CHAPTER11
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Deutsche Börse: Willius wird Vertriebsleiter für Kassamarkt
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Börse AG, Frankfurt, hat Andreas Willius zum Vertriebsleiter für den Kassamarkt berufen. Willius übernehme zum 1. August die Abteilung Sales in der Area Stock Market Business Development, teilte die Deutsche Börse am Mittwoch mit. Willius berichtet an Rainer Riess, der als Managing Director für den Aktienmarkt zuständig ist. Die Vorstandsverantwortung für diesen Bereich liegt bei Andreas Preuss, der am 1. April zur Deutschen Börse kam und zugleich Eurex-CEO ist. Der 52-jährige Willius kommt von der Börse Stuttgart, wo er seit 2002 Mitglied des Vorstands war und von Mai 2004 bis Februar 2006 das Unternehmen als Alleinvorstand führte. Über den Wechsel von Willius war bereits seit einger Zeit spekuliert worden. Quelle:FAZ
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Nasdaq Global Select Market
Die Nasdaq geht im Konkurrenzkampf der internationalen Aktienmärkte in die Offensive und buhlt ab dem 1. Juli mit neuen Marktsegmenten um Börsenkandidaten. Mit dem neuen Global Select Market etabliert der US-Anbieter ein Premiumsegment, das vor allem finanzstarke Unternehmen anlocken soll. Nasdaq-Vorstandschef Robert Greifeld startet damit einen direkten Angriff auf den Ortsrivalen New York Stock Exchange (NYSE). Die Nasdaq wirbt für ihr neues Angebot mit dem Versprechen, die "weltweit höchsten Listingstandards" zu bieten. Gleichzeitig sollen die Gebühren für die Unternehmen deutlich unter denen der NYSE liegen. Bisher wählen vor allem etablierte Unternehmen bevorzugt die New York Stock Exchange für ihre Börsennotierung. Die neuen Marktsegmente sind nicht der erste Versuch der Nasdaq, an Attraktivität zu gewinnen. Anfang 2004 startete sie das Angebot für NYSE-notierte Unternehmen, ihre Aktien gleichzeitig an beiden Börsen handeln zu lassen. Bisher hat das so genannte Dual-Listing-Programm allerdings nur elf Unternehmen angezogen, obwohl die Nasdaq die Listinggebühren im ersten Jahr erlässt. Nur in zwei Fällen gelang es der Börse, die doppelt notierten Unternehmen zu einem endgültigen Wechsel zu bewegen. Bekannt ist vor allem der Fall des Discountbrokerhauses Charles Schwab. Für den neuen Global Select Market werden sich nach Schätzungen der Börse etwa ein Drittel der momentan an der Nasdaq gelisteten Unternehmen automatisch qualifizieren. "Wir gehen davon aus, dass die Werte im Nasdaq-100-Index dabei sind", sagte eine Sprecherin. Noch muss allerdings die US-Börsenaufsicht SEC die Einführung absegnen. Mittelständische Nasdaq-Unternehmen sollen sich künftig auf dem Global Market wiederfinden. Für kleinere Unternehmen steht der Capital Market zur Verfügung, der bereits 2005 umbenannt wurde. Dreiteilung vor allem eine Marketingstrategie Beobachter sehen in der neuen Dreiteilung vor allem eine Marketingstrategie. "Das ist der Versuch, das Image abzuschütteln, weiterhin der billige Jakob zu sein", sagte Harrell Smith, Analyst bei der Beraterfirma Celent. Mit dem Premiumsegment kämpft die Nasdaq dagegen an, im weltweiten Wettbewerb um Börsenkandidaten als weniger anspruchsvolle Alternative zur Traditionsinstitution NYSE wahrgenommen zu werden. Das waren zwar einst die Argumente, warum gerade frisch etablierte Technologieunternehmen wie Cisco, Amazon oder Ebay in den 90er Jahren die Nasdaq der NYSE vorzogen. Doch als Börse für Wachstumswerte hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend der Londoner Alternative Investment Market (AIM) etabliert, der zur London Stock Exchange gehört. "AIM hat sich zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz entwickelt", sagte Jay Ritter, Finanzprofessor und Spezialist für Börsengänge an der University of Florida. Während AIM im vergangenen Jahr 335 neue Notierungen registrierte, waren es bei der Nasdaq 126. Neben niedrigeren Gebühren halfen den Briten vor allem geringere bürokratische Hindernisse und einfachere Listingstandards. Nasdaq könnte sich bald selbst Konkurrenz machen Die Regeln zu vereinfachen, liegt allerdings nicht allein in der Hand der Nasdaq. Die US-Börsen leiden unter den verschärften Bilanzierungsregeln des Sarbanes-Oxley-Acts, den der US-Kongress nach dem Enron-Skandal erlassen hatte. "Inzwischen überlegen vor allem US-Unternehmen, aus dem Technologiebereich an den AIM-Markt zu gehen, um dort US-Investoren anzuziehen", berichtete David Gammell von der Anwaltskanzlei Brown Rudnick, die sich auf die Beratung von Technologiefirmen spezialisiert hat. Aber auch russische Unternehmen finden den britischen Standort offenbar attraktiv: Drei der zehn größten ausländischen Neunotierungen seit Anfang 2005 in London stammen aus Russland. Auch deutsche Unternehmen bevorzugen London gegenüber den Vereinigten Staaten, darunter beispielsweise der Immobilieninvestor Puma Brandenberg, der im März am AIM startete. Mit dem neuen Modell könnte sich die Nasdaq aber auch bald selbst Konkurrenz machen. Denn im Wettrennen um die europäischen Börsen haben sich die Amerikaner zu einem hohen Preis bei der LSE eingekauft - nicht zuletzt, um damit einem möglichen Einstieg der NYSE zuvorzukommen. Die Nasdaq hält jetzt 25,1 Prozent. Drei Klassen Global Select steht für die Top-Liga der börsennotierten Firmen. Global Market wirbt um Mid Caps und greift direkt das Londoner Einstiegssegment AIM an. Capital Market richtet sich an die Small Caps unter den Börsenaspiranten. Quelle: FTD.de The world’s highest standards on the world’s highest performing market. Listed Companies
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Verpatzter Börsenstart für KlöCo
Die Aktien des Stahlhändlers fielen unter den Ausgabepreis von 16 Euro Frankfurt/Main - Die Aktien des Stahlhändlers Klöckner & Co (KlöCo) sind bei ihrem Debüt an der Börse unter den Ausgabepreis gefallen. Die im Prime Standard notierten Titel eröffneten mit 15 Euro. Sie lagen damit mehr als sechs Prozent unter dem Zuteilungspreis von 16 Euro. Der Duisburger Stahl- und Werkstoffhändler hatte seine von 15 bis 18 Euro gehende Preisspanne für die insgesamt angebotenen 18,5 Millionen Aktien nicht ausgereizt. „Das Buch war bis zu 1,5fach überzeichnet“, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Mit einem Emissionsvolumen von bis zu 296 Millionen Euro zählt KlöCo zu den größten Neuemissionen in Deutschland in diesem Jahr. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 750 Millionen Euro. Vom Emissionserlös fließt etwa ein Drittel auf das Firmenkonto des 1906 gegründeten Stahlhändlers. Der Rest geht an den Eigentümer Lindsay Goldberg & Bessemer (LGB), der nach dem Börsengang noch rund 60 Prozent an KlöCo halten wird. Die Aktienemission betreuen UBS, Deutsche Bank und JP Morgan. WELT.de Quelle: Welt.de
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Neue US-Börsenregeln treiben immer mehr IPOs nach Europa
Früher hatten Startup-Unternehmen aus aller Welt ihren Börsengang (IPO) am liebsten an der NASDAQ in den USA gesucht. Die strengen Regeln des Sarbannes-Oxley Act von 2002 treiben aber selbst viele US-Firmen nach Übersee und vor allem nach Europa. Wenn der Trend anhält, könnte sich der europäische Börsenmarkt aufheizen, was es für US-Investoren schwieriger mache, ihr Geld in Tech-Aktien zu stecken, schreibt das "Busines 2.0 Magazine". Probleme könnten auch die US-Börsen bekommen, nachdem sowohl die New Yorker Stock Exchange als auch die Nasdaq sich in europäische Börsenmärkte einzukaufen versuchen. Die Nasdaq hat schon 1,4 Milliarden Dollar für 25 Prozent der Anteile an der Londoner Börse erworben und will sich im Oktober 2005 den Rest einverleiben. Die New Yorker Börse schielt mit einer Investitionssumme von zehn Milliarden Euro auf Euronext, Besitzer vieler kleinerer Börsen in Europa. Sollten die Pläne der US-Börsen aufgehen, könnten sie ihre Transaktionskosten deutlich senken und viel von dem heiß ersehnten Aktienkapital nach Europa bringen. Doch damit könnte sich auch die Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende wiederholen. 2005 haben 19 US-Firmen am Alternate Investment Market (AIM) der Londonder Börse ihren Börsengang gesucht und 2,1 Milliarden Dollar an Aktienkapital aufgetrieben. Aber der AIM zieht auch andere Technologieunternehmen aus Ländern wie Australien, China, Indien, Israel und Russland an. Einem auf internationale Telekommunikationsunternehmen spezialisierten Equity-Analysten von Morningstar zufolge würden die Hälfte aller osteuropäischen und 90 Prozent der russischen Unternehmen, die ein Initial Public Offering (IPO) oder Börsengang suchten, mittlerweile nach London gehen. Der AIM wird schon als zweiter Nasdaq gehandelt. Die nach den Skandalen bei Enron und Worldcom eingeführten Sarbannes-Oxley-Regeln für die US-Börsen erfordern hohe Beratungskosten und teure Spezialsoftware. Ein Börsengang ist so in der Regel nicht für unter 3 Millionen Dollar zu bekommen. Ein weiterer Grund, warum viele IPOs von High-Tech-Startups nach Europa wandern ist der, dass viele von ihnen ihre Kunden in Europa haben und Programmierer in Osteuropa günstiger zu bekommen sind, meint Danny Rimer von der europäischen Investmentfirma Index Ventures
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Stardoll.com
Stardoll.com schliesst mit Hilfe von Sequoia Capital Finanzierungsrunde B in Höhe von US$6 Millionen ab und begrüsst prominenten Anwalt der Unterhaltungsindustrie als neues Vorstandsmitglied STOCKHOLM, Schweden, June 27 /PRNewswire/ -- Stardoll.com, die Webseite für virtuelle Ankleidepuppen und Zubehör, gab heute den Abschluss der Finanzierungsrunde B in Höhe von US$6 Millionen bekannt. An der Finanzierungsrunde waren sowohl der in den USA ansässige Risikokapitalgeber Sequoia Capital als auch der ehemalige Investor des Unternehmens Index Ventures beteiligt. Das Unternehmen teilte ausserdem mit, es habe Fred Davis, den Experten für Medienrecht und Gründer der Anwaltskanzlei Davis Shapiro Lewit & Hayes, als neues Vorstandsmitglied eingestellt. Das Investment-Konsortium vereint zwei der aktivsten und erfolgreichsten Investoren der Verbraucher-Internetbranche. Zusammen sind sie für den Erfolg von Yahoo, Google, Skype, PayPal, Betfair und anderen verantwortlich. Stardoll.com ist eine der beliebtesten Webseiten für Mädchen jeden Alters und aus aller Welt. Die Webseite bietet über 330 virtuelle Miniaturausgaben berühmter Persönlichkeiten, die Benutzer mit tausenden verschiedener Kleider und Accessoires stylen können. Die Webseite lockt wöchentlich über 1,2 Millionen Besucher aus mehr als 200 Ländern an. "Das exponentielle Wachstum von Stardoll.com und die Zahl junger Menschen, die für dieses Hobby ins Internet gehen, haben uns beeindruckt", sagte Mark Kvamme von Sequoia Capital. "Das Team von Stardoll hat eine enge Beziehung mit seiner internationalen Online-Kundschaft aufgebaut und befindet sich in einer guten Ausgangslage, um weiterhin das wachsende Interesse einer hoch motivierten und kreativen Bevölkerungsgruppe anzuziehen". Neben den Starpuppen wird das Unternehmen auch die Funktion "MeDoll" auf seiner Webseite einführen. Mit dieser Funktion kann eine personalisierte Puppe geschaffen und mit Waren aus einer virtuellen Boutique bekleidet werden. Ausser den wachsenden Umsätzen aus Benutzergebühren schafft diese neue Funktion auch die Möglichkeit für Marketingpartnerschaften mit Mode-, Handels- und Medienlabels. "Dies sind aufregende Zeiten für das Unternehmen. Wir haben zur Freude unserer Benutzer viele neue Funktionen eingeführt und geschäftliche Verhandlungen aufgenommen, um unsere Umsatzbasis zu erweitern", sagte Mattias Miksche, Geschäftsführer bei Stardoll. "Es ist von unermesslich hohem Wert, Partner wie Sequoia Capital und Index Ventures im Rücken zu haben, die so viel Erfahrung in diesem Bereich mitbringen und uns dabei helfen werden, unsere Präsenz in den USA auszuweiten". Stardoll.com Stardoll.com, das frühere Paperdoll Heaven, ist ein Unternehmen für virtuelle Ankleidepuppen und Zubehör für Mädchen jeden Alters. Die Webseite Stardoll.com bietet über 330 virtuelle Puppen und zehntausende Kleider und Accessoires. Die Webseite hat angemeldete Benutzer aus über 200 Ländern und verbucht beinahe 10.000 neue Mitglieder pro Tag. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Stockholm und verfügt ausserdem über Niederlassungen in Finnland. Für weitere Informationen besuchen Sie uns bitte unter www.stardoll.com. Sequoia Capital Sequoia Capital bietet intelligenten Menschen, die Ideen in Unternehmen verwandeln möchten, das dafür erforderliche Startkapital. Als "Unternehmer hinter den Unternehmern" haben die Partner von Sequoia Capital mit innovativen Menschen wie Steve Jobs von Apple Computer, Larry Ellison von Oracle, Bob Swanson von Linear Technology, Sandy Lerner und Len Bozack von Cisco Systems, Dan Warmenhoven von Network Appliance, Jerry Yang und David Filo von Yahoo!, Jen-Hsun Huang von nVIDIA, Michael Marks von Flextronics und Larry Page und Sergey Brin von Google zusammengearbeitet. Weitere Informationen über Sequoia Capital finden Sie unter www.sequoiacap.com. Index Ventures Index Ventures ist seit 1996 ein führender europäischer Risikokapitalgeber der Technologiebranche. Das Unternehmen engagiert sich dafür, den besten Unternehmerteams der Informatik- und Life Science-Branchen dabei zu helfen, ihre Unternehmen zu tonangebenden globalen Marktführern zu machen. Das Unternehmen verfügt über Niederlassungen in Genf, London und Jersey und konzentriert sich bei seinen Investmenttätigkeiten hauptsächlich auf Europa und Israel. Zu seinen Investitionen zählen Betfair (die grösste Wettbörse der Welt), Skype (das innovative Kommunikationsunternehmen, das vor kurzem von eBay gekauft wurde), MySQL (die beliebteste Open Source-Datenbank der Welt), Photoways (der grösste Fotoentwicklungsdienst in Europa), FON (das globale WiFi-Netz) und Lovefilm (die grösste DVD-Vermietung Europas). www.indexventures.com Webseite: http://www.indexventures.com Quelle: prnewswire
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Tokioter Börse signalisiert Interesse an NYSE-Euronext
US-Aktionäre haben das Sagen Paris, Palo Alto, Mailand, 27. Juni. (Reuters) Nach dem Zusammenschluss der Vierländerbörse Euronext mit der New Yorker Börse (NYSE) werden die US-Aktionäre das Sagen haben. Rund 70% der Anteilseigner der neuen Gruppe stammten aus den USA. Das sagte Euronext-Präsident Jean-François Théodore der Wirtschaftszeitung «Les Echos». Dennoch sieht er darin Vorteile für sein Unternehmen. Die Fusion mit der NYSE erlaube Euronext, zum «Motor» beim weltweiten Zusammenschluss von Handelsplätzen zu werden. Das Zusammengehen mit der Euronext ergebe Sinn, sagte derweil NYSE-Chef John Thain im kalifornischen Palo Alto. Thain verwies dabei auf Äusserungen des Chefs der Tokioter Börse (TSE), Taizo Nishimuro. Dieser hatte gesagt, dass das fusionierte Unternehmen ein attraktiver Partner für die TSE sei. Thain signalisierte auch Interesse an Zukäufen oder Fusionen in Asien. Bis dahin würden aber noch einige Jahre vergehen, sagte er. Der NYSE-Chef erwartet bis Anfang 2007 einen Abschluss der Fusion mit Euronext. Im Herbst sei mit einer Abstimmung der Aktionäre beider Unternehmen über die Pläne zu rechnen. Die Mailänder Borsa Italiana wiederum wird sich noch in dieser Woche ausführlich mit einem Kooperations-Vorschlag der Deutschen Börse beschäftigen. Dies erklärte Alessandro Pansa, ein Mitglied des Lenkungsausschusses der Borsa Italiana, am Dienstag in Mailand. Nach Informationen aus Finanzkreisen wird sich dieses Gremium am Donnerstag treffen und die Inhalte eines Briefes der Deutschen an die Italiener diskutieren. Ferner hiess es, Euronext und Borsa Italiana hätten am Freitag über Details einer Kooperation gesprochen. Dabei sei es insbesondere um Möglichkeiten der Integration der dem Handel nachgelagerten Bereiche der Börse (Clearing und Settlement) gegangen. Quelle: Neue Züricher Zeitung
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Fußball-WM aus Börsenperspektive
Zwei Tage Spielpause! Einerseits bestürzend, weil man jetzt abends wieder überlegen muss, wie man seine Zeit füllt. Andererseits aber die Gelegenheit, auch beim Ausrüster-Cup mal Zwischenbilanz zu ziehen. Und siehe da, im Viertelfinale sind nicht nur sportlich gesehen fast ausschließlich übliche Verdächtige übrig. Auch bei den Ausrüster-Marken bietet sich ein vertrautes Bild: Adidas hat mit drei Teams (Deutschland, Argentinien und Frankreich) noch die meisten Eisen im Feuer, Nike folgt mit zwei Mannschaften (Brasilien und Portugal). Puma kann nach dem Ausscheiden der elf anderen ausgerüsteten Teams wieder mal froh sein, dass man vorsichtshalber auch in die Italiener investiert hat. Umbros Engländer schlagen sich besser als gedacht, sind aber keine echten Titelfavoriten. Einzig die Ukraine fällt etwas aus dem Rahmen, denn mit ihr hat auch der Ausrüster Lotto den Sprung unter die – auf dem Papier – acht weltbesten Mannschaften geschafft. "Klasse statt Masse" belohnt Was bedeutet das nun? Vor allem, dass diese WM auch aus Ausrüster-Perspektive keine WM der Sensationen ist. Wer wie Adidas vorher bewusst auf Top-Teams gesetzt hat, sieht sich belohnt. Wer dagegen wie Puma zwar viele, dafür aber hauptsächlich zweitklassige Mannschaften sponsert, muss weiterhin ganz fest an die Zukunft glauben... Szenenapplaus für Marathon Mit minimalem Einsatz hat der japanische Hersteller Marathon im Ausrüster-Cup für Furore gesorgt. Dank der überzeugenden Auftritte der Ecuadorianer dürfte die Marke einen enormen Bekanntheitsgewinn verzeichnen. Und das trotz des Ausscheidens im Achtelfinale gegen England – immerhin war selbst diese Vorstellung Ecuadors eindrucksvoller als beispielsweise der ukrainische Sieg gegen die Schweiz. Im Endspurt ist alles möglich Betrachtet man die Ansetzungen der nächsten K.O.-Runden, ergibt sich viel Raum für Spekulationen. Sicher ist nur, dass Adidas dank der Partie Deutschland-Argentinien mindestens einen Titelanwärter ins Halbfinale bringt. Pumas Italiener sind im Spiel gegen Lottos Ukrainer Favorit. Bei England (Umbro) gegen Portugal (Nike) mag man sich beim besten Willen nicht festlegen, und Frankreich (Adidas) könnte Brasilien (Nike) zum ersten Mal ernsthaft in Gefahr bringen. Läuft alles gemäß den Wettquoten, ist jedenfalls ein Finale Adidas (Deutschland oder Argentinien) gegen Nike (Brasilien oder Portugal) alles andere als unwahrscheinlich. Das hätte erstens den Reiz, dass damit zugleich die Konkurrenten um die Weltspitze auf dem Sportartikel-Markt aufeinanderträfen. Zweitens wäre es aber auch das Entscheidungsspiel im "weltweit einzigartigen" (Eigenwerbung der Redaktion) boerse.ARD.de-Ausrüster-Cup. Denn bisher liefern sich die beiden Top-Marken noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Da würden die dank der progressiven Punktestaffel zu vergebenden 48 Zähler für den Endspielgewinn sicherlich auch über den Gesamtsieg entscheiden. Nicht umsonst haben sowohl die deutsche als auch die argentinische Nationalflagge drei Streifen... Quelle: boerse.ard.de
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Mittelstand zieht Hedge-Fonds an
Internationale Hedge-Fonds kaufen sich bei mittelgroßen deutschen Unternehmen ein. Unter anderem bei dem Bauelementehersteller Epcos, der Baumarktkette Praktiker und dem Solarunternehmen Conergy haben Hedge-Fonds in den vergangenen Wochen ihre Anteile aufgestockt. Jüngstes Beispiel für die Attraktivität deutscher Unternehmen ist der Einstieg von Och-Ziff bei Borussia Dortmund: Wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Finanzanzeige hervorgeht, hält der Londoner Investmentarm des US-Hedge-Fonds 7,56 Prozent an dem einzigen börsennotierten Fußballklub Deutschlands. In Branchenkreisen heißt es, vor allem das Vorgehen des britischen Hedge-Fonds TCI bei der Deutschen Börse im vergangenen Jahr habe das Augenmerk der Konkurrenz auf Deutschland gelenkt. TCI hatte die Pläne der Deutschen Börse durchkreuzt, die London Stock Exchange zu übernehmen. Investmentbanker hatten damals geschätzt, dass Hedge-Fonds im Schnitt bis zu 20 Prozent an den 30 Unternehmen im Dax besitzen. Zum Teil sind Hedge-Fonds bereits früher bei deutschen Unternehmen eingestiegen. Neben TCI erwarben die US-Fonds Atticus und Lone Pine in erheblichem Umfang Deutsche-Börse-Aktien. Landsdowne und Toscafund kauften Anteile an der Commerzbank. Auch beim Anlagenbauer IWKA und beim Grafitspezialisten SGL Carbon tauchten Hedge-Fonds als wesentliche Aktionäre auf. Ausgereizte Chancen Hedge-Fonds seien seit zwei bis drei Jahren verstärkt in Deutschland aktiv und hätten sich erst die großen Unternehmen angeschaut, sagte Oliver Linde, Geschäftsführer bei Georgeson Shareholder Communication in London. Bei den meisten Dax-Mitgliedern seien die Chancen aber ausgereizt. "Bei kleineren Unternehmen haben die Fonds auch mit weniger Geld eine größere Hebelwirkung", begründete Linde das Interesse an Firmen aus der zweiten Reihe. Mit dem New Yorker Fonds Och-Ziff, der rund 14 Mrd. $ verwaltet, ist bei Borussia Dortmund ein Branchenschwergewicht eingestiegen - nicht der erste Hedge-Fonds beim Fußballbundesligisten. Absolute Capital Management, der Hedge-Fonds des umstrittenen Managers Florian Homm, ist seit längerem Aktionär. Er hält nach jüngsten Reuters-Daten beinahe 18 Prozent. Absolute Capital Management verwaltet gut 1 Mrd. Euro, davon rund 150 Mio. Euro in dem auf Deutschland spezialisierten Absolute Germany Fund. Der Fonds hat seit Jahresbeginn trotz des Kursrutschs an Europas Börsen rund 15 Prozent an Wert gewonnen. Homm könnte Sogwirkung auf andere Hedge-Fonds haben, sagte Linde. Vor allem seit April haben mehrere große Spieler der Branche ihre Engagements in Unternehmen aus dem Nebenwertebereich ausgebaut: An Praktiker hält der US-Fonds Eton Park seit April 6,6 Prozent. Bei Epcos hatte die Hedge-Fonds-Sparte von Odey Asset Management im Mai den Anteil auf über fünf Prozent aufgestockt. Beim Immobilienunternehmen Vivacon sprang der Londoner Fonds Landsdowne, der mehr als 10 Mrd. $ verwaltet, zeitweise über diese Anteilsschwelle. Mit Cycladic und Audley European Opportunities stockten in den vergangenen Wochen zwei kleinere Branchenvertreter ihren Anteil an dem Mobilfunkausrüster Balda auf mehr als fünf Prozent auf. Beim Solarunternehmen Conergy übersprang kürzlich Gradient Capital Partner diese Schwelle. Die Motivation der Hedge-Fonds ist sehr unterschiedlich - und meist schwer zu ermitteln, weil die Branche in der Regel im Verborgenen agiert. Einige Fonds erwarten langfristige Wertsteigerungen, andere treten dem Management gegenüber aggressiv auf. Häufig können aktive Fonds bei Nebenwerten ihre Interessen besser durchsetzen. "Bei kleinen Unternehmen können Hedge-Fonds mit vergleichsweise geringen Anteilen noch mehr ausrichten als bei größeren Unternehmen. Denn häufig sind da die Hauptversammlungspräsenzen noch geringer", sagte der Anwalt einer internationalen Rechtsanwaltskanzlei. Quelle: FTD
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bet-at-home rückt in den Bloomberg European Internet Index
Nun zwei Österreicher unter den Top 65 Der Bloomberg European Internet Index (BEUNET) startete mit den Ultimokursen 1998 und einem Level von 100 Punkten. Berücksichtigt werden alle europäisch relevanten Internet-Stocks mit einer Cap von mindestens 100 Millionen Euro. Aktuell finden sich 65 Unternehmen im Index, vor einem Jahr waren es 54, vor zwei Jahren 35, gewesen. betandwin ist seit 2003 im Index enthalten (damals konnte die Market Cap-Marke von 100 Mio. Euro übertroffen werden), bet-at-home seit 2006. In der Performance-Rangliste ist bet-at-home heuer die Nr. 4 hinter Grupa Onet, Swissquote und CHL. Quelle: wirtschaftsblatt.at
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Mexikanischer Peso im Banne der Wahlen
So kann man sich täuschen. War der mexikanische Peso Ende Februar des laufenden Jahres in eine Abwertungsbewegung gegen den Euro und den Dollar übergegangen, so schien er sich im April zunächst zu stabilisieren. Das war allerdings nur eine vorübergehende Erscheinung, die zudem nur gegen den Dollar zu beobachten war. Denn im Mai begann dann die allgemeine Korrektur an den Finanzmärkten, die insbesondere auch zu einem gewissen Rückzug internationaler Anleger aus den Schwellenländern geführt hatte. In diesem Rahmen ist die mexikanische Währungen noch einmal deutlich unter Druck geraten. Nervosität mit internationalen und regionalen Gründen Seit ein paar Tagen deutet sich zwar wieder eine Art von Konsolidierung an. Ob sie Bestand haben wird, dürfte einerseits von der weiteren geldpolitischen Entwicklung weltweit abhängen. Sollten die Zentralbanken die Liquidität weltweit weiter reduzieren, dürften Märkte, die normalerweise eine hohe Risikoprämie bieten müssen, nicht mehr so viel Flair erhalten wie in der liquiditätsgetriebenen Erholungsbewegung der Jahre 2003 bis ins Frühjahr des laufenden Jahres. Abgesehen von den internationalen Aspekten gibt es jedoch auch regionale. So stehen kommenden Wochenende in Mexiko Präsidentschafts- und Kongreßwahlen an, deren Ausgang noch offen ist. Drei Kandidaten stehen zur Wahl: Felipe Calderón Hinojosa für die gegenwärtige Regierung, der linksgerichtete Andrés Manuel López Obrador, ehemaliger Oberbürgermeister von Mexico City, und Roberto Madrazo Pintado. Umfragen deuten auf Obrador als Wahlsieger hin. Denn er spricht sich in seinem Wahlprogramm für die Verbesserung der Situation der armen Bevölkerungsteile des Landes aus und spricht auf diese Weise rund drei Viertel der mexikanischen Bevölkerung an. Calderón dagegen baut auf die Mittelschicht. Beobachter rechnen mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen. Sollte Obrador gewählt werden, dürften die Finanzmärkte des Landes volatil bleiben. Er plant, das verfügbare Einkommen der Geringverdiener durch Steuersenkungen und erhöhte Transferzahlungen um 20 Prozent erhöhen. Dadurch dürften die Staatsausgaben steigen, auch wenn er plant, gleichzeitig Ausgaben im Budget durch den Abbau von Bürokratie zu reduzieren. Das klingt einfacher als getan. Was wird gewählt: Populistische Versprechen oder reformerische Phantasie? Interessanter und gewichtiger wären jedoch Aussagen, nach denen der Staat unter seiner Führung regulierend in die Wirtschaft eingreifen könnte. Diese Strömung ist mit Blick auf Südamerika nicht ganz neu, dürfte jedoch bei internationalen Anlegern auf wenig Gegenliebe stoßen und möglicherweise zu einem Rückgang der Investitionen führen. Obrador spricht sich unter anderem auch gegen die Aktivität privater Unternehmen im Öl- und Gassektor des Landes aus. Dagegen dürften die Finanzmärkte positiv reagieren, wenn Calderón gewählt werden sollte. Immerhin entstünden dann wieder gewisse Hoffnungen auf längst überfällige Wirtschaftsreformen. Zumindest dann, wenn er auch eine Stimmenmehrheit im Kongreß organisieren können sollte. In diesem Sinne dürften die Anleger den Blick auf den Wahlausgang richten, um sich danach zu positionieren. Quelle: FAZ
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Admiral Sportwetten werden komplett von der Börse verschwind
In den letzten Monaten ist ein Zauberwort im Umlauf. Das Zauberwort heißt Glücksspiel und vor allem Sportwetten. Wieso oft bei Zauberwörtern wächst die Fantasie oftmals über die Realität hinaus und erreicht ungeahnte Höhen. So scheinbar auch bei diesem Boom. Man kommt sich vor als würde man wieder mitten zwischen Internetaktien stecken, die in astronomische Höhen schießen könnten. Dieses Szenario kommt Ihnen bekannt vor? Dann denken Sie daran wie dieser Boom endete, denn so traumhaft sind die Voraussetzungen auch in diesem Fall nicht. Schaut man sich den Markt genauer an wird man erkennen, dass der Kauf dieser Aktien sehr leicht selbst zum Glücksspiel geraten kann. So sind vor allem rechtliche Probleme ein Faktor, bei denen zwar gewisse Tendenzen in Richtung von weltweiter Liberalisierung zeigen, aber keinesfalls als gewiss angesehen werden dürfen. So sind die Urteile, die in Deutschland gefällt wurden durchwachsen, aber beim genauen Betrachten vor allem für den „big player“ Betandwin von Nachteil, da die meisten Urteile gegen die DDR-Lizenz von Betandwin entschiedene haben. Ebenfalls oftmals unterschätzt sind die Marketingkosten speziell von Betandwin, da der Werbewahn des an der Wiener Börse notierten Unternehmens kaum zu bremsen ist, so dass inzwischen kaum eine Sportveranstaltung ohne eine Werbung von Betandwin stattfindet. Grundsätzlich wird so eine aggressive Werbung als eher positiv eingestuft, doch genau da steckt der Teufel im Detail. So könnte genau der größte Trumpf von Betandwin zum größten Nachteil werden, denn mit der weltweiten Verbreitung des Internets steigt zwar die potenzielle Kundenzahl der reinen Internetfirmen, damit aber auch die Informationsmöglichkeit und selbstverständlich (wie damals beim Internetboom) auch die Konkurrenz. Hier zeigt sich der zweite große Nachteil der Betandwin-Strategie: Die sehr hohen Werbekosten müssen auch wieder reingeholt werden und dies geht bei einem Sportwettenanbieter vor allem durch geringere Auszahlungen und indem man die „Profis“ möglichst ausschließt. Doch dieser Schuss kann nach hinten losgehen, da zu beobachten ist, dass Sportwetten- Neulinge oftmals bei einem der „Bekannten“ anfangen und mit der Zeit anfangen Quoten zu vergleichen und Berichte in Foren zu lesen, bei denen Betandwin (berechtigt oder nicht soll hier nicht beurteilt werden) bei einem der wichtigsten Punkte für den klassischen Nutzer aus Deutschland schlecht abschneidet und das ist der Support. Ebenfalls sollte nicht vergessen werden, dass fast jeder Börsenboom einer Branche erst dann zu einem Boom wird kurz bevor die „Großen“ ihre Gewinnmitnahmen tätigen und somit auch kurz bevor der Kurs durch Verkäufe nach unten getrieben wird. Ebenfalls bleibt eine richtige Liberalisierung abzuwarten, denn die Konkurrenz schläft nicht, sie lauert lediglich, so ist die Hilton Group mit ihrem Unternehmen Ladbrokes bis jetzt noch nicht im deutschen Markt, es wäre jedoch äußerst blauäugig zu denken, dass sich dies nicht innerhalb von Monaten ändern wird, so bald eine Liberalisierung besiegelt wurde, vor allem nun wo sich die Hilton Group von ihrer Hotelkette losgesagt hat und zu einem reinen Sportwettenanbieter mutiert ist. Der zweite große Konkurrenz William Hill ist ebenfalls noch nicht auf dem deutschen Markt und wartet auf Rechtssicherheit. Und genau da könnte es sich lohnen einen Blick auf die Konkurrenz, die man kaum kennt, zu werfen. Bei einer Liberalisierung wäre William Hill ein sehr empfehlenswerter Wert, da hier noch Potenzial nach oben besteht und es kaum zu glauben ist, dass der in England mit einigen Tausend (!!!) Filialen vertretene Anbieter, nicht in Deutschland Fuß fassen könnte. Schaut man sich die Beteiligungen von Betandwin an, so wird man auch da nicht wirklich von der richtigen Strategie überzeugt. Hier fällt vor allem Betbull auf, die eine reine Wettbörse betreiben und genau das ist ihr Nachteil, da sie hier Betfair als Konkurrenten haben, die schon fast eine Monopolstellung bei den Wettbörsen haben und hier ihre Position eher Ausbauen als Marktanteile zu verlieren. Ebenfalls zu Betbull gehört Primebet, die beispielsweise in Deutschland trotz einiger Filialen nicht richtig Fuß fassen konnten. Neben dem wohl in Deutschland bekanntesten börsennotierten Unternehmen BAW sind da noch einige Kleinere Unternehmen, die den Gang an die Börse gewagt haben. Bekannt dürfte hier vor allem das in Frankfurt notierte Unternehmen „bet-at-home“ sein. Schaut man sich jedoch den Kurs an, stellt man schnell fest, dass bereits von dem Boom profitiert hat und nahezu explodiert ist in den letzten Monaten. So sind hier eher Korrekturen nach unten zu erwarten, der zwar bereits seit zwei Monaten im vollen Gange ist, jedoch beim genauen Betrachten der wahren Größe des Unternehmens noch lange nicht vollzogen wurde. Ein großer Name des österreichischen Marktes ist seit einigen Tagen nun sogar von der Börse zurückgetreten. Admiral Sportwetten Aktien sind vom Handel ausgesetzt worden und werden komplett von der Börse verschwinden. Ein weiteres Unternehmen an der Börse ist die Sportwetten AG, die ebenfalls in Deutschland gehandelt werden. Auch hier ist zu beobachten, dass noch lange keine schwarzen zahlen auf dem hart umkämpften Wettmarkt in der Bilanz stehen. Was bleibt abschließend zu sagen? Falls man jetzt in den Markt einsteigen möchte gibt es zwei Möglichkeiten. Spekulieren auf kurzfristige Anstiege, die jedoch kaum zu erwarten sind, vor allem falls sich bei dem Großereignis WM die Favoriten durchsetzen sollten und es somit eine teure WM für die Buchmacher wird oder man spekuliert eher in der Rechtssprechung und setzt auf Unternehmen, die eine klare Liberalisierung des gesamteuropäischen Marktes erwarten und genau diese Werte jetzt kaufen. Vergessen Sie dabei niemals das wichtigste Gesetz der Börse: die Börse handelt nie in der Gegenwart, sondern in der Zukunft, somit muss ein Unternehmen längerfristig erfolgreich um einen Kauf zu rechtfertigen. Konservativer, jedoch sicherer könnte der Anstieg in einen reinen Glücksspiel-Fond sein, der sich aus Techniklieferanten, Glücksspielanbietern und Dienstleistern der Branche zusammensetzt und somit eine breitere „Fläche“ abdeckt und damit auch das Risiko geringer hält. Quelle:sportwetten-magazin.de/
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Erstmals verlässt eine russische Firma die New Yorker Börse
Wirtschaft "Kommersant": Erstmals verlässt eine russische Firma die New Yorker Börse 14:20 | 27/ 06/ 2006 Druckversion MOSKAU, 27. Juni (RIA Novosti). Die Ölgesellschaft Tatneft hat ein freiwilliges Delisting an der New Yorker Effektenbörse angekündigt. Erstmals verlässt eine russische Gesellschaft den besonders angesehenen Handelsplatz der Welt, schreibt "Kommersant" am Dienstag. In der Gesellschaft wird dieser Schritt auf gewachsene Ausgaben für die Eintragung der Wertpapiere in den USA und auf den Wunsch zurückgeführt, den Aktienhandel auf die Londoner Börse zu konzentrieren. Nach Ansicht von Marktteilnehmern war aber das Unternehmen eher den NYSE-Anforderungen nicht gewachsen. Wie in der Moskauer Tatneft-Vertretung zu erfahren war, sind derzeit 21 Prozent der Stammaktien in der ADR-Form an der New Yorker Börse im Umlauf "Die Ausgaben für die Registrierung der Wertpapiere der Gesellschaft bei der Wertpapierkommission SEC sind in den letzten Jahren beträchtlich gewachsen, deshalb wurde beschlossen, den internationalen Handel mit den Tatneft-Aktien auf London zu konzentrieren", heißt es in einer Mitteilung des Pressedienstes der Gesellschaft. Die endgültige Delisting-Entscheidung soll vom Tatneft-Direktorenrat in einer Sitzung am 30. Juni behandelt werden. Nach Ansicht der Marktteilnehmer gibt es aber in Wirklichkeit andere Motive für diesen Schritt. "Ganz bestimmt liegt die Ursache der Umstellung in der Weigerung, die in den Tatneft-Berichten angeführten Daten zu erklären", sagt Konstantin Batunin, Experte der Alfa-Bank. "In London sind die Anforderungen an die Emittenten weniger streng als in New York, dort müssen auch weniger Informationen offen gelegt werden." Diese Meinung teilt auch Wladislaw Metnew aus der Investmentgesellschaft Troika Dialog: "Teilweise ist es mit der Verzögerung der Rechnungslegung verbunden, die Tatsache allein bestätigt aber, dass Tatneft kein NYSE-Listing braucht. Offensichtlich wird die Datentransparenz der Gesellschaft nach dem Delisting nachlassen." Tatneft hat bereits seit mehreren Jahren Probleme mit der rechtzeitigen Rechnungslegung bei NYSE. Wäre es zu weiteren Verzögerungen gekommen, hätte die Gesellschaft das NYSE-Listing nicht mehr auf eigene Initiative einbüßen können, stellen Experten fest. Quelle: http://de.rian.ru
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Die europäische Hedge Fund Branche im Überblick
Welche verschiedenen Hedge Fund Stile unterscheidet man. Was sind deren Vor- und Nachteile bzw. welche Bilanz können Hedge Fund Anleger in diesem Jahr ziehen? Ein Gastkommantar von Robert Hardmeier, Fondsmanager bei Clariden. Anleger sind, unabhängig von der Marktlage, ständig auf der Suche nach positiven Renditen. Eine Möglichkeit zum Erreichen dieses Ziels besteht darin, das Anlageuniversum um alternative Anlageklassen und -strategien zu erweitern. Alternative Investments wie Hedge Funds, Private Equity Beteiligungen, Immobilien- und Rohstoffengagements erhöhen die Diversifizierung und senken das Risiko. Hedge Funds Strategien und Merkmale 1. Relative Value: Nützt Renditedifferenzen aus. Arbitragestrategien erwirtschaften Gewinne, indem sie sich die Preisunterschiede zwischen zwei eng miteinander verbundenen Wertpapieren zunutze machen: a) Convertible Arbitrage: Sie zieht ihren Nutzen aus Preisanomalien bei Wandelanleihen, z.B. durch den Kauf einer unterbewerteten Wandelanleihe und den Verkauf der zugrunde liegenden Aktie. B) Fixed Income Arbitrage: Sie macht sich Preisunterschiede zwischen verschiedenen festverzinslichen Instrumenten zunutze, z.B. durch Kauf/Verkauf zweier unterschiedlicher Anleihen unter der Annahme, dass sich die Renditedifferenz verringert oder vergrößert. c) Equity Arbitrage: Sie setzt auf Preisunterschiede zwischen verschiedenen Aktienklassen ein und desselben Unternehmens an einem oder verschiedenen Handelsplätzen, z.B. durch den Kauf eines ADR eines Unternehmens und den Verkauf lokal gehandelter Titel desselben Unternehmens in einem gegenläufigen Geschäft. 2. Event Driven: Besondere Ereignisse Gewinn bringend nutzen. Hierbei stehen Unternehmen im Mittelpunkt, die sich in einer besonderen Situation befinden oder mit einem speziellen Problem konfrontiert sind: a) Merger Arbitrage: Fusions-und Übernahmekandidaten werden mitunter wegen noch ausstehender Zustimmung seitens der Aktionäre, rechtlicher Fragen oder anderer Faktoren mit einem Auf-oder Abschlag auf ihren fairen Wert gehandelt. B) Distressed Securities: Hierbei suchen Manager nach Anlagechancen bei Unternehmen, die sich mit großen Herausforderungen wie Reorganisation, Konkurs oder eingeschränktem Zugang zu den Kapitalmärkten konfrontiert sehen. Die Folge können massive Kursabschläge oder Überreaktionen am Markt sein. Wichtig hierbei: der Grossteil der institutionellen Anleger darf auf Grund von Anlagebeschränkungen keine Wertpapiere halten, die als spekulativ eingeschätzt werden. c) Special Situations: Hierzu gehören vor allem Privatisierungen, Liquidationen, Kapitalerhöhungen, Sekundäremissionen, Platzierungen, Squeeze-Outs (Hinausdrängen von Minderheitsaktionären) und Börsengänge. 3. Equity Hedge: Alpha Gewinn bringend nutzen. Diese Strategie konzentriert sich auf die Suche nach unter- oder überbewerteten Aktien, die meist aus der gleichen Branche stammen. Um gute Resultate zu erzie-len, sind fundierte Aktienanalysen und eine effektive Einzeltitelauswahl zentrale Voraussetzungen. a) Long/Short Equity: Im Mittelpunkt steht das Pair Trading in demselben Marktsektor, d.h. Kauf unter- und Verkauf überbewerteter Aktien. 4. Directional Trading: Trends Gewinn bringend nutzen. Diese Strategie beinhaltet die Zuteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen basierend auf der Einschätzung des Managers zum Wirtschafts- und Marktausblick. a) Global Macro: Diese Strategie versucht, sich das frühzeitige Erkennen langfristiger makroökonomischer Veränderungen zunutze zu machen. Dazu zählen Änderungen in der Wirtschaftspolitik, die sich auf die Zins-, Anleihe-, Aktien- und Devisenmärkte auswirken können. B) Managed Futures: Grundlage dieser Strategie sind meist computergestützte Handelssysteme, mit denen kurzlebige Trends an den Rohstoff-, Devisen-, Aktien- und Anleihe-Futures-Märkten ermittelt werden sollen. c) Market Timing: Bei dieser Strategie werden Vermögenswerte innerhalb des Anlageuniversums zugeteilt, wobei in oder aus Anlagen umgeschichtet wird, die sich am Beginn eines Auf- oder Abwärtstrends befinden. Die europäische Hedge Funds Branche Die Branche wächst nach wie vor mit rasantem Tempo. Angaben von Eurekahedge zufolge belief sich das verwaltete Vermögen per Ende 2005 auf 350 Mrd. USD. Gegenüber 2003 ist das eine Steigerung um mehr als 100%. Europäische Hedge Funds machen rund 30% der globalen Hedge Funds Branche aus. Überdies ist die Zahl der europäischen Hedge Funds Manager in den letzten Jahren auf mehr als 1.650 gestiegen Aufschlüsselung des in Hedge Funds investierten Vermögens nach Strategien Rund ein Drittel des gesamten verwalteten Vermögens entfällt auf die Equity Hedge Strategie. Aufschlüsselung Hedge Funds nach Anlagemandaten Gut die Hälfte der europäischen Hedge Funds legt weltweit an. Reine europäische Mandate machen 29% aus. Rückblick Event Driven Strategien profitierten von den in den letzten Jahren deutlich zugenommenen M&A Aktivitäten und gehörten zu den tragenden Säulen des für Hedge Funds hervorragenden ersten Quartals 2006. Die M&A Aktivitäten könnten durchaus auch in nächster Zeit anhalten. Überdies dürften laufende Restrukturierungen und der damit einhergehende Druck zur Erzeugung eines «Shareholder Value» – häufig über ein optimiertes Kapitalmanagement – zahlreiche Anlagechancen im Bereich der Special Situations eröffnen. Den Relative Value Strategien kam die insgesamt höhere Volatilität an den Optionsmärkten sowie die Zunahme der Risikoaversion zugute. Diverse Bewertungskennzahlen lassen jedoch vermuten, dass einige Märkte inzwischen ausgereizt sind. Schwächeanfällig erscheinen insbesondere einige Hochzinsmärkte. Für die Equity Hedge Strategien verlief das erste Quartal wegen des rasanten Anstiegs an den Aktienmärkten uneinheitlich. An die Spitze der Rally setzten sich Titel minderer Qualität sowie kleinkapitalisierte Werte, während Qualitätswerte enttäuschten. Für Zugewinne innerhalb dieser Strategie sorgten ausschließlich «Long» Positionen. «Short» Fonds hatten in diesem Umfeld naturgemäß hart zu kämpfen. Erneut eine gute Performance erzielten im ersten Quartal die Directional Trading Strategien. Als wichtige Quelle für zahlreiche Anlagechancen erwiesen sich die Aktienmärkte, was sich als vorteilhaft für Fonds mit Schwerpunkt Aktien herausstellte. Extrem rentabel waren auch die «Long» Positionen in Aktien vs. Anleihen. Fazit Anleger können sich auf verschiedene Weise in der wachstumsstarken Hedge Funds Branche engagieren. So können sie aus einer großen Bandbreite an Hedge Funds Kategorien auswählen wie global oder regional anlegende Hedge Funds, Hedge Funds mit einer oder mehreren Strategien oder Fund of Hedge Funds. Jede Kategorie zeichnet sich durch eigene Merkmale und ein ihr eigenes Risikoprofil aus. Vor einer Anlage in Hedge Funds sollten Anleger Vor- und Nachteile jeder Strategie sorgfältig analysieren und abwägen. Angesichts der Vielfalt der angebotenen Fonds sollte jeder Anleger das Anlageinstrument finden können, das zu seinem persönlichen Risikoprofil passt. Quelle: at.e-fundresearch.com
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Don’t be evil
Mit „es war einmal“ beginnt fast jedes Märchen. Märchen sind zumeist nicht real, manchmal aber werden sie wahr. So auch der märchenhafte Aufstieg von Google. Binnen acht Jahren entstand der größte Suchmaschinenbetreiber der Welt. 1998 gründeten Larry Page und Sergey Brin Google unter der Devise „don´t be evil“ (sei nicht böse) und schienen die IT-Branche wie ein edler Rittersmann zu betreten, um sie von allen bösen Ausuferungen zu befreien. Was so edelmütig klingt, könnte als ein Schlachtruf gegen den Softwaregiganten Microsoft gewertet werden, dessen monopolartige Vormachtstellung zu diesem Zeitpunkt als so sicher galt wie Fort Knox. Das ist jedoch Geschichte. Denn mittlerweile sieht die Rollenverteilung ganz anders aus. Microsoft ist zwar mit einem Umsatz von gut 40 Milliarden Dollar pro Jahr noch immer rund fünfmal so groß wie Google, jedoch lehrt der Suchmaschinen-Betreiber der Konkurrenz das Fürchten. Im Reich der Suchmaschinen hat sich Google bereits ein Imperium aufgebaut und ist der unangefochtene Herrscher. Dies belegen auch die Zahlen. In den USA hat Google einen Marktanteil bei Suchanfragen von 44,1 Prozent, Tendenz steigend. Renommierte Firmen wie MSN oder Yahoo hingegen verlieren an Boden. Yahoo musste sich schon mit Platz zwei begnügen. Sein Anteil sank von 30,1 auf 27,9 Prozent. Abgeschlagen auf Platz drei folgt der Microsoft-Ableger MSN, dessen Marktanteil von 15,2 Prozent auf 12,9 Prozent fiel. In Deutschland beispielsweise steht Google gar noch glänzender dar. Mit 84,7 Prozent der Suchanfragen spielt der Konzern hierzulande in einer eigenen Liga. Die 4,3 Prozent Marktanteil von Yahoo, beziehungsweise 4,1 Prozent von MSN erscheinen da kaum der Erwähnung wert. Blamage für die Konkurrenz Der Stachel muss bei Unternehmen wie Microsoft recht tief sitzen, denn nahezu teilnahmslos muss man dort zusehen, wie Google seine Macht ausbaut. Eine kuriose Meldung des Studenten Andrew Hitchcock dürfte die Sorgen noch vergrößert haben. Angesichts einer Analyse des Internetverkehrs seiner Homepage wurde erkenntlich, dass 80 Prozent der Microsoft Mitarbeiter durch eine Google-Anfrage auf der Homepage von Hitchcock landeten. Google Mitarbeiter fanden hingegen zu 100 Prozent über die eigene Seite dorthin. Zwar sind die Daten durch wenige hundert Besuche empirisch kaum haltbar, ein peinlicher Zwischenfall dürfte es dennoch für die Google-Konkurrenz gewesen sein. Mehr als nur eine Suchmaschine Aufgrund weiterer Aktivitäten über die Suchmaschinenbetreibung hinaus ist derzeit kaum vorstellbar wo und wann der Triumphmarsch von Google zu Ende geht. Der Anspruch lautet heute wohl: Weltherrschaft. Auf nahezu allen Gebieten übt man Druck auf die Konkurrenz aus, hinzu kommen innovative Entwicklungen, die zu absoluten Highlights bei den Usern avancieren. So auch Google Earth. Nach dem Kauf der 3D Firma Sketch Up im Jahr 2006 startete Google seinen Satelliteninformationsdienst, mit dem nahezu jeder Winkel der Erde betrachtet werden kann. Was zur Popularität der Google-Produkte beiträgt, ist die funktionale Kombination der Services. Über die Subdomain calendar.google.com kann man so mit zwei Clicks auf den WM-Kalender gelangen. Clickt man hier nun wieder auf einen Spielort, berechnet Google automatisch die Route, Google Earth zeigt dann noch satellitengenau den Standort des Stadions in detailgetreuer 3D-Aufnahme. Technik die fasziniert. Es gibt noch mehr zu erleben. Ende Juni will das Unternehmen einen Internetbezahlservice anbieten, der in Konkurrenz mit Ebays Paypal treten soll. Der Service soll Gerüchten nach Gbuy heißen und könnte Googles Kleinanzeigenmarkt Base mit einem bequemen Abrechnungsverfahren erweitern. Mit Google stehen alle Möglichkeiten offen. Googlen ist nicht nur im Sprachgebrauch etabliert, sondern schon nahezu Volkssport. Wer seinen Namen bei Google findet ist wer, meint auch Nic Ulmi in der Schweizer Zeitung „La Tribune de Genève“. Ulmis Meinung nach ist Google „ein erstaunliches Duplikat der Welt, ein Laboratorium, in dem man seine Möglichkeiten ausprobieren kann.“ Und darin dürfte auch der Reiz von Google liegen. Eine unglaubliche Palette von Möglichkeiten gilt es zu erkunden. Eine personalisierte Google-Startseite macht die Entdeckungsreise in die Welt noch praktikabler. Angriff an allen Fronten Google zeigt sich aber noch angriffslustiger und bietet mittlerweile Konkurrenzprodukte in allen Bereichen. Nach dem Kauf des Online-Textverarbeitungsprogramms „Writely“ und dem Tabellenkalkulator „Spreadsheets“ wird wieder einmal Microsoft mit seinem weit etablierten Office-Programmen attackiert. Auch wenn man bei Google von einer Koexistenz bei Office-Anwendungen spricht, bleibt festzuhalten, das Google mit „Writely“ und „Spreadsheets“ eine kostenlose Alternative zu MS-Office Programmen zu bieten hat. Der Leiter des Suchmaschinenlabors an der Universität Hannover, Wolfgang Sander-Beuermann, gibt aufgrund solcher Fakten in der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' folgendes Fazit ab: „Google ist dabei, sich zu einem Online-Monopol schlechthin zu entwickeln.“ Recht könnte er haben. Aus dem einst edlen Ritter wäre also selbst ein profitgieriger Monopolist geworden, der keine Konkurrenz neben sich duldet. Google selbst wiegelt dies selbst mit drei Worten ab: „Don´t be evil.“ Zunehmend schließt sich daher die Konkurrenz nun auch gegen Google zusammen. Getreu dem Motto „gemeinsam sind wir stärker.“ So wird Yahoo und Ebay Interesse an einer Zusammenarbeit nachgesagt. Auch Microsoft streckt die Fühler aus, hat sich angeblich aber einen Korb bei Ebay geholt. Auch der Softwaregigant fürchtet zunehmend die Konkurrenz, spätestens seitdem sich Google einen fünf Prozent Anteil an der Time Warner Internetsparte AOL gesichert hat, an dem man auch selbst interessiert war. Das neue Zentrum der Macht Google selbst untermauert seine Herrschaft über das Internet mit einem angemessenen Gemäuer. Wie zu Zeiten feudaler Prunkherrschaft entsteht in The Dalles, nahe des Columbia River, ein zwei Fußballfelder großes Rechenzentrum. Das hier das Zentrum der Macht entsteht ist kaum fraglich. Im ganzen Ort spricht keiner über das Großprojekt. „ Google hat den größten Computer der Welt konstruiert. Es ist ein verstecktes Vermögen“, sagt Danny Hillis von der Google-Konkurrenz Applied Minds. An Vermögen fehlt es bei Google wahrlich nicht. Googles Marktwert beläuft sich auf über 110 Milliarden Dollar und ist damit höher als der von Coca-Cola. Diese Macht wird nun mit dem neuen Zentrum in Dalles der Welt vorgeführt. Rund um das neue Superrechenzentrum herrschen Sicherheitsmaßnahmen wie bei geheimen Regierungsorganisationen. Doch wer ausgezogen ist, um das Böse zu besiegen, muss seine Macht nun mal mit allen Mitteln erhalten und ausbauen. Ein Märchen, das eben doch wahr wurde – und noch lange nicht zu Ende ist. Bleibt zu hoffen, dass es nicht zum Alptraum mutiert. Quelle: europolitan.de
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Warren Buffett schenkt der Gates-Stiftung 31 Milliarden USD
Der schwerreiche Investor Warren Buffett schenkt der Bill & Melinda Gates Foundation Aktien seiner Firma Berkshire Hathaway im Wert von 30,7 Milliarden Dollar. Insgesamt stiftet der wegen seiner Fähigkeit, die richtigen Aktien auszuwählen, auch als "Orakel von Omaha" bekannte Finanzmogul 37 Milliarden Dollar an wohltätige Stiftungen. Die Vermögenswerte der Gates-Stiftung verdoppeln sich durch die milde Gabe auf nahezu 65 Milliarden Dollar, die Foundation wird dadurch zur finanziell am besten ausgestatteten weltweit (zuvor war dies die niederländische Stichting INGKA Foundation, die vom Ikea-Gründer Ingvar Kamprad mit geschätzten 36 Milliarden Dollar ausgestattet wurde). Ich bewundere, was die Bill & Melinda Gates Foundation vollbringt und möchte ihre künftigen Möglichkeiten materiell erweitern", schreibt Buffett auf der Website von Berkshire Hathaway (in deren Verwaltungsrat Gates sitzt). "Sie haben sich einiger weniger außerordentlich wichtiger, aber unterfinanzierter Probleme angenommen. Ich glaube, dass dies die besten Möglichkeiten bietet, dass Sie Ihre Ziele mit enormen Konsequenzen erreichen." Bill Gates und seine Frau haben sich natürlich auch schon bedankt. "Wir sind überwältigt von der Entscheidung unseres Freundes Warren Buffett, sein Vermögen zur Bekämpfung einiger der herausforderndsten Ungerechtigkeiten weltweit zu verwenden, und fühlen uns geehrt, dass er einen Großteil davon der Bill & Melinda Gates Foundation zukommen lässt", erklärte das philanthropische Paar. Mit Buffett verbinde sie eine 15-jährige "spezielle" Freundschaft. Gates und Buffett spielen zum Beispiel seit Jahren Bridge zusammen (im letzten Dezember spendeten sie eine Million für ein Programm, das US-amerikanischen Junior-High-School-Studenten das Altherrenkartenspiel näher bringen soll). (Thomas Cloer/hal) Quelle: tecchannel.de
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Burj Al Alam - The World Tower in Dubai
480 Meter hoch, 108 Stockwerke - in Dubai entsteht derzeit der hoechste Business Tower der Welt. Burj Al Alam entsteht in Business Bay, einer Stadt in der Stadt. Nach den Vorstellungen von His Highness General Sheikh Mohammed bin Rashid Al Maktoum, UAE Vice Praesident, Prime Minister of Defence und gegenwaertiger Herrscher von Dubai, wird Business Bay ein gewaltiges Wirtschaftszentrum von globaler Bedeutung werden. Wer im Burj Al Alam ein eigenes Buero eroeffnen moechte, hat nun ueber die Fortune Group in Dubai die Moeglichkeit sich naeher zu informieren. Das Gebauede wird aber nicht nur Bueros zur Verfuegung stellen, sondern auch eine riesige Shopping Mall und Hotel Apartments. Weiterhin wird das welthoechste 5 Sterne Hotel und welthoechste Restaurant integriert sein. Ein luxurioeser Spa wird im Dach des Gebaeudes untergebracht sein. Die Fertigstellung von Burj Al Alam ist fuer Dezember 2009 vorgesehen. Naehere Informationen zum welthoechsten Business Tower findet man unter: www.burjalalam.com Quelle: openpr.de
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Hedge-Fonds siegen gegen Aufsicht
Ein US-Berufungsgericht hat die umstrittene Hedge-Fonds-Regulierung der Börsenaufsicht SEC für unzulässig erklärt. Der Geltungsbereich der Regeln sei "willkürlich" gesetzt, begründeten die Richter ihre Entscheidung. Das ist ein schwerer Rückschlag für die Behörde bei ihren Bemühungen, die 1200 Mrd. $ schwere Branche stärker zu kontrollieren. Die SEC-Regel war erst zum Februar dieses Jahres in Kraft getreten und sah vor, dass Fondsmanager mit mehr als 15 Investoren und einem Anlagevermögen von mehr als 30 Mio. $ sich bei der Behörde melden müssen. "Nach diesem Urteil muss die SEC noch einmal ganz von vorne beginnen", sagte Barry Barbash, der als Rechtsexperte Hedge-Fonds berät. Die SEC hält offenbar an ihrer Absicht fest, Hedge-Fonds stärker zu kontrollieren. "Ich habe Anweisung erteilt, die Entscheidung unverzüglich zu analysieren und Alternativen zu erarbeiten", erklärte Christopher Cox, der SEC-Vorsitzende, in einer ersten Reaktion auf das Urteil. "Die SEC hat ihre Zuständigkeit überschritten", sagte dagegen Phil Goldstein, der Hedge-Fondsmanager, der gegen die Vorschrift geklagt hatte, der FTD. Die rund 1300 Fonds, die sich auf Grund der Neuregelung gemeldet haben, können nach dem Urteil ihre Registrierung zurückziehen Branche klagt über hohe Kosten Die Branche hat sich vehement gegen die stärkere Aufsicht gewehrt. Sie klagt über hohe Kosten und Bürokratisierung. Doch die Fonds werden immer einflussreicher auf den Finanzmärkten, und damit wächst der politische Druck für mehr Kontrolle. Rund 30 Prozent des Handelsvolumens in den USA gehen Schätzungen zufolge auf Hedge-Fonds zurück. Immer mehr Pensionskassen und Stiftungen investieren in die Fonds, die kaum Auskünfte über ihr Tun geben. Die SEC ist nicht allein: Nach dem Skandal um die verschwundenen Investorengelder bei dem 450 Mio. $ schweren Bayou-Fonds hat Richard Blumenthal, der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaats Connecticut, eine spezielle Ermittlereinheit auf Hedge-Fonds angesetzt. In Connecticut hat ein großer Teil der US-Hedge-Fonds ihren Sitz. "Der Richterspruch zeigt, dass es möglicherweise Bedarf für breitere Standards als die der SEC gibt", forderte Blumenthal in einem Interview. Der US-Kongress hat die Möglichkeit, Gesetze zu erlassen wie etwa den Sarbanes-Oxley Act, der strengere Bilanzierungsregeln eingeführt hatte. Gleichzeitig hat ein ehemaliger Ermittler der SEC schwere Vorwürfe gegen die Behörde erhoben. In einem 18-seitigen Brief an US-Kongressmitglieder und interne Untersuchungsgremien, berichtet Gary Aguirre, eine SEC-Untersuchung wegen des Verdachts des Insiderhandels beim 7 Mrd. $ schweren Pequot-Capital-Fonds sei aus politischen Gründen unterdrückt und er selbst entlassen worden. Über den Brief und die Beschwerde Aguirres berichtete zunächst die "New York Times". Aguirres Verdacht richtete sich gegen einen einflussreichen Investmentbanker, der den Fondsmanagern Tipps über die sich anbahnende Übernahmen gegeben habe. Gegenüber der "New York Times" erklärten Personen, die mit Aguirres Beschwerde vertraut sind, der fragliche Investmentbanker sei John Mack, seit vergangenem Juni der Vorstandschef von Morgan Stanley. Mack, einer der einflussreichsten Banker der Wall Street, hat die Wahlkampagne von Präsident George W. Bush mit großzügigen Spenden unterstützt und ist mit dem Pequot-Gründer Arthur Samberg befreundet. Vor seinem Antritt bei Morgan Stanley war Mack kurzfristig Aufsichtsratschef bei Pequot. Bei einem der von Aguirre als verdächtig eingestuften Fälle handelt es sich um die Übernahme des Finanzdienstleisters Heller durch General Electric im Jahr 2001. Kurz zuvor war Mack Vorstandschef bei der Investmentbank Credit Swiss First Boston geworden, die Heller beraten hat. "Herr Mack ist in dieser Sache nie von der SEC kontaktiert worden, und wir haben keinen Grund anzunehmen, dass die SEC irgendein Interesse an Herrn Mack in dieser Angelegenheit hat", sagte eine Sprecherin von Morgan Stanley. Pequot wies die Vorwürfe ebenfalls zurück. Quelle: ftd.de
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888 Holdings
Der Online-Glücksspielanbieter 888 Holdings ist die Nummer eins bei Casino-Spielen im Internet. Für die höchsten Wachstumsraten sorgt der Bereich Poker. Wenn in diesen Tagen die Vorrundenspiele der Fußball-Weltmeisterschaft laufen, tummeln sich auf den Internetseiten von Buchmachern und Sportwettenanbietern tausende von Glücksrittern, die mit ihren Tipps zu den WM-Partien das große Geld machen wollen. Die Marketingmaschinerie der Wettanbieter läuft dementsprechend auf Hochtouren: Mit aufwändigen Werbekampagnen versuchen sie potenzielle Zocker vor den Computerbildschirm zu holen und zum Tippen zu animieren. Denn die Zeit drängt, die WM ist ja in gut zwei Wochen wieder vorbei. Poker bringt es Beim Online-Glücksspielanbieter 888 Holdings macht man sich für die Zeit nach der Weltmeisterschaft allerdings keine allzu großen Sorgen. Zwar betreibt auch das Unternehmen, das seinen Hauptsitz in Gibraltar hat, eine Internetseite, auf der man auf Sportereignisse wetten kann. Doch das Hauptaugenmerk des Konzerns liegt auf den klassischen Casino-Glücksspielen: Auf dem Internetportal 888.com kann man online am Roulettetisch oder mit Würfeln sein Glück versuchen. Im ersten Quartal (per Ende März) trug dieses Geschäftsfeld mit Spielumsätzen von 45 Millionen Dollar – plus 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr – einen großen Teil zum Gesamtergebnis (84 Millionen Dollar, plus 40 Prozent) bei. Noch größer war das Wachstum im Boommarkt Online-Poker: Die Umsätze mit Fullhouse, Flush und Straight stiegen um 95 Prozent auf 39 Millionen Dollar. 20 Millionen Zocker 888 Holdings setzt nicht nur beim Angebot auf Diversifikation, sondern auch bei der internationalen Expansion. So ist 888.com keineswegs von den USA, dem Mutterland des Online-Pokers, abhängig; nur knapp die Hälfte der Umsätze geht auf das Konto des US-Marktes. Die nach Angaben des Unternehmens rund 20 Millionen Spieler, die die Internetseite 888.com besuchen, um dort Poker zu spielen, kommen aus insgesamt 150 Ländern. Auch aus Deutschland: Seit Februar können Glücksspieler ihr Spiel auf der deutschsprachigen Version der Website machen. Nicht nur was für Spieler Die Aktie von 888 Holdings verbindet ein aussichtsreiches Geschäftsmodell mit guten Zahlen: Vom laufenden auf das kommende Geschäftsjahr rechnen Analysten mit einem Gewinnplus von mehr als 25 Prozent. Vor diesem Hintergrund ist die Aktie mit einem 2007er-KGV von 11 und einer aktuellen Dividendenrendite von 4,4 Prozent (888 schüttet voraussichtlich 2007 eine Dividende von umgerechnet zwölf Cent aus) günstig bewertet und daher nicht nur was für Zocker. Quelle: deraktionär
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LavaFX bietet Devisenhandel in russischem Rubel
LavaFX bietet Devisenhandel in russischem Rubel; Währung ab Juli voll konvertierbar NEW YORK 21. Juni 2006 Lava Trading Inc., das innovative Technologieunternehmen, das überaus leistungsfähige Handelslösungen für die Finanzdienstleistungsindustrie entwickelt, wird den Handel in russischem Rubel auf seiner Devisenhandelsplattform LavaFX einführen. Die Ankündigung erfolgte gestern Abend anlässlich des ACI Russia International FX Seminars in Moskau. LavaFX wird den Handel mit dem Rubel gegenüber dem US-Dollar und dem Euro bieten. Die Währungspaare werden zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr auf der Lava-Plattform zur Verfügung stehen. Die russische Regierung kündigte vor kurzem den 1. Juli 2006 als Anzeige Zieldatum für die vollständige Konvertierbarkeit des Rubels an, was weltweite Kassageschäfte in der Währung ermögliche. Wir sind sehr darüber erfreut, dass wir bei der Einführung des Rubels für das Spot Trading auf dem globalen Marktplatz eine Rolle spielen," so David Ogg, CEO von LavaFX. "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ACI Russia und den führenden Finanzinstitutionen des Landes, damit der Handel in dieser Währung rund um die Uhr Wirklichkeit wird." Der russische Fremdwährungsmarkt erfuhr in den letzten Jahren beträchtliche Zuwachsraten. Laut ACI Russia nahm das Handelsvolumen 2005 um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bei einem durchschnittlichen Tages- und Jahresumsatz von US-$ 30 Mrd. bzw. US-$7,3 Billionen zu. "Der Beginn des Rubelhandels im Ausland ist ein wichtiger Schritt hin zu einem Rubel als eine harte Währung und einer Weltreservewährung," sagte Igor Souzdaltsev, President von ACI Russia. "Ich glaube, die Einführung des russischen Rubel auf LavaFX wird zu einer Stärkung unserer nationalen Währung und einer kräftigen Entwicklung der russischen Finanzmärkte führen," erläuterte Evgeny Egerov, stellvertretender Vorstandvorsitzender bei Investsberbank in Moskau. LavaFX ist auf einer eigenen führenden Lava-Technologieplattform aufgebaut und bietet hochwertige Lösungen für den elektronischen Devisenhandel, die den FX-Marktplatz umgestalten. Es bietet zusammen mit den hochentwickelten Orderarten von Lava ein Central Limit Order Book für live handelbare Kurse, volle Preistransparenz und Buchungstiefe und die Möglichkeit, Kaufgebote und Verkaufsgebote zu platzieren. Das System bündelt mehrere Quellen von FX-Liquidität zu einem einzigen Zugangspunkt, welcher über die schnelle, intuitive LavaFX-Anwenderschnittstelle oder über ein auf FIX API ausgerichtetes Modell und Programmhändler hergestellt werden kann. Zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr wird Lava eine revolutionäre Interbank-FX-Handelsplattform einführen. Dieses neue Angebot wird der Interbank-Gemeinde eine beeindruckende Palette ausgeklügelter Ordertypen, volle Buchungstiefe und eine überlegene Funktionalität für den elektronischen Devisenhandel bieten. Vor allem bietet es ein bisher für den FX-Markt noch nie erhältlich gewesenes Leistungsmerkmal, das es Banken erlaubt, große Positionen schnell und ruhig untereinander im Rahmen eines "Blind"-Systems zu verschieben. Lava Trading Inc. Lava Trading Inc. mit Hauptsitz in New York City und Niederlassungen in Kalifornien, Connecticut und Großbritannien ist eine innovative Technologiefirma, die überaus leistungsfähige Handelslösungen für die Finanzdienstleistungsindustrie entwickelt. Die Produkte von Lava sind echte ASP-Lösungen, die selbst höchsten Handelsumsätzen bei sehr volatilen Bedingungen standhalten. Als kostengünstiger und neutraler Anbieter bedient Lava mit den eigenen Lösungen für den Freiverkehrs-, Börsen- und Devisenhandel führende Makler/Händler, darunter die meisten führenden US-Investmentbanken sowie Market Maker, Hedgefonds und institutionelle Anleger. Auf Basis der patentierten Technologie und der Kapitalmarkterfahrung entwickelt Lava Handelslösungen, die einen Mehrwert bieten und sich durch Geschwindigkeit, Intelligenz und Zuverlässigkeit auszeichnen. Lava ist eine 100-prozentige, eigenständig geführte Tochtergesellschaft der Citigroup, Inc. (NYSE: C) sowie NASD-/SIPC-Mitglied. Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.lavatrading.com Kontakt Lava Trading Inc. Cheryl Easton, 212-519-9261 Marketing & Communications cheryl.easton@lavatrading.com oder Arnold Corporate Communications Philip Nunes, 617-587-8906 pnunes@arn.com Quelle: Business Wire
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Deutsche Börse schreibt Euronext-Aktionäre an
Mit seinem erneuten "Non" gegenüber der Deutschen Börse setzt Euronext-Chef Jean-Francois Théodore alles auf eine Karte. Dabei ist die Zukunft der Vierländerbörse unter der Ägide der Nyse mehr als ungewiss. Noch könnte Théodore das Ruder herumreißen, bevor es die Aktionäre selbst tun. Das Statement aus Paris war kurz und bestimmt im Ton. Die Offerte der Deutschen Börse Chart zeigen enthalte substanziell "nichts Neues", die Euronext Chart zeigen bevorzuge nach wie vor eine Fusion mit der New York Stock Exchange Chart zeigen (Nyse). Klare Worte, aber faktisch falsch. Die Deutsche Börse ist mir ihren Vorschlägen der Pariser Forderung nach einer föderalen Struktur sehr weit entgegen gekommen und bis an die Schmerzgrenze gegangen - für die hessische Landesregierung, die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat und Teile der hiesigen Bankenlandschaft sogar darüber hinaus. Zugestanden - an Clearstream halten die Frankfurter fest. Bei allem Respekt vor dem diplomatischen Geschick eines Jean-Francois Théodore: Der Euronext-Chef konnte nicht ernsthaft annehmen, die Frankfurter würden wider jede ökonomische Vernunft ihre hoch profitabel arbeitende Abwicklungstochter abstoßen, um dann gebeugten Hauptes bittstellerisch an seine Tür zu klopfen. Halten wir dem Taktiker in Paris zu Gute, dass es ihm nicht um seine Person geht. Dabei läge die gegenteilige Annahme durchaus auf der Hand: In den neuen Überlegungen der Deutschen Börse spielt Théodore keine Rolle mehr - weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat. Bei einer "Nyse Euronext" wäre er immerhin zweitmächtigster Mann hinter Nyse-Chef John Thain. Nehmen wir also an, es ginge Théodore ausschließlich um das Wohl der Aktionäre und um ein Maximum an Eigenständigkeit der Vierländerbörse in einem wie auch immer gearteten Verbund. Mit Blick auf den ersten Punkt ist festzustellen, die Nyse-Offerte hat deutlich an Attraktivität verloren, weil der Aktienkurs der weltgrößten Börse gefallen ist. Gegenüber seinerzeit 73 Euro je Euronext-Aktie ist das Gebot der Nyse aktuell nur noch rund 65,30 Euro wert und liegt damit unter dem Kurs der Vierländerbörse von derzeit knapp 69 Euro. Die Deutsche Börse beziffert den Wert ihres Gebots auf 65,98 Euro je Aktie. Wahrscheinlich spekuliert der Euronext-Vorstand im Sinne seiner Aktionäre auf eine höhere Barkomponente des Frankfurter Gebots. Auch wenn Analysten den ökonomischen Sinn eines höheren Gebotes anzweifeln - Deutsche-Börse-Chefkontrolleur Kurt Viermetz hat dies als letzte Option nicht ausgeschlossen. Nyse vs. Frankfurt - ein ungleiches Duell Ein sich dann anschließender Bieterwettkampf zwischen Deutscher Börse und Nyse gilt unter Experten ebenso so sicher wie eine Niederlage der Frankfurter in diesem ungleichen Duell. Der Euronext und ihren Aktionären könnte dies gleich sein, sie hätten sich schamlos teuer verkauft. Doch das wäre zu kurz gedacht. Im Kampf um die Börsenvorherrschaft auch auf dem europäischen Kontinent hat die Nyse nichts zu verschenken. Mit einem Anteil von 25 Prozent an der Londoner Börse Chart zeigen (LSE) sitzt ihr ewiger Konkurrent, die Technologiebörse Nasdaq Chart zeigen, im Nacken und schmiedet gerade die zweite transatlantische Superbörse. Es bedarf nicht viel Fantasie, dass die Nyse ihr teuer erkauftes Engagement in Europa dann einer Rosskur unterziehen wird, um jeden erdenklichen Kostenvorteil rauszuholen. Spätestens dann dürften auch Thains Bekenntnis zu einer "Fusion unter Gleichen" und damit Pariser Hoffnungen auf ein Höchstmaß an Eigenständigkeit der Vergangenheit angehören. Schon jetzt schenken manche Börsenexperten den Bekundungen aus New York wenig Glauben. "Früher oder später werden die Amerikaner sie platt machen", heißt es. Das klingt drastisch, dürfte aber so weit weg von der Wahrheit nicht liegen. Wie wenig "europäisch" Thain denkt, und wie stark er auf Euronext-Interessen künftig Rücksicht zu nehmen gedenkt, lässt sich an anderen Aussagen des Nyse-Chefs ablesen. Für den Fall, dass sich die neue transatlantische Superbörse nicht wie erwartet entwickelt, kündigte Thain die Gründung einer eigenen Börse in London an. Auch der Kauf der LSE sei denkbar, sagte er der "Financial Times". Wie realistisch solche Pläne auch sein mögen, der Euronext und ihrem Vormann sollten sie eine Warnung sein. Bereits jetzt hat Théodore für die Anteilseigner der Vierländerbörse mehr erreicht als zu erwarten war. Er sollte vor die Aktionäre treten und sagen: "Pardon, je me suis trompé", um dann für eine Fusion mit der Deutschen Börse zu votieren - bevor es die Aktionäre selbst tun. Letzteres ist nicht auszuschließen, denn die Nyse-Anhänger unter ihnen werden weniger. In diesem Fall aber hätte sich der Taktiker Théodore schlicht verzockt und verließe als Verlierer die Pokerrunde. Quelle: manager magazin
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Euronext/ NYSE - "US-Aufsichtsregeln sind kein Hindern
Ex-SEC-Kommissar Goldsmid zur geplanten Börsenfusion und die Stabilität der Märkte WELT: Die geplante Fusion zwischen Euronext und Nyse droht an der Frage der Regulierung zu scheitern. Viele europäische Konzerne fürchten, nach einem Zusammenschluß die strengen und vor allem teuren SEC-Regeln der US-Börse erfüllen zu müssen. Ist diese Sorge berechtigt? Harvey Goldsmid: Nein. Dies ist aus meiner Sicht absolut kein Hindernis. Auch nach einer Hochzeit werden die jeweiligen lokalen Regulierungsbehörden über die Börsenplätze wachen; an der Nyse also die SEC und bei Euronext eine europäische Überwachungsstelle. WELT: Europa muß also nicht befürchten, daß bei einer Börsenfusion quasi durch die Hintertür die strikteren US-Regeln eingeführt werden und es zu einer Überregulierung kommt? Goldsmid: Keineswegs. Es ist außerdem ein Mythos, daß die US-Börsenregeln durch den 2002 in Kraft getretenen Sarbanes-Oxley-Act übertrieben hart geworden sind und den Unternehmen ein Übermaß an Bürokratie aufgebürdet wird. Es handelt sich bei Sarbanes-Oxley lediglich um eine Überarbeitung der schon länger geltenden Anlegerschutzgesetze. So muß ein Konzernlenker nun explizit mit seiner Unterschrift die Jahresbilanz abzeichnen. Allerdings war das Top-Management auch ohne dieses Signet früher schon verantwortlich dafür, daß die Abschlüsse stimmten. WELT: Kein Mythos ist aber, daß immer mehr Konzerne die Überregulierung an der Wall Street kritisieren und der US-Börse den Rücken kehren. Goldsmid: Ausländische Konzerne überschätzen die Auswirkungen von Sarbanes-Oxley. Gerade für sie haben wir gewisse Ausnahmen geschaffen. So tritt die bei den Kritikern umstrittene Überwachung der internen Unternehmensabläufe für nichtamerikanische Konzerne erst ab 2007 in Kraft. Und auch bei den US-Firmen sind die Bürokratiekosten längst nicht so hoch sind wie oft kolportiert wird. Nicht wenige Manager stellen inzwischen sogar fest, daß sich diese Form der Kontrolle sich auch wirtschaftlich lohnt. WELT: Wie das? Goldsmid: Das beste Beispiel ist General Electric. Der Mischkonzern hat im ersten Jahr nach der Gesetzesänderung 30 Millionen Dollar in interne Kontrollmaßnahmen investiert. Das Geld war gut angelegt. Denn auf diese Weise haben die Prüfer auch viele wirtschaftliche Ineffizienzen aufgespürt, die dann beseitigt werden konnten. Außerdem gibt es Lerneffekte, so daß das Unternehmen bereits im zweiten Jahr nur noch gut die Hälfte der ursprünglichen Kosten in Kauf nehmen müssen, um die Anlegerschutzauflagen zu erfüllen. WELT: Trotzdem haben nur die wenigsten Unternehmen Lust auf die bürokratische Gängelung durch die SEC. Fürchten Sie nicht, daß langfristig viele Konzerne an weniger streng regulierte Börsenplätze streben werden? Goldsmid: Da habe ich keine Angst. Kein Börsenplatz kann es mit der Liquidität und der Reife des US-Marktes aufnehmen. WELT: Aber bereits jetzt nutzen beispielsweise chinesische Unternehmen für ihren Börsengang lieber Hongkong oder London, was langfristig zu einer Erosion der Wall Street als dominantem Marktplatz führen könnte. Goldsmid: Es mag sein, daß Unternehmen für ihr Debüt erst einmal New York scheuen. Über kurz oder lang dürften diese Firmen aber an die Wall Street wechseln. Eine Notiz hier und die damit verbundene Anerkennung der SEC-Regeln wird sich zu einem Gütesiegel entwickeln. Anleger wissen dann, daß sie es mit erstklassigen Bilanzen zu tun haben. WELT: Aber wie ist eine so strenge Überwachung vereinbar mit dem Ideal von freien Märkten? Goldsmid: Wir brauchen einen umfassenden Anlegerschutz, um die Stabilität der Finanzmärkte zu gewährleisten. Hierzu braucht es tragfähige Spielregeln. Ohne Auflagen tendieren die Unternehmen dazu, nur die positiven Nachrichten zu veröffentlichen. Das würde langfristig dazu führen, daß die Anleger verunsichert werden und sich von den Märkten zurückziehen. Die Börsenskandale Enron oder Worldcom haben gezeigt, was passiert, wenn das Vertrauen in die Integrität der Märkte verlorengeht. Auf Dauer wäre dies das Aus für die Börse. Schlimmer noch: Die Dynamik der US-Wirtschaft stünde auf dem Spiel. Immerhin sind heute 60 Prozent der Amerikaner Aktionäre. Sie tragen durch ihre Anlagen maßgeblich dazu bei, daß sich die Firmen günstig finanzieren und damit investieren können. WELT: Aber brauchen wir nicht angesichts globaler Märkte auch eine globale Regulierung? Goldsmid: Die internationalen Aufsichtsbehörden arbeiten bereits sehr gut zusammen. Natürlich wäre ein transnationales Regelwerk wünschenswert. Allein, realistisch betrachtet, wird es eine globale Aufsicht aus einer Hand wohl auch in zehn Jahren nicht geben. Dafür sind die nationalen Befindlichkeiten nach wie vor zu groß. Welt: Eine Anlegergruppe ist noch weitgehend unreguliert: die Hedge-Fonds-Industrie. Sehen Sie hier Risiken? Goldsmid: Die Bedeutung dieses Sektors ist in den vergangenen Jahren immens gestiegen. Das Volumen der hier angelegten Gelder hat sich vervielfacht. Heute sind es zwischen 1,3 und zwei Billionen Dollar. Das birgt natürlich Risiken. Aus meiner Sicht wäre es falsch, ins Geschäftsmodell der Branche einzugreifen. Was wir aber brauchen, ist ein deutliches Plus an Transparenz. Die Aufsicht muß wissen, welche Wetten die Fonds eingehen, um die Risiken wenigstens einschätzen zu können. Quelle: welt.de
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Strategen warnen vor platzender Rohstoff-Blase
Französische Großbank sieht Gefahr eines Crashs bei Metallen und Öl - Andere Strategen reden weiter von Superzyklus Berlin - In der Finanzwelt werden die Warnungen immer lauter, daß sich die Rohstoffhausse der vergangenen Jahre ihrem Ende nähern könnte. Mehr als das: Einige Top-Strategen warnen sogar unverhohlen davor, daß die Party mit einem großen Knall enden könnte. "Wenn die Preise erst mal ins Rutschen kommen, wird das Ausmaß dramatisch sein", schreibt Alain Bokobza, Stratege bei der französischen Großbank Société Générale (SG) in einer aktuellen Studie. Seiner Einschätzung nach könnte der Rohstoffboom ähnlich verheerend mit einem Crash enden wie die Hightech-Rallye an der Nasdaq zur Jahrtausendwende. "Die Rohstoffnotierungen legten zuletzt einen ähnlich exponentiellen Wertzuwachs an den Tag wie die Aktienkurse an der Nasdaq vor der Jahrtausendwende", merkt Bokobza an. Bereits jetzt erinnert die Preisentwicklung bei Kupfer fatal an die Kursentwicklung der Technologieaktien im Frühjahr 2000. Und analog zur Nasdaq rechnen die Profis auch hier mit Preiseinbrüchen von bis zu 62 Prozent. Bedenklich stimmt den Auguren auch, daß die Zukunftserwartungen an die Rohstoffpreise immer überschwenglicher geworden seien. Für ein böses Ende spricht seiner Meinung auch, daß der derzeitige Rohstoffzyklus mit einer Dauer von 55 Monaten der längste und einer Verdopplung der Preise über alle Rohstoffklassen hinweg der aus kräftigste seit drei Jahrzehnten ist. Anleger sollten die Einschätzung der SG-Strategen nicht auf die leichte Schulter nehmen, haben die Franzosen auf dem Gebiet einen Ruf zu verlieren. Schließlich gehörten sie zu den ersten, die korrekt ein dauerhaft höheres Ölpreisniveau vorhersagten. Nun blasen sie langsam zum Ausstieg, zumal Rohstoffe auch ihre Rolle als Depot-Diversifikator eingebüßt haben. "Aktuell bieten Rohstoffe keine nennenswerte Risikoreduzierungen mehr für ein diversifiziertes Portfolio", konstatiert Bokobza. Seine Begründung: "Rohstoffe weisen heute eine so hohe Korrelation mit anderen Asset-Klassen auf wie noch nie." Tatsächliche ist dieser Gleichklang der Wertentwicklung steil angestiegen, und liegt nach seinen Angaben mittlerweile bei rund 40 Prozent. Vor fünf Jahren rangierte er noch bei null oder war sogar negativ - damals stiegen die Rohstoffpreise also, wenn die Aktienkurse fielen und umgekehrt. Auch die hohe Schwankungsanfälligkeit der Rohstoffnotierungen trägt nicht dazu bei, Ruhe ins Depot zu bringen. Vielmehr sind Commodities nach SG-Berechnungen von 18 Asset-Klassen die zweitriskanteste, nur übertroffen von hochvolatilen Schwellenland-Aktien. Die jüngsten Turbulenzen an den Börsen scheinen dies zu bestätigen: Von dem Abwärtstrend wurden seit Mitte Mai nicht nur Dividendentitel erfaßt, sondern auch Rohstoffe, allen voran Gold und Silber. Default Banner Die einzige Beruhigung für Rohstoff-Anleger: Der große Crash steht nach Überzeugung der Société-Générale-Experten nicht unmittelbar bevor, sondern ist vielmehr erst für 2007 zu erwarten. Nach der Korrektur im Frühjahr dürften die Preise zunächst sogar noch einmal eine Zwischenerholung (wie die Nasdaq im Herbst 2000) erleben. Erst kommendes Jahr dürften die Metalle Palladium, Nickel, Silber und Zink dann zwischen 40 und 60 Prozent an Wert verlieren. Bei Gold und Rohöl könnte der Kursverfall immerhin rund 30 Prozent betragen. Quelle: welt.de
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Basel II kommt: Vermeiden Sie Finanzierungsfehler
Zum 1.1.2007 treten die neuen Bank-Richtlinien unter dem Namen Basel II in Kraft. Dann kommt es nicht nur auf Zahlungs- und Zukunftsfähigkeit an. Entscheidend ist auch, dass Sie keine Finanzierungsfehler machen. Es gibt 7 typische Finanzierungsfehler, die Ihnen gleich bei 5 wichtigen Basel-II-Kennzahlen Minuspunkte einbringen können: Finanzierungsfehler Nr. 1: Die beantragte Kreditsumme ist zu niedrig Beantragen Sie immer einen ausreichend hohen Kreditbetrag. Lassen Sie sich nicht von dem Motto leiten "Ich beantrage zunächst lieber mal einen niedrigeren Kredit, dann sind meine Chancen, dass ihn mir die Bank einräumt, besser, als wenn ich gleich einen höheren Kredit haben möchte." Seien Sie sich bitte darüber im Klaren, dass die Bank nicht aufstocken muss und Sie dann in Schwierigkeiten kommen können. Ein "Nachkarten" Ihrerseits führt immer zu einer Abwertung! Finanzierungsfehler Nr. 2: Die Kreditlaufzeit ist zu kurz Wenn Sie die Kreditlaufzeit zu kurz vereinbaren, können Sie durch zu hohe Tilgungsraten in Liquiditätsschwierigkeiten kommen, zumal dann, wenn Ihre Abnehmer sich mit dem Zahlen Zeit lassen. Vereinbaren Sie deshalb immer ausreichend langfristig laufende Darlehen. Finanzierungsfehler Nr. 3: Es fehlt eine Liquiditätsreserve Da die meisten Unternehmen einen mehr oder minder stark schwankenden Kapitalbedarf haben, kommt einer ausreichenden Liquiditätsreserve erhöhte Bedeutung zu. Um die Schwankungen bei Kapitalbedarf problemlos abfangen zu können, benötigen Sie eine angemessene Liquiditätsreserve in Form einer ausreichend hohen Kontokorrentkreditlinie. Finanzierungsfehler Nr. 4: Keine freien Kreditsicherheiten in der Reserve Geben Sie Ihrer Bank nicht mehr Sicherheiten als unbedingt nötig! Auch dann nicht, wenn Sie genügend zur Verfügung haben. Mit Sicherheiten in der Reserve schaffen Sie sich die Möglichkeit, für weitere Kredite noch Sicherheiten stellen zu können. Finanzierungsfehler Nr. 5: Zu hohe kurzfristige Kredite Wenn Sie Geld, das Ihnen nur kurzfristig zur Verfügung steht, langfristig binden, müssen Sie immer damit rechnen, dass Sie in Liquiditätsschwierigkeiten kommen, weil Sie das kurzfristige Geld auch kurzfristig wieder zurückzahlen müssen. Diesen Fehler können Sie vermeiden, indem Sie Anlagenvermögen ausschließlich langfristig finanzieren. Ohne Ausnahme. Finanzierungsfehler Nr. 6: Geringe Eigenkapitalquote Richten Sie Ihre Entnahmepolitik am Betriebsergebnis aus. Stocken Sie Ihr Eigenkapital jährlich entsprechend Ihrem Bilanzsummenwachstum und wenigstens in Höhe der Inflationsrate auf. Finanzierungsfehler Nr. 7: Teure Kreditarten Teure Finanzeirungen haben oft unterschiedliche Ursachen. Vermeiden Sie folgende Fehler: Der Anteil der kurzfristigen Kredite ist zu hoch; Sie haben versäumt, in Niedrigzinsphasen feste Zinssätze für mehrere Jahre zu vereinbaren, es wurden die falschen Finanzierungsarten eingesetzt; kostengünstige Kreditarten wurden nicht in Anspruch genommen. Quelle:vnr.de
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Globale Ungleichgewichte: Tickende Zeitbombe ?
Globale Ungleichgewichte: Tickende Zeitbombe oder Dunkle Materie? Die Weltwirtschaft wächst stark – aber in den USA steigen die Defizite und in Asien türmen sich die Devisenreserven. Wie löst man diese Ungleichgewichte auf, ohne daß die Märkte einen Schock erleiden? Eine Analyse. Wachsendes Mißverhältnis zwischen Gläubigern und Schuldnern "Niemand weiß, ob sich diese Ungleichgewichte geräuschlos auflösen oder mit einem Riesenknall enden. Aber die Lage ist ernst." Cathy Minehan, Präsidentin der Federal Reserve Bank in Boston, rätselte kürzlich darüber, ob die riesigen Leistungsbilanzdefizite der USA einerseits und die hohen Handelsbilanzüberschüsse Asiens anderseits auf Dauer tragbar seien oder möglichst geschickt abgebaut werden müßten. Und immer mehr Experten zerbrechen sich den Kopf darüber, ob die jüngste Korrektur an den weltweiten Kapitalmärkten etwas mit den Global Imbalances zu tun hat. Einer, der es schon immer gewußt hat, ist Stephen Roach, Chef-Ökonom von Morgan Stanley in New York. Für ihn ist das wachsende Mißverhältnis zwischen Gläubigern und Schuldnern der "Anker" seiner Prognosen über die Kapitalmärkte. Ist das US-Leistungsbilanzdefizit eine tickende Zeitbombe? Die Frage ist, ob das Defizit der US-Leistungsbilanz eine tickende Zeitbombe für die Finanzmärkte ist oder nicht: Von 1980 bis 2004 hatten die USA schon Defizite von 4,4 Billionen Dollar angehäuft. Die US-Leistungsbilanz schloß 2005 mit einem Rekordminus von 805 Milliarden Dollar, das entspricht 6,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der USA. Zur Verschuldung beigetragen hat die massiv ausgeweitete Verschuldung der öffentlichen Hand, die etwa vier Prozent des BIP beträgt. Dem stehen Leistungsbilanzüberschüsse von 166 Milliarden Dollar in Japan, 116 Milliarden Dollar in China und 78 Milliarden Dollar in anderen asiatischen Schwellenländern gegenüber. Hinzu kommen die Überschüsse der arabischen Ölförderländer. Alles hängt am Vertrauen in die USA Länder mit einem Defizit in der Leistungsbilanz finanzieren dieses mit Ersparnissen aus dem Ausland. Länder mit einem Sparüberschuß transferieren Ressourcen ins Ausland. Tatsächlich schlucken die Bürger der USA 70 Prozent der Ersparnisse der restlichen Welt. Jeden Tag zwei Milliarden Dollar. Wie lange kann das gutgehen? Sehr lange. 30 Jahre sind kein Problem. Australien wirtschaftete von 1974 bis 2003 mit einem Defizit von durchschnittlich 4,1 Prozent des BIP. Ähnliche Zahlen und Zeiträume gelten für Kanada und Großbritannien. Alles hängt davon ab, ob Investoren glauben, daß das betreffende Land mit den geliehenen Mitteln so wirtschaftet, daß sie mit der erwarteten Rendite zurückgezahlt werden können. Ulrich Kater, Chef-Ökonom der Deka Bank: "Solange das Vertrauen der Weltwirtschaft in das US-Wachstum vorhanden ist, wird dieses Defizit auch finanziert: Die US-Wirtschaft erhält einen Kredit von den Welt-Finanzmärkten." "Der Turm der asiatischen Währungsreserven ist mittlerweile höher als das Himalaya-Gebirge" Ökonomen weisen darauf hin, dass ein wichtiger Grund für die grenzenlose Bereitschaft der Asiaten, die USA mit Krediten zu versorgen, deren ureigenste Absatzinteressen sind: Die asiatischen Zentralbanken kauften US-Dollar, um so den Kurs der US-Währung zu stützen und den der eigenen Währung zu drücken. Mit den so künstlich verbilligten Waren überschwemmen sie den amerikanischen Markt. Das Leistungsbilanzdefizit steigt, weitere Dollar-Käufe werden getätigt. Kater: "Der Turm der asiatischen Währungsreserven ist mittlerweile höher als das Himalaya-Gebirge." Tatsächlich ist die Größenordnung, in der die USA als Schuldner Geld aufsaugen, neu. Neu ist auch die Geschwindigkeit, mit der Schwellenländer wie China zum Großgläubiger geworden sind. China hat ausländische Devisenreserven im Wert von 900 Milliarden Dollar, das meiste in Form von Schuldtiteln der USA, angehäuft. Insgesamt betragen die Devisenreserven der Welt laut Internationalem Währungsfonds 4170 Milliarden Dollar, 66,5 Prozent davon in der Währung der USA. "Eine Flucht aus dem Dollar könnte schnell und schrecklich sein" Doch kein Land bekommt unendliche Kredite. In der Regel wird das Ende zu hoher Leistungsbilanzdefizite auf den Währungsmärkten eingeläutet. Nach einer Untersuchung der Royal Bank of Scotland fällt die Währung des betroffenen Landes im Durchschnitt im Jahr des höchsten Defizitstands um 20 Prozent. Bei Ländern wie Australien ließe ein Währungsabsturz die Weltwirtschaft relativ kalt. Im Fall USA wäre ein schneller Absturz gefährlich für die gesamte Weltwirtschaft: "Eine Flucht aus dem Dollar könnte schnell und schrecklich sein", warnt Stephen Roach. Daß die Lage ernst ist, findet auch der Direktor des Internationalen Währungsfonds, denn der hat die Frage der Global Imbalances in der vergangenen Woche zur eigentlichen Bedrohung für die Weltkonjunktur und die Kapitalmärkte erklärt. Dies gelte um so mehr, als steigende Ölpreise und Inflationsgefahrendie Weltkonjunktur derzeit einem Stresstest unterziehen IWF will den Big Bang vermeiden Wachsendes Mißverhältnis zwischen Gläubigern und Schuldnern "Niemand weiß, ob sich diese Ungleichgewichte geräuschlos auflösen oder mit einem Riesenknall enden. Aber die Lage ist ernst." Cathy Minehan, Präsidentin der Federal Reserve Bank in Boston, rätselte kürzlich darüber, ob die riesigen Leistungsbilanzdefizite der USA einerseits und die hohen Handelsbilanzüberschüsse Asiens anderseits auf Dauer tragbar seien oder möglichst geschickt abgebaut werden müßten. Und immer mehr Experten zerbrechen sich den Kopf darüber, ob die jüngste Korrektur an den weltweiten Kapitalmärkten etwas mit den Global Imbalances zu tun hat. Einer, der es schon immer gewußt hat, ist Stephen Roach, Chef-Ökonom von Morgan Stanley in New York. Für ihn ist das wachsende Mißverhältnis zwischen Gläubigern und Schuldnern der "Anker" seiner Prognosen über die Kapitalmärkte. Ist das US-Leistungsbilanzdefizit eine tickende Zeitbombe? Die Frage ist, ob das Defizit der US-Leistungsbilanz eine tickende Zeitbombe für die Finanzmärkte ist oder nicht: Von 1980 bis 2004 hatten die USA schon Defizite von 4,4 Billionen Dollar angehäuft. Die US-Leistungsbilanz schloß 2005 mit einem Rekordminus von 805 Milliarden Dollar, das entspricht 6,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der USA. Zur Verschuldung beigetragen hat die massiv ausgeweitete Verschuldung der öffentlichen Hand, die etwa vier Prozent des BIP beträgt. Dem stehen Leistungsbilanzüberschüsse von 166 Milliarden Dollar in Japan, 116 Milliarden Dollar in China und 78 Milliarden Dollar in anderen asiatischen Schwellenländern gegenüber. Hinzu kommen die Überschüsse der arabischen Ölförderländer. Alles hängt am Vertrauen in die USA Länder mit einem Defizit in der Leistungsbilanz finanzieren dieses mit Ersparnissen aus dem Ausland. Länder mit einem Sparüberschuß transferieren Ressourcen ins Ausland. Tatsächlich schlucken die Bürger der USA 70 Prozent der Ersparnisse der restlichen Welt. Jeden Tag zwei Milliarden Dollar. Wie lange kann das gutgehen? Sehr lange. 30 Jahre sind kein Problem. Australien wirtschaftete von 1974 bis 2003 mit einem Defizit von durchschnittlich 4,1 Prozent des BIP. Ähnliche Zahlen und Zeiträume gelten für Kanada und Großbritannien. Alles hängt davon ab, ob Investoren glauben, daß das betreffende Land mit den geliehenen Mitteln so wirtschaftet, daß sie mit der erwarteten Rendite zurückgezahlt werden können. Ulrich Kater, Chef-Ökonom der Deka Bank: "Solange das Vertrauen der Weltwirtschaft in das US-Wachstum vorhanden ist, wird dieses Defizit auch finanziert: Die US-Wirtschaft erhält einen Kredit von den Welt-Finanzmärkten." "Der Turm der asiatischen Währungsreserven ist mittlerweile höher als das Himalaya-Gebirge" Ökonomen weisen darauf hin, dass ein wichtiger Grund für die grenzenlose Bereitschaft der Asiaten, die USA mit Krediten zu versorgen, deren ureigenste Absatzinteressen sind: Die asiatischen Zentralbanken kauften US-Dollar, um so den Kurs der US-Währung zu stützen und den der eigenen Währung zu drücken. Mit den so künstlich verbilligten Waren überschwemmen sie den amerikanischen Markt. Das Leistungsbilanzdefizit steigt, weitere Dollar-Käufe werden getätigt. Kater: "Der Turm der asiatischen Währungsreserven ist mittlerweile höher als das Himalaya-Gebirge." Tatsächlich ist die Größenordnung, in der die USA als Schuldner Geld aufsaugen, neu. Neu ist auch die Geschwindigkeit, mit der Schwellenländer wie China zum Großgläubiger geworden sind. China hat ausländische Devisenreserven im Wert von 900 Milliarden Dollar, das meiste in Form von Schuldtiteln der USA, angehäuft. Insgesamt betragen die Devisenreserven der Welt laut Internationalem Währungsfonds 4170 Milliarden Dollar, 66,5 Prozent davon in der Währung der USA. "Eine Flucht aus dem Dollar könnte schnell und schrecklich sein" Doch kein Land bekommt unendliche Kredite. In der Regel wird das Ende zu hoher Leistungsbilanzdefizite auf den Währungsmärkten eingeläutet. Nach einer Untersuchung der Royal Bank of Scotland fällt die Währung des betroffenen Landes im Durchschnitt im Jahr des höchsten Defizitstands um 20 Prozent. Bei Ländern wie Australien ließe ein Währungsabsturz die Weltwirtschaft relativ kalt. Im Fall USA wäre ein schneller Absturz gefährlich für die gesamte Weltwirtschaft: "Eine Flucht aus dem Dollar könnte schnell und schrecklich sein", warnt Stephen Roach. Daß die Lage ernst ist, findet auch der Direktor des Internationalen Währungsfonds, denn der hat die Frage der Global Imbalances in der vergangenen Woche zur eigentlichen Bedrohung für die Weltkonjunktur und die Kapitalmärkte erklärt. Dies gelte um so mehr, als steigende Ölpreise und Inflationsgefahrendie Weltkonjunktur derzeit einem Stresstest unterziehen. IWF will den Big Bang vermeiden Rodrigo de Rato fürchtet, daß Defizite und Überschüsse gerade vor diesem Hintergrund mit einem Knall abgebaut werden könnten: Das hieße Absturz des Dollar, Rezession, Protektionismus, Einbruch an den Börsen und alles was man sich sonst noch an üblen Dingen vorstellen kann. Um den Big Bang zu vermeiden, hat de Rato für den Herbst zu einem Supergipfel geladen. Er will die Vertreter der entscheidenden fünf großen Akteure an einen Tisch bringen. Die USA, Japan, die Euro-Zone, China und Saudi-Arabien sollen gemeinsam Mittel und Wege finden, die Ungleichgewichte zu managen, abrupte Reaktionen zu verhindern und das starke Wachstum der Weltwirtschaft beizubehalten, ohne die Defizite und Überschüsse weiter ausufern zu lassen. "Die Märkte realisieren die Wichtigkeit der Abwärtsrisiken" Die aktuellen Entwicklungen an den Finanzmärkten scheinen de Rato recht zu geben: "Was wir in den vergangenen Wochen an den Finanzmärkten gesehen haben, zeigt, daß die Märkte langsam realisieren, welche Wichtigkeit diese Abwärtsrisiken tatsächlich haben", sagte de Rato. Zins-, Inflations- und Rezessionsängste werden tatsächlich an den Märkten immer häufiger gehandelt. Der steile Abschwung seit Mitte Mai spricht schon für eine hektische Auflösung von Positionen. Die meisten Märkte sind unter ihre langfristigen Durchschnittslinien gefallen. Eine schwächere US-Wirtschaft scheint das zu sein, was der IWF für die USA im Auge hat, um abrupte Abstürze an den Weltmärkten zu vermeiden, um andererseits aber Chinesen und Amerikaner dazu zu bringen, ihr Verhalten zu ändern. Im April stieg das Leistungsbilanzdefizit der USA im Handelsverkehr mit China auf 17 Milliarden Dollar. 1,4 Milliarden mehr als im März. Asien kauft US-Titel Die asiatischen Zentralbanken und sonstigen öffentlichen Institute kaufen den Löwenanteil der langfristigen US-Staatsanleihen. Sie sind damit die entscheidenden Finanziers des hohen US-Haushaltsdefizits. Diese gegenseitige Fixierung ist volkswirtschaftlich jedoch kein Pakt für die Ewigkeit. Eine Auflösung hätte erheblichen Anpassungsdruck zur Folge, insbesondere in den USA. Asiaten sparen für Job und Rente Die hohen Sparraten von über 30 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in den asiatischen Ländern ermöglichen erst die Finanzierung des US-Leistungsbilanzdefizits. Die Asiaten sichern so den Absatz ihrer Waren in den USA. Daß die Sparquote in China weiter zunimmt, erklären Ökonomen mit der fast völligen Abwesenheit staatlicher Umlagesysteme zu Lasten späterer Generationen in der Altersvorsorge. USA schlucken Überschüsse Im gleichen Maße, wie sich die Leistungsbilanzüberschüsse im asiatischen Raum und in den arabischen Golfstaaten erhöht haben, ist umgekehrt das Defizit der USA massiv angestiegen. Die Vereinigten Staaten schlucken derzeit 70 Prozent aller Leistungsbilanzüberschüsse der Welt. Den jüngsten Zuwachs haben die USA vorwiegend mit den Überschüssen aus China und den arabischen Staaten finanziert. Dunkle Materie? Die US-Ökonomen Ricardo Hausmann und Federico Sturzenegger sagen, die offizielle Rechnung stimme nicht. Es gebe nicht erfaßbare US-Vermögenswerte im Ausland, die sogenannte Dunkle Materie, und die sei Billionen wert. Die USA liefere Liquidität, Know-how und Sicherheit und erziele damit hohe Renditen. Das erkläre, warum die USA 2004 einen Positivsaldo von 35 Milliarden Dollar bei den Vermögenseinkommen im Verkehr mit dem Ausland hatten. Quelle: fundresearch.de
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"BaFin nahm Verluste bewusst in Kauf"
Den Genussscheininhabern der Hypothekenbank AHBR droht der Verlust nahezu ihres ganzen Investments. Jetzt suchen sie Hilfe beim Finanzministerium. Einer ihrer prominentesten Vertreter, der Hamburger Verleger Heinz Bauer, übt dabei scharfe Kritik an der Finanzaufsicht. Frankfurt am Main/Hamburg - Im Streit um die Sanierung der Allgemeinen Hypothekenbank Rheinboden (AHBR) hat der Großinvestor und Hamburger Verleger Heinz Bauer den Ton deutlich verschärft. In einem Schreiben an Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) fordert Bauer Aufklärung über das Verhalten der Finanzaufsicht (BaFin). Das berichten "Handelsblatt" und "Finacial Times Deutschland" (FTD, Donnerstagausgabe). Das Ministerium beaufsichtigt die BaFin. ie BaFin habe "bewusst in Kauf genommen", dass die Genussscheininhaber bei der Übernahme der AHBR durch den US-Investor Lone Star ihr Kapital verlieren. Lone Star winke dagegen am Ende ein Milliardenprofit, kritisierte Bauer den Berichten zufolge. Weder die BaFin noch das Bundesfinanzministerium wollten sich zu dem bislang unbeantworteten Brief vom 24. Mai äußern. Insgesamt hatte die AHBR Genussscheine im Volumen von 567 Millionen Euro ausstehen. Im April hatte Lone Star angekündigt, ihre Inhaber würden angesichts eines Milliardenverlustes für 2005 mit knapp 360 Millionen Euro zur Kasse gebeten. Teure "Mitgift" von 871 Milliarden Euro ie sich überwiegend im Besitz der Gewerkschaften befindende AHBR war im Jahr 2001 wegen Fehlspekulationen am Derivatemarkt in eine Schieflage geraten. Die Gewerkschaften hatten die Bank zuvor über Jahre hinweg mit Milliardensummen gestützt. Als Ende 2005 die Pleite drohte, hatte die BaFin zusammen mit Banken den Verkauf der AHBR an Lone Star organisiert. Für die Rettung hatte der Investor noch 871 Millionen Euro "Mitgift" von den Eigentümern erhalten. Bauer, der rund zehn Millionen Euro in AHBR-Genussscheinen halten soll, beklagt nun, die BaFin habe bereits vor 2001 nichts dagegen unternommen, dass die AHBR Derivategeschäfte unternahm, die aus seiner Sicht gegen das Hypothekenbankgesetz verstießen. Unverständlich sei auch die Tolerierung des "Kunstgriffes" von Lone Star, die Mitgift erst 2006 in die AHBR zu stecken, um sie nicht zur Verlustabdeckung 2005 einsetzen zu müssen. Bauer steht mit seiner Kritik nicht allein. Auch die DZ Bank, einer der großen Investoren bei der AHBR, ist mit dem Geschehen nicht einverstanden und geht nun gerichtlicht gegen Lone Star vor. So habe die DZ Bank laut "FTD" eine einstweilige Verfügung beantragt, um den Verkauf eines Portfolios von Auslandsfinanzierungen im Volumen von rund drei Milliarden Euro an die Immobilienbank Hypo Real Estate Chart zeigen zu verhindern. Laut "FTD" bestätigte eine Sprecherin des Landgerichts Frankfurt diesen Vorgang. Die mündliche Verhandlung sei für den 26. Juni anberaumt. Die DZ Bank hat als so genannter stiller Einleger der AHBR eine andere juristische Position gegenüber der Bank und ihrem neuen Eigentümer als die Genussscheininhaber. Da stille Einleger Kernkapital bereitstellen, können sie gegen Änderungen des Geschäftszwecks Einspruch erheben, so die Zeitung. Dies sei aus Sicht der DZ Bank der Fall, wenn die AHBR ihr Auslandsgeschäft aufgibt. AHBR-Chef Karsten von Köller und zugleich Deutschland-Statthalter des Mehrheitsaktionärs Lone Star hält indes die Ansprüche der stillen Einleger und Genussscheininhaber für substanzlos. Der Antrag auf einstweilige Verfügung habe keinen Einfluss auf den Verkauf der Auslandskredite und könne diesen auch nicht stoppen, berichtet die "FTD" unter Berufung auf Kreise der Bank. Von Köller hält den Kritikern entgegen, ohne Lone Star wäre die AHBR in die Insolvenz gegangen und die Investoren hätten ihr Geld wohl ganz verloren. Außerdem hätte jedem Investor seit Jahren die Situation der Bank klar sein müssen. Von Köller will die Bank nun radikal schrumpfen und auf das Immobilien-Investmentbanking ausrichten. Gewinne werden erst wieder für das Jahr 2008 erwartet. Quelle: Manager Magazin