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Gibt es wirklich eine Alternative zum AKW? [Umfrage]

Geschrieben

Vorwort

Ich bitte euch dieses brisante Thema nüchtern zu betrachten und es auch mal zu kommentieren warum und welche Alternativen es zu AKW gibt. Mir ist klar dass es z.Z. ein brisantes Thema ist und es möglicherweise zum Streit kommen mag deswegen bitte nochmal der Hinweis...

Bitte - solange es nur geht - emotionslos und objektiv betrachten. Niemand will hier jemanden persönlich angreifen. Ich will nur Sichtweisen und Alternativen.

 

Bedarf

China braucht viel Energie und will deswegen in den nächsten Jahren 50 weitere AKW bauen. Regenerative Energiequellen können den Bedarf nicht decken und andere Alternativen produzieren mehr Umweltverschmutzung als die Kernkraft und sind weniger effektiv.

 

Alternativen

Ingenieure in Iran haben ja vor Stuxnet bereits verkündet dass sie bis zum Jahre 2020 ein funktionierendes Fusionskraftwerk entwickeln wollen. Fusionskraftwerke produzieren jedoch auch radioaktives Material.

Biomasse?

Anbau? Essen wird teurer.

Solaranlagen? 14 Jahre bis die Produktionsenergie wieder eingeholt werden - mittlerweile eventuell besser aber Nachts brauchen wir auch Strom. Bedarf kann damit nicht gedeckt werden. Auch nicht am Tag.

Windkraftwerke - an den Küsten ok aber im Landesinneren? -Die armen Vögel-

Erdkern anzapfen - Regional bedingte.

Braunkohle - Umwelt adee

 

Deutschland

Steigt Deutschland wirklich aus der Atomkraftwerken aus so muss es Strom vom Ausland einkaufen die wiederum Ihre Energie aus AKW gewinnen. Den Bedarf durch regenerativen Energiequellen kann nicht gedeckt werden. Wollen wir wirklich wieder verstärkt Braunkohle einsetzen? Umwelt adeee.

 

Gefahren

Ich sehe keinen Sinn für einen sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie. Wenn im Nachbarland so eine Katastrophe passiert sind wir auch davon betroffen.

Deutschland liegt nicht in einem Erdbebengebiet und Tsunamis haben wir auch nicht. Gegen Kleinflugzeuge sind sie geschützt. Es gibt natürlich andere Gefahren die eintreten können.

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  • eigentlich halte ich es wie Henrik - solche Sachen kann man nicht vergleichen.   Die Region um Tschernobyl ist vermutlich erst in Tausenden Jahren wieder bewohnbar und noch heute gibt es mißgebildete

  • Ok, Formulierung war nicht nett und dafür entschuldig ich mich hiermit auch.   Ich bin aber trotzdem der Meinung ein Vergleich von Atomkraft und Straßenverkehr hinkt. Ich kann nicht Äpfel mit Birnen v

  • Das Land mit dem zweitgrößten Anzahl an AKW ist gerade neben uns -> Frankreich. Was nutzt es dann Deutschland aus AKW auszusteigen? Man schrieb hier dass eventuell die Stimmen der AKW Gegner mehr

21 Benutzer abgestimmt

  1. 1. Soll Deutschland aus der Kernenergie aussteigen?

    • Sofort
      9%
      2
    • Ausstieg ja. Wir sollten in den nächsten 5 Jahren die Alternativen nutzen
      38%
      8
    • Ausstieg ja aber nicht um jeden Preis.
      14%
      3
    • Nein erst wenn man wirklich eine echte Alternative gefunden hat. Auch wenn das dauert.
      33%
      7
    • Nein! Unsere AKW verbessern. Deutschland hat bereits ein hohes Standard
      4%
      1
    • Mein Strom kommt aus der Steckdose. Ich bin für mehr Steckdosen
      0%
      0

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Featured Replies

Geschrieben

Ok, Formulierung war nicht nett und dafür entschuldig ich mich hiermit auch.

 

Ich bin aber trotzdem der Meinung ein Vergleich von Atomkraft und Straßenverkehr hinkt. Ich kann nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Wenn du das Thema Straßenverkehr bringst, dann musst du den PKW-Verkehr mit dem Schienenverkehr oder mit dem Bahnverkehr vergleichen.

 

 

 

kein Problem.

 

Sag ich doch das der Strassenverkehr unter Risikobetrachtung verboten gehört.

Bei der Bahn sterben sicherlich eine Menge weniger, vor allem eine Menge weniger Unbeteidigter, also Füssgänger und so die eigentlich nichts mit der Verkehrsart zu tun haben.

 

Warum halte ich die Sache aber erst mal doch für vergleichbar.

Beides sind Statusobjekte unseres Wohlstandes.(Was die Sache in einen Topf wirft)

Es gibt ja auch noch heute Volker die ohne Strom und Verkehr wahrscheinlich glücklicher leben als wir.

 

Es wird als Grund des Verbotes der AKWs das Risiko angegeben.

Das es Risiko ärmere Energieerzeugung gibt steht ausser zweifel, aber auch zu einem bezahlbaren Preis und in ausreichender Menge?

Stellt sich also die Frage ob der nutzen das Risiko Wert ist.

Hier kann ich wieder mit dem Verkehr vergleichen.

Ich komme auch mit dem Fahrrad und der Bahn dahin wo ich zum überleben hin muss, nutze aber trotzdem das Auto obwohl ich über die Risiken bescheid weiss, oder auch nicht, sonst würde ich es ja vielleicht nicht mehr nutzen.

 

Es geht hier doch erst mal alleine um die Frage ob ein AKW von der Gefahr das es gibt überhaupt benutzt werden darf.

Wenn ich da zu dem Entschluss komme das es Risiken birgt die ich in anderen Lebensbereichen nicht toleriere sollte der gebrauche Verboten werden.

Aber wie man sieht toleriert man die Opferzahl im Strassenverkehr.

 

Ich könnte auch einfach sagen das sich Raucher eh nicht gegen AKWs wehren dürfen da sie sich wissentlich zu 99% selber mehr schädigen als je durch einen AKW Unfall.

 

Klar ist die Gefahr die durch ein AKW ausgeht sehr hoch, aber wenn man es genau betrachtet nicht höher als viele Andere Dinge unseres täglichen Lebens.

Das macht einen Ausstieg anstrebenswert, aber halt nicht um jeden Preis.

Geschrieben

Das kann man nicht einmal ansatzweise vergleichen, weil es völlig verschiedene Sektoren sind, wie WOGO schon gesagt hat.

Das eine ist die Energiegewinnung und das andere das Verkehrs- und Transportwesen. Ich brauche für beide Bereiche jeweils eine Lösung. Ich kann nicht eine Lösung für beides zusammen haben. Deshalb kann man es auch nicht vergleichen...man kann nur die jeweiligen Lösungsarten optimieren, im Zusammenhang mit dem anderen Bereich.

 

Und ob 100.000 Menschen durch Verkehrsunfälle ums Leben kommen oder durch einen SuperGAU, ist ja wohl mehr als ein himmelweiter Unterschied. Alleine schon die Nachwirkungen auf die Umwelt und die Möglichjkeit des Einzelnen auf die Beeinflussung.

Geschrieben
  • Autor

Das Land mit dem zweitgrößten Anzahl an AKW ist gerade neben uns -> Frankreich.

Was nutzt es dann Deutschland aus AKW auszusteigen? Man schrieb hier dass eventuell die Stimmen der AKW Gegner mehr Gehör zukommen würde....

Es ist utopisch zu denken dass Frankreich auf ihre Grundeinstellung verzichtet.

Die Gefahr bleibt uns trotzdem durch die Länder um uns herum.

 

Wo stehen wir?

AKW der dritten Generation bzw. 3+ (Europäischer Druckwasserreaktor EPS) sind gerade dabei aufgebaut zu werden. Brüter werden immer noch gebraucht da nicht die kompletten Materialien genutzt werden

Generation IV ist da schon effektiver jedoch in der Entwicklung noch zu teuer. Europäer ziehen sich zurück und Südafrika wird alleine gelassen.

Unterm Strich verkauft man uns dass jede Generation und Entwicklung der neuen Reaktoren sicherer, wirtschaftlicherer und effizienter ist.

Wäre ja auch keine Entwicklung wenn diese 3 Punkte nicht zum tragen kommen.

Laufzeit 30 Jahre

 

Wo steht Deutschland dabei?

Deutschland (glaub Spanien war noch dabei wenn ich mich richtig erinnere) ist eines der wenigen Länder die aus der Kernenergie aussteigen möchte. Gelder fließen ehr in regenerative Energieforschung mit leider einem schlechteren Erfolgsfaktor als mit der Forschung an Kernenergie anderer Länder.

Die restlichen älteren AKW werden noch weiterhin betrieben obwohl die Laufzeit von 30Jahre bereits überschritten wurden da es noch keine echten Alternativen/Ersatz dafür gibt.

Wäre es hier nicht Sinnvoller 1-2 AKW zu bauen die State of the Art sind um die Zeit zu überbrücken bis die Alternativen wirklich rentabel sind?

Gen IV - selbst die EPS + Brüter produzieren nur einen Bruchteil des Abfalls dieser alten AKW.

Deutschland schadet sich doch nur selbst mit dieser Haltung von "Keine neuen AKWs in Deutschland".

AKW kann doch gut als Brückenlösung genommen werden. Warum muss es immer diese Extremen sein?

Durch unsere Einstellung keine neuen AKW mehr zu bauen und dadurch die alten noch zu benötigen sind WIR doch die Gefahr für die anderen Länder.

 

"Verbrauch muss reduziert werden":

Das ist auch eine Utopie.... Jede neue Innovation verbraucht Energie. Sei es Elektrofahrzeuge, Brennstoffzellen oder jegliche Art neuer Technologie die noch kommen wird.

IMHO jedes Land wird mehr Energie brauchen als zuvor und dabei wird die universellste Energieform - Elektrizität - am stärksten steigen um die endlichen Produkte (Öl, Gas) zu ersetzen. Genau diese universellste Energieform wollen wir verteuern?

Sabotieren wir uns nicht selbst damit?

 

Bisher haben sich 50% der Leute die an der Wahl teilgenommen haben sich für eine Abschaltung entschieden... Leider habe ich noch keine echte Alternative gelesen die in Deutschland auch umsetzbar wäre und den Bedarf decken könnte.

Geschrieben

@siscop, danke, sehe das genauso wie du. Aber wir deutschen sind ja auf vielen Gebieten sehr Fortschrittsfeindlich (z.B Gentechnik).

 

@Henrik. Wenn du Verkehrsunfälle hast, hast du jedesmal auch kleine Auswirkungen auf die Umwelt: Verschmutzung von Wasser durch auslaufendes Öl, Brennende Autos emmitieren CO2. Die Strassen können eine gewisse(kurze) Zeit nicht verwendet werden. Denk an die CO2 Emmissionen durch die ganzen Hilfskräfte und deren Transport zum Unfallort.

Klimawandel kann schlimmer sein als die GAUs. Ich kann da ibelieves Argumente schon ganz gut nachvollziehen.

Geschrieben
Atomkraft – der größte Subventionsflop aller Zeiten

 

greenpeace magazin 5.08

„Guten Abend, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, anstelle des üblichen Fernsehprogramms werde ich Ihnen in den nächsten Stunden zusammen mit den hier im Studio anwesenden Ministern eine Reihe von neuen Plänen der Bundesregierung vorstellen, die einen tiefgreifenden Wandel in der deutschen Nachkriegspolitik einleiten werden. Die Symptome einer – ich muss zu unserer Verteidigung sagen, beileibe nicht durch uns allein – fehlgeleiteten Wirtschaftspolitik, die die Warnungen vieler Ökologen und Umweltschützer zu lange in den Wind geschlagen hat – die Symptome dieser verfehlten Wirtschaftspolitik sind heute unübersehbar: In wenigen Jahrzehnten werden die Rohstoffe unseres Planeten aufgezehrt sein. Unser Alltagsleben ist durch Lärm und Hetze, in immer anonymeren Städten, auf immer eintönigeren Arbeitsplätzen, gekennzeichnet. Wir dürfen die Begriffe Ökologie und Umweltschutz, die heute jeder im Munde führt, nicht nur hohle Worte bleiben lassen. Die jahrelangen Auseinandersetzungen um die Kernenergie – manche böse Zungen unterstellen uns natürlich Angst vor den Grünen – haben uns veranlasst, anerkannte Wissenschaftler, Techniker, Ökologen und Mitglieder der wichtigsten Bürgerinitiativen mit der Ausarbeitung von Plänen zu beauftragen, die das Überleben der Menschen hierzulande, unser Leben und das unserer Kinder, sichern sollen. Wir werden Ihnen erste Grundzüge

der Pläne in dieser historischen Stunde vorstellen…“

 

Diese Worte stammen natürlich nicht aus dem Mund unserer Bundeskanzlerin, sondern waren Wunschgedanken der deutschen Um-welt-bewegung. Die alternative tageszeitung druckte die – hier auf die aktuelle Situation angepasste und gekürzte – fiktive Ansprache am 4. Dezember 1979. Die Autoren, Michael Sontheimer und Ute Scheub, formulierten darin wohl Träume einer ganzen Generation. Was wäre gewesen, wenn sich die Bundesregierung damals, Ende der 70er-Jahre, tatsächlich dazu bereit erklärt hätte, die Ideen zu realisieren? Wie viele Fehler und Irrwege wären vermieden worden? Schon damals hätte die Energiezukunft beginnen können, die heute unter dem Eindruck steigender Ölpreise und des Klimawandels fieberhaft gesucht wird.

 

 

Natürlich haben sich die Bundesregierungen der letzten Jahrzehnte allesamt, wenn auch zögernd, jeweils der Umweltprobleme ihrer Zeit angenommen. Beispielsweise wurden das Waldsterben gebremst, die Nordsee vor der Vergiftung gerettet, die Flüsse wieder sauberer. Bevor jede Regierung Maßnahmen ergreift, holt sie sich Rat von Sachverständigen ein. Doch diese sind – was kaum verwundert – oft befangen. Und manchmal merken das irgendwann auch die Regierenden – von Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt etwa wird berichtet, dass er sich auf der 11.

Weltenergiekonferenz 1980 in München bei seinen ehemaligen Beratern aus der Industrie beschwerte, dass sie ihm wichtige Tatsachen vorenthalten hätten. Diese hatten in jenen Jahren immer wieder und in geradezu apokalyptischem Ton vor einer „Energielücke“ gewarnt. Sie hatten prognostiziert, dass im Jahr 1980 eine Atomkraftkapazität von 20.000 Megawatt gebraucht würde, „sonst gehe das Licht aus“. Auf lange Sicht, so Prognosen des Atomforschungszentrums Jülich, würden etwa 600 Kernkraftwerke gebraucht. Gebaut wurden schließlich in der Bundesrepublik nur 36, in der DDR entstanden bis 1989 zwei Reaktoren. Tatsächlich waren in der Bundesrepublik im Jahr 1980 lediglich 8500 Megawatt Kernkraft am Netz, heute sind gerade noch 17 Atomkraftwerke in Betrieb. Trotzdem haben die Lichter stets gebrannt.

 

Ausgangspunkt der absurden Ausbauforderungen war eine Prognose dreier Institute aus dem Jahr 1973 gewesen, des Energiewissenschaftlichen Instituts der Uni Köln (EWI), des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI). Ihnen zufolge sollte die Bundesrepublik 1985 einen Primärenergiebedarf von 619 Millionen Tonnen SKE (Steinkohleeinheiten) haben. Tatsächlich verbraucht aber wurden 1985 lediglich 380 Millionen Tonnen SKE. Doch selbst 1980 noch, als längst absehbar war, wie verkehrt die Prognosen waren, verkündete das damalige RWE-Vorstandsmitglied Franz Josef Spalthoff: „Wenn der Strom ausfällt, ist es zu spät!“ und „Ohne Kernenergie gehen die Lichter aus“.

 

 

Angesichts des prognostizierten, riesigen Strombedarfs forderten Experten und Industrie in den 60er- und 70er-Jahren mehr staatliches Engagement in Form von Subventionen. Und der Staat kam dieser Aufforderung nach. Für die kerntechnische Forschung wurden nach Angaben des Bundesumweltministeriums im Zeitraum 1974 bis 2007 (preisbereinigt) allein vom Bund rund 24 Milliarden Euro ausgegeben. Den Höhe-punkt markierte dabei das Jahr 1982 mit allein rund 1,6 Milliarden Euro – das entsprach zwei Dritteln der in jenem Jahr insgesamt ausgegebenen Forschungsmittel! Auch heute noch werden über die Hälfte der Energieforschungsausgaben des Bundes für die Kernenergie beziehungsweise die Beseitigung kerntechnischer Anlagen und Risikobeteiligung verwendet. Für die vorherigen Jahrzehnte (1956 bis 1973) summierten sich die Bundesausgaben für Atomenergie (umgerechnet auf heutige Preise) „nur“ auf rund 16 Milliarden Euro, hinzu kommen noch Ausgaben der Bundesländer in Höhe von 4,4 Milliarden. Insgesamt sind also in den vergangenen fünfzig Jahren mehr als 44 Milliarden Euro allein in die Förderung der Atomforschung geflossen. Und hierbei ist – wie in allen Diskussionen und Prognosen der Atomlobby – die Abfallproblematik noch nicht einmal berücksichtigt.

 

 

Wollte man die gesamten staatlichen Geldvorteile für die Atomenergie abschätzen, müssten viele weitere Punkte genau beziffert werden: So dürfen AKW-Betreiber einen Teil ihrer Gewinne steuerfrei ansparen, um damit irgendwann einmal die Entsorgung der Reaktoren zu bezahlen – allein hierbei handelt es sich um schätzungweise 23 Milliarden Euro, mit denen die Konzerne in der Zwischenzeit frei wirtschaften und beispielsweise Firmen aufkaufen oder in neue Geschäftsgebiete einsteigen konnten. In gescheiterte Atomprojekte – etwa die Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf oder der Schnelle Brüter in Kalkar – flossen etwa neun Milliarden Euro öffentliche Mittel. Die Sanierung der DDR-Uranabbaugebiete in Thüringen und Sachsen verschlang seit der Wiedervereinigung mehr als sechs Milliarden Euro. Weitere Posten: Rückbau einer kleinen Pilotanlage zur Wiederaufarbeitung von Atommüll in Karlsruhe – 2,5 Milliarden Euro. Demontage des DDR-AKW in Greifswald – 3,7 Milliarden. Betrieb und Stilllegung des Atomlagers Morsleben (Sachsen-Anhalt): 1,2 Milliarden Euro.

 

 

Ferner nimmt der Staat den AKW-Betreibern einen großen Teil des Risikos ab, dass mit einem Atomunfall verbunden ist. Ein Super-GAU in einem deutschen Reaktor würde volkswirtschaftliche Gesamtschäden von circa 5000 Milliarden Euro verursachen, die Energiekonzerne aber haben nur Versicherungen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro abgeschlossen. Den Rest trägt der Steuerzahler, also wir alle.

 

 

Ein detaillierter Blick auf die Forschungsausgaben der Bundesregierung verdeutlicht, wie über Jahrzehnte auf das falsche (aus Sicht der Konzerne: das richtige) Pferd gesetzt wurde: Anfang der 70er-Jahre begann die Förderung der erneuerbaren Energien, die größten Projekte im Bereich Windenergie waren die „Große Windanlage“, kurz: Growian und das 150/250-Megawatt-Windprogramm. Das Growian-Projekt Anfang der 80er-Jahre war darauf angelegt, eine Windkraftanlage mit einer Leis-tung von drei Megawatt zu entwickeln, weitaus mehr als die zu jener Zeit am Markt erhält-lichen Windkraftanlagen mit 20 bis 50 Kilowatt. Die Projektverantwortlichen RWE und Preussag aber stellten Growian von Anfang an auf „wacklige Beine“. Das gewollte technische Scheitern sollte die Öffentlichkeit dazu bringen, Windenergie nicht länger als Alternative zur Atomkraft anzusehen.

 

Im Ergebnis konzentrierte sich der Staat auf eine Markt­einführung der verfügbaren, kleineren Anlagen. Das 250-Megawatt-Windprogramm begann 1989 und war eines der umfangreichsten Förderprojekte für erneuerbare Energien. Ihm folgte das Stromeinspeisegesetz von 1990; es war nötig geworden, weil Windstrom nur

von kleinen Unternehmen erzeugt wurde, denen die großen Konzerne den Zugang zum ihnen gehörenden Stromnetz verweigerten oder erschwerten. Dieses Gesetz, das verlässliche Einspeisevergütungen vorschrieb, ermöglichte den späteren Windkraft-Boom in Deutschland. Über einen Zeitraum von 16 Jahren flossen etwa 190 Millionen Euro in 1600 Windkraftanlagen. Das klingt viel – war aber lediglich rund acht Promille dessen, was der Bund im gleichen Zeitraum für die Erforschung der Atomenergie ausgab.

 

 

Dieses Missverhältnis besteht bis heute: Mehr als das Doppelte dessen, was der Bund in den vergangenen Jahrzehnten in die Förderung der Windkraft steckte, floss über die EU in das Kernfusionsprojekt ITER. Bis 2020 sind Baukosten für einen Versuchsreaktor im südfranzösischen Cadarache in Höhe von fünf Milliarden Euro angesetzt. Der geplante 20-jährige Betrieb der Anlage soll noch einmal die gleiche Summe verschlingen. Oder das aktuell beschlossene 7. Forschungsrahmenprogramm der EU: Innerhalb von sieben Jahren fließen daraus etwa vier Milliarden Euro in die Nuklearforschung – und weniger als eine Milliarde in erneuerbare Energien.

 

Auch global bestand und besteht zwischen der Förde­rung fossiler und atomarer Energieformen einerseits und der Unterstützung erneuerbaren Energien andererseits eine erhebliche Diskrepanz. Weltweit sind heute 439 Atomanlagen mit einer Gesamtkapazität von rund 300.000 Megawatt in Betrieb. Keine dieser Anlagen wäre ohne – offene oder verdeckte – Subventionen gebaut worden. Spätestens in den 60er-Jahren kam eine weltweite politische Privilegierungsmaschinerie in Gang: So gaben die OECD-Länder zwischen 1974 und 1992 168 Milliarden US-Dollar für Forschung und Entwicklung der Atomenergie aus – für alle erneuerbaren Energien zusammen fielen 22 Milliarden Dollar ab. Weltweit flossen etwa 90 Prozent aller Energieforschungsmittel der letzten 50 Jahre in die Kernenergie – die heute klägliche 2,5 Prozent des weltweiten Bedarfs an Primärenergie deckt. Atomenergie ist damit der größte Subventionsfall der Weltwirtschaftsgeschichte – und ein forschungspolitischer Flop ohnegleichen. Damit verglichen nehmen sich die vielen Milliarden, die in Deutschland auch heute noch in den Abbau und die Verstromung von Kohle gesteckt wird, geradezu bescheiden aus.

 

 

Im August 1987 startete hierzulande die kommerzielle Stromerzeugung durch Windkraft, als an der Küste Schleswig-Holsteins der erste Windpark ans Netz ging. Die 30 Rotoren hatten damals zusammengenommen eine Leistung von einem Megawatt – sie wurden von Vielen belächelt, vor allem von den Stromkonzernen. Im Oktober 2007 meldete die Firma Enercon die Errichtung der ersten 6-Megawatt-Anlage – innerhalb von 20 Jahren bedeutet das einen 180-fachen Fortschritt. Heute sind Windräder mit zehn Megawatt Kapazität in greifbare Nähe gerückt. Zu verdanken haben wir das weniger staatlichen Subventionen als dem Pioniergeist einiger Visionäre.

 

 

Weil der Staat sich weitgehend zurückhielt – abgesehen von Helmut Kohls Einspeisegesetz, das unter Rot-Grün zum Erneuerbare-Energien-Gesetz weiterentwickelt wurde –, war dieser Wirtschaftszweig auf sich allein gestellt. Unternehmen wie Fuhrländer, Nordex oder Enercon bei der Windkraft und Solarfabrik, Solarworld oder Solon im Bereich Sonne haben auf eigenes Risiko und gegen die etablierte Energie-wirtschaft Deutschland zur Weltspitze gemacht. Mehr als 14 Prozent unseres Stroms kommen bereits aus erneuerbaren Quellen – noch vor zehn Jahren galt das als unmöglich. Heute bietet die Erneuerbare-Energien-Branche 249.000 Jobs; und in den kommenden 15 Jahren, so der Bundesumweltminister, werde sich diese Zahl mehr als verdoppeln. Übrigens arbeiten in der konventionellen Energiewirtschaft in Deutschland heute gerade noch halb so viele Menschen wie vor 15 Jahren.

 

 

Im Jahr 1970 kostete ein Barrel Rohöl 1,21 US-Dollar, in diesen Wochen muss man dafür weit über hundert Dollar zahlen. Auch der Uranpreis stieg in den vergangenen fünf Jahren auf das Zehnfache, Experten rechnen mit einer weiteren Verdoppelung im kommenden Jahr. Immer klarer wird, dass eine wirklich zukunftsfähige (und klimaverträgliche) Energieversorgung auf regenerativen Quellen basieren muss. Wie viel weiter könnten wir dabei bereits sein, wenn in den 70er-Jahren die Weichen in die richtige Richtung gestellt worden wären? Wenn die Subventionen unter den regenerativen und fossilen/atomaren Energien zumindest gleich verteilt gewesen wären? Und wenn die eingangs zitierte Ansprache wirklich gehalten worden wäre?

Quelle: http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=5454

Geschrieben

Greenpeace kann man leider auch nichts mehr glauben, da die zum reinen Lobbyverband geworden sind.

Die Zahlen kann ich allesamt nicht verifizieren.

Natürlich ist regenerative Energie mehr gefördert und subventioniert worden als Atmomenergie, die Greenpeaceleute haben leider vergessen, die ganzen Subventionen für Solar/Wind/Wasserstromeinspeisung mit in ihre Kalkulation einzurechnen.

Geschrieben

Das Greenpeace mit Zahlen trickst und jongliert erkennt man schon an der Aussage, dass 1970 ein Barrel Rohöl nur 1,21 $ gekostet habe.

 

 

Es waren 1,80 $ laut Wiki und inflationsbereinigt sind das 10,26 $. Das klingt doch so, objektiv betrachtet schon ganz anders....

Geschrieben

Nochmal zu ibelieve seiner Verkehrstheorie.

 

Wenn man es Global betrachtet, sind die Auswirkungen eines GAUs, tatsache ein Klacks, gegen den Schadstoffanteil

und die versteckten Auswirkungen die der Verkehr auf unserem Planeten anrichtet.

 

Das eine (GAU) ist zwar sofort sicht- und "meßbar" das andere, der Verkehr dagegen ein schleichender Prozeß

den Generationen nach uns dann spüren werden.

 

Vom Grundgedanken hat er schon recht, nur das es sich nicht direkt vergleichen lässt.

Klimawandel und deren Folgen/Kosten sind überhaupt nicht real bezifferbar.

Geschrieben

 

Das eine ist die Energiegewinnung und das andere das Verkehrs- und Transportwesen. Ich brauche für beide Bereiche jeweils eine Lösung. Ich kann nicht eine Lösung für beides zusammen haben. Deshalb kann man es auch nicht vergleichen...man kann nur die jeweiligen Lösungsarten optimieren, im Zusammenhang mit dem anderen Bereich.

 

Und ob 100.000 Menschen durch Verkehrsunfälle ums Leben kommen oder durch einen SuperGAU, ist ja wohl mehr als ein himmelweiter Unterschied.

 

Manchmal Frage ich mich ob Du meine Post überhaupt liest oder einfach nur gegen sie stimmst?

Wo habe ich irgend wo von einer Lösung für ein Problem gesprochen.

Mir geht es Ganz alleine darum ob ich es vor meinen Kindern verantworten kann das es AKWs gibt oder ich dafür sein sollte das sie direkt Weltweit abgeschaltet werden.

Wenn ich das jetzt für mich Vergleiche komme ich zu dem Ergebnis das ich Sie auch in anderen Lebenslagen solchen Gefahren aussetze und ich es daher vor mir verantworten kann mit einem weiter bestand der AKWs zu leben bis wirkliche alternativen da sind .

 

Sind die einen Toter als die Anderen oder warum ist es ein Unterschied?

In beiden Fällen setze ich wissentlich Leute in Risiken aus die Sie vielleicht gar nicht haben wollen.

Geschrieben

eigentlich halte ich es wie Henrik - solche Sachen kann man nicht vergleichen.

 

Die Region um Tschernobyl ist vermutlich erst in Tausenden Jahren wieder bewohnbar und noch heute gibt es mißgebildete Geburten in der Region. Bei einem Verkehrsunfall kann man die Überreste wegräumen und am nächsten Tag ist der Ort wieder nutzbar. Selbst bei Chemikalienaustritten gibt es immer eine Lösung, im Notfall wird eben das Erdreich abtransportiert.

 

Die reinen Opferzahlen im Vergleich sind auch erstmal weniger "wichtig" (auch wenn sich das etwas hart anhört).

 

Folgendes ist eigentlich wesentlicher:

 

Laßt ein paar Dutzend AKWs irgendwo hochgehen und die Hälfte des Planeten ist plötzlich totes Land für Hunderte von Jahren oder länger. Die müssen nicht auf einmal explodieren, es reicht im Abstand von eben ein paar Jahrzehnten. Vorgestern die USA, gestern die Ukraine, heute Japan. Wenn es dort nicht noch positiver wird, ist wieder eine Region mehr verseucht. Dazu kommt die Vielzahl an Inseln durch die Atomtests.

 

Dadurch, das es nicht mehr nur ein paar Dutzend AKW weltweit gibt, sondern mittlerweile pro Land (!) steigt das Risiko im Abstand von ein paar Jahren immer mehr Boden zu verlieren, abgesehen von Auswirkungen durch weltweiten Wind-Weitertransport der Strahlung.

 

Wenn die neuen AKW wesentlich weniger Strahlungspotential haben, dann müssen diese gebaut werden und gleichzeitig die alten vor allem in Risikogebieten weg - weltweit. Solange bis andere Energien diese ersetzen. Aber man kann nicht einfach ständig die alten verlängern, dadurch werden die nicht besser :rolleyes:

Geschrieben

Nachtrag: offensichtlich steigt die Anzahl der AKW nicht, sondern sie fällt (hätte ich jetzt auch nicht gedacht):

 

Im zu Ende gegangenen ersten Jahrzehnt des dritten Jahrtausends wurden weltweit 46 neue AKW-Bauten begonnen: in China 21, in Indien 8, in Südkorea 6, in Rußland 6, in Japan 2, in Finnland 1, in Frankreich 1 und in Pakistan 1. Im Jahr 2008 wurde der Bau von zehn und im Jahr 2009 von elf AKW gestartet. Da in den kommenden Jahren altershalber viele der weltweit betriebenen 436 AKW stillgelegt werden müssen, wird die Gesamtzahl weiter leicht sinken.

 

http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1046930

 

Da das Risiko mit dem Alter steigt, sollte man eben ein paar Euros/Dollars in die Hand nehmen und die Wackelkandidaten (im wahrsten Sinne des Wortes) ersetzen.

Geschrieben

Das Land mit dem zweitgrößten Anzahl an AKW ist gerade neben uns -> Frankreich.

 

 

+++ Sarkozy stellt Kernenergie nicht in Frage +++

[12:54 Uhr] Der französische Präsident Nicolas Sarkozy sieht die Zukunft der Atomkraft in Frankreich durch die Katastrophe in Japan nicht in Frage gestellt. Die Kernenergie sei ein "grundlegendes Element" der Unabhängigkeit Frankreichs bei der Energieversorgung, sagte er. Der Staatschef lobte erneut die Sicherheit der französischen Atomkraftwerke.

 

 

http://nachrichten.t..._45016752/index

Geschrieben

Greenpeace kann man leider auch nichts mehr glauben, da die zum reinen Lobbyverband geworden sind.

Die Zahlen kann ich allesamt nicht verifizieren.

Natürlich ist regenerative Energie mehr gefördert und subventioniert worden als Atmomenergie, die Greenpeaceleute haben leider vergessen, die ganzen Subventionen für Solar/Wind/Wasserstromeinspeisung mit in ihre Kalkulation einzurechnen.

Kannst du das Gegenteil denn mit glaubhaften Zahlen belegen?

Nachdem was ich so nur im Web zumindest finde, bestätigt sich deine Aussage nicht. Weiteres Beispiel hier: http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/39617

Abschlussbericht: Förderung erneuerbarer Energien im Vergleich zur Förderung der Atomenergie in Deutschland

Bestandsaufnahme und methodische Bewertung

 

Die bisherige öffentliche Förderung der Atomenergie in Deutschland liegt um ein Vielfaches über den Fördermitteln, die bislang in den Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung geflossen sind.

 

So hat z.B. allein der Bund seit 1974 für die nukleare Energieforschung und -technologie Haushaltsmittel in Höhe von rd. 24 Mrd. Euro (real, d.h. Angaben in Preisen von 2006) ausgegeben. Die Forschungsausgaben für erneuerbare Energien und das gesamte Feld der rationellen Energieverwendung betrugen dagegen im gleichen Zeitraum zusammen nur rd. 6 Mrd. Euro. Zwischen 1956 und heute lag die Bundesförderung der Atomforschung bei etwa 40 Mrd. Euro. Dieser Betrag erhöht sich noch einmal deutlich, wenn auch die Atom bedingten (Forschungs) Ausgaben der Bundesländer sowie der EU berücksichtigt werden. Damit verschiebt sich das Gewicht der bisherigen öffentlichen Förderung weiter zugunsten der atomaren Stromerzeugung.

 

Oben genannte Zahlen stammen aus einem Forschungsvorhaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW, Berlin), für das BMU, dessen Endbericht Ende Mai vorgelegt wurde. Unter dem Titel "Bestandsaufnahme und methodische Bewertung vorliegender Ansätze zur Quantifizierung der Förderung erneuerbarer Energien im Vergleich zur Förderung der Atomenergie in Deutschland" wurden die bislang vorliegenden Daten und Fakten zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Vergleich zur Förderung der Atomenergie in Deutschland zusammengestellt.

Ich denk das Thema ist aufgrund der Situation sicher kontrovers diskutierbar. Da können wir uns Zahlen, Fakten und Meinungen um die Ohren haun ohne das es irgendwas bringt. Fakt ist aber, daß die Risiken von AKWs neu bewertet werden müssen, da offensichtlich auch niemand ein solches Horrorszenario wie in Japan in Betracht gezogen hat.

Geschrieben

Was nutzt es dann Deutschland aus AKW auszusteigen? Man schrieb hier dass eventuell die Stimmen der AKW Gegner mehr Gehör zukommen würde....

Es ist utopisch zu denken dass Frankreich auf ihre Grundeinstellung verzichtet.

Die Gefahr bleibt uns trotzdem durch die Länder um uns herum.

 

Das stimmt schon, aber ich denke es macht immer einen Sinn über Alternativen nachzudenken. Was ein Austritt für D bringen würde wäre eine Art Vorbildwirkung. Manche Dinge brauchen einfach Zeit.

 

Was die Forschung/Status von Alternativen vs. Atomkraft angeht:

Mir gehen da gerade zwei Dinge durch den Kopf die möglicherweise nicht 100% stimmen, aber dann werd ich hier eh darüber aufgeklärt ;)

1. Ist Atomkraft nicht im großen Maße ein Resultat aus der Kriegsforschung? Weil die Mittel und Möglichkeiten die man in der Erforschung neuer Waffentechnik hat, sind AFAIK einzigartig. Vor allem zu der Zeit als sie entwickelt wurde.

Diesen Vorsprung haben die ganzen Alternativen nicht (abgesehen davon das man ein Windkraftwerk vielleicht als überdimensionalen Ninjastern verwenden kann).

2. Durch den Vorsprung von Atomkraft (die Alternativen wurden AFAIK erst begonnen zu erforschen als Atomkraft schon massig Gewinne gebracht hat) hatte sie Milliardenbudgets in internen Forschungsbereichen der Betreiberfirmen (eben weil die Risiken bekannt waren und die Betreiber keinen Imageschaden wollten) während die Alternativen um Förderungen vom Staat ansuchen müssen.

 

Ich hab also irgendwie das Gefühl das es nicht fair ist die Entwicklung zu vergleichen. Und selbst wenn: Im Endeffekt zählt doch was rauskommt nicht wie lang es dafür gebraucht hat.

 

Zur aktuellen Situation: Alles sofort abschalten ist aus meiner Sicht nicht realistisch. Also wieso nicht unser schönes System für den guten Zweck nutzen? 50% Steuer auf den Gewinn der AKWs, die direkt in die Förderung der Alternativenforschung gehen. Abwandern können sie mit ihren AKWs ja nicht ins Ausland ;)

Bevor jetzt das Killerargument "Das zahlt dann der Verbraucher" kommt: Ja, tut er. Tut er aber so oder so. Und genau der Verbraucher ist es der dann eben endlich auf Energieanbieter umsteigt die vermehrt auf nicht-AKW setzen und damit wieder die Alternativen fördern.

 

Die Alternativen sind noch nicht so rentabel und dauerhaft einsetzbar wie AKWs, stimmt. Aber ich bin mir sicher sie werden es, wenn man ihnen eine reale Chance gibt.

 

just my 2 cents

Geschrieben

Das Prinzip der Brennstoffzelle ist länger bekannt als das der Kernspaltung.

 

Edit: was bei der ganzen Sache wegen der höheren Kosten vergessen wird. Das kann sich ein recht großer Anteil der Bevölkerung einfach nicht leisten! Zum Glück betrifft mich das nicht, aber für viele sind die Mehrbeträge kaum zu verkraften (Und selbst mit Mindestlohn --> vermutlich mehr Arbeitslose --> Kosten beim Staat, also wird für den Einzelnen (über Steuern) noch teurer)

Bearbeitet von Quickbeam2k1

Geschrieben
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Das Prinzip der Brennstoffzelle ist länger bekannt als das der Kernspaltung.

Das musst du ein wenig erklären... Brennstoffzellen sind nix anderes als Energiespeicher... eine Art AKKU... ein Umwandler...

 

Wasser+Strom---Brennstoffzelle---Wasserstoff+Sauerstoff

Wasserstoff+Luft(Sauerstoff in der Luft)---Brennstoffzelle---Wasser+Strom

 

Was hat das jetzt mit Stromerzeugung zu tun?

Honda hatte die Idee mit dem Strom Wasserstoff zu gewinnen (im eigenen Haushalt) um dies für das Auto wieder zu "verfahren". Das teure an einem Elektroauto sind ja die Akkus und diesen Punkt könnte man mit Brennstoffzellen umgehen.

Wasserstoff ist ja kein Stoff den man Abbaut in der Natur. Den muss ich durch Energiezufuhr gewinnen.

Geschrieben
  • Autor

abgesehen davon das man ein Windkraftwerk vielleicht als überdimensionalen Ninjastern verwenden kann

Ist das GEIL oder was

 

Zur aktuellen Situation: Alles sofort abschalten ist aus meiner Sicht nicht realistisch. Also wieso nicht unser schönes System für den guten Zweck nutzen? 50% Steuer auf den Gewinn der AKWs, die direkt in die Förderung der Alternativenforschung gehen. Abwandern können sie mit ihren AKWs ja nicht ins Ausland ;)

Bevor jetzt das Killerargument "Das zahlt dann der Verbraucher" kommt: Ja, tut er. Tut er aber so oder so. Und genau der Verbraucher ist es der dann eben endlich auf Energieanbieter umsteigt die vermehrt auf nicht-AKW setzen und damit wieder die Alternativen fördern.

Naja... Der Strommarkt ist ja nicht National Begrenzt. Frankreich bietet ja Ihr Strom für einen bestimmten Preis an und wird unser Strom teurer kommen kleine Anbieter aus den Löchern die Ihren Strom von Frankreich einkaufen und den Endkunden anbieten. Die deutschen Erzeuger wären damit gezwungen die Preise niedrig zu halten - oder die Franzosen passen sich den teureren deutschen Strom an. Wie auch immer würde es der deutschen Wirtschaft ehr schaden.

Geschrieben
Problem ist dabei auch, dass die (Haupt-)Stromnetze schon jetzt überlastet sind...wenn alle AKWs abgeschaltet werden JETZT dann bricht evtl. das Stromnetz zusammen, weil dann von wenigen vom Ausland kommenden Stromleitungen der ganze Strom eingeleitet wird.
Geschrieben

@ siscop. okay, da hast du sicherlich nicht unrecht :-) Aber trotzdem ist sie ein interessanter Bestandteil regenerativer Energie. Hätten wir da mehr geforscht wären wir aber evtl vom Öl im Auto schon weg :-)

Naja die Elektrolyse ist ja auch schon lange bekannt. Damit hätte man z.B mit Sonnenenergie Wasser oder z.B Erdgas/Alkohohl spalten können.

Vielleicht würde sogar Alkohol und CO2 zum Bertieb einer Brennstoffzelle schon reichen. Da gibts auf jedenFall mehrere Zellen auch wenn man da evtl wieder die Frage stellen kann ob man Nahrungsmittel für die Energieerzeugung verwenden sollte. Aber die Stoffe die benötigt werden treten ja auch als Abfälle in der Chemieindustrie auf. Und Abfälle wiederzuverwenden ist ja immer erstrebenswert

 

Edit: Auch Uran ist nur ein Energiespeicher :-) Kernkraftwerke setzen die Energie frei. Energie wird benötigt um Uran zu fördern. Also eigentlich genau wie mit Wasserstoff und ner Brennstoffzelle. (Jetzt stimmt die Argumentation wieder :D )

Bearbeitet von Quickbeam2k1

Geschrieben

@siscop: ich hab das ganze auch eher gemeint als Alternative zum "sofort alles abschalten". Genau genommen würd es ja eher so laufen: deutscher Atomstrom teurer-> Alternativer Strom intern wird interessanter + billiger Strom von außen zugekauft. Sprich von deutschen AKWs wird nimmer soviel Strom nachgefragt -> dt. AKWs müssen Preis auf "normales" Niveau senken und halt wirklich einfach Teile der Gewinne abgeben ODER dt. AKWs "verschwinden" von alleine.

In Summe arbeitet alles auf ein "dt. AKWs weg", da aber sicher die AKWs nicht sofort 0 Gewinne machen sondern langsam zurückfahren, kommt sicher einiges an Förderung ein.

Zugegeben sehr einfache Sichtweise, aber wieso kann die Welt nicht auch einfach sein? (zumindest manchmal ;)

 

 

Problem ist dabei auch, dass die (Haupt-)Stromnetze schon jetzt überlastet sind...wenn alle AKWs abgeschaltet werden JETZT dann bricht evtl. das Stromnetz zusammen, weil dann von wenigen vom Ausland kommenden Stromleitungen der ganze Strom eingeleitet wird.

Nur zur Sicherheit: Voll deiner Meinung. Von 100 auf 0 geht nie und nimmer. Aber wenn die Politik groß redet von Ausstieg sollten sie auch ernsthaft an Alternativen arbeiten.

Geschrieben

Das kann man nicht einmal ansatzweise vergleichen, weil es völlig verschiedene Sektoren sind, wie WOGO schon gesagt hat.

Das eine ist die Energiegewinnung und das andere das Verkehrs- und Transportwesen.

 

Macht die AKWs zwar nicht besser, zeigt aber das ich mich auch wissentlich in Anderen Energiebereichen der Strahlung aussetze.

 

Von kerntechnischen Unfällen einmal abgesehen, ist die Strahlenbelastung des Menschen durch Gewinnung und Einsatz von Kohle deutlich höher als diejenige durch Kernkraftwerke.

http://forum.baadermarkets.de/showpost.php?p=33310&postcount=43

 

So wie ich es aber jetzt sehe haben wir hier in D(oder Ganz Europa?) wirklich ein Problem mit den alten Kraftwerken da Sie wohl wirklich nicht mehr dem heutigen Sicherheitsstandard entsprechen und deshalb wohl doch eher Heute als Morgen abgeschaltet gehören.

Was ich jetzt aber nicht den AKWs ankreide sondern der Fehlpolitik der letzten 20 Jahre.

 

Probleme sind eigentlich nicht die AKWs,

sondern die Leute die dahinter stehen,

wenn den was wahres dran ist.

 

Anlässlich der japanischen Atomkatastrophe gewinnen Wikileaks-Enthüllungen über US-Depeschen von 2009 neue Brisanz. Darin hatten Diplomaten den japanischen Sicherheitschefs der Atomsicherheitsbehörde IAEA kritisiert: Tomihiro Taniuchi sei vor allem mit Blick auf die Sicherheitsbestimmungen für japanische AKW ein schlechter Manager. Für die Vereinigten Staaten sei besonders die stiefmütterliche Behandlung enttäuschend, die der Japaner der Sicherheitsabteilung der IAEA angedeihen lasse. Die Abteilung habe in den zurückliegenden zehn Jahren unter Taniuchi gelitten.Aus anderen Depeschen geht hervor, dass japanische Politiker im Gespräch mit US-Vertretern über die Vertuschung in Atomkraftwerken des Landes klagten. Auch die Risiken von Erdbeben und Tsunamis für Atomkraftwerke waren laut der Dokumente vor der jüngsten Katastrophe bekannt.<br style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; "><br style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; ">

http://www.ftd.de/politik/internatio...Reaktor%203%29

 

http://forum.baadermarkets.de/showpost.php?p=33367&postcount=55

Geschrieben

Es gibt solche Sachen natürlich auch zu Deutschen AKWs und sicherlich auch zu etlichen Anderen.

 

Das sind natürlich Fakten(je nach Wahrheitsgehalt den wir hier ja nie erahnen können) die die AKW Gegner mal als sinnvolles Argument zu Abschaltung bringen können.

(Ich lass Sie aber bisher eher immer bei ;euten die eigentlich mit AKWs leben können)

 

http://www.land-oberoesterreich.gv.a...b%20Isar512011Isar-Studie kommt zum Schluss: "Die Gefährdung, die aus dieser Konstruktion bei Erdbeben oder äußeren Einwirkungen resultiert, ist offensichtlich"<(LK) Die Signale verdichten sich, dass die bayerische Staatsregierung nach monatelanger Verweigerung nun bereit scheint, dem Druck aus Bayern und Oberösterreich nachzugeben und den Risikoreaktor Isar 1 still zu legen. "Es darf jetzt nicht bei Andeutungen und Ankündigungen bleiben. Der Ausstieg braucht einen klaren Beschluss und einen konkreten Termin innerhalb der nächsten Wochen", so Oberösterreichs Umwelt-Landesrat Rudi Anschober.Seit Jahren macht Landesrat Rudi Anschober Druck für eine Stilllegung des Risikoreaktors, der nur 100 km von der oberösterreichischen Grenze entfernt liegt. 2006 ist es gelungen, die Bundesregierung von der Notwendigkeit einer Risikostudie über Isar 1 und die baugleichen Siedewasserreaktoren SWR69 zu überzeugen. Seit Juli 2010 liegt diese Untersuchung vor, wird jedoch von der österreichischen Bundesregierung unter Verschluss gehalten. Auszug aus einem Schreiben von Bundesminister DI Nikolaus Berlakovich an Umwelt-Landesrat Rudi Anschober: "Da die sogenannte 'FLAB DiDII'-Studie nach wie vor als Verschlusssache einzustufen ist, kann sie nur an Personen übermittelt werden, die nachweislich einer entsprechenden Sicherheitsüberprüfung unterzogen wurden..."Selbst der Versuch, die Studienautoren eine für die Veröffentlichung geeignete Kurzzusammenfassung erstellen zu lassen, blieb erfolglos. Laut BM Berlakovich verweigerten auch in diesem Fall die deutschen Behörden die Veröffentlichung. Auszug aus dem Schreiben Berlakovich: "Nach langwierigen Konsultationen haben sich die zuständigen deutschen Stellen letztlich entschieden, diese Freigabe zur Veröffentlichung nicht zu erteilen."Mittwoch oder Donnerstag wird diese Geheimhaltung im deutschen Bundestag Thema einer mündlichen Anfrage der Grünen sein, im Bayerischen Landtag ist eine schriftliche Anfrage bereits eingebracht. Wegen der Geheimhaltung hat der oö. Umwelt-Landesrat Rudi Anschober selbst eine Studie über Isar 1 und die SWR69 in Auftrag gegeben. Das seit Oktober 2010 vorliegende Ergebnis des unter Leitung von Prof. Wolfgang Kromp arbeitenden Gutachterteams ist alarmierend. Wörtlich heißt es in der Zusammenfassung: "Die schwerwiegenden Konstruktionsmängel können durch Nachrüstungsmaßnahmen nicht ausgeglichen werden. Das Design des Reaktordruckbehälters erfüllt nicht die Grundbedingungen der Basissicherheit, weder hinsichtlich der Minimierung der Anzahl der Schweißnähte noch hinsichtlich der ausreichenden Prüfbarkeit. Die grundlegende Forderung des Basissicherheitskonzeptes nach einem optimierten RDB-Werkstoff ist nicht erfüllt [...] Es besteht bei schweren Unfällen eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine frühe Radionuklidfreisetzung in die Umgebung. Das Brennelemente-Lagerbecken für die hoch-radioaktiven abgebrannten Brennelemente liegt bei der Baulinie 69 im oberen Teil des Reaktorgebäudes außerhalb des Sicherheitsbehälters. Die Gefährdung, die aus dieser Konstruktion bei Erdbeben oder äußeren Einwirkungen resultiert, ist offensichtlich".

...

 

http://forum.baaderm...91&postcount=31

Geschrieben

Irgendwie doch erschreckend was man da sieht.Also als Werbevideo für die Atomwirtschaft sollte man das nicht verstehen.Also ich gebe zu ich dachte wir sind da in kompetenteren Händen!

Erinnert mich ein bißchen an "Homer " aus Bart Simpson.Ich dachte das ist überspitzt dargestellt.Aber anscheinend normal auf der Welt.Ist vor Jahren auch bei uns nicht mal einen Arbeiter eine Zange ins Wasser gefallen?

Hmm also ich denke Deutschland steigt demnächst aus.Aber Polen plant schon 2 neue Kraftwerke demnächst.

Den Korken schießt aber wohl die Türkei ab. Die wollen tatsächlich trotz Erdbebengefahr Kraftwerke bauen.Na, wunderbar dann kann man ja nur auf den nächsten Gau warten.

Vor allen Dingen sie wissen nicht was macht wenn es passiert.Warum kühlen sie es nicht mit riesigen Co2 Löschern?

 

Lustig war auch die Geräuschsuche.Jetzt ist das Signal weg passt schon. Na, die Ruhe möchte ich haben.Homer läßt grüßen!

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