu bewältigen wäre. Damals

noch durch meine schlechte Internetverbidnung bedingt, wo ich einmal pro Monat einen

Ausfall des Netzes verzeichnen konnt, habe ich dann vorerst die Finger davon gelassen.

 

Vor 2 Jahres kam das Thema dann wieder hoch und ich habe an meinem 3GhZ, Dual-Core

einen Home-Server eingerichtet, um zumindest über TeamViewer darauf zugreifen zu können.

Allerdings war ich auch trotz neuem Internet-Provider nicht vor Ausfällen und anderen Fehlern geschützt.

Probleme, die ich alle schon selbst nachvollziehen konnte sind dabei bspw.:

  • Störung der Internetverbindung am Server
  • Stromausfall
  • Plattencrash
  • Board-Transistor durchgeschmort
  • Netzteil kaputt
  • Zu wenig Rechnerleistung (Speicher, ..) vorhanden => Systemabsturz

Diese Liste ist sicherlich erweiterbar und überwiegend auch behebbar, dennoch steckt der Teufel im Detail

und ich kann goso an dieser Stelle nur Recht geben und auch aus eigener Erfahrung berichten, dass man auch

m.M. nach autom. Systeme auf kleineren Zeitrahmen nur im RZ oder auf nem V-Server laufen lassen sollte.

 

Sicherlich ist eine Home-Office-Lösung mit Geld und Aufwand zu realisieren und so glaube ich auch, dass

Aurelius hier sicherlich etwas vernünftiges auf die Beine gestellt hat. Für einen nebenberuflichen Einstieg würde

ich aber zu einem V-Server tendieren .... diese 30€ im Monat sollten drin sein.

 

Als Anbieter in diesem Bereich habe ich bisher Alfahosting und Rasterpunkt getestet und bin bei letzterem hängen

geblieben. Hier habe ich pers. Support und bekommen sofort eine Mail/SMS/... falls mein NinjaTrader nicht mehr läuft.

 

Beste Grüße

Darth

Geschrieben

ich glaube den wahren Wert von Redundanz kennen nur Menschen, die schonmal einen Totalverlust erlebt haben - ich kann beide Seiten verstehen. In einem Computersystem können eine ganze Reihe von Systemen versagen. IDE-Harddisks sind z.B. von den Herstellern nur für max. 3 Jahre spezifiziert. Ab da steigt die Head-Crash Wahrscheinlichkeit dementsprechend. Auch mechanische Teile, wie Kugellager in den Platten, Leseköpfe etc. sind einfach nur für eine bestimmte Nutzungsdauer ausgelegt und werden zwangsläufig irgendwann auffallen.

 

Summiert man diese Summe der Ausfallwahrscheinlichkeiten ist ein Ausfall des Systems an irgendeiner Ecke gar nicht so besonders unwahrscheinlich. Was man auch nicht so vernachlässigen sollte sind sonstige Gefahren z.B. durch Zimmerbrand/Hausbrand, Evakuierung durch Fliegerbomben aus dem 2. Weltkrieg, einstürzende Häuser über Kölner U-Bahnen etc. etc. etc. Klar - unwahrscheinlich - kann aber im Extremfall einen komplett ruinieren. - das sollte man immer bedenken.

 

ich persönlich trade automatisiert mit 2 laptops (ohne USV) zwei unabhängigen Internetleitungen + ein Fallback-Server in einem Serverzentrum.

  • 2 Monate später...
Geschrieben

Ich habe mir auch mal Gedanken gemacht, wie ich mein System betreiben werde. Danke für die Infos ...

 

Diskretionär:

 

Kleiner Rootserver oder starken V-Server suchen bzw. vorher testen.

Software installieren auf Server ...

System sicher machen, so gut wie geht (Dienste usw. ausschalten ...)

 

TradingPC für Charting mit 2 oder 3 Monitoren

OrderPC (Netbook/Laptop) mit Debian oder anderes Derivate und dann über apt - RDESKTOP installieren. Mit

IPTABLES alles ausser RDESKTOP und erforderliche Protokolle sperren. Interaktion (SL und TP) werden jetzt

serverseitig gehändelt mit RDesktop und dem V-/Rootserver.

 

Automatisch:

 

Rootserver keine Frage ...

 

Wer schon mal ein paar Steine verloren hat, weil Internet oder Strom ausfiel und die Order nicht griff, überlegt

nicht mehr so lange nach ...

Geschrieben

Andere Alternative kurz dargestellt (weiß aber nicht ob ich mit VB, Delphi oder einem ShellScript einen USB Surf Stick aktivieren kann).

 

UVS + Lap-/Netbook + Lan + Stick

 

Ein Script überprüft im Hintergrund ob eine Internetverbindung besteht (ping to google).

Kein ping, dann startet das Script den Surfstick und Verbindung ist da.

Hat die Anwendung einen ping mit Lan, dann kill den Stick ...

usw.

Geschrieben

Andere Alternative kurz dargestellt (weiß aber nicht ob ich mit VB, Delphi oder einem ShellScript einen USB Surf Stick aktivieren kann).

UVS + Lap-/Netbook + Lan + Stick

Ja, sowas lässt sich programmieren. (Ausfall-)Sicherheit bekommst du aber nur durch Redundanz. In diesem Fall wäre der Laptop nur einmal vorhanden und der kann ausfallen. Oder es ist draußen Unwetter: kein Internet über Festnetz (DSL) oder UMTS mehr möglich. Habe ich schon erlebt, allerdings nicht während ich getradet habe. Mir ist es allerdings schon passiert, dass ich eine Order gesetzt habe und dann am Laptop der Bildschirm ausgefallen ist. Ärgerlich, so ohne Stopp! Habe ich dann telefonisch geschlossen (über meine Partnerin).

Diese fehlende Redundanz hast du auch bei einem VServer (o.ä.), wenn du diskretionär handelst. Mag zwar sein, dass das Rechenzentrum stabil läuft, was ist aber mit deiner Verbindung dorthin und mit deinem Equipment vor deiner Nase?

 

Wenn jemand einfach nur ein wenig zocken möchte oder sein Wochenendgeld investiert, sind diese Gedankengänge vollkommen irrelevant. Wer ein ausgeklügeltes (automatisiertes) Handelssystem hat, wird um ein Rechenzentrum nicht herum kommen. Theoretisch bräuchte man zwei Rechenzentren und zwei Broker. Der Aufwand steigt wohl mit dem Tradingkapital. Bei beidem ist viel Luft nach oben.

Geschrieben

Ich geb jetzt auch noch meinen Senf dazu, weil mich die Thematik sehr interessiert...

 

Ich würde meinen Rechner/meine sensiblen Programme u.ä. auf jeden Fall in einem RZ hosten lassen, wenn ich:

1. durch einen Ausfall bei mir zu Hause mehr Geld verlieren könnte, als das RZ im Monat inkl. allem kostet oder

2. ich nicht zu gerne das ganze selbst in die Hand nehmen wollen würde. Denn ich beschäftige mich sehr gerne mit dem Kram und hab auch rein garnichts dagegen, für einen eigenen quasiServerraum ne Stange Geld hinzulegen. Natürlich bringe ich es nicht so hin, wie ein profi-Rechenzentrum, planen tu ich das aber schon ne ganze Zeit lang.

 

Ich stell mir das im Großen und Ganzen so in etwa vor:

- Technikraum: klimatisiert und luftentfeuchtet, durch Überdruck Staubfrei gehalten, Trockenfeuerlöscher

- Dreifach redundante Stromversorgung: Netz - USV - Generator

- Dreifach redundante Internetverbindung: T-DSL (evtl. Standleitung), Kabel und UMTS-Backbone ( z.B. LanCom Router 3850 )

 

Vernünftiger Weiße muß ich sagen, daß das alles völlig überdimensioniert ist, was ich mir so vorstelle, aber mir macht das Spass. Allerdings wird's noch ne Weile dauern, bis ich das Projekt bezahlen kann.

Geschrieben

Wow - da hast du dir ja echt was vorgenommen....

Bei meinen Posigrößen würde das sich niemals rentieren. Aber die Idee mit dem UMTS-Backbone gefällt mir!

Aber das alles schützt nicht vor der Situation dass die Handelsplattform ausfällt (durch defekte Hardware oder durch Softwareprobleme). Da ist m.E. der Knackpunkt für automatische Systeme.

 

Für Normalsterbliche ist es wohl am Besten, immer mit TP und SL zu arbeiten, der zum Broker übermittelt wird. Der SL dann als Fake-SL (also weit weg vom geplanten SL, aber nicht so weit dass es einen ruinieren kann - so dass ein Ausfall des Systems im schlimmsten Fall Geld kostet, aber nicht so viel).

Geschrieben

@GoSPvC

 

Nett, aber wohl leicht überdimensioniert. Die Vorstellungen die Du aufführst sind für den Betrieb einen automatischen Handelssystems absolut überdimensioniert. Die genannten Eigenschaften genügen wesentlich anspruchsvolleren Normen des Multi-User-Betriebs. Unser Serverraum leistet das in etwas und hat ca. 100K gekostet, die monatlichen Betriebskosten liegen bei ca. 700 Euro.

Nach nun fast10 Jahren Betrieb steht dennoch die Hälfte unserer Server wieder in Rechenzentren - das ist günstiger und weniger aufwendig. Aber wenn man solch ein Hobby hat und mit seinen Systemen ordentlich Geld verdient ist das schon fein.

Geschrieben

Wow - da hast du dir ja echt was vorgenommen....

Bei meinen Posigrößen würde das sich niemals rentieren. Aber die Idee mit dem UMTS-Backbone gefällt mir!

Aber das alles schützt nicht vor der Situation dass die Handelsplattform ausfällt (durch defekte Hardware oder durch Softwareprobleme). Da ist m.E. der Knackpunkt für automatische Systeme.

 

Ja, das stimmt wohl. Automatische Systeme sollten in der Hinsicht, daß mit unter niemand vor dem Bildschirm sitzt und eingreifen könnte, ins Rechenzentrum gelegt werden.

Bei semi-Automatik (ich hab das System trocken laufen, drücke aber selbst auf den Knopf) bin ich aber anwesend und könnte eingreifen.

 

Die Problematik mit den Hard-/Softwareausfällen ließe sich duch einen weiteren Rechner zumindest eindämmen, denn selbst wenn er immer mitlaufen würde müsste man zumindest die Software noch starten (z.B. TS5 läßt keine Doppelanmeldungen zu) und hätte ein kleines Lag.

 

Ein weiteres Problem ist: Nicht die Verbindung ist das Problem, sondern die Gegenstelle. Für den Fall müßte man auch noch einen zweiten Broker verbunden haben, mit dem man im Falle des Falles die Position (bis zum evtl. beim anderen Broker eingegebenen SL oder TP) hedgen kann.

 

... ich bin ebenso noch mit zu kleinen Positionen im Markt, als das sich das ganze finanziell rechnen würde; aber ein paar Dinge sollte man eben schon tun.

 

z.B.: letztes Mal ist bei uns im Haus der Strom ausgefallen, weil die Sicherung geflogen ist. Daraufhin hab ich mir die Hilti genommen und ein Loch in die Wand gemacht, um sämtliche Rechner, Monitore, Router usw. an eine eigene Sicherung zu hängen.

 

Nett, aber wohl leicht überdimensioniert. Die Vorstellungen die Du aufführst sind für den Betrieb einen automatischen Handelssystems absolut überdimensioniert. Die genannten Eigenschaften genügen wesentlich anspruchsvolleren Normen des Multi-User-Betriebs. Unser Serverraum leistet das in etwas und hat ca. 100K gekostet, die monatlichen Betriebskosten liegen bei ca. 700 Euro.

Nach nun fast10 Jahren Betrieb steht dennoch die Hälfte unserer Server wieder in Rechenzentren - das ist günstiger und weniger aufwendig. Aber wenn man solch ein Hobby hat und mit seinen Systemen ordentlich Geld verdient ist das schon fein.

 

Damit ich mir was vorstellen kann, wie groß und mit was gefüllt ist den der Raum? Denn 100k ist schon wirklich viel Geld.

Ich hab mir das eher in der Dimension: Raum-im-Raum mit Platz für ein 19"-Rack, Klima und USV gedacht. (Übrigens findet man im Internet sogar Lösungen mit zwei USVs, um den Ausfall einer der beiden verhindern zu können :-) )

 

...

 

Pfff... zusammenfassend muß ich sagen: Da ich's mir eh noch eine ganze Weile nicht leisten können werde, tu ich eben sonst alles, was möglich ist, um Tradingstörungen zu vermeiden.

Die Freude an der Vorstellung das alles mal umgesetzt zu haben bleibt mir aber sicherlich.

Geschrieben

- Technikraum: klimatisiert und luftentfeuchtet, durch Überdruck Staubfrei gehalten, Trockenfeuerlöscher

- Dreifach redundante Stromversorgung: Netz - USV - Generator

- Dreifach redundante Internetverbindung: T-DSL (evtl. Standleitung), Kabel und UMTS-Backbone ( z.B. LanCom Router 3850 )

Wenn du so anfängst, dann brauchst du aber auch einen zweiten Raum, der weit entfernt sofort die Aufgaben übernehmen könnte. Sowas kann passieren:

  • mehrere Tage Stromausfall (geschehen bei Schnee im Münsterland)
  • Hochwasser
  • Brand im Serverraum (wird zwar gelöscht, aber erstmal steht alles)
    ...

Aber mal ehrlich: da zahle ich lieber monatlich an zwei professionelle Rechenzentren einen Betrag x und weiß, dass sich rund um die Uhr jemand um die Systeme kümmert. Wenn du bei dir im Haus einen Serverraum aufstellst, der 100k kostete, weil du mit deinen Handelssystemen diese Summe bewegst/verlieren könntest, dann würde ich mir auch um deine eigene Sicherheit Gedanken machen und Zutrittskontrollen einrichten samt Kameraüberwachung.

 

So weit bin ich noch nicht :mocking:

Dein Kommentar

Du kannst jetzt schreiben und Dich später registrieren. Wenn Du ein Konto hast, melde Dich jetzt an, um unter Deinem Benutzernamen zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

Account

Navigation

Suche

Suche

Configure browser push notifications

Chrome (Android)
  1. Tap the lock icon next to the address bar.
  2. Tap Permissions → Notifications.
  3. Adjust your preference.
Chrome (Desktop)
  1. Click the padlock icon in the address bar.
  2. Select Site settings.
  3. Find Notifications and adjust your preference.