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DGB attakiert 'Börse im Ersten'

Geschrieben

( Link, btw. wenn ich den Link unten zufüge, funktioniert 'more' nicht mehr und wird durch den Link ersetzt.)

 

Ohne Worte:

Zu viel Shareholder, zu wenig Verbraucherschutz. Der Deutsche Gewerkschaftsbund kritisiert ARD-Börsenberichte.

Börsensendungen berichten von steigenden und fallenden Kursen, vom Auf und Ab des deutschen Leitindex Dax und von der Entwicklung von Unternehmen an den Märkten der Welt. Ihre Moderatoren, wie in der ARD Anja Kohl, genießen fast den Nimbus eines „Tagesschau“-Sprechers. Nun hat sich dagegen der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) via „Spiegel“ zu Wort gemeldet. Die Börsensendungen im Ersten Programm seien eine „besondere Problemzone“, klagt der DGB-Bezirksvorsitzende Nord, Uwe Polkaehn, in einem Brief an den ARD-Vorsitzenden Lutz Marmor.

Sie seien „fixiert auf Kapitalinteressen“ und transportierten eine Sicht auf Wirtschaft und Politik, „die sich zu viel am ,Shareholder‘ orientiert und zu wenig an dem Gebot des Grundgesetzes: Eigentum verpflichtet“.

Börsenberichte bewegten sich gelegentlich sogar „am Rande zur Schleichwerbung für Analysten und Spekulanten“, so Polkaehn weiter. Mit dem Leben der Menschen habe das „kaum noch etwas zu tun“. Polkaehn schlägt vor: Die „reinen Börsenberichte zur Primetime sollten auf ein Drittel gestutzt“ werden. Nötig sei ein Format, „das Arbeitnehmerinteressen und den Verbraucherschutz ins Zentrum“ rückt. „Die Zielgruppe eines solchen Formats ist nach meiner Einschätzung um ein Vielfaches größer,“ zitiert der „Spiegel“ aus dem Brief an den ARD-Vorsitzenden Lutz Marmor. Die ARD weist die DGB-Kritik zurück. Die Finanzberichterstattung ist die primäre Aufgabe der ARD-Börsenredaktion. Verbraucherthemen werden zu einem großen Teil über Magazinsendungen wie „Plusminus“ oder „Mex“ abgedeckt, sagt ein Sprecher des Hessischen Rundfunks. „Im Übrigen haben gerade in den vergangenen Monaten die Thematik von Tarifabschlüssen zur Steigerung des privaten Konsums und die Rolle der Arbeitnehmervertreter bei Unternehmen breiten Raum in der Berichterstattung der Börsensendungen eingenommen.“

Featured Replies

Geschrieben

Gewerkschaftler finden an ihren Fernsehern offensichtlich nicht den Programmumschaltknopf.

 

Ich vermute, das als nächstes wohl der Wetterbericht dran ist.

Weil wen interessiert von den Gewerkschaftlern zur Primetime schon das lokale Wetter in Deutschland oder in Europa ? shades.gif
Diese Wetterberichte könnten auch auf ein Drittel gestutzt werden, stattdessen könnte man dann über das Wetter im Kreml oder auf Kuba berichten ! mocking.gif

Es erinnert mich irgendwie an einen alten Film von "Don Cammillo und Peppone" und dem ewigen Streit zwischen "klerikalen Elementen", Kapitalisten und Kommunisten.

Geschrieben
  • Autor

Es erinnert mich irgendwie an einen alten Film von "Don Cammillo und Peppone" und dem ewigen Streit zwischen "klerikalen Elementen", Kapitalisten und Kommunisten.

 

Ja, den Streifen kenn ich auch noch. grin.gif

 

Ich hoffe, der DGB fordert nicht irgendwann noch ein "Zensierrecht zum geistigen Wohle, für mehr Muse- und Regenerationsspielraum

der werktätigen Genossen."

 

Alternativ könnte man auch Montag bis Freitag, zwischen 19:55 -19:58 eine antiimperialistische und antispekulative Sendemauer errichten.

 

 

Geschrieben

( Link, btw. wenn ich den Link unten zufüge, funktioniert 'more' nicht mehr und wird durch den Link ersetzt.)

 

Ohne Worte:

 

Zu viel Shareholder, zu wenig Verbraucherschutz. Der Deutsche Gewerkschaftsbund kritisiert ARD-Börsenberichte.

 

Börsensendungen berichten von steigenden und fallenden Kursen, vom Auf und Ab des deutschen Leitindex Dax und von der Entwicklung von Unternehmen an den Märkten der Welt. Ihre Moderatoren, wie in der ARD Anja Kohl, genießen fast den Nimbus eines „Tagesschau“-Sprechers. Nun hat sich dagegen der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) via „Spiegel“ zu Wort gemeldet. Die Börsensendungen im Ersten Programm seien eine „besondere Problemzone“, klagt der DGB-Bezirksvorsitzende Nord, Uwe Polkaehn, in einem Brief an den ARD-Vorsitzenden Lutz Marmor.

 

Sie seien „fixiert auf Kapitalinteressen“ und transportierten eine Sicht auf Wirtschaft und Politik, „die sich zu viel am ,Shareholder‘ orientiert und zu wenig an dem Gebot des Grundgesetzes: Eigentum verpflichtet“.

 

Börsenberichte bewegten sich gelegentlich sogar „am Rande zur Schleichwerbung für Analysten und Spekulanten“, so Polkaehn weiter. Mit dem Leben der Menschen habe das „kaum noch etwas zu tun“. Polkaehn schlägt vor: Die „reinen Börsenberichte zur Primetime sollten auf ein Drittel gestutzt“ werden. Nötig sei ein Format, „das Arbeitnehmerinteressen und den Verbraucherschutz ins Zentrum“ rückt. „Die Zielgruppe eines solchen Formats ist nach meiner Einschätzung um ein Vielfaches größer,“ zitiert der „Spiegel“ aus dem Brief an den ARD-Vorsitzenden Lutz Marmor. Die ARD weist die DGB-Kritik zurück. Die Finanzberichterstattung ist die primäre Aufgabe der ARD-Börsenredaktion. Verbraucherthemen werden zu einem großen Teil über Magazinsendungen wie „Plusminus“ oder „Mex“ abgedeckt, sagt ein Sprecher des Hessischen Rundfunks. „Im Übrigen haben gerade in den vergangenen Monaten die Thematik von Tarifabschlüssen zur Steigerung des privaten Konsums und die Rolle der Arbeitnehmervertreter bei Unternehmen breiten Raum in der Berichterstattung der Börsensendungen eingenommen.“

 

Das ist ja wirklich eine Frechheit, sich in einer Sendung in der es um Finanzmärkte geht an den Interessen der Eigentümer zu orientieren.

 

Ich würde den Herrn gern mal fragen warum es in einem so wohlhabenden Land so wenige Eigentümer gibt. Ein Industriearbeitsplatz soll so um die 50-100000 Euro Ausrüstung erfordern, wer investiert die?

 

Lutz

Geschrieben

 

Wahrscheinliich will der Typ einfach nur das Sandmännchen aus alten DDR-Zeiten sehen. gossip.gif

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