Grob umrissen beruht die Technische Analyse darauf, aus dem Chartmuster die Stellungen (long/short/flat) anderer Trader abzuleiten, um daraus vorteilhafte eigene Handelsansätze zu generieren.
Mir stellt sich nun die Frage: wieso lässt sich die Technische Analyse auf Indizes übertragen? Die Theorie "wie ist wer gerade investiert" bei der Behandlung von Aktien kann ich vollständig nachvollziehen. Wie lassen sich denn diese Theorien auf Indizes anwenden? Ein Index bildet den zugrundliegenden Markt ab, in den verschieden gewichtete Teilkomponenten eingehen. Zum Beispiel der DAX. War es nicht so, dass eine tollwütige VW-Aktie im Jahre 2008 den DAX lange Zeit weiter oben hielt, und damit den breiten Markt nicht mehr repräsentierte? War es nicht so, dass ETF-Anbieter aufgrund der Kursschwankungen in 2008 nicht mehr die Aktien des DAX laut ihrer Gewichtung nachkauften, sondern anders mischten, um auf den gleichen Punktwert zu kommen? Ein weiteres Stichwort ist z.B. "Sektorrotation".
Natürlich gibt es den FDAX. Aber eigentlich ist der Ursprungs-Index mit seiner Zusammensetzung die treibende Kraft (sollte zumindest so sein). Im Zusammenhang mit der TA stellt sich für mich das Gap-Trading auf Indizes als nahezu absurd da. Das Gaptrading beruht darauf, dass durch ein Gap die Orderbücher im Gap leergefegt sind und sich dadurch schnell wieder die Lücke schließen sollte. Wer sagt denn, dass in einem Index die Orderbücher wieder genau im festgelegten Einzelwerte-Verhältnis aufgefüllt werden? Ist es nicht sogar häufig so, dass Investoren nach einem Ausstoppen lieber auf andere Werte setzen, als wieder im alten einzusteigen?
Und in Forexmärkten sind die Zusammenhänge sowieso sehr verstrickt. Denn hier werden Währungen immer gegeneinander gehalten, sodass eine klassische Einteilung in long/short/flat für eine Währung (alleine gesehen) nahezu unmöglich ist und stattdessen ein Währungskorb betrachtet werden müsste. Zum Beispiel der Dollar-Index, in dem gewichtete Währungen gegen den Dollar liegen. Und wieder ein Index...
Zeit für die Alt-F4 Taste ist immer dann, wenn Musterdepots mit Hilfe technischer Analyse prognostiziert werden. Das machen die Jungs von Godmode-Trader gerne. Mir erschließt sich darin der Sinn nicht.
Grob umrissen beruht die Technische Analyse darauf, aus dem Chartmuster die Stellungen (long/short/flat) anderer Trader abzuleiten, um daraus vorteilhafte eigene Handelsansätze zu generieren.
Mir stellt sich nun die Frage: wieso lässt sich die Technische Analyse auf Indizes übertragen? Die Theorie "wie ist wer gerade investiert" bei der Behandlung von Aktien kann ich vollständig nachvollziehen. Wie lassen sich denn diese Theorien auf Indizes anwenden? Ein Index bildet den zugrundliegenden Markt ab, in den verschieden gewichtete Teilkomponenten eingehen. Zum Beispiel der DAX. War es nicht so, dass eine tollwütige VW-Aktie im Jahre 2008 den DAX lange Zeit weiter oben hielt, und damit den breiten Markt nicht mehr repräsentierte? War es nicht so, dass ETF-Anbieter aufgrund der Kursschwankungen in 2008 nicht mehr die Aktien des DAX laut ihrer Gewichtung nachkauften, sondern anders mischten, um auf den gleichen Punktwert zu kommen? Ein weiteres Stichwort ist z.B. "Sektorrotation".
Natürlich gibt es den FDAX. Aber eigentlich ist der Ursprungs-Index mit seiner Zusammensetzung die treibende Kraft (sollte zumindest so sein). Im Zusammenhang mit der TA stellt sich für mich das Gap-Trading auf Indizes als nahezu absurd da. Das Gaptrading beruht darauf, dass durch ein Gap die Orderbücher im Gap leergefegt sind und sich dadurch schnell wieder die Lücke schließen sollte. Wer sagt denn, dass in einem Index die Orderbücher wieder genau im festgelegten Einzelwerte-Verhältnis aufgefüllt werden? Ist es nicht sogar häufig so, dass Investoren nach einem Ausstoppen lieber auf andere Werte setzen, als wieder im alten einzusteigen?
Und in Forexmärkten sind die Zusammenhänge sowieso sehr verstrickt. Denn hier werden Währungen immer gegeneinander gehalten, sodass eine klassische Einteilung in long/short/flat für eine Währung (alleine gesehen) nahezu unmöglich ist und stattdessen ein Währungskorb betrachtet werden müsste. Zum Beispiel der Dollar-Index, in dem gewichtete Währungen gegen den Dollar liegen. Und wieder ein Index...
Zeit für die Alt-F4 Taste ist immer dann, wenn Musterdepots mit Hilfe technischer Analyse prognostiziert werden. Das machen die Jungs von Godmode-Trader gerne. Mir erschließt sich darin der Sinn nicht.
Wie ist eure Meinung? Sehe ich das zu eng?