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CHAPTER11

GoneFishing
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Alle Inhalte von CHAPTER11

  1. Berlin/Palo Alto - Das US-Unternehmen Nanosolar aus Palo Alto, Kalifornien, will in Berlin eine Fabrik zur Herstellung neuartiger Solarmodule gründen. Die Produktion wird voraussichtlich im Sommer 2007 mit zunächst rund 50 Mitarbeitern ihren Betrieb aufnehmen, sagte Erik Oldekop, Europa-Chef für Nanosolar dieser Zeitung. In einem späteren Ausbauschritt sollen über 150 Mitarbeiter in Berlin rund eine Million Solarmodule pro Jahr herstellen. In Berlin ist mit der Solon AG der größte deutsche Hersteller von Solarmodulen ansässig, der sich bislang allerdings auf die Verarbeitung von herkömmlichen Silizium-Zellen konzentriert. Die Solon AG beschäftigt in Berlin rund 250 Mitarbeiter. Die Firma Nanosolar wurde 2002 mit Hilfe einer Anschub-Finanzierung der Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin in Kalifornien des deutschstämmigen Stanford-Absolventen Martin Roscheisen gegründet. In diesem Jahr wurden mit Hilfe weiterer Geldgeber genug Mittel zusammengebracht, um eine Massenproduktion von neuartigen Dünnschicht-Solarzellen aufzubauen. Zum Gründungskapital von rund 100 Mio. Dollar beigetragen haben nach Firmenangaben unter anderem der Schweizer Rückversicherer Swiss Re und die Beteiligungsfirmen der SAP-Gründer Klaus Tschira und Dietmar Hopp. Den Plänen zufolge sollen Solarzellen mit einer Leistung von 430 Megawatt pro Jahr in einer Fabrik bei San Francisco produziert und in Berlin zu Modulen weiterverarbeitet werden. Dabei handelt es sich um Dünnschicht-Solarzellen auf der Basis von Kupfer, Indium, Gallium und Diselenid (CIGS). Nanosolar nutzt eine neue Fertigungstechnologie, bei der diese Stoffe in Form von Nanopartikeln auf eine Trägerfolie aufgedruckt werden. Das ist günstiger und in der Anwendung flexibler als herkömmliche Solarzellen aus "starrem" Silizium. Quelle: Berliner Morgenpost
  2. Berlin - Die Bundesregierung will geschlossene Fonds offenbar nicht einer verschärften Regulierung im Rahmen der Umsetzung einer EU-Richtlinie unterziehen. Finanz-Staatssekretärin Barbara Hendricks habe in einer Antwort auf eine Anfrage erklärt, geschlossene Fonds fielen nicht unter die Definition von Wertpapieren, wie sie für die EU-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (Mifid) maßgebend sei, teilte der FDP-Politiker Frank Schäffler am Donnerstag in Berlin mit. Bei einer strikten Auslegung der Richtlinie hätten zahlreiche kleinere Initiatoren ihr Geschäft aufgeben müssen. Die Definition erstrecke sich nur auf Papiere, die auf dem Kapitalmarkt handelbar und - soweit es sich nicht um Aktien handle - mit Aktien vergleichbar seien. "Diese Voraussetzungen sind nach Auffassung des Bundesministeriums der Finanzen bei Anteilen an geschlossenen Fonds nicht gegeben", hieß es in Hendricks Antwort. Noch vor wenigen Wochen hieß es im Bundesfinanzministerium, die Mifid biete die Chance, "schwarze Schafe vom Markt zu entfernen". Zum Sinneswandel im Ministerium haben nach Informationen der WELT offenbar Kostenüberlegungen beigetragen. Bei strikter Kontrolle der Initiatoren hätte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mehr als 100 zusätzliche Mitarbeiter einstellen müssen, heißt es bei der BaFin. rhai/rtr Quelle: diewelt.de
  3. New York - Die US-Börsenaufsicht SEC verdächtigt einen der größten amerikanischen Hedge-Fonds des Insiderhandels. Die Behörde habe Untersuchungen beim sieben Mrd. Dollar schweren Fonds Pequot Capital Management aufgenommen, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Regierungs-Mitarbeiter. Die SEC hat demnach in 18 Fällen verdächtige Aktienbewegungen bei der Gesellschaft aus Connecticut bei New York festgestellt. Im Juli 2001 etwa habe die Firma 18 Mio. Dollar bei einem Anlagegeschäft in zwei Unternehmen verdient, die kurz danach fusioniert haben. Offiziell bestätigte die SEC die Untersuchung bislang nicht. Pequot Capital bestreitet die Vorwürfe der Finanzaufsicht. Der Fonds wird von dem bekannten Wall Street-Manager Arthur Samberg geleitet. Samberg gilt als einer der einflußreichsten Philantrophen in der New Yorker Gesellschaft. Der 65jährige sitzt unter anderem im Rat des größten städtischen Kinderkrankenhauses und des Zentrums für jüdische Geschichte. Im Gegensatz zu anderen großen Hedge-Fonds investiert Pequot (ausgesprochen: Pi-kwott) nicht in Währungen, sondern ausschließlich in Firmenanteile. Die in den 1980er Jahren gegründete Gesellschaft galt während des Technologiebooms um die Jahrtausendwende als einer der erfolgreichsten Fonds und besaß Anteile an AOL und Yahoo. AnD Quelle: welt.de
  4. FRANKFURT (Dow Jones)--Der Börsenrat der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) hat Werner Brandt (SAP) und Jens Hagemann (DAB) zu neuen Mitgliedern gewählt. Die beiden ersetzen den ehemaligen Lufthansa-Vorstand Karl-Ludwig Kley und das HVB-Vorstandsmitglied Ronald Seilheimer, wie ein Sprecher der Deutschen Börse auf Anfrage von Dow Jones Newswires mitteilte. Werner Brandt ist Finanzvorstand bei SAP, Jens Hagemann verantwortet als Vorstand der DAB Bank die Bereiche Vertrieb, Controlling, Operations, Handel und Treasury. Der Börsenrat ist ein Forum für die Erörterung wesentlicher Fragen und Entwicklungen an der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB). Die Geschäftsführung der FWB benötigt für alle Fragen, die von grundsätzlicher Bedeutung sind, die Zustimmung des Börsenrats. Der Börsenrat ist unter anderem für die Bestellung, Abberufung und Überwachung der Geschäftsführer zuständig. Er erlässt ferner die Börsenordnung, die Gebührenordnung und die Bedingungen für die Geschäfte an der Börse. Die Deutsche Börse AG ist die Trägerin der öffentlich-rechtlichen FWB. In dieser Eigenschaft stellt sie die Funktionsfähigkeit des Börsenhandels sicher. Quelle: FAZ.net
  5. Die Beteiligung am Wettbewerber erzielt eine schöne Rendite. MOUNTAIN VIEW (Dow Jones)--Die Google Inc, Mountain View, hat ihren Anteil an der chinesischen Suchmaschine Baidu.com Inc verkauft. Google hatte über einen Anteil von rund 2% oder knapp 750.000 Aktien an Baidu verfügt, wie aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Der Deal dürfte ein Volumen von 59,5 Mio Dollar gehabt haben. Im Juni 2004 hatte das Unternehmen den Baidu-Anteil kurz vor dessen Börsengang im August für rund 5 Mio Dollar gekauft. Mit dem Verkauf bekräftigte Google ihre Absicht, ihre Aktivitäten auf dem chinesischen Markt zurückzufahren. "Wir haben unsere moderate Investition in Baidu verkauft", schreibt eine Google-Sprecherin in einer E-Mail. "Es war schon immer unser Ziel, unser eigenes Geschäft in China aufzubauen. Darauf wollen wir uns nun konzentrieren."Branchenbeobachter schlossen aus dem Verkauf, dass Google auf ihre eigene Stärke setzt und sich nicht den Zugang zum chinesischen Markt erkaufen will, wie Piper-Jaffray-Analystin Safa Rashtchy sagte. Über Google.com bietet das Unternehmen bereits seit dem Jahr 2000 einen chinesisch-sprachigen Suchservice an. Dieser wird jedoch durch die so genannte Great Firewall of China in seiner Funktionstüchtigkeit behindert. Dadurch blieb Google hinter der Popularität von Baidu.com zurück. Im Januar schließlich startete der US-Konzern die Webseite Google.cn, die in China gehostet wird. Dies wurde kontrovers diskutiert, da Google sich somit der Selbstzensur unterwerfen muss, um ein störungsfreies und stabiles Funktionieren des Suchdienstes sicherzustellen. -Von Riva Richmond, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 108, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/ssu/jhe Quelle: Manager Magazin
  6. Die neue Zentrale des Internets 25. Juni 2006 Wir schreiben das Jahr 2038. Google-Mitgründer Larry Page gibt eines seiner seltenen Interviews. Er geht auf die Pensionsgrenze zu, trägt einen Vollbart und lächelt milde. Google ist weit gekommen mit seinem Ziel, alle Informationen dieser Welt zu sammeln. Das Internet ist abgegrast, sämtliche Bücher sind gescannt. Trotzdem ist der Suchmaschinenbetreiber nicht zufrieden. Deshalb sind jetzt Roboter unterwegs, um auf der Straße und in Büros Infobrocken aufzunehmen, vom persönlichen Gespräch bis zur schnell hingekritzelten Telefonnotiz. Auch als Unternehmen hat es Google weit gebracht. 2030 wurde Microsoft übernommen. Zu dieser Zeit nur mehr ein „relativ kleiner Mitspieler“, wie Page zufrieden ausführt. Das Gespräch aus der Zukunft, erdacht vom Google- und Blog-Spezialisten Philipp Lenssen, zeigt: Der heute gerade sieben Jahre alten Firma scheint man alles zuzutrauen - selbst die Übernahme eines Software-Giganten, der mit seinem Umsatz von 40 Milliarden Dollar derzeit noch sechseinhalbmal größer ist als Google (6,2 Milliarden Dollar). Weit mehr als eine Suchmaschine Ist ein solches Szenario tatsächlich nur Science-fiction? „Wer hat Angst vor Google?“ fragte vor einiger Zeit das Fachmagazin „Wired“ mit Bezug auf die IT-Branche und lieferte die Antwort gleich mit: „jeder“. Die Sorgen der Konkurrenz sind berechtigt. Die Wachstumsraten des Unternehmens im Kernbereich Internet-Suche beeindrucken noch immer. In Deutschland verfügt Google nach den neuesten Zahlen vom vergangenen Donnerstag mit einem Marktanteil von 84,7 Prozent praktisch über das Such-Monopol. Und in Amerika klettern die Google-Nutzerquoten ständig (Mai: 44,1 Prozent), während den Konkurrenten Yahoo und MSN/Microsoft mehr und mehr die Arbeit ausgeht. Dazu kommt, daß Google inzwischen weit mehr ist als bloß eine Suchmaschine. Kaum wahrgenommen von der breiten Öffentlichkeit hat die einstige Garagenfirma aus dem Silicon Valley eine breite Palette an Zusatzdiensten etabliert. Häufig laufen sie in der sogenannten Beta-Phase, sind also noch nicht offiziell freigegeben. Das Unternehmen kann so feststellen, was wie häufig nachgefragt wird. Unattraktive Projekte verschwinden so schnell wieder, wie sie gestartet wurden. Eigene Office-Angebote Auf der amerikanischen Google-Seite finden sich zur Zeit neben der eigentlichen Internet-Suche 35 weitere Produkte. Die Palette umfaßt so unterschiedliche Angebote wie die Suche in Büchern, Finanzinfos, Satellitenkarten, Fotobearbeitung, einen SMS-Dienst und ein E-Mail-Programm. Google sei ein großes Medienunternehmen geworden, sagt der Leiter des Suchmaschinenlabors an der Universität Hannover, Wolfgang Sander-Beuermann, und zieht das Resümee: „Google ist dabei, sich zu einem Online-Monopol schlechthin zu entwickeln.“ Von solchen Prognosen will man am Firmensitz, dem sogenannten „Googleplex“ im kalifornischen Mountain View, nichts wissen. Das Unternehmen mit seiner Lieblingsdevise „Don't be evil“ (tue nichts Böses) relativiert gerne die Befürchtungen der Kritiker und wiegelt ab. Beispiel Office-Anwendungen: Die Programme Word und Excel gehören neben dem Betriebssystem Windows zu den wichtigsten Gewinnbringern des Microsoft-Konzerns. Nun hat Google vor drei Wochen seine Tabellenkalkulation „Google Spreadsheets“ zum halböffentlichen Betatest freigegeben. Schon vor Monaten kaufte die Truppe um die Gründer Larry Page und Sergey Brin die Online-Textverarbeitung „Writely“. „Theoretisch lassen sich die wesentlichen Office-Arbeiten mit kostenlosen Google-Diensten erledigen“, folgerte der IT-Infodienst „Heise online“ messerscharf. Totalitäre Informationsdiktatur Google Die neue Zentrale des Internets Von Thiemo Heeg Die Welt als Screenshot: Goolge-Earth 25. Juni 2006 Wir schreiben das Jahr 2038. Google-Mitgründer Larry Page gibt eines seiner seltenen Interviews. Er geht auf die Pensionsgrenze zu, trägt einen Vollbart und lächelt milde. Google ist weit gekommen mit seinem Ziel, alle Informationen dieser Welt zu sammeln. Das Internet ist abgegrast, sämtliche Bücher sind gescannt. Trotzdem ist der Suchmaschinenbetreiber nicht zufrieden. Deshalb sind jetzt Roboter unterwegs, um auf der Straße und in Büros Infobrocken aufzunehmen, vom persönlichen Gespräch bis zur schnell hingekritzelten Telefonnotiz. Auch als Unternehmen hat es Google weit gebracht. 2030 wurde Microsoft übernommen. Zu dieser Zeit nur mehr ein „relativ kleiner Mitspieler“, wie Page zufrieden ausführt. Das Gespräch aus der Zukunft, erdacht vom Google- und Blog-Spezialisten Philipp Lenssen, zeigt: Der heute gerade sieben Jahre alten Firma scheint man alles zuzutrauen - selbst die Übernahme eines Software-Giganten, der mit seinem Umsatz von 40 Milliarden Dollar derzeit noch sechseinhalbmal größer ist als Google (6,2 Milliarden Dollar). Weit mehr als eine Suchmaschine Ist ein solches Szenario tatsächlich nur Science-fiction? „Wer hat Angst vor Google?“ fragte vor einiger Zeit das Fachmagazin „Wired“ mit Bezug auf die IT-Branche und lieferte die Antwort gleich mit: „jeder“. Die Sorgen der Konkurrenz sind berechtigt. Die Wachstumsraten des Unternehmens im Kernbereich Internet-Suche beeindrucken noch immer. In Deutschland verfügt Google nach den neuesten Zahlen vom vergangenen Donnerstag mit einem Marktanteil von 84,7 Prozent praktisch über das Such-Monopol. Und in Amerika klettern die Google-Nutzerquoten ständig (Mai: 44,1 Prozent), während den Konkurrenten Yahoo und MSN/Microsoft mehr und mehr die Arbeit ausgeht. Dazu kommt, daß Google inzwischen weit mehr ist als bloß eine Suchmaschine. Kaum wahrgenommen von der breiten Öffentlichkeit hat die einstige Garagenfirma aus dem Silicon Valley eine breite Palette an Zusatzdiensten etabliert. Häufig laufen sie in der sogenannten Beta-Phase, sind also noch nicht offiziell freigegeben. Das Unternehmen kann so feststellen, was wie häufig nachgefragt wird. Unattraktive Projekte verschwinden so schnell wieder, wie sie gestartet wurden. Eigene Office-Angebote Auf der amerikanischen Google-Seite finden sich zur Zeit neben der eigentlichen Internet-Suche 35 weitere Produkte. Die Palette umfaßt so unterschiedliche Angebote wie die Suche in Büchern, Finanzinfos, Satellitenkarten, Fotobearbeitung, einen SMS-Dienst und ein E-Mail-Programm. Google sei ein großes Medienunternehmen geworden, sagt der Leiter des Suchmaschinenlabors an der Universität Hannover, Wolfgang Sander-Beuermann, und zieht das Resümee: „Google ist dabei, sich zu einem Online-Monopol schlechthin zu entwickeln.“ Von solchen Prognosen will man am Firmensitz, dem sogenannten „Googleplex“ im kalifornischen Mountain View, nichts wissen. Das Unternehmen mit seiner Lieblingsdevise „Don't be evil“ (tue nichts Böses) relativiert gerne die Befürchtungen der Kritiker und wiegelt ab. Beispiel Office-Anwendungen: Die Programme Word und Excel gehören neben dem Betriebssystem Windows zu den wichtigsten Gewinnbringern des Microsoft-Konzerns. Nun hat Google vor drei Wochen seine Tabellenkalkulation „Google Spreadsheets“ zum halböffentlichen Betatest freigegeben. Schon vor Monaten kaufte die Truppe um die Gründer Larry Page und Sergey Brin die Online-Textverarbeitung „Writely“. „Theoretisch lassen sich die wesentlichen Office-Arbeiten mit kostenlosen Google-Diensten erledigen“, folgerte der IT-Infodienst „Heise online“ messerscharf. Totalitäre Informationsdiktatur Was der Rest der Welt als Attacke auf Bill Gates versteht, interpretieren Google-Topmanager so: Mit „Writely“ wolle man keineswegs den Textverarbeitungsmarkt besetzen; und zwischen „Excel“ und „Spreadsheets“ gebe es eine friedliche Koexistenz. Allen Beschwichtigungen zum Trotz ist die übrige Computerbranche alarmiert - und Experten sehen bereits das „Endspiel ums Internet“ angepfiffen. Jetzt müssen sich die Großen, von Microsoft über Ebay, Amazon und Yahoo bis zu Google, positionieren. Schon seit Monaten brodelt nicht nur an der Wall Street die Gerüchteküche: Wer mit wem? Vor allem dem Online-Auktionshaus Ebay und dem Internet-Portal Yahoo werden Fusionsgelüste nachgesagt. Zumal die beiden Unternehmen im Mai eine strategische Partnerschaft ankündigten. Auch Microsoft ist angeblich an Ebay interessiert, Ebay aber offensichtlich nicht an Microsoft. Und was macht Google? Die filmische Zukunftsvision „Epic 2015“ sieht die Suchmaschine zusammen mit Amazon als „Googlezon“ - eine Organisation, die eine totalitäre Informationsdiktatur installiert hat. Auch wenn es so schlimm nicht kommen dürfte: Der Weg Googles zur Großmacht im Internet scheint vorgezeichnet - das Unternehmen geht ihn still und leise. Quelle: FAZ
  7. An den Aktienmärkten konnte man vor einigen Jahren beobachten, wie die Preise für Aktien von Anlegern weit über jedes vernünftige Maß nach oben getrieben wurden. Mittlerweile ist etwas Ähnliches an den Rohstoffmärkten passiert und auch an manchen Immobilienmärkten. Die Banken buhlen mit Researchberichten über Gold oder Öl um die Gunst der Anleger, auch Weizen, Zucker und dergleichen mehr werden als Spekulationsobjekt gepriesen - nur die Tulpen, die vor mehr als 300 Jahren Börsen ins Wanken und die Spekulation in Verruf brachten, sind noch nicht wieder aufgetaucht. Die Triebfeder hinter der Spekulation ist die Gier der Menschen, schnell und ohne Arbeit viel Geld zu machen. André Kostolany hat uns diese Weisheit hinterlassen. Öl, Gold, Silber - all diese Rohstoffe sind in den letzten Jahren deutlich teurer geworden: Der Preis für die US-Ölsorte WTI lag 2004 im Durchschnitt bei 40 US-Dollar, in 2006 schon über 70 Dollar. Der Preis für eine Unze Gold lag 2004 noch bei 400 Dollar, in diesem Jahr ging es schon mal über die 700 Dollar-Grenze. Auch die Preise für Silber und Kupfer haben sich in zwei Jahren ungefähr verdoppelt. Erst in den letzten Wochen waren nach dem mehrjährigen Aufwärtstrend bei vielen Metallpreisen auch wieder mal größere Preisrückgänge zu beobachten - doch das Preisniveau ist immer noch sehr hoch. Preise sind in einer Marktwirtschaft wichtige Signale: Steigende Preise signalisieren Knappheit. Aber gilt das auch für die gewaltigen Preissprünge bei Öl, Gold und Co, die an den Rohstoffbörsen in London und New York ermittelt werden? Oder sind diese Preissignale in manchen Zeiten verzerrt? Professor Claudia Kemfert, Energiefachfrau am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin: Der Ölpreis von 60 Dollar pro Barrel, den wir im Jahr 2005 gesehen haben, ist kein fairer Marktpreis, denn Angebot an Öl ist genügend vorhanden auf dem Weltmarkt, wir haben zwar Nachfragesteigerungen speziell im asiatischen Raum beobachtet, nichts desto trotz ist der Preis viel zu hoch, wir könnten einen Marktpreis von 30 Dollar pro Barrel erwirken, hier spielen Spekulationen eine große Rolle. Ähnlich argumentiert auch Karin Kneissl. Sie hat in ihrem Buch "Der Energiepoker" die Hintergründe des Ölgeschäftes analysiert: Die Tatsache, dass genügend Rohöl auf dem Weltmarkt sei, würde ich unterschreiben. Aber Faktum ist, dass ab dem Moment, ab dem sich Termingeschäfte vom Produktbereich in den Rohölbereich hineinbewegt haben, Öl einfach immer stärker zum Spekulationsobjekt geworden ist, das heißt die Preise steigen auch dann, wenn sich physisch am Markt nichts wesentlich geändert hat. Fragt sich nur, warum Öl und viele andere Rohstoffe in den letzten Jahren zum Spekulationsobjekt geworden sind. Denn Anleger und Spekulanten schließen ja nicht aus Jux und Tollerei riskante Wetten auf Rohstoffpreise ab. Ihr Kalkül lautet: Spekulieren ist experimentieren mit dem Zufall. Michael Heise, Chefvolkswirt des Allianz-Konzerns, sieht eine Ursache der Rohstoffrallye im billigen Geld, mit dem viele Notenbanken die Finanzmärkte in den vergangenen Jahren geflutet haben, bis sie langsam begannen, die überflüssige Geldmenge wieder abzuschöpfen: Die amerikanische Zinspolitik hat ja auch auf andere Notenbanken gewirkt, und eben in Asien dazu beigetragen, dass die Notenbanken genau so expansiv gefahren sind, auch die europäische Zentralbank ist viele Jahre expansiv gewesen jetzt, im Endeffekt sind sehr große Finanzmittel in die Märkte hineingeschwemmt worden, die ihre Anlage gesucht haben in verschiedenen Marktsegmenten, überall stellen wir diese kräftigen Preissteigerungen fest, die eben mit dieser hohen Liquidität zusammen hängen. So meldete die Süddeutsche Zeitung noch am 13.Mai 2006: Allein die Vereinigten Staaten, Herausgeber der Weltreservewährung Nummer Eins, haben seit den Terroranschlägen im September 2001 die Dollar-Geldmenge um knapp 40 Prozent auf gute 10 Billionen Dollar erhöht - eine Steigerungsrate, die etwa doppelt so hoch ist wie das ausgewiesen Wirtschaftswachstum in dieser Zeit. Geld ist weltweit immer noch überreichlich vorhanden, das bestätigt auch Jochen Hitzfeld. Er verfasst für die HVB Gruppe in München seit eineinhalb Jahren regelmäßig einen Rohstoffreport namens "Commodity Outlook": Die Liquidität international ist sehr hoch einzuschätzen. Wir haben 7, 8 Jahre hinter uns, in denen die Liquidität sehr viel stärker gewachsen ist als das Bruttoinlandsprodukt. Die internationalen Zentralbanken haben den Markt mit sehr viel Liquidität versorgt. . Sie müssen hier an die Krisensituationen denken, 1987 der Börsenkrach, 1990 der Irak-Kuwait-Krieg, 1994 der Bond-Market-Crash und zuletzt das Platzen der Aktienblase. In all diesen Fällen hat die Zentralbank die Liquidität erhöht und die Zinsen gesenkt. Und diese Überliquidität schwappt eben nun je nach Möglichkeit in die verschiedenen Asset-Märkte. Auf der Suche nach lukrativen Geldanlagen - neudeutsch "Assets" - entdeckten die Manager der großen Geldtöpfe auch den Rohstoff Öl als potentielle Goldader. Denn mit dem globalen Wirtschaftsaufschwung schrumpften die Möglichkeiten, bei Versorgungsengpässen rasch zusätzliches Rohöl in den Markt zu pumpen - und enge Märkte bieten Anlegern große Gewinnchancen. Hitzfeld: Die Nachfrage der Schwellenländer, und hier ist insbesondere China und Indien zu nennen, steigt seit Jahren mit sehr großen Zuwachsraten. Wir hatten 2004 eine Zuwachsrate, die war so stark wie 1976 nicht mehr, also seit fast 30 Jahren, und hier waren die Kapazitäten nicht darauf eingestellt, das heißt die freien Kapazitäten sind sehr stark gesunken, und das macht den Preis anfällig für Förderausfälle. ...mehr Quelle: Deutschlandradio.de
  8. IP Deutschland legt Begleitstudie zur ersten mobilen Konvergenzkampagne vor Köln (ots) - Köln, 22. Juni 2006. Die erste deutsche WAP-Konvergenzkampagne stärkt das innovative Image von Cortal Consors - zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Begleitstudie der IP Deutschland. Im Herbst 2005 wagte die Nürnberger Online-Anlagebank Cortal Consors einen mutigen und innovativen Schritt - die Belegung der ersten mobilen Konvergenzkampagne bei RTL und im RTL Netzwerk. Die Anlagebank konnte beweisen, dass mit Handys auch auf andere Art Geld zu verdienen ist: Auf das neue Festgeldkonto mit drei Prozent Verzinsung wurde im Fernsehen mit dem Hinweis auf ein Gewinnspiel aufmerksam gemacht. Bewerben konnten sich Interessenten über die WAP-Funktion des Handys. Ein damit angeforderter Link verschaffte den Interessenten Zugriff auf das Cortal Consors WAP-Portal. User konnten dort weitere Informationen abrufen als auch ein Konto eröffnen oder einfach am Gewinnspiel teilnehmen. Alternativ war dies auch via Internet möglich. Die Idee zu dieser ersten mobilen Konvergenzkampagne stammt von der Multimedia-Agentur Plan.Net, die auch gemeinsam mit der IP Deutschland für die Entwicklung des "TV-SMS-Spots" verantwortlich war. Die Ergebnisse der Kampagnenbegleitstudie zeigen, dass 43 Prozent der befragten Zuschauer mit der Werbung erreicht wurden. Zwei von drei Befragten konnten sich an das Gewinnspiel erinnern, ein Drittel der Befragten mit Spot-Kontakt fanden das Kontoangebot interessant oder sehr interessant. An Produktinformationen zum Tagesgeldkonto bekundeten 24 Prozent Interesse. Auf dem WAP-Portal angelangt, informierten sich die Nutzer zunächst allgemein, bekundeten aber auch Interesse an einer Kontoeröffnung. Nur ein geringer Teil hat das Portal ausdrücklich nicht wegen des Kontoangebots besucht. Darüber hinaus profitierte Cortal Consors von dieser Kampagne nicht nur in Form von Neukunden, sondern konnte auch bei allen abgefragten Image-Dimensionen stark hinzugewinnen. Dies demonstriert die hohe Glaubwürdigkeit der Aktion, die nicht als technische Spielerei, sondern als virtuoser Einsatz moderner Kommunikationsmittel verstanden wurde. Kai Wulff, Director Marketing bei Cortal Consors: "Wir waren sehr überrascht von der regen Nutzung der mobilen Responsemöglichkeiten. Wir werden diese Kanäle weiter ausbauen." Detailliertere Informationen zur Begleitforschung sowie zur IP Deutschland unter www.ip-deutschland.de. Quelle: presseportal
  9. Es steht schon fest, wer bei der Fußball-WM gewinnt: Der Wettanbieter. Mit diesen Zertifikaten können Anleger am Erfolg teilhaben Die Experten der Börse am Sonntag empfehlen das open-end-Zertifikat (WKN DB1BKX) der Deutschen Bank auf den von der Stuttgarter Börse und dem Zertifikate-Journal entwickelten S-Box Sportwetten Index zum Kauf. Die Unternehmen, die in diesem Performance-Index notieren, müssen in einem von 24 Ländern am geregelten Markt zugelassen sein, in denen der Sportwettenmarkt einen wichtigen Stellenwert innehat. Zudem spielen die Marktkapitalisierung und die Liquidität eine Rolle. Anfänglich sind Fluxx, bet-on-sports, Greek Organization of Football Prognostics, betandwin, Paddy Power, Unibet Group, EM.TV, William Hill und sportingbet vertreten. Das Zertifikat bildet die Indexentwicklung 1:1 ab. Bisher weniger erfolgreich ist das open-end-Zertifikat (WKN RCB1GS) der Raiffeisen Centrobank auf den „Lucky Basket“-Aktienkorb, in dem sich acht Werte finden. Sportingbet ist in diesem Korb derzeit mit knapp 15 Prozent am höchsten gewichtet, Fluxx mit fast 8,4 Prozent am niedrigsten. Quelle: Der Aktionär
  10. Deutsche Börse macht im Kampf um Euronext Zugeständnisse Frankfurt (Reuters) - Die Deutsche Börse ringt weiter um die Übernahme der Mehrländerbörse Euronext und ist bei den Rahmenbedingungen zu Zugeständnissen bereit. Der Aufsichtsrat sprach sich aber zugleich gegen eine Erhöhung der Barkomponente ihres Angebots aus. Die Deutsche Börse bot dem Euronext-Management an, dass die Mehrländerbörse in einem fusionierten Unternehmen den Aufsichtsratschef stellen könnte. Zudem sollten die Zentralfunktionen auf Amsterdam, Frankfurt und Paris verteilt werden. Zuvor hatte die Deutsche Börse auf Frankfurt als Hauptsitz beharrt. Die Deutsche Börse will zudem ihr Handelssystem Xetra opfern. Das zusammengeschlossene Unternehmen solle das Aktienhandelssystem der Euronext (NSC) übernehmen. Beim Terminhandel bliebe das Eurex-Handelssystem bestehen. Das Management von Euronext hatte Anfang Juni ein Angebot der New Yorker Börse (Nyse) angenommen. "Die finanziellen Konditionen der Transaktion bleiben unverändert", teilte die Börse im Anschluss an die mehrstündige Sitzung des Aufsichtsrats in Frankfurt mit. Da das Barangebot der Börse für die Euronext mit 870 Millionen Euro unter den von der Nyse gebotenen 2,4 Milliarden Euro in Bar liegt, war zuletzt an den Finanzmärkten über eine Anhebung der Barkomponente spekuliert worden. Die Deutsche Börse hatte den Posten des Aufsichtsratschefs von Beginn an für sich beansprucht. Nunmehr soll die Deutsche Börse nur noch den Vorstandschef stellen. Dieser und der Finanzvorstand sollten im neuen Unternehmen ihr Hauptbüro in Frankfurt haben. Hauptort für die Vorstandssitzungen bliebe demnach Frankfurt. "HARMONISIERUNG DER HANDELSSYSTEM BRÄCHTE SYNERGIEN" Die Deutsche Börse sei zudem bereit, weitreichende Zugeständnisse beim Aktienclearing zu machen, um kartellrechtlichen Bedenken entgegenzuwirken, teilte der Börsenbetreiber weiter mit. Mit der Aufgabe von Xetra geht die Deutsche Börse weiter als zuvor. "Die Integration und Harmonisierung der Handelsplattformen der Deutschen Börse und Euronext würde zu beträchtlichen Effizienzgewinnen und verringerten Gebühren für die Kunden führen", erklärt die Deutsche Börse. Zahlreiche Börsen aller Welt nutzen das in Frankfurt entwickelte elektronische Handelssystem Xetra, das in Deutschland die Präsenzbörsen in den vergangenen Jahren nahezu zur Bedeutungslosigkeit degradiert hat. Euronext ist die größte Terminbörse der Welt und wird von den Frankfurter gemeinsam mit der Schweizer Börse betrieben. Die Deutsche Börse bekräftigte, dass sie Vorsteuersynergien von dem Zusammenschluss von brutto rund 300 Millionen Euro jährlich erwartet. Davon sollen 60 Millionen Euro an die Kunden weitergegeben werden. Zudem hält die Börse an ihrem Vorschlag einer Holdingstruktur mit Sitz in den Niederlanden fest. Die Aktien der Deutschen Börse schlossen am Montag den Xetra-Handel mit 100,92 (plus 0,11) Euro nahezu unverändert. Nyse-Chef John Thain sagte, aus Sicht der New Yorker gebe es keine Notwendigkeit für ein neues Angebot. Offenbar hätten die Deutschen ihre Offerte kaum verändert. DEUTSCHE BÖRSE BEKOMMT UNTERSTÜTZUNG AUS DER POLITIK Die Deutsche Börse hatte zuletzt Unterstützung von führenden Vertretern aus Politik und Wirtschaft bekommen. So hatten sich Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) und der französische Staatspräsident Jacques Chirac sowie EZB-Chef Jean-Claude Trichet für eine europäische Lösung ausgesprochen. Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hatte am Montag die Deutsche Börse vor zu weitgehenden Zugeständnissen gewarnt. Die Deutsche Börse sei der erfolgreichste Marktplatzbetreiber Europas und sowohl der Londoner Börse (LSE) als auch der Euronext überlegen. Folglich müsse dieses Verhältnis auch bei einer Zusammenführung von Börse und Euronext deutlich werden. Die Deutsche Börse hatte im vorigen Jahr vergebens versucht, die LSE zu übernehmen. Inzwischen hält die US-Technologiebörse Nasdaq einen Anteil von 25 Prozent an der LSE. Quelle: Reuters
  11. 93 Neuemissionen im ersten Halbjahr erwartet Seoul/Tokio - Trotz der Kursverluste in den vergangenen zwei Monaten bricht die Flut neuer Aktien in Japan nicht ab. Allein in dieser Woche machen elf Neuemissionen ihre Aufwartung. Die meisten Neulinge - gut 70 Prozent - sind Start-Ups, darunter die Kosmetikfirma Beauty Kadan, die diesen Montag am "Mother Market" der Tokio Stock Exchange (TSE) erstmals gehandelt wurde, oder die kleine Technologiegesellschaft NIC Autec, die am Freitag auf den Kurszettel der Jasdaq in Osaka genommen wird. Und ein Immobilienfonds für Investments in privat genutzte Apartmentwohnungen geht an den Hauptmarkt der TSE. Die jüngsten Bilanz- und Insiderskandale um die einst so erfolgreichen Emporkömmlinge Livedoor oder den Murakami Fund haben manchen Börsenaspiranten vielleicht gebremst, aber nicht gestoppt. Im ersten Halbjahr 2006 wird der japanische Aktienmarkt voraussichtlich auf 93 Neuemissionen kommen, meldete am Montag die Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai Shimbun". Das wäre ein neuer Rekord. Seit 1995 haben sich nicht mehr so viele Gesellschaften in den ersten sechs Monaten an Nippons Börsen gewagt. Durchschnittlich wird jede Gesellschaft im ersten Halbjahr 2006 rund 3,5 Mrd. Yen (24 Mio. Euro) über die Börse aufnehmen. Dieser Wert ist rund 20 Prozent kleiner als im Vorjahr, als die Tokioter Börse das beste Jahr seit langem hinlegte, der Nikkei rund 40 Prozent zulegen konnte. Kleine Unternehmen kommen mit kleinerem Emissionsvolumen in den Markt. Sie wollten nicht nur eine neue Finanzierungsquelle erschließen, sondern den Börsengang auch als Marketing-Instrument einsetzen, heißt es unter Tokioter Brokerhäusern. Die bislang größte Neuemission dieses Jahres war die Alpen Co., ein Einzelhändler für Sportwaren, der für rund 50 Mrd. Yen neue Aktien an die Börse brachte. Die Jasdaq zog bislang die meisten jungen Wachstumswerte an, gefolgt vom "Hercules Market" der Börse Osaka und "Mothers" in Tokio. Im weiteren Verlauf des Jahres werde wahrscheinlich doch die Volatilität des Aktienmarktes über einen neuen Rekord entscheiden, meinen Börsianer in Tokio. Die Konsortialführer jedenfalls sind bester Hoffnung, daß der Rekord des Jahres 2000 gebrochen werden kann: damals gingen 203 Aktiengesellschaften an die japanischen Börsen. bew Quelle: welt.de
  12. Die Europäische Kommission hat die Annahme der Richtlinie über die Eigenkapitalanforderungen für Kreditinstitute und Wertpapierfirmen durch den Rat und das Europäische Parlament begrüßt. Mit dieser Richtlinie wird ein aktualisierter Aufsichtsrahmen für diese Institute in der EU eingeführt, der den Basel II-Vorschriften über Eigenkapitalanforderungen Rechnung trägt. Der für Binnenmarkt und Dienstleistungen zuständige EU-Kommissar Charlie McCreevy sagte: “ Die Umsetzung dieser Richtlinie wird sowohl der EU-Wirtschaft als auch der Finanzstabilität zu Gute kommen und Vorteile für die Unternehmen und die Verbraucher bringen. Der nächste wichtige Schritt wird sein, diese Rechtsvorschriften nun kohärent in der gesamten Europäischen Union umzusetzen." Die Richtlinie, die Bestandteil des Aktionsplans für Finanzdienstleistungen war, aktualisiert den derzeitigen Eigenkapitalrahmen, um ihn umfassender und risikosensitiver zu gestalten. Ein wesentlicher Aspekt dieses neuen Rahmens ist seine Flexibilität. So erhalten die Institute Gelegenheit, den für ihren spezifischen Fall und den Grad der Ausreifung ihres Risikomanagements am Besten geeigneten Ansatz zu wählen. Mit der neuen Regelung wird auch sichergestellt, dass die Eigenkapitalanforderungen für die Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) angemessen und verhältnismäßig sind, womit dem Stellenwert der KMU für die EU-Wirtschaft Rechnung getragen wird. Die Mitgliedstaaten haben die Richtlinie ab Anfang 2007 anzuwenden. Die ausgereifteren Risikoansätze werden allerdings erst ab 2008 verfügbar sein. Weitere Informationen finden Sie hier... Weitere Informationen zur EU-Politik auf dem Gebiet der Eigenkapitalanforderungen gibt es hier... Quelle: http://www.eu-kommission.de
  13. Mancher träumt davon, Jim Rogers hat es getan. Von 1999 bis 2001 reiste er mit seinem gelben Mercedes durch 116 Länder und legte dabei 245 000 Kilometer zurück. Seine wichtigste Erkenntnis: "China wird zwar immer noch kommunistisch regiert, das Land hat aber die besten Kapitalisten der Welt. Das 21. Jahrhundert wird daher den Chinesen gehören." Rogers ist bearish für Aktien und Anleihen, aber bullish für Rohstoffe Gleichwohl rechnet der ehemalige Mitarbeiter von George Soros in China mit Rückschlägen. So erwartet er bald einen Preiseinbruch auf dem Immobilienmarkt. "Aber immer wenn es in China Probleme gibt, sollte man kaufen", betont er. Beim Thema Kapitalanlage denkt Rogers generell in langen Zeiträumen. Bei Anleihen erwartet er einen langfristigen Bärenmarkt. Auch für Aktien ist er skeptisch. "Wenn man ein guter Trader ist, wird man in den nächsten Jahren Geld verdienen. Aber die meisten Anleger brauchen dafür einen Bullenmarkt." Schlechte Zeiten für Aktien seien aber immer gute Zeiten für Rohstoffe gewesen, so Rogers. Daher ruft er schon seit 1998 einen Bullenmarkt für Rohstoffe aus. "Bei jedem Rückschlag sollten Anleger zukaufen" Zweifel daran hat er nicht, trotz der Kurseinbußen seit Mai. Während des Rohstoff-Bärenmarkts sei zuwenig investiert worden, und dieser Rückstau lasse sich erst über viele Jahre aufholen. "Und wenn das Rohstoff-Angebot fällt und die Nachfrage steigt, nennt man dies einen Bullenmarkt", erklärt Rogers. Sein Rat daher an Anleger: Bei jedem Rückschlag solle man zukaufen. Der kürzeste Rohstoff-Bullenmarkt habe immerhin 15 Jahre gedauert, der längste 23 Jahre. Vor allem aus China kommt die Nachfrage. "Die Chinesen wollen all das haben, was wir auch haben. Das unterstützt die Rohstoff-Preise", so Rogers. Sogar das Ende der Welt sei gut für Rohstoffe, fügt Rogers im Spaß an: "Dann wird Gold und Getreide gefragt sein." Ein zu einfacher Rat Rohstoff-Fonds 1. Activest Commodities 2. Commodity Alpha OP 3. CS DJ-AIG Commodity 4. DB Platinum Commodity 5. DWS Invest Comm. Plus 6. EasyETF - GSNE ® A 7. EASYETF GSCI EUR 8. Fortis Commodities 9. JB Commodity Fund (EUR) 10. Market Access Jim Rogers International Commodity Index Fund 11. UBS Rogers International Commodity Index Fund Quelle:fundresearch.de
  14. (DER FONDS) Geschlossene US-Immobilienfonds haben in den vergangenen 30 Jahren ihren Anlegern Gewinne von durchschnittlich rund 10 Prozent im Jahr gebracht. Das geht aus einer aktuellen Studie des Hamburger Analysehauses Fondsmedia hervor, das die Ergebnisse von 128 US-Immobilienfonds ausgewertet hat. Dabei wurden Steuern sowie Währungsschwankungen außer Acht gelassen. Von den analysierten Fonds haben 74 Produkte (57,8 Prozent) einen Gewinn von mindestens 8 Prozent im Jahr erzielt. Dagegen hat nur etwa jeder fünfte Fonds (18 Prozent) weniger als 4 Prozent im Jahr erwirtschaftet. Bei einer Analyse der einzelnen Emissionsjahre, ist jedoch kein direkter Zusammenhang zwischen den Fondsergebnissen und der wirtschaftlichen Entwicklung in den USA zu erkennen. Zu den stärksten Jahrgängen gehören die Jahre 1979 bis 1982, als Neuemissionen im Schnitt zwischen 11,1 Prozent (1981) und 33,3 Prozent (1980) pro Jahr erreicht haben. Die Fonds aus den Jahren 1984, 1986 und 2000 haben dagegen eine Durchschnittsrendite von unter 4 Prozent erzielt. Angesichts der sehr unterschiedlichen Ergebnisse der einzelnen Jahrgänge betont Fondsmedia, dass Immobilienfonds in den USA keine „Selbstgänger“ sind. Eine gute wirtschaftliche Entwicklung in den USA reiche allein also nicht für den Anlageerfolg aus, heißt es vom Analysehaus. Viel entscheidender sei dagegen das Fondsmanagement. INFO: Fondsmedia ist ein unabhängiges Analyse- und Softwarehaus mit Sitz in Hamburg. Die Firma bietet seit 2002 unabhängige Studien zur Performance von geschlossenen Fonds aus den Bereichen Immobilien, Schiffe, Medien, Windkraft und Leasing an. Quelle: fundresearch.de
  15. CHAPTER11 erstellte Thema in Archiv
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  16. London (Reuters) - Die New Yorker Börse Nyse erwägt die Gründung einer neuen Börse in London in Konkurrenz zur traditionsreichen London Stock Exchange. Falls der angestrebte Zusammenschluss der Nyse mit der europäischen Vierländerbörse Euronext nicht das erhoffte internationale Geschäft bringe, gebe es zwei Möglichkeiten, sagte Nyse-Chef John Thain der "Financial Times" (Montagausgabe). Die eine bestehe darin, eine eigene Börse in London ins Leben zu rufen. Allerdings sei auch nicht ausgeschlossen, die LSE zu kaufen. Der Sektor befindet sich derzeit in einer Konsolidierungsphase: Die Nyse hatte erst kürzlich angekündigt, sich mit der Euronext zusammenzuschließen und diese für knapp acht Milliarden Euro zu übernehmen. Allerdings hat auch die Deutsche Börse ihre Übernahmepläne für die Euronext noch nicht ganz aufgegeben. Einige Analysten gehen ohnehin davon aus, dass die Nyse für die LSE bieten könnte, nachdem ihre Rivalin - die US-Technologiebörse Nasdaq - mit ihrer Offerte für den britischen Handelsplatz im März abgeblitzt ist. Inzwischen hält die Nasdaq einen 25-Prozent-Anteil an der LSE Quelle: reuters
  17. Die New York Stock Exchange (NYSE) erwägt trotz ihrer geplanten Fusion mit der aus Paris geführten Euronext eine Expansion nach London. NYSE-Chef John Thain sagte der Financial Times, er plane die Neugründung einer Börse in London. Das gelte für den Fall, dass es Euronext im Verbund mit der NYSE nicht gelinge, ein international attraktiver Börsenplatz zu werden. Als Alternative schloss er auch eine Übernahme der London Stock Exchange (LSE) nicht aus. Durch die Aussagen riskiert Thain einen handfesten Konflikt mit Euronext. Der NYSE-Chef hatte wiederholt erklärt, dass Paris nach dem Zusammenschluss ein großes europäisches Finanzzentrum bleiben werde. Mit dem Eintreten für London gibt er nun Kritikern neue Nahrung. So befürworten mächtige Euronext-Aktionäre einen Zusammenschluss mit der Deutschen Börse. Die LSE zog in den vergangenen Jahren immer mehr Firmen aus Wachstumsregionen wie Russland, Indien oder China an, die vor den scharfen US-Regeln zurückschrecken. Thain sagte, er gehe davon aus, dass NYSE und Euronext zu einem ernsten Rivalen für London werden. Er schränkte jedoch ein: "Falls nicht, gäbe es zwei Optionen, von denen die erste wäre, unsere eigene Aktienbörse in London aufzubauen." Thain räumte ein, dass ein Kauf der LSE eine weitere Möglichkeit sei. "Ich schließe die andere Option ebenfalls nicht aus", sagte er. Eine Hürde wäre für diesen Fall aber, dass der NYSE-Rivale Nasdaq bereits mehr als 25 Prozent an der LSE besitzt. Die LSE bezweifelte auf Anfrage, dass NYSE/Euronext von Paris aus ein scharfer Konkurrent wäre. Es gebe viele Gründe, die Unternehmen beeinflussen, wenn sie eine Börsennotierung anstreben, sagte ein Sprecher. "Die Marktkapitalisierung der Börse gehört nicht dazu." Konflikt mit Aktionären Die Fusion mit Euronext bringt Thain zudem in Konflikt mit seinen Aktionären. Die Alteigentümer der New Yorker Börse können einen Großteil ihrer Aktien, die sie nach der Börsennotierung im März erhalten haben, nicht verkaufen. Ihre Anteile im Wert von 6,2 Mrd. $ unterliegen einer Sperrfrist von drei Jahren. "Es ist ungerecht, dass alle anderen Aktionäre verkaufen dürfen, während wir zum Halten gezwungen werden", klagte Thomas Caldwell, der drei Prozent hält. Er ist ein Kritiker der Fusion mit Euronext. Der Chef der Deutschen Börse, Reto Francioni, gab Euronext erneut Garantien für den Fall einer Fusion. Der Leiter des Aktienmarktes werde in Paris sitzen und Vetorecht bei allen Entscheidungen haben, die seinen Bereich betreffen, sagte er der Zeitung "La Tribune". Falls die Fusion aus wettbewerbsrechtlichen Gründen scheitere, sei die Deutsche Börse außerdem zu einer Entschädigung bereit. Dabei handele es sich um "mehrere Dutzend Millionen Euro". Laut "FAZ" erwägt die Deutsche Börse, auf ihrer Aufsichtsratssitzung am Montag die Barkomponente ihres Angebots an Euronext auf mehr als zehn Prozent auszuweiten. Quelle: Financial Times Deutschland
  18. rankfurt (Reuters) - Die Deutsche Börse will sich im Übernahmepoker um die Euronext einem Zeitungsbericht zufolge mit einem Brief direkt an die Aktionäre der Vierländerbörse wenden. Der am Montag tagende Aufsichtsrat des Frankfurter Marktbetreibers solle dem Schreiben seinen Segen geben, meldete die Tageszeitung "Die Welt" am Sonntag vorab aus ihrer Montagausgabe ohne Nennung von Quellen. Ein Sprecher der Börse wollte den Bericht nicht kommentieren. Es werde sich bei dem Schreiben nicht um ein offizielles Angebot handeln, berichtete die Zeitung weiter. Auch der Preis werde nicht genannt. Alle anderen Vorschläge würden aber im Detail erläutert. NYSE GIBT SICH SIEGESSICHER Die Frankfurter haben in ihrem Bemühen um die Mehrländerbörse in der New York Stock Exchange (Nyse) einen starken Kontrahenten. Der Euronext-Vorstand hat sich bereits für eine Fusion mit den New Yorkern ausgesprochen, so dass den Frankfurtern nur der direkte Weg über die Aktionäre bleibt, deren Entscheidung noch aussteht. Nyse-Chef John Thain gab sich unterdessen siegesgewiss. Er glaube, dass die Deutsche Börse weder unter strategischen Gesichtspunkten noch finanziell mithalten könne, sagte er einem Fernsehsender. Die Deutsche Börse will ihr Angebot trotz der Absage durch das Euronext-Management nicht erhöhen, wie eine mit den Gesprächen vertraute Person gesagt hatte. Wenn überhaupt, werde über eine Verschiebung der Barkomponente zu Ungunsten der Aktienkomponente gesprochen. In ihrem Angebot vom 23. Mai bietet die Deutsche Börse den Euronext-Eignern 8,6 Milliarden Euro, davon rund 870 Millionen Euro in bar. Der New Yorker Börsenbetreiber bietet rund 2,4 Milliarden Euro in bar. Außerdem wirbt er mit dem Hinweis auf höhere Einspar-Effekte für die Bildung der ersten transatlantischen Börse. Die Frankfurter hingegen wollen die Aktionäre mit der Vision eines starken europäischen Finanzplatzes auf ihre Seite ziehen Quelle: Reuters
  19. Aktien, Gold, Rohstoffe: Die Kurse fast aller Anlageklassen haben drastisch nachgegeben. Antworten auf die zehn wichtigsten Fragen zu den Turbulenzen Angst beherrscht die Finanzmärkte Aktien, Gold, Rohstoffe: Die Kurse fast aller Anlageklassen haben drastisch nachgegeben. Antworten auf die zehn wichtigsten Fragen zu den Turbulenzen von Frank Stocker Das dramatische Auf und Ab an den Börsen ging auch vergangene Woche weiter. Der Dax fiel bis auf 5250 Punkte - vor fünf Wochen hatte er noch ein Hoch bei 6140 Punkten markiert. Der Dow Jones ist im gleichen Zeitraum um knapp 1000 Punkte auf 10 700 Zähler gefallen. Auch die Preise für Rohstoffe und Edelmetalle kamen stark unter Druck, sogar der Ölpreis. "Es kam wie ein Erdbeben der Stärke 8 bis 9 über uns", sagt Klaus Kaldemorgen, Geschäftsführer der DWS, der Fondstochter der Deutschen Bank, und bringt damit das Gefühl vieler Investoren auf den Punkt. Zum Ende der Woche wurde ein Teil der Verluste zwar wieder ausgeglichen. Doch viele Anleger sind weiter ratlos. Die "Welt am Sonntag" beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die Ereignisse auf den Finanzmärkten. Nach dem Platzen der Börsenblase im Jahr 2000 läuteten die Notenbanken eine lang anhaltende Phase des billigen Geldes ein. Dadurch konnten beispielsweise Autobauer ihre Fahrzeuge mit dem Angebot einer Null-Prozent-Finanzierung an den Mann bringen. Insgesamt wurde dadurch die Nachfrage und somit die Wirtschaft stimuliert. Anzeige: Gleichzeitig war aber auch mit festverzinslichen Papieren nicht mehr viel zu verdienen. Daher suchten die Investoren weltweit nach renditeträchtigeren Anlageformen. Sie setzten auf Rohstoffe, Schwellenländer, Edelmetalle, Private Equity oder Hedge-Fonds. Gleichzeitig finanzierten sie wegen des niedrigen Zinsniveaus immer größere Investitionen auf Kredit. Über alle Anlageklassen hinweg stiegen die Kurse. Stephen Roach, Chefvolkswirt von Morgan Stanley, spricht daher von einer "Vermögenspreisblase", die sich über mehrere Jahre aufgebaut hat und nun abgebaut werden muß. Haben sich die fundamentalen Daten verändert? Die Wirtschaft in den USA läuft nach wie vor sehr gut, und auch die Wachstumsraten in Deutschland und Europa sind so hoch wie lange nicht. Allerdings ist mit Ben Bernanke seit März ein neuer Mann an der Spitze der US-Notenbank. Er hat in dieser kurzen Zeit für eine veränderte Wahrnehmung gesorgt. Gingen zuvor stets alle Marktteilnehmer davon aus, daß die US-Notenbank im Frühjahr 2006 den Zyklus der Zinserhöhungen beendet, so hat Bernanke nun klargemacht, daß er gar nicht daran denkt. Er fürchtet einen deutlichen Anstieg der Preissteigerungsraten und will Geld daher noch teurer machen. Dies wird vor allem für jene Investoren zum Problem, die Anlagen auf Kredit finanziert haben. Daher verkaufen sie nun ihre Papiere und bringen dadurch die Märkte unter Druck. ...mehr Quelle: Welt am Sonntag
  20. Die Rohstoffpreise befinden sich seit einiger Zeit stark im Aufwind. Zuletzt hat es aber einen merklichen Rückschlag gegeben. So ist der Preis für Aluminium in nur gut einem Monat um mehr als 26 Prozent eingebrochen und der Preis für die Feinunze Gold um mehr als 21 Prozent. Und den Kurs mancher Rohstoff-Aktie hat es prozentual sogar noch härter getroffen. Ist damit das Ende der Rohstoff-Hausse eingeleitet oder handelt es sich nur um eine temporäre Korrektur in Reaktion auf die zuvor starken Preissteigerungen? Die Rohstoff-Fonds von Merrill Lynch schlagen langfristig die Benchmark Wirklich abschließend beurteilen läßt sich das momentan im Grunde genommen nicht. Die anhängenden Grafiken liefern eindrucksvolle Argumente für weiter steigende Rohstoffpreise. Sie sind Präsentationen von Graham Birch und Robin Batchelor. Die beiden Fondsmanager der Investmentbank Merrill Lynch haben damit in der vergangenen Woche in Frankfurt versucht, ihren Kunden zu erklären, warum sie weiter an die Rohstoff-Hausse glauben und sie dazu gewinnen, in die Fonds des Hauses zu investieren. Dabei hilft auch der Verweis auf die langfristige Wertentwicklung der Fonds. So hat es das sechs Milliarden Dollar verwaltende Flaggschiff MLIIF World Mining Fund (Isin: LU0075056555) in den vergangenen fünf Jahren auf ein Plus von 318,8 Prozent gebracht. Mit dieser Wertentwicklung hat er den als Vergleichsmaßstab dienenden MG Base Metal Price Index, der in dieser Zeit auf ein Plus von 212,8 Prozent gekommen ist, deutlich hinter sich gelassen. Überzeugende Argumente für Rohstoff-Optimisten Auch der 5,7 Milliarden Dollar schwere MLIIF World Energy Fund (Isin: LU0122376428) hat seit seiner Auflegung im April 2001 mit einem Wertanstieg von 133,5 Prozent besser als der als Vergleichsmaßstab dienende MSCI World Energy Index (plus 107,8 Prozent) abgeschnitten. Und mit dem im Jahr 2001 aufgelegten MLIIF New Energy Fund (Isin: LU0124384867) wurde seit der Einführung ein Wertzuwachs von 183,5 Prozent eingefahren, was sich ebenfalls vorteilhaft mit dem Plus von 62,4 Prozent vergleicht, auf das der auf Dollarbasis berechnete MSCI-World-Index mit 62,4 Prozent im gleichen Zeitraum gekommen ist. Trotz dieser überzeugenden Wertentwicklung gibt es natürlich keine Garantie dafür, daß die Einschätzung der Merrill-Lynch-Experten, daß sich die Rohstoff-Hausse fortsetzen wird, unbedingte Gültigkeit haben muß. Indes geben die Grafiken Rohstoff-Optimisten doch einige überzeugende Argumente in die Hand. grafische Übersicht Quelle: FAZ
  21. „Deutsche Börse kann bei Kampf um Euronext nicht mithalten“ Die Deutsche Börse hat nach Ansicht des Chefs der New York Stock Exchange (Nyse) beim Übernahmekampf um die Euronext keine guten Karten. HB NEW YORK. Nyse-CEO John Thain sagte am Freitag dem Fernsehsender CNN: „Ich glaube nicht, dass die Deutsche Börse von einem strategischen Gesichtspunkt her mithalten kann, da es keinen Weg gibt, wie die Kombination von Euronext und Deutsche Börse jemals so wettbewerbsfähig oder stark und mächtig sein kann, wie die Kombination von Nyse und Euronext es sein wird.“ Zudem glaube er nicht, dass die Deutsche Börse finanziell mithalten könne. Die Euronext und die Nyse wollen sich zur weltgrößten und ersten transatlantischen Börse zusammenschließen. Auch die Deutsche Börse interessiert sich für die Euronext. Quelle: Handelsblatt
  22. Notenbanken haben viel zu spät Zinssignale gesetzt Kolumne Grundlage für die zukünftige Inflation selbst gelegt von Erwin Grandinger Die Europäische Zentralbank (EZB) geht selbstverschuldet schwierigen Zeiten entgegen. Sie hat viel zu spät die Zinsen angehoben, um die Finanzmärkte zu dämpfen, und dreht nun weiter an der Zinsschraube, während Aktien und andere Vermögensklassen im freien Fall sind. Der deflationäre Trend, der vor über 20 Jahren begann, hat im Juni 2003 gedreht und unerhörten Wohlstand für westliche Verbraucher gebracht. Nicht zuletzt dank des Greenspan-Liquiditätsüberhangs (ab 1987) ging der Dow Jones von 875 Punkten in 1982 auf 11 722 Zähler im Jahr 2000. Verbraucher und Regierungen konnten sich bei fallenden Zinsleistungen immer höher verschulden. Die Zinstalsohle ist überschritten. Von nun an bewegen wir uns über mindestens eine Generation unaufhaltsam, aber wellenförmig wieder auf höhere Verbraucherpreise zu - eine Folge des gewaltigen Liquiditätsüberhangs. Und dies, obwohl die Globalisierung gleichzeitig inhärent deflationär ist (fallende Kosten für Konsumgüter aus Asien und China), während hierzulande Dienstleistungen immer teurer (Sozialnebenkosten und Steuern) und Rohstoff- wie Energiekosten weiter steigen werden. Um die Deflationsgefahren zu bekämpfen, versorgten die führenden Zentralbanken seit langem die Finanzwelt mit exorbitanter Liquidität - und haben damit die Grundlage für eine zukünftige Inflation gelegt. Wenn Notenbanken nun von aufkeimenden "Inflationsgefahren" sprechen, ist das Humbug, denn genau diese Zentralbanken haben die Voraussetzung dafür geschaffen und nicht rechtzeitig gegengesteuert. Ein Blick auf die Geldmengendaten reicht völlig (die Fed hat die Veröffentlichung der M3-Zahlen im März nicht ohne Grund eingestellt). Doch schreckten die Zentralbanker all die Jahre davor zurück, die Partystimmung auf den Finanz- wie Immobilienmärkten zu vermiesen und bewußt eine massive Abkühlung herbeizuführen. Während der standhafte Fed-Chef Paul Volker in den späten siebziger Jahren noch massiv die Zinsen anheben konnte, ist dies in den USA auf absehbare Zeit politisch und ökonomisch selbstmörderisch, da diese heute die größte Schuldnernation weltweit sind . Eine globale, langanhaltende Rezession wäre unausweichlich. Als Deflationsexperte läßt sich Fed-Chef Ben Bernanke darauf nicht ein. Default Banner Zusätzlich wird nun die fallende Geburtenrate bei steigenden Zinsen die deutsche Fiskalpolitik im Maastricht-Korsett dramatisch verschärfen. Zukünftig wird die rückläufige Zahl der Erwerbstätigen auch für stetig steigende Zinszahlungen und die Verschuldung in die Pflicht genommen. Dem Staat stehen zwei Wege offen, sich zu sanieren: höhere Steuern und/oder höhere Inflation. Beide Wege werden beschritten werden. Doch eine simple Erhöhung der Einkommensteuer reicht nicht. "Wohlstandssteuern" werden unausweichlich von der Politik zur Finanzierung herangezogen (Grundsteuer, Erbschaftsteuer, Versicherungsteuer, Umsatzsteuer als verdeckte Konsumsteuer und Energiesteuern), um Zahlungsverpflichtungen bei fallenden Geburtenraten weiterhin nachzukommen. Oder es werden Phantasieabgaben wie die Kfz-Maut eingeführt. All dies treibt weiter die Verbraucherpreise. Die EZB hinkt der Entwicklung hinterher. Sie hat zu spät angefangen, die Zinsen zu erhöhen, wird diese weiter anheben, und am Jahresende werden sie bei mindestens 3,25 Prozent stehen. Da aber im nächsten Mai in Frankreich Wahlen stattfinden, darf man gespannt sein, ob der EZB-Präsident Jean-Claude Trichet demnächst nicht doch eine Pause einlegen wird. Irgendwie läßt es sich immer rechtfertigen. Doch die Verbraucherpreise und Steuern werden weiter steigen. Dem Staat gefällt es, dem Bürger nicht. Er fällt in ein Vorsorgeloch. Erwin Grandinger ist Politischer Analyst und Partner bei EPM Group, Berlin Quelle: Die Welt
  23. Dank einem neuen Geschäftsmodell ist die Stuttgarter Börse zu Europas grösstem Handelsplatz für strukturierte Produkte aufgestiegen ­ nachdem sie scheinbar keine Zukunft mehr hatte. Manche Banken emittieren in Europa jede Woche mehrere neue strukturierte Finanzprodukte. Einst Grossanlegern vorbehalten, wenden sich die Institute heute mit einer immer breiteren Palette solcher Anlageprodukte direkt an das Publikum. Von dieser Entwicklung hat besonders ein Handelsplatz profitiert: Die 1999 entstandene Euwax AG, selber börsennotiert, mit Mehrheitsbeteiligung der Börse Stuttgart, ist heute mit der Kotierung von mehr als 92000 verbrieften Derivaten Europas grösste Plattform. Sie verbuchte 2005 eine Umsatzerhöhung um mehr als 50 Prozent auf 44,1 Milliarden Euro. Und der Boom setzt sich fort: Im ersten Quartal 2006 erreichten die Einnahmen fast 24 Milliarden Euro und lagen damit um ganze 195 Prozent über dem Vorjahreswert. Rechnet man Aktien, Obligationen und weitere Wertschriften dazu, belief sich das gesamte Angebot der Stuttgarter Börse im April 2006 auf mehr als 100000 Einzelprodukte. Dabei war die schwäbische Börse noch Mitte der Neunzigerjahre von der deutschen Presse totgesagt worden, sagt Oliver Hans, Geschäftsführer der öffentlich-rechtlichen Trägergesellschaft Baden-Württembergische Wertpapierbörse. Damals gingen im Monatsdurchschnitt mickrige 40000 Orders ein, der Umsatzanteil am deutschen Aktienhandel ausserhalb des elektronischen Handelssystems der Deutschen Börse in Frankfurt (Xetra) lag unter 3 Prozent und ein Kunden- oder Produktfokus war «kaum vorhanden». Da musste ein neues Konzept her. Schwerpunkt Privatanleger ...mehr Quelle: handelszeitung.ch
  24. Angriff auf den Weltkonzern: "Vik-inger" will Vivendi zerschlagen Paris (dpa) - Großer Bluff oder Coup des Jahrhunderts? Mit geliehenen Milliarden will der in Monaco residierende Norweger Alexander Vik den französischen Weltkonzern Vivendi für 39 Milliarden Euro aufkaufen und zerlegen Sein auf den britischen Kaiman-Inseln beheimateter Investmentfonds Sebastian Holdings hat dafür angeblich 19 Milliarden Euro von der Deutschen Bank und der Bank of America zugesagt bekommen. Natürlich wehrt sich Vivendi mit Leibeskräften. Der Medien- und Telekom-Konzern strotzt nach erfolgreicher Rosskur nur so vor Selbstvertrauen. Bis zum überraschenden Angriff des "Vik-ingers" träumte Vivendi von flotter Expansion auf riesigen neuen Märkten für Musik- und Filmvertrieb über Handy. Schließlich hat Vivendi mit seinen Sparten Musik (Universal Music) und Videospiele (Vivendi Universal Games), Pay-TV (Canal+) und Mobilfunk (SFR/Frankreich und Maroc Telecom) alle Trümpfe selbst in der Hand. Doch dann kam Vik. Der "Raider", der in den 90er Jahren in New York beim Internetboom mit Übernahmen und Wiederverkäufen von "dot.coms" ein Vermögen gemacht hat, äußert Zweifel am Sinn der Strategie. Er will den Konzern mit fast 20 Milliarden Euro Umsatz und einer 20-Prozent-Beteiligung am Hollywood-Konzern NBC Universal zerlegen, um den Wert zu steigern. Quelle: gmx News
  25. Tabellarischer Überblick (dynamischer Link) Quelle: Dt. Börse AG

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