Zum Inhalt springen
View in the app

A better way to browse. Learn more.

#T/N/X/T

A full-screen app on your home screen with push notifications, badges and more.

To install this app on iOS and iPadOS
  1. Tap the Share icon in Safari
  2. Scroll the menu and tap Add to Home Screen.
  3. Tap Add in the top-right corner.
To install this app on Android
  1. Tap the 3-dot menu (⋮) in the top-right corner of the browser.
  2. Tap Add to Home screen or Install app.
  3. Confirm by tapping Install.

Kann man vom Daytrading leben?

Geschrieben

Hallo;

 

 

ich möchte dieses Thema - begründet aus meiner persönlichen Situation heraus - noch einmal aufleben lassen.

 

Wie ist die Vorgehensweise aus einem herkömmlichen Berufsleben zum privaten Trader zu wechseln; sprich: das bisher

 

mit dem Beruf verdiente Geld künftig an der Börse zu erwirtschaften?

 

Für mich ist das aus verschiedenen Gründen eine ernste Alternative geworden.

 

Ich würde aber Euch gerne fragen, wie Ihr es angestellt habt. Dabei sollen vorerst Zahlen keine Rollen spielen, sondern einfach die

 

Art und Weise, wie Ihr den Wechsel für Euch gestaltet habt.

 

 

Für Eure Antworten danke ich jetzt schon.

 

 

Gruß,

 

Paspartout.

  • Antworten 76
  • Aufrufe 15,6Tsd
  • Erstellt
  • Letzte Antwort

Top-Benutzer in diesem Thema

Most Popular Posts

  • Das ist ein wenig Äpfel mit Birnen vergleichen. Du kannst den miesesten Job dieser Welt haben, aber du weißt wenn du deine Stunde "absitzen" tuest, bekommst du dein Geld um deine Kosten zu decken. Be

  • SFX Christian
    SFX Christian

    Dein letzter Satz ist der entscheidende.   Ich gehöre zwar nicht zu den Leuten, deren Selbstdarstellung mit den Worten "...seit meinem 14. Lebensjahr..." beginnt aber ich bin schon einige Zeit dabei.

  • SFX Christian
    SFX Christian

    Hallo Paspartout,   Nachdem ich alle Beiträge gelesen habe, möchte ich an dieser Stelle nicht noch eine Kiste voll Ratschläge auskippen. Davon gibt es nahezu unendlich viele. Einige haben aber allgeme

Featured Replies

Geschrieben
  • Autor

PS: Ich sehe gerade, dass ich das Thema wohl in den falschen Thread gestellt habe.

 

Das kommt vom vielen Querlesen mit zig Fenstern,...

 

Vielleicht kann man das verschieben. Sorry.

 

 

Danke für die Mühe.

 

 

Gruß Paspartout.

Geschrieben
Das ist ja nun eine sehr offen formulierte Frage, zu der man alles mögliche erzählen könnte. Möchtest Du das Ganze nicht vielleicht etwas eingrenzen? Es gibt doch bestimmt Aspekte, die dich besonders beschäftigen, oder?
Geschrieben
  • Autor

Hallo;

 

"(...) Möchtest Du das Ganze nicht vielleicht etwas eingrenzen? Es gibt doch bestimmt Aspekte, die dich besonders beschäftigen, oder?

 

Vorerst weniger konkret.

 

Ich beabsichtige mein Angestelltendasein aufzugeben und als privater Trader den bisherigen Lebensstandard zu finanzieren. Dazu machte ich bereits unzählige Berechnungen.

 

Diese bezogen sich auf das Grundkapital, die Lotgröße / Trade, einen Vermögensaufbau wie auch eine monatliche Entnahme in Höhe der Lebenshaltungskosten, etc, etc.

 

Ich vermute, dass ich hier einen Schritt wage, den vielleicht der ein oder andere hier im Forum schon hinter sich hat, oder gerade dabei ist zu tun.

 

Würde mich freuen, wenn der ein oder andere über seine Erfahrungen berichtet. Wer hat solch einen Wechsel schon gemacht?

 

Seid Ihr einfach zu Eurem Arbeitgeber, habt gekündigt?

 

Was hat Euch der Steuerberater erzählt?

 

Wo liegen Stolperfallen...?

 

etc. etc.

 

Vielen Dank dafür.

 

 

Gruß

 

Paspartout.

Geschrieben

 

Wo liegen Stolperfallen...?

 

Die einzige Stolperfalle ist einzig und allein deine Psyche und vielleicht auch deine Kontogröße. Wenn du nach 5-10 Verlusttrades in Folge es schaffts unter dem sich aufbauenden bzw. permanenten Druck davon leben zu wollen (müssen), trotzdem die Nerven hast und dich an deine Handelssystemregeln hälst, hast du mit Sicherheit keine Probleme. :cool:

Geschrieben
  • Autor

Hallo;

 

Die einzige Stolperfalle ist einzig und allein deine Psyche und vielleicht auch deine Kontogröße.

 

 

Korrekt. Die Psyche sollte das Ziel vertragen können. Was die Kontogröße angeht, kommen nun doch Zahlen ins Spiel. Uninteressant sicher nicht.

 

Es geht aber mir persönlich einfach mal um das "Wie?".

 

 

 

Danke.

 

 

Gruß,

 

 

paspartout

Geschrieben
  • Autor

Hallo;

 

Henrik:

Seit wann ungefähr tradest du (vermutlich mit kleineren Summen) dauerhaft profitabel?

 

Nach einem heruntergewirtschafteten Konto, seit etwa 1 1/2 Jahren. Mindestens 2 Jahre soll die Umsetzung und Vorbereitung darauf noch dauern. Diesen Zeitrahmen habe ich mir gesteckt.

 

Den Anfang dazu Informationen zu sammeln, wie ich das angehen kann, möchte ich hiermit machen.

 

Ich bin nicht Alleinverdiener, bin schuldenfrei, besitze Angespartes, und halte meine Gründe diesen Schritt zu gehen für ausreichend.

 

Weitere Selbsteinschätzungen: Ich halte mich für einen nüchternen Menschen, der eine Idee mindestens zwei Mal umdreht, bevor er "Ja!" zu ihr sagt; bin eigensinnig genug um

 

Hürden zu nehmen, wenn ich trotz gegenteiliger Ratschläge davon überzeugt bin, dass etwas funktionieren kann. Ebenso besitze ich den Schneid Fehler einzugestehen.

 

 

 

Gruß,

 

 

Paspartout.

Geschrieben
ich glaube es ist so schon schwierig dauerhaft profitabel zu sein. Wenn man allerdings den Druck hat, davon Leben zu MÜSSEN bzw. sogar eine Familie zu ernähren, glaube ich dass es noch schwieriger wird. Meine besten Trades habe ich immer gemacht, wenn ich aus "Lust und Laune" und innerer Überzeugung gehandelt habe. Ich würde an Deiner Stelle mal den Jahresurlaub darauf verwenden das Trader-Leben auszuprobieren, wenn die Familie das mitmacht. Aber nur so kannst Du mal den Ernstfall ausprobieren.
Geschrieben
  • Autor

Hallo;

 

ich weiß nicht, ob man es als Druck empfinden muss. Nicht mehr und nicht weniger, als gegenwärtig jeden Morgen aufstehen zu müssen, ins Büro zu fahren, und

 

ein Spiel zu spielen, bei dem man keine Entscheidungen mehr selbst treffen darf. Ob da der Druck nicht größer ist?

 

Aber um das geht es hier nicht. Das sind Mutmaßungen und Überlegungen, die sicher wichtig sind, aber eben nur spekulativ.

 

 

 

Gibt es jemanden, der diesen Schritt gemacht hat, und ein wenig davon erzählen will?

 

Ich bin davon überzeugt, dass es Menschen gibt ausser mir, die das auch interessiert.

 

 

Danke vorab.

 

 

Gruß,

 

Paspartout.

Geschrieben

Hallo;

ich weiß nicht, ob man es als Druck empfinden muss. Nicht mehr und nicht weniger, als gegenwärtig jeden Morgen aufstehen zu müssen, ins Büro zu fahren, und

ein Spiel zu spielen, bei dem man keine Entscheidungen mehr selbst treffen darf. Ob da der Druck nicht größer ist ?

 

Das ist ein wenig Äpfel mit Birnen vergleichen.

Du kannst den miesesten Job dieser Welt haben, aber du weißt wenn du deine Stunde "absitzen" tuest, bekommst du dein Geld um deine Kosten zu decken.

Bei anspruchslosen Arbeiten kannst du im Kopf sogar abschalten und in Gedanken den Urlaub planen, dich mental mit deinem Hobby beschäftigen etc.

Wenn du im Job Kontakt mit Menschen hast, erhälst du teilweise sogar willkommene Abwechslung von deiner ungeliebten Arbeit.

 

Hast du beim Daytraden alles nicht. Wenn du mit deiner Position im Minus bist, wirst du ganz sicher nicht an Urlaub denken.

Wenn Rechnungen oder Miete offen sind ebenfalls nicht. Wenn du aus welchem Grund auch immer beim Traden gewinnen mußt, hast du eigentlich schon verloren.

 

Auch der Druck der durch Verluste in der Partnerschaft entsteht ist nicht zu unterschätzen, irgendwie hast du dabei auch ein Gesicht zu verlieren,

wer steht schon gerne als Looser da... Da können die simpelsten Alltagsaufgaben plötzlich zu einer Riesenlast werden.

Die wenigsten fühlen sich im Wettkampf als zweiter richtig wohl, wenn sie hart traniert haben um erster zu werden.

Beim Traden hast du aber als zweiter zusätzlich auch noch Geld verloren...

 

Auch wird im allgemeinem jede Arbeit bezahlt, beim traden wird nur ausgezahlt wenn du richtig lagst.

Ein himmelweiter Unterschied. Bei "normaler" Arbeit hast du auch nicht das Gefühl, da hätte ich mehr machen können, der Arbeitstag ist nun mal bei ca. spätestens 14 Stunden vorbei, mehr geht nicht.

Beim traden brauchst du nur deine Gewinnerposition nicht so schnell schliessen und hättest das dreifache Geld (Wenn ich doch usw. Gefühl)

Schon baut sich selbst im Gewinnfall ein unangenehmes Gefühl auf.

 

Nächstes mal bist du dann aber klüger und schliesst den Gewinner nicht so schnell - und schwupps sind die ehemaligen Buchgewinne weg und du hast wieder eine auf den Deckel bekommen.

Der nächste Trade ist ein Verlierer, puh, was ist das alles für ain Shayze denkst du....

Dann kommt die Frau, sage mal, hast du das und das schon erledigt ? Du könntest ausflippen, weil diese Erledigungen interessieren dich momentan nulll, nicht mal in Ruhe arbeiten kannst du, soll sie

doch gefälligst erst mal selber machen, denkst du dir...

 

Traden ist der schönste Beruf der Welt wenn es läuft, wenn du aber Geld benötigst, der Markt es dir aber nicht "gibt" ist es dir mieseste Job der Welt.

Und du wünschst dir in dem Moment wieder einen Job, bei dem um 17 Uhr der Hammer fällt, du keine Verantwortung mehr ab 17 Uhr hast und dein Geld verdient ist.

 

Soviel zum Druck - wenn du noch keinen Druck beim traden gefühlt hast, dann hast du für deine Begriffe der Größenordnung von "Geld" auch noch keine nennenswerten Positionen bewegt.

 

Deine Vorbereitungszeit sehe ich allerdings als realistisch an, auch das du schon ein Konto zerlegt hast ist eigentlich "gut". Die Frage ist eben was du daraus gelernt hast

und wie du mit dem Druck größerer Positionen umgehen kannst. Man muß imho in größere Positionen reinwachsen, du kannst nicht einfach mal mit 20 Lot handeln, wenn du vorher

immer nur 2 Lot erfolgreich gehandelt hast. Da spielt der Kopf einfach nicht mit.

 

Hier kam der Vorschlag den Jahresurlaub mal zum antesten des Vollzeit tradens zu nutzen, sicher eine gute Idee. Aber den Urlaub nicht unbedingt in die Hauptsaison legen,

in den Sommermonaten machen die Märkte dann teilweise komische Sachen, zumindest kam es mir gefühlt so vor.

 

Eine weitere Idee wäre mal ein Demokonto ganz ernsthaft zu traden (Mit Posi Größen die du später Live traden willst) Da steigerst du dich dann in das Konto mental

ganz intensiv rein, als wenn es echtes Geld wäre, und beobachstest dich mal, was so in dir abläuft.

Funktioniert aber nur, wenn du es wirklich als dein echtes Geld betrachtest.

 

Gibt es jemanden, der diesen Schritt gemacht hat, und ein wenig davon erzählen will ?

Ja, 2 Jahre Vorbereitung, 6 Monate dann Vollzeit. Konto mit etwas Hilfe eines befreundeten Traders fast verdoppelt, Gierig geworden, Position immer größer gemacht.

Konto komplett an die Wand gefahren, dann 2 Jahre mentales Loch/Tief wie immer man das ausdrücken möchte..

Geschrieben

Hallo;

 

 

 

Ich bin davon überzeugt, dass es Menschen gibt ausser mir, die das auch interessiert.

 

Paspartout.

 

Hallo,

 

interessieren wird es sicher viele, da es ein sehr begehrter Beruf ist und sehr begehrtes ist sehr schwer zu erreichen für die meisten.

 

Punkt 1. gilt der Absicherung für dich und evt. deiner Familie, du hast Erspartes sagtest du dann teile es in zwei Teile einmal in den Betrag was du auf dein Handels Konto einzahlst und den Rest für den hoffentlich nicht eintretenden Fall das es schief geht. Wenn es schief geht heißt es im Klartext das du von diesen Betrag deine monatlichen Unkosten decken musst (vorher ausrechnen wie viel Monate du damit im Ernstfall hinkommen würdest) ACHTUNG: wenn es schief geht heißt es das dein Handelskonto fast Bankkrot ist, du solltest auf jeden Fall eine eventuelle Neueinzahlung auf dein Handelskonto mit ein rechnen.

 

Wenn es schief gegangen ist heißt es auch das dein Trading Ansatz nicht funktioniert hat, Variante zwei du weist garnicht ob es an dein Trading Ansatz gelegen hat weil du (wie viele andere auch) dich nicht daran gehalten hast, wo wir bei einen weiteren wichtigen Punkt wären und zwar den aufstellen eigener Regen und das EINHALTEN dieser Regeln.

 

Sehe dich mal einfach selber als Bank die jeden Monat Renditen erwirtschaften muss. Frage an dich wie und in was willst du investieren, und auf welche Grundlagen beziehen sich deine Entscheidungen, beherrscht du die Chartanalyse und könntest du begründen warum du in einen Wert investiert bist wenn dich jemand danach fragt.

 

Sei Emotionslos lasse keinen anderen für dich entscheiden und handele nur deine eigene Meinung, man muss es erst lernen richtig mit Verlusten aber auch mit Gewinnen umgehen zu können.

Solltest du es schaffen in diesen Beruf Fuß zu fassen, wirst du nicht nur eine Menge Geld verdienen sondern was noch viel wichtiger ist du wirst ZEIT haben für all die Dinge die dir wichtig sind. Zeit ohne Geld und Geld ohne Zeit bringt im Leben nicht viel da immer ein wichtiger Faktor fehlt.

 

letzter Punkt wäre : lasse es dir von keinen schlecht oder sogar ausreden halte dich fern von Neidern und Miesmachern in der Anfangsphase. Wenn du ein Ziel hast spricht nix dagegen dieses auch zu erreichen sofern du ehrlich mit dir selbst bist und jeden Fehler den du machst nur dir selber zu gestehst und nicht auf andere schiebst.

:nyam1:

Geschrieben

Hallo Paspartout,

 

Nachdem ich alle Beiträge gelesen habe, möchte ich an dieser Stelle nicht noch eine Kiste voll Ratschläge auskippen. Davon gibt es nahezu unendlich viele. Einige haben aber allgemeingültige Bedeutung, während andere so individuell sind, dass sie dem Einen helfen, während sie bei dem Anderen nur Kopfschütteln auslösen. Das ist aber Tatsache geschuldet, dass alle Menschen unterschiedlich "ticken".

 

Da ich kein Psychiater bin und Du nicht mein Patient bist, kann ich Dir da nicht helfen. :-)

 

Allerdings gibt es Fakten, die sehr häufig zutreffen. Es gibt ein Zitat, welches ich leider im Moment nicht richtig auf die Reihe bekomme. Sinngemäß sagt es, dass der beste Plan für einen Krieg bereits nach der ersten Schlacht neu überdacht werden muss. Ich möchte damit weder ausdrücken, dass Trading gleichbedeutend mit Krieg ist und schon gar nicht möchte ich dazu motivieren, ohne Plan in dieses "Abenteuer" zu starten. Da Du aber geschrieben hast, dass Du schon umfangreiche Vorausberechnungen getätigt hast, möchte ich Dir mit diesem Zitat den Hinweis geben, dass Vorausberechnungen meisten nach kurzer Zeit das oben genannte Schicksal der ersten Schlacht teilen. Ich weiß wovon ich rede.

 

Der wichtigste Schritt, den Du gehen musst, ist meiner Meinung nach, nach dem geerdeten Depot der Schritt zum Handel mit echtem Geld. Nur die wenigsten Menschen sind so diszipliniert, dass Sie ein Demokonto behandeln, als sei es ein Echtgeldkonto. Gerade in Deinem Fall halte ich diesen Schritt für wichtig. Was Gier ist und welche Folgen sie haben kann, hast Du bereits erlebt. Wenn sich diese Erfahrung etwas zu stark "eingebrannt" hat, dann kann es gut passieren, dass Du als nächstes erfahren wirst was Angst ist. Es gibt Menschen die nach der Gier-Erfahrung die Trades so sicher machen wollen, dass sie fast zur Untätigkeit erstarren. Das muss nicht so sein. Probier es aber in jedem Fall aus, bevor Du anhand Deiner Hochrechnungen weiter planst.

 

80% des Tradingerfolgs macht die Psyche aus. Die restlichen 20% sind Technik. Die kann man lernen. Das Leben eines Traders ist nicht einfach. Ich kenne viele Menschen die diesen Beruf nahezu glorifizieren. Der kleinste Teil derer macht das deshalb, weil er damit wirklich die finanzielle Unabhängigkeit und die Vorzüge eines selbst bestimmten Lebens erreicht hat. Die Masse allerdings weiß diesen Job gar nicht zu beurteilen und geht von dem allgemeinen Vorurtei aus, dass wir alle bis Mittags schlafen, anschließend eine Stunde lang ein wenig herumklicken, um danach mit unserem Porsche zum Golfen fahren, bevor wir es dann am Abend auf irgend einer Party richtig krachen lassen...Es ist ja so leicht, Millionär zu werden. :-)

 

Ich habe schon wieder viel zu viel geschrieben. Mein Tipp: Nimm einen kleinen Teil Deines Geldes und packe ihn auf ein Depot. Und dann hift nur noch eines. Üben, üben, üben! Mach Dir Gedanken über Dein Risikomanagement. Kauf Dir immer mal wieder ein paar gute Bücher (ohne Dich von ihnen von Deiner Strategie abbringen zu lassen). Außerdem rechne realistisch. Noch niemand hat diesen Punkt angesprochen: es ist einfacher 3% im Monat zu erwirtschaften, als 30%. Welche Performance Du benötigst, um davon leben zu können entscheidet Dein Lebensstil und Deine Depotgröße. Solltest Du auf 30% angewiesen sein, überdenke Deinen Plan noch mal. :-)

 

Das soll erst mal reichen.

 

Beste Grüße

Christian

Geschrieben
  • Autor

Hallo;

 

die rege Teilnahme freut mich - mal vorweg erwähnt.

 

Dauert ein wenig auf das Geschriebene einzugehen, was ich aber gerne machen will.

 

(Müsst verzeihen aber das mit den Zitaten so hinzubekommen, dass im grünen Band dann der Name desjenigen steht...

bekomme ich irgendwie nicht hin)

 

Zu VOLA:

Das ist ein wenig Äpfel mit Birnen vergleichen.

Ein Vergleich zwischen dem Dasein als Trader und einem Angestellten hinkt sicher. Als Angestellter geht man regelmäßig seiner Arbeit nach, flucht in unregelmäßigen Abständen über das Geschäft etc, hat aber am Ende des Monats ein Gehalt, das vielleicht nicht tröstet, aber die Miete garantiert. Sprich: es ist Sicherheit da. Gebe ich Dir Recht.

Was wäre der Vergleich bezüglich einer Selbständigkeit im herkömmlichen Sinne? Hier ist der Faktor Sicherheit ebenso wie beim Traden abhängig vom Können, von der Motivation, von einer Zielsetzung etc. Aber er ist ebenfalls nicht garantiert. Ganz zu schweigen von einer Verpflichtung gegenüber Banken und anderen Geldgebern die man eingeht um seine Selbständigkeit aufzubauen.

Das Plus geht für mich an den Trader, auch weil ein erheblicher Unsicherheitsfaktor meiner Meinung nach wegfällt: Die Konkurrenz. Da ist die Einsamkeit, die Du ansprichst ein vergleichbar kleines Opfer.

Hängt aber auch von der persönlichen Einstellung ab und wie man sich organisiert.

 

 

Auch der Druck der durch Verluste in der Partnerschaft entsteht ist nicht zu unterschätzen

Kann ich Dir beipflichten. Darum ist es meiner Meinung nach unumgänglich diesen Schritt nur

mit dem Einverständnis des Partners zu machen, ohne Schönreden, sondern indem man die möglichen Abgründe zusammen anschaut. Ich denke an dieser Stelle ist es notwendig sich selbst auf sein Verantwortungsbewusstsein zu prüfen.

Nebenbei: Wieviel Druck entsteht im Geschäft den man mit nach Hause bringt, ob man will oder nicht, und der letztlich auch für genügend Streitpunkte sorgt?

 

Auch wird im allgemeinem jede Arbeit bezahlt, beim traden wird nur ausgezahlt wenn du richtig lagst.

Ebenfalls ein wichtiger Punkt. Aber ist das nicht ehrlicher? Leistungsgerechte Bezahlung.

 

 

Man muß imho in größere Positionen reinwachsen, du kannst nicht einfach mal mit 20 Lot handeln, wenn du vorher

immer nur 2 Lot erfolgreich gehandelt hast. Da spielt der Kopf einfach nicht mit.

Das ist einer der wichtigsten Punkte überhaupt. Und ich gebe Di Recht, das man die größeren bis großen Verluste ebenso verkraften lernen muss, wie die größeren bis großen Gewinne.

Aber man kann, nachdem man sich kennengelernt hat, und weiß, wann der Nervenhaushalt verrücktspielt, die Trance einsetzt oder vor lauter Zittern die Maus nicht mehr zu klicken ist einen emotionalen SL setzen.

Bis hierhin und nicht weiter.

 

Hier kam der Vorschlag den Jahresurlaub mal zum antesten des Vollzeit tradens zu nutzen, sicher eine gute Idee.

Das werde ich tun, steht schon in meinem Kalender. Und jeden Abend wird meiner Frau berichtet, was den Tag über passierte. Fair oder?

Vielleicht sitzt sie sogar daneben.

 

Eine weitere Idee wäre mal ein Demokonto ganz ernsthaft zu traden (Mit Posi Größen die du später Live traden willst) Da steigerst du dich dann in das Konto mental

ganz intensiv rein, als wenn es echtes Geld wäre, und beobachstest dich mal, was so in dir abläuft.

Funktioniert aber nur, wenn du es wirklich als dein echtes Geld betrachtest.

Kann ich nur bestätigen, habe ich bereits mehrfach gemacht.

 

Ja, 2 Jahre Vorbereitung, 6 Monate dann Vollzeit. Konto mit etwas Hilfe eines befreundeten Traders fast verdoppelt, Gierig geworden, Position immer größer gemacht.

Konto komplett an die Wand gefahren, dann 2 Jahre mentales Loch/Tief wie immer man das ausdrücken möchte..

Wie bist Du damals eingestiegen / umgestiegen, damit wir zu meiner Grundfrage zurückkommen.

Es ist ein Unterschied, ob ich als Student finanzielle Unterstützung erfahre, und nebenbei trade, oder ob ich ein funktionierendes Leben mit festem Job habe, das ich gegen das Traderdasein eintauschen will.

Es wäre klasse, wenn sich hier einige Erzählungen sammeln würden, die unterschiedliche Hintergründe hatten aus denen sie dann als Trader hervorgingen.

 

Nochmal: Es geht hier in erster Linie N I C H T um Zahlen (können dann gerne folgen) sondern um das W I E. Vielleicht einen Schritt weiter: Welche Bedenken hattet Ihr? Wie hat Euer Umfeld darauf reagiert?

Wie seid Ihr damit umgegangen? All so etwas.

 

 

VOLA, herzlichen Dank.

 

 

Zu Schelli:

 

Ich greife mir einfach ein paar Punkte heraus:

 

Punkt 1. gilt der Absicherung für dich und evt. deiner Familie, du hast Erspartes sagtest du dann teile es in zwei Teile einmal in den Betrag was du auf dein Handels Konto einzahlst und den Rest für den hoffentlich nicht eintretenden Fall das es schief geht.

Das ist absolut notwendig. Ich ging sogar noch etwas weiter und staffelte meiner Sicherheiten, nicht nur in Größe, sondern auch in Zeiträume. Sprich: Dieser Betrag muss so und so lange überbrücken. Reserven gibt es nach meiner Idee mindestens zwei, wenn nicht drei. Und zeitgleich mit dem Angriff auf die letzte Reserve, werde ich wieder Bewerbungen schreiben. Das habe ich mir geschworen. Aus diesem Grunde sind aber genau dieser erwähnten zwei Jahre notwendig, die ich hauptsächlich zum Sparen und Lernen verwenden will. Das fokussiert logischerweise mein gesamtes Tun auf dieses Ziel.

 

Zeit ohne Geld und Geld ohne Zeit bringt im Leben nicht viel da immer ein wichtiger Faktor fehlt.

Super. Vielleicht kann man als Trader die Nötigung aushebeln einen dieser Faktoren nicht vermissen zu müssen.

 

letzter Punkt wäre : lasse es dir von keinen schlecht oder sogar ausreden halte dich fern von Neidern und Miesmachern in der Anfangsphase. Wenn du ein Ziel hast spricht nix dagegen dieses auch zu erreichen sofern du ehrlich mit dir selbst bist und jeden Fehler den du machst nur dir selber zu gestehst und nicht auf andere schiebst.

das "ehrlich mit Dir selbst" sein ist ein schwerer Punkt. Oder weiß man immer, wann man sich in die Tasche lügt? Ich weiß aber was Du meinst.

Sitzt man allein vor seinem TFT und starrt auf die Charts, ist niemand mehr da, dem man die Schuld geben könnte. Aber man bekommt auch keine mehr zugeschoben, die einem nicht gehört. Ein weiterer Vorteil.

 

 

Danke nochmals für das bisherige Feedback. Wünsche mir, dass es weiterwächst.

 

Bis dahin.

 

 

Paspartout

Geschrieben
  • Autor

Hast du dir auch über die Ausstattung Gedanken gemacht?

Es bringt ja eher nichts, mit einem Netbook und Metatrader 4 und einer Alice-DSL-Verbindung professionell traden zu wollen...

Hallo Henrik;

 

Gedanken in diese Richtung machte ich mir auch. Aber lasse mich gerne beraten.

 

Gruß,

 

Paspartout

Geschrieben

Mit was/wie hast du bisher getradet?

Entweder habe ich das überlesen oder nicht ganz mitbekommen.

 

Was ist dein Broker, was handelst du hauptsächlich, wie ist die Haltedauer, welche Handelsplattform nimmst du?

 

Also das was du bisher getradet hast, was du erzählt hast.

Gerne kann ich auch einen eigenen Thread dafür aufmachen (oder du erstellst einen neuen Thread), wenn du hier weiter auf der Ebene der Art und Weise des Wechsels vom Angestellten- zum Daytraderdasein bleiben möchtest.

Geschrieben
  • Autor

Hallo;

 

ein paar Sätze zu Christians Beitrag:

 

Nachdem ich alle Beiträge gelesen habe, möchte ich an dieser Stelle nicht noch eine Kiste voll Ratschläge auskippen. Davon gibt es nahezu unendlich viele. Einige haben aber allgemeingültige Bedeutung, während andere so individuell sind, dass sie dem Einen helfen, während sie bei dem Anderen nur Kopfschütteln auslösen. Das ist aber Tatsache geschuldet, dass alle Menschen unterschiedlich "ticken".

Korrekt, dennoch lese ich sie gerne durch. So etwas wie kollektives Brainstorming.

 

Da Du aber geschrieben hast, dass Du schon umfangreiche Vorausberechnungen getätigt hast, möchte ich Dir mit diesem Zitat den Hinweis geben, dass Vorausberechnungen meisten nach kurzer Zeit das oben genannte Schicksal der ersten Schlacht teilen. Ich weiß wovon ich rede.

Das nehme ich Dir sofort ab. Oft passiert etwas live anders, als es auf dem Blatt skizziert wurde. Hier ist sicher die Bereitwilligkeit gefragt, seinen Schlachtplan (um Deine Metapher aufzugreifen) neu zu überdenken und entsprechend zu modifizieren. Etwas anderes: Wenn Du sagst, Du wüsstest, wovon Du redest, darf ich davon ausgehen, dass Du dieses Thema lebst oder gelebt hast, oder gar selbst planst?

 

 

Ich habe schon wieder viel zu viel geschrieben.

Danke dafür. War sicher nicht zuviel.

 

 

Noch niemand hat diesen Punkt angesprochen: es ist einfacher 3% im Monat zu erwirtschaften, als 30%. Welche Performance Du benötigst, um davon leben zu können entscheidet Dein Lebensstil und Deine Depotgröße. Solltest Du auf 30% angewiesen sein, überdenke Deinen Plan noch mal. :-)

Danke für diesen Einwurf. Hier liegt allein schon in der nüchternen Berechnung, die Antwort auf "möglich" oder "unmöglich". In diesem Zusammenhang ist natürlich zumindest am Anfang die Frage, ob man bereit ist seinen bisherigen Lebensstandard einzuschränken (!). Das ist denke ich immer möglich. Aber die Gründe dafür müssen einem selbst und in diesem Fall auch dem Parner gegenüber einleuchtend sein. Sonst hat das keinen Sinn.

Nebenbei ist das dann die Beweisführung, ob man es ernst meint.

 

Gruß,

 

Paspartout.

Geschrieben
  • Autor

Hallo Henrik;

 

mir ist es wichtig das WIE zu lesen. Einfach Erfahrungen die Menschen machten, welche diesen Schritt bereits wagten.

 

Für mich ist es dabei nicht wichtig in welchem Marktsegment jemand zuhause ist.

 

Auch konkrete Zahlen möchte ich nicht ansprechen, das kann gerne nachgeholt werden.

 

Ich gehe davon aus, dass es nicht jedem recht ist hier konkrete Zahlen zu nennen. Muss m.E. auch nicht sein.

 

Vielleicht kann man ein allgemeines Rechenbeispiel erarbeiten.

 

Ein weiterer Grund ist, dass damit vielleicht die Bereitschaft herabgesenkt wird von sich zu erzählen, wenn man Gefahr läuft Zahlen nennen zu "müssen".

 

Es geht schlicht um Erfahrungen auf diesem Weg.

 

Interessant finde ich die Umstände, die Bedenken, Ziel- und Umsetzungen; diese stehen für mich am Anfang.

 

Was konnte verwirklicht werden? Auf welche Widerstände ist man bei sich oder bei anderen gestoßen.

 

Das setzt natürlich voraus, dass es Mitglieder gibt, die einen solchen Abschnitt im Leben haben, und andererseits

 

bereit sind darüber zu erzählen.

 

 

Gruß,

 

Paspartout

Geschrieben

mir ist es wichtig das WIE zu lesen. Einfach Erfahrungen die Menschen machten, welche diesen Schritt bereits wagten.

Ich hatte da schon mal ein wenig im Blog drüber geschrieben.

Vola

 

Vielleicht auch hier noch gucken

Wie beginne ich

 

Desweiteren geht Van Tharp in einigen Büchern sehr genau auf den Start ein.

Tagesplan, Equipment, Persönlichkeit usw.

 

Andereseits suchst du aber Erfahrungsberichte, wird imho im deutschen Raum nicht so einfach sein...

Hängt vllt. damit zusammen, das Geld in DE eher ein Tabu Thema ist, oder die wirklich erfolgreichen anderes zu tun haben.

Oder du an Leute gerätst die sich nur wichtig machen wollen und vom Pferd erzählen.

 

Ich denke aber das sich hier noch 2 bis 3 Leute finden die ein wenig berichten..

Geschrieben

 

...Etwas anderes: Wenn Du sagst, Du wüsstest, wovon Du redest, darf ich davon ausgehen, dass Du dieses Thema lebst oder gelebt hast, oder gar selbst planst?

 

 

Hallo Paspartout,

 

die richtige Formulierung wäre "lebst" und "geplant hast". :-)

 

Ich kann halbwegs gut mit Excel umgehen und habe mir per Zufallsgenerator gesteuerte, theoretische(!) Trades generieren lassen, die unterschiedlichen Bedingungen bei unterschiedlichen Chance-Risiko-Verhältnissen unterlagen. Mein Ziel war es zu ermitteln, wie Trefferquote und CRP unter Gewichtung verschiedener Situationen und in Abhängigkeit zufälliger Serien sich auf das Ergebnis auswirken und wo die Grunderfordernisse für erfolgreiches Trading liegen.

 

Nach zwei Wochen Trading habe ich alle Berechnungen in die Tonne geschmissen!

 

Selbstverständlich gibt es Dinge, die man berechnen kann. Das mache ich auch heute noch mit wachsender Begeisterung. Hierbei handelt es sich aber nicht um den Versuch, möglichst genau voraus zu planen, was ich morgen, nächste woche oder nächsten Monat auf dem Konto habe oder nicht. Es handelt sich bei diesen Berechnungen um den Versuch zu erkennen, wie die Wahrscheinlichkeiten, deren Nutzung oder deren Missachtung im täglichen Trading über Erfolg oder Misserfolg entscheiden, besser und effektiver genutz werden können. Diese Berechnungen helfen dabei besser Einschätzungen treffen zu können, sie sind aber kein Garant für die Zukunft. Ich werte sie als Erfahrung und Erkenntnis aus der Vergangenheit und als grobe Richtschnur für die Zukunft.

 

Wenn ich sage "Ich weiß wovon ich rede." dann meine ich damit, dass ich als ehemals zahlengläubiger Statistikjünger auch erst die ganz schön dumm aus der Wäsche geschaut habe, als ich feststellen musste, dass man Erfolg nicht hochrechnen kann - zumindest nicht in diesem Beruf. Aber das ist schon eine ganze Weile her und Schock ist längst verdaut. Die Kapitalkurve ist die, die ich sehe. Und wenn diese nun zufällig mit der Wunschkurve überein stimmt ist das gut. Und wenn nicht, dann ist das halt so.

 

Zu den Buchtips von wh:

Ich persönlich finde die Bücher von Ross sehr teuer. Es gibt andere Kapazitäten am Markt, die ihr Wissen, welches mindestens eben so gut ist, wie das von Joe Ross, für deutlich weniger anbieten. Genannt sein hier zum Beispiel Jack Schwager, Denis Metz, Piere Däubner, Curtis Faith oder Thomas Bulkowski. Ich habe einige gute Bücher gelesen und aus allen etwas für mich mitgenommen. Bevor man aber darüber nachdenkt, welche Bücher man sich aneignet, sollte man wissen welche Instrumente man traden möchte. Deshalb meine Frage an Dich: Möchtest Du Aktien, Währungen oder vielleicht Futures handeln. Unterschiedliche Instrumente erfordern neben dem Basiswissen über Risiko- und Moneymanagement unterschiedliche Strategien. Wenn Du weißt, welches Instrument Du handeln möchtest lautet die nächste Frage: In welchem Zeitrahmen möchtest Du handeln?

 

Man muss schon über vieles nachdenken...

 

Beste Grüße

Christian

Bearbeitet von SFX Christian

Geschrieben

Hallo Paspartout,

 

nun möchte ich auch noch kurz meinen Senf dazu geben, zu dem WIE :biggrin:

 

Ich bin dabei seit 10 Jahren auszusteigen und mich mit dem Trading selbstständig

zu machen, aber so einfach ist das nicht. Mein utopisch anmaßendes Ziel von heute auf morgen umzusteigen

habe ich nach den ersten 3-4 Jahre verworfen. Vorher war ich immer der Meinung, ich schaffe

das ganz locker. Dann kamen verschiedene private Lebensumstände dazu (Tod, Erbschaft, Beziehung, Jobwechsel, ...)

und alles, ja wirklich alles hat einen Einfluss auf meine Tradingausrichtung gehabt.

 

Angefangen von illusorischem geträume nach einer kleinen Erbschaft, über monatelange Enthaltsamkeit ohne einen Trade,

bis hin zu Existenzängsten nach einem Jobwechsel war alles mit dabei.

 

Mittlerweile habe ich dazu gelernt, so hoffe ich zumindest. Ich setze mir kleinere Ziele, möchte

aber meine großen anvisierten Träume nicht aus den Augen verlieren. Große Ziele sind sehr wichtig,

auch falls man Sie nicht im angestrebten Zeitraum erreicht, so hat man doch zumindest darauf hingearbeitet.

 

Aktuell versuche ich einen 4-stelligen Gewinn im Jahr zu erzielen, um das kürzlich gekaufte Haus

schneller abzahlen zu können. Vom "davon Leben", bin ich noch weit entfernt, aber ich arbeite weiter

daran ...

 

Beste Grüße

DarthTrader

Geschrieben

Hallo Paspartout,

 

die richtige Formulierung wäre "lebst" und "geplant hast". :-)

 

Ich kann halbwegs gut mit Excel umgehen und habe mir per Zufallsgenerator gesteuerte, theoretische(!) Trades generieren lassen, die unterschiedlichen Bedingungen bei unterschiedlichen Chance-Risiko-Verhältnissen unterlagen. Mein Ziel war es zu ermitteln, wie Trefferquote und CRP unter Gewichtung verschiedener Situationen und in Abhängigkeit zufälliger Serien sich auf das Ergebnis auswirken und wo die Grunderfordernisse für erfolgreiches Trading liegen.

 

Nach zwei Wochen Trading habe ich alle Berechnungen in die Tonne geschmissen!

 

Selbstverständlich gibt es Dinge, die man berechnen kann. Das mache ich auch heute noch mit wachsender Begeisterung. Hierbei handelt es sich aber nicht um den Versuch, möglichst genau voraus zu planen, was ich morgen, nächste woche oder nächsten Monat auf dem Konto habe oder nicht.

 

Es handelt sich bei diesen Berechnungen um den Versuch zu erkennen, wie die Wahrscheinlichkeiten, deren Nutzung oder deren Missachtung im täglichen Trading über Erfolg oder Misserfolg entscheiden, besser und effektiver genutz werden können. Diese Berechnungen helfen dabei besser Einschätzungen treffen zu können, sie sind aber kein Garant für die Zukunft. Ich werte sie als Erfahrung und Erkenntnis aus der Vergangenheit und als grobe Richtschnur für die Zukunft.

 

 

Für mich zog ich aus diesen Simulationen den Schluss dass selbst bei konstantem Trading (wer kann das in der Praxis schon perfekt) die Ergebnisse stark vom Zufall, d.h. von der konkreten Abfolge der Trades abhängen.

 

Also mache ich mir diesen 'Feind' zunutze, wähle das Risiko etwas höher (tragbare Höhe für konkrete R-Folgen durch Simulation ermittelt) und sorge dafür dass ich mir im Lauf der Zeit genügend Beträge auf die Seite lege um wieder starten zu können.

 

Mit anderen Worten setze ich nie mehr als 5% des Gesamtvermögens überhaupt für das Trading ein und nehme dort nur 0,25 bis 0,5% dieser 5% Betrages pro Trade bis die Ergebnisse einigermassen stabil sind. Dann wird das Risiko und damit die Positionsgrösse langsam erhöht, je nachdem was die Simulation mit den konkreten R-Folgen hergibt.

 

Ausserdem heisst es lernen und beobachten, den Markt (dabei auf wenige Instrumente konzentrieren) und auch sich selbst. Wichtig ist vor allem so lange Geduld und auch noch Geld zu haben bis man über längeren Zeitraum stabil ist.

 

Lutz

Geschrieben
  • Autor

Hallo;

 

 

manchmal dauert das mit den Antworten,...

 

 

Zu VOLA:

Andereseits suchst du aber Erfahrungsberichte, wird imho im deutschen Raum nicht so einfach sein...

Hängt vllt. damit zusammen, das Geld in DE eher ein Tabu Thema ist, oder die wirklich erfolgreichen anderes zu tun haben.

Erfahrungsberichte: das ist es. Ich tu mich etwas schwer mit Berichten aus Büchern. Ich will sie nicht schlechter machen, als sie sind, aber sie

erscheinen oft zurechtgefeilt.

Der für mich wichtigste Unterschied zwischen Büchern und eine offen in einem Forum erörterte Frage ist, dass ich hier

einen lebendigen Bericht habe. Ich kann weitere Fragen stellen, und es kommt was zurück. Aus einem Buch heraus bleibt das eine Einbahnstrasse;

bleibt man mit seinen Fragen oft allein.

 

Oder du an Leute gerätst die sich nur wichtig machen wollen und vom Pferd erzählen.

Damit rechne ich hier im Forum nicht.

 

Ich denke aber das sich hier noch 2 bis 3 Leute finden die ein wenig berichten..

Das wäre wirklich prima.

Ich kann aber auch verstehen, dass für manche die Möglichkeit nach einem offenen Wort in der Fleischerei zu landen. Sprich: Vielleicht ist die Angst zu

groß, dass man über sie herfällt. Kann ich verstehen. Vermute ich aber hier nicht.

 

 

Hallo Christian;

mit Deinen Berechnungen bist Du Generationen weiter als ich es aus heutiger Sicht jemals tun würde. Da bekommt man doch sicher unzählige

Ergebnisse zusammen; wo zieht man da den Schlussstrich? Respekt. Ein ausgeklügeltes, vor allem realitätsbezogenes RM / MM erscheint für mich

ausreichend. Mit realitätsbezogen meine ich, dass es nichts bringt mit Positionsgrößen zu kalkulieren, die mich hyperventilieren lassen, wenn ich

sie tatsächlich handeln würde.

 

Es handelt sich bei diesen Berechnungen um den Versuch zu erkennen, wie die Wahrscheinlichkeiten, deren Nutzung oder deren

Missachtung im täglichen Trading über Erfolg oder Misserfolg entscheiden, besser und effektiver genutz werden können.

Das finde ich interessant. Und doch kann ich mir vorstellen, dass es keine konstante Größe gibt. Die Gleichung wird immer eine Unbekannte haben.

 

Die Kapitalkurve ist die, die ich sehe. Und wenn diese nun zufällig mit der Wunschkurve überein stimmt ist das gut.

Klingt ein wenig danach, als hätte es keine Rechfertigung sich ein Verdienstziel zu setzen. Oder verstehe ich diesen Punkt falsch? So wie ich

das sehe, ist die Zielsetzung gleichzeitig die Motivation seine Erwartungen an die Hand zu nehmen, was bedeutet, dass man ihnen einerseits zeigt wo

man mindestens hin will, und andererseits in die Schranken weist. Der Wunsch ist erfahrungsgemäß größer als die Möglichkeiten.

 

 

 

 

Danke übrigens für Deine Buchtipps.

 

Was ich handeln werde: Währungen und Futures. Aber ich will mir auch anderes ansehen.

Bei mir funktioniert der H1 recht gut. Wobei ich vom Tageschart bis auf M5 hineinzoome, um mir ein Bild zu machen.

Ist einfach zeitlich bedingt.

 

Zu DarthTrader:

 

Klasse Bericht.

Es scheinen viele zu glauben, dass der Umstieg einfach ist. Ich weiß nicht woher das kommt. Ich persönlich will mal das Wort "Existenzangst" einflechten,

und ich würde lügen, wenn das nicht der Fall wäre. So viel zum Thema "sich selbst gegenüber ehrlich sein".

Aber Veränderungen haben immer etwas damit zu tun, dass man liebgewonnene und verhasste Gewohnheiten aufgeben muss.

Selbst an letztere klammert man sich, weil man sie kennt. Sie sind immer noch symphatischer, als das Unbekannte.

 

Und was Du über äußere Umstände sagtst ist für mich ebenso wichtig wie unberechenbar. (Das klingt jetzt wirklich platt, aber ich versuche es nüchtern zu sehen. Sorry.)

Wie schwer einem ein Ereignis zusetzen kann, lässt sich nicht voraussehen. Nur, soll man deshalb auf eine persönliche Veränderung

zu einem Leben, wie man es sich vorstellt verzichten? Ich möchte mich nicht aus Angst, dass etwas schief gehen kann, von persönlichen Zielen abwenden, was nicht heißen soll, dass

es ohne gute Überlegung angegangen werden soll.

Ob das dann immer so klappt, steht auf einem anderen Papier.

 

 

Zu Henrik;

Sorry...bei dem was man so hört scheint ja UMTS stabiler zu sein

 

Ich habe heute unseren Admin gefragt, und der sagte DSL ist definitiv sicherer. (das war nur weitergegeben, mich darfst DU so etwas nicht fragen).

 

Aber wenn wir schon dabei sind: Was rätst Du für den Einstieg ins Profilager?

 

 

Hallo Lutz;

Ausserdem heisst es lernen und beobachten, den Markt (dabei auf wenige Instrumente konzentrieren) und auch sich selbst.

Wichtig ist vor allem so lange Geduld und auch noch Geld zu haben bis man über längeren Zeitraum stabil ist.

Das mit den wenigen Instrumenten gefällt mir. Traue es mich fast nicht zu sagen, aber nachdem ich mit verschiedenen Indikatoren meine Charts verriegelt und verrammelt

hatte, sehen sie heute recht einsam aus. Ich zieh auch kaum noch Linien ein, es sein denn ich stelle Vergleiche von einem TF zum nächstkleineren oder nächstgrößeren an.

Das Thema Geduld strapaziert mich heute noch, wenn auch nicht mehr so stark.

 

Gruß,

 

Paspartout

Dein Kommentar

Du kannst jetzt schreiben und Dich später registrieren. Wenn Du ein Konto hast, melde Dich jetzt an, um unter Deinem Benutzernamen zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

Account

Navigation

Suche

Suche

Configure browser push notifications

Chrome (Android)
  1. Tap the lock icon next to the address bar.
  2. Tap Permissions → Notifications.
  3. Adjust your preference.
Chrome (Desktop)
  1. Click the padlock icon in the address bar.
  2. Select Site settings.
  3. Find Notifications and adjust your preference.