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Aktuelle Warnung

Geschrieben

----------------------------------------------------------------------------

SCHULDENGRENZE USA

----------------------------------------------------------------------------

 

Sehr geehrte Traderin,

sehr geehrter Trader,

 

wie Sie sicherlich der laufenden Berichterstattung entnommen haben, muss

die USA bis zum 02.August ihre aktuelle Schuldengrenze erhöhen, ansonsten

droht ein Zahlungsausfall mit unabsehbaren Folgen für die Finanzmärkte

und Realwirtschaft. Wir möchten Sie daher an dieser Stelle darauf

hinweisen, dass wir, natürlich je nach Verlauf der kommenden Tage,

insbesondere am kommenden Sonntag zur Handelseröffnung (23 Uhr Forex, 24

Uhr Indizes) durchaus mit großen Gaps rechnen, sollte es am Wochenende zu

(k)einer Lösung kommen. Insbesondere wenn es zu keiner Lösung kommt, was

sich wohl niemand wirklich vorstellen mag. Durch den Handelsstart vor der

Eröffnung der großen asiatischen Märkte, bzw. Europa könnte es zu

diesen angesprochenen möglichen Gaps, aber auch vorübergehend zu

zeitverzögerten Ausführungen einzelner Orders angesichts der dann

temporär illiquideren Märkten kommen. Wir möchten Sie daher mit dieser

E-Mail sensibilisieren, falls es zu der beschriebenen Konstellation kommt,

sich frühzeitig auf diese extrem ungewöhnliche aber unseres Erachtens

durchaus realistischen Situation einzustellen.

 

 

Aus dem Börsenbrief FXFlat an mich , angekommen gestern 17:45 . Ich nehme das ernst, auch wenn ich mir diesen Supergau garnicht vorstellen mag .

 

 

KB

Featured Replies

Geschrieben

bin immer wieder überrascht, wieviele dumme Leute es in hohe politische Ämter schaffen.

 

Bei uns mag das immer noch gehen, weil die Ansichten nicht extrem weit auseinander liegen und es mehrere Parteien gibt die sich mehr oder weniger gegenseitig kontrollieren.

 

Aber was sich bei den Amerikanern abspielt, ist unglaublich. Mittlerweile hat Apple mehr Liquidität als die US-Regierung und da kommen solch ausgesprochen -und man muß das so deutlich sagen- dummdämliche Republikaner an, die mal wieder nur Steuern senken und bei den Socialprogrammen sparen wollen.

 

Erst richten sie mit ihren Hardcoremeinungen das Finanzdesaster vor 3 Jahren an, jetzt ist es ihnen nicht genug und wollen das ganze noch verschärfen. Am besten gar kein Staat, Großkonzerne weiter entlasten:

Bestes Beispiel: General Electric. Der Industrie-Gigant mit Sitz in New York hat im vergangenen Jahr einen Reingewinn von 14,2 Milliarden Dollar eingefahren. Die Steuerlast für 2010: Null. GE hat keinen Cent abgeführt, im Gegenteil: für Forschung und Entwicklung, etwa mit Windturbinen, hat man eine Steuergutschrift von 3,2 Milliarden Dollar erhalten. Damit komme GE auf einen wahren Steuersatz von minus 22 Prozent.
.

 

Und das Schlimme ist - viele Amerikaner rennen in großer Zahl solchen Idioten hinterher, können aber ihre Krankenversicherung schon nicht mehr bezahlen und wenn mal einer kommt wie Obama und das ändern möchte, ist es sofort ein Kommunist der das Land niedermachen will.

Geschrieben

bin immer wieder überrascht, wieviele dumme Leute es in hohe politische Ämter schaffen.

 

Bei uns mag das immer noch gehen......

Klingt ziemlich hart, aber ist leider soo wahr... :yep:

Geschrieben
Mittlerweile hat Apple mehr Liquidität als die US-Regierung und da kommen solch ausgesprochen -und man muß das so deutlich sagen- dummdämliche Republikaner an, die mal wieder nur Steuern senken und bei den Socialprogrammen sparen wollen.

Dummdämlich oder interessengeleitet? Ich würde es mal so sagen: was Rußland als Plutokratie des Ostens ist, sind die USA als Plutokratie des Westens. Längst haben sich die Plutokraten ihren entsprechenden Einfluß in der Politik gesichert und sorgen mit Erfolg dafür, daß ihre Pfründe unangetastet bleiben, koste es, was es wolle.

 

Interessant dazu auch ein Beitrag über die Tea Party vom Schweizer Fernsehen, vor wenigen Tagen auf Phoenix ausgestrahlt:

 

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=cef91b26-5055-4a69-aaae-2767c4d30d34

 

 

Mehr dazu:

 

Koch Brothers: The billionaire brothers who are waging a war against Obama

 

The Billionaires Bankrolling the Tea Party

Geschrieben

Erst richten sie mit ihren Hardcoremeinungen das Finanzdesaster vor 3 Jahren an, ..

 

Ich finde den Gedanken die Neuverschuldung mal zu stoppen gar nicht so unvernünftig. Sicherlich ist das gerade nicht der beste Weg. Aber egal wie man eine Neuverschuldung stoppen möchte, Krach gäbe es immer.

Geschrieben
Ich finde den Gedanken die Neuverschuldung mal zu stoppen gar nicht so unvernünftig.

 

jep, Problem ist nur - man kann eine Verschuldungsbremse (wie aktuell glaub gestern von den Reps vorgeschlagen wurde) zwar machen aber man muß ja auch erstmal wirksame Möglichkeiten finden die Verschuldung überhaupt zu senken. Die Bremse kann man dann immer noch einbauen, ähnlich wie bei uns.

 

Unter Republikaner Bush wurden Hunderte Milliarden $ Steuern gesenkt - die fehlen jetzt. Auch wenn die Demokraten manches mitgetragen haben, wurden die Vorschläge eben von der Regierung eingereicht.

 

Das große Problem ist nur - schon damals hat es nicht funktioniert, und jetzt fordert man es wieder. Wenn man allein wie im laufenden "Geschäftsjahr" 2011 weit über eine Billion $ an Schulden aufnehmen muß, kann man dies einfach nicht nur mit Sparen beseitigen. Da muß man an entsprechender Stelle auch mal dort zuschlagen, wo es Geld zu holen gibt.

Geschrieben
aber man muß ja auch erstmal wirksame Möglichkeiten finden die Verschuldung überhaupt zu senken.

Sorry wenn ich wiedermal damit anfange, aber wie soll die Verschuldung (global gesehen) gesenkt werden? Abgesehen davon das die bereits aufgehäuften Zinszahlungen jedes "wir sparen ein bissl mehr, dann geht das schon" sowieso ad absurdum führen. "Verschuldung senken" im einen Land bedeutet doch nur die Schulden direkt oder indirekt auf ein anderes Land umzuschichten.

 

Im aktuellen Finanzsystem gehts nunmal nicht anders, irgendwann kommt der Bankrott. Und da helfen weder schöne Reden von Politikern noch Panikmache. mMn sorgt das Hinauszögern wie wir es derzeit machen, nur dafür das der Ottonormalverbraucher länger stärkere Belastung auf der Brieftasche hat. Weil wir zahlen jetzt mehr Steuern für weniger Leistung nur um dann eben in 5 Jahren den Crash zu haben...

 

just my 2 cent

Geschrieben

Vlt. gibt es unter den Entscheidungsträgern einfach zu viele, deren Wahrnehmung für uns einfach nicht nachzuvollziehen ist.

In etwa so ähnlich wie in der 'TomNext Musik - Ecke' unter Post 229 besungen. :mocking_mini:

Geschrieben

Ich finde den Gedanken die Neuverschuldung mal zu stoppen gar nicht so unvernünftig. Sicherlich ist das gerade nicht der beste Weg. Aber egal wie man eine Neuverschuldung stoppen möchte, Krach gäbe es immer.

Der Gedanke als solcher ist nicht nur nicht unvernünftig, er ist sogar dringend geboten, und man sehe und staune, sogar in den USA ist diese Botschaft angekommen, wo doch über Jahrzehnte hinweg nicht nur vom Staat, sondern auch von den privaten Haushalten mit am sorglosesten Schulden auf Teufel komm raus gemacht wurden. Nur ist eben die entscheidende Frage, wie die Schulden zurückgeführt werden sollen, und da bergen jegliche Art von radikalen Konzepten unabsehbare Risiken, auch wenn sie sich griffig anhören und bei der jeweils nicht betroffenen Bevölkerungsgruppe auf große Beliebtheit stoßen:

 


     
  • Will man kräftig an der Steuerschraube drehen wie z.B. die Linken, würgt man Konjunktur, Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft ab und befördert Ausweichreaktionen wie die Kapitalflucht ins Ausland
     
  • Will man alles nur über Ausgabenkürzungen erreichen insbesondere im Sozialbereich wie die Tea Party, gefährdet man den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Stabilität und befördert Unruhen und Kriminalität, bis hin zu Revolten und Bürgerkrieg (kleiner Vorgeschmack siehe Griechenland die letzten Monate)
     
  • Will man einen radikalen Schuldenschnitt vornehmen, wie es manche Ökonomen fordern, riskiert man eine Pleitewelle im Bankensektor und einen Dominoeffekt, wie wir ihn zur Finanzkrise vor zwei bis drei Jahren beobachten konnten mit der Gefahr des Zusammenbruchs des gesamten Finanzsystems und anschließend der Weltkonjunktur.

 

Vor diesem Hintergrund fand ich die Lösung der Europäer, die diese am Ende für Griechenland gefunden hatten, gar nicht so schlecht. Ein Mix aus allem, jeder wird zur Kasse gebeten, aber niemand wird überfordert, alles wird über einen langen Zeitraum gestreckt und man versucht, sich so langfristig aus dem Schlamassel irgendwie rauszuwurschteln. Ich hatte gehofft, daß durch die Lösung der Griechenlandfrage durch die EU die Amerikaner sich eventuell beflügelt sehen könnten, es auf ähnliche Weise zu versuchen, aber das klappt wohl nicht so recht. Noch nicht.

Geschrieben

Vor diesem Hintergrund fand ich die Lösung der Europäer, die diese am Ende für Griechenland gefunden hatten, gar nicht so schlecht.

 

:ot: Ist die Griechenlandfrage schon gelöst? Ich hab nur mitgekriegt das wieder ein paar Milliarden mehr zur Verfügung gestellt werden, aber kein Wort das es auf Dauer reicht oder so... Hab ich irgendwas nicht mitgekriegt?

Geschrieben

Die Griechenland-Causa ist sicher nicht wirklich gelöst, auch die anderen PIIGS Staaten wackeln noch gehörig, und egal mit wie viel Geld man den eigenartigen Rettungsschirm bestücken wird, es wird im Worst Case nicht reichen.

 

Grundsätzlich ist natürlich das aktuelle Geldsystem mit Zins und Zinseszins als Verursacher zu benennen, allerdings sollte man beim Verteufeln des Kapitals nicht vergessen, dass es die Politik ist, die seit Jahrzehnten die Staaten verschuldet hat. Eine der Ursachen ist sicher das System der Parteiendemokratie, jede Partei versucht mit entsprechenden Massnahmen die Sympathie der WählerInnen zu erlangen, ihr eigenes Klientel zu bedienen, dafür werden aber Schuldenberge angehäuft. Die oft angeführte Begründung, nämlich damit das Wirtschaftswachstum anzukurbeln gleicht zumindest gelegentlich einer Loch auf - Loch zu Strategie, man kurbelt die Wirtschaft zwar an, allerdings u.a. auch um das BIP zu steigern, mit einem höheren BIP schaut der Schuldenstand dann wieder niedriger aus.

 

Das grösste Problem ist aber, dass nicht nur in Zeiten der Rezession bzw. Depression Schulden gemacht werden, sondern mit der grössten Selbstverständlichkeit selbst in Zeiten der Hochkonjunktur Jahr für Jahr ein Budgetdefizit erwirtschaftet wird. Das macht es aber unmöglich den Schuldenstand stabil zu halten, von abbauen rede ich da noch gar nicht.

 

Für die Zukunft wird man viele Dinge infrage stellen müssen, die liberale aber doch soziale Marktwirtschaft wird ein Ende finden, in welche Richtung auch immer.

Geschrieben

Ein Mix aus allem, jeder wird zur Kasse gebeten, aber niemand wird überfordert, alles wird über einen langen Zeitraum gestreckt und man versucht, sich so langfristig aus dem Schlamassel irgendwie rauszuwurschteln.

 

Wenn Politiker das Word "langfristig" in den Mund nehmen muss ich immer lachen. :mosking:

Soll sich doch irgendwann jemand anders um den Dreck kümmern, Hauptsache wir habens vom Tisch ..

Geschrieben
Soll sich doch irgendwann jemand anders um den Dreck kümmern, Hauptsache wir habens vom Tisch ..

Genau das ist das Problem wenn Politiker Probleme lösen müssen. Da gehts mehr um Eigendarstellung als um nachhaltige Politik...

Geschrieben
  • Autor

Annäherung , keine Entwarnung :

 

The White House and congressional Republicans have sketched out the contours of an agreement to increase the nation’s $14.3 trillion debt ceiling that would raise borrowing authority through the next presidential election, a person familiar with the talks said late last night.

 

von Bloomberg heute morgen : http://www.bloomberg.com/news/2011-07-31/white-house-republicans-said-to-reach-tentative-deal-on-u-s-debt-ceiling.html

 

KB

Geschrieben
  • Autor

Tut mir leid, dass ich schon wieder mit einer Warnung komme und dieses mal auch zu spät . Aber das war wohl auch gewollt, wenn man damit nach Börsenschluss kommt .

 

 

 

http://www.dw-world....5299490,00.html

 

 

Bonität der USA nicht mehr erstklassig

 

 

Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten herabgestuft. Es ist das erste Mal seit 1941, dass die USA von S&P nicht mehr mit der Bestnote "AAA" bewertet werden.

 

Keine Ahnung, was da auf uns zukommt nun . Nix Gutes, wohl .

 

Grummelnd : "Aber Italien beginnt ja jetzt zu sparen ..."...Sack Reis in China im Vgl zu dem was nun kommen wird, meine Meinung .

 

Generell aber ja auch keinerlei Überraschung, wenn man sich überlegt, wie gewirtschaftet wird , dass die verdammten Notenpressen weltweit garnicht schnell genug drucken können,damit wir immer weiter für immer wertloser werdendes Geld Güter beschaffen , die wir uns nicht ..... usw usf

 

KB

 

 

PS.: Und auch ich bin nicht flat, sondern Long unterwegs in SLV und einem (kleinen) StopBuy bei AUDUSD

 

 

EDIT : Bloomberg => http://www.bloomberg...ion-accord.html

Das muss so gegen 21:00 Uhr NYSE Ortszeit veröffentlicht worden sein .

Geschrieben

Die Herabstufung war absehbar. Deshalb glaube ich nicht, das es DESHALB nächste Woche nochmal richtig crasht.

 

Interessant wird es zu beobachten, wie die Chinesen in den nächsten Monaten reagieren. Die MÜSSEN ja langsam Anleihen verkaufen / "umtauschen" in was anderes.

 

Für längerfristig orientierte (mehrere Jahre) dürften Bluechips, speziell Nahrung und Versorger sehr interessant werden.....

Geschrieben
  • Autor

WHS hat mir heute nachmittag geschrieben :

 

DE – Achtung

 

Obwohl es scheint, dass die Mehrheit der Finanzanalysten eine Abstufung der USA von AAA auf AA+ erwartet hat, ist es nicht unwahrscheinlich, dass die verschiedenen Börsen mit hoher Volatilität reagieren, wenn sie heute Nacht oder Montag früh eröffnen. Die Einschätzung der Analysten scheint jedoch zu sein, dass außer diesen ersten Reaktionen die Auswirkungen begrenzt sein werden.

 

Die meiste Volatilität wird im US Dollar (unter Druck), den Börsenindizes (unter Druck), im Gold (stärker), den Industrierohstoffen (unter Druck) und den Rentenpapieren (variabel) erwartet. Beachten Sie bitte, dass sich Preise unter solchen Umständen nicht unbedingt linear entwickeln, sondern von einem Preisniveau auf ein anderes springen können. Ein Slippage bei Markt- und Stoporders muss deshalb als wahrscheinlich betrachtet werden.

 

Wir raten unseren Kunden, ihre offenen Positionen im Auge zu behalten. Kunden, die keine offenen Positionen haben, sollten die Situation bis nach der Eröffnung der Börsen beobachten und bis Klarheit besteht, wie sich die Lage entwickelt.

 

 

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