CHAPTER11
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Fluxx-Tochter myBet.com auch im 2. Quartal mit Verlust
KIEL (Dow Jones)--Die Fußball-Weltmeisterschaft hat der zur Fluxx AG gehörenden Online-Plattform für Sportwetten MyBet.com nach einer ersten Auswertung zu einem mehr als verdoppelten Wettumsatz verholfen. Wie Fluxx am Donnerstag in einem Aktionärsbrief schreibt, ist jedoch auch im zweiten Quartal mit einem negativen Ergebnisbeitrag zu rechnen. Zur Begründung nannte das SDAX-Unternehmen deutlich erhöhte Marketingaufwendungen für die Gewinnung von Neukunden. Werbung Fluxx hat sich im ersten Quartal mit 77% bei der myBet.com-Mutter QED Ventures Ltd beteiligt. Im Bericht zum ersten Quartal heißt es, der relativ hohe negative Ergebnisbeitrag aus dem Sportwettengeschäft von MyBet.com dürfte in den nächsten Quartalen deutlich gesenkt werden können. Für die ersten drei Monate wies Fluxx für QED einen anteiligen Verlust am Gesamtergebnis von 300.000 EUR aus. Insgesamt erwirtschaftete Fluxx bis März einen Periodenüberschuss von 16.000 EUR. Ferner schreibt Fluxx in ihrem Aktionärsbrief, mit der Lottogesellschaft in Schleswig-Holstein werde über die Fortführung der Kooperation bei der elektronischen Annahme von Lottoscheinen und den Betrieb des Internetportals lotto-sh.de über 2006 hinaus verhandelt. Die Lottogesellschaft hatte die Verträge vor zwei Wochen gekündigt. Quelle: finanztreff.de
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Germany : Bremen Cotton Market
Trade sources released varying reports about the demand for cotton during the week under report. On one side the forthcoming works holidays had already a limiting effect, but on the other side the heavy downtrend of the New York cotton futures market at the end of the reporting period created some new buying interest increased. The price ideas of the buyers however did in most cases not meet the possibilities of the merchants and as a consequence only few new contracts could be closed. The range of supply was also restricted because of the lacking offers from the countries of origin. In the Upland range, turnovers were registered as follows: Central Asian sorts for the 3rd and 4th quarter 2006 and for the 1st quarter 2007; West African types for the 3rd and 4th quarter 2006 and the 1st quarter 2007; Greek descriptions for the 3rd and 4th quarter 2006, as well as Turkish rollerginned for the 1st quarter 2007. In the long- and extra long staple range, contracts were realised in Egyptian GIZA 88 for the 3rd quarter 2006; Sudan Barakat for the 3rd quarter 2006 and USA Pima for the 3rd quarter 2006. Bremen Cotton Exchange (Bremer Baumwollboerse) was founded in 1872 and was created to maintain and to promote the interests of all those connected with the international cotton trade. Today the membership of the Bremen Cotton Exchange consists of 201 members residing in Germany, Europe and overseas. Membership in the Bremer Baumwollbörse indicates that a firm is of good standing, of moral integrity for fulfilling its commitments, and of financial responsibility. http://www.baumwollboerse.de/ Source: fibre2fashion.com
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Mögliche Arena-Kooperation beflügelt Premiere-Aktie
Frankfurt (Reuters) - Die Aussicht auf eine Kooperation mit dem Rechtevermarkter Arena bei der Übertragung der Fußball-Bundesliga hat die Aktien von Premiere am Donnerstag vorbörslich beflügelt. Auf der elektronischen Handelsplattform Instinet stiegen die Papiere um 27 Prozent. Im Geschäft des Brokerhauses Lang & Schwarz schossen sie sogar um 30 Prozent in die Höhe. Am Mittwoch hatten sie bei 8,25 Euro geschlossen. Einer mit dem Vorgang vertrauten Person zufolge sollen die 800.000 Kunden, die Premiere über das Kabelnetz von Kabel Deutschland (KDG) sehen, das Arena-Fußballangebot über Premiere abonnieren können. In Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sowie über Satellit werde Arena die Übertragungen selbst vermarkten. Monatelange Verhandlungen über die Einspeisung der Arena-Übertragungen in das KDG-Netz waren ohne Ergebnis geblieben. Quelle: reuters
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bet-at-home will Aktienrückkaufsprogramm genehmigen lassen
Über die Börse oder per Angebot an die Aktionäre sollen rund 351k Stück gekauft und entweder eingezogen oder als Akquisitionswährung verwendet werden bet-at-home lädt am 31.08.06 zur ordentlichen Hauptversammlung in Düsseldorf. Auf der Tagesordnung stehen naben den üblichen Punkten (Jahresabschlusses 2005, Lageberichts, Berichts des Aufsichtsrats, Entlastung und Abschlussprüferwahl) auch ein Aktienrückkaufsprogramm mit anschliessendem Einzug der Stücke oder deren Verwendung als Akquisitionswährung. Der Vorstand will sich von der HV bis zum 29. Februar 2008 ermächtigen lassen mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu 350.900 Aktien zu erwerben. Die zeitliche Befristung gilt nur für den Erwerb, nicht für das Halten der Stücke. Der Erwerb soll über die Börse oder mittels eines an die Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder einer an die Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten erfolgen. Bei einem Kauf über die Börse bzw. mittels Aktionärsangebot, darf der gezahlte Gegenwert den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Börse Frankfurt an den drei Börsentagen vor dem Erwerb eigener Aktien um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten. Die zurückgekauften Stücke sollen eingezogen, über die Börse wiederveräussert oder als Akquisitionswährung verwendet werden dürfen. Quelle: wirtschaftsblatt.at
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Gute Zeit für Zinssammler
Aktienanleihen locken die Anleger mit überdurchschnittlichen Zinsversprechen. Ihre Kupons fallen zur Zeit besonders üppig aus, da die Aktienkurse seit einigen Wochen wieder stärker schwanken. 30 Prozent Ertrag sind möglich. Doch anders als der Name suggeriert, handelt es sich bei diesen Anleihen nicht um festverzinsliche Wertpapiere. Anleger bekommen deswegen nicht deren Sicherheit, sie gehen vielmehr ein Aktienrisiko ein: Denn bei der Fälligkeit der Finanzprodukte zahlt die Bank - abhängig von der Kursentwicklung des Basiswertes - entweder in bar oder überträgt die Aktien selbst, die schlimmstenfalls wertlos sein können. „Waren bei Aktienanleihen auf Thyssen-Krupp vor rund einem Jahr noch Kupons von 7 Prozent üblich, so sind es nun 15 Prozent“, sagt Christopher Maaß von Sal. Oppenheim. Allein die jüngsten Kursturbulenzen hätten bei den Werten aus dem Deutschen Aktienindex Dax durchschnittlich einen Zinsaufschlag von bis zu 3 Prozentpunkten gebracht, erläutert Michael Lindner von der BHF-Bank. Dabei liegen Aktienanleihe-Klassiker, wie es Produkte auf Allianz, Daimler-Chrysler, die Deutsche Telekom oder Siemens sind, mit Zinsen von gut 10 Prozent am unteren Ende der Skala. Bei riskanteren Werten sind freilich noch höhere Kupons möglich. Einer der Spitzenreiter ist derzeit laut Maaß Premiere mit 30 Prozent. Solch hohen Zinsen finden sich bei Emissionen jüngeren Datums. Ältere Derivate mit niedrigeren Kupons notieren entsprechend unter pari, also unter 100 Prozent. Manchmal bleibt nur die Hoffnung auf Kurserholung Das Besondere an Aktienanleihen: Der Emittent entscheidet am Laufzeitende, ob er die Anleihe zum Nennwert - sprich zu 100 Prozent - zurückzahlt oder eine festgelegte Anzahl von Aktien liefert. Letzteres tut er dann, wenn der aktuelle Aktienkurs zu diesem Zeitpunkt unter dem bei der Emission vereinbarten Basispreis liegt. Positive Börsenphasen sind daher eher gut für den Aktienanleihebesitzer. Kursverluste, die meist mit höheren Schwankungen (Volatilitäten) einhergehen, können dagegen gefährlich werden. Je volatiler eine Aktie ist, desto üppiger ist zwar der Zinskupon, desto höher ist aber auch das Risiko für eine Tilgung in Aktien, deren Wert gefallen ist. In den zurückliegenden zwölf Monaten seien im Durchschnitt rund 88 Prozent der hauseigenen Produkte in bar getilgt worden, sagt Maaß. Der Dax liegt seither gut 20 Prozent im Plus. Anders im Jahr 2002. Damals wurden aufgrund der fortgesetzten Aktienbaisse rund 90 Prozent aller fälligen Aktienanleihen nicht mit Bargeld abgelöst, sondern durch Aktien getilgt, deren Kurs zum Teil stark gefallen war. Bei einer Aktientilgung bleibt dem Anleger freilich noch der Zinskupon. Und erst wenn der Auszahlungswert unter dem Einsatz abzüglich der Zinszahlung liegt, rutscht der Anleger - die Kosten für Wertpapierkauf und Bankdepot nicht eingerechnet - in die Verlustzone (siehe Grafik). Bekommt er also Aktien, dann bleibt ihm nur die Hoffnung auf eine Erholung. Für seitwärtstendierende Märkte geeignet „Anleger sollten eine positive Einstellung zu einem Basiswert haben und nicht blind jede Anleihe mit einem hohen Kupon kaufen“, kommentiert Maaß daher die mögliche Aktienlieferung. Allerdings sollte die Erwartung auch nicht zu positiv sein, denn sonst machen andere Derivate-Strukturen oder auch der Aktienkauf selbst mehr Sinn. Denn Aktienanleihen sind vor allem für seitwärtstendierende und leicht positive Märkte geeignet. Wie bei anderen derivativen Finanzprodukten auch handelt es sich hier um Bankschuldverschreibungen, deren Rückzahlung im Falle einer Insolvenz des Emittenten gefährdet ist. Die Bonität der Bank ist daher wichtig. Auch bei Aktienanleihen entgehen dem Anleger die Dividenden. Käufer sollten bei Aktienanleihen zudem bedenken, daß bei einem Kauf zwischen den Zinsterminen Stückzinsen anfallen, rät Maaß. Die Papiere laufen in der Regel zwölf bis 15 Monate. Aber auch Laufzeiten von drei Jahren könnten in der aktuellen Marktphase wieder mit attraktiven Zinsen von durchschnittlich 8 Prozent versehen werden, meint Lindner. Besonders hohe Kupons finden sich bei Kurzläufern. Steuerliche Behandlung ein klarer Nachteil Klarer Nachteil von Aktienanleihen ist ihre steuerliche Behandlung. Während bei anderen Derivaten die Kursgewinne nach Ablauf der bislang geltenden einjährigen Spekulationsfrist steuerfrei vereinnahmt werden können, ist das bei Aktienanleihen anders. Sie gelten als Finanzinnovationen, daher sind Kurs- und Zinsgewinne stets mit dem persönlichen Einkommensteuersatz zu versteuern. Damit ist das Zinspendant zu den beliebten Discount-Zertifikaten, denn nicht anderes sind Aktienanleihen, im Hintertreffen. Es sei denn, es kommt zu Kursverlusten. Diese können bei Aktienanleihen auch nach der Jahresfrist steuerlich geltend gemacht und nicht nur gegen Kapitaleinkünfte, sondern auch gegen andere Einkommensarten wie Gehalt aufgerechnet werden. Trotz der schmerzvollen Erfahrungen aus den Zeiten der Aktienbaisse, sind Aktienanleihen aufgrund der attraktiven Kupons wieder gefragt. Für viele Anleger bleibt die absolute Höhe der Zinsen und damit das Zinssammeln ein wichtiges Kaufargument, begründet Lindner. Etwa 5.000 Aktienanleihen soll es Schätzungen zufolge in Deutschland derzeit geben. Auch Doppelaktienanleihen finden sich darunter. Hier wird die Rückzahlung an zwei Aktienwerten gemessen. Der in der Kursentwicklung schlechteste Wert fließt dem Anleger zu. Bei Anleihen, die auf Indizes basieren, werden im Fall der Fälle statt der Aktien Indexzertifikate geliefert. Sonderformen bieten einen gewissen Schutz gegen Kursverluste. Allerdings geht dies zu Lasten des Zinskupons. Das Emittentenfeld hat sich auf zehn geweitet: Gemessen an den Anlagevolumina und den Umsätzen ist Sal. Oppenheim marktführend gefolgt von der BHF-Bank. Quelle: faz.net
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Nippons Abschied von Nullzinspolitik erregt Börsianer
Geldpolitische Wende der Bank von Japan stellt globale Märkte auf Probe - Gefahr für spekulative Anlageklassen - Nutznießer Nikkei Berlin - Was interessiert's die deutschen Anleger, wenn in Japan ein Sushi-Röllchen zu Boden fällt? Kaum mehr Relevanz scheint auf den ersten Blick die bevorstehende Zinserhöhung der Bank von Japan zu haben. Entsprechend ist das morgen beginnende Treffen von Nippons Notenbankern nur in den wenigsten Terminkalendern vermerkt. Doch was so harmlos als Zinsentscheid in Fernost daherkommt, hat das Zeug, die globalen Finanzmärkte ordentlich durcheinanderzuwirbeln. Schließlich gilt die jahrelange japanische Nullzinspolitik als einer der Triebkräfte der weltweiten Börsenhausse seit 2003. "Institutionelle Investoren aus aller Welt, insbesondere Hedge-Fonds, haben sich bisher Geld in Tokio quasi gratis geliehen, und damit in unterschiedlichsten Asset-Klassen und Märkten spekuliert", sagt Millennium-Stratege Roger Nightingale. Das hat dazu geführt, daß die Rallye der Schwellenlandbörsen ebenso wie einiger Rohstoffmärkte mit billigem japanischem Geld zusätzliches Tempo erhielt. Diese in der Finanzwelt als "Carry Trades" bekannten lukrativen Arbitrage-Geschäfte könnten nun auslaufen. Zwar erwartet die übergroße Mehrheit der Beobachter lediglich einen Trippelschritt um 25 Basispunkte auf einen Leitzins von dann 0,25 Prozent. Allerdings bedeutet dies nicht nur eine Zinswende, sondern auch das Ende der seit knapp sieben Jahren im Land der aufgehenden Sonne praktizierten Nullzinspolitik. Die Wirkung auf die internationalen Finanzmärkte wird dadurch noch verstärkt, daß der Kurs Richtung geldpolitischer Normalisierung auch die Zeit des schwachen Yens beenden könnte. Dies macht "Carry Trades" deutlicher unattraktiver, da den spekulativen Investoren unkalkulierbare Währungsverluste drohen. "Die Bank von Japan ist für die Märkte derzeit wichtiger als die US-Notenbank und die Europäische Zentralbank", sagt Andrew Bosomworth von der Fondsgesellschaft Dit. Die damit einhergehende Liquiditätsverknappung in Japan könne die internationalen Börsen durchschütteln. Derzeit sei noch viel billiges japanisches Geld in Rohstoffen, Renten und Emerging Markets wie der Türkei unterwegs. "Dieses Kapital könnte abgezogen werden, wenn die Zinsen im Land des Lächelns nun sukzessive steigen, was wiederum Belastungen in einzelnen Asset-Klassen nach sich ziehen dürfte." Vor diesem Hintergrund wird klar, daß die Leidtragenden der geldpolitischen Wende nicht nur am Kabuto Cho sitzen, sondern auch sonstwo auf dem Globus zu finden sind. Bereits der Börseneinbruch im Mai wird von manchen Strategen den japanischen Währungshütern zugeschrieben. Mit ihrer Ankündigung aus dem März, auf die Zinsbremse zu treten, hatten sie einen Einbruch der Liquidität hervorgerufen. "Der weltweiten Börsenhausse wurde damit Sauerstoff entzogen", resümiert Nightingale. Doch der erwartete Zinsschritt der Notenbanker hat nicht nur negative Auswirkungen auf die Märkte. "Mit einer solchen Entscheidung würde die Bank von Japan ein Vertrauenssignal aussenden, daß sich die Lage der zweitgrößten Volkswirtschaft nach Jahren des Ausnahmezustandes normalisiert", sagt Patrick Mohr, Stratege bei der Citigroup. Die spannende Frage sei, ob dieses positive Zeichen die negativen Folgen von Liquiditätsverknappung und Wachstumshemmung überkompensiert. Mohr und andere machen geltend, daß die Zinsanhebung kurzfristig zu Verunsicherung führen könnte, langfristig aber zumindest dem japanischen Kapitalmarkt nicht schadet. Die Analysten von Morgan Stanley haben die japanischen Banken sogar als Nutznießer des Zinsschritts ausgemacht: "Die Gewinne der Institute sollten durch höhere Sätze steigen", schreibt Toyoki Sameshima. Auf seiner Kaufliste finden sich die Namen Sumitomo Trust und MUFG, deren Kurse gegenüber den Notierungen globaler Konkurrenten um bis zu 70 Prozent zurückgeblieben sind. Auch die Experten von Mizuho rechnen damit, daß der japanische Aktienmarkt nach Ende der Sommerflaute wieder durchstarten kann. Als Stimulus haben sie die Dynamik der Unternehmensgewinne ausgemacht. Nach einer Seitwärtsbewegung zwischen 13 900 und 16 500 könnte das japanische Kursbarometer Nikkei bis zum Jahresende aus 18 5000 klettern. Quelle: welt.de
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Verbraucherschützer warnen vor undurchsichtigen Finanzproduk
Nach dem Urteil im Betrugsfall um die Firma Phoenix Kapitaldienst haben Verbraucherschützer die Anleger vor undurchsichtigen Finanzprodukten gewarnt. Der Otto-Normal- Verbraucher ist damit überfordert“, sagte Dorothea Kleine vom Verbraucherzentrale Bundesband am Dienstag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Dazu zählen vor allem Finanzprodukte des so genannten „grauen Kapitalmarkts“, die nicht ausreichend von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) kontrolliert werden. Darunter fallen zum Beispiel Termingeschäfte und komplexe Steuersparmodelle, aber auch geschlossene Fonds, die von Anbietern wie Phoenix, aber auch von Banken vertrieben werden. „Geld, das nicht in den von der BaFin überprüften Bereich investiert wird, ist in aller Regel mit erhöhten Risiken behaftet - dessen müssen sich die Anleger bewusst sein“, warnte die Finanzexpertin. „Anleger sollten genau hinschauen und die Versprechen der Anbieter mindestens auf Plausibilität abklopfen.“ Wer solche Produkte kaufe, sollte genau prüfen, worin investiert werde, ob diese Investition rentabel sei, wie die Verfügbarkeit über das Kapital geregelt sei und welche Kosten entstünden. Oft seien die Kosten exorbitant hoch. Bei Unsicherheiten sollten Anleger den Rat der Verbraucherzentralen oder sonstiger unabhängiger Experten suchen. Auf dem „weißen Kapitalmarkt“ könnten Anleger sicherer sein. „Dort gibt es mehr Kontrolle und mehr Transparenz.“ Außerdem könnten Anleger auf Ratings zurückgreifen und sich vergewissern, wie sich das Produkt in der Vergangenheit entwickelt habe. Die Verbraucherschützer fordern einen besseren Schutz für Anleger. „Der graue Kapitalmarkt muss stärker reguliert werden“, meinte Kleine. Die Bundesregierung habe 2003 nach den negativen Erfahrungen während des Booms der „New Economy“ zwar ein Zehn-Punkte-Programm verabschiedet. „Diese Initiative ist aber nicht zu Ende geführt worden, vieles bleibt offen.“ Das 2004 und 2005 in Kraft getretene Anlegerschutzverbesserungsgesetz (AnSVG), das den grauen Kapitalmarkt über die Hinterlegung von „Prospekten“ (Produktbeschreibungen) bei der BaFin transparenter machen sollte, habe tatsächlich eine Verschlechterung bewirkt, da gleichzeitig die Verjährungsfristen bei falschen Prospektangaben auf drei Jahre verkürzt wurden. Außerdem sei mit der Hinterlegung der Prospekte bei der Finanzaufsicht keine aktive Kontrolle verbunden. Kleine forderte, diese Verjährungsfristen wieder auf zehn Jahre auszudehnen. Die gleiche Frist solle auch gelten, wenn Anleger falsch beraten wurden. „Die Klageaussichten sind für Geschädigte derzeit extrem eingeschränkt“, meinte die Expertin. Problematisch sei auch, dass die Beweislast bei Schäden auf Seiten der Investoren liege. Die Verbraucherschützerin setzt sich daher dafür ein, dass Anleger in einem Betrugsfall wie bei Phoenix Kapitaldienst Akteneinsicht in die Ermittlungsergebnisse der BaFin erhalten, um ihre Ansprüche besser geltend machen zu können. Quelle: handelsblatt.com
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Derivate Forum: Für mehr Transparenz im Markt
Das Derivate Forum, der Branchenverband von sieben großen Zertifikate-Emittenten, hat die Empfehlung des Deutschen Derivate Instituts an seine Mitglieder begrüßt, sich künftig an der Erhebung der Anlagevolumina im deutschen Derivatemarkt zu beteiligen. Derzeit liefern neun Emittenten monatlich Handelsdaten. Seit Anfang 2005 veröffentlicht das Derivate Forum diese qualitätsgesicherten „Assets under Management bei derivativen Wertpapieren“. Ende Mai war das Anlagevolumen preisbereinigt um 3,7 % gegenüber dem Vormonat gestiegen. Bei 57,8 Milliarden Euro der bislang beteiligten Banken mit einem Marktanteil von 60 % schätzt das Derivate Forum den Gesamtmarkt derzeit auf 96,3 Milliarden Euro. „Wir freuen uns, wenn die Mitglieder des DDI unserer Einladung folgen und sich mit dem Reporting ihrer Zahlen für mehr Transparenz im deutschen Derivatemarkt engagieren“, erklärte Siegfried Piel, Vorstandsvorsitzender des Derivate Forum. „Damit steigt die Qualität dieser Statistik, die mittlerweile zu einem Standard am deutschen Markt für derivative Wertpapiere geworden ist.“ Bei der Erhebung der Daten werden ausschließlich Volumina von Privatanlegern erfasst. Deshalb können gerade Investoren aktuelle Produkttrends gut erkennen. Für die Emittenten spielen die Daten eine wichtige Rolle bei der Ausrichtung ihres Angebots, da sie den Markt genauer abbilden als die von den Börsen veröffentlichten Umsätze zum Handelsvolumen. Derzeit basiert die Derivate-Statisitik auf Daten aller sieben Mitglieder im Derivate Forum (Deutsche Bank, Dresdner Kleinwort Wasserstein, DZ BANK, Goldman Sachs, HypoVereinsbank, Sal. Oppenheim und WestLB). Darüber hinaus kooperiert das Derivate Forum mit der BayernLB und SEB. Weiterführende Informationen: www.derivate-forum.de Quelle: handelsblatt.com
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Spekulationssteuer:Bei Kursgewinnen First in, first out
Bundesverband deutscher Banken e.V. (BdB) (Verbandspresse, 11.07.2006 10:10) (Berlin) - Nach den Kursrückschlägen an den Aktienbörsen seit Mitte Mai 2006 überlegt so mancher Aktiensparer, ob es an der Zeit ist, Gewinne zu sichern. Denn nicht Wenige können sich über Kursgewinne der vergangenen Jahre freuen. Doch Vorsicht: Fuer Privatpersonen sind Kursgewinne, die beim Verkauf erzielt werden, nur steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als zwölf Monate liegen. Verkaufen Anleger ihre Aktien vor Ablauf dieser Frist, müssen Veräußerungsgewinne komplett versteuert werden, sobald sie die Freigrenze von 512 Euro überschreiten. Fuer die Berechnung des Veräußerungsgewinnes gilt die Regel >>First in, first out<<. Das heißt: Hat ein Anleger mehrfach Aktien eines Unternehmens gekauft und veräußert er davon einen Teil, dann gelten für den Fiskus die zuerst erworbenen Aktien auch als die zuerst wieder verkauften. Beispiel: 100 Aktien des Unternehmens X wurden im Jahr 2004 gekauft, 100 weitere derselben Firma im September 2005. Der Anleger verkauft von diesen 200 Aktien 100 Stück im Juli 2006 mit Gewinn. Da die zuerst erworbenen Aktien als die verkauften angesehen werden, fällt keine Spekulationssteuer an. Denn diese Aktien liegen seit 2004 und damit länger als ein Jahr im Depot. Wenn innerhalb der 12-Monatsfrist mit Aktien Kursgewinne erzielt werden, unterliegen diese übrigens nur zur Hälfte der individuellen Einkommensteuer (sog. Halbeinkünfteverfahren), im Gegensatz beispielsweise zu Anleihen oder Fonds. Zudem können im gleichen Zeitraum realisierte Kursverluste von den Gewinnen abgezogen werden. Quelle/Kontaktadresse: Bundesverband deutscher Banken e.V. (BdB) Pressestelle Burgstr. 28, 10178 Berlin Telefon: (030) 16630, Telefax: (030) 16631399 eMail: Pressestelle@bdb.de Internet: http://www.bankenverband.de
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Deutsche Börse begrüßt Stellungnahme von EU-Kommissar McCree
Die Deutsche Börse AG hat erleichtert auf die Ankündigung der EU-Kommission reagiert, die Effizienz im grenzüberschreitenden Aktienhandel notfalls per Gesetz zu erhöhen. Die Deutsche Börse begrüßte in einer am Dienstag verschickten Mitteilung, dass die Kommission nunmehr auf einen marktorientierten Ansatz zur Steigerung der Effizienz setzt. Die Deutsche Börse werde sich in den von EU-Kommissar McCreevy vorgestellten Verhaltenscodex bezüglich Aktien einbringen, kündigte das Unternehmen an. Die Börse wolle weiter eine aktive Rolle bei der Erzielung weiterer Effizienzsteigerungen einnehmen, hieß es. Zuvor hatte EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy Pläne der Europäischen Zentralbank (EZB) für eine eigene Plattform zur Abwicklung von Wertpapiergeschäften im Euroraum als "bedeutender Schritt zu einer einzigen Kontaktstelle der Eurozone mit dem Finanzmarkt" begrüßt. Das Vorhaben könne ein "signifikanter Anreiz" sein, das Clearing- und Abrechnungssystem in der EU wirksamer zu gestalten, hatte McCreevy am Dienstag vor Vertretern des Wirtschafts- und Währungsausschusses des Europäischen Parlaments (EP) gesagt. McCreevy zufolge hat die Kommission die Idee einer gesetzgeberischen Initiative aufgegeben, mit der sie der Branche monatelang und noch bis vor wenigen Wochen gedroht hatte. Mit regulatorischen Eingriffen könne der bereits begonnene Restrukturierungsprozess blockiert oder möglicherweise über Jahre hinaus verzögert werden, sagte McCreevy. Statt eines Gesetzes soll es lediglich einen Verhaltenskodex für die Industrie mit einer Reihe von Zielvorgaben geben. Die Kommission kritisiert seit Jahren, die Kosten für Clearing- und Abrechnungsgeschäfte betrügen in der EU ein Vielfaches der entsprechenden Dienstleistungen in den USA. Die Behörde will erreichen, dass die Kosten für die grenzübergreifende Abwicklung nicht höher sind als für inländische Geschäfte. Finnlands Finanzminister Eero Heinälnoma, derzeit amtierender EU-Ratspräsident, kündigte am Berichtstag nach Ende des Finanzministerrats in Brüssel an, die Minister wollten sich im November erstmals mit den Vorschlägen der Kommission befassen. DJG/ces/jhe Quelle: faz.net
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Börse Stuttgart eröffnet Preiskampf mit Frankfurt
Die zweitgrößte deutsche Börse in Stuttgart will ab 2007 dem Branchenprimus in Frankfurt auch mit niedrigeren Handelsgebühren das Leben schwer machen. „Um unsere Existenz dauerhaft zu sichern, müssen wir beim Preis und bei der Qualität immer besser werden“, sagte der seit 1. März amtierende Börsenchef Christoph Mura dem Handelsblatt. FRANKFURT. Dazu setzt der IT-Spezialist auf eine stärkere Zusammenarbeit mit der Konzernschwester Euwax, dem maßgeblichen Börsenmakler in Stuttgart. So sollen die IT-Abteilungen beider Firmen zusammen in ein Gemeinschaftsunternehmen ausgegliedert werden. Allein dadurch ließen sich die Kosten um einen mittleren zweistelligen Prozentsatz senken, sagte Mura. Dies solle an die Kunden weitergegeben werden. Die Deutsche Börse sagte auf Anfrage, sie fühle sich gut für den Wettbewerb gerüstet. Mit dieser Umstrukturierung in Stuttgart scheint eine lange diskutierte Fusion der sieben deutschen Regionalbörsen zunächst vom Tisch zu sein. „Wir sind stets offen für Ideen, die der Markteffizienz dienen, sehen hier aber auf Grund unserer starken Marktposition keinen akuten Handlungsbedarf“, sagte Thomas Muns, Vorstand der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V., der sowohl die Börse Stuttgart als auch die Euwax gehören. Die Börse Stuttgart liegt mit einem Anteil von rund sieben Prozent am gesamten Wertpapierhandel auf Platz 2 in Deutschland hinter der Deutschen Börse in Frankfurt. Ihre Stärke sind der Handel mit Zertifikaten und Optionsscheinen. In diesem Wachstumsfeld steigt ihr Marktanteil und erreichte Ende Juni 72 Prozent. Neben den Frankfurtern, die gemeinsam mit Zürich 2009 eine vollelektronische Zertifikatebörse aufbauen wollen, sind es aber außerbörsliche Handelssysteme, die die kleinen Börsen wie Stuttgart vor allem mit niedrigeren Gebühren bedrängen. „Der Plan, die Gebühren zu senken, zeigt, dass man in Stuttgart die Zeichen der Zeit erkannt hat“, sagte Dirk Schiereck, Finanzmarktexperte an der European Business School. Gebührensenkungen sind aber nur ein Teil von Muras Strategie. Er will zusätzlich die Reihen am Finanzplatz Stuttgart schließen. So soll die Euwax zum einzigen Skontroführer (Börsenmakler) bei den Derivaten werden. Durch die enge Verzahnung der Funktionen am Finanzplatz Stuttgart werde die gesamte Organisation schlagkräftiger, argumentiert er. Beobachter sehen das kritisch, da so die Preisfeststellung und Handelsüberwachung in einem Konzern angesiedelt sind. „Das ist aus Sicht der Corporate Governance schon eine schwierige Konstruktion“, urteilt Schiereck. Auch aus Wettbewerbssicht ist die Beschränkung auf den Skontroführer Euwax ein Problem. So droht der bislang als Konkurrent der Euwax tätige Makler Baader mit rechtlichen Schritten, sollte er außen vor bleiben. Mura deutete in diesem Streit aber bereits eine Kompromisslinie an. „Wir arbeiten mit Baader im Handel mit Auslandsaktien seit Jahren erfolgreich zusammen und haben großes Interesse, diesen Sektor zusammen weiterzuentwickeln“, sagte Mura. Quelle: handelsblatt.com
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Der Haken an den hohen Free Cashflows
Eine kräftige Unterstützung für den Aktienmarkt sind die enormen Mittelüberschüsse der Firmen. Weitere Themen in diesem Kapital: DP World und Tomtom. Für die nichtfinanziellen Firmen in Europa wird der so genannte Free Cashflow, also die operativen Mittelzuflüsse abzüglich der Investitionen, auf rund 6,5 Prozent der Marktkapitalisierung geschätzt. Das untermauert zum einen die Ansicht, dass Aktien günstig bewertet sind. Zum anderen gibt der hohe Free Cashflow den Firmen die Mittel für die vielen Übernahmen in die Hand, die den Aktienmarkt derzeit eindeutig stützen. Woher kommen die Mittelüberschüsse? Im Prinzip sind sie das Resultat von Kostensenkungen (Personalabbau) und Investitionszurückhaltung. Und da im Vergleich zu früheren Phasen hoher Mittelüberschüsse derzeit - zumindest in Europa - kaum neue Kapazitäten geschaffen werden, ist vordergründig auch eine anhaltend hohe Rentabilität zu erwarten. Doch wie jede hat auch diese Medaille zwei Seiten. Einmal davon abgesehen, dass die Sparpolitik der Firmen die aggregierte gesamtwirtschaftliche Nachfrage dämpft, stellt sich mittelfristig folgende Frage: Was passiert wohl mit den Marktanteilen, wenn andere derweil stark investieren und Mitarbeiter einstellen? Genau das ist ja der Fall. Während in den USA der Anteil der Ausrüstungsinvestitionen seit Q2 2003 wieder kontinuierlich steigt und nun um einen ganzen Prozentpunkt über dem langjährigen Mittel von sieben Prozent liegt, krebst die Ausrüstungsinvestitionsquote im Euro-Raum weiter um ihren Tiefpunkt herum. In China fließt derweil fast die Hälfte des BIP in Investitionen. Natürlich mischen Europas Firmen in den Schwellenländern mit und investieren dort. Aber gerade die Mittelüberschüsse von sechs Prozent des Umsatzes sprechen ja auch dafür, dass die Investitionsneigung der Europäer insgesamt recht niedrig ist. Mittelfristige Erwägungen spielen an den Börsen dieser Tage eben kaum eine Rolle. Das sieht man schon daran, dass Firmen reihenweise auf der Spitze des Zyklus Rivalen übernehmen und dafür Preise bezahlen, die den Anschaffungswert der erworbenen Aktiva bei weitem übertreffen. Würden richtige Unternehmer nicht gerade umgekehrt vorgehen: Jetzt die Mittel scheffeln - und im nächsten Abschwung auf Schnäppchenjagd gehen? Source: boerse-online.de
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ABN Amro: Für niederländische Grossbank ist Italien-Sieg ein
Die Weltwirtschaft kann aufatmen, weil Italien Weltmeister ist - meinen zumindest die Experten der niederländischen Bank ABN Amro. Bereits vor einigen Wochen hatten ABN Amro die Studie «Soccernomics 2006» veröffentlicht, die von der volkswirtschaftlichen Abteilung des Instituts erstellt wurde. Darin waren sie zum Schluss gekommen, dass ein Sieg von Italien an der Fussball-WM für die gesamte Weltwirtschaft von Vorteil wäre. Stimulierung der Wirtschaft Dabei sind die direkten ökonomischen Auswirkungen in Form höherer Umsätze in den Bars und Cafés zu vernachlässigen. Aber insgesamt wird sich der Titelgewinn der Squadra Azzurra aller Voraussicht nach stimulierend auf die Wirtschaft auswirken. In der Vergangenheit konnten Fussball-Weltmeister ihr volkswirtschaftliches Wachstum laut der Studie jeweils um zusätzliche 0,7 Prozentpunkte steigern. Bei den vergangenen drei Turnieren übertraf die Börsenentwicklung des Siegers diejenige des Zweitplatzierten zudem jeweils spürbar. Im Durchschnitt waren ein positiver Effekt auf den Sieger von 10 Prozent und ein negativer Effekt auf den Verlierer von 25 Prozent festzustellen. «Wir erwarten schon jetzt in Italien mehr Wachstum als die durchschnittlichen 0,7 Prozentpunkte», erklärte Ruben van Leeuwen am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Nach rund 0,2 Prozentpunkten im vergangenen Jahr könnten es dort dieses Jahr 1,6 Prozentpunke oder noch mehr Wachstum sein. Zidane: Fehler eines Individuums Weil die Entwicklung in der Euro-Zone allgemein viel positiver als im vergangenen Jahr sei, müssten aber auch die Franzosen keine negativen WM-Folgen fürchten. Und auch der Ausraster von Zinédine Zidane wird zumindest in dieser Hinsicht ohne Konsequenzen bleiben. «Zidane war nur ein Fehler eines Individuums, und das hat nichts mit der Wirtschaft zu tun», sagte Leeuwen. Laut der Studie ist die italienische Wirtschaft «nach wie vor von einem unflexiblen Arbeitsmarkt und einer verschlechterten Wettbewerbsfähigkeit geprägt». Der italienische WM-Sieg könne dem Vertrauen der Konsumenten und Produzenten Auftrieb verleihen und damit zu höheren Konsumausgaben und Investitionen führen. «‹Made in Italy› könnte damit auch im Ausland zusätzliche Sympathien ernten. Eine solche Entwicklung wird das volkswirtschaftliche Wachstum klar begünstigen, was der Regierung einen grösseren Handlungsspielraum für wirtschaftliche Reformen verleiht», erklärte Charles Kalshoven, einer der Autoren der Studie. Ökonomisches Traumfinale war Deutschland - Italien Die Ökonomen gehen zudem von Ungleichgewichten in der Weltwirtschaft aus, für die insbesondere das hohe Defizit des amerikanischen Staatshaushaltes verantwortlich sei. Ein kräftiger Wachstumsschub in Europa würde die unausweichliche Korrektur dieser Situation abfedern. Ein Sieg einer grösseren europäischen Volkswirtschaft bei den Weltmeisterschaften würde dies begünstigen. Die Niederlande fallen auf Grund ihrer Grösse aus diesem Raster - so wie acht weitere Teams von insgesamt 14 europäischen WM-Teilnehmern. Übrig bleiben England, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien - und von diesen Ländern brauchen Italien und Deutschland laut der Studie am ehesten einen wirtschaftlichen Impuls. Das Traumfinale aus ökonomischer Sicht wäre Deutschland gegen Italien gewesen. Dass diese Partie schon im Halbfinale stattfand und die Elf von Jürgen Klinsmann dann nur den dritten Platz erreichte, ist für die deutsche Wirtschaft wohl kein Problem. «Es wird positive Effekte für die deutsche Wirtschaft geben, weil Deutschland der Organisator war», sagt Leeuwen. Source: zol.ch
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Finanzportal OnVista behauptet Spitzenposition
Köln, 10. Juli 2006.- Im Juni 2006 erzielte das Finanzportal OnVista laut IVW-Online-Reichweitenstatistik 8,8 Mio. Besuche (Visits) und 75,7 Mio. Seitenabrufe (PageImpressions). Damit behauptet www.onvista.de nicht nur die Marktführerschaft unter den spezialisierten Finanzportalen, sondern ist auch unter allen IVW-gemessenen Websites (inkl. der General-Interest-Portale) das reichweitenstärkste Wirtschafts- und Finanzangebot. Von den insgesamt 75,7 Mio. PageImpressions bei OnVista entfallen 63,7 Mio. auf die Unterkategorie Wirtschaft & Finanzen, der Rest auf die ausschließlich mit Wirtschaftsinhalten bestückte Homepage. An zweiter Stelle im Ranking folgt mit großem Abstand Finanztreff.de (30,8 Mio. Seitenabrufe). Damit ist OnVista mehr als doppelt so groß wie der nächstgrößte Wettbewerber. Den dritten Platz belegt yahoo mit 23,1 Mio. Seitenabrufen in der entsprechenden Kategorie. Wie alle anderen Angebote verlor auch OnVista gegenüber dem Vormonat bei den Seitenabrufen in der relevanten Kategorie (-29%). Grund hierfür ist wahrscheinlich, dass sich das Interesse an Wirtschafts- und Finanzthemen während der Fußballweltmeisterschaft zugunsten von Sportthemen verlagert hat. Diesen Trend spiegeln ebenfalls die gesunkenen Börsenhandelsaktivitäten wider: Mit rund 444 Mrd. € verbuchten die deutschen Wertpapierbörsen im Juni ein Umsatzminus von 21% (565 Mrd. € im Vormonat). Unter den Finanzsites der Online-Broker erzielte das Internetangebot von Cortal Consors im Juni in der Kategorie Wirtschaft & Finanzen 27,7 Mio. PageImpressions (-33%). Andere Direktbanken wie Comdirect oder DAB Bank melden ihre Abrufzahlen nicht an die IVW. Tabelle: Die größten Wirtschafts- und Finanzangebote im Internet (Juni 2006) Über das Messverfahren: Die 1949 gegründete IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung und Verbreitung von Werbeträgern e.V.) ist eine neutrale Einrichtung zur Reichweitenkontrolle verschiedenster Werbeträger, unter anderem für Print-Medien, Außenwerbung, Filmtheater und das Internet. Für die quantitative Reichweiten-Ausweisung von Online-Medien ist das von der IVW entwickelte Skalierbare Zentrale Messverfahren (SZM) derzeit der anerkannte Standard im deutschen Markt. Hierbei werden die Visits und PageImpressions der einzelnen Websites mittels einer speziellen Software in Echtzeit alle zehn Minuten ausgewertet und automatisch an die IVW übermittelt. Die IVW weist die Gesamtnutzung einer Website aus, zusätzlich werden die einzelnen Unterseiten eines Angebots ihrem jeweiligen thematischen Schwerpunkt zugeordnet. Damit wird die Reichweite von großen General-Interest-Portalen auf ihre verschiedenen thematischen Umfelder heruntergebrochen und sie können mit monothematischen Websites hinsichtlich der Werbeträgerleistung verglichen werden. Quelle: pressrelations.de
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Hedge-Fonds-Manager kaufen viel Kunst
Die US-Hedge-Fonds-Manager Steven Cohen von SAC Capital Advisors LLC, Adam Sender von Third Point LLC und Daniel Loeb von Exos Capital Management zählen zu den aktivsten Kunstsammlern der Welt. Ihre Namen tauchen in der jährlich erscheinenden Liste der 200 bedeutendsten Kunstsammler auf, die die internationale Kunstzeitschrift Art-News in ihrer jüngsten Ausgabe veröffentlichte. NEW YORK. Die größten britischen Sammler sind der Juwelier Laurence Graff, die Kunsthändler Charles Saatchi und Peter Moores und Frank Cohen, dessen Sammlung derzeit in London zu sehen ist. Für die zum 16. Mal veröffentlichte Liste hat Art-News nach eigenen Angaben Sammler, Kunsthändler, Mitarbeiter von Auktionshäusern, Berater, Kuratoren und Museumsdirektoren in 22 Ländern befragt. Die Sammler erscheinen in alphabetischer Reihenfolge, die einzigen weiteren Informationen sind die Städte, in denen sie ansässig sind, und ihr Sammlerschwerpunkt. Wie viel die Sammler für die Kunstwerke gezahlt haben, gibt die Redaktion nicht preis. Auf der Liste finden sich jedoch zahlreiche US-Hedge-Fonds-Manager und Immobilienentwickler. Quelle: handelsblatt.com
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Anleger mögen defensive Zertifikate
Privatanleger greifen am liebsten zu Produkten mit eher defensiverem Charakter. Derzeit haben sie insgesamt 57,8 Milliarden Euro in Zertifikate investiert. Derivate auf Rohstoffe und Währungen holen in letzter Zeit deutlich auf. Wenn es um Zertifikate geht, greifen Privatanleger am liebsten zu Produkten mit eher defensiverem Charakter. Das sind Papiere, die den Investoren zwar durchaus attraktive Gewinne ermöglichen. Gleichzeitig bieten diese Zertifikate ihren Käufern aber mehr Sicherheit, als wenn diese direkt in eine Aktie oder einen Aktienindex investieren. Um dies zu erreichen, sind diese Zertifikate zumindest mit einem Teilschutz des investierten Kapitals ausgestattet: Der Anleger verzichtet dabei auf Dividenden und bekommt dafür entweder die Aktie mit einem Abschlag oder er erhält neben Kapitalgarantien eine zusätzliche Renditechance. Besonders beliebt ist die Anlage in die Indizes wie den Deutschen Aktienindex (Dax). Dabei verwenden Anleger nicht nur reinrassige Indexzertifikate, die die Bewegung des Kursbarometers möglichst getreu nachvollziehen. Es gibt auch andere Sorten, etwa Garantiezertifikate, deren Basis ein Index ist. An zweiter Stelle auf der Beliebtheitsskala stehen die diversen Zertifikatesorten auf Aktienbasis, mit größerem Abstand folgen Papiere auf Rohstoffe. Dies ergibt sich aus der aktuellen Marktübersicht des Deutschen Derivate Instituts (DDI) für Juni, aus der sich die Umsatzentwicklung auf dem Zertifikatemarkt im ersten Halbjahr ablesen lässt. Das DDI wurde 2003 als Verein der Emittenten verbriefter Derivate gegründet und hat zum Ziel, den deutschen Derivatemarkt transparenter zu machen. Derzeit haben Anleger insgesamt 57,8 Milliarden Euro in Zertifikate investiert, sind 14 Prozent mehr als am Jahresanfang. Das ergibt sich aus der Statistik des Derivate Forums, eines Branchenverbandes. Neun Emittenten liefern bis jetzt ihre Daten, demnächst sollen sich auch die DDI-Mitglieder beteiligen. Auf Grund des geschätzten Marktanteils der neun bislang an der Statistik beteiligten Emittenten von 60 Prozent rechnet das Derivate Forum das aktuelle Gesamtmarktvolumen auf 96,3 Milliarden Euro hoch. Trotz nachgebender Aktien flossen nach Angaben des Derivate Forums im Mai frische Gelder in den Derivatemarkt. „Da zeigt sich, dass Anleger trotz oder gerade wegen fallender Märkte die Risikoprofile von Zertifikaten honorieren“, interpretiert Siegfried Piel, Vorstandsvorsitzender des Derivate Forums. Insgesamt stecken 98 Prozent der Investorengelder in so genannten Anlagezertifikaten – und hier vor allem in Zertifikaten auf Aktien (86 Prozent) – der Rest entfällt auf spekulative Hebelprodukte. Allerdings holen Zertifikate auf Rohstoffe und Währungen in letzter Zeit deutlich auf, seit Jahresanfang verzeichnet die Statistik zum Marktvolumen ein Plus von 60 Prozent. „Der Anteil der Rohstoff-Zertifikate ist zwar enorm gewachsen, trotzdem bleiben sie mit einem Marktanteil von zwei Prozent eine Nische“, kommentiert Piel. In der großen Gruppe der Anlagezertifikate entscheiden sich Anleger in den meisten Fällen für Garantiezertifikate. Am stärksten wachsen hingegen seit Jahresanfang Bonus- und Teilschutzzertifikate, die hinter den Garantiezertifikaten den zweitgrößten Marktanteil haben. „Diese Produkte sorgen für Sicherheit im Depot, deshalb sind sie so beliebt“, erklärt Piel. Insbesondere Bonuszertifikate seien für die derzeitige Marktentwicklung passend: In stabilen Marktphasen böten sie durch den Bonus einen Mindestgewinn, bei fallenden Kursen greife ein gewisser Kapitalschutz, und auch bei steigenden Börsen sei der Anleger mit Bonuszertifikaten noch gut investiert. Der Handel mit Zertifikaten ist gemäß der Umsatzzahlen vom DDI im Juni mit 9,2 Milliarden Euro verglichen sowohl mit dem Vormonat als auch mit dem Jahresbeginn rückläufig. DDI-Vorstand Dieter Lendle führt das unter anderem auf die Fußballweltmeisterschaft zurück, zu der die Anleger mehr Fernsehen guckten und weniger handelten. Immerhin seien die Juni-Umsätze etwa doppelt so hoch wie das durchschnittliche Volumen im ersten Halbjahr vergangenen Jahres, betont er. Am meisten gehandelt wurden laut DDI Indexzertifikate mit einem Marktanteil von 30 Prozent, gefolgt von Discountzertifikaten mit 27,2 Prozent und Bonuszertifikaten mit 26,8 Prozent. Während die Marktanteile der Index- und Bonuszertifikate im Vergleich zum Jahresanfang nahezu unverändert geblieben sind, konnten Discountzertifikate ihren Anteil am Kuchen deutlich erhöhen. „Da die Volatilität, also die Schwankungsbreite der Aktienkurse, wieder zugenommen hat, sind auch Discountzertifikate attraktiver geworden. Schließlich erhöht sich bei einer höheren Volatilität der Rabatt oder Discount, der Anlegern gewährt wird“, erklärt Lendle. Unter den Emittenten gilt die Commerzbank mit einem Marktanteil von knapp 20 Prozent nach wie vor als Marktführer vor der Deutschen Bank und ABN Amro. Dahinter folgen die Citigroup, Société Générale und die Dresdner Bank. Auf den Plätzen sieben bis zehn stehen Sal. Oppenheim, UBS, HSBC Trinkaus & Burkhardt und Goldman Sachs. Dieses Ranking diene Anlegern aber lediglich als Orientierung und dürfe nicht überbewertet werden, bemerkt Lendle. Zwar könnten Investoren davon ausgehen, bei den großen Emittenten immer neben einem guten Service auch enge Spannen zwischen Kauf- und Verkaufskursen und ein gutes Market Making zu bekommen. Den Umkehrschluss könne man daraus aber nicht ziehen. Source: handelsblatt.com
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Politische Wirren bringen Zloty wieder unter Druck
Die Finanzmärkte der mittel- und osteuropäischen Staaten gehörten in den vergangenen Jahren aufgrund der EU-Konvergenz zu den internationalen Stars und legten eine sagenhafte Performance an den Tag. Davon profitierten auch die Währungen, da internationales Kapital angezogen wurde. Und wer im Ausland investieren wollte, mußte erst einmal dessen Währung erwerben. Diese Entwicklung zeigte sich beispielsweise am polnischen Zloty, der von 4,9453 Zloty je Euro im März des Jahres 2004 bis auf 3,7508 Zloty je Euro noch im Februar des laufenden Jahres aufwerten konnte. Verschiedene Ursachen für zunehmende Unsicherheit Inzwischen ist der Aufwertungstrend allerdings durchbrochen worden. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Einmal nehmen die internationalen Zentralbanken immer mehr überschüssige Liquidität aus dem Markt, die die Zinsen nach unten getrieben und die Anleger auf der Suche nach Rendite in immer riskantere Märkte getrieben hatte. Das führte in den vergangenen Monaten zu einer Korrektur, die sich auch bei der polnischen Währung bemerkbar gemacht hatte. So ist sie von Anfang Mai von 3,8013 Zloty je Euro auf bist zu 4,1335 Zloty am 23. Juni zurückgefallen. Nach einer kurzen Zwischenerholung befindet sie sich am Montag wieder in der Defensive und hat von 4,02 Zloty am Freitag auf bis zu 4,0971 Zloty nachgegeben. Hintergrund sind die anhaltenden politischen Turbulenzen in Polen, die die Aussichten auf dringend notwendige Sparmaßnahmen immer mehr eintrüben. Genau dafür hatten aber die bisherigen Premierminister Kazimierz Marcinkiewicz und Finanzminister Pawel Wojciechowski gestanden, bevor sie in den vergangenen Tagen aus ihren Ämtern gedrängt worden waren Nicht nur die Währung des Landes befindet sich wieder in der Defensive, sondern auch die Anleihen. Staatspapiere mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren und einem Kupon von 6,25 Prozent liegen am Montag mit einem Minus von 60 Stellen bei 103,45 Prozent und rentieren mit 5,755 Prozent. Das sind 1,7 Prozentpunkte mehr als vergleichbare Papiere Deutschlands. Finanzmärkte mögen Unsicherheit nicht Ob das alles ist, wird noch offen bleiben. Denn diese Änderungen kamen überraschend. Die Finanzmärkte reagieren in der Regel nervös auf unerwartete Entscheidungen und werden und bleiben eine Weile nervös. Diese Entwicklung könnte eine Weile anhalten, da Regierung nun populistisch die Staatsausgaben erhöhen möchte, statt die Staatsfinanzen zu konsolidieren. Das dürfte dazu führen, daß das Land den Euro bis auf weiteres nicht wird einführen können. Dabei hatten viele internationale Anleger in den vergangenen Jahren darauf mit dem Kauf von Rentenpapieren des Landes darauf gesetzt. Nun müssen sie mittel- und längerfristig mit anhaltenden Wechselkursrisiken rechnen. Auf diese Weise erhöht sich die Risikoprämie der Papiere und macht sie in einem Umfeld mit international steigenden Zinsen weniger attraktiv. Auf dieser Basis scheint man sowohl die Währung als auch die Anleihen des Landes kritisch betrachten zu müssen. Alleine schon ein Blick nach Ungarn zeigt, wohin eine undisziplinierte, populistische Wirtschaftspolitik führen kann. Quelle: Faz.net
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SdK-Kritik an der geplanten Abgeltungssteuer
Bye, bye steuerfrei – ein Plädoyer für die Abgeltungssteuer Die vergangenen Wochen und Monate haben eindrucksvoll gezeigt, welche skurrilen Nebeneffekte das bislang geltende deutsche Steuerrecht bei Kapitalanlagen hat. Denn, um der Besteuerung von den zu Jahresbeginn erzielten Kursgewinnen zu entgehen, müssen Privatanleger im Prinzip auf Gewinnmitnahmen verzichten, weil sie sonst keine Chance haben über die 12-Monats-Sepkulationsfrist zu kommen. Denn unter Rendite-Gesichtspunkten macht es für den steuerehrlichen Privaten keinen großen Unterschied, ob nach einer Rallye die Hälfte der Gewinne durch eine Börsenkorrektur oder durch den Zugriff des Finanzamt verloren gehen. Da haben es Fondsmanager leichter, weil sie innerhalb des Produkts eben doch Zwischengewinne einsammeln können, ohne dass diese beim Käufer des Gesamtpakets fiskalisch belangt werden. Das gleiche gilt für aktiv gemanagte Portfolio-Zertifikate. So gesehen, wäre es also ein echter Verdienst im Sinne des Anlegers, wenn sich ein Emittent fände, der jedem das eigene Müller-Meier-Schulze-Zertifikat auflegt, in dessen Hülle dann steuereffizient gearbeitet werden könnte. Besonders realistisch ist das zugegebenermaßen nicht. Aber es ist eine treffliche Einleitung für die Halbjahres-Zwischenbilanz unseres im Dezember – unter Privatanleger-Bedingungen – zusammengestellten Musterdepots, das unter der Prämisse „Bye, bye steuerfrei – ein letztes Mal steuerfreie Gewinne“ aufgesetzt wurde. Hintergrund war die seinerzeit im Raum stehende „Drohung“, dass schon ab Januar 2007 eine grundsätzliche Besteuerung von Kursgewinnen eingeführt werden könnte. Danach sieht es nach momentanem Stand nicht mehr aus und alles deutet auf einen späteren Zeitpunkt für die angedachte Einführung einer allgemeinen Abgeltungssteuer hin. Unbestreitbarer Vorteil einer solchen unabhängig von Haltedauer und Einnahmeart (Zinsen, Dividenden, Kursgewinne) fälligen Besteuerung wäre, dass Privatanleger ohne steuer-motiviertes Zögern, sämtliche Portfolio-Positionen nach einem Anstieg mit entsprechenden Stop-Loss-Orders versehen könnten, die verhindern würden, dass sich die zuvor verbuchten Kursgewinne wieder komplett in Luft auflösen. Denkbar – und für viele Private vielleicht sogar sinnvoll – wäre auch die vollständige Umstellung auf kapitalbesicherte Investments, die bislang vor allem wegen ihrem steuerlichen Nachteil immer noch verpönt sind. Kaum auszudenken, welchen Schub die Kapitalanlage in Deutschland erhalten könnte, wenn man dem zurecht vorsichtigen Anlegervolk die Angst vor der Börse nimmt, in dem man die ohnehin „rendite-gebremsten“ Vollkasko-Investments nicht auch noch fiskalisch „bestraft“. Dumm ist bei all dem nur, dass zwischenzeitig die Regierenden gewechselt haben. Denn während bei den seinerzeit schon von SPD und Grünen entwickelten Plänen zur Kursgewinnbesteuerung noch von einem Steuersatz von durchaus akzeptablen 15 Prozent bei einer Beibehaltung des Halbeinkünfteverfahrens die Rede war, da geht es jetzt unter Union und SPD um 25 oder 30 Prozent. Für Aktionäre (und Zertifikatöre) ist das viel Holz und wäre eine signifikante Verschlechterung. Für Zinsanleger (und um die dürfte es im wesentlichen gehen), aber auch für Daytrader käme der Satz hingegen einer Steuersenkung gleich, weil sie bislang mit dem individuellen Steuersatz belangt werden. Komme es, wie es komme – die Finanzkonstrukteure werden sich um Mittel und Wege für eine möglichst steueroptimale Lösung bemühen. In unserem Musterdepot für das Jahr 2006 gilt jedenfalls vorerst weiterhin, dass die Grundaufstellung über die Mindestanforderungsgrenze von 12 Monaten möglichst konstant gehalten werden soll. Das hat bislang so manche Gewinnsicherung verhindert und gezeigt, dass zwölf Monate manchmal sehr lang werden können. In den kommenden Tagen soll hier nun eine Zwischenbilanz gezogen und überprüft werden, ob und welche Änderungen sinnvoll erscheinen. Dabei gilt – damals wie heute - dass die gemachten Angaben nicht als Anlageempfehlungen im eigentlichen Sinne zu verstehen sind, sondern lediglich als Denkanstösse für die eigenen Investmententscheidungen. Gleiches gilt für die Erwägungen zu der beim Aufbau dieses Musterdepots maßgeblichen Vorgabe der weitgehend optimierten Nachsteuerrendite. In beiden Fällen gilt, dass jedwede Anregung Ihres Vermögens- und Steuerberaters über die hier gemachten Aussagen zu stellen ist. Und sei es nur, weil diese beiden Fachleute von Ihnen bezahlt werden und somit auch einen entsprechenden Mehrwert gegenüber den Gratis-Infos aus dem Internet liefern sollten. Quelle: finanztreff.de
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Drei Prozent gibt es beim Tagesgeld häufig nur für Neukunden
Vor allem Großbanken zögern, höhere Zinsen weiterzugeben - Drei Prozent gibt es beim Tagesgeld häufig nur für Neukunden. Eine drei vor dem Komma ist bei sicheren Geldanlagen wie Tagesgeld nach wie vor selten. Daran hat auch die jüngste Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) auf 2,75 Prozent wenig geändert. Anleger müssen sich nach wie vor bei zahlreichen Kreditinstituten mit Zinsen begnügen, die zum Teil sogar weit unter 2,75 Prozent liegen. Zwar zeigt eine aktuelle Untersuchung der WELT: Seit der Zinserhöhung am 8. Juni haben 18 der insgesamt 49 untersuchten überregionalen Banken und Direktbanken diese beim Tagesgeld zumindest zum Teil an ihre Kunden weitergegeben. Lediglich neun von 76 Kreditinstituten haben den EZB-Entscheid genutzt, um Dispo- und Überziehungszinsen anzuheben. So offeriert etwa die BMW Bank ihren Kunden inzwischen 2,4 Prozent auf Tagesgeld. Auch die Haspa-Direkt und die Hanseatic Bank haben ihre Zinsen erhöht und offerieren nun 2,10 beziehungsweise 2,20 Prozent Zinsen. Doch selbst mit ihrer jüngsten Zinserhöhung rücken die genannten Institute nicht in die Spitzengruppe der Tagesgeld-Anbieter vor: So bietet die CC-Bank derzeit 2,6 Prozent, die Daimler-Chrysler Bank und der Marktführer in Sachen Tagesgeld, die ING-Diba, warten mit 2,5 Prozent Zinsen auf. Höhere Zinsen und somit eine drei vor dem Komma gibt es auch nach der Zinserhöhung auf dem Tagesgeldmarkt nicht ohne Haken und Ösen. Denn häufig ist das Plus an Zinsen an Bedingungen geknüpft wie etwa Neukunde zu sein oder parallel ein Depot eröffnen zu müssen. Das ist beispielsweise bei Cortal Consors der Fall. Hier erhalten Neukunden, die mindestens 2500 Euro anlegen bis zu einem Betrag von maximal 10 000 Euro 3,3 Prozent Zinsen. Beträge, die darüber hinaus gehen, werden mit 2,6 Prozent verzinst. Mit dem Tagesgeldkonto eröffnet der Kunde automatisch ein Depot. Wer weniger als 2500 Euro im Depot liegen hat und nicht einen Trade pro Quartal oder einen laufenden Sparplan vorweisen kann, muß monatlich eine Leistungspauschale von 1,95 Euro entrichten. "Solche Angebote machen wirklich nur Sinn, wenn jemand ohnehin ein Depot eröffnen möchte", sagt Uwe Döhler, Projektleiter Finanzdienstleistungen bei "Finanztest". Derzeitiger Spitzenreiter auf dem Tagesgeld-Markt, Driver & Bengsch, offeriert vier Prozent bis zu einer Summe von 25 000 Euro lediglich Neukunden. Zudem garantiert das Institut die üppige Zinskost nur für drei Monate. Auch die Angebote von1822-direkt sowie Cosmos Direkt sind ausschließlich Neukunden vorbehalten. In der Spitzengruppe der Tagesgeld-Anbieter mischt häufig eine ganze Reihe an ausländischen Banken mit. So etwa die Advanzia Bank, die 3,25 Prozent Zinsen bietet sowie die Demir Halk Bank und die Deniz Bank, die drei Prozent offerieren. Der Nachteil bei diesen Angeboten: Die Einlagensicherung geht lediglich bis 20 000 Euro pro Person. "Es ist daher nicht sinnvoll, größere Summen bei diesen Banken anzulegen", bemerkt Edda Castello von der Verbraucherzentrale Hamburg. Doch allen Haken und Ösen zum Trotz: "Tagesgeld ist derzeit eine attraktive Alternative zu Festgeld", bemerkt Döhler. Zum einen warten zahlreiche Banken kaum mit höheren Zinsen auf, selbst wenn der Kunde sich über einen längeren Zeitraum bindet. Denn die drei steht bei den Festgeld-Angeboten der meisten Institute erst ab Laufzeiten von einem Jahr vor dem Komma. Ein Beispiel: Wer sein Geld für sechs Monate fest bei der BMW Bank anlegt, bekommt derzeit gerade einmal 2,6 Prozent Zinsen. Bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gibt es immerhin 3,10 Prozent. Die Demir Halk Bank offeriert für einen Sechs-Monats-Zeitraum mit 2,4 Prozent sogar deutlich weniger als für Tagesgeld. Eine kaum attraktive Alternative. Zumal Experten schon bald mit weiteren Zinsschritten der Europäischen Zentralbank rechnen. "Tagesgeld ist zur Zeit durchaus eine Alternative zu Festgeld, da Sparer so zügig von Zinserhöhungen profitieren können", bemerkt Kai Stefani, Volkswirt bei der Fondsgesellschaft dit. "Wir raten Anlegern derzeit davon ab, sich länger als ein Jahr zu binden", sagt Projektleiter Döhler Es ist schließlich nicht ausgeschlossen, daß mit der nächsten Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank auch die Spitzenanbieter beim Tagesgeld die Erhöhung an die Kunden weitergeben: Dann dürften Anleger bei einigen Angeboten auch ohne Haken und Ösen eine drei vor dem Komma sehen. Quelle: welt.de
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Schwache Juni-Orders bei Comdirect und Sino
Die Anleger gehen in die Sommerpause, die Umsätze der Onlinebroker in den Keller. Die Erklärungen dafür sind so bunt wie die Fußball-Weltmeisterschaft. Die Intensität des Sonnenscheins und die Umsätze der Onlinebroker sind negativ korreliert, ließe sich im Börsenjargon sagen. Oder einfacher: Bei viel Sonnenschein brechen den Direktbanken die Handelsaufträge weg. Comdirect hat im Juni gut 695.000 Wertpapiergeschäfte für ihre Kunden ausgeführt. Im Mai waren es noch über 983.577 Orders. Das gleiche Bild bei der Konkurrenz: Cortal Consors vermeldet zwar keine konkreten Zahlen, doch von Mai auf Juni brachen die Orderzahlen um 20 Prozent ein, heißt es. "Die Transaktionen folgen halt den Märkten", räumt auch Jürgen Eikenbusch von der DAB ein. Genaue Zahlen indes wollte der Unternehmenssprecher ebenfalls nicht nennen. Selbst bei einer herkömmlichen Bank wie der Augsburger Aktienbank macht sich der Sommer bemerkbar. Im Schnitt werden dort 1900 Order pro Tag abgewickelt, im Juni wären es nur noch 1500 gewesen, berichtet Lothar Behrens, im Hause Vorstand für Marketing und Vertrieb. Die Börsenkurse, der Sommer, der Ferienbeginn, aber auch die Fußball-Weltmeisterschaft, das sind einige Gründe für die Börsenabstinenz. "Während der Spiele geschah in unseren Callcentern gar nichts", sagt Dirk Althoff, Sprecher von Cortal Consors. Und viele Anleger folgen tatsächlich, so Behrens, der alten Börsenregel: "Sell in may and go away", verkaufen also im Mai und halten sich dann erst einmal von der Börse fern. Dafür spricht auch die Statistik des Bundesverband Investment und Asset Management (BVI). Publikumsfonds verzeichneten im Mai in der Summe Nettomittelzuflüsse von 459 Millionen Euro. Nettomittelzuflüsse sind der Saldo aus den An- und Verkäufen. Doch während von den riskanteren Aktienfonds Anteile allein im Mai im Wert von fast zwei Milliarden Euro zurückgegeben wurden, verbuchten Geldmarktfonds Zuflüsse in nahezu gleicher Höhe. Offensichtlich Anleger, die den Mai noch dazu nutzen, ihre Depots zu sichern. Bei Derivaten lag der Umsatz im Mai übrigens bei gut 14 Milliarden Euro. Im Vormonat waren es knapp zehn Milliarden. Im Juni indes sackten die Umsätze auf etwas über neun Milliarden Euro ab. Die Börsen, Fußball oder eben der Sommer - die Institute jedenfalls glauben daran, dass es bald mit höheren Transaktionszahlen weitergeht. Sofern denn die Börsen wieder anziehen. Quelle: Manager Magazin
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Anleger können Rosneft erst nach IPO kaufen
Der größte Börsengang des Jahres findet unter Ausschluss der meisten Kleinanleger statt. Der russische Energiekonzern Rosneft bietet seine Aktien voraussichtlich Mitte Mai russischen Staatsbürgern und internationalen Profianlegern an. Allerdings für einen Preis, den zahlreiche Fondsmanager mit Blick auf den Aufschlag gegenüber dem Konkurrenten Lukoil als zu ambitioniert bezeichnen. Auf Basis der Preisspanne wird der Ölkonzern mit 60 bis 80 Mrd. $ bewertet. Wer dennoch Anteile an Rosneft erwerben will, muss bis nach dem Handelsstart in Moskau und London warten. An der Londoner Börsen werden nicht die Aktien selbst, sondern Hinterlegungsscheine (Global Depositary Receipts, GDRs) auf die Aktien des Unternehmens ausgegeben. Diese Papiere sind über das Londoner Handelssystem Sets zu kaufen - den Zugang bieten zum Beispiel deutsche Direktbanken wie Cortal Consors, DAB Bank oder Comdirect. http://www.1sttick.net/forum/upload/stockexchange/rosneft.png Quelle: ftd.de
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Betting/ Gambling - Börsennotierte Unternehmen - Übersicht
Übersicht
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Neukunden erhalten bei Cortal Consors 3,3%
Neukunden erhalten bei Cortal Consors 3,3% Zinsen auf Tagesgeld Ab sofort kassieren Neukunden bei Cortal Consors 3,3% Zinsen für ihr Tagesgeld. Kunden, die zusätzlich ein Wertpapierdepot übertragen, werden dafür mit einem Extrazins belohnt und bekommen sogar 4,3%. Bedingung für den "Sommer-Superzins" von 4,3% ist neben der Kontoeröffnung der Übertrag oder die Neuanlage eines Wertpapierdepots mit einem Mindestvolumen von 2.500 Euro. Neukunden ohne Wertpapierdepot erhalten 3,3% Zinsen. Cortal Consors bietet damit im Vergleich der Neukundenangebote der Banken eines der am höchsten verzinsten Konten. Die Zinssätze sind für ein Jahr garantiert und gelten jeweils für einen maximalen Anlagebetrag von 10.000 Euro. Beträge über dieser Summe werden mit ebenfalls sehr attraktiven 2,6% verzinst. Erträge werden dem Cortal Consors-Tagesgeldkonto vierteljährlich gutgeschrieben und erhöhen die jährliche Rendite so zusätzlich. Cortal Consors folgt damit weiterhin der Entwicklung am Kapitalmarkt und gibt das gestiegene Zinsniveau auch an seine Neukunden weiter, nachdem die Verzinsung des Tagesgeldkontos für Bestandskunden bereits im März erhöht worden war. Cortal Consors, ein Unternehmen der BNP Paribas, ist eine der führenden Anlagebanken für die private Geldanlage und Online-Trading in Europa. Cortal Consors bietet den Anlegern eine komplette Palette von Anlageprodukten und Dienstleistungen. Cortal Consors hat über eine Million Kunden und ist in sechs Ländern vertreten: Deutschland, Frankreich, Spanien, Belgien, Luxemburg und Italien. Die BNP Paribas ist eine der größten Banken der Welt, die in 85 Ländern in den Geschäftsfeldern Corporate and Investment Banking, Asset Management and Services sowie Retail Banking and Financial Services tätig ist. Kontakt: Cortal Consors Dirk Althoff Leiter Unternehmenskommunikation Deutschland Tel: 0911/369-1709 Fax: 0911/369-5131 E-Mail: dirk.althoff@cortalconsors.de Quelle: Manager-Magazin
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Kurszusatz C - Was ein C-Geschäft ist
Bei Hebelprodukten ist in den ´Times&Sales´ der EUWAX öfter ein Umsatz mit der Menge 1 und dem Kurszusatz C verzeichnet. Die Erklärung der Börse hierzu lautet sinngemäß: Kompensationsgeschäft, bei dem Käufer und Verkäufer identisch sind. Wie kommt es zu diesen `Kompensationsgeschäften? Was steckt dahinter? Vielleicht eine gezielte Aktion von Emittenten, um abzufischen?` Häufig folgt unmittelbar auf ein solches `C-Geschäft´ ein größerer Umsatz. Wäre schön, wenn Sie weiterhelfen könnten.“ Meine Antwort: Diese „1 Stück C-Umsätze“ sind nichts Schlechtes – im Gegenteil! Sie sorgen dafür, dass unsere Stoppkurse zeit- und kursnah ausgeführt werden. Denn damit ein Stoppkurs ausgelöst wird, muss es zu einem Umsatz auf bzw. unter Stoppkurs kommen. Wenn so ein Umsatz ausbleibt, dann kann das dazu führen, dass ein von uns gesetzter Stoppkurs erst zu einem Kurs deutlich unter Stoppkurs abgerechnet wird. Das verhindern die Makler der Euwax. Denn wenn der zuständige Kursmakler sieht, dass der Emittenten-Quote (der von den Emittenten fortlaufend gestellte Geld- und Briefkurs, d.h. An- und Verkaufskurs) auf ein Niveau gefallen ist, auf welchem ein Stoppkurs platziert ist… …dann tätigt er einfach einen Umsatz von einem einzigen Stück. Das geschieht, damit der Stoppkurs ausgelöst werden kann, möglichst genau zum Stoppkurs oder nur leicht darunter. Das ist der Grund, warum oft unmittelbar auf ein solches „C-Geschäft“ ein relativ hoher Umsatz folgt. Also: In diesem Fall ist es kein Abfischen der Emittenten, sondern ein Service der Euwax, der zu unserem Gunsten ist! Deshalb ist es kein Problem, wenn Sie Scheine kaufen, bei denen wochenlang kein Umsatz war. Hauptsache, der Emittent stellt fortlaufend Kurse – dann wird schon ggf. ein „C-Geschäft“ getätigt, damit Ihre Stoppkurse zeit- und kursnah ausgeführt werden können. *** Trader´s Daily-Leser Jean H. fragt: „Habe eine Frage wegen Handel an verschiedenen Börsenplätzen. Wenn ich Aktien, Optionen etc. am Börsenplatz A kaufe, kann ich dann diese am Börsenplatz B, am selben oder einige Tage später, wieder verkaufen oder ist dies nur bei A wieder möglich bzw. erlaubt? Bsp.: Vor einigen Tagen Optionsschein N13d in Frankfurt für 0,75 zu haben in Stuttgart kriege ich dafür am selben Tag 0,85. Also wenn ich in Frankfurt kaufe und in Stuttgart verkaufe gewinne ich 0,10. Hoffe sie können mir meine Frage rasch beantworten.“ Meine Antwort: Der Börsenplatz ist kein Problem…wenn Sie in Frankfurt kaufen, können Sie natürlich in Stuttgart verkaufen und umgekehrt. Ein Problem ist es allerdings, wenn es um verschiedene Aktien-Kategorien geht. Wenn Sie z.B. in Moskau russische Aktien kaufen, und in Frankfurt nicht diese russischen Aktien, sondern ADRs auf diese gehandelt werden. Darum geht es in diesem Fall aber offensichtlich nicht. Ein Wort zu den „leichten Gewinnen“: Sehr unwahrscheinlich, dass es an deutschen Börsen zu so drastischen Kursunterschieden wie im geschilderten Fall kommt (0,75 Euro in Frankfurt, 0,85 Euro in Stuttgart). Da war der Kurszeitpunkt sicherlich nicht identisch. Denn sonst wäre ein schneller, risikoloser Gewinn möglich, durch den Kauf am günstigeren Börsenplatz und den Verkauf am anderen. Solche Gewinn-Möglichkeiten bestehen durchaus. Auf Börsendeutsch heißt das Arbitrage-Gewinne. Marktteilnehmer, die nur auf solche Gewinne aus sind, heißen Arbitrageure. Das sind meistens institutionelle = professionelle Marktteilnehmer. So setzen z.B. Hedgefonds auf diese Arbitrage-Gewinnmöglichkeiten. Diese Profis nutzen jede kleinste unterschiedliche Kursstellung sofort aus. Das hat einen für die Allgemeinheit nützlichen Nebeneffekt: Mögliche Kursunterschiede verschwinden sofort, da umgehend ein Profi für den Ausgleich sorgt. Deshalb ist es unwahrscheinlich, dass es zu so einem deutlichen Kursunterschied von 13,3% (10 Cents) kommen kann! Quelle:FinanzNachrichten.de
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Direkthandel | Wege zum Erfolg
Zertifikateanleger haben es nicht leicht. Mit dem Direkthandel zwischen Anleger und Emittent einerseits sowie den Börsen andererseits stehen ihnen gleich drei gleichberechtigte Handelswege für ihre Order zur Verfügung. DÜSSELDORF. Der Kampf um die Gunst der Anleger verwundert nicht: Im ersten Halbjahr setzen die Börsen Stuttgart und Frankfurt zusammen insgesamt 67 Milliarden Euro mit Zertifikaten um, davon allein im bisherigen Rekordmonat Mai 13,9 Mrd. Euro. Das entspricht einem Umsatz von einer Million Euro pro Handelsminute. Doch welcher Orderweg ist der beste? Konkret können Investoren die Kauf- und Verkaufsaufträge für Zertifikate entweder an der Börse platzieren und sich dabei zwischen den Börsenplätzen Frankfurt und Stuttgart entscheiden. Kunden von Online-Banken steht zudem noch der Direkthandel mit den Emittenten offen. Dabei erfragen sie vom Emittenten eines Zertifikats für eine bestimmte Order einen Kurs und erhalten sofort eine – im Gegensatz zum Börsenhandel – verbindliche Auskunft über den Kauf- und Verkaufskurs des gewünschten Zertifikats. Vorteil: Der Direkthandel spart nicht nur die an der Börse stets fällige Courtage von 0,08 Prozent des Kurswerts, sondern sichert auch eine buchstäblich sekundenschnelle Abwicklung. Das macht den Direkthandel vor allem für kurzfristig orientierten Spekulanten attraktiv. „Bei Anlagezertifikaten verteilt sich der Umsatz mit unseren Zertifikaten etwa zu gleichen Teilen auf den börslichen und den Direkthandel. Bei Hebelzertifikaten dominiert bereits der Direkthandel mit einem Anteil von 70 Prozent an allen Umsätzen“, sagt Mathias Schöltzel, Derivateexperte der Deutschen Bank. Doch der Orderweg über die Börse bietet vor allem für Anleger, die nicht auf eine sekundenschnelle Ausführungen angewiesen sind, zahlreiche Vorteile. Erstens können sie an der Börse im Gegensatz zum Direkthandel mit Kauf- und Verkaufslimits und Stop-Loss-Ordern arbeiten. Zweitens unterliegt auch der börsliche Handel auch mit Zertifikaten der Handelsüberwachung: Im Falle irrtümlicher Kursstellungen haben Anleger die Möglichkeit, eine Orderabwicklung innerhalb bestimmter Fristen überprüfen oder gar stornieren zu lassen. Drittens sind Anleger auch beim Börsenhandel der knapp 100 000 gehandelten Anlage- und Hebelzertifikaten nicht alleine auf Kauf- oder Verkaufsaufträge anderer Anleger angewiesen. In der Börsen-Praxis sind die mit dem Handel von Zertifikaten beauftragten Skontroführer zentrale Akteure, die zwar einerseits Aufträge von Anlegern zusammenführen, aber andererseits auch selbst direkt mit dem Emittenten handeln und so fortlaufend An- und Verkaufskurse stellen können. Nach Angaben der Deutschen Börse entfallen nur rund fünf Prozent aller börslichen Transaktionen bei Zertifikaten auf Geschäfte zwischen Anlegern, der überwiegende Rest läuft zwischen Emittenten und Anlegern ab. Viertens versprechen sowohl die Börse Stuttgart als auch die Deutsche Börse in Frankfurt den Anleger nie schlechter als im Direkthandel mit dem Emittenten zu stellen. Konkret: Notiert ein Indexzertifikat auf den Dax im Direkthandel mit einem Geldkurs von 57,20 Euro und einem Briefkurs von 57,30 Euro, kann ein Anleger bei einer Börsenorder sicher sein, bei einem Kauf nicht mehr als 57,30 Euro je Zertifikat zu bezahlen und bei einem Verkauf nicht weniger als 57,20 Euro je Zertifikat zu erlösen. „In rund 25 Prozent aller abgewickelten Order gelingt es uns, bessere Kurse als im Direkthandel mit dem Emittenten zu erzielen“, sagt Rune Hoffmann, Derivate-Experte der Börse Stuttgart. Der Differenz zwischen An- und Verkaufskurs, auch Spread genannt, kommt sowohl im Börsen- als auch im Direkthandel entscheidende Bedeutung zu. Er ist die wichtigste Einnahmequelle des Emittenten. Anleger sollten daher vor allem prüfen, wie groß der Spread bei einem späteren Verkauf maximal sein darf. Dieser maximale Spread wird von den Emittenten meist im Verkaufsprospekt angegeben. Grundsätzlich gilt: Je exotischer das Produkt und je illiquider der Handel, desto größer der Spread und damit die Kosten für Anleger. Während die meisten Dax-Indexzertifikate inzwischen gänzlich ohne Spread gehandelt werden, müssen Anleger etwa bei einem Indexzertifikat auf die Börse Shanghai von ABN Amro einen Spread von 3,5 Prozent hinnehmen. Für kurzfristig orientierte Spekulanten lohnt im Bereich der Hebelprodukte ein Blick auf Sonderaktionen im Direkthandel: Viele Online-Banken und Emittenten bieten den Handel ihrer Zertifikate für einige Wochen ganz ohne Spread oder gar ohne Orderkosten an. » Kostenloser Zertifikate-Newsletter - jetzt anmelden Hat ein Anleger die Entscheidung getroffen, welcher Orderweg der für ihn geeignete ist bleibt bei einer börslichen Abwicklung noch die Qual der Wahl des Börsenplatzes. Je liquider der Handel eines Zertifikats, desto größer ist die Chance für Anleger, einen noch besseren Kurs als der von Emittenten gestellten Spread zu erzielen. Und: Liquidität zieht Liquidität an, daher konnte die Börse Stuttgart mit ihrem Segment Euwax ihre Position als umsatzstärkste Zertifikatebörse in den vergangenen Jahren festigen. Doch auch die Deutsche Börse schläft nicht: Die Frankfurter garantieren nach dem „Smart Trading“-Prinzip eine Orderausführung binnen 30 Sekunden und sichert die gestellten Kurse bei Anlageprodukten bis 10 000 Euro und bei Hebelprodukten bis 3 000 Euro. Zudem bieten sie die gebührenfreie Zeichnung neuer Emissionen an und lassen vier Skontroführer miteinander konkurrieren. 2007 geht der Kampf dann in eine neue Runde: Frankfurt plant gemeinsam mit der Schweizer Börse SWX den Aufbau einer europäischen Derivatebörse. Stuttgart wiederum will das bisherige System von zwei Skontroführern durch eine vollelektronische Handelsplattform ablösen. Dem Anleger kann die Konkurrenz zwischen den Handelswegen nur recht sein: Mehr Wettbewerb bedeutet niedrigere Gebühren und engere Spreads. Quelle: handelsblatt.com