Geschrieben 30. Mai 201016 Jr. comment_99516 Operation "Top Kill" ist gescheitert - das Öl fließt weiter ungehindert in den Golf von Mexiko. Zwar plant der BP-Konzern schon die nächste Aktion, um die Katastrophe einzudämmen, doch die Hoffnungen auf einen Erfolg sinken rapide. Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko - Amerika fürchtet die ewige Ölpest Wie geht es Euch, wenn Ihr die Nachrichten zu dem Thema verfolgt? Melden
Geschrieben 30. Mai 201016 Jr. comment_99518 Ich versteh irgendwie nicht so recht was im 21. Jahrhundert nach so großer Zeit noch so schwer sein kann das Loch abzudichten. Wir sind schon zum Mond geflogen, aber ein Loch am Meeresboden verschliessen wir indem wir Golfbälle draufkippen wollen? Ich hatte dazu mal einen Artikel gelesen der etwas viel schlimmeres vorhersieht. Im Juni soll die Hurrikan-Saison starten. Das es Fische regnet daran hat man sich gewöhnt. Aber das es dann dazukommt das es Öl regnet daran wird man sich erst gewöhnen müssen. Viele Grüße,Rumpel Melden
Geschrieben 30. Mai 201016 Jr. comment_99522 Tja, was soll man dazu noch sagen ?? Mich stimmen solche Nachrichten immer sehr traurig und ich kann echt nicht verstehen, das es für solche Szenarien keine sofort abrufbaren Notfallpläne gibt. Das solche Katastrophen stattfinden ist eigentlich vollkommen klar, aber ich kapiere nicht das die zuständigen Kräfte dann oft erst anfangen auszuprobieren was man machen könnte.... Ja versuchen wir mal Plan A wenn der nicht klappt, dann halt B und das Alphabet hat ja noch nen paar mehr Buchstaben... Für mich ist es nur sehr schwer vorstellbar, das man solche Horrorszenarien nicht schon im Vorfeld zu großen Teilen simulieren kann, um dann exakter zu reagieren. Melden
Geschrieben 30. Mai 201016 Jr. comment_99525 Mir fällt bei dieser Katastrophe - wie auch bei den berühmten Hurricanes, Flutwellen, Aschewolken, etc. - immer nur das gleiche ein: Die Natur zeigt uns immer wieder und allgegenwärtig, wer der Herr auf Erden ist; mit all unserer Technik und dem ganzen erworbene Geschick ist es nicht möglich die Naturgewalten einzudämmen - aber der Mensch ist unverbesserlich, er hält sich für das Non-Plus-Ultra dieses Planeten und ab und zu bekommt er halt eine Lehrstunde ... und wie bei allen hartnäckigen Ignoranten werden die Strafen für das "Nichtlernen" immer härter! Melden
Geschrieben 30. Mai 201016 Jr. comment_99526 Das frustrierende an der ganzen Sache ist doch, dass bei besagter BP Bohrinsel gültige Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten wurden und die zuständigen Behörden dies scheinbar bewusst in Kauf genommen haben.Es ist doch immer das selbe. Sobald ein Unternehmen eine gewisse Grösse erreicht hat, kann es seine Lobbyisten da platzieren, wo die Entscheidungen gefällt werden und alle unangenehmen Vorschriften für sich ausser Kraft setzen. Hier ist halt mal der Gau passiert. Ich möchte nicht wissen, bei wievielen ähnlichen Grossanlagen in ähnlicher Weise geschlampt wurde und die Behörden einfach die Augen verschlossen halten. Ich sag nur Atomkraftwerke... vielleicht nicht gerade deutsche, aber es gibt ja noch genügend andere Staaten Melden
Geschrieben 30. Mai 201016 Jr. comment_99527 Hier mal 2 Links zu geschehenen Ölkatastrophen, einmal ein Überblick und dann der Fall Exxon Valdez um mal zu zeigen wie Behörden mit Unglücken dieser Art umgehen. Nur ein Beispiel von vielen. Geld regiert die Welt.... Überblick Exxon Valdez Melden
Geschrieben 30. Mai 201016 Jr. comment_99544 ...mir fallen leider dazu auch gleich die Atomkraftwerke auf unserem schönen Planeten ein. Wir wähnen uns alle da in grosser Sicherheit. Wenn man aber mal diese Risiken der Ölförderung und der Atomkraft realistisch bewerten würde, müssten wir uns fragen, ob die paar hundert Milliarden Euro die die Welt bräuchte um vom Öl und Atomkraft loszukommen (Stichwort Solaranlagen in der Wüste Afrikas) nicht sinnvoll investiert wären - und am Ende des Tages sogar viel viel viel billiger. ... wie gross ist der Schaden, wenn uns in der Mitte Europas ein Atomkraftwerk um die Ohren fliegt??? Was kosten uns die Endlager an Zins und Zinseszins über die nächsten 1000 Jahre? Und trotz des minimalen Restrisikos schliessen alle Versicherungen in ihren Verträgen Zahlungen bei Atomkraftwerks-Gaus aus - warum wohl nur? Dagegen ist das BP-Problem Peanuts... und allein der Börsenwert von BP ist mal eben so um 50 Milliarden Dollar gesunken. Irgendwie ist die Welt obwohl wir zum Mond geflogen sind immer noch ganz schön naiv... Melden
Geschrieben 31. Mai 201016 Jr. comment_99554 Wenn man das alles in den Nachrichten verfolgt, dann stimmt es mich traurig und macht mich wütend...Sehr sogar!Allein aus Rendite- und Kostengründen das Thema Sicherheit als Zweitrangig einzustufen. Und wenn man einigen Recherchen glauben schenken darf, dann hat BP eine Bohrinsel in der Nordsee, welche nach dem gleichen Sicherheitsstandard errichtet wurde und bei der auch schon seit einigen Jahren mehrere Tonnen an Öl in die Nordsee laufen. Aber das scheint auch Keinen wirklich zu interessieren...Jeder ist nur daran interessiert sich zubereichern.Das es Fische regnet daran hat man sich gewöhnt. Aber das es dann dazukommt das es Öl regnet daran wird man sich erst gewöhnen müssen. ...daran habe ich noch garnicht gedacht. Die haben dann ja ein noch viel größeres Problem...Wobei es dann wahrscheinlich tote Fische und Öl regnen wird. Vielleicht auch noch ein paar tote Möwen und anderes totes Getier. Die werden sich freuen...Und wenn man dieses Szenario mal weiter spinnt:Sollten die Kadavar der toten Tiere dann nicht schnell genug entsorgt werden, dann kann das Ganze epidemische Ausmaße annehmen. Zum Thema "Exxon Valdez":Wenn ich mir den einen Link von Vola mal genauer anschaue, dann kann ich nur Teilweise verstehen, warum jeder von der "Exxon Valdez" als das schwerste Tankerunglück spricht...In der Liste waren einige Unglücke, bei denen sehr viel mehr Öl in die Natur trat. Aber es ist mal ganz interessant zu sehen, wie sehr der Mensch im Umgang mit der Natur versagt und seine Inkompetenz zur Schau stellt. lg NC Melden
Geschrieben 31. Mai 201016 Jr. comment_99559 Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko - Amerika fürchtet die ewige Ölpest Wie geht es Euch, wenn Ihr die Nachrichten zu dem Thema verfolgt?*Sarkasmus an*1. Hurra, der Ölpreis steigt. Jetzt schnell Crude Oil long.2. Hurra, die BP-Aktie fällt. Jetzt schnell BP short (Party ist allerdings schon vorbei)*Sarkasmus aus* Wie es mir geht? Ich weiss, es ist ein wenig garstig, aber irgendwie habe ich das Gefühl, es trifft hier die Richtigen. Hatte Obama nicht gerade vor zwei Monaten eine energiepolitische Kehrtwende vollzogen und Ölbohrungen im Antlantik und Golf von Mexico genehmeigt? Wollten die Republikaner nicht in Alaskas Naturschutzgebieten die Ölforderung erlauben? Von mir aus darf das Öl noch die nächsten Monate kräftig weiter sprudeln und hoffentlich die gesamte amerikanische Golfküste auf Jahre hinaus verseuchen. Schaden bitte nicht unter 20 Milliarden Dollar. Anders ist den ölverliebten Amerikanern keine Lektion beizubringen. Melden
Geschrieben 31. Mai 201016 Jr. comment_99562 Von mir aus darf das Öl noch die nächsten Monate kräftig weiter sprudeln und hoffentlich die gesamte amerikanische Golfküste auf Jahre hinaus verseuchen. Schaden bitte nicht unter 20 Milliarden Dollar. Anders ist den ölverliebten Amerikanern keine Lektion beizubringen. Auch wenn ich im Prinzip bei Dir bin, ist es leider so, dass sich die Schäden nie bei den Verursachern oder die Entscheidern bemerkbar machen. Es trifft meist die arme und/ oder normale Bevölkerung, die nichts beeinflussen kann. Und was sind in den heutigen Dimensionen der Verschuldungen für Stadt und Öl-Industrie schon 20 Milliarden - das ist nicht annähernd so dramatisch für das Leben der großen Jungs, wie die Folgen für z.B. die Fischerei vor Ort. *Sarkasmus an*Leider unterscheidet die Natur nicht zwischen reich und arm, sonst wäre vermutlich nicht jede Naturkatastrophe ein Drama für die Welt; würde es eine naturbedingte Politikerseuche, Diätenvernichtung oder ein Regierungsgebäudeschwund geben - würde man so manche Naturkatastrophe dieser Art wohl eher begrüßen.*Sarkasmus aus* Melden
Geschrieben 1. Juni 201016 Jr. comment_99667 BP könnte möglicherweise bald Kandidat für eine Übernahme durch ein anderes Unternehmen werden. Allein am Dienstag verlor BP an der Börse 23 Milliarden Dollar an Wert. Seit der Explosion der Bohrinsel vor sechs Wochen ist bereits mehr als ein Drittel des Börsenwertes von BP vernichtet worden. tagesspiegel.de Der wegen des Öl-Dramas unter Druck geratene Obama distanzierte sich derweil weiter von BP. Das Weiße Haus habe verfügt, dass der Einsatzleiter der US-Regierung, Thad Allen, künftig bei Pressekonferenzen nicht mehr an der Seite von BP-Offiziellen auftreten darf, schreibt das "Wall Street Journal". Der Admiral der Küstenwache werde künftig die Stellungnahmen der Regierung allein abgeben. Melden
Geschrieben 26. Juni 201016 Jr. comment_101313 Also ich verstehe das auch nicht so wirklich, warum die das nicht dicht bekommen.Es ist doch "nur" ein dickes Stahlrohr mit einem Durchmesser von 60 cm (?) Wo einmal das Sägeblatt stecken geblieben ist - ich frage mich, wieso haben die das nicht stecken gelassen und von der anderen Seite 5cm höher auch bis zur Hälfte reingesägt und das Blatt steckengelassen?Wäre doch zumindest schon mal eine kleine Bremse... Oder können die das nicht einfach "dicht" machen und müssen das absaugen, weil sonst zuviel Druck entsteht? Dann frag ich mich aber, was dann der Blowout-Preventer - sofern er funktioniert hätte - für eine Funktion gehabt hätte? Ich habe manchmal das Gefühl, diese ganze Absaugglockengeschichten dienen nur dazu, um das Öl wenigstens auf ein Schiff zu Pumpen um so Profit draus zu schlagen. Weiß jemand da Infos aus erster Hand? Hier übrigens ein Livestream (hatten wir das schon?):http://www.bp.com/liveassets/bp_internet/globalbp/globalbp_uk_english/homepage/STAGING/local_assets/bp_homepage/html/rov_stream.html Melden
Geschrieben 27. Juni 201015 Jr. comment_101317 Das Hauptproblem ist der Druck, mit dem das Öl aus diesem Rohr ausströmt, wir reden da von rund 500 bar, die zwar durch die rund 1500m hohe Wassersäule, die ja über diesem Rohr ist, auf rund 350 bar reduziert wird, ausserdem gibt es da noch das Problem der tiefen Temparaturen, wenn man das auströmende Öl nicht sofort vom Bohrloch wegebekommt verklumpt es und verstopft somit alle Absaugvorrichtungen. (Selbst auf Tanksschiffen wird das Rohöl beheizt weil es sonst nicht abpumpbar wäre) BTW: Um den Profit geht es beim Abpumpen sicher nicht, die Kosten, die durch das Abpumpen und Reinigen des Öls entstehen, sind um sehr viel höher als der Wert des so gewonnenen Öls. Grundsätzlich ist es einfach so, dass Arbeiten in 1500 m Wassertiefe in letzter Konsequenz nicht beherrschbar sind, allerdings sind die Ölfelder in weniger tiefen Regionen kaum noch vorhanden. Auf Sicht kann die Menscheit nur versuchen aus ihrer Öl- und Gasabhängigkeit raus zu kommen, leider wird da meines Erachtens von der Politik viel zu wenig gemacht, um auch nur in einigermassen absehbarer Zeit energieautark sein zu können müssten die ersten Schritte wesentlich intensiver und koordinierter gemacht werden, die EU will zwar ein Gesetz erlassen, demzufolge ab 2020 alle Neubauten absolute Niedrigstenergiebauten sein müssen, warum man dazu aber weitere 10 Jahre vergehen lassen will ist nur mit Lobbyarbeit der Öl- und Gasmafia zu erklären. Melden
Geschrieben 28. Juni 201015 Jr. Autor comment_101362 Man muss sich mal die Dimension der "Rückstellungen" vor Augen halten. von 50 Milliarden ++ ist die Rede.Diese Katastrophe (ich glaube es gibt noch keinen Begriff dafür, wie Mutter Erde hier gerade vergewaltigt wird) wird für Generationen ein Alptraum sein.Im Interesse unserer Kinder wird es Zeit, dass diesem Treiben ein Ende gesetzt wird. Melden
Geschrieben 28. Juni 201015 Jr. comment_101368 Im Interesse unserer Kinder wird es Zeit, dass diesem Treiben ein Ende gesetzt wird.Wäre zwar schön, aber ich kann da nicht dran glauben. Dafür ist die ÖL und Gas Lobby einfach zu mächtig, selbst motivierte Politiker werden dadurch schnell zu Marionetten des System. Desweiteren ist es ja so, in vielen Köpfen ist nun mal das denken vorhanden, was interessiert mich das andere Ende Welt,was dort passiert geht schnell aus den meisten Köpfen wieder hinaus, da es sie nicht unmittelbar (in ihrem Lebensumfeld ) betrifft. Und somit wird Imho vieles bleiben wie es ist. Melden
Geschrieben 28. Juni 201015 Jr. comment_101394 Also die Amerikaner leben ja recht friedlich dort drüben. Sie haben keine Nachbarn mit denen sie Krieg führen müssen und auch keine Nachbarn mit denen sie etwas teilen müssen.Wenn es also um wichtiges geht wie z.B. Afgahnistan oder der Irak oder oder oder ..... dann spielt das meistens auf einem anderen Erdteil.Diese Katastrophe spielt sich nun genau vor der Haustür ab. Wie man ja gesehen hat kann BP nur noch abnicken. Ist ja schliesslich auch nicht verwunderlich. Sie haben dem nichts mehr entgegenzusetzen. Ich wünsche mir dass Obama sich eine solch starke Position nicht verspielt. kennt ihr schon den Link?www.ifitwasmyhome.com Viele Grüße,Rumpel Melden
Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko - Amerika fürchtet die ewige Ölpest
Wie geht es Euch, wenn Ihr die Nachrichten zu dem Thema verfolgt?