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Die Linke & der Kommunismus

Geschrieben
Nun, dass wir hier in Deutschland nur links-populistische Parolen zu hören bekommen ist ja mehr als bekannt.

 

ich höre diesen Satz jetzt schon zum zweiten Mal von Dir.

 

Magst Du denn mal begründen wollen, was für Parolen das sind und was Deiner Meinung nach besser wäre ?

 

Ich kann mich eigentlich nicht daran erinnern, in den letzten Jahren eine besonders "linke" Gesetzesgebung erfahren zu haben.

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Top-Benutzer in diesem Thema

Featured Replies

Geschrieben
Ich kann mich eigentlich nicht daran erinnern, in den letzten Jahren eine besonders "linke" Gesetzesgebung erfahren zu haben.
:hmmmm:

 

linked.gif

Geschrieben

Zur "linken Gesetzgebung": kommt drauf an, was man mit linker Gesetzgebung meint.

Mein man mit links die Verteilung von oben nach unten oder meint man mit links die "Entbürokratisierung", also eine Verminderung der Gesetzes/Regelungswut, oder meint man eine generelle Sozialisierung des Staates?

Je nach Sichtweise sieht man in den letzten Jahren eine tendenziell linke Gesetzgebung (Entbürokratisierung (zB wird immer mehr Genehmigungsfrei), die Einkommensschwachen/Studenten werden immer mehr unterstützt...).

Ich glaube das Problem ist andersherum, einige wenige Bereichern sich exorbitant, da ist das Problem. zB Profifußballergehälter oder auch einzelne Manager. Aber das ist nunmal eine Begleiterscheinung der Marktwirtschaft. Die soziale Marktwirtschaft, wie wir sie in GER haben, sorgt aber immerhin dafür dass es ein großes Auffangnetz für Bedürftige gibt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie heißt es so schön?

Am Ende braucht ihr doch wieder einen Kapitalisten, der zahlt.

Geschrieben
ich höre diesen Satz jetzt schon zum zweiten Mal von Dir.

 

Magst Du denn mal begründen wollen, was für Parolen das sind und was Deiner Meinung nach besser wäre ?

 

Ich kann mich eigentlich nicht daran erinnern, in den letzten Jahren eine besonders "linke" Gesetzesgebung erfahren zu haben.

 

Nun, ich sprach nicht von ''Gesetzgebungen'' sondern von Parolen. Damit meinte ich z.B. folgendes

 

http://www.welt.de/politik/deutschland/art...Hedgefonds.html :rofl:

 

http://www.welt.de/politik/deutschland/art...-der-Stasi.html

 

Das sind nur zwei Beispiele.

 

Die Linke ist nun das erste mal im NRW Landtag vertreten.

 

http://www.im.nrw.de/pm/210510_1820.html

 

Also wenn selbst Frau Kraft die Linke für ''nicht koalitionsfähig'' hält und diese solch einen Wahlerfolg einstreichen, dann denke ich kann man schon mal sagen das es sich um linke Parolen handelt. nicht umsonst wird der ''harte Kern'' um Sahra Wagenknecht vom Verfassungsschutz beobachtet.

 

Und das schlimme ist ja: Es findet Anklang in der Bevölkerung. Diese öffentliche Verblödung, hat zur folge das selbst die CDU/CSU und auch die Liberalen auf den Kommunistischen Zug aufspringen.

 

Hier ein Bsp für Verblödung:

 

http://diepresse.com/home/wirtschaft/inter...564204/index.do

 

Anmerkung: Hier meine ich die Äusserungen der jeweiligen Person bzw. Politiker

 

http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft...n-den-euro.html

 

Das ist wie auf der Titanik, dort wurde auch die Musik bis zum bitteren ende gespielt.

 

In dem Sinne: Haltet die Front gegen den Kapitalismus aufrecht, liebe Genossen und Genossinnen Der Kommunismus wird siegen! :hmmmm:

Geschrieben
  • Autor

ich habe das Gefühl, das Du ein paar Schlagzeilen ganz stark verallgemeinerst.

 

Nun, dass wir hier in Deutschland nur links-populistische Parolen zu hören bekommen ist ja mehr als bekannt.

 

danach hab ich gefragt und jetzt von Dir ein paar Links bekommen. Ein paar Schlagzeilen, die in der täglichen Nachrichtenflut eher unbedeutend sind. Und das stört Dich jetzt so massiv, das Du das so aufbauschst ?

 

Laß doch der Linke(n) auch ihren Raum, dafür gibts ja schließlich die Meinungsfreiheit. Ich glaube eher nicht, das wir morgen gleich sozialistische Planwirtschaft bekommen. Sonst hätten wir die schließlich auch schon in den anderen ic.arrow.right.png 12 Bundesländern, in denen sie vertreten ist. Herrscht dort jetzt "Kommunismus" ?

 

nicht umsonst wird der ''harte Kern'' um Sahra Wagenknecht vom Verfassungsschutz beobachtet.

 

Und Du meinst, das beinhaltet gleich die Schuldfähigkeit, nur weil man vom VS beobachtet wird ? Wenn Du von einem Ladendetektiv observiert wirst, bist Du dann auch ein Dieb ?

 

Und das schlimme ist ja: Es findet Anklang in der Bevölkerung. Diese öffentliche Verblödung, hat zur folge das selbst die CDU/CSU und auch die Liberalen auf den Kommunistischen Zug aufspringen.

 

das ist aber schon ein wenig arg oder ? Meinst Du wirklich, die ganzen CDU/CSU/FDP-Wähler sind alle "linksverblödet" und die Politiker dieser Parteien mit dazu ?

 

In dem Sinne: Haltet die Front gegen den Kapitalismus aufrecht, liebe Genossen und Genossinnen Der Kommunismus wird siegen!

 

die einzige Parole, die ich erkennen kann ist diese. Wird seit 20 Jahren ständig wiederholt, da ja die PDS und jetzt die daraus hervorgegangene Linke sicher die DDR 2.0 wollen.

 

btw. fahr nicht nach Spanien in Urlaub, die haben bereits eine sozialistische Regierung ;)

Geschrieben

@ ronner geh mal aus spiegel.de schau dir einen beliebigen thread bezüglich politik und wirtschaft an.

Schau dir dann die Kommentare an. Kann Archer da schon verstehen.

 

Ich hatte selbst letztens Bekanntmachungen mit einem "nur" günen Wähler. Der mich beleidigte da ich bei der Bundestagswahl FDP gewählt hab. Da kamen dann auch die Standard-links Parolen:

 

1. Die Ideologie der FDP ist genau die weshalb wir in der Krise sind (komisch das sie nicht an der Regierung waren, als es zu den Krisen kam, da hätte man ja einiges verhindern können z.B die Zockerei der Landesbanken aber da hat sich Peer Steinbrück inditek gegen ausgesprochen) .

2. Die Liberalen sind marktradikal

3. Nur die FDP macht Klientelpolitik (es macht genau jede Partei :-)) etc.

 

Generell empfinde auch ich es, dass es en vogue ist Links zu sein.

Das ist halt der "Nachteil" unserer Geschichte. "Rechte" Aussagen sind absolut verpöhnt während Linke vollkommen in Ordnung sind.

In den USA ist das natürlich genau andersrum.

Zurecht benannte auch letztens der Innenminister das Problem, dass man auch linke Gewalttaten stärker ahnden müsse (1. Mai etc.).

 

Natürlich gibts da genauso Übertreibungen in die andere Richtung. Einfach daran denken was die Bild so bezüglich der Griechenrettung gemacht hat.

 

Ich würde mir einfach wünschen, dass die Medien da objektiver Berichten würden. Zum Glück haben wir ja noch Meinungsfreiheit hier obwohl die Meinungsbildung teilweise doch zu sehr ausgeprägte Richtungen hat.

Geschrieben
Ich würde mir einfach wünschen, dass die Medien da objektiver Berichten würden. Zum Glück haben wir ja noch Meinungsfreiheit hier obwohl die Meinungsbildung teilweise doch zu sehr ausgeprägte Richtungen hat.

 

Tja das Problem ist immer nur das soetwas nicht gelesen wird. Die Mehrheit kauft nicht das nüchterne mit Fakten belegte Wissen. Sondern man will spektakuläres lesen. Da soll richtig Aktion drinn sein! Also wird das geschrieben was sich verkauft, nicht das was tatsächlig wahr ist.

Geschrieben

IMHO glaube ich das es grade im virtuellen Bereich sehr schwierig ist über Politik oder Religion zu diskutieren.

Wird vielleicht seinen Grund haben warum diese Themen sogar in manchen Kneipen usw. ein Diskussionsverbot haben.

 

Man kann sich da IMHO sehr schnell die Finger wund schreiben und der dann folgende Feedback der anders als wie für einen selbst erhofft

( Warum denn so anders, wenn für einen selbst doch logisch ) ?? erhitzt doch meistens sehr das eigene Gemüt....

 

Wenn persönlich in der Diskussion schon schwer zu regulieren, umso schwieriger wird es sicher Virtuell..

 

LG Vola

Geschrieben
ich habe das Gefühl, das Du ein paar Schlagzeilen ganz stark verallgemeinerst.

 

btw. fahr nicht nach Spanien in Urlaub, die haben bereits eine sozialistische Regierung ;)

 

dito.

 

Die DDR war kein Rechtsstaat., sofern man darunter ein einen Staat mit funktionierender Gewaltenteilung versteht. Aber sie wurde von vielen als ein Sozialstaat erlebt: Eine Kriegswitwe, die sich als Waschfrau verdingen und vier Söhne durchbringen musste, die sie schließlich ohne Finanzsorgen studieren lassen konnte, wird summa summarum gute Erinnerungen an die DDR haben, ebenso eine vor Pinochet geflohene junge Frau, die hier Medizin studieren konnte und jetzt Präsidentin Chiles wurde. Ganz zu schweigen von den KZ-Überlebenden, die VVN-Rente bezogen haben.

............................................................................

Der Deutungskampf über die DDR-Geschichte verläuft immer noch nach den politischen Gesetzen des Kalten Krieges: Hier die Guten, da die Bösen. Das ist einer demokratischen Diskussionskultur unwürdig und verhindert bei denen, für die die DDR ihr Lebensprojekt war, kritische Rückschau.

 

... von Friedrich Schorlemmer, geb. 1944, ist Theologe, Essayist. Der Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels war Oppositioneller in der DDR. linked.gif

Geschrieben
IMHO glaube ich das es grade im virtuellen Bereich sehr schwierig ist über Politik oder Religion zu diskutieren.

 

Meine Erfahrung ist, dass eine sachliche Diskussion über Medien wie Internetforen nicht geführt werden kann.

 

Das ist auch der Grund weshalb ich empfehle, sämtlichen über Smalltalk hinausgehenden Meinungsaustausch auf Diskussionsplattformen auszulagern, die dafür als geeignet angesehen werden können und auf denen von Seiten des Managements jederzeit sicher gestellt werden kann, dass ein Moderator die Diskussion begleitet und im worst case deeskalieren kann.

 

.whipsaw

Geschrieben
  • Autor
Meine Erfahrung ist, dass eine sachliche Diskussion über Medien wie Internetforen nicht geführt werden kann.

 

Das ist auch der Grund weshalb ich empfehle, sämtlichen über Smalltalk hinausgehenden Meinungsaustausch auf Diskussionsplattformen auszulagern, die dafür als geeignet angesehen werden können und auf denen von Seiten des Managements jederzeit sicher gestellt werden kann, dass ein Moderator die Diskussion begleitet und im worst case deeskalieren kann.

 

schließe mich dem an und würde es begrüßen, wenn dementsprechend solche Sprüche wie im Eingangspost nicht stattfinden. Weder in die eine Richtung noch in die andere.

Geschrieben

Nun, nein diese Links sollten nur Bsp. sein.

 

Was ich meinte ist das der Kommunismus wieder auf dem Vormarsch ist.

Ich lasse den Linken schon ihren Raum und wollte jetzt nicht Absolut sein, aber mir geht es halt an die Nieren das es radikale Linke gibt die vor allem in Berlin und Hamburg Menschen verletzen und/oder ihr Eigentum zerstören.

 

http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-...rg/1722204.html

 

http://www.rp-online.de/panorama/deutschla...aid_791366.html

 

Hier werden zwar nicht explizite Linke Autonome verantwortlich gemacht, aber die DpoIG geht davon aus.

 

Im Spiegel der letzten Woche konnte man auch einen Artikel über einen Brandanschlag in Hamburg lesen bei dem beinahe zwei Kinder getötet worden wären.

 

Hier hört für mich einfach die ''Meinungsfreiheit'' auf. Auch bei dem Carloft in Berlin Kreuzberg, ich meine was soll das? Ja es wird zunehmend billiger Lebensraum vernichtet, aber diese Menschen Arbeiten auch hart für ihr Geld um sich dann einen Traum(vielleicht auch etwas dekadent) zu erfüllen und dafür müssen sie Angst haben bei lebendigem Leib zu verbrennen?

 

Und ja, Sahra Wagenknecht ist für mich persönlich ein Feindbild, weil sie mit verantwortlich ist für diese Anschläge. Aufgrund von Verbindungen zu Bekannten Attentätern beobachtet sie der Verfassungsschutz, also nicht unbegründet.

 

Zum ''Sozialwesen'' in der Politik/Gesellschaft kann ja jeder stehen wie er will, aber man gönnt in Deutschland den Erfolgreichen nicht mal ihren Erfolg sonder alles soll umverteilt werden. Diese Neid-Diskussion haben wir schon seit Jahren.

 

Ich komme aus Berlin-Neukölln, einem Bezirk der vor allem durch die Rütli-Schule und den hohen Arbeitslosen-Anteil berühmt geworden ist und glaub mir, wenn du hier jemandem erzählst das du Geld an der Börse verdienst, egal ob spekulativ oder nicht, wären Beschimpfungen noch dein geringstes Problem.

 

Wieso ist es in Amerika möglich seinen Erfolg zur Schau zu stellen, während hier zu Lande alle auf eine sog. ''Reichen-Steuer'' bestehen?

 

Das ist das was mich an Deutschland ärgert. Ich will Erfolgreich sein, doch hier kommt das einem Verbrechen gleich.

 

Also sei mir nicht allzu böse, wenn ich nicht viel für Kommunistisches Geschwafel übrig habe.

 

Gruß,

 

Archer

 

PS.

 

Ich lasse jedem gerne seine Meinung und nehmt es mir bitte nicht übel wenn ich manchmal etwas hitziger diskutiere, das soll kein persönlicher Angriff sein.

 

:)

Geschrieben
Und ja, Sahra Wagenknecht ist für mich persönlich ein Feindbild, weil sie mit verantwortlich ist für diese Anschläge. Aufgrund von Verbindungen zu Bekannten Attentätern beobachtet sie der Verfassungsschutz, also nicht unbegründet.

 

Definitiv nicht! [...verantwortlich]

 

Ich kenne Sahra persönlich und arbeite mit ihr 'politisch' zusammen.

==============

 

PS: Werde mich dazu hier nicht weiter äußern!

Geschrieben
Wieso ist es in Amerika möglich seinen Erfolg zur Schau zu stellen, während hier zu Lande alle auf eine sog. ''Reichen-Steuer'' bestehen?

 

Das ist das was mich an Deutschland ärgert. Ich will Erfolgreich sein, doch hier kommt das einem Verbrechen gleich.

 

Naja so extrem würd ich das nicht sehen. was man aber schon bedenken sollte: Wenn du erfolgreich bist und dein Geld hortest, nimmst du damit direkt oder indirekt anderen Mitbürgern die Chance ihre Schulden zurückzuzahlen. Insofern versteh ich schon warum der Wunsch nach solchen Steuern laut wird.

 

Das es nicht in Ordnung ist deswegen Anschläge zu verüben etc. ist klar, aber sich beschweren das Erfolg wie ein Verbrechen wirkt und gleichzeitig Kapitalismuskritiker unterschwellig mit Gewalttätern und Verbrechern in einen Topf zu schmeißen ist schon starker Tobak.

Vor allem wenn man sich anschaut welche "Verbrechen" so manche erfolgreiche Kapitalisten begehen, dann ist der einzige Unterschied das die erfolgreichen sich mit "Wir müssen effizient sein und Marktpolitisch denken" rechtfertigen. Die Gewinner machen nunmal die Gesetze und schreiben die Geschichte. Deswegen nennen wir es heute halt nicht "Ausbeutung" sondern "wirtschaftliches Handeln".

 

ich will damit jetzt keine Diskussion anzetteln, mich störts nur ein bissl wenn Kapitalisten als lupenrein hingestellt werden und Menschen die sich dagegen äußern irgendwie als Verbrecher gebranntmarkt werden die halt nur "zu dumm für wirtschaftliches Arbeiten sind".

Geschrieben
Wenn du erfolgreich bist und dein Geld hortest, nimmst du damit direkt oder indirekt anderen Mitbürgern die Chance ihre Schulden zurückzuzahlen.

:hmmmm:

 

Ich war die ersten 10 Jahre meiner Selbständigkeit auch ein BÖSER Kapitalist weil ich meinen Gewinn sparte.

 

Dann war ich gute 5 Jahre nur ein Kapitalist weil ich Selbständig war.

 

Und die letzten 5 Jahre bin ich ein DUMMER Kapitalist weil ich die Reserven die ich die ersten Jahre aufgebaut habe benutze um die Firma am laufen zu halten und meine Angestellten am fressen halte.

 

Wenn Du mehr machst wie andere und dadurch mehr hast wie andere bist Du böse,

 

sollte es nicht mit Deinem mehr klappen bist Du halt nur blöde das Du es versucht hast.

 

Aber schimpfen werden Sie immer auf dich.

 

@Archer

Vergess das Thema hier,

die die einer Meinung mit Dir sind werden nichts sagen,

die Anderen haben nur solche Totschlag Argumente das es sich nicht lohnt.

 

Mach Dein Ding und schaue nicht nach Links und Rechts,

und fange an die Neider zu ignorieren.

Geschrieben

Der Kapitalismus ist sicher keine perfekte Gesellschftsform, es gibt jede Menge Schwächen, die aber durch Sozial- und Steuergesetzgebung versucht werden auszugleichen -welchen Sinn hat sonst Einkommenssteuerprogression etc.-, trotzdem gibt es einige Punkte, die an sich fragwürdig sind.

 

Aber wenn ich betrachte welche wirtschaftlichen Schwierigkeiten der reale Sozialismus hatte, dann möchte ich -ganz unabhängig von meiner persönlichen Situation- nicht tauschen, es gab in den "sozialistischen" Ländern sicher auch gute Seiten, nur war der wirtschaftliche Preis dafür viel zu hoch.

 

Es ist illusorisch in der EU irgendwelche Standards aufrecht erhalten zu wollen, die der globalen Wirtschaft widersprechen, der "Weltmarktpreis" für einen Monat unqualifizierte Arbeit beträgt eben rund EUR 200,-- (Industriearbeiter in China) und die Produktion wird sich immer mehr in solche Länder verlagern, die "reichen" Länder werden den Lebensstandard für die breite Masse nach unten nivellieren müssen, die heute "armen" Länder werden aufholen, es gibt sogar einen eigenen Begriff für diese Entwicklung, nämlich Brasilianisierung, kurz zusammengefasst werden sich alle Länder dieser Erde dem Status und der sozialen Standards Brasiliens annähern, China eben von "unten", wir von "oben". Mir erscheint diese These schlüssig, das künstliche Aufrechterhalten diverser Geschichten in Westeuropa wird nicht dauerhaft funktionieren.

 

Ich habe privat ziemlich gute Kontakte nach Brasilien, dort sieht das Leben gänzlich anders aus, 50% der Bevölkerung hat extreme existenzielle Schwierigkeiten, 30% leben mehr schlecht als recht, 15% kommen einigermassen gut über die

Runden (wobei man sich dabei bitte nicht den Lebensstandard eines europäischen Industriearbeiters vorstellen soll), rund 4% sind das, was wir als Mittelstand bezeichnen würden und 1% sind schlicht und ergreifend reich.

 

So in etwa wird es in ein paar Dekaden auch bei uns aussehen, eine reine Dienstleistungsgesellschaft kann volkswirtschaftlich nicht bestehen, denn es wird nur Geld verteilt, eine Produktion von Mehrwert findet nicht statt, daher müssen wir weiter produzieren, allerdings zum Weltmarktpreis!

Geschrieben

Danke goso für die Ausführungen, ich muss sagen das klingt plausibel. Was ich mir da nur denke:

 

Wenn man solche Zahlen liest:

Ich habe privat ziemlich gute Kontakte nach Brasilien, dort sieht das Leben gänzlich anders aus, 50% der Bevölkerung hat extreme existenzielle Schwierigkeiten, 30% leben mehr schlecht als recht, 15% kommen einigermassen gut über die

Runden (wobei man sich dabei bitte nicht den Lebensstandard eines europäischen Industriearbeiters vorstellen soll), rund 4% sind das, was wir als Mittelstand bezeichnen würden und 1% sind schlicht und ergreifend reich.

 

Dann kann ich umso besser verstehen warum viele auf die Barrikaden gehen. Weil so wie ich das verstehe bedeutet das ja direkt das 80 % der Bevölkerung "leiden" müssen, damit es sich 5 % gut gehen lassen können. Das schreit ja direkt nach Revolution.

 

Vor allem das Argument "Wer gut arbeitet, dem gehts auch gut" zieht dann ja schon lang nicht mehr. Weil ich kann mir nicht vorstellen das nur 20 % der Bevölkerung "gut arbeiten".

Geschrieben
Weil so wie ich das verstehe bedeutet das ja direkt das 80 % der Bevölkerung "leiden" müssen, damit es sich 5 % gut gehen lassen können.

 

Du kannst die 5% vertreiben,

dann geht es allen noch schlechter,

aber Du kannst es nie so machen das es 100% gut geht.

Geschrieben
Aber wenn ich betrachte welche wirtschaftlichen Schwierigkeiten der reale Sozialismus hatte, dann möchte ich -ganz unabhängig von meiner persönlichen Situation- nicht tauschen, es gab in den "sozialistischen" Ländern sicher auch gute Seiten, nur war der wirtschaftliche Preis dafür viel zu hoch.

Kannst du auch "gute" Beispiele nennen ?

 

In Nordkoreanischen Städten gibt es keine Alten Bäume, weil die Menschen dort vor lauter Hunger die Baumrinde gefressen haben, und die Bäume dadurch verdorrt sind.

 

Neulich habe ich ein bericht über Krangenhäuser in China gesehen, auf dem Land können sich die Menschen keine behandlungen leisten, und müssen vor sich hin vegetieren.

Währenddessen wir in Peking für zich Millionen ein Hochmodernes Krangenhaus gebaut, natürlich nur für die besseren Sozialisten, für Parteifunktionäre und deren Familien.

 

Ich verachte nichts mehr als die Kommunisten.

Bearbeitet von NewLifeRW

Geschrieben
Neulich habe ich ein bericht über Krangenhäuser in China gesehen, auf dem Land können sich die Menschen keine behandlungen leisten, und müssen vor sich hin vegetieren.

Währenddessen wir in Peking für zich Millionen ein Hochmodernes Krangenhaus gebaut, natürlich nur für die besseren Sozialisten, für Parteifunktionäre und deren Familien.

 

Tragisch, aber was hat das mit der kommunistischen Idee zu tun? Bitte sei vorsichtig bevor du so negativ über "Kommunisten" redest bzw. informier dich mal genau was Kommunismus ist, und was das ist was in China praktiziert wird. Das hat nämlich AFAIK nicht viel miteinander zu tun. Weil das was du da so verachtest sind eher Auswüchse des Kapitalismus, als des Kommunismus. Weil es ist ja eher die kapitalistische Idee, das die die viel Geld haben sich das Beste leisten können, und die die nichts haben auch nichts kriegen weil sie sich nichts leisten können oder hab ich was falsch verstanden?

 

Ich hab auch eine Doku gesehen wie die Spekulationen am Weltmarkt für Reis in Kombination mit dem Kreditsystem die Bauern in Indien massenweise in den Selbstmord treibt. Das dort die Kinder keine Bildung haben sondern ausgebeutet werden nur damit wir hier das T-Shirt für 2 Euro günstiger kriegen. Und von Krankenhäusern haben die noch nichtmal was gehört.

Hängt es inzwischen davon ab welche Doku man sieht, wen man dann verachtet?

 

In der kapitalisitischen Welt wird der "Kommunismus" seit jeher als das manifestierte Böse gesehen und sobald etwas nicht kapitalistisch ist, ist es natürlich sofort kommunistisch.

Leute der kalte Krieg ist vorbei! Die Welt besteht nicht aus Schwarz und Weiß. Es wird langsam Zeit das wir auch mal nachschauen ob die ganzen Vorurteile auch begründet sind oder wem wir damit Unrecht tun.

Geschrieben
Kannst du auch "gute" Beispiele nennen ?

 

Kinderbetreuung für alle leistbar, keine Arbeitslosigkeit, soweit ich informiert bin auch im Verhältnis zum Einkommen sehr günstige Mieten

 

@mythos: Der Kommunismus ist an sich eine brauchbare Idee, nur Menschen sind nicht in der Lage nach seinen Grundsätzen zu leben, wirklichen Kommunismus gab es noch nie, denn die gesamten ehemalige Ostblockstaaten waren Diktaturen unter dem Deckmantel des Kommunismus.

 

Ich weiss nicht ob du das Buch Animals Farm von George Orwell kennst, dort wird sehr einfach dargestellt, dass die Idee gut ist, praktisch aber immer eine herrschende Klasse vorhanden sein wird.

 

Und wenn ich betrachte wie der "reale" Sozialismus mit seinen Bürgern umgegangen ist, dann ziehe ich den Kapitalismus vor!

Geschrieben
Nun, dass wir hier in Deutschland nur links-populistische Parolen zu hören bekommen ist ja mehr als bekannt.

ich höre diesen Satz jetzt schon zum zweiten Mal von Dir.

Magst Du denn mal begründen wollen, was für Parolen das sind und was Deiner Meinung nach besser wäre ?

Ich kann mich eigentlich nicht daran erinnern, in den letzten Jahren eine besonders "linke" Gesetzesgebung erfahren zu haben.

 

Diese Diskussion hat ja ihren Ursprung in einem Thread zur Finanztransaktionsteuer. Vor diesem Hintergrund ist die Aussage von Archer absolut nachvollziehbar, denn die medien-öffentliche Diskussion ist ein Paradebeispiel hierfür.

 

Seht Euch, wenn Ihr Zeit habt, doch das hier einmal an:

 

Maybrit Illner diskutiert mit Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU), Sozialpolitiker Heiner Geißler, SPD-Wirtschaftsexperte Hubertus Heil und dem Hedgefondsmanager Karsten Schröder - sowie dem Ökonom Prof. Joachim Starbatty

(Ab ca. 40.00 kommt auch Hedgefondsman Schröder mal zu Wort, danach wirds dann richtig interessant.

Da es hier jedoch um das Stichwort "linker Populismus" ging, ist die gesamte Sendung relevant.)

ZDF Mediathek Maybrit Illner?

Geschrieben
@mythos: Der Kommunismus ist an sich eine brauchbare Idee, nur Menschen sind nicht in der Lage nach seinen Grundsätzen zu leben, wirklichen Kommunismus gab es noch nie, denn die gesamten ehemalige Ostblockstaaten waren Diktaturen unter dem Deckmantel des Kommunismus.

 

Und wenn ich betrachte wie der "reale" Sozialismus mit seinen Bürgern umgegangen ist, dann ziehe ich den Kapitalismus vor!

 

Jup, bin ich voll deiner Meinung. Mir scheint nur das es vielen hier nicht klar ist, und das das zu Vorurteilen und Einstellungen führt, die ich nicht für gut heiße. (zB den Kommunismus verachten, weil die nordkoreanische Diktatur ihre Leute verhungern lässt)

 

Ich mag den Kapitalismus zwar nicht, aber mir ist er auch wesentlich lieber als eine Diktatur.

Im Kapitalismus wird einem zumindest noch vorgegaukelt das man frei ist :rofl: , und man darf das Land verlassen :hmmmm:

Geschrieben
Dann sind wir uns ja einig, ich als Mensch, der seit sehr langer Zeit quasi Urkapitalist ist, kann der Idee des Kommunismus durchaus positive Seiten abgewinnen -und vor 30 Jahren war ich ein glühender Anhänger der Lehren von Marx und Engels- doch habe ich auch den Niedergang der "kommunistischen" Staaten miterlebt, habe durch familiäre Verbindungen miterlebt wie es in solchen Staaten, die sich kommunistisch nannten, zuging, und bin deswegen nach wie vor überzeugt, dass der Kapitalismus das geringere Übel ist, nicht mehr, nicht weniger.

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