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Finger wech von.....IG Markets

Geschrieben

Hallo,

 

ich habe ja mit CFD-Brokern nur noch wenig zu tun, zum Glück, muß man sagen, denn was ich vorgestern bei IG Markets erleben durfte, bestätigte erneut meine großen Vorbehalte gegen diese Firmen, vor allem, wenn sie in UK ansässig sind.

 

Ich hatte eine Limit-Order zum Short für den DAX bei 5925 mit Stopp bei 5955 gegeben und kam in den Run nach oben rein, als der DAX innerhalb von ca. einer Minute von rund 5900 auf 5980 emporschoß. Das Limit wurde zu 5925 ausgeführt, doch mit dem Stopp ließ man sich bei IG Markets Zeit und führte diesen mit dreiminütiger Verspätung nicht etwa bei 5955, sondern bei 5994 aus.

 

Meiner Reklamation dagegen wurde nicht stattgegeben, vielmehr hätte ich solche "Slippagen" bei schnellen Marktbewegungen zu akzeptieren. Habe ich das? Wohlgemerkt: es gab keine Gaps, schon gar nicht von 40 Punkten, auch nicht im FDAX, dessen Entwicklung ich live mitverfolgt habe.

 

Es ist ja nun nicht so, daß ich auf einem Stoppkurs von exakt 5955 bestehen würde, aber drei Minuten Verspätung und eine 40 Punkte schlechtere Ausführung...tut mir leid. Die hypothetische Frage, was wohl passiert wäre, wenn es nach Erreichen der 5955 einen scharfen Move nach unten gegeben hätte und ob IG Markets dann auch eine "Slippage" mit einem Rückkauf bei 5916 gebucht hätte, wird wohl nie beantwortet werden, aber ausrechnen kann man sich die Antwort ja selbst.

 

Fazit: auch der vermeintliche "Marktführer" bei CFDs ist wegen unseriöser Geschäftspraktiken gestorben. Nur gut, daß ich da niemals viel Geld hintransferiert habe, weil mein Mißtrauen aus oben erwähnten Gründen doch nie ganz weg war. Ich ahnte wohl schon, warum.

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  • Hallo,   vor zwei Wochen habe ich einen Brief an die Compliance Abteilung von IG Markets geschickt, in dem ich den Sachverhalt anhand der Tickdaten noch einmal dargelegt habe und auf eine zeitnahe Aus

Featured Replies

Geschrieben

Man muss stets dran denken, dass Stops zu Markets werden.

Bei IB bspw. Steht in den AGB dass jede stop Order zur market Order wird und eventuell NICHT ausgeführt wird. Keine Garantie für Stops.

Das heißt, Stops sind Schall und Rauch ( es sei denn, man kauft einen garantierten stop).

 

Da könnt ihr euch Jahre drüber aufregen, das ist nunmal so.

Das gehört zum Spiel.

Wie war's denn vor 100 Jahren? Da stand man mit seinen Aktien auf dem Parkett und keiner wollte sie einem abkaufen.

Pech gehabt.

 

Ich wollte mit meinem Beispiel nur erwähnen, dass der oa Vorfall nicht IGM spezifisch ist und schon gar nicht typisch für CFDs. Wie gesagt, bei IB auch so und völlig normal.

 

Wenn man da was erreichen kann, dann nur über Kulanz. Kündige das Konto wenn sie dir nicht Entgegenkommen.

Wenn du allerdings nur 3 Trades pro Monat machst hast du da auch schlechte Karten. :-)

 

 

LG

jp

 

 

 

 

 

Sent from my iPad using Tapatalk

  • 2 Wochen später...
Geschrieben
  • Autor

Hallo,

 

vor zwei Wochen habe ich einen Brief an die Compliance Abteilung von IG Markets geschickt, in dem ich den Sachverhalt anhand der Tickdaten noch einmal dargelegt habe und auf eine zeitnahe Ausführung meiner Stopp-Order bestanden habe.

 

Heute erhielt ich die Antwort, die wie erwartet im gleichen Sinne ausfiel, wie auch schon die Antwort der Kundenbetreuung. Ohne auf die Einzelheiten wie Times & Sales einzugehen vertritt IG Markets die Meinung, daß ihre Ausführung "fair" sei und weigert sich, die um 39 Punkte schlechtere Ausführung zurückzunehmen.

 

 

Somit halten wir zusammenfassend fest:

 

1. Wer eine Stopp-Order gesetzt hat, muß damit rechnen, daß diese von IG Markets mit einer Verzögerung von bis zu 3 Minuten ausgeführt wird zu einem Kurs, den IG Markets für "fair" hält, ohne daß IG Markets bereit ist, die Verzögerung bzw. den Ausführungskurs im einzelnen zu begründen. Also im Prinzip reine Willkür, denn nachvollziehbar ist da nichts.

 

2. Als Ausweg wird von IG Markets eine garantierte Stopp-Order vorgeschlagen. Diese ist jedoch mit Kosten verbunden. Die Kosten betragen 0,3 % vom Kontraktwert, beim aktuellen DAX also ca. 17 Punkte. Für das Daytrading dürfte eine Gebühr im Gegenwert von 17 DAX-Punkten verhältnismäßig unattraktiv sein, um nicht zu sagen, das kann man total vergessen.

 

 

Fazit: IG Marktes ist für den Daytrader definitv kein geeigneter Handelspartner.

 

Wie geht's nun weiter?

 

Wie es das Glück wollte, ist durch die miserable Ausführung von IG Marktes auf meinem Konto ein kleiner Sollsaldo entstanden. Normalerweise hätte bei zeitnaher Ausführung das Konto noch im Haben sein müssen, aber anyway, ich bin froh, daß es so ist. Denn nun darf IG Markets auf mich zukommen und den Fehlbetrag einklagen. Dem werde ich selbstverständlich widersprechen, und dann streiten wir uns bis zum Bundesgerichtshof, sofern die Revision wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Falles zugelassen wird.

 

Ich berichte weiter.

Geschrieben

Da gab es doch neulich erst ein Gerichtsurteil zu genau diesem Sachverhalt, der Kunde bekam recht.

Darauf könnte man sich berufen.

 

@Jefe und all: das Urteil muss doch zu finden sein!? :noidea:

 

 

 

Geschrieben

Dem werde ich selbstverständlich widersprechen, und dann streiten wir uns bis zum Bundesgerichtshof, sofern die Revision wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Falles zugelassen wird.

 

correct.gif

 

Sehr gute Einstellung, suche dir zusätzliche 'Verbündete' (z.B. Verbraucherschutz /-zentralen) oder was auch immer. DIE Unternehmen sollen die Macht des Internets 'kennen & fürchten' lernen. Selbst verstärktes Marketing solcher Unternehmen läuft dann ins Leere...

 

=> Guttenberg-Auftritt „Habe persönlich die Macht des Internets erfahren".

 

PS: Bereite aus persönlichen Gründen ein Verfahren vor dem EuGH vor...(ein Beispiel => Begründung)

Geschrieben
  • Autor

Ich habe soeben meine Replik auf das unbefriedigende Antwortschreiben auf meine Beschwerde abgeschickt. Mal sehen, wie es jetzt weitergeht. An eine gütliche Einigung glaube ich trotz Weihnachten nicht. :smile:

 

Sehr geehrter Herr XXX,

 

am 16.12.2011 erhielt ich per E-Mail Ihre Antwort auf meine Beschwerde vom 04.12.2011. Bedauerlicherweise kann ich diese mangels stichhaltiger Begründung nicht akzeptieren. Vielmehr kann ich mir aufgrund der von Ihnen beschriebenen Orderausführungsdaten inzwischen schon nicht mehr sicher sein, ob seitens IG Markets nicht bewußt zum Nachteil des Kunden agiert wurde. Meine Begründung dazu im einzelnen:

 

 

1. Sie geben an, meine Order zum Verkauf des Deutschland 30 Kontraktes mit dem Limit von 5725 Punkten erst um 14:01:08 Uhr ausgeführt zu haben. Dieses Limit wurde jedoch schon um 14:00:11 Uhr erreicht. Somit nahmen Sie die Ausführung der Order mit etwa einminütiger Verspätung vor zu einem Zeitpunkt, als der Kontrakt bereits einen Stand von ca. 5990 Punkten erreicht hatte. Da stellt sich für mich natürlich die Frage, weshalb der Verkauf nicht zu dem aktuellen Niveau ausgeführt wurde, sondern ca. 70 bis 80 Punkte schlechter mit einem Kurs, den es zum Zeitpunkt der Orderausführung gar nicht mehr gab.

 

 

2. Auch die Stopporder wurde von Ihnen mit rund eineinhalbminütiger Verspätung ausgeführt, und Sie geben als Begründung dafür an, daß Sie Stopporders manuell bearbeiten müßten. Diese Begründung ist für mich mehr als zweifelhaft. Ich habe in den zurückliegenden Jahren schon zahlreiche Kontrakte auf Ihrer Plattform gehandelt und die Orderausführung zum Teil live mitverfolgt. Dabei erfolgten die Ausführungen von Limit- und Stopporders gleichermaßen in Sekundenbruchteilen, was mit einer manuellen Zuführung der Kurse in dieser Geschwindigkeit gar nicht möglich gewesen wäre.

 

 

3. Bedauerlicherweise geben Sie keine Begründung dafür an, weshalb die Orders von Ihnen mit einer solch großen Zeitverzögerung ausgeführt wurden. Was auch immer der Grund dafür gewesen ist, ein Umstand ist hier besonders bemerkenswert:

 

Die Limitorder führen Sie nachträglich mit einer Minute Verspätung genau zum Limit aus, wie es eine Minute früher hätte zum Zuge kommen müssen.

 

Die Stopporder hingegen führen Sie nachträglich nicht zum Kurs aus, wie es bei zeitnaher Ausführung erforderlich gewesen wäre, sondern führen ihr einen "Phantasiekurs" mit 39 Punkten zu Ungunsten des Kunden zu, den Sie nach eigenem Gutdünken festgelegt haben ohne diesen nachvollziehbar zu begründen.

 

Vor diesem Hintergrund kann von mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt zumindest nicht ausgeschlossen werden, daß von Seiten IG Markets hier im Nachhinein zum Schaden des Kunden etwas "zurechtgebastelt" wurde.

 

 

4. Die letztgenannte Vermutung wird auch dadurch gestützt, daß Sie es vermeiden, Ihre Kurszuführung nachvollziehbar zu begründen, sondern es bei der lapidaren Behauptung belassen, Sie hielten die Ausführung für "fair" und im Anschluß daran reihenweise AGB-Klauseln zitieren, die für die Klärung des Sachverhalts in keinster Weise erhellend sind.

 

Ich habe kein Problem damit, wenn infolge einer Systemschwäche Kurse im Nachhinein zugeführt werden zu Kursniveaus, zu denen der Kunde ausführungsberechtigt gewesen wäre.

 

Ich habe auch kein Problem damit, wenn die Limit- und Stopporder verspätet beide zusammen mit jeweils höheren Kursniveaus ausgeführt worden wären.

 

Was jedoch nicht sein kann, ist eine zeitlich versetzte Orderausführung mit einem Zeitverzug von rund einer Minute jeweils zum Nachteil des Kunden. Wenn das Ihr Verständnis von Fairness sein sollte, haben wir ein Problem.

 

 

Ich fordere Sie daher nochmals auf, Ihre bisher getätigte(n) Ausführung(en) zurückzunehmen und mich so zu stellen, wie es bei einer zeitnahen Ausführung der Orders korrekt gewesen wäre. Der von Ihnen geforderte Soll-Saldo von XXX € auf meinem Handelskonto wäre dann gar nicht entstanden, so daß sich Ihre Forderung von selbst erledigt. Sollten Sie diesen Betrag dennoch gerichtlich durchsetzen wollen, so sehe ich dieser Auseinandersetzung mit großem Interesse entgegen und werde die ohnehin öffentlich stattfindende Gerichtsverhandlung - wie auch immer diese ausgehen mag - in diversen Tradingforen im Internet begleiten, da ich davon ausgehe, daß auch andere Interessenten gerne mehr über die Handelspraktiken bei IG Markets erfahren möchten.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Geschrieben

Ich habe soeben meine Replik auf das unbefriedigende Antwortschreiben auf meine Beschwerde abgeschickt. Mal sehen, wie es jetzt weitergeht. An eine gütliche Einigung glaube ich trotz Weihnachten nicht. :smile:

Bin gespannt auf die Antwort, vielleicht wissen sie ja auch um den Umstand des Streisand Effekts und lassen sich nicht auf einen Rechtsstreit ein.

 

Nicht das ich IG Markets unterstellen möchte, dass sie diese Informationen unterdrücken wollen, aber ich glaube nicht das es in ihrem Interesse ist dieses weiter publizieren zu lassen.

Imho sind 39 Punkte einfach mal zu dolle...

 

Wie gesagt, bin gespannt...

Geschrieben
  • Autor

Kleiner Nachtrag:

 

Heute (zum Sonntag!), nur zwei Tage nach Ihrer Rückantwort auf meine Beschwerde erhielt ich per E-Mail einen Drohbrief mit Inkassobüro und Anwalt, wenn ich den durch ihre eigenen fragwürdigen Buchungen entstandenen Sollsaldo nicht unverzüglich ausgleiche.

 

Wirklich freundliche Zeitgenossen.

Geschrieben

... las dich nicht 'weichklopfen"! doubleup.gif

 

http://profile.ak.fbcdn.net/hprofile-ak-snc4/187797_128569647222525_1435894_n.jpg

 

Geschrieben

Wenn es wirklich nur um einen Bagatell-Betrag geht, würde ich das Prozessrisiko nicht eingehen. Hasst du eine Vorstellung davon, was dich ein Prozess kosten kann? Auf welcher Rechtsgrundlage willst du deine Forderung durchsetzen? Ich sehe ehrlich gesagt keine (ich vermute mal das Kleingedruckte liest sich ähnlich schauderhaft wie überall sonst).

 

Ich würde das nur machen, wenn es um relevante Beträge geht, und man juristisch sich was ausrechnet. Ansonsten ist es das Zeit, Geld und Risiko nicht wert. Cost of doing business usw.

 

Nur als Anhaltspunkt - ist jetzt nicht direkt vergleichbar, aber trotz dem: ein Kunde eines US Futures Broker hat sein Konto mit ins Minus getradet und steht mit 30K in der Kreide. Er legt beim Regulator Beschwerde ein und startet einen "Arbitration"-Prozess, weil er das nicht bezahlen will. Seine Forderung wird abgelehnt, er muss die 30K bezahlen, und zusätzlich noch 26K Anwaltskosten des Brokers. Kann also durchaus teuer werden. Und das war noch nicht mal ein echtes Gerichtsverfahren..

 

http://www.nfa.futures.org/basicnet/Arbitration.aspx?entityid=0317696&case=08ARB00052

Geschrieben

Wenn es wirklich nur um einen Bagatell-Betrag geht, würde ich das Prozessrisiko nicht eingehen. Hasst du eine Vorstellung davon, was dich ein Prozess kosten kann?

So denken Menschen unterschiedlich - und das ist gut so.

 

Ich würde grade bei einem Bagatell Betrag einen Rechtsstreit anstreben, da die Prozeßkosten vom Streitwert her gesehen, in den meisten Fällen zu meistern sind.

Also hat man nicht all zuviel zu verlieren.

 

Wenn es um eine große Summe gehen würde, stellt sich bei einer Vielzahl von Leuten sicherlich schon im Vorfeld das Problem, dass sie sich den Prozeß gar nicht leisten können oder wollen.

Nun kenne ich mich nicht wirklich mit RA und Gerichtskosten aus, das Gebiet ist ja sehr breit gefächert - grade wenn man nicht vom Fach ist, allerdings denke ich, dass man die ungefähren Gerichtskosten im Vorfeld in Erfahrung bringen kann.

Geschrieben

Ich vermute mal, der Gerichtsstandort wäre im diesem Fall London?

 

M.W. muss man nicht nur die Verfahrenskosten sondern auch die gegnerischen Anwaltskosten übernehmen, wenn man verliert. Ich weiss es auch nicht genau. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das Ganze billig wird.

Geschrieben

M.W. muss man nicht nur die Verfahrenskosten sondern auch die gegnerischen Anwaltskosten übernehmen, wenn man verliert. Ich weiss es auch nicht genau. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das Ganze billig wird.

Ja, sehe ich auch so, allerdings waren diese in den Prozessen die ich bisher geführt habe, weitestgehend identisch für beide Parteien. (Innerhalb Deutschlands wohlgemerkt)

Aber es gibt Strafrecht, Vertragsrecht Zivilrecht usw. - überall sicherlich andere Gebührenordnungen...

 

Nun ist diese gefährliche Halbwissen natürlich kein Freifahrtschein einfach mal einen Prozeß zu eröffnen....

Wichtig ist halt, sich konkrete Informationen eines Worst Case im Vorfeld zu besorgen - dann kann man immer noch entscheiden.

 

Ich will damit nur sagen, dass ich es für fahrlässig halten würde, einen Prozess im Vorfeld einfach mal auszuschließen, ohne das Wissen darum zu haben, was gehen könnte.

Geschrieben
  • Autor

Also die Beträge, um die es hier geht, sind sehr überschaubar, das hatte ich ja weiter oben bereits angesprochen. Und es ist ja noch gar nicht sicher, daß es überhaupt zu einem Gerichtsverfahren kommt.

 

Wenn es allerdings dazu kommen sollte, würde ich schon gerne mal rechtsverbindlich, sprich durch ein rechtskräftiges Urteil, geklärt haben wollen, was sich ein CFD-Broker mit eigener Handelsplattform erlauben darf und was nicht. Unabhängig davon, was am Ende entschieden wird: wenn es tatsächlich rechtlich einwandfrei sein sollte, was IG Markets da veranstaltet hat...wer möchte denn unter solchen Bedingungen noch wirklich bei denen traden, wenn man im Prinzip bei jeder stärkeren Marktbewegung mit seinen Stopp-Orders der - ich sage mal Willkür - des Brokers ausgesetzt ist? 20 Punkte, 30 Punkte, 40 Punkte, 50, 60, 100 Punkte schlechtere Ausführungen? Wieviel darf's denn sein? Wohlgemerkt alles im fortlaufenden Handel ohne Gaps.

Geschrieben

Gerichtsstand ist scheinbar Düsseldorf.

 

Ich würde das Konto glattstellen, weil es zwei getrennte Sachen sind, um die es geht. Du kannst nicht eigenmächtig die Beiträge verrechnen. Damit stellst du dich auf dieselbe Stufe wie der Broker.

Damit ersparst du dir auch u.U. einen Schufa-Eintrag.

Wenn du trotzdem klagen willst, sollte das unabhängig davon sein. Die Gerichtskosten sind überschaubar. Wenns um kleinere Beträge geht, die Anwaltskosten auch. Im Internet gibt es einige Beispiele für den Streitwert. Wenn es dir das Wert ist, probiere es aus. Der Anwalt sollte auch die AGBs prüfen, die erscheinen mir beim überfliegen etwas ungenau in dieser Hinsicht.

 

Ich hab neulich ein Parkticket wegen Parken auf dem Radweg in Berlin bekommen. Obwohl ich aus verschiedenen Gründen zu 100 % sicher bin, dass ich da gewinnen würde, bezahle ich die 15 €. Es ist mir das Theater nicht wert. Ich weiß, dass ein "Musterprozess" zu nichts führen wird - also die Stadt Berlin wird nicht draus lernen und zukünftig auf das Ahnden solcher gleichgelagerter Verstöße verzichten. Und ich habe keine Muße einen Anwalt zu suchen und zu beauftragen um Akteneinsicht zu bekommen etc. - Verkehrsrechtsschutz habe ich aber. Aber es lohnt sich für mich persönlich nicht.

Geschrieben

also die Stadt Berlin wird nicht draus lernen und zukünftig auf das Ahnden solcher gleichgelagerter Verstöße verzichten.

Qualitätssicherungsversuch :laugh:

Gehe ich recht in der Annahme, dass du das Wort nicht vor verzichten vergessen hast ?

Oder meinst du, Berlin wird nichts lernen, da du auf einen Prozess verzichtest ?

Geschrieben

Auch wenn das schon an anderer Stelle beschrieben wurde ist das Problem lediglich ein CFD-Problem und hat mit dem speziellen Broker nichts exklusives.

Ich habe im Zuge der Findung von Partnerschaften viele Broker auf Herz und Niere geprüft, z.T. mit Besuchen in Ihren Räumen. Auch wenn alle sehr nett waren, so würden sie in meinem persönlichen Stresstest alle durchfallen. Ein Klage hat mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen Erfolg, Kulanz ist da eher eine Option. IG bedient sich sicherlich der besten Anwälte im Finanzrecht, da muss man schon ordentlich auffahren, um zu seinem Recht zu kommen.

 

Im Grunde ist es immer nur eine Frage der Zeit, bis einem ein Missgeschick bei einem CFD-Broker geschieht; ich glaube ich hatte bisher bei keinem einen reibungslosen Handel über Monate zu loben - im Intradayhandel schon gar nicht. Dafür muss man im Gegensatz im Swing- und Positiontrading bemerken, dass dort die Unterschiede eher verschwimmen und die Qualität weniger leidet.

 

Die Geschichte ist in der Tat sehr ärgerlich und daher banne ich persönlich immer sehr viele Trades auf Video; wenn man die Broker mit solchen Videos öffentlich konfrontiert sind nicht selten wesentlich verhandlungsbereiter ... mal abgesehen davon, dass man sich gar nicht vorstellen darf, was es eigentlich bedeutet, wenn einem der Broker die Verluste - wessen Schuld auch immer - zurückerstattet.

Geschrieben

Qualitätssicherungsversuch :laugh:

Gehe ich recht in der Annahme, dass du das Wort nicht vor verzichten vergessen hast ?

Oder meinst du, Berlin wird nichts lernen, da du auf einen Prozess verzichtest ?

 

 

??? ^^

Ich wollte damit ausdrücken, dass aufgrund eines Urteils Berlin nicht seine OWi-Praxis ändern wird. Urteile sind ja immer Einzelfallentscheidungen und regeln darüber hinaus nichts (im Gegensatz zu Urteilen beim VerfG). Deswegen macht es auch keinen Sinn sich als Einzelkämpfer aufzuspielen und zu hoffen, dass nun andere auch etwas davon haben.

Und deshalb erspare ich mir Klagen bei Beträgen, die es nicht wert sind.

Geschrieben

Deswegen macht es auch keinen Sinn sich als Einzelkämpfer aufzuspielen und zu hoffen, dass nun andere auch etwas davon haben.

Und deshalb erspare ich mir Klagen bei Beträgen, die es nicht wert sind.

Verstehe was du meinst, geht mir ganz genauso, wenn man eine "Aufwand zu wahrscheinlich Nutzen Rechnung" erstellt.

Das Problem an dieser Sichtweise ist allerdings, dass wenn alle so denken würden, käme es niemals zu manchmal sehr überraschenden Einzelfall Entscheidungen.

Und diesen Nutzen haben dann alle, auch die, die dachten ach was soll das.

 

Vom Prinzip denke ich also genauso wie du (und viele andere) darüber, ist aber manchmal auch einfach nur Bequemlichkeit...

Daher finde ich es sehr gut das es Leute gibt die wie Mako denken und danach handeln. (Wenn die Kosten überschaubar sind)

 

Ich sag`s mal so, ohne jemanden angreifen zu wollen, die meisten Deutschen lassen sich einfach zu sehr von "Obrigkeiten" verar******,

teils aus Bequemlichkeit und Wohlstand, teils aus Unwissen.

 

(Nicht direkt auf den Sachverhalt von Mako bezogen, da geht es wohl eher um AGBs, Aufklärungspflichten usw.)

Geschrieben

Wenn du dir selbst einen Gefallen tun willst, stelle das Konto glatt und lerne aus dem Vorfall.... alles andere ist ein Himmelfahrtskommando:

 

Durch die Platzierung von Order anerkennt der Kunde und erklärt sich

einverstanden damit, dass [...] IG Markets keine Garantie dafür übernimmt , dass (i) eine ausgelöste Order

auch ausgeführt wird, indem eine Transaktion eröffnet oder glattgestellt wird und

(ii) eine Transaktion zu dem spezifischen Stop-Wert oder Limit des Kunden eröffnet

oder glattgestellt wird;

Ich verstehe den Bereich der AGB derart, dass die beschriebene Transaktion "vollkommen korrekt" abgelaufen ist....

Geschrieben

Ich verstehe den Bereich der AGB derart, dass die beschriebene Transaktion "vollkommen korrekt" abgelaufen ist....

Wobei immer noch die Frage (bei allen AGBs) bleibt, was ist rechtens und welche Klauseln sind als unwirksam einzustufen.

Jeder Handwerker, Architekt und diverse Berufsgruppen können davon ein Lied singen.

Das ist bei Brokern nicht anders, es sind auch schon AGBs von Banken aufgrund von Gerichtsverfahren abgeändert worden.

 

Beispiel, mal auf die schnelle gegoogelt.

Sparkasse muss AGB ändern

 

Es ist nicht immer alles rechtens, selbst wenn es unterschrieben wurde.

Geschrieben

Prozeß hin ,Prozeß her. Ich kann seinen Ärger verstehen. Man sieht das man betrogen wurde und will sich wehren.Manchmal reicht schon ein Brief oder ein Gespräch.

In diesem Fall scheint die Gegenseite uneinsichtlich zu sein. Da gebe ich dann meinem Vorredener recht.

Aber er hat doch schon viel erreicht.Negative Publicity für den Broker. Ob nun Prozeß hin oder her. Man muß es öffentlich machen.

Ob nun Internetanbieter, Telefonunternehmen, Firmen allgemein, wenn sich keiner beschwert denken alle ,es passt.

 

Das CFD- Trader nun damit rechnen müssen finde ich nicht normal. Wenn mir sowas passiert mache ich auch Trouble!

 

Ob man es nun zum Prozeß kommen lassen will, muß man sehen...

Geschrieben
  • Autor

Wenn du dir selbst einen Gefallen tun willst, stelle das Konto glatt und lerne aus dem Vorfall.... alles andere ist ein Himmelfahrtskommando:

 

 

Ich verstehe den Bereich der AGB derart, dass die beschriebene Transaktion "vollkommen korrekt" abgelaufen ist....

Ömm...Du bist nicht zufällig von IG Markets oder arbeitest in deren Auftrag?

 

Wenn nicht, wie habe ich Dein Zitat der AGB dann zu verstehen? Der Broker übernimmt keine Garantie für gar nichts? Er kann somit jede Stopp-Order beliebig lange verzögern und zu jedem Kurs ausführen, der ihm recht ist?

 

Wobei immer noch die Frage (bei allen AGBs) bleibt, was ist rechtens und welche Klauseln sind als unwirksam einzustufen.

Es ist nicht immer alles rechtens, selbst wenn es unterschrieben wurde.

Exactement.

 

Aber er hat doch schon viel erreicht.Negative Publicity für den Broker. Ob nun Prozeß hin oder her. Man muß es öffentlich machen.

Ob nun Internetanbieter, Telefonunternehmen, Firmen allgemein, wenn sich keiner beschwert denken alle ,es passt.

Stimmt genau, und zu mehr taugt diese Sache auch nicht. Denn ums Geld geht es - wie ich ja schon sagte - glücklicherweise nicht, dazu sind die Beträge zu klein.

Geschrieben

Ömm...Du bist nicht zufällig von IG Markets oder arbeitest in deren Auftrag?

Nein, weder noch.... der springende Punkt ist eben nur, dass man als kleiner Retail-Kunde (und das sind imho die meisten, wenn nicht sogar alle Kunden von IGM) einer gewissen "Friß-Vogel-oder-stirb"-Situation unterliegt. Wie @vola schon meinte, ist es eben Definitionssache, inwiefern Broker oder MarketMaker eine "gewisse Flexibiliät" hinsichtlich der Ausführung in ihren AGB aufnehmen dürfen.

 

 

Der Broker übernimmt keine Garantie für gar nichts? Er kann somit jede Stopp-Order beliebig lange verzögern und zu jedem Kurs ausführen, der ihm recht ist?

Rein per AGB wollte ich GENAU DAS damit sagen. Im Regelfall wird eine derartige Praktik wohl eher nicht vom Broker forciert, allein seiner Reputation wegen - aber ich persönlich glaube, dass du oder ich oder jeder andere Kunde kein verbrieftes RECHT auf irgendeine Ausführung oder Kursstellung hat.

Geschrieben
  • Autor

Also liebe Leute, ich habe den Eindruck, daß hier noch nicht alle verstanden haben, worum es wirklich geht, obwohl ich das jetzt schon mehrfach dargelegt habe. Aus diesem Grunde noch einmal:

 

Es geht mir nicht ums Geld.

Es geht mir auch nicht darum, Recht zu bekommen oder nicht.

 

Es geht mir vielmehr darum, eine Grundsatzfrage, die jederzeit auftauchen kann und jeden betreffen kann, verbindlich durch ein rechtskräfiges Urteil in letzter Instanz zu klären. Jedenfalls dann, wenn sich IG Markets auf die Hinterbeine stellt und komplett uneinsichtig ist.

 

Im Grunde genommen wäre es sogar gar nicht so schlecht, wenn am Ende gerichtlich festgestellt werden würde, daß alle AGB-Klauseln wirksam sind und der Kunde sich alles gefallen lassen muß. Denn was hieße das in der Praxis? Das hieße, daß der Kunde jeglicher Willkür und jeglichem Gutdünken des CFD-Brokers schutzlos ausgeliefert wäre. Es gibt einen großen Move im DAX? Der Broker schaltet einfach seine Plattform für ein paar Minuten ab und gibt dann den Kunden die Kurse, wie er lustig ist, auf alle Fälle immer zu seinem Vorteil und immer zum Nachteil des Kunden, versieht es dann noch mit dem Etikett "fair" und fertig.

 

Jetzt mal eine ganz ehrliche Frage, die ich bereits schon gestellt hatte:

 

Welcher Kunde würde unter solchen Umständen bei einem CFD-Broker noch ein Konto eröffnen wollen?

 

Es geht am Ende also nur noch darum, entsprechende Publicity zu bekommen, damit möglichst viele Interessenten und Kunden aufgeklärt werden und wissen, was ihnen jederzeit blühen kann. Und was gibt es da Besseres als ein eventuell über Jahre sich hinziehendes Gerichtsverfahren, über das permanent live in allen wichtigen Tradingforen und am Ende auch in der Presse berichtet wird?

 

Das Geschäftsmodell CFD mit eigener Handelsplattform und selbstgestrickten Kursen dürfte sich damit ein für allemal erledigt haben. Schönen Gruß an die Branche!

 

 

Und nun noch ein paar Antworten auf einzelne Beiträge:

 

Rein per AGB wollte ich GENAU DAS damit sagen. Im Regelfall wird eine derartige Praktik wohl eher nicht vom Broker forciert, allein seiner Reputation wegen - aber ich persönlich glaube, dass du oder ich oder jeder andere Kunde kein verbrieftes RECHT auf irgendeine Ausführung oder Kursstellung hat.

Der Punkt war hier nicht die Kursstellung, denn Kurse wurden von IG Markets ja gestellt. Nur mit der Ausführung haben sie sich Zeit gelassen.

 

 

Ich würde das Konto glattstellen, weil es zwei getrennte Sachen sind, um die es geht. Du kannst nicht eigenmächtig die Beiträge verrechnen.

Wer hat Dir denn das erzählt?

 

 

Damit ersparst du dir auch u.U. einen Schufa-Eintrag.

Die Konten werden in England geführt. Mein Konto bei IG Markets taucht bei der Schufa gar nicht auf. Negativer Eintrag? Rechne ich nicht damit. Und selbst wenn...

 

Bucht mein Handyprovider mal "versehentlich" 500 € zuviel von meinem Konto ab, widerspreche ich der Lastschrift dann nicht mit anschließender Rückbuchung, sondern zahle immer alle Rechnungen schön brav im voraus, egal, ob sie rechtmäßig sind oder nicht, denn es könnte ja einen negativen Schufa-Eintrag geben? Klar ist das auch eine Vorgehensweise, wie man mit ungerechtfertigten Forderungen umgehen kann, aber zweckmäßig ist sie nicht. Der total verängstigte Verbraucher, der zu allem Ja und Amen sagt. Da hilft dann auch kein Bruce Willis mit seinen beiden Kanonen im Anschlag. :draw2wc:

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