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Die Linke & der Kommunismus

Geschrieben
Nun, dass wir hier in Deutschland nur links-populistische Parolen zu hören bekommen ist ja mehr als bekannt.

 

ich höre diesen Satz jetzt schon zum zweiten Mal von Dir.

 

Magst Du denn mal begründen wollen, was für Parolen das sind und was Deiner Meinung nach besser wäre ?

 

Ich kann mich eigentlich nicht daran erinnern, in den letzten Jahren eine besonders "linke" Gesetzesgebung erfahren zu haben.

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Featured Replies

Geschrieben
Zur "linken Gesetzgebung": kommt drauf an, was man mit linker Gesetzgebung meint.

Mein man mit links die Verteilung von oben nach unten oder meint man mit links die "Entbürokratisierung", also eine Verminderung der Gesetzes/Regelungswut, oder meint man eine generelle Sozialisierung des Staates?

Je nach Sichtweise sieht man in den letzten Jahren eine tendenziell linke Gesetzgebung (Entbürokratisierung (zB wird immer mehr Genehmigungsfrei), die Einkommensschwachen/Studenten werden immer mehr unterstützt...).

 

Also wenn "links" für "Entbürokratisierung" stände, dann wär ich auch links ;)

 

Grundsätzlich:zur Umverteilung sind staatlichliche Strukturen, sprich Bürokratien, zwingend notwendig. Die "Gier" bürokratischen Apparates ist nicht wie bei den fiesen Kapitalisten auf den schnöden Mammon gerichtet sondern auf Einfluss und Macht. Insofern besteht die Tendenz durch immer mehr Gesetze und Regulierungen (die wiederum mehr Kontrolle und damit mehr Bürokratie benötigen) das Einfussspektrum zu erweitern und den eigenen Apparat zu vergrößern.

 

Während Umverteilung Eigentumsrechte der Individuen beschneidet, beschränken statliche Regulierungen indivduelle Freiheitsrechte.

 

Es ist jetzt die Frage in wie weit man diese Rechte bereit ist ist, im Sinne einer (Verteilungs-)"Gerechtigkeit" bzw. dem Schutz anderer Individuen (oder der Umwelt) für eine funktionierende "Gesellschaft"* zu beschneiden.

 

 

*libertäre extrem-Position: There is no such thing as a society (Margaret Thather)

Bearbeitet von jjooey

Geschrieben
Kinderbetreuung für alle leistbar

Kinderbetreuung ist umsonst, und "Pflicht" damit man den Kindern schon früch Sozialistisch Erziehen(Umerziehen) kann.

Die Trennung der Familie ist in den Kommunistischen Ländern eins der wichtigsten aufgaben, das Kollektive wohl geht im Kommunismus immer vor der Familie.

keine Arbeitslosigkeit,

Keine Arbeit, ist die Richtige Bezeichnung.

soweit ich informiert bin auch im Verhältnis zum Einkommen sehr günstige Mieten

Natürlich sind die Mieten günstig, die Menschen haben ja auch kein Geld um teure Mieten zu bezahlen, außerdem wäre es ja Unsozial wenn jemand Mehr Wohnraum hat als andere, deshalb sind die Wohnungen ja auch alle gleich "groß".

 

Außerhalb der Städte zahlt man überhaupt keine Miete, da darf man sich sein Haus (2 Zimmer alles andere ist Kapitalistisch) selber bauen, natürlich gibt es dort kein Fließendwasser, und man muss jeden Morgen zum nächsten Brunnen um Wasser zu holen.

 

Und vergessen wir nicht die tolle Lebensmittel Versorgung, zwar hatten die Lebensmittel Läden niemals Lebensmittel, aber wenn Sie welche hatten musste man nur lächerliche 2 Stunden für etwas Margarine anstehen (Butter ist zu Teuer, und somit nur was für bessere Sozialisten).

 

Ich habe bis zum 24 Lebensjahr in einem der Reicheren Kommunistischen Länder Gelebt, wenn einer den Kommunismus kennt, dann ich.

 

Der Kommunismus kann nicht funktionieren.

Bearbeitet von NewLifeRW

Geschrieben

Etwas historisch grundsätzlicher; vor ein paar Tagen in der NYT:

 

NYT review/summary of Matt Ridley’s latest, “The Rational Optimist”. NYT Review

“At some point,” Dr. Ridley writes, “after millions of years of indulging in reciprocal back-scratching of gradually increasing intensity, one species, and one alone, stumbled upon an entirely different trick. Adam gave Oz an object in exchange for a different object.

 

...“The extraordinary promise of this event was that Adam potentially now had access to objects he did not know how to make or find; and so did Oz,” Dr. Ridley writes. People traded goods, services and, most important, knowledge, creating a collective intelligence: “Ten individuals could know between them ten things, while each understanding one.”

 

...As they specialized and exchanged, humans learned how to domesticate crops and animals and sell food to passing merchants. Traders congregated in the first cities and built ships that spread goods and ideas around the world.

 

...Rulers like to take credit for the advances during their reigns, and scientists like to see their theories as the source of technological progress. But Dr. Ridley argues that they’ve both got it backward: traders’ wealth builds empires, and entrepreneurial tinkerers are more likely to inspire scientists than vice versa. From Stone Age seashells to the steam engine to the personal computer, innovation has mostly been a bottom-up process.

 

“Forget wars, religions, famines and poems for the moment,” Dr. Ridley writes. “This is history’s greatest theme: the metastasis of exchange, specialization and the invention it has called forth, the ‘creation’ of time.”

 

…In ancient Babylon, it took more than 50 hours to pay for [an hour of reading] light from a sesame-oil lamp. In 1800, it took more than six hours of work to pay for it from a tallow candle. Today, thanks to the countless specialists producing electricity and compact fluorescent bulbs, it takes less than a second.

 

“Empires bought stability at the price of creating a parasitic court; monotheistic religions bought social cohesion at the expense of a parasitic priestly class; nationalism bought power at the expense of a parasitic military; socialism bought equality at the price of a parasitic bureaucracy; capitalism bought efficiency at the price of parasitic financiers.”

 

“The modern world is a history of ideas meeting, mixing, mating and mutating,” Dr. Ridley writes. “And the reason that economic growth has accelerated so in the past two centuries is down to the fact that ideas have been mixing more than ever before.”

 

… But with new hubs of innovation emerging elsewhere, and with ideas spreading faster than ever on the Internet, Dr. Ridley expects bottom-up innovators to prevail. His prediction for the rest of the century: “Prosperity spreads, technology progresses, poverty declines, disease retreats, fecundity falls, happiness increases, violence atrophies, freedom grows, knowledge flourishes, the environment improves and wilderness expands.”

 

Insofern: I :hmmmm: Freedom & Capitalism! (....und nehme die "parasitic financiers", bubble & crashes gerne in Kauf :-)

Geschrieben
Ich weiss nicht ob du das Buch Animals Farm von George Orwell kennst, dort wird sehr einfach dargestellt, dass die Idee gut ist, praktisch aber immer eine herrschende Klasse vorhanden sein wird.

 

Ich würde das "sein wird" in "sein muss" ändern.

Ansonsten wird kein zusammen leben der Menschheit gehen.

 

Ist zwar traurig aber wahr.

Geschrieben

@NewLifeRW: Du stellst da viele böse Behauptungen in den Raum. Könntest du dafür auch Quellen angeben? Und nochmal die Bitte: Unterscheide bitte zwischen Kommunismus und dem was die Menschheit/manche Staaten daraus machen.

 

Alles in allem klingen deine Posts für mich beinahe ein bisschen aufhetzend. Ich würde dich bitten etwas darauf zu achten.

Ich kann verstehen das du negative Erfahrungen mit einem Regime gemacht hast, das sich möglicherweise Kommunistisch nennt, aber ist das wirklich ein Grund alle Kommunisten in einen Topf zu werfen und in diesem Ton über sie zu reden?

Geschrieben
Ich habe bis zum 24 Lebensjahr in einem der Reicheren Kommunistischen Länder Gelebt, wenn einer den Kommunismus kennt, dann ich.

 

Du hast -egal in welchem Land- in einer Diktatur, die sich selbst als kommunistisch bezeichnet hat, gelebt, ich habe es schon zuvor geschrieben, es gab noch NIE ein Land, das wirklich nach den Lehren von Marx und Engels funktioniert hat.

 

 

Der Kommunismus kann nicht funktionieren.

 

Habe ich ebenfalls schon geschrieben, inklusive des Verweises auf "Die Farm der Tiere", und genau deswegen schrieb ich auch schon, dass für mich der Kapitalismus das geringere Übel ist, ich es daher vorziehe in dieser Gesellschaftsform zu leben.

Geschrieben
@mythos: Der Kommunismus ist an sich eine brauchbare Idee, nur Menschen sind nicht in der Lage nach seinen Grundsätzen zu leben,

 

Na, dann brauchen wir ja nur andere Menschen ;)

 

Wenns weiter nichts ist.....

 

(aber "Animal Farm" ist der richtige Hinweis; obwohl ich selbst noch einmal nachlesen müßte, ....denn ich kann mich nicht entsinnen, dass dort das zuerst als gute Idee präsentiert wird, für die es nur andere Schweine bräuchte....;)

Geschrieben
Der Kommunismus kann nicht funktionieren.

 

Doch,

in einer sehr kleinen Gruppe auf einer einsamen Insel.

Geschrieben
Na, dann brauchen wir ja nur andere Menschen ;)

 

So gesehen, das kann ja nicht so schwer sein :rofl:

 

(Bei den Fortschritten die die Gentechnik derzeit macht muss man vermutlich bald mit solchen Aussagen aufpassen das sie einen nicht einholen :hmmmm: )

Geschrieben

Ach, eine Frage hätte da noch an die hier aktiven Freunde des bzw. Experten für den noch nicht existierenden wahren Kommunismus:

 

Gibt es eigentlich dort dann auch CFDs, Options, Futures, Forex, Betting, Gaming, Gambling* Für alle und jeden?

 

 

*ich zitiere nur die Begriffe von der Homepage dieses Forums.

Bearbeitet von jjooey

Geschrieben
@NewLifeRW: Du stellst da viele böse Behauptungen in den Raum. Könntest du dafür auch Quellen angeben? Und nochmal die Bitte: Unterscheide bitte zwischen Kommunismus und dem was die Menschheit/manche Staaten daraus machen.

 

Alles in allem klingen deine Posts für mich beinahe ein bisschen aufhetzend. Ich würde dich bitten etwas darauf zu achten.

Ich kann verstehen das du negative Erfahrungen mit einem Regime gemacht hast, das sich möglicherweise Kommunistisch nennt, aber ist das wirklich ein Grund alle Kommunisten in einen Topf zu werfen und in diesem Ton über sie zu reden?

 

Am Anfang gebe ich Dir Recht,

 

zum Ende hin würde ich Persönlich den Einwand bringen das Du oft alle denen den es was besser geht,

egal ob durch Ihre mehr Leistung oder Sparsamkeit oder durch die Ungerechtigkeit der Marktwirtschaft,

pauschal vorwirfst das Sie alle böse Kapitalisten sind die aus Ihrer eigenen Gier die andren absichtlich verhungern lassen.

 

Halte ich jetzt genauso für hetzerrisch.

 

Von daher immer bedenken das jede Medaille 2 Seiten hat,

und schön mal wieder auf das Grundsätzliche runter kommen.

 

Wie sind uns ja wohl so weit einig das es noch kein Perfektes System gibt,

von daher kann man nur über das kleinere übel grübeln und versuchen das zu verbessern.

Geschrieben
zum Ende hin würde ich Persönlich den Einwand bringen das Du oft alle denen den es was besser geht,

egal ob durch Ihre mehr Leistung oder Sparsamkeit oder durch die Ungerechtigkeit der Marktwirtschaft,

pauschal vorwirfst das Sie alle böse Kapitalisten sind die aus Ihrer eigenen Gier die andren absichtlich verhungern lassen.

 

Moment, könntest du mir bitte zeigen wo ich solche Vorwürfe mache? Falls ich wo falsch generalisiert habe, tuts mir leid. Ich hab auch nicht vor (und kann mich auch nicht entsinnen es getan zu haben) aufzuhetzen. Ich versuch nur gewisse Tatsachen aufzuzeigen. Ich sage auch nicht das jemand der spart ein "böser Kapitalist" ist, aber es ist nunmal eine Tatsache das das Horten von Geld andere daran hindert ihre Schulden zurückzahlen. Wenn du das aufzeigen dieser Tatsache so interpretierst als würde ich Menschen die Sparen als "böse Kapitalisten" darstellen, dann entschuldige ich mich für das Missverständniss.

 

@jjooey, das klingt als wolltest du etwas unterschwellig andeuten/unterschieben. Wir legen hier aber Wert darauf das die Dinge direkt be- und ausgesprochen werden. Also wenn du etwas sagen willst, sag es bitte direkt. :hmmmm:

(Wenn es nur bei mir so ankommt, nix für ungut, bin heut vielleicht schon ein bissl zu "sensibel" ;)

Geschrieben
Ach, eine Frage hätte da noch an die hier aktiven Freunde des bzw. Experten für den noch nicht existierenden wahren Kommunismus:

 

Gibt es eigentlich dort dann auch CFDs, Options, Futures, Forex, Betting, Gaming, Gambling* Für alle und jeden?

 

 

*ich zitiere nur die Begriffe von der Homepage dieses Forums.

 

Falls du mich damit meinst, ich wünsche mir keinen Kommunismus, ich bin in diesem System sehr zufrieden, einfach weil es mir ein absurdes Einkommen beschert.

 

Andererseits ist auch nicht garantiert, dass es diese Form des Kapitalistencasinos selbst im Kapitalismus noch unbefristet lange geben wird, und um deine Frage zu beantworten: Wenn es keine Spekulation mehr geben würde wäre das der Tag meines Rentenantritts.

Geschrieben
@NewLifeRW: Du stellst da viele böse Behauptungen in den Raum. Könntest du dafür auch Quellen angeben?

Das sind keine Behauptungen, das war das leben in der Sowjetunion.

 

aber ist das wirklich ein Grund alle Kommunisten in einen Topf zu werfen und in diesem Ton über sie zu reden?

Wenn es jemals etwas Positives über denn Kommunismus gibt, dann werde ich auch in einen Positiven Ton über den Kommunismus reden.

 

 

@goso

Theoretisch funktioniert der Kommunismus ja, aber Praktisch stammt der Gedanke des Kommunismus aus einer Zeit in der die Menschen nichts hatten, keine Autos, Keine TVs, Keine Handys, keine Computer u.s.w damals gab es ja fast nichts zum Teilen, und das Teilen ist leicht gewesen.

 

Allein von den Ressourcen her, ist der Kommunismus heutzutage unmöglich.

 

Nehmen wir einfach mal an die Ganze Welt ist eine friedliche Kommunistische Gemeinschaft, und jeder 18 Jährige möchte ein Auto haben, es gibt gar nicht soviel Ressourcen um jeden 18 Jährigen oder ein Auto zu Bauen, und wer entscheidet dann wer ein Auto bekommt und wer nicht? vermutlich die Parteifunktionäre, und das werden auch diejenigen sein die ein Auto haben werden.

Geschrieben
Ich versuch nur gewisse Tatsachen aufzuzeigen. Ich sage auch nicht das jemand der spart ein "böser Kapitalist" ist, aber es ist nunmal eine Tatsache das das Horten von Geld andere daran hindert ihre Schulden zurückzahlen. Wenn du das aufzeigen dieser Tatsache so interpretierst als würde ich Menschen die Sparen als "böse Kapitalisten" darstellen, dann entschuldige ich mich für das Missverständniss.

 

Ich verstehe Deine Aussage nicht.

Warum bin ich es Schuld wenn ich Spare das jemand anderes Schulden macht?

 

Wenn ich 2 gleich verdienende Arbeitnehmer nehme,

der eine wirtschaftet so das er mit seinem Gehalt zurecht kommt und sogar noch was spart ist es dann Seine Schuld das der Andere der über seinen Verhältnissen lebt Schulden für seinem Konsum macht?

 

Warum sollte der Sparer in diesem Fall mit seinem Ersparten für die Schulden des Anderen aufkommen?

 

Der erste Schritt zum Reichtum kommt meist nicht vom viel verdienen,

sondern davon das ich weniger ausgebe wie ich einnehme.

 

Es gibt sicherlich eine menge arme die viel verdienen,

und einige Reiche die wenig verdienen.

 

Aber lange Rede kurzer Sinn,

es wäre nett wenn Du mir Deine Tatsache mal was genauer darlegen könntest.

Geschrieben
Ich verstehe Deine Aussage nicht.

Warum bin ich es Schuld wenn ich Spare das jemand anderes Schulden macht?

 

Ich sage nicht das du Schuld bist wenn jemand anderes Schulden macht (obwohl das im Prinzip ja auch stimmen würde). Wenn du Geld hortest sorgst du dafür das er sie nicht zurückzahlen kann.

 

Ich versuchs mal kurz zusammenzufassen. (Ihr dürft mich gerne korrigieren wenn ich wo falsch liege, aber das ist mein aktueller Wissenstand):

Wie entsteht Geld? Im aktuellen System entsteht Geld nur in Form von Krediten. Also wenn alle Kredite auf der Welt zurückgezahlt sind, gibt es kein Geld mehr in Umlauf (dank Zinsen ist es sogar so, das immer noch Kredite übrig bleiben).

Umgekeht bedeutet das aber auch das man alles Geld was irgendwo in Sparguthaben liegt bräuchte um die Kredite zurückzuzahlen.

 

Zur Vereinfachung (besseres Verständniss) ein kleines Gedankenspiel. Starten wir mit 0 Geldmenge. Ein Unternehmer nimmt einen Kredit auf um sein Unternehmen zu starten. Er bringt also das gesamte Geld in Umlauf. Um den Kredit zurückzuzahlen muss er jetzt aber das gesamte Geld, das er in Umlauf gebracht hat, auch wieder zurückverdienen. Wenn jetzt aber jemand das Geld von ihm erhalten hat und aufs Sparbuch legt und somit aus der Wirtschaft und dem Kreislauf entzieht, wird der erste Unternehmer nie seinen Kredit zurückzahlen können, da ihm immer das Sparguthaben des anderen fehlen wird. Somit sorgt der Sparer dafür, das der Unternehmer seinen Kredit nicht zurückzahlen kann.

 

In der Realität ist das ganze natürlich verzweigter und der Unternehmer versucht halt Geld zu kriegen das jemand anderes in Umlauf gebracht hat. Aber das ist genauso durch Kredit entstanden und fehlt dann eben einem anderen.

 

Es ist wie das Spiel Reise nach Jerusalem, und jeder der Geld hortet, zieht im Prinzip einen Stuhl weg. Das ganze funktioniert halt nur solange, solange neue Leute dazukommen die neue Stühle(Kredite) mitbringen, nur das es sich nie ausgehen wird (und dank Zinsen werden die Stühle auch noch automatisch weniger).

 

btw.: ich hab nie was gegen erfolgreich gesagt. Weil wenn ich erfolgreich bin, aber das Geld das ich aus dem Kreislauf bekomme nicht horte sondern wieder zurück in den Kreislauf pumpe, sorg ich eher dafür das das Werkl läuft. Aber sobald ich Geld horte sorge ich dafür das nicht genug Geld in Umlauf ist und damit dafür das andere nicht die Möglichkeit haben ihre Kredite zurückzuzahlen.

 

halbwegs verständlich was ich meine?

 

Edit:

der eine wirtschaftet so das er mit seinem Gehalt zurecht kommt und sogar noch was spart ist es dann Seine Schuld das der Andere der über seinen Verhältnissen lebt Schulden für seinem Konsum macht?

Naja, nicht direkt seine Schuld, aber indirekt könnte man es fast so sehen. Weil der erfolgreiche entzieht dem System Liquidität. Dieses Geld muss aber von irgendwo kommen, und wenns nur einen anderen gibt, dann eben von dem. Sprich der andere kann dann wirtschaften wie er will, er wird nie positiv werden. Da ist es dann nur die Frage wer dem System schneller das Geld entzogen und auf die Seite geschafft hat.

Es ist wie am Futuresmarkt (oder auch Aktienmarkt wenn man den Unternehmer bei Börsengang als Shortseller ansieht). Damit einer gewinnt, muss ein anderer verlieren. Es kann nie sein das alle gewinnen. Und es kann in unserem System auch nie sein das alle positive Kontoauszüge haben. Und rein aufgrund dieser Tatsache ist klar, das jeder, der das Gleichgewicht stark in eine Richtung verschiebt, dafür sorgt das es viele geben muss die "gegensteuern" (sprich Schulden haben um den positiven Kontostand des Anderen gesamtsystemtechnisch gesehen auszugleichen)

Geschrieben
Wenn jetzt aber jemand das Geld von ihm erhalten hat und aufs Sparbuch legt und somit aus der Wirtschaft und dem Kreislauf entzieht, wird der erste Unternehmer nie seinen Kredit zurückzahlen können, da ihm immer das Sparguthaben des anderen fehlen wird. Somit sorgt der Sparer dafür, das der Unternehmer seinen Kredit nicht zurückzahlen kann.

 

Theoretisch ja, praktisch liegt das Geld auf der Bank. Die Bank wär ja schön blöde wenn sie damit nicht auch arbeiten würde oder?

 

Aber sobald ich Geld horte sorge ich dafür das nicht genug Geld in Umlauf ist und damit dafür das andere nicht die Möglichkeit haben ihre Kredite zurückzuzahlen.

 

Du nennst da einen schönen Begriff aus BWL: "horten". Es macht überhaupt keinen Sinn Geld zu horten. Zum Beispiel wäre da die Inflation die deine Scheine unterm Kopfkissen zunichte machen. Das ist aber nicht der Hauptgrund. Der Hauptgrund ist das du dein Geld im Prinzip nutzlos machst solange du es nicht irgendwie einsetzt. Zauberwort: Investitionen. Du willst ja aus deinem Geld mehr machen als du schon hast. Dafür gibts ja viele Gründe (warum das so ist das wäre wieder die Systemfrage von oben :hmmmm: ).

Wobei hier aber auch unterschieden werden muss. Zwischen horten und sparen.

 

Du hast auch davon gesprochen das es ja kein Geld mehr geben müsste wenn jeder seine Schulden bezahlt hat. Diesen Spruch habe ich schon oft gehört. Aber worauf beruht der? Steht hinter dem Geld nicht eigentlich das Gold? Also selbst wenn das Geld nicht da wäre doch noch das Gold. Wobei letztendlich auch das Gold nur den Wert hat dem wir ihm geben. Tatsächlig kann man damit ja wenig anfangen.

 

Nunja, so viel zum theoretischen Gedönse. :rofl: In der Theorie sind Theorie und Praxis immer gleich, in der Praxis sind sie das nie.

Ein nettes "Antizins-Video" gibts übrigens hier: Google Video.

 

Viele Grüße,

Rumpel

Geschrieben

Zu den letzten 2 Post habe ich noch ein paar Fragen.

 

Wobei hier aber auch unterschieden werden muss. Zwischen horten und sparen.

 

Wo liegt der Genaue Unterschied?

 

Steht hinter dem Geld nicht eigentlich das Gold?

 

Ist die Goldbindung nicht schon lange aufgehoben?

 

In der Theorie sind Theorie und Praxis immer gleich, in der Praxis sind sie das nie.

 

Ein sehr schöner Satz

 

Also wenn alle Kredite auf der Welt zurückgezahlt sind, gibt es kein Geld mehr in Umlauf

 

Habe ich noch nie gehört.

Können Andere die Aussage bestätigen?

 

Ich kann einen Kredit ja nicht nur mit Geld zurück zahlen,

sondern auch mit Waren oder Dienstleistungen.

 

Leihe ich mir von Person X Geld für eine Schweinefarm so steht hinter dem Kredit die Schweine ich ich in Zukunft züchten werde.

Isst Person X sehr viel Schweinefleisch bekommt er von mir kein Geld sondern einfach das Schwein zu Tilgung des Kredites.

Ich sehe in diesem Beispiel kein Problem das man irgend wann nur noch in Schulden lebt.

 

Das Problem der nicht zurück zahlbaren Schulden kommt wenn ich Schulden für Konsum mache den ich mir nicht leisten kann.

Ein Arbeitnehmer hat ein Einkommen von X,

nimmt er Schulden für Konsum auf weil er glaubt alles neues haben zu müssen bekommt er Probleme.

Er muss mit seinem Einkommen X das Leben von heute begleichen und das Leben von Gestern ohne durch seinen Kredit ein höheres Einkommen zu erhalten im Gegensatz zum Schweinebauer.

 

 

Somit sorgt der Sparer dafür, das der Unternehmer seinen Kredit nicht zurückzahlen kann.

 

Das sehe ich genau andersherum.

Der Sparer ermöglicht erst den Kredit.

 

Allerdings gehe ich auch davon aus das die Kredite eigentlich gedeckt sind,

heist es gibt jemanden der das Geld zur Verfügung stellt.

 

Auch das Geld was der Deutsche Staat unter den Leuten verteilt wird doch mit Bundesschatzbriefen und so von den Sparenden Bürgern geholt oder nicht?

 

Es ist ja nicht so das jedes Öffentliche Amt eine Gelddruckmaschine im Hinterzimmer hat und bei jeder Auszahlung einfach neue Scheine druckt, oder liege ich hier Falsch?

 

Und es kann in unserem System auch nie sein das alle positive Kontoauszüge haben.

 

Dem würde ich widersprechen,

auch wenn ich glaube das es nie vorkommen wird.

 

Damit einer gewinnt, muss ein anderer verlieren. Es kann nie sein das alle gewinnen.

 

Es können nicht Alle reich sein,

aber das ist nicht gleich zu setzen damit das die nicht Reichen automatisch Schulden machen müssen.

 

Ich habe eine Künstler den viele sehen wollen,

wenn Viele Ihm dafür so viel von Ihrer Ernte abgebe wie Sie über habe wird er Reich ohne das die Anderen hungern oder Schulden machen.

 

Auch hier kommt erst ein Problem wenn auch Leute Ihm was von Ihrer ernte abgeben die Sie gar nicht haben und sich wo anders leihen.

 

Aber sobald ich Geld horte sorge ich dafür das nicht genug Geld in Umlauf ist und damit dafür das andere nicht die Möglichkeit haben ihre Kredite zurückzuzahlen

 

Meiner Meinung nach ist das gehortete Geld der Kredit und damit im Umlauf

 

halbwegs verständlich was ich meine?

 

Meiner Meinung nach nein.

 

Ich verstehe nicht warum das Sparen jemand anderes dazu zwingt einen Kredit auf zu nehmen.

Geschrieben
Ist die Goldbindung nicht schon lange aufgehoben?

Für alle Mitleser zur Info:

Ja ist sie, es gibt die gebundene Währung (gebunden an Gold, oder Muscheln, oder ...) und die freie Währung.

Die gebundene Währung unterliegt keiner Inflations/Deflationsgefahr, im Gegensatzu zur freien Währung. Dafür kann man mit der gebundenen Währung nicht wirklich wachsen, da das Geld auf natürliche Weise schon begrenzt wird.

 

 

 

 

 

An alle: bitte die Diskussion nicht ausarten lassen. Bis jetzt geht es noch, sollte sich jemand aber auf den Schlips getreten fühlen etc. dann schließen wir den Thread. Für solche hochbrisanten politischen Themen gibt es spezielle Boards. Aber hier habe ich manchmal den Eindruck, dass unnötige eskalierende Streitigkeiten entstehen bei politisch extremen Gegenmeinungen.

Falls es jemanden unangenehm wird, einfach den "Beitrag melden" - Button drücken (gerne auch hier meinen Beitrag, ich nehme es dann nicht persönlich ^^).

Geschrieben
Theoretisch ja, praktisch liegt das Geld auf der Bank. Die Bank wär ja schön blöde wenn sie damit nicht auch arbeiten würde oder?

 

Das versteh ich jetzt nicht ganz. Ja mit sparen/horten meine ich das Geld auf der Bank liegen lassen. Möglicherweise liegt hier ein Irrtum vor auf den ich weiter unten eingehe.

 

 

Ist die Goldbindung nicht schon lange aufgehoben?

Ja, Amerika hat sie aufgehoben nachdem sie gemerkt haben das nicht mal annähernd genug Gold zur Verfügung steht. Interessantes Detail: Eigentlich mussten alle Länder (AFAIK) ihre Währung durch Goldreserven absichern. Später wurde das aufgeweicht da der Dollar ja (damals noch) 1:1 in Gold tauschbar war und man musste nurmehr mit Gold oder Dollarreserven absichern. Naja, jetzt ist die Goldbindung weg und damit im Prinzip die weltweite Währungssicherung genauso dahin. Das einzige was Geld noch einen Wert verleiht ist die Tatsache das alle dran glauben (und es gesetzliches Zahlungsmittel ist), aber das wars dann auch schon, kein Gold, kein gar nichts dahinter.

 

 

Können Andere die Aussage bestätigen?

Ok andere Frage: woher kommt Geld? Wie wird im aktuellen System Geld erzeugt? Genau: durch Kredite. Wenn du mir eine andere Variante zeigen kannst wie man aktuell Geld erzeugen kann (auf legale Weise), freu ich mich ;)

Somit gibt es auch nicht mehr Geld in Umlauf, als es Kredite gibt (zusätzlich wächst die Kreditsumme durch die Zinsen an, die Geldsumme aber nicht).

 

Ich kann einen Kredit ja nicht nur mit Geld zurück zahlen,

sondern auch mit Waren oder Dienstleistungen.

Doch, du kannst es nur indirekt machen. Wenn du bei der Bank einen Kredit nicht zurückzahlen kannst, pfändet sie dein Haus und versteigert es um mit dem Erlös den Kredit zu tilgen. Also wieder Geld.

 

Auch das Geld was der Deutsche Staat unter den Leuten verteilt wird doch mit Bundesschatzbriefen und so von den Sparenden Bürgern geholt oder nicht?

nicht nur, großteil läuft es über Kredite von den Großbanken.

 

kleiner Exkurs, falls es noch nicht alle wissen:

Die Grundannahme das eine Bank nur soviel verleihen darf wie sie Spareinlagen hat, ist (AFAIK) falsch. Es wird auch nicht das Geld der Sparer verborgt. Wenn die Bank Spareinlagen von 1000 Euro hat, und jemand kommt zur Bank und nimmt einen Kredit über 1000 Euro auf, dann sind immer noch Sparguthaben von 1000 Euro auf der Bank, die 1000 Euro Kreditsumme entstehen aus dem nichts und verschwinden beim zurückzahlen wieder ins nichts, was bleibt sind die fälligen Zinsen. Die Bank darf sogar mehr Kredite vergeben als sie Spareinlagen besitzt (AFAIK müssen nur 10% der Kreditsumme durch Einlagen gedeckt sein).

 

Dem würde ich widersprechen,

auch wenn ich glaube das es nie vorkommen wird.

Wieder die Frage: woher soll das Geld kommen damit alle positiv sind? (nein, nicht von einem anderen, weil der will ja auch positiv bleiben) In Summe muss es irgendwo über einen Kredit finanziert werden.

 

Meiner Meinung nach ist das gehortete Geld der Kredit und damit im Umlauf

AFAIK falsch. Das gehortete Geld liegt auf der Bank und aus. Kredite werden aus dem nichts erschaffen. Wenn das Geld aus diesem Kredit nun von irgendwem auf die Bank gebracht wird, kann es nicht mehr zurückfließen.

Selbst wenn nur das Sparguthaben auf der Bank verliehen werden dürfte, durch die Zinsspanne muss man immer noch mehr Geld an die Bank zurückzahlen als überhaupt vorhanden ist -> Führt zur notwendigkeit von Bankrott.

 

Nochwas: eine motivierte Internetrecherche erklärt das alles viel viel besser als ich das je könnte ;)

Geschrieben

Wieso gibt es dann keinen goldstandard mehr, man hätte ja noch andere Rohstoffe dazunehmen können. Außerdem wird ja auch immer mehr Gold gefördert. Eventuell waren die genauen Mengen damals noch gar nicht bekannt?

Die Währungssicherheit gab es auch mit den Goldstandard nicht!

 

Zum horten:

"Die Bank verleiht Anlagekapital 10 fach". Lege ich also Geld bei meiner Bank an, kann sie auch mehr verleihen, ermögliche also anderen Investitionen, oder nicht?

 

Du kritisierst ja ziemlich offen den Zins, was ja auch sicher nicht unberechtig ist. Aber was ist denn die Alternative?

Wenn es keinen Zins gibt, was habe ich dann für einen Anreiz Geld zu verleihen? Ich trage dann nur Risiko und kann nicht an mein Geld ran wenn ich es brauche. Der Schuldner könnte sich davon ja einfach irgendwas kaufen und zahlts mir halt unter Umständen nie zurück.

Davon das er Schulden bei mir hat kann ich nicht leben. Irgendwann leiht ihm dann keiner mehr was und mein Geld ist auch weg.

Man hätte dann keine Investition und auch keine Innovation mehr. Ein Risiko bringt einem keinen Vorteil.

Geschrieben

@ Qucikbeam: Die Alternative zum Zins und Zinseszinssystem heisst Freigeld, wobei alle praktischen Anwendungen in einer Zeit stattfanden, in der Globalisierung etc. noch keine Rolle spielte.

 

Das "Problem" an der Zins- und Zinseszinsgeschichte ist relativ simpel, es spült immer mehr Geld in die Taschen der Besitzenden, natürlich auf Kosten derer, die weniger besitzen, somit wird der Vermögensunterschied immer grösser.

 

Zinsen zahlt man nicht nur wenn man selbst verschuldet ist, sondern grundsätzlich, einerseits geht ein Teil der staatlichen Steuereinnahmen für Zinszahlungen drauf, andererseits zahlt man auch bei Anschaffungen und/oder Konsum Zinsen, selbst wenn man mit Erspartem zahlt, denn der Hersteller der Ware hat seine Produktionsmittel teils auf Kredit finanziert und die dafür fälligen Zinsen fliessen natürlich als Kosten in seine Kalkulation ein, und daher zahlt man sie mit.

 

Grob geschätzt braucht man bei konservativer Veranlagung ein Vermögen* von rund 1 Mio um mit den daraus entstehenden Einnahmen die Zinsen, die man eben unbewusst zahlt, zu kompensieren.

 

*Grobe Schätzung deswegen, weil der notwendige Betrag sehr von der Steuerleistung (nicht nur EKST, sondern auch alle Verbrauchsabgaben wie MWST, MÖST etc.) und dem Konsumverhalten abhängig ist.

 

Trotzdem bin und bleibe ich Kapitalist aus tiefster Überzeugung, viele alternative Modelle, die theoretisch wunderbar erscheinen, sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht praxistauglich, ausserdem "muss" ich den Kapitalismus ja lieben, schliesslich bin ich ein Gewinner dieses Systems, trotzdem mache ich immer wieder den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus -aber nicht nur in gesellschaftspolitischen Fragen- um mir nämlich ein Urteil über andere Systeme erlauben zu können muss ich nämlich zuerst diese Alternativen kennen und verstehen.

Geschrieben
trotzdem mache ich immer wieder den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus -aber nicht nur in gesellschaftspolitischen Fragen- um mir nämlich ein Urteil über andere Systeme erlauben zu können muss ich nämlich zuerst diese Alternativen kennen und verstehen.

 

:ph34r:

Geschrieben
Die Bank darf sogar mehr Kredite vergeben als sie Spareinlagen besitzt (AFAIK müssen nur 10% der Kreditsumme durch Einlagen gedeckt sein).

 

Das sieht man in dem Video aus dem Post von oben auch unter dem Kapitel "Das Buchgeld".

 

Viele Grüße,

Rumpel

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