CHAPTER11
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Deutsche Börse vergrößert Indexfamilie -drei neue Indizes
Neuer Strategie-Index DAXplus® Protective Put/ Mit DAXglobal® Russia und DAXglobal® Alternative Energy zwei neue Indizes im Bereich DAXglobal Deutsche Börse: Die Deutsche Börse hat am Montag mit DAXplus® Protective Put, DAXglobal® Russia und DAXglobal® Alternative Energy drei neue Indizes auf den Markt gebracht und ihr bestehendes Indexangebot weiter ausgebaut. Der Strategie-Index DAXplus® Protective Put bildet die so genannte Protective Put Strategie ab. Bei dieser klassischen Wertsicherungsstrategie wird eine an der Eurex gehandelte standardisierte Put-Option auf DAX® erworben. Der Index sichert somit das gesamte DAX-Portfolio mit einer 5 Prozent „aus dem Geld“ notierenden Put-Option ab. Bei einer solchen Kombinationsstrategie sind die Verluste auf die Höhe der gezahlten Put-Prämie begrenzt. Ziel dieser Strategie ist die Sicherung eines Portfolios gegen Kursverluste, ohne dabei auf mögliche Kursgewinne zu verzichten, sie eignet sich somit besonders für risiko-averse Anleger. DAXplus® Protective Put wird quartalsweise neu zusammengesetzt, wobei die neue Put-Option eine Restlaufzeit von drei Monaten aufweisen muss. Nach DAXplus® Covered Call ist DAXplus® Protective Put der zweite Optionstrategie-Index in der DAXplus-Indexfamilie. Mit dem Start des DAXglobal® Russia Index baut die Deutsche Börse ihre Indexfamilie für internationale Märkte weiter aus. DAXglobal® Russia Index bildet die Performance der größten und liquidesten auf russische Unternehmen hinterlegte American Depository Receipts (ADRs) ab, die weltweit an verschiedenen Börsen gehandelt werden. Jedes ADR muss hierbei ein durchschnittliches tägliches Handelsvolumen von über 1 Million USD aufweisen. Die Gewichtung im Index richtet sich nach der Marktkapitalisierung der einzelnen Unternehmen und beträgt maximal 10 Prozent für ein Unternehmen. Aktuell qualifizieren sich 17 Unternehmen nach den strengen Kriterien für Liquidität und Größe für den Index. Insgesamt können bis zu 30 Unternehmen in den DAXglobal® Russia Index aufgenommen werden, die Zusammensetzung wird quartalsweise überprüft. Die Berechnung des DAXglobal® Russia Index erfolgt in EUR, USD und GBP. Aufgrund seiner Konzeption und Methodik eignet sich der Index in idealer Weise als Basiswert für Finanzprodukte und ermöglicht Investoren so einen liquiden und transparenten Zugang zum russischen Kapitalmarkt. Mit dem DAXglobal® Alternative Energy Index erweitert die Deutsche Börse ihre DAXglobal Familie um den Industriezweig Alternative Energien. Der Index bildet die Performance der weltweit fünfzehn größten Unternehmen aus den fünf Sektoren Erdgas, Wind, Solar, Ethanol, Geothermik/Hybridantrieb/ Batterien ab. Alle fünf Sektoren sind hierbei gleich gewichtet. Die Zusammensetzung innerhalb der Sektoren erfolgt nach Marktkapitalisierung. Eine Überprüfung des Index findet jährlich statt, die Indexverkettung wird vierteljährlich durchgeführt. Mit DAXglobal® Alternative Energy als Basiswert für Finanzprodukte wird erstmals der Bereich Alternative Energien mit einem sektorbasierten Indexkonzept auf globaler Ebene erschlossen. Nach dem DBIX Deutsche Börse India Index und dem DAXglobal® BRIC Index sind DAXglobal® Russia und DAXglobal® Alternative Energy die neuesten Vertreter der Index-Familie DAXglobal der Deutschen Börse, die Indizes internationaler Märkte umfasst. Insgesamt berechnet und veröffentlicht der Bereich Market Data & Analytics über 2.100 Indizes. Damit zählt die Deutsche Börse zu den bedeutendsten Indexanbietern weltweit. Zudem erstellt, verteilt und vermarktet Market Data & Analytics unabhängige Kapitalmarktinformationen wie Kursdaten, Handelsstatistiken sowie Informationen für die Back-Office Bereiche von Banken und Finanzinstituten. DAX®, DAXplus® und DAXglobal® sind eingetragene Marken der Deutsche Börse AG. Quelle: Newsletter Dt. Börse AG
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Eine Aktie nur für Glücksspieler
Die unsichere Rechtslage der Sportwettenanbieter in Deutschland stimmt Börsianer skeptisch. München - Noch gibt Bwin nicht auf. Noch glaubt der Wiener Sportwettenanbieter daran, sein großes Geschäft in Deutschland weiterführen zu können. Doch die Zeit wird knapp. Rund eineinhalb Wochen bleiben dem Unternehmen noch, per Gericht durchzusetzen, dass das drohende Geschäftsverbot ausgesetzt wird. Der Freistaat Sachsen hatte - in Abstimmung mit den anderen Bundesländern - Bwin am vergangenen Donnerstag eine Unterlassungsverfügung mit Sofortvollzug zugestellt. Die Länder wollen das Staatsmonopol für ihren eigenen Wettanbieter Oddset durchdrücken und fühlen sich durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom März 2006 gestärkt. Ob das Angebot in Deutschland vollständig verboten werden kann, ist rechtlich noch unklar. Default Banner An der Börse jedoch ist die Frage im Grunde schon beantwortet. Der Absturz des Aktienkurses in den vergangenen Monaten von 104 Euro auf bis zu 23 Euro kann nur heißen: Die Bwin-Aktie ist nachhaltig beschädigt. Konservative Anleger wenden sich ob der unsicheren Rechtslage von dem Titel ab. "Finger weg!", rät CA-IB-Chefanalyst Alfred Reisenberger. Die Aktie, einst eine Kursrakete, droht nun zu einem Wertpapier für Zocker und Glücksspieler zu werden. Gute Nerven brauchen Anleger, wenn sie darauf wetten, dass das Verbot tatsächlich ausgesetzt wird. Dann könnte Bwin, das bis Ende Juli Betandwin hieß, sein Geschäft womöglich - vorläufig - retten. Eine Million Kunden stehen hierzulande auf dem Spiel. Doch ist bereits ein Werbeverbot für Bwin durchgesetzt worden - ein Umstand, der es dem Unternehmen schwer machen wird, sich gegen Oddset durchzusetzen. Zumal der staatliche Anbieter seine Werbeausgaben im Mai und Juni laut Unterlagen des Marktbeobachters Nielsen Media Research im Vergleich zum Vorjahr sogar erhöht hat. Die Rechtsunsicherheit in Deutschland ist derzeit das größte Problem an der Börse. "Es ist wirklich schwierig, etwas vorauszusagen", heißt es offen bei Auerbach Grayson. Ein Verbot auf dem deutschen Markt ist aber ihrer Auffassung nach in dem schwachen Aktienkurs schon eingepreist. Allerdings ist die Lage in den USA nicht minder angespannt: Dort soll ein neues Gesetz fürs Online-Gambling bevorstehen. Bwin macht in Deutschland und den USA 55 Prozent seines Umsatzes. Für den nächsten Donnerstag können sich die Aktionäre schon mal auf eine weitere Hiobsbotschaft gefasst machen. Da kommen die Zahlen zum zweiten Quartal. Dresdner Kleinwort Wasserstein rechnet mit einem Verlust vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von 17 Mio. Euro - und das trotz Fußball-WM. Eine ganze Reihe von Gründen wird dafür in der Branche genannt: Erstens gab es viele Favoritensiege, was die Marge schrumpfen lässt. Zweitens wird in den Sommermonaten weniger gepokert. Drittens hatte Bwin höhere Marketingausgaben bei der WM. Und viertens könnten sich schon Anleger abgewendet haben, weil die vielen Anschuldigungen von Politikern und Behörden in der Öffentlichkeit doch hängen geblieben sind und das Image die Firma beschädigten. Dabei hatte Bwin 2005 vieles richtig gemacht. Der Umsatz wurde verdreifacht und das Ergebnis verfünffacht. Die Österreicher trieben die regionale Expansion voran, boten mehr und bessere Produkte an, etablierten neue Absatzkanäle und sorgten für eine hohe Loyalität bei den Kunden. So scheint der Kursanstieg bis auf den Höchststand von 104 Euro berechtigt - der Absturz auf 23 Euro nach der neuen Lage allerdings auch. Quelle: welt.de
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Aktienhandel - Der vermutlich teuerste Tippfehler der Welt
Jeder Mensch macht Fehler - das Kunststück liegt darin, sie zu machen, wenn keiner zuschaut. An der Börse allerdings ist das recht schwierig, vor allem wenn der Fehler in Form einer Fehleingabe am Computer über sämtliche Handelsbildschirme gejagt wird - dann sind rasch mehrere Millionen Euro im Feuer. Das letzte Opfer eines solchen Tastaturirrtums war ein amerikanischer Anleger, dessen Google-Aktien vor gut einer Woche im Wert von 380 Dollar zu 38 Dollar über den Tisch des Börsenhauses gingen - für ganze zwei Minuten wurden die Google-Aktien an der Wachstumsbörse Nasdaq zu Kursen zwischen 37,81 Dollar und 38,05 Dollar gehandelt, weil ein Händler mit seinen Fingern auf dem Ziffernblock seiner Tastatur gestolpert war. "Ich war mir sicher, daß er einen Herzinfarkt bekommen würde", wird der Berater des fraglichen Google-Anlegers zitiert. Dabei war er damit noch gut bedient - schwer zu sagen, wie sich die Anleger des Zeitarbeit-Unternehmens J-Com gefühlt haben müssen, als ein Händler im Dezember vergangenen Jahres eine Aktie des Unternehmens für 610.000 Yen verkaufen sollte. Als die Order für 610.000 Aktien zu einem Yen über die Bildschirme flimmerte, schlug das Programm zwar Alarm, doch der Auftrag ging dennoch an die Börse. Zu allem Übel setzte die Börse die Aktie nicht vom Handel aus, so daß den entsetzten Händlern J-Com-Aktien im Wert von drei Milliarden Euro um die Ohren flogen. Der ganze Spaß kostete das Handelshaus 300 Millionen Euro - das dürfte der vermutlich teuerste Tippfehler der Welt sein. Dax fiel um 15 Prozent nach falschem Tastendruck Überhaupt scheint die japanische Börse ein Eldorado für fehlgeleitete Tastaturvirtuosen zu sein: Im Jahr 2001 verkaufte dort ein Händler 610.000 Aktien der Dentsu Inc. Zu 16 Yen - leider wollte er nur 16 Aktien zu 610.000 Yen verkaufen. Da auch hier die Börsensoftware versagte und Tipp-Ex auf Bildschirmen nicht funktioniert, kostete die Bank der ganze Spaß hundert Millionen Euro - das dürfte wohl Platz Nummer zwei in der Bestenliste der Tippfehlleistungen sein. Da nehmen sich die fünf Millionen Euro, für die ein Händler in Tokio geradestehen mußte, der statt 2 ganze 2000 Aktien an den Markt warf, fast bescheiden aus; die 3,7 Millionen Euro aus einer anderen Fehleingabe bekommen da Portokassencharakter. Der wohl beliebteste unter den Börsentippfehlern ist die Wertpapierkennummer (WKN), die als Ordergröße eingegeben wird, gefolgt von der Idee, die Papiere zum Preis der WKN zu verkaufen, sagen Aktienhändler. Japanische Verhältnisse in Deutschland hingegen sind eher unwahrscheinlich, glaubt Matthias Jasper: "Wir haben in Deutschland sehr gute Sicherungsmechanismen", sagt der Leiter des Aktienhandels bei der WGZ-Bank. Bei zu hohen Ordergrößen gebe es zuerst eine Sicherheitsabfrage, dann komme möglicherweise eine Volatilitätsunterbrechung, ein Anruf von der Börse und unter Umständen noch eine erweiterte Volatilitätsunterbrechung hinzu. Dennoch - wo gehandelt wird, fallen auch Späne, so wie 2001, als ein falscher Tastendruck an der Terminbörse Eurex dem Dax-Future, dem Terminkontrakt auf den Deutschen Aktienindex Dax, 15 Prozent vom Kurs abhobelte. Ärgerlicherweise folgten viele automatische Verkaufsprogramme dem Index nach unten, so daß sich der Fehler sozusagen multiplizierte - wir irren eben allesamt, nur jeder ein wenig anders. In Deutschland sind die Vertipper fein raus Dabei ist nicht jeder Tippfehler gleich schwerwiegend: Wer beispielsweise aus Versehen einen Kaufauftrag zu 100 statt zu 10 Euro stellt, muß nicht befürchten, daß er sie auch zu diesem Preis bekommt - man bekommt sie lediglich so, als hätte man den Kaufauftrag unlimitiert erteilt. Je kleiner diese Fehler sind, um so weniger erkennt man diese als Fehler. Händler sagen, daß pro Jahr in der Regel nur drei bis fünf offensichtliche Fehler über die Schirme flimmern - wer sie macht, sieht man allerdings nicht, und eine Rückabwicklung gibt es in der Regel nicht. In Deutschland müssen die Händler die Kosten ihrer Fehleingabe in der Regel nicht tragen, angelsächsische Institute sind da weniger zimperlich - hier gilt die Devise "Fehler kosten dein eigenes Geld". Wie teuer für den betreffenden Händler der Fehler war, der im Jahr 2001 dem britischen FTSE-100-Index eine satte Verkaufswelle bescherte, ist nicht bekannt, nur die Höhe der Verluste: Der Index fiel um 3,5 Prozent. Weniger ein Tippfehler, eher eine Zweckentfremdung war es, die an der Londoner Börse 1998 den Terminkontrakt auf französische Anleihen auf Tauchfahrt schickte: Angeblich hatte sich ein Händler aus Versehen auf die Tastatur gestützt. Quelle: faz.net
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Kreditderivate - Ein Markt wird elektronisch
Der mit exorbitanten Wachstumsraten boomende Markt für Kreditderivate hat die Probleme bei der Abwicklung und Abrechnung (Clearing) weitgehend in den Griff bekommen. Fachleute erwarten nun, dass dieser Freiverkehrsmarkt (OTC) mit einem Volumen von rund 17 Bill. Dollar weiter kräftig zulegt. Innerhalb von nur wenigen Monaten hat es der bis dahin recht antiquierte Settlement-Methoden aufweisende Markt für Credit Default Swaps (CDS) und andere Instrumente des Kreditrisikotransfers geschafft, sich wesentlich modernere Strukturen zuzulegen. Das Ziel der Branche ist ein vollautomatisches Clearingsystem. Die großen Banken, die als Market-Maker den größten Einfluss haben, reagierten auf die teils sehr heftige Kritik der internationalen Aufsichtsbehörden an den Dokumentationsproblemen bei Kreditderivaten und ergriffen umgehend vor allem zwei wichtige Maßnahmen: Zum einen wurde der Markt von einer bislang vor allem auf Telefon- und Faxmitteilungen basierenden Settlement-Prozedur auf ein elektronisches System umgestellt, zum anderen wurde die Dokumentation der Transaktionen verbessert. Ende des vergangenen bis Anfang dieses Jahres hatte sich ein erheblicher Rückstau bei der Abwicklung gebildet. Das elektronische Abwicklungssystem wurde von der Depository Trust & Clearing Corporation (DTCC) gemeinsam mit den führenden Marktteilnehmern ins Leben gerufen. Grund: Die Irrtümer und Fehlbuchungen am Markt für Kreditderivate hatten in den Monaten zuvor nicht nur ein unakzeptabel hohes Niveau erreicht, sondern auch dazu geführt, dass sich die Zahl der nicht abgewickelten und abgerechneten Transaktionen aufgetürmt hatte. Nach Angaben der International Swaps and Derivatives Association (ISDA) enthielten 17 Prozent der im Jahr 2005 abgewickelten Transaktionen zum Teil erhebliche Fehler – im Jahr 2004 hatte der Anteil der fehlerhaften Geschäfte bei neun Prozent gelegen. Nach Angaben von Marktteilnehmern werden inzwischen rund 80 Prozent aller Kreditderivate über das von DTCC geschaffene elektronische System nach der Formel „T+1“ – also Settlement der Kontrakte einen Tag nach vereinbartem Geschäft – abgewickelt. » Special: Was Analysten meinen, wenn sie „kaufen“ sagen Eine zweite Verbesserung stamme vom Branchenverband ISDA, sagt Marcus Schüler von der Deutschen Bank. Diese Vereinigung hat mit dem so genannten Novation Protocol einen neuen Standard gesetzt, der unter anderem bei Erfüllung von Kontrakten die Lieferung von Anleihen gegen Swapgeschäfte möglich macht. Gleichzeitig lässt dieses Protokoll jedoch auch die Chance auf eine Barabwicklung der jeweiligen Transaktionen offen. Damit wurde das in der Vergangenheit größte Problem im Dokumentationsprozess dieses Marktes entschärft. Wenn Marktteilnehmer in der Vergangenheit eine bilateral abgeschlossene Kreditderivate-Transaktion an eine dritte Partei übertragen – also gehandelt – hatten, wurde diese Übertragung dem ursprünglichen Vertragspartner oftmals nicht mitgeteilt. Dieser wusste daher oft nicht, gegenüber wem eine Verpflichtung oder ein Anspruch auf Zahlung bestand. Mit dem Novation-Protocol hat sich dieses Problem entspannt. „Inzwischen haben fast alle Marktteilnehmer das Protokoll unterschrieben“, sagte Schüler dem Handelsblatt. Der OTC-Markt für Kreditderivate weist den Nachteil auf, dass hier kein Clearinghaus wie an den organisierten Terminbörsen existiert. Auch nach der Einführung des Novation-Protocols existiert am Markt kein vollautomatisches Clearingsystem; denn noch immer werden alle Transaktionen am Ende des Tages manuell erfasst, per E-Mail an die betroffenen Parteien versandt und dort entsprechend verbucht. Ungeachtet dieser noch bestehenden Schwächen hat die ISDA kürzlich in einem Brief an ihre Mitgliedsfirmen die großen Fortschritte im Dokumentationsprozess bestätigt. „Das ist ein riesiger Schritt nach vorn zur Lösung des Problems“, sagt auch Michael Bodson von Morgan Stanley. Inzwischen seien mehr als 80 Prozent der liegen gebliebenen Abrechnungen abgearbeitet worden, erklärt die ISDA mit Hinweis auf aktuelle Angaben der Federal Reserve Bank of New York. In diesem Kontext sind die hohen Investitionen zu erwähnen, die führende Händler von Kreditderivaten in den vergangenen Monaten in Informationstechnik (IT) vorgenommen haben. Nach Angaben der amerikanischen Researchfirma Markit and Reoch Consulting haben die Banken ihre entsprechenden IT-Investitionen um 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr aufgestockt. Ungeachtet des Staus bei der Geschäftsabwicklung hat sich das Volumen am Weltmarkt für Kreditderivate in den vergangenen Monaten auf hohem Niveau behauptet. Da zahlreiche Marktteilnehmer offensichtlich an eine Umkehr des Kreditzyklus glauben, konzentriert sich das Geschäft in jüngster Zeit weniger auf die Absicherung von Bonitätsrisiken einzelner Kreditnehmer und Anleihegläubiger, sondern auf die Nutzung der entsprechenden Indizes für derivative Produkte. „Die Marktteilnehmer nutzen immer stärker das gebotene Instrumentarium an Kreditderivate-Indizes“, sagen die Fachleute der Ratingagentur Fitch. Am populärsten seien die „iBoxx“-Indizes. Derzeit beobachten Marktteilnehmer mit Interesse die verschiedenen Aktivitäten der Gesellschaften, die sich am Kreditmarkt Finanzmittel beschaffen. „Wegen der positiven Ertragslage haben die Unternehmen in den vergangenen Monaten ihre Verschuldung stark reduziert oder sogar abgebaut“, sagt Schüler. Daher war am Markt für Kreditderivate eine hohe Volatilität zu beobachten. Denn dort, wo sich die Kreditqualität von Unternehmen verbessert, ist eine Absicherung von Bonitätsrisiken weniger stark gefragt. Quelle: handelsblatt.com
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bwin Lizenzentzug - 1 Mio. Kunden brechen weg
CA IB-Reisenberger rät: "Finger weg" von bwin-Aktien Deutschland-Lizenzentzug "extrem schlechte Nachricht" - 1 Mio. Kunden brechen weg - Marktkapitalisierung weiterhin "sehr sehr hoch" Der Entzug der Wettlizenz des börsenotierten Wiener Sportwettenanbieters bwin in Deutschland wird von CA IB-Chefanalyst Alfred Reisenberger als "extrem schlechte Nachricht" eingeschätzt. "Dadurch bricht ein großer Teil des Geschäfts von bwin weg", so Reisenberger. Der Online-Wettanbieter dürfte auf einen Schlag rund eine Million Kunden verlieren. Ob bwin (vormals betandwin) von rechtlicher Seite eine Aussetzung des Urteils erwirken kann, ist für Reisenberger schwer einzuschätzen. Dem Verbot müsse nach derzeitigem Wissensstand per sofort nachgekommen werden. Das Verbot sei bereits die zweite sehr schlechte Nachricht innerhalb kurzer Zeit. "Die vor vier Wochen mit der Verhaftung des BETonSPORTS-Chefs in den USA losgetretene Lawine beschleunigt sich", so der CA IB-Experte. Die für kommende Woche angekündigten Halbjahreszahlen dürften weiter Öl ins Feuer gießen. Der Internet-Wettanbieter hat vor kurzem eine Gewinnwarnung abgesetzt. Derzeit rät Reisenberger den Anlegern bei der bwin-Aktie, ihre "Finger weg" zu lassen. Die Empfehlung für bwin-Papiere hat die CA IB bereits am Mittwoch ausgesetzt. Noch im Mai war die Marktkapitalisierung bei rund 3,4 Mrd. Euro gelegen, die derzeitige Marktkapitalisierung sei mit 700 Mio. Euro jedoch noch immer "sehr sehr hoch". Der Aktienkurs hatte im Mai noch bei rund 105 Euro sein bisheriges Hoch markiert. Am Donnerstagvormittag notierten die Titel an der Wiener Börse knapp über der 20 Euro-Marke Quelle: derstandard.at
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FLUXX steigert Halbjahresumsatz durch Sportwetten um 110 %
Corporate News übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. - Starkes Wachstum bei myBet.com - Marketing- und Beratungskosten belasten Ergebnis - Beschleunigung des Stationärvertriebs im zweiten Halbjahr Altenholz, 10. August 2006 - Der im SDAX notierte Glücksspielspezialist FLUXX AG (ISIN DE0005763502), veröffentlicht heute den Bericht über das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2006. Demnach stieg der Umsatz im zweiten Quartal um 139 Prozent auf 14,3 Mio. Euro. Im Halbjahresvergleich stieg der Umsatz um 110 Prozent auf 23,5 Mio. Euro. Wesentlicher Wachstumstreiber war das Sportwettenangebot "myBet.com", das im Rahmen der Fußball-WM stark steigende Neuregistrierungen verzeichnete. Entgegen dem allgemeinen Branchentrend konnte myBet.com im zweiten Quartal trotz einer Vielzahl von Favoritensiegen und Einzelwetten eine hervorragende Rohertragsmarge von 15 Prozent erzielen. Im Gegensatz zu dem starken Wachstum im Sportwettensegment hat ein im zweiten Quartal um 10 Prozent rückläufiger Lotto-Gesamtmarkt auch bei den von der FLUXX-Gruppe betriebenen Online-Lotto-Angeboten zu einem deutlichen Umsatzrückgang geführt. Die vermittelten Spieleinsätze lagen mit 17,6 Mio. Euro rund 15 Prozent unter denen des zweiten Quartals 2005. Im Halbjahresvergleich gingen die Spieleinsätze um knapp sechs Prozent auf 38,6 Mio. Euro zurück. Ursächlich für das schwache Lotto-Quartal waren in erster Linie fehlende Jackpots sowie die zum Ende des vergangenen Jahres beendigte Kooperation mit WEB.DE. Erhöhte Aufwendungen belasten Ergebnis Durch die erfolgreiche Neukundengewinnung, den Aufbau des Lotto-Stationärvertriebs im Einzelhandel sowie erhöhte Aufwendungen für Rechtsberatung im Zusammenhang mit den Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht und dem Bundeskartellamt, stiegen die Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr deutlich. In der Folge verringerte sich das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 1,6 Mio. Euro im zweiten Quartal 2005 auf 303 Tsd. Euro im zweiten Quartal 2006, das EBIT fiel von 533 Tsd. Euro auf -1.199 Tsd. Euro. Das Konzernergebnis verringerte sich von 178 Tsd. Euro im zweiten Quartal 2005 auf -747 Tsd. Euro im zweiten Quartal 2006. Im Halbjahresvergleich reduzierte sich das EBITDA von 2,9 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro. Das EBIT sank von 950 Tsd. Euro im Vorjahr auf -1,5 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten 2006. Das Konzernergebnis verringerte sich von 540 Tsd. Euro auf -731 Tsd. Euro, das Ergebnis je Aktie von 0,05 Euro auf -0,05 Euro. Die liquiden Mittel inklusive Wertpapiere lagen zum 30.06.2006 bei 19,6 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote betrug 80,7 Prozent. Ausblick Das dritte Quartal 2006 ist mit einem Jackpot in Höhe von 21 Mio. Euro gestartet, was zu einer spürbaren Belebung des Online- und Stationärgeschäfts von FLUXX führte. Mit Beginn der Fußballbundesliga Mitte August wird auch im Sportwettensegment die umsatzschwache Phase nach der Fußball-WM beendet sein. Die für Ende August erwartete Verfügung des Bundeskartellamts wird nach Einschätzung der juristischen Berater der Gesellschaft für FLUXX positiv ausfallen, was erhebliche Auswirkungen auf die Geschwindigkeit des Roll-Outs der Direkt-Lotto-Terminals hätte. Zum Ende des ersten Halbjahres 2006 waren rund 150 Supermärkte und Tankstellen im Roll-out. Im Falle eines ungehinderten Vertriebs ist die Ausstattung von 25 Standorten pro Woche angestrebt. Bis Ende 2007 sollen insgesamt rund 2.000 Standorte ausgestattet sein. Mit dem Drogeristen Schlecker wurde Anfang Juli zunächst eine Online-Kooperation mit jaxx.de zur Vermittlung von Lottoscheinen vereinbart. Derzeit werden Gespräche über einen Stationärvertriebstest in einigen Schlecker-Filialen geführt. Der sehr erfolgreich voranschreitende Aufbau des Sportwettensegments und die hohe Akzeptanz der myBet.com-Angebote haben den Vorstand der FLUXX AG dazu veranlasst, auch im zweiten Halbjahr 2006 verstärkt in die Neukundengewinnung und den Ausbau des Geschäftsbereichs zu investieren. Dank der hohen Wettbewerbsfähigkeit der myBet.com-Produkte konnte während der Fußball-WM ein signifikanter Anstieg der registrierten und aktiven Nutzer erzielt werden. Nun gilt es, auf dieser soliden Ausgangsbasis weiteres Wachstum zu generieren, weitere Marktanteile zu gewinnen und das Angebot um neue Produkte zu erweitern. Demzufolge ist mit einem deutlich höheren Umsatzwachstum in 2006 zu rechnen, als ursprünglich prognostiziert. Ergebnisseitig muss durch den für das zweite Halbjahr 2006 erhöhten Marketing- und Vertriebsetat die prognostizierte Gesamtjahressteigerung von 70 bis 80 Prozent nach unten korrigiert werden. Für das Gesamtjahr 2006 wird nun ein Nettoumsatzwachstum zwischen 110 und 130 Prozent erwartet bei einem ausgeglichenen Konzernergebnis. Quelle: ftd.de
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Lottoanbieter Tipp24 sieht sich voll im Plan
Ergebnis soll 2006 um 50 Prozent steigen - Aktie vom Streit um Betandwin in Mitleidenschaft gezogen. Der Hamburger Internet-Lottoanbieter Tipp24 sieht sich nach der heutigen Vorlage der Zahlen der ersten sechs Monate für den Verlauf des Gesamtjahres 2006 im Plan. Wie Jens Schumann, Gründer und einer der drei Vorstände des börsennotierten Unternehmens, der WELT sagte, erwartete Tipp24 einen Anstieg der registrierten Kunden (2005: 1,3 Millionen) um 300 000 bis 400 000. Für das Transaktionsvolumen (205 Millionen Euro) und den Umsatz (26,1 Millionen Euro) werde mit einem Plus von jeweils 30 bis 40 Prozent gerechnet. Das Vorsteuerergebnis (Ebit), das 2005 bei 6,0 Millionen Euro lag, werde um rund 50 Prozent steigen. Tipp24 knüpft die Prognose allerdings an Prämissen. Zum einen wird ein weiterhin stabiles Transaktionsvolumen pro aktivem Kunden unterstellt. Zum anderen geht das Unternehmen von mindestens zwei weiteren hohen Jackpots in diesem Jahr sowie der erneuten Ausspielung der Weihnachtslotterie Extra-Lotto aus. Default Banner Im ersten Halbjahr stiegen das Transaktionsvolumen um 19 Prozent auf 117 Millionen Euro, der Umsatz um 26 Prozent auf 15,3Millionen Euro und das Ebit um knapp neun Prozent auf 3,0 Millionen Euro - Zuwächse, die im Vergleich zum ersten Quartal moderat erscheinen, aber zwei einfache Gründe haben. Es gab keine hohen Jackpots, und zum anderen sei der Glücksspielmarkt vor dem Hintergrund unsicherer Rahmenbedingungen insgesamt schwach. Schumann spielt damit auf die Querelen um den Sportwettenanbieter Betandwin an, dem Sachsen und andere Bundesländer die Konzession entziehen wollen. Tipp24 habe sich dagegen als Vermittler für staatliche Lotterieprodukte im Internet einschließlich der Lotterie Oddset positioniert und biete selbst keine privaten Sportwetten an. Schumann: "Ob ein Kunde gewinnt oder verliert - wir verdienen immer unsere Provision." Insofern sei es bedauerlich dass der Kurs der Tipp24-Aktie in den vergangenen Monaten unter den Entwicklungen auf diesem verunsicherten Markt gelitten habe. Ende Mai kostete eine Aktie noch mehr als 27 Euro, gestern lag der Kurs in Hamburger bei 14,20 Euro. Unterdessen geht Tipp24 laut Schumann davon aus, in den nächsten Wochen näheres von der italienischen Finanzbehörde über die im Juli verfügte Schließung der Internet-Seite ihre Tochter Puntogioco24.it zu erfahren. Dies war ohne nähere Begründung geschehen. Tipp24 hatte daraufhin auf einstweiligen Rechtschutz geklagt, aber seither nichts mehr gehört. Quelle: welt.de
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Wir haben keinen Bullenmarkt mehr
Nach einem zweijährigen Aufwärtstrend sind die Finanzmärkte in den vergangenen Monaten unberechenbarer geworden als zuvor. Es gibt zwar viele unterschiedliche Prognosen, wie es weitergehen könnte. Keine jedoch scheint derzeit so richtig ziehen zu wollen. Wie sollte sich der Anleger in dieser Situation verhalten? FAZ.NET unterhielt sich darüber mit Alfons Cortés. Er basiert seine Markteinschätzung als unabhängiger Analyst auf einem holistischen Ansatz, der verschiedene technische Indikatoren - relative Stärke, Marktstimmung, Momentum und das Handelsvolumen - berücksichtigt und sich auf die Österreichischen Schule der Nationalökonomie stützt. Wie würden Sie die aktuelle Situation an den Finanzmärkten gegenwärtig beschreiben? Ich unterscheide grundsätzlich zwischen Trend- und so genannten Transitionsphasen. Und schon Mitte Mai bin ich mit der Aussage an die Öffentlichkeit gegangen, die Märkte seien nach einem mehrjährigen Aufwärtstrend in eine Transitionsphase übergegangen. Was heißt das? Das bedeutet, daß sich in nächster Zeit kurz- bis mittelfristige Trends gegenseitig ablösen werden. Wir werden keine so klaren Trendrichtungen sehen, wie wir sie vom März des Jahres 2003 bis in den Mai des Jahres 2006 hinein hatten. Was ist die Basis für diese Aussage, welche Indikatoren oder Argumente betrachten Sie? Ich schaue mir an, ob sich die Akteure an den Finanzmärkten weltweit über die verschiedenen regionalen Märkte und Sektoren hinweg betrachtet homogen oder heterogen verhalten. Eine homogene Marktstruktur haben wir dann, wenn sich alle Indizes in dieselbe Richtung bewegen, wenn auch nicht mit gleicher Geschwindigkeit. Eine gewisse Homogenität gibt es auch dann, wenn sich verschieden Branchen, die ökonomisch zusammenhängen, in die gleiche Richtung bewegen - und wenn zwei Drittel der Aktien das auch tun. Wenn wir jedoch erleben, daß sich viele Aktien in eine andere Richtung bewegen als die Indizes, dann schließe ich auf eine heterogene Marktstruktur und damit auf eine Transitionsphase. Welche Werte laufen nun in eine andere Richtung als die Indizes? Im positiven Sinne sind das die defensiven Papiere. Das sind Werte im Bereich der Basis-Konsumgüter und des Gesundheitswesens, insbesondere die Pharmatitel. Weniger positiv verhalten sich dagegen die zyklischen Industriewerte. Noch nicht betroffen sind bisher im zyklischen Bereich die Minenaktien. … „noch nicht“ sagen Sie. Rechnen Sie damit, daß das noch kommen könnte? Ich beobachte diese Werte im Moment sehr genau, denn in diesem Bereich ist im Moment viel Spekulation im Gange. Es gibt viele Rohstofffonds, die spekulativ Bestände aufgebaut haben, die aus wirtschaftlicher Sicht in dieser Dimension nicht nachgefragt werden. Das Phänomen hat sogar auf die Metallaktien durchgeschlagen. Sie beurteilen die Nachfragesituation folglich nicht so optimistisch wie viele Marktteilnehmer? Nein. Das heißt nicht unbedingt, daß ich mit einer Rezession oder ähnlichem rechne. Sondern ich denke, viele Marktteilnehmer haben bei ihren Käufen auf Vorrat die Nachfrageentwicklung überschätzt. Folglich betrachten Sie Rohstoffwerte kritisch und denken über Absicherungsstrategien nach? Zum Teil ja. Zum anderen definiere ich die Ausstiegskriterien, bei welchen ich die Papiere verkaufen möchte und es dann auch tue. Das bedeutet nicht, alles auf einmal zu verkaufen. Wenn man beispielsweise an die Aktien von Phelps Dodge denkt, so könnte man darüber nachdenken, die Position auf das Niveau zu reduzieren, zu dem man eingestiegen war. Was ist für Sie das entscheidende Kriterium für den Ausstieg? Das ist die Veränderungsrate der relativen Preise oder die nachlassende Kursdynamik im Vergleich mit einer Benchmark. Wie würden Sie sich im Moment als Anleger positionieren? Unterstellen wir einen Anleger mit einer Aktienquote, die ihn von seiner Risikoneigung und -tragfähigkeit her einen Kurseinbruch von 20 Prozent ertragen läßt, so würde ich meine Positionierung am Aktienmarkt derzeit nicht verändern, nachdem ich mich schon im Mai defensiv orientiert hatte. Unter Branchengesichtspunkten würde ich zu defensiveren Verschiebungen in Richtung Pharmatiteln oder zu Herstellern von Gütern für das tägliche Leben tendieren. Ansonsten würde ich die Aktienquote nicht reduzieren. Da die Märkte eine gewisse Saisonalität zeigen - Spätherbst und Frühling sind an den Börsen statistisch betrachtet sehr positiv - würde ich erst danach über eine Reduktion des Aktienengagements nachdenken. Wo sollte man regional investiert sein? Wir hatten bis zum Mai eine mehrmonatige Phase, in der sich die amerikanischen Märkte relativ betrachtet unterdurchschnittlich entwickelten im Vergleich mit Europa und Asien. Die Rückschläge in den vergangenen Wochen dagegen fielen gerade dort besonders deutlich aus. Das heißt, immer wenn die amerikanischen Börsen schwächeln, fallen die Reaktionen in Europa und Asien noch ausgeprägter aus. So habe ich inzwischen auch keine Präferenz mehr für diese Märkte. Ich wäre sehr vorsichtig mit den asiatischen Börsen mit Ausnahme von Japan und Hongkong, aus Sicht der relativen Stärke. Die indische und auch die koreanische Börse halte ich für sehr gefährdet. Wo sehen Sie die Alternativen? Da an den Schwellenländerbörsen auf eine längere Phase der „Outperformance“ meistens eine längere Phase „Underperformance“ folgt, sehe ich interessantere Möglichkeiten beispielsweise im S&P 500, im SMI oder auch im Eurostoxx und sogar im Nikkei. Märkte wie Rußland, Brasilien oder auch China haben für Sie keine Reize? Rechtssicherheit und Liquidität stehen für mich bei der Geldanlage an erster Stelle. Rußland kommt für mich aus diesem Grund nicht in Frage und China halte ich für sehr intransparent. Aus diesem Grund versuche ich, indirekt vom chinesischen Wachstum zu profitieren. Das ist einfacher als man denkt. Denn die internationalen Stahlunternehmen beispielsweise haben aufgrund der Entwicklung in China Spielraum bei der Preisgestaltung gewonnen, ob sie nun nach China geliefert haben oder nicht. In den vergangenen Monaten konnten viele Unternehmen ihre Umsätze eher über die Preise als über die Menge steigern. Sollten Anleger auf die Fortsetzung dieser Entwicklung bauen? Nein, ich glaube nicht. Denn immer öfter wollen auch die Arbeitnehmer einen Teil des Kuchens. Aus diesem Grund glaube ich nicht, daß sich die Margen weiter expandieren lassen werden. Sobald wir einen „Wealthtransfer“ von den Aktionären zu den Arbeitnehmern bei stagnierenden Umsätzen beobachten können, werden wir tiefere Aktienkurse haben. Und wo steigen die Umsätze: Bei Unternehmen wie DaimlerChrylser, da ich denke, sie haben ihre Hausaufgaben machen und das Ertragspotential des Unternehmens erschließen werden. Titel die bisher schwach waren, haben in meinen Augen künftig bessere Kurschancen als andere. Würden Sie weitere Beispiele für solche Unternehmen nennen? Ja, dazu zähle ich Carrefour, L'Oreal oder auch Danone. Es gibt Stimmen, die behaupten, die Europäische Zentralbank würde mit ihren Zinserhöhungen die Konjunktur abwürgen. Würden sie dem zustimmen? Ich denke, es nützt wenig, über wirtschaftliche Prognosen zu fabulieren. Wir befinden uns in einem komplexen System und es geht darum, die Gegenwart auf den Punkt zu bringen. Und die Gegenwart verändert sich nicht von einem Augenblick auf den anderen, denn dafür ist das System viel zu träge. Die Gegenwart war von März des Jahres 2003 bis in den Mai des laufenden Jahres ein „Bull-Market“. Die jetzige Gegenwart ist, daß wir keinen „Bull Market“ mehr haben. Wir befinden uns in einer Transitionsphase. Alles andere ist Kaffeesatzleserei. Nun geht es darum, diese Gegenwart in regelmäßigen Abständen zu überprüfen und sich gegebenenfalls an aufkommende Veränderungen anzupassen. Prognosen sind also nutzlos? Wenn man die Inflationsentwicklung, Wachstumsraten oder andere konjunkturelle Größen korrekt und robust prognostizieren könnte, so würde das implizieren, daß man mit einer Kommandowirtschaft besser fahren würde als mit einer Marktwirtschaft. Denn man könnte die Gegenwart so verändern, daß am Ende „das richtige Ergebnis“ herauskäme. Das ist das, wie der Keynesianismus heute dargestellt wird, obwohl Keynes selbst mit dieser Interpretation, lebte er noch, sehr wahrscheinlich nicht viel anfangen könnte. Denn dafür war er als Situationslogiker viel zu pragmatisch. Ich sage als Schüler von Hayek: Wir haben ein komplexes System und können keine Linearität zwischen Ursache und Wirkung herstellen. Meistens kennen wir nicht einmal die Ursache. Quintessenz: Wir befinden uns in einer trendlosen Phase. Als Anleger sollte man sich defensiv positionieren und abwarten, bis neue Trends entstehen? Ja, so ist es. Das Gespräch führte Christof Leisinger Quelle: faz.net
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"betandwin"-Aktie bricht ein
Nach Berichten über einen drohenden Konzessionsentzug ist die Aktie des privaten Sportwettenanbieters "betandwin" (bwin) eingebrochen. Bwin bezeichnete das Vorgehen Sachsens als "Willkür" und will Schadensersatz fordern. Die Unsicherheit über die Zukunft des privaten Sportwettenanbieters "betandwin" (bwin) hat am Mittwoch die Aktie des österreichischen Unternehmens drastisch einbrechen lassen. Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung", wonach das sächsische Innenministerium dem Unternehmen noch in dieser Woche die Lizenz entziehen wolle, fiel die Aktie an der Wiener Börse schon im Frühhandel um knapp 30 Prozent auf 23,72 Euro. Das Innenministerium betonte unterdessen, das eventuelle Vorgehen werde noch geprüft. Der Wettanbieter sei weiterhin in Gefahr, die Ausübung seines Gewerbes untersagt zu bekommen. Die "betandwin"-Aktie hatte Anfang Mai noch rund 100 Euro gekostet. Danach stürzte sie im Zusammenhang mit der Verhaftung des Chefs des US-Wettbewerbers BETonSports und nach einer Gewinnwarnung im Juli auf unter 30 Euro ab. Der österreichische Glücksspielkonzern bwin, der bislang "betandwin" hieß, gilt als einer der größten Anbieter von Sportwetten. bwin verfügt eigenen Angaben zufolge über ein Markting-Budget von 56 Millionen Euro, das in großen Teilen in den Sport fließt. In Sachsen stehen 60 Arbeitsplätze zur Disposition. Vorgehen wird juristisch geprüft Sachsen will die Aktivitäten des privaten Internet-Sportwettenanbieters bwin verbieten lassen. "Wir prüfen auf juristischem Wege eine Unterlassung", sagte der Sprecher des Innenministeriums, Lothar Hofner, in Dresden. Er bestätigte damit entsprechende Zeitungsberichte. Noch ist das genaue Vorgehen des sächsischen Innenministeriums gegen das Unternehmen unklar. Der Wettanbieter sei weiterhin in Gefahr, die Ausübung seines Gewerbes untersagt zu bekommen, sagte er. "Es geht aber nicht um einen Konzessionsentzug." Das Ministerium will am Donnerstag in einer Pressekonferenz über die Situation informieren. Es müsse geklärt werden, wie mit privaten Wettanbietern in anderen Bundesländern zu verfahren sei, sagte Hofner. Unternehmen der Branche, die mit einer so genannten DDR-Lizenz arbeiten, sind "Sportwetten Gera", "digibet" und "bluevest" aus Berlin sowie die Deutsche Sportwettgesellschaft mbH (DSG) in Dresden. Laut "Sächsischer Zeitung" will das Regierungspräsidium Chemnitz noch in dieser Woche der bwin e.K. mit Sitz in Neugersdorf eine Unterlassungsverfügung mit Sofortvollzug zukommen lassen. Das gleiche gelte für die österreichische Muttergesellschaft mit Sitz in Wien. Der Chef der bwin e.K., Steffen Pfennigwerth, sagte dem Blatt, dass es für den Vorgang keine Rechtsgrundlage gebe. Er arbeite auf der Grundlage einer noch zu DDR-Zeiten erteilten Lizenz. bwin will Schadensersatz fordern Von "betandwin" wurde das Vorgehen des Ministeriums als "reiner Aktionismus" bezeichnet. Wer online wetten wolle, werde das künftig über andere Anbieter tun, sagte ein Sprecher. Den Dialog mit der Politik werde das Unternehmen aber fortsetzen. Er könne ähnliche Schritte des Ministeriums gegen die DSG nicht ausschließen, sagte der DSG-Geschäftsführer Wolfgang Rebernig. "Das Problem ist, dass alle privaten Wettanbieter in Ostdeutschland über einen Kamm geschoren werden", sagte er. Die DSG sitze aber nicht im selben Boot wie "betandwin". "Wir veranstalten keine Sportwetten, sondern vermitteln sie nur", sagte Rebernig. Quelle: stern.de
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Devisenbörse wirbt um Hedge-Fonds
Die Terminbörse Chicago Mercantile Exchange (CME) und der Informationsdienst Reuters peilen besonders Hedge-Fonds als Kunden für ihre neue elektronische Devisenbörse FX Marketspace an. Mit einer neuen Plattform wollen CME und Reuters ab 2007 den Banken Konkurrenz machen. "Es gibt mehrere Punkte, bei denen wir den Anforderungen der Kunden entsprechen. Die Schnelligkeit ist dabei entscheidend", sagte Mark Robson, Chef des Joint Ventures FX Marketspace, im Gespräch mit der FTD. Das gelte besonders für Hedge-Fonds, die ihre Vermögen mit Kreditaufnahme vergrößerten und programmgestützt handelten. Zudem seien niedrige Kosten für alle wichtig, die viel handeln würden. FX Marketspace konzentriert sich zunächst auf den Kassamarkt und Devisentauschgeschäfte (wie Forwards, Optionen) in den großen Währungen. "Wir wollen das Produkt im ersten Quartal nächsten Jahres starten. Den genauen Termin halten wir noch offen, weil wir mit mindestens 20 Kunden starten wollen", sagte Robson. "Der Testlauf beginnt Ende November, Anfang Dezember 2006." Zwar hat FX Marketspace bereits 21 Kunden, darunter einige Großbanken, Robson will aber auf Nummer sicher gehen. Am Währungsmarkt, in dem laut Reuters 2000 Mrd. $ pro Tag umgesetzt werden, handeln immer mehr Marktteilnehmer elektronisch. Es hat sich aber noch keine der von Banken initiierten Plattformen durchgesetzt. Zudem gibt es noch keine zentrale Abrechnung. Kampf um Marktanteile Doch laut Devisenexperten kämpfen die existierenden Plattformen bereits kräftig um Marktanteile, zumal der zunehmende automatische Handel die Margen der Banken drückt. Einerseits drängen demnach mehr Anleger wie Hedge-Fonds und sogar Privatinvestoren auf elektronische Plattformen. Andererseits wickeln Großkunden wie Industrieunternehmen ihre Transaktionen nach wie vor meist über Banken ab. CME und Reuters planen, im Laufe des Jahres 2008 Gewinne zu erzielen. Sie rechnen allerdings bis dahin mit Verlusten von rund 45 Mio. $. "Das Handelsvolumen wird zu Beginn ziemlich gering sein. Wir müssen erst beweisen, dass unser System funktioniert", sagte Robson Die Kooperation besteht bereits länger. Seit zwei Jahren können Devisenhändler über Reuters Zugang auch zu Währungsterminkontrakten an der CME erhalten. Die CME ist gemessen an der Marktkapitalisierung die größte amerikanische Börse und steigt am Donnerstag in den US-Index S&P 500 auf. Reuters und CME erwarten Vorteile, weil sie ihre unterschiedlichen Kundengruppen zusammenbringen wollen. Reuters-Kunden sind größtenteils Banken und Unternehmen. Über CME handeln viele Hedge-Fonds, Fondsmanager sowie Rohstoffinvestoren. Auch die Derivatebörse Eurex US (künftig US Futures Exchange), bei der Ende Juli der Hedge-Fonds-Anbieter Man Group eingestiegen ist, will besonders Hedge-Fonds anziehen. "Hedge-Fonds müssen mit vielen Geschäften kleine Gewinne erzielen können. Diese Fonds kommen auf 6000 bis 10.000 Transaktionen am Tag", sagte Robson. Unter den bisherigen Teilnehmern sind Großbanken wie ABN Amro, HSBC, JP Morgan, Merrill Lynch und UBS sowie mehrere Hedge-Fonds. Mit Citadel, das rund 12 Mrd. $ verwaltet, zählt einer der weltgrößten Vertreter der Branche dazu. "Wir sind mit weiteren im Gespräch", sagte Robson. "Wir wollen Hedge-Fonds anziehen, die zu klein sind, um Dienstleistungen von einem Prime-Broker zu bekommen." Viele Banken würden vermeiden, Geschäft mit kleinen oder mittelgroßen Hedge-Fonds zu machen, weil die Institute die Kreditwürdigkeit der Fonds anzweifelten. Zudem würden es einige große Hedge-Fonds vorziehen, wenn die Banken die Transaktionen nicht sehen könnten. "Wir handeln Devisen wie Aktien", sagte Robson. Daher könnte das Joint Venture auch Investoren interessieren, die bisher gar nicht mit Währungen handelten - etwa Pensionsfonds. Der Vorteil der Plattform sei, dass die Kunden jede Transaktion sehen könnten - allerdings nicht die Namen anderer Händler. "Den Ansatz, anonym zu handeln, schätzt auch eine Reihe von Zentralbanken. Es gibt keinen Grund, warum sie FX Marketspace nicht nutzen sollten", sagte Robson. Banken verdienen gut an Aktivtradern Trotz des wachsenden elektronischen Börsenhandels werden Hedge-Fonds für Banken zu immer wichtigeren Kunden. Wie eine Studie der US-Beratungsgesellschaft Greenwich Associates ergab, zahlen Hedge-Fonds rund 30 Prozent der Provisionen amerikanischer Broker. Die Dienstleistungen speziell für diese Kunden, Prime Brokerage genannt, nähmen bei großen Banken innerhalb des gesamten Brokergeschäfts einen wachsenden Stellenwert ein, heißt es in der Studie. Das Prime Brokerage und den Handel mit speziellen Wertpapieren mitgerechnet, dürften 50 Prozent der Brokerage-Einnahmen einiger Großbanken von Hedge-Fonds stammen, sagte Greenwich-Berater Jay Bennett. Da die Dienstleistungen für die Banken lukrativ sind, ist ein Wettbewerb um die handelsaktiven Hedge-Fonds-Kunden entbrannt. Dabei geht es mehr um Fonds, die sich strategisch positionieren, als die, die rein programmgestützt handeln. Der Trend verstärkt sich, da andere Kunden wie traditionelle Investmentfirmen ihre Brokerkosten senken - auch durch elektronischen Handel. Hedge-Fonds sind laut Bennett zudem eher bereit, für Banken-Research zu zahlen. Quelle: ftd.de
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Hedge-Funds auf dem falschen Fuss erwischt
Abschwung an den Finanzmärkten trifft die Anlagegesellschaften Hedge-Funds-Manager gelten in der Öffentlichkeit als geheimnisvolle, rücksichtslose Universalgenies, die jede Marktsituation zu nutzen verstehen. In der Realität verpassen auch Hedge- Funds an der Börse oft den richtigen Trend. So wurden viele Manager dieser wenig regulierten Anlagegesellschaften in den Monaten Mai und Juni auf dem falschen Fuss erwischt. Der Kurseinbruch an den Finanzmärkten in dieser Zeit hat bei den Hedge-Funds deutliche Spuren hinterlassen: Fast ohne Ausnahme haben die Schweizer Dach- Hedge-Funds im zweiten Quartal per Ende Juni an Wert verloren (vgl. Tabelle). Laut Prof. Meier von der Zürcher Hochschule Winterthur haben Dach-Hedge-Funds, gemessen am HFR-Index, im Mai 1,9% und im Juni 0,6% eingebüsst. Letztlich brachte das Quartal einen Wertverlust in Höhe von 0,8%. In der Schweiz registrierte Dach- Hedge-Funds mit der Referenzwährung Franken haben sogar um 2,4% verloren. Dieses schlechtere Ergebnis im Vergleich zum Index kommt durch zusätzliche, aufgrund der Währungsabsicherung entstehende Kosten zustande. Absturz nach gutem Start Im April waren die Hedge-Funds sehr gut in das Quartal gestartet und hatten die positive Entwicklung des ersten Vierteljahres fortgesetzt. Tückisch erwies sich für die meisten Manager die anschliessende Entwicklung an den Finanzmärkten: Auf einmal gaben nicht nur die Aktien- und Rohwarenmärkte nach, sondern gleichzeitig auch die Schwellenländer-Märkte und andere risikoreiche Anlagen. In diesem kollektiven Kurssturz nutzte selbst die ausgeklügelte Risikostreuung vieler Anbieter wenig. Nach Angaben des Schweizer Hedge-Fund-Anbieters RMF Investment Management hatten viele Hedge-Funds- Manager zwar Korrekturen erwartet, wurden vom Zeitpunkt und vom Ausmass des Börsen- Sturms aber überrascht. Zu den grössten Verlierern bei den in der Schweiz registrierten Dach- Hedge-Funds gehören die Produkte, die «fokussiert-direktionale» Strategien verfolgen. Solche Hedge-Funds versuchen, den Verlauf von Preisen zu prognostizieren, und richten ihre Anlagepolitik danach aus. Folglich entwickeln sich die Renditen dieser Kapital-Sammelstellen meist ähnlich wie die zugrunde liegenden Märkte. Am meisten Federn liessen «Long-Short-Equity»-Produkte. Nach Angaben der Experten von der Zürcher Hochschule Winterthur hatten viele dieser Hedge-Funds stark auf weiter steigende Aktienkurse gesetzt. Viele Produkte erlitten Einbussen mit Engagements in den Sektoren Technologie, Gesundheit und Einzelhandel sowie in Japan und den Schwellenländern. Arbitrage-Strategien hielten sich besser Erfolgreicher agierten im zweiten Quartal die sogenannten «fokussiert-nichtdirektionalen» Dach- Hedge-Funds. Solche Produkte verfolgen Strategien, die positive Renditen unabhängig von den Marktbewegungen zu erzielen versuchen. Besonders Arbitrage-Strategien profitierten. Bei der sogenannten «Merger Arbitrage» versuchen Manager beispielsweise, die Übernahme von Unternehmen vorherzusagen und von steigenden Aktienkursen zu profitieren. Oft werden die Aktien des Aufkäufers zur Absicherung leer verkauft. Hier boten sich den Hedge-Funds im zweiten Quartal viele Möglichkeiten, beispielsweise bei den Fusions-Spekulationen in der Börsen-Branche, beim Kauf von Arcelor durch Mittal Steel sowie beim Übernahmekampf im Minensektor mit den Unternehmen Inco, Falconbridge, Phelps Dodge und Teck Cominco. Debatte über Hedge-Funds-Regulierung Für Aufmerksamkeit in der Branche sorgte auch die Debatte über die Regulierung von Hedge- Funds in den USA. Ende Juli hatte der Bankenausschuss des US-Senats in einer Anhörung über eine schärfere Aufsicht und Kontrolle der rund 1200 Mrd. $ schweren Branche beraten. Ausserdem leitete das US-Finanzministerium eine Untersuchung über die Auswirkungen von Hedge- Funds auf den Finanzmarkt ein. Im Juni war ein Vorstoss der Wertpapieraufsicht SEC zur Registrierung der bisher wenig regulierten Kapital- Sammelstellen gescheitert. Die Rufe nach stärkerer Regulierung dürften vorerst nicht verstummen. Erst am vergangenen Wochenende wurde das Aus der Hedge-Funds-Gesellschaft «Mother Rock» bekannt. Sie verwaltet ein Vermögen von 430 Mio. $ und zählt zu den grösseren Gesellschaften im Markt. Die Manager hatten sich mit Gas-Futures verspekuliert. Quelle: nzz.ch
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Hedgefonds Atticus erhöht NYSE-Anteil auf rund 7,2% (6%)
NEW YORK (Dow Jones)--Der Hedgefonds Atticus Capital hat seinen Anteil an der NYSE Group Inc auf etwa 7,2% erhöht. Wie aus einer Einreichung des Hedgefonds bei der US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, verfügte Atticus zum Ende des zweiten Quartals über rund 11,3 Mio Aktien der Muttergesellschaft des Börsenbetreibers New York Stock Exchange. Im Mai belief sich dieser Anteil noch auf 9,4 Mio Aktien bzw etwa 6% des Aktienkapitals
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„Mr. fünf Prozent“ - Kupferfinger sucht einen neuen Job
Geschichte wiederholt sich: Fast zehn Jahre ist es her, da spielte der Kupfermarkt im Sommer 1996 verrückt, nachdem massive Terminspekulationen eines japanischen Händlers aufgeflogen waren. TOKIO. "Kupferfinger" oder "Mr. fünf Prozent": Yasuo Hamanaka hatte wegen seines Einflusses auf dem Markt viele Spitznamen. Der ehemalige Chef-Kupferhändler der Handelsgesellschaft Sumitomo hatte die Notierungen über Jahre hinweg manipuliert. Am Ende schlug die Wette fehl: Ein Minus von 2,6 Milliarden Dollar stand zu Buche. Statt auf sinkende Preise wie der Chinese Liu Qibing spekulierte der Japaner Hamanaka auf steigende. Mit einem enormen Handelsvolumen - teilweise fünf Prozent des jährlichen Kupferumsatzes - versuchte er, den Markt in diese Richtung zu pressen, zu "cornern", wie es im Fachjargon heißt. Über rund ein Jahrzehnt häufte Hamanaka immer wieder Kupfer und Kupferderivate an und versuchte, den Preis für das Metall künstlich hochzutreiben. Unter Insidern war er angeblich bekannt. Als seine Manipulationen aufflogen, krachte der Kupferpreis ein. Hamanaka hatte außerbörslich über Londoner Broker gezockt, weswegen sich lange weder die britischen noch die japanischen Aufsichtsbehörden zuständig sahen. Auch die interne Aufsicht bei Sumitomo versagte. Angeblich wusste trotz der immensen Transaktionen keiner von Hamanakas Vorgesetzten von den Machenschaften. Der Japaner wurde 1996, als seine Aktionen weltweit bekannt wurden, gefeuert, nahm vor Gericht alle Schuld auf sich und wurde zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Seit diesem Sommer ist Hamanaka wieder auf freiem Fuß. Er sei derzeit auf Jobsuche, sagte der Endfünfziger der Nachrichtenagentur Bloomberg, die ihm vor wenigen Tagen vor seinem Haus in Kawasaki, der Nachbarstadt Tokios, auflauerte. "Ich schaue mir mehrere Optionen an", bekundete er. Zum Beginn des kommenden Geschäftsjahres im April wolle er wieder anfangen zu arbeiten. Ob im Kupferhandel oder woanders, darüber schweigt er sich noch aus. Auch zur Branche wollte Hamanaka denn nicht viel sagen, außer dass ihn der hohe Kupferpreis derzeit erstaune. Über seine Erfahrungen mit Marktmanipulationen, die doch jetzt im Licht der jüngsten Turbulenzen umso interessanter wären, möchte er lieber nicht sprechen: "Zu viele Tage sind vergangen, und ich erinnere mich nicht mehr an alle Details." Hamanakas Aktionen warfen lange Schatten. Erst im vergangenen Jahr einigten sich Sumitomo und der damalige Broker Credit Lyonnais Rouse CLR, heute Teil von Credit Lyonnais, außergerichtlich auf eine Zahlung in nicht genannter Höhe. Sumitomo hatte dem Broker zuvor vorgeworfen, Hamanakas Tun wegen der hohen Provisionen geduldet zu haben. Auch die Investmentbanken JP Morgan Chase und Merrill Lynch hatten nach Klagen außergerichtlich Summen in dreistelliger Millionenhöhe an Sumitomo gezahlt, ohne jedoch irgendeine Schuld einzugestehen. Die Londoner Metallbörse verschärfte nach dem Skandal ihre Regeln. Sie verhängte ebenso wie die US-Aufsichtsbehörde wegen missbräuchlichen Handels mit Derivaten hohe Geldstrafen; Sumitomo und die beteiligten Investmentbanken zahlten kräftig Lehrgeld. Quelle: handelsblatt.com
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BetandWin: Aktie als Wetteinsatz
Früher oder später musste es wohl so kommen. Mit einem schier unfassbaren Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) jenseits der 200 wechselte der österreichische Sportwettenanbieter in seinen besten Tagen den Besitzer. Im Mai, als BetandWin bei 104 Euro sein bisheriges – und wie es derzeit aussieht: wohl auch für längere Zeit bestehendes – Allzeithoch markierte, bewilligten Börsianer dem ATX-Mitglied noch immer ein KGV jenseits der 100. Vermeintlich notorisch überbewertete Highflyer wie Google oder Solarworld nehmen sich da derzeit mit KGV unter 40 wie Waisenknaben aus. Jahreslang schien der Ritt auf der Kanonenkugel, wie Momentumanleger das Investment in Highflyer so gerne nennen, gutzugehen. Vom Allzeittief im Frühjahr 2003 bei 1,30 Euro hätten Anleger in drei Jahren bis Mai dieses Jahres die schier unglaubliche Wertsteigerung von über 7000 Prozent erzielen können. Doch dafür hätten Aktionäre auch verkaufen müssen, und das ist bekanntlich der schwerste Teil des Börsengeschäfts. Heute jedoch ist vieles anders: BetandWin firmiert seit dem ersten August unter der Kurzfassung bwin, und auch die Aktie würde erstaunlich gestutzt: Das Papier behauptet nur noch mühsam die 30 Euro-Marke: Ein Absturz von 75 Prozent in drei Monaten. Kein Highflyer des rauschenden Bullenmarktes der vergangenen drei Jahre hat es seit der Mai-Korrektur dieses Jahres härter zerlegt. >> "Aus Buchmachersicht unvorteilhafte Favoritensiege in der Vorrunde" Doch woher kommt der Absturz eigentlich? Da ist zum einen eine geharnischte Gewinnwarnung, mit der im WM-Quartal so ziemlich niemand gerechnet hatte. Statt eines Gewinns wie noch im ersten Quartal dieses Jahres und im Vorjahreszeitraum schockierte Betandwin die Anleger mit der Adhoc-Mitteilung, nach der nun ein "signifikant negatives EBITDA" zu erwarten sei. Als Erklärung für die enorme Verfehlung schob der Sportwettenanbieter eine verblüffende Erklärung nach, die die Vorhersehbarkeit des Geschäftsmodells nachhaltig in Frage stellt: "Auf Grund der zahlreichen aus Buchmachersicht unvorteilhaften Favoritensiege in der Vorrunde ist während der Fußball-WM lediglich eine Bruttorohertragsmarge aus Sportwetten in der Höhe von 6,7 Prozent erzielt worden." >> BetandWins WM-Quartal: "The nightmare came true" Was das in Zahlen bedeutet, rechnete Analyst Alfred Reisenberger von österreichischen Investmentbank CA IB nach und kam in einer Modelrechnung auf den EBITDA-Verlust von 43,6 Mio. Euro im zweiten Quartal. "The nightmare came true", betitelte der Analyst dann auch melodramatisch seine Studie und nannte die veröffentlichten Statements zum zweiten Quartal als "extrem enttäuschend". Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) handelten unterdessen und stuften das Kursziel der Aktie - in einem für die Investmentbranche bemerkenswert deutlichen Schritt - von "Hold" auf "Sell" herunter, nachdem sie die Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr von 1,09 Euro je Aktie auf Minus 0,23 Euro je Anteilsschein revidiert hatten. Das Kursziel wurde von 68 auf 31 Euro zurückgenommen. Exakt da notierte die Aktie gestern. >> "In Bayern werden wir geradezu diffamiert" Doch damit ist die ganze Leidensgeschichte des führenden Internetanbieters von Sportwetten längst noch nicht erzählt. Auch die Festnahme des Geschäftsführers der US-Wettgesellschaft BETonSports färbte phasenweise negativ auf das Papier ab. Viel größere Kreise zog jedoch der Sponsoring-Eklat zweier Fußballbundesligisten, der verdeulicht, in welcher rechtlichen Grauzone sich das Unternehmen in der Bundesrepublik noch bewegt. So wurde dem Zweitligisten 1860 München per Unterlassungsverfügung auf Weisung der Bezirksregierung von Oberbayern verboten, in den Trikots des neuen Sponsors bwin.de aufzulaufen. Die bayerischen Behörden halten – im Gegensatz zum überwiegenden Rest der Republik – die Werbung für private Sportwetten in der Bundesrepublik nämlich für nicht für zulässig. Bwin-Geschäftsführer Marcus Meyer reagierte empört: "In Bayern werden wir geradezu diffamiert. Es wird verlautbart, wir wären illegal und Verbrecher. Betandwin ist seit 15 Jahren ein lizenziertes Unternehmen." Und das auch in Deutschland: In den Wirren der Wendezeit erwarb BetandWin u.a. neben Sportwetten Gera Anbietern in der Bundesrepublik als "illegales Glücksspiel" ausgelegt. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom März dürfte demnach nur der Staatsmonopolist Oddset Sportwetten unter der Auflage anbieten, die "Spielsucht einzudämmen". Doch der Rechtmäßigkeit der Konzessionen der privaten Anbieter aus DDR-Zeiten muss das keinesfalls einen Abbruch tun. "Diese wurde sowohl vom Bundesverfassungsgericht als auch vom Bundesverwaltungsgericht grundsätzlich nicht in Frage gestellt", erklärte etwa Glückspielrechts-Experte Marcel Kaufmann der "Welt". nämlich sehr vorausschauend sogenannte "DDR-Lizenzen". Doch bekanntlich werden Sportwetten von privaten Anbietern in der Bundesrepublik als "illegales Glücksspiel" ausgelegt. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom März dürfte demnach nur der Staatsmonopolist Oddset Sportwetten unter der Auflage anbieten, die "Spielsucht einzudämmen". Doch der Rechtmäßigkeit der Konzessionen der privaten Anbieter aus DDR-Zeiten muss das keinesfalls einen Abbruch tun. "Diese wurde sowohl vom Bundesverfassungsgericht als auch vom Bundesverwaltungsgericht grundsätzlich nicht in Frage gestellt", erklärte etwa Glückspielrechts-Experte Marcel Kaufmann der "Welt". >> Schadenersatzansprüche in einer Größenordnung "von einer halben Milliarde Euro" Die Rechts- und damit auch die Geschäftsgrundlage von BetandWin in Deutschland bleibt damit wenige Tage vor dem Start der Bundesligasaison so offen wie die Frage, ob Vizemeister Werder Bremen zum Auftakt in einer Woche in Hannover mit Bwin als Trikotsponsor auf der Brust auflaufen kann. Sollte privaten Sportwettanbietern tatsächlich die Rechtmäßigkeit ihrer Lizenz abgesprochen werden, droht BetandWin-Vorstand Norbert Teufelberger schon mal mit massiven Schadenersatzansprüchen. "Allein im Zusammenhang mit der Betandwin e. K. ist von einer Größenordnung von einer halben Milliarde Euro auszugehen", erklärte er "Focus Money". Das entspräche gegenwärtig rund der Hälfte der Marktkapitalisierung. "Hinzu kämen Schadensersatzansprüche von Werbepartnern auf Grund ausgefallener Werbeeinnahmen". Für Anleger ist die BetandWin-Aktie damit selbst zur reinsten Wette geworden. Doch im Gegensatz zur festgelegten Sportwette scheinen die Gegner kaum überschaubar: Mal ist es die Justiz, mal sind die Sportereignisse selbst, mal ist es die Konjunktur – am Ende sind es vielleicht alle Faktoren zusammen. Ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis sieht anders aus. Quelle: yeald.de [+]
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FLUXX erhöht Umsatzprognose und reduziert Ergebniserwartung
FLUXX Halbjahresbericht Der Vorstand der im SDAX der Deutschen Börse notierten FLUXX AG (ISIN DE0005763502), Altenholz, hat den Beschluss gefasst, auch im zweiten Halbjahr 2006 verstärkt in die neuen Geschäftsfelder Sportwetten und Lotto-Stationärvertrieb zu investieren. Die bereits im ersten Halbjahr getätigten Investitionen in die Neukundengewinnung und den Ausbau des Vertriebs für das Sportwettenangebot "myBet.com" haben zu einer deutlichen Umsatzsteigerung geführt, auf dessen Basis jetzt weitere Marktanteile gewonnen und zukünftig hohe Deckungsbeitrage erzielt werden können. Das starke Umsatzwachstum wird von hohen Aufwendungen in der Wachstumsphase begleitet, so dass mindestens für 2006 mit Verlusten bei myBet.com gerechnet werden muss. Vor diesem Hintergrund lässt sich das prognostizierte Ergebniswachstum des FLUXX Konzerns zwischen 70 und 80 Prozent für das Gesamtjahr 2006 nicht mehr aufrecht halten. Auf der Umsatzseite zeichnet sich jedoch insbesondere durch das sehr erfolgreich verlaufende Sportwettengeschäft ein deutlich höheres Wachstum ab. Ursprünglich prognostizierte FLUXX für 2006 eine Umsatzverdoppelung. Nach vorläufigen Zahlen des ersten Halbjahrs 2006 (Jan.-Juni) steigerte der FLUXX Konzern seinen Nettoumsatz um 110 Prozent auf 23,5 Mio. Euro. Das Konzernergebnis lag nach den ersten sechs Monaten bei -744 Tsd. Euro. Zu dem Verlust beigetragen haben insbesondere erhöhte Marketing- und Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit den neuen Geschäftsfeldern Sportwetten und Lotto-Stationärvertrieb sowie ein extrem schwaches zweites Lotto-Quartal, in dem keine nennenswerten Jackpots zur Ausspielung kamen. Die durch das laufende Verfahren beim Bundeskartellamt sowie durch die in Folge der hohen Rechtsunsicherheit insbesondere im Bereich Sportwetten stark gestiegenen Rechts- und Beratungskosten belasten das Ergebnis deutlich. Bis zur einer umfassenden rechtlichen Klärung ist weiterhin mit hohen Aufwendungen in der Zukunft zu rechen. Der Vorstand rechnet nach der Investitionsentscheidung für das Geschäftsjahr 2006 mit einer Umsatzsteigerung zwischen 110 und 130 Prozent sowie einem ausgeglichen Konzernergebnis. Der vollständige Bericht über das erste Halbjahr 2006 wird am 10. August veröffentlicht. FLUXX AG Investor Relations Stefan Zenker Tel.: 040 / 85 37 88 47 mailto: stefan.zenker@fluxx.com DGAP 03.08.2006
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Die Börse Stuttgart startet neues Fondshandelssegment (I-FX)
Die Börse Stuttgart startet ihr Fondshandelssegment I-FX (gesprochen: ifix) am 01. August 2006. Innovativ dabei ist, dass beim Handel in I-FX auch ein Market-Maker verpflichtet werden kann, der gegenüber dem Skontroführer permanent verbindliche Preise für die von ihm gelisteten Produkte stellt. „Damit bietet die Börse Stuttgart den börslichen Fondshandel in einer qualitativ neuen Dimension an, erläutert Dr. Christoph Mura, Vorstand der boerse-stuttgart AG, die wichtigste Neuerung.“ „Unser Ziel mit I-FX war es, so Dr. Christoph Mura, dass wir uns im Sinne des Privatanlegers qualitativ vom üblichen Fondshandel abheben.“ Als Market-Maker konnte die Commerzbank AG gewonnen werden, die zum Start von I-FX 50 Fonds listen lässt. Damit hat die Börse Stuttgart bereits beim Start rund 50% des börslichen Umsatzes im Handel mit Publikumsfonds abgedeckt. Sukzessive soll dann die auf I-FX handelbare Produktpalette auf bis zu 2000 Fonds erweitert werden. Wie gewohnt sind die Qualität steigernden Verpflichtungen im Regelwerk von I-FX niedergelegt. Das Regelwerk ist auf der Internetseite der boerse-stuttgart AG unter www.boerse-stuttgart.de abrufbar. Erläuterungen: Der Skontroführer muss laufend Geld-/Briefkurse (Taxen) für die auf IF-X gehandelten Fondsanteile veröffentlichen. Dabei ist der vom Market Maker zur Verfügung gestellte verpflichtende Geld-/Briefkurs (Quote) zu berücksichtigen und die maximal zulässige Geld-/Briefspanne (Spread) einzuhalten. Der Skontroführer ist verpflichtet, einen Auftrag auszuführen, wenn dieser unter Berücksichtigung der veröffentlichten Geld-/Briefspanne (Taxe) ausführbar ist und das vom Skontroführer zur Verfügung gestellte Mindestvolumen nicht überschreitet. Source: financial.de
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Auf dem Markt für Zertifikate drohen Umschichtungen
Die Einführung einer Spekulationssteuer zum 1. Januar 2008 droht größere Umwälzungen im Markt für Zertifikate nach sich zu ziehen. Steuerexperten rechnen mit einer Verkaufswelle bei Produkten, deren Attraktivität vor allem auf der Steuerfreiheit von Spekulationsgewinnen beruht. Auch die Banken, die solche Produkte auflegen, erwarten Umschichtungen, sollten sämtliche Spekulationsgewinne ab 2008 zu versteuern sein. Die Tatsache, dass Spekulationsgewinne in Deutschland derzeit steuerfrei sind, solange der Investor die Wertpapiere länger als ein Jahr hält, gilt als ein Grund für den Boom von Discount-, Bonus- oder Indexzertifikaten. Diese Produkte haben daher in Deutschland nach dem Platzen der Aktienmarktblase so viel Zuspruch gefunden wie in keinem anderen Land. Nach gestern veröffentlichten Zahlen der Emittentenvereinigung Derivate Forum stieg das in Deutschland in Zertifikate investierte Vermögen seit Jahresanfang um knapp 15 Prozent auf 97 Mrd. Euro. Mehr als die Hälfte dieses Vermögens ist in Zertifikategattungen investiert, die Anleger unter steuerlichen Gesichtspunkten besser stellen als mit einer Direktanlage in Aktien oder Fonds. Die bei einem Direktengagement steuerpflichtigen Zins- und Dividendeneinnahmen fallen bei vielen Zertifikaten nicht an. Sie sind so konstruiert, dass beispielsweise Dividendenerträge als Kursgewinne zählen, die nach einem Jahr steuerfrei sind. Das dicke Bonbon der Steuerfreiheit fällt nun weg. "Die deutsche Besteuerung war bisher ein großer Anreiz, um Zertifikate zu zeichnen. Wenn sämtliche Spekulationsgewinne künftig besteuert werden, dann droht eine Verkaufswelle", sagt Steuerexperte Hubert Schmid von der Anwaltssozietät Clifford Chance. Auch Steuerfachmann Ulf Johannemann von Freshfields Bruckhaus Deringer hält die Steuerfreiheit für einen wesentlichen Kaufanreiz. Wie Anleger auf eine Spekulationssteuer reagieren werden, hänge jedoch von den Details der neuen Besteuerung ab. Die stehen bis jetzt noch nicht fest. Aber sollten Spekulationsgewinne ab dem Stichtag 1. Januar 2008 zu versteuern sein, gleich ob sie aus Altanlagen stammen oder aus neu gekauften Produkten, "dann müssen die Anleger aussteigen, sonst würden sie einen Teil ihrer Spekulationsgewinne verschenken", sagt Schmid. Damit könnten gigantische Volumen in Bewegung geraten. "Wenn so ein Stichtag kommt, dann wird die Rückabwicklung eine besondere Aufgabe für die Banken", sagt Schmid. Die Rückabwicklung dürfte schon allein deswegen komplex werden, weil die Produkte selbst komplex sind, glaubt er. Ein Produkt etwa, das den Gewinn des Anlegers von der Kursentwicklung der fünf stärksten Dividendentitel eines Aktienindexes abhängig mache, sichere die Bank mit einer ganzen Reihe von Derivaten ab. Zertifikate mit langen Laufzeiten oder gar Endloslaufzeiten könnten Anleger dann nur mit Abschlägen loswerden, befürchtet Schmid. Die Emittenten geben sich bis jetzt gelassen. "Der Derivatemarkt lebt schon lange nicht mehr von der Steuerfreiheit der Produkte", sagt Grégoire Toublanc von BNP Paribas. Sie seien auch auf Grund ihrer übrigen Eigenschaften attraktiv. Die Deutsche Bank will erst mit neuen Produkten reagieren, wenn das Gesetz sicher kommt und die Ausgestaltung feststeht. Klaus Oppermann, bei der Commerzbank zuständig für Zertifikate, hat bis jetzt noch keine Auswirkungen der Steuerpläne auf den Absatz bemerkt. "Der Zeitpunkt ist noch weit weg", sagt er. Aber er stellt auch fest: "Laufzeiten bis 2008 oder später werden von den Kunden vorsichtig hinterfragt." Bedeckt hält man sich offenbar auch, weil die Garantieprodukte, die 44 Prozent des Marktes ausmachen, durch die neuen Steuerregeln teilweise im Vorteil sind. "Da könnte es dann zu Verschiebungen hin zu diesen Produkten kommen", sagt Toublanc. Sicher ist: Die Banken haben den Stichtag längst im Blick. 484 Zertifikate haben sie in der ersten Woche nach dem Kabinettsbeschluss zur Abgeltungsteuer neu emittiert. Davon endet mehr als die Hälfte im vierten Quartal 2007. Index-, Basket- und Strategiezertifikate: Kommt es zu einer pauschalen Abgeltungsteuer, wäre diese Zertifikategattung der größte Verlierer. Bislang sind mögliche Gewinne nach Ablauf der Spekulationsfrist von zwölf Monaten steuerfrei. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob das Zertifikat aufgrund von Zins-, Dividenden- oder Kursgewinnen gestiegen ist. Bonus-, Teilschutz- u. Discountzertifikate: Außerhalb der Spekulationsfrist sind Gewinne derzeit steuerfrei. Die ansonsten steuerpflichtigen Dividenden der jeweiligen Basiswerte fließen in die Konstruktionen mit ein. Dieser steuerliche Anreiz fiele mit einer Abgeltungsteuer weg. Garantiezertifikate: Als Finanzinnovationen sind Zins- und Kursgewinne aus kapitalgarantierten Zertifikaten derzeit steuerpflichtig - und das unabhängig von der Haltedauer. Garantiezertifikate wären mit einer Abgeltungsteuer nicht länger steuerlich benachteiligt gegenüber anderen Anlageformen. Das könnte deren ohnehin große Popularität unter Anlegern zusätzlich beflügeln. Optionsscheine und Hebelzertifikate: Nach Ablauf der Spekulationsfrist sind Gewinne derzeit steuerfrei. Behalten Depotbanken allerdings automatisch die Abgeltungsteuer auf Gewinne bei einer Veräußerung ein, droht ein massiver Umsatzeinbruch. Mögliche Verluste könnten umgekehrt erst mit der Steuererklärung gegengerechnet werden. Im ersten Halbjahr setzten Emittenten mit Hebelprodukten in Deutschland 124 Mrd. Euro um. Express-/All-Time-High-Zertifikate: Bislang eine Grauzone, doch nach gängiger Interpretation sind Gewinne außerhalb der Spekulationsfrist steuerfrei, da keine Kapitalgarantie besteht. Der oft enthaltene Garantiemechanismus wird erst bei bestimmten Kursszenarien während der Laufzeit aktiviert. Aktienanleihen: Zinserträge und Kursgewinne sind schon heute unabhängig von der Haltedauer zu versteuern. Dieser steuerliche Malus fiele mit einer Abgeltungsteuer weg. Quelle: ftd.de
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Crédit Agricole und Société Générale fusionieren
Die beiden französischen Großbanken Crédit Agricole und Société Générale stehen nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg kurz vor der Gründung eines Joint Ventures für ihr US-Futures-Geschäft. Durch den Zusammenschluss von Calyon Financial (Crédit Agricole) und Fimat (Société Générale) entstünde der drittgrößte Broker für Futures und Optionen auf Zinsen, Metalle und Rohstoffe ein. Eine Sprecherin der Société Générale wollte den Bericht nicht kommentieren. Calyon, die Investmentbank des Crédit Agricole, reagierte nicht auf eine Anfrage. Laut Bloomberg diskutieren beide Großbanken derzeit die Bewertung ihrer Aktivitäten, die in das neue Gemeinschaftsunternehmen eingebracht werden sollen. Die Verhandlungen könnten in zwei bis drei Wochen zum Abschluss gebracht werden. Analysten halten die mögliche Kooperation für sinnvoll: „In diesem Geschäft sind große Investitionen nötig, daher muss man so groß wie möglich sein“, sagte Robin Down, Analyst bei HSBC. Sollten die beiden Banken gemeinsame Sache machen, würden sie dem derzeitigen Konsolidierungstrend folgen. Die UBS kaufte im Mai das Futures-Geschäft von ABN Amro für 386 Mill. Dollar und rückte auf Rang zwei der größten Broker hinter Goldman Sachs. Vorige Woche kaufte die Man Group 70 Prozent der Deutsche-Börse-Tochter Eurex US. Mit dem Kauf eines Futures sichert sich ein Investor den zukünftigen Erwerb eines Wertpapiers oder Rohstoffes zu einem fixen Preis. Das Geschäft wächst stark. Die Zahl der gehandelten Kontrakte legte zuletzt weltweit um zwölf Prozent zu. Zum Vergleich: Das Volumen an gehandelten Aktien an der New York Stock Exchange wuchs 2005 um zehn Prozent. Quelle: handelsblatt.com
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Fehler bescherte Google-Aktie Kurssturz
Menschliches Versagen an der Technologiebörse NASDAQ trieb kürzlich Google-Anleger an den Rande des Nervenzusammenbruchs: Die Google-Aktie verlor kurzerhand 90 Prozent ihres Werts und notierte bei nur mehr 38 Dollar. An der US-Technologiebörse NASDAQ ereigente sich Ende Juli ein Fehler, der vor allem bei Google-Anlegern kurzzeitig zu Herzrasen führte. Wie erst jetzt bekannt wurde und auch der Finanzpresse verborgen blieb, legte die Gogle-Aktie am 21. Juli kurz nach Börsenschluss 16.00 Uhr einen rasanten Kurssturz hin - um 90 Prozent: Zwei Minuten lang auf 38 Dollar Ganze zwei Minuten lang notierte das Papier nämlich um 38 Dollar, nachdem der Endkurs bei 387,12 Dollar gelegen hatte. Grund für die extreme Abwärtsbewegung: Offenbar tippte ein Mitarbeiter eines NASDAQ-Unternehmens die falsche Zahl ein, um einen Handel zu starten. Anleger herzinfarktgefährdet Ein Broker erzählte, dass einer seiner Kunden, der wenige Tage vorher Google-Aktien im Wert von 76.000 Dollar gekauft hatte, hysterisch wurde, nachdem er von dem Kurssturz erfahren hatte. "Ich war mir sicher, der Mann bekommt gleich einen Herzanfall". Und er war sicher nicht der Einzige. Transaktionen annulliert Um 17.01 Uhr verkündete die NASDAQ schließlich, dass alle nachbörslichen Google-Transaktionen unter 352,07 Dollar annulliert würden. Google gab zu dem Ereignis keinen Kommentar ab. Klar ist aber dass ein socher Kurssturz in so kurzer Zeit noch niemals stattgefunden hat, aber sicher den einen oder anderen Anleger daran erinnert hat, wie schnell die Dotcom-Blase platzen kann. Quelle: futurezone.orf.at
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Direktbanken schrecken Internetsurfer ab
Stagnierende Online-Umsätze bei Direktbanken sind auch auf die geringe Nutzerfreundlichkeit der Internetauftritte zurückzuführen. Bei zwei von drei Online-Banken sind die Nutzer unzufrieden mit der Webseite, hat das Marktforschungsinstitut psychonomics in einer aktuellen Studie herausgefunden. Dabei wurden die Online-Angebote von comdirect bank, Cortal Consors, DAB Bank, Deutsche Bank max blue, ING-DiBa und S-Broker getestet. Am besten schnitten in den Augen der 367 Testteilnehmer ING-DiBa und die comdirect bank ab. Vier der sechs getesteten Seiten haben den Befragten nicht gefallen - nur ein Drittel würde sie gerne wieder besuchen. "Die meisten Direktbanken versäumen es, auf ihren Webseiten die Sprache der Nutzer zu sprechen", nennt Christian Escher, Senior-Projektmanager von psychonomics, den wichtigsten Grund für die Unzufriedenheit. Immer noch benutzen Online-Banken viele Markenbegriffe, die dem Durchschnitts-Konsumenten unbekannt sind. "Auch bei der Architektur hapert es", erläutert Christian Escher, "große Werbebanner stehen oft im Missverhältnis zu einer kleinen Navigationsleiste." Jeder dritte Testuser gab bei vier der sechs Webseiten an, nach dem ersten Eindruck die Webseite nicht weiter anschauen zu wollen. Dieser Eindruck verstärkte sich bei der Testaufgabe, eine geeignete Anlagemöglichkeit für 5000 Euro zu finden. Bei keiner Online-Bank gelang dies wirklich allen Nutzern. Quelle: psychonomics AG / bankmagazin.de
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Cobracrest - Übernahme der Dunkelmänner
Schnell mal 30 Prozent mit der Aktie eines Unternehmens verdienen, das übernommen werden soll? Klingt verlockend, kann aber ganz miese Abzocke sein. Jüngster Fall: Cobracrest Nicht zustellbar. Ein UPS-Zettel mit dem Vermerk "Empfänger unter der angegebenen Adresse nicht zu ermitteln", ist beinahe alles, was Udo Kleiner (Name geändert) von seinem Engagement bei Cobracrest geblieben ist. Fast 40.000 Euro hatte der Anleger aus Düsseldorf in die Firma investiert, die Energydrinks, Diätpillen und rauchfreie Zigaretten herstellt. In weniger als einem halben Jahr schmolz die Summe auf etwa 2000 Euro zusammen. 10000 Cobracrest-Aktien hatte er für knapp vier Euro gekauft, nachdem eine US-Investmentgesellschaft namens Carlyle International ein Übernahmeangebot vorgelegt hatte. 5,23 Euro in Bar war der New Yorker Firma jede Cobracrest-Aktie angeblich wert – mehr als das Doppelte des Vortageskurses von 2,49 Euro. Wer seine Cobracrest-Papiere in Anteilsscheine von Carlyle International tauschen würde, sollte gar Aktien im Wert von 7,03 Euro bekommen. "Ich dachte: So einfach kannst du an der Börse nie wieder 30 Prozent Gewinn einsacken", erzählt Kleiner. Denkste! Die Aktie fiel vom nächsten Tag an wie ein Stein. Zuletzt notierte sie bei 23 Cent. Wie vielen anderen Anlegern auch, wurde Kleiner erst später klar, dass der vermeintliche Aufkäufer nicht die renommierte Carlyle Group war, die mehr als 35 Milliarden Dollar an Anlegergeldern verwaltet, sondern ein Luftschloss. Die Namensgleichheit war wohl kein Zufall. "Diesen Effekt nimmt man gerne mit", sagt der auf Anlegerschutz spezialisierte Münchner Rechtsanwalt Klaus Rotter. Er rät, bei extremen Aufschlägen auf den Börsenkurs "genau zu prüfen, wer hinter dem Übernahmeangebot steckt". Denn Cobracrest ist keineswegs ein Einzelfall (siehe Charts). Um sicherzugehen, dass er die Barabfindung von 5,23 Euro auch erhält, hatte Udo Kleiner seine Umtauschunterlagen per UPS-Expresssendung in die USA geschickt. Doch unter der angegebenen Adresse 590 Madison Avenue existiert kein Unternehmen namens Carlyle International. Noch nicht einmal einen Alibi-Briefkasten gibt es dort. Nachfragen unserer Redaktion beim Portier ergaben, dass "zumindest so lange ich hier arbeite, keine Firma dieses Namens hier ansässig war". Der Mann macht den Job seit drei Jahren. Während Kleiners Unterlagen auf dem Weg in die USA waren, untersagte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) die Übernahme – allerdings nur zum Teil. Am Barabfindungsangebot hatten die Börsenhüter nichts auszusetzen, lediglich die Aktientauschkomponente wurde verboten, weil Carlyle International keinen Wertpapierprospekt hinterlegt hatte. In der entsprechenden Adhoc-Mitteilung von Cobracrest wird mit keiner Silbe erwähnt, dass das Barangebot weiterhin hätte gültig bleiben müssen. Dort heißt es lediglich, die Bafin habe die Abwicklung des Übernahmevertrages "praktisch unmöglich gemacht". Hier soll, so mutmaßt der geprellte Anleger Kleiner, "der Bafin der schwarze Peter zugeschoben werden". Da Cobracrest nicht im amtlichen Handel, sondern nur im Freiverkehr notiert ist, "können wir mangels Zuständigkeit nicht die Barabfindungskomponente des Angebots zu prüfen", erklärt Bafin-Sprecherin Anja Neukötter. "Die Untersagung des öffentlichen Aktientauschangebots erfolgte auf Grundlage des Wertpapierprospektgesetzes." Der Anlegerschutz greift im Freiverkehr kaum. Im Prinzip kann jeder mit Übernahmeangeboten Kurse hochtreiben und dann einfach keine oder fehlerhafte Unterlagen einreichen. Die Bafin muss das Übernahmengebot in der Folge zurückweisen. Ein Nachspiel wird der Fall Cobracrest trotzdem haben: Wegen des Verdachts auf Marktmanipulation läuft ein Untersuchungsverfahren. Doch selbst wenn diejenigen ermittelt werden, die den Kurs getrieben haben, heißt das nicht automatisch, dass Anleger automatisch Schadenersatz bekommen. "Investoren müssten zivilrechtlich klagen", so Bafin-Sprecherin Neukötter. Nur gegen wen? Carlyle International trat selbst nie an die Öffentlichkeit, alle Meldungen zum Übernahmengebot kamen von stets Cobracrest. Auch der Mehrheitsaktionär Cobracrest London, ein Private-Equity-Fonds, der nach der geplatzten Übernahme wieder 98 Prozent der Anteile hält, gibt als Kontaktadresse stets Salzufer 8 in Berlin an. Dort residiert die deutsche Tochter, gemäß Eingendefinition ein "Lifestyle-Konzern", der - wiederum über etliche Tochterfirmen und Joint Ventures – seine Produkte vertreibt. Dass Anleger angesichts des intransparenten Firmengeflechts den Durchblick verlieren, "ist wahrscheinlich Sinn der Übung", vermutet Oliver Priess vom Berliner Anwaltsbüro Roscherstraße, das drei Geschädigte vertritt und sich vor Anfragen kaum retten kann. Immerhin hat Priess auf der Suche nach den Hintermännern eine heiße Spur: Auf seiner Homepage nennt er den als Vorstands-Chef von Carlyle International angegebene Ronald von N. Der war früher beim US-Terminmarkthändler Refco beschäftigt, der 2003 wegen Bilanzmanipulationen ins Visier der US-Behörden rückte. Und Axel T., der 2004 im Auftrag von Cobracrest London 86 Prozent des Börsenmantels von Advantec Biotechnologie erworben hatte, aus dem die deutsche Cobracrest hervorging, sei bei Gericht kein Unbekannter: Sein Name wird mit der Pleite der Immobilienfirma Aufina im Jahr 2002 in Verbindung gebracht. In der Berliner Cobracrest-Zentrale jedenfalls zeigt man sich bei der Suche nach den Hintermännern wenig kooperativ. Vorstands-Chef Richard Häusler ignorierte bislang alle Interview-Wünsche. Quelle: finanzen.net
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WAREN-TERMINGESCHÄFTE | Sicher ist nur die Provision
Sicher ist nur die Provision für den Vermittler Es ist zwar wettbewerbswidrig, aber es passiert immer wieder: Im Büro oder zu Hause ruft ein Callcenter-Mitarbeiter an und offeriert ein Warentermingeschäft. Die Stiftung Warentest empfiehlt, bei solchen Anrufen mehr als vorsichtig zu sein Hamburg - Nach Angaben der Stiftung Warentest erreichen die Spesen, die Anleger für am Telefon vermittelte Warentermingeschäfte zahlen, oft astronomische Höhen - teils bis zu 56 Prozent des Anlagebetrages. Anleger müssen für die Provisionen der Vermittler aufkommen und zusätzlich werden Gebühren für jeden Kauf und Verkauf fällig. Je öfter der Anlageberater im Auftrag der Kunden verkauft und dann wieder kauft, umso öfter kassiert er Gebühren. Das Geld des Kunden ist auf diese Weise schnell aufgebraucht, warnen die Verbraucherschützer. Keinesfalls sollten Anleger Kapital nachschießen, um Verluste wieder wettzumachen. Denn Termingeschäfte sind nichts für Börsenlaien. Selbst Profis haben dabei schon viel Geld verloren. Man sollte also besser die Finger davon lassen, auch wenn die Gewinnversprechen noch so gut klingen. Ein Termingeschäft funktioniert im Prinzip nicht viel anders als eine Pferdewette. Der Anleger kauft Wertpapiere oder Lieferkontrakte, zum Beispiel für Öl, Kaffee, Gold oder Devisen mit der Option, sie zu einem festgesetzten Termin wieder zu verkaufen. Dabei spekuliert er darauf, wie sich die Preise zu diesem Verkaufstermin verändert haben könnten. Die sogenannten Warentermingeschäfte auf Rohstoffe werden besonders oft auf telefonischem Wege angebahnt - viele Telefon-Vermittler gehen dabei betrügerisch vor. Üblicherweise spricht man ab einem Zeitraum von mehr als zwei Tagen zwischen Kauf und Verkauf von einem Termingeschäft. An der Börse kommt es als Future oder Option vor. Die Gefahr besteht darin, dass sich die Preise oft nicht wie erwartet entwickeln. Der Anleger muss aber dennoch seine Papiere zum festgelegten Termin verkaufen und so mitunter Verluste hinnehmen. Außerdem halten die Vermittler die Hand auf. Urteil: Verlustrisiken müssen glasklar beschrieben sein Wer sich trotz des hohen Verlustrisikos an Termingeschäften beteiligen will, sollte unbedingt vorher die Prospekte der Vermittlungsfirmen studieren. Darin wird auf die Gefahr des Totalverlustes wegen hoher Spesen hingewiesen. Die Unternehmen sind verpflichtet, auch unerfahrenen Anlegern einen realistischen Eindruck von den Risiken des Börsentermingeschäfts zu vermitteln. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) verweist in diesem Zusammenhang auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg. Darin stellen die Richter fest, dass Verlustrisiken in einer auch dem flüchtigen Leser unmissverständlichen Weise und auffälligen Form ohne jede Beschönigung darzulegen sind (AZ: 1 U 78/05). Anleger, die bei Termingeschäften Geld verloren haben und sich betrogen fühlen, sollten einen Anwalt konsultieren und gegebenenfalls klagen. In manchen Fällen mussten Finanzvermittler bereits Schadenersatz zahlen, weil sie unerfahrene Kunden nicht über das Chance-Risiko-Verhältnis der Termingeschäfte aufgeklärt hatten Quelle: spiegel.de
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Wettaktien sind nichts für schwache Nerven
Die Papiere der Sportwettenanbieter weisen zum Teil kräftige Kursgewinne auf, doch die unklare Rechtslage in Deutschland bremst die Entwicklung. Außerdem sind viele Werte noch zu klein. Der 28. März sollte für Cashbet ein großer Tag werden. Das Unternehmen aus dem schwäbischen Heidenheim, das über Oddsline.de Sportwetten im Internet vermittelt und Selbstbedienungsterminals für Wettbüros verkauft, ließ sich an den Börsen in Frankfurt, Stuttgart und Berlin listen. Man wollte reichlich Anlegergeld einsammeln, um für das Riesengeschäft mit der Fußballweltmeisterschaft gerüstet zu sein. Doch alles kam anders: Denn ebenfalls am 28. März verkündete der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts sein Urteil über die Vermittlung von Sportwetten. Diese bleibt zunächst Privileg des staatlichen Monopolisten Oddset. Erst 2007 soll der Gesetzgeber den Sportwettenmarkt endgültig regeln. Bis dahin gilt das Geschäftsmodell von Cashbet, je nach Auslegung, in Teilen als illegal. Die Aktie befindet sich im Sturzflug. Der Münchener Konkurrent Bet 3000, der ebenfalls noch zur WM an die Börse wollte, sagte sein IPO vorsorglich ganz ab: "Der rechtliche Rahmen ermöglicht dies zur Zeit nicht", sagt Vorstand Magnus von Zitzewitz. Bis auf weiteres ist also nur eine Hand voll deutscher Anbieter an der Börse, die sich beim Thema Sportwetten in einer rechtlichen Grauzone bewegen: die Lottoannahmestellen Tipp 24 und Fluxx, außerdem Sportwetten.de und Stratega Ost, die sich bis vor kurzem auf Beteiligungen in Osteuropa und Asien beschränkt hatte. "Solange die Rechtslage nicht geklärt ist, wird das auch so bleiben", analysiert der auf Wettfirmen spezialisierte Unternehmensberater Jens Leinert aus Offenbach. Anders im Ausland: Die Buchmacher und Wettanbieter aus Großbritannien gelten schon heute als sichere Investments. "Unternehmen wie Sportingbet, William Hill und Ladbrokes sind so gut wie Blue Chips", sagt Leinert. Markt bleibt interessant Die griechische OPAP, die seit den 50er Jahren in ihrer Heimat als Monopolistin für Glücksspiel, Lotto und Sportwetten agiert und 50 Prozent des Heimatmarktes beherrscht, gehört mit einem Umsatz von fast 3,7 Mrd. Euro im Jahr 2005 zu den größten Unternehmen Griechenlands. Von Österreich aus, wo auch private Firmen Sportwetten anbieten dürfen, ist Betandwin auf dem europäischen Markt aktiv. Hier sitzen außerdem die börsennotierten Anbieter Admiral Sportwetten und Bet-at-home.com. Wettexperte Leinert geht wie die meisten Beobachter davon aus, dass 2007 auch Deutschland den Markt freigibt. "Dennoch ist die Entwicklung hier unsicherer", sagt der Unternehmensberater, der deutsche Anbieter im Moment für eine eher spekulative Anlage hält. Die Kurse aller etablierten Wettanbieter sind kräftig gestiegen, Betandwin etwa konnte den Kurswert seit 2005 um mehr als 370 Prozent steigern - auch wenn die Aktie zuletzt wieder deutlich gefallen ist. Die deutsche Bet-at-Home, die ihren operativen Sitz in Linz hat, hat seit ihrem Börsengang Ende 2004 ebenfalls einen dramatischen Anstieg von 7 Euro auf zeitweise 76 Euro geschafft. Derzeit steht sie bei knapp 40 Euro. "Der große Hype ist inzwischen wieder aus den Werten raus", sagt Marcus Sander, Analyst für Sportwettfirmen beim Bankhaus Sal. Oppenheim. "Aber der Markt ist weiter interessant." Studien zufolge soll die Branche bis 2010 weltweit um durchschnittlich neun Prozent pro Jahr wachsen. "Man muss sehr genau schauen, welche Unternehmen man auswählt", sagt Oppenheim-Experte Sander. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Portalbetreibern, Wettvermittlern, Buchmachern und den Lieferanten - etwa von Software oder Wettautomaten. Die österreichische Betandwin etwa hat sich an der Firma Ongames beteiligt, die auf Pokersoftware spezialisiert ist. Ongames wiederum betreibt die Seite Europoker.net - mit einem selbstentwickelten IT-System. Praktisch alle Sportwettenanbieter haben auf diese Weise über Beteiligungen und eigene Firmen zusätzlich Glücksspiele im Angebot, erläutert Wettexperte Jens Leinert. "So will man neue Kunden gewinnen. Ein Casinokunde ist in der Regel auch empfänglich für Wetten." Cross-Selling ist überlebenswichtig für die Branche, denn im Internet, wo sich mit wenigen Mausklicks Einsätze und Quoten vergleichen lassen, ist die Wechselbereitschaft der Kunden groß. Stabiler und zudem weniger abhängig von Lizenzen und Wettverboten sind Zulieferer wie die schwedische Boss Media, die sich in den vergangenen Jahren vom Onlinekasino zum Internetdienstleister gemausert hat. Als einziges Unternehmen, das nicht selbst Wetten anbietet, ist Boss Media im "Lucky Basket" vertreten, einem Zertifikat aus acht Wettaktien, das die Wiener Raiffeisen Centrobank im Herbst 2005 aufgelegt hat. Mit dabei sind - zu jeweils gleichen Teilen - außerdem die Branchengrößen Betandwin, Sportingbet, William Hill und die schwedische Unibet Group, außerdem die italienische Lottomatica, die britische Party Gaming und die deutsche Fluxx. Als weiteres strukturiertes Sportwettenprodukt im deutschsprachigen Raum kam im März 2006 der S-Box-Sportwetten-Index der Stuttgarter Börse hinzu, für den die Deutsche Bank ein Indexzertifikat anbietet. Der S-Box-Index gibt die Kursentwicklung von insgesamt neun Unternehmen wieder. "Ein breiterer Querschnitt ist noch nicht möglich", sagt Steffen Scheuble, Geschäftsführer des Zertifikatejournals, der den Index für die Stuttgarter Börse entwickelt hat. In die Liste kommen nur Anbieter mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 75 Mio. Euro, ausreichendem Handelsvolumen und Börsenlisting in einem von 24 Ländern, welches für den Sportwettenmarkt wichtig ist. "Viele der Aktien im Bereich Sportwetten sind entweder von der Marktkapitalisierung zu klein oder weisen keinen großen Börsenumsatz auf", sagt Scheuble. Obwohl Anleger noch nicht allzu viele Investmentmöglichkeiten vorfinden, hat das Segment seiner Meinung nach Potenzial: "Noch steckt das Geschäft in den Kinderschuhen. Es kann durchaus sein, dass wir erst am Beginn einer langfristigen Entwicklung stehen", sagt Scheuble. Quelle: ftd.de
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Finger weg von Fußball-Aktien!
Fußballaktien sind ein riskantes Spiel. Das zeigen auch die Wertpapiere der italienischen Vereine. Sie volatil zu nennen, wäre gelinde ausgedrückt. Die Anleger, die beim Börsengang – oft aus Treue zum eigenen Club – zugriffen, haben jede Menge Geld verbrannt. Der jüngste Fußballskandal hat das Bild in Italien nur verschlimmert und bei den Anlegern Herzrasen ausgelöst. MAILAND. Nach der Verkündung des Sport-Urteils der zweiten Instanz am Dienstag- abend ging die Juventus-Aktie am nächsten Tag auf Talfahrt und wurde vom Handel ausgesetzt. Anscheinend hatten einige Anleger tatsächlich gehofft, dass ihr Verein trotz der massiven Manipulationen in der italienischen Eliteliga - Serie A - bleiben dürfte. Am Donnerstag erholte sich der Titel dann wieder leicht. Lazio Rom, ebenfalls vom Skandal betroffen, aber in zweiter Instanz doch noch in die Serie A zurückgehievt, machte am Mittwoch einen deutlichen Sprung nach oben. Dennoch bleiben die Aktien über die Jahre hinweg eine Enttäuschung. Der Vorreiter der börsennotierten Vereine, Lazio Rom, ging 1998 zu einem Preis von 3,05 Euro an die Börse. Heute liegt das Papier bei 44 Cent. AS Rom, 2000 zu knapp sechs Euro an die Börse gekommen, liegt mittlerweile unter 90 Cent. Und auch der einstige Erfolgsverein Juventus, der Dritte im Bunde, kann keine tolle Performance bieten: Die schwarz-weißen Titel kosteten 2001 noch 3,70 Euro, am Donnerstag waren es noch 1,60 Euro. Das Problem bei den Kicker-Aktien ist vor allem, dass sie wenig mit rationalem Anlegerverhalten zu tun haben. Da häufig Fußballfans die Aktien im Streubesitz halten, richten sich die Kurse eher nach Anzahl der Tore als nach den tatsächlichen Bilanzen der Vereine. Und die Clubs lassen sich von den Anlegern nur ungern in die Karten schauen. Transparenz ist bei Fußballaktien ein Fremdwort. Selbst die italienische Börsenaufsicht Consob informieren die Vereine nur unzulänglich. Als etwa im Zuge des jüngsten Fußballskandals klar war, dass Juventus voraussichtlich aus der ersten Liga absteigen werde, ließ es der Turiner Club bei der lapidaren Erklärung, ein Abstieg werde wirtschaftliche Folgen haben. Die Consob selbst hat auf Grund der miserablen Informationspolitik der Vereine versucht, die Hauptaktionäre in Einzelgesprächen davon zu überzeugen, den Streubesitz zurückzukaufen und so die Aktie von der Börse zu nehmen. Das Problem dabei: Die Hauptaktionäre wollen kein Geld auf den Tisch zu legen. Für die Besitzer der Vereine ging die Rechnung jedenfalls auf. Sie haben bei den Börsengängen erhebliches Kapital in die eigene Kasse gespült. Die Anleger haben das Nachsehen. Doch eine Alternative bleibt den Tifosi: Wer unbedingt auf seinen Verein wetten will, kann bei den Online-Wetthäusern auf einzelne Spiele setzen. Allerdings weiß man gerade in Italien auch dabei oft nicht, worauf man sich einlässt ! Quelle: handelsblatt.com
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Hedge-Fonds forcieren Börsengänge
Hedge-Fonds spielen für den Erfolg eines Börsengangs (IPO) eine immer größere Rolle. Das geht aus Berechungen führender europäischen Emissionsbanken hervor. Zwischen 20 und 30 Prozent der Gesamtnachfrage nach neuen Aktien könne derzeit bereits von dieser Investoren-Gruppe kommen, schätzt die US-Investmentbank Goldman Sachs. Hedge-Fonds beeinflussten beispielsweise den umstrittenen Börsengang des russischen Ölriesen Rosneft vor wenigen Wochen. Die Emission des russischen Ölkonzerns war mit einem Volumen von 10,4 Mrd. Dollar die mit Abstand größte im laufenden Jahr. Weil vielen Investmentfonds und Pensionskassen die Bewertung zu hoch war, verkaufte Rosneft rund die Hälfte seiner Aktien an strategische Investoren aus der Ölindustrie wie den britischen BP-Konzern. Nach Informationen aus Finanzkreisen ging ein großer Teil der restlichen Anteile an Hedge-Fonds. Ebenfalls auffällig: Hedge-Fonds sind als Investoren bei den Emissionsbanken nicht weniger beliebt als gewöhnliche Investmentfonds. „Sie steuern oft sehr große Orders bei und geben ihre Anteile auch nicht unbedingt schneller wieder ab als andere Investoren“, sagt Goldman-Sachs-Direktor Christoph Stanger. Auch der Eindruck, Hedge- Fonds seien an besonders spekulativen Neuemissionen interessiert, sei falsch. Gerade bei extrem konservativen Titeln wie der österreichischen Post sei deren Interesse besonders groß gewesen, erklärt Goldman Sachs. Das einstige Staatsunternehmen versprach vor der Emission im Mai laut Analystenberichten lediglich ein jährliches Umsatzwachstum von einem Prozent. Dafür lockte es mit einer jährlichen Dividendenrendite von fünf Prozent. Weil das Interesse der gewöhnlich sehr verschwiegenen und wenig regulierten Hedge-Fonds auch in Zukunft vorhanden sein dürfte und sich die Märkte nach dem Kursrutsch im Mai und Juni etwas stabilisiert haben, geht die Mehrzahl der Banker auch davon aus, dass sich der positive Trend aus dem ersten Halbjahr fortsetzt. Noch vor wenigen Wochen gab es Befürchtungen, die IPO-Konjunktur könnte erlahmen. Im Juni waren in Europa innerhalb von drei Tagen sieben Börsengänge mit einem Wert von 2,2 Mrd. Dollar abgesagt worden. Im gesamten Monat zogen die Banken elf Emissionen im Volumen von 4,2 Mrd. Euro zurück – fast doppelt so viel wie in den Monaten Januar bis Mai insgesamt. Nun zeichnet sich eine Trendwende ab. Der Beschichtungs-Spezialist ITN Nanovation holt am heutigen Freitag seinen im Juni verschobenen Börsengang nach. Auch Wacker Construction, deren Emission im Juni ebenfalls abgesagt worden ist, will bald den zweiten Versuch starten. Der nächste große deutsche Börsenkandidat ist die Infineon-Tochter Qimonda mit einem Emissionsvolumen von bis zu 1,15 Mrd. Dollar. Die Erstnotiz ist vermutlich am 8. August in New York. „Natürlich sind die Risiken gestiegen“, meint ein Londoner Investmentbanker. Dennoch gibt es nach wie vor eine lange Warteschlange. Die meisten Emittenten hätten akzeptiert, dass sich nicht mehr so hohe Bewertungen durchsetzen ließen wie zuletzt. Quelle: handelsblatt.com