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Der Mann, der zu viel wusste

Geschrieben

Hi Leute,

 

ein Mann sitzt seit über 6 Jahren in der Psychiatrie, weil er ua. behauptete die Hypo Real verschiebe Schwarzgeld in die Schweiz. Jetzt haben Journalisten recherchiert und kommen zu dem Schluß, an den Vorwürfen ist was dran.

Es könnte auch die bayrische Finanzministerin darin verwickelt sein.

Ihmo bahnt sich hier ein echter Politthriller an und bin mal gespannt wie das weitergeht.

 

Aber lest selbst:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/fall-mollath-und-hypo-vereinsbank-der-mann-der-zu-viel-wusste-1.1521550

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Featured Replies

Geschrieben

@ Wolf

Schön das Du den Thread am Leben erhälst, ist so ein brisantes Thema, dass darf einfach nicht untergehen.

Geschrieben

@ Wolf

Schön das Du den Thread am Leben erhälst, ist so ein brisantes Thema, dass darf einfach nicht untergehen.

Ich bin durch diesen Thread auf den Fall Mollath aufmerksam geworden. Seitdem verfolge ich das Ganze aufmerksam und da ich in Bayern lebe, natürlich mit besonderem Interesse.

 

Irgendwie erinnert mich das an mittelalterliche Hexenprozesse, weil hier aufgrund einer Denunziation ohne zweifelsfreie Beweise jemand für 7 Jahre weggesperrt und mundtot gemacht werden konnte. Gefoltert wird er ja aufgrund der Unterbringung in der Psychiatrie immer noch.

 

Ich habe bis zu diesem Fall noch naiverweise angenommen, das so etwas nur im Mittelalter oder nur in "Schurkenstaaten" vorkommen könnte, aber doch nicht in unserem angeblichen Rechtsstaat.

Geschrieben

Sind denn alle, die in dem Wiederaufnahmeverfahren tätig sind, wirklich unbefangen?

 

Das ist eine interessante Frage besonders bezüglich der aktuellen Lage.

 

Das Gericht hat nun entschieden das er mindestens bis 2014 in der Psychiatrie bleiben muss. Obwohl sehr viel für ein Fehlurteil spricht und er jetzt in der Öffentlichkeit alles richtig macht, sich emotional zurückhalten kann, guter Anwalt, keine Chance. Die Entscheidung von damals wird durch die Justiz hartnäckig am Leben gehalten.

 

Gute Alternative zum Krimi (nur das hier die Justiz das Drehbuch schreibt)

http://www.youtube.com/watch?v=8z99MO8uv2U

Bearbeitet von Forex1+

Geschrieben

http://www.sueddeutsche.de/bayern/mollath-bleibt-in-der-psychiatrie-skandaloese-entscheidung-1.1694933

Wurden reihenweise rechtsstaatliche Prinzipien übergangen, als es darum ging, Mollath in die Psychiatrie zu bringen - so ziehen die Gerichte nun alle Register juristischer Spitzfindigkeit, um zu verhindern, dass er aus der Psychiatrie wieder rauskommt.

 

Diesem Satz kann ich mich voll anschliessen.

 

Wahrscheinlich hat sein bewundernswerter Auftritt vor dem Untersuchungsausschuss des Landtags den Richtern das Fürchten gelehrt.

 

Wird dieser Mann freigelassen, dann gibt es in den Polit-Talkshows aller Sender die nächste Zeit einen absoluten Stargast: Mollath

 

Und wenn dieser Gast ersteinmal in ruhigem und sachlichen Ton über das berichten könnte, was er so alles in den vergangenen sieben Jahren mit der bayerischen Justiz bzw. Psychiatrie erlebt hat, das wäre wahrlich für die Allgemeinheit sehr gefährlich !

Die könnte ja das Vertrauen in den angeblichen Rechtsstaat verlieren.

 

Doch im September sind ja Wahlen. Jetzt verstehe ich, warum Mollath bis mindestens 2014 weiterhin mundtot gemacht werden musste.

Bayerische Richter sind auch nur Beamte, die Ihr Gehalt von einem (CSU-)Justizministerium erhalten, ein Schelm wer böses dabei denkt ! gossip.gif

 

Geschrieben
  • Autor

...Wird dieser Mann freigelassen, dann gibt es in den Polit-Talkshows aller Sender die nächste Zeit einen absoluten Stargast: Mollath ....

 

Genau das hab ich gestern auch gedacht Wolf. "Die werden ihn deshalb garnicht rauslassen können."

Gibt bestimmt genug juristische Möglichkeiten, zu verhindern, dass er rauskommt.

Gibt ja nichtmal einen Termin für ein neues Verfahren, wozu auch?

Bleibt nur die Hoffnung, dass die Medien weiter Druck machen.

Geschrieben

Genau das hab ich gestern auch gedacht Wolf. "Die werden ihn deshalb garnicht rauslassen können."

Vielleicht hat das auch gar nichts mit einer bayerischen Partei zu tun.

 

Es könnte auch einfach nur den Berufsethos von Richtern, Staatsanwälten, Politikern, Psychiatern und anderen "wichtigen" Personen kränken, wenn da einer "aufmuckt" und es schafft, aus einer geschlossenen Abteilung heraus einen derartigen Unterstützerkreis, und eine derartige öffentliche Resonanz bis hin zum Gehör im Landtag zu finden.

Geschrieben

@Chief

Siehst Du Möglichkeiten und Chancen den Fall Mollath Forentechnisch zu unterstützen (anpinnen/Banner/SEO o.ä.)

ohne das wir Schaden nehmen ?

Für die Aufnahme heikeler und brisanter Themen sind wir schon bekannt......

 

BMO hätte ich dannn als zweites auf der Liste....

Beides Lieblingsthemen persönlicher Natur :laugh:

Geschrieben

@Chief

Siehst Du Möglichkeiten und Chancen den Fall Mollath Forentechnisch zu unterstützen (anpinnen/Banner/SEO o.ä.)

ohne das wir Schaden nehmen ?

BMO hätte ich dannn als zweites auf der Liste....

Beides Lieblingsthemen persönlicher Natur :laugh:

Da kommen dann sicher ganz fix zwei Polizisten nach dem Rechten sehen ...

 

Aber was ist BMO?

 

Lutz

Geschrieben

Da kommen dann sicher ganz fix zwei Polizisten nach dem Rechten sehen ...

 

... getarnt als Gänseblümchenfreunde vom Vorgartenverschönerungsverein ... oder als Marsmännchen ...

 

Aber was ist BMO?

Und ich dachte das steht für Bier mit Obatzter.

 

Wiki für "Obatzter": http://de.wikipedia.org/wiki/Obatzter

Geschrieben

Der Fall Mollath bleibt spannend, jetzt geht der Thriller im Bundestag weiter:

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, hat beantragt, daß Ende Juni Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger dazu im Menschenrechtsausschuss berichten solle

 

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/ministerin-muss-auskunft-geben-fall-mollath-beschaeftigt-bundestagsausschuss/8348804.html

Der Menschenrechtsausschuss kümmere sich normalerweise zwar immer wieder um Fälle im Ausland, wo der Verdacht bestehe, dass Menschen zu Unrecht im Strafvollzug oder in der Psychiatrie sitzen, sagte Beck weiter. Doch: „Wenn solche Vorfälle in Deutschland im Raum stehen, müssen wir uns darüber auch informieren und damit befassen.“

 

http://www.sueddeutsche.de/bayern/untersuchungsausschuss-im-fall-mollath-alles-zu-pauschal-1.1696231

Noch interessanter ist das, was Alfred Huber, der 2004 als Amtsrichter mit der Causa befasst war, zu Protokoll gibt. Er leitete die erste Verhandlung gegen Mollath, zumindest so lange, bis er eine andere Aufgabe in der Justiz zugeteilt bekam. Huber sagt, man müsse vorsichtig sein mit Spekulationen. Aber wenn Mollath gesagt hätte, er habe einen Fehler gemacht, und er die ihm vorgeworfenen Taten eingeräumt hätte, wäre er zu "neun Monaten bis einem Jahr Haftstrafe" verurteilt worden. Wohl auf Bewährung, sagt Huber. Mollath hätte also keinen Tag in Unfreiheit verbracht.

Aha wieder was gelernt, falls man in Bayern unschuldigerweise angeklagt wird:
- laut einem mit dem Fall befassten Amtsrichter muß man also eine Tat, die man nicht begangen hat zugeben, um mit einer Bewährungsstrafe davon zu kommen
- bleibt man bei einer Unschuldsbehauptung, dann gilt man schnell als Querulant, psychiatrische Gutachter bestätigen paranoide Wahnvorstellungen und man kommt nie mehr raus aus der Psychiatrie

Geschrieben

In Volas Fall bin ich mir ziemlich sicher das es für was anderes stehen dürfte, aber ich kann mich auch irren.

 

Verdammt. Erwischt.

 

bullet_go.png

 

Für alle Ahnungslosen:

 

Es ging damals um die Bank of Montreal.

 

Geschrieben
  • Autor
Geschrieben

Hilfe Herr Gauck, die Freiheit ist bedroht.

Da fällt mir gerade ein - so schnell haben Verschwörungstheorien von gestern eine offizielle Webseite, sogar mit Themen und Teilnehmerliste:

 

http://www.bilderbergmeetings.org/meeting_2013.html

 

Wenn man etwas im Inhalt früherer Jahre blättert, 1988 stand 'The German question revisited' auf der Tagesordnung.

 

Lutz

  • 2 Wochen später...
Geschrieben
  • Autor

Naja im Prinzip hat sie das schon immer gesagt und so gewollt.

Politiker versteht man halt manchmal falsch.

Zum Lachen wärs net so traurig.

Herr Gauck, wenn Sie gerade nix besseres zu tun haben, könnten Sie ... na Sie wissen schon ...

Geschrieben

Mollath will nicht aufgrund der zunehmenden Dauer seiner Freiheitsstrafe und der damit verbundenen Unverhältnismäßigkeit freikommen, sondern er will die Wiederaufnahme seines Verfahrens.

 

Ihn demnächst womöglich aus der Psychiatrie zu entlassen, "um danach von offizieller Seite sagen zukönnen, jetzt wollen wir aber mal unsere Ruhe haben: Das brauch ich nicht."

 

Mit einem "rechtskräftig über mich ausgesprochenen und bestehenden Strafrechtsparagrafen 63" - Mollath war Schuldunfähigkeit attestiert worden - sei "ein normales Leben künftig kaum zu führen", auch in Freiheit nicht. Eine nur mit Unverhältnismäßigkeit begründete Freilassung hielte er daher "für Schadensbegrenzung auf meine Kosten".
Von den Behörden werde ihm weiter kaum Hilfe zuteil, um aufzuklären, wo seine Habe nach der Zwangsversteigerung seines Elternhauses hingekommen sei. Seine Situation habe sich insofern gebessert, als diese nun öffentlich wahrgenommen werde. Am Verhalten der Institutionen aber habe sich fast nichts geändert.

 

 

Zeit für zwei Entlassungen

Die Opposition reagierte am Dienstag mit scharfer Kritik auf Merks Äußerungen. Die SPD-Abgeordnete Inge Aures nannte diese peinlich. Dass die Ministerin erst nach der Anfrage des Gerichts Zweifel äußere, sei "ein Hammer". Nach Auffassung von Florian Streibl, Abgeordneter der Freien Wähler, gebe es "für den plötzlichen Sinneswandel der Ministerin keinerlei sachliche Gründe".

 

Der Grünen-Abgeordnete Martin Runge sagte, nun stelle sich "ausgerechnet die Frau öffentlich an die Spitze der Free-Mollath-Bewegung, die immer behauptete, in dem Fall sei alles mit rechten Mitteln zugegangen". Die Grünen blieben dabei: Es sei Zeit für zwei Entlassungen: "die des Herrn Mollath aus der Forensik und die der Frau Merk aus dem Justizministerium".

Zitate entnommen aus:
http://www.sueddeutsche.de/bayern/fall-mollath-merk-stoesst-auf-skepsis-1.1710915


Geschrieben

Ja, das sagte er glaube ich schonmal irgendwo. Das Problem an so viel Unterstützung ist, dass du nicht kontrollieren kannst wer dich da unterstützt und man somit in die falsche Ecke gezogen werden könnte.

Geschrieben

Rumpel, on 06 Jul 2013 - 19:45, said:

Ja, das sagte er glaube ich schonmal irgendwo. Das Problem an so viel Unterstützung ist, dass du nicht kontrollieren kannst wer dich da unterstützt und man somit in die falsche Ecke gezogen werden könnte.

Nina Hagen halte ich allerdings für ehrlicher als viele andere Menschen.

 

Lutz

Geschrieben

Ja, das sagte er glaube ich schonmal irgendwo. Das Problem an so viel Unterstützung ist, dass du nicht kontrollieren kannst wer dich da unterstützt und man somit in die falsche Ecke gezogen werden könnte.

 

Er sagt folgendes auf seiner Webseite http://www.gustl-for-help.de/

 

Ich distanziere mich von extremen politischen Personen und Gruppen, auch von denen, die mich durch ungesetzliche Aktivitäten meinen unterstützen zu können." (Gustl Mollath, 2013-01-23)

 

Ob Nina Hagen nun jenen "extremen politischen Personen und Gruppen" zuzurechnen ist, kann ich nicht beurteilen.

Sie ist zwar schrill, macht aber m.E. jedenfalls (bisher) keine ungesetzlichen Aktivitäten.

Geschrieben

 

Aber vielleicht ist ja die "Patientenverfügung", insbesondere die "Patientenverfügung für die Psychiatrie" eine Möglichkeit, einer eventuellen Diffamierung als psychisch Kranker wirksam vorzubeugen.

 

Formular zur Patientenverfügung auf der Webseite von Nina Hagen:

http://www.patverfue.de/formular

 

http://www.psychiatrie-erfahrene-nrw.de/Wie%20Patientenverf%C3%BCgungen%20i%20d%20Psychiatrie%20funktionieren.htm

Erfreulicher Weise kann man sich trotz dieser Gesetzeslage[2] immer vor psychiatrischer Zwangsbehandlung und fast immer vor Zwangsunterbringung in der Psychiatrie schützen. Dazu ist es nötig im „Zustand der nichtangezweifelten Normalität“ seinen Willen in einer sogenannten „Patientenverfügung“ fest zu legen für die Zeit, wo der freie Wille abgesprochen wird.

...

Was für Vordrucke gibt es?

Im wesentlichen sind zwei Vordrucke wichtig: Die Patientenverfügung[5] (kurz PatVerfü) und die Bochumer Willenserklärung (kurz BoWill). Welcher dieser Vordrucke sich eignet, hängt davon ab, was man will. Lehnt man jede Art von psychiatrischer Behandlung und Diagnose ab, dann ist nur die PatVerfü geeignet. Will man nur bestimmte Behandlungen verbieten, dann ist die BoWill geeignet.

...

 

Zur "Bochumer Willenserklärung":

http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesverband_Psychiatrie-Erfahrener

Der Landesverband NRW e.V. hat die Bochumer Willenserklärung erarbeitet, eine Mischung aus Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, die vor Zwangsbehandlungen schützten soll.[2]

 

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