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Lebenseinstellung

Geschrieben

Kurz vor dem Jahreswechsel nochmal ne` Geschichte zum drüber nachdenken in vllt. etwas ruhigeren Momenten.

Wer ist wirklich reich ?

 

Alles nur eine Frage der Sichtweise..

 

bullet_go.png

Eines Tages fuhr ein reicher Vater mit seinem Sohn aufs Land. Er wollte ihm zeigen, wie arm die Leute dort leben. Auch damit der Bub den Luxus besser schätzen lernt, den er ihm bietet. So verbrachte der Mann mit seinem Sohn ein paar Tage auf dem Bauernhof einer armen Familie.

 

Nachdem sie sich wieder verabschiedet hatten und sich auf dem Heimweg machten, fragte der Mann seinen Sohn: „Hast du jetzt gesehen, wie gut es dir geht und was du alles hast, wovon diese armen Leute nur träumen können?“

 

Darauf der Bub: „Ich habe vieles gesehen. Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben, und die armen Leute auf dem Bauernhof mehrere Tiere haben. Wir haben ein großes Schwimmbad im Garten, die armen Leute haben einen See. Unser Haus ist am Abend auch Außen hell beleuchtet. Die armen Leute haben den Sternenhimmel. Wir haben einen großen eingezäunten Garten, wo ich spielen kann. Die Kinder der armen Leute spielen im Wald und in den Wiesen.“

 

Der Vater wurde nachdenklich. Der Sohn sah in an und sagte: „Danke Vater, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind!“

 

Autor unbekannt

 

_________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

 

Diese kurze Geschichte gefällt mir deshalb so gut, weil sie zeigt, dass uns oft gar nicht bewusst ist, welche „Reichtümer“ wir besitzen. Und diese Reichtümer sind selten von großem materiellem Wert.

 

Manch einer mit ner Mio auf dem Konto, aber z.B. nur einem Bein, oder schwerkranker Frau, gestorbenem Kind, keine Eltern o.ä. würde gerne die Mio in 50K tauschen....

 

Jetzt aber nicht sagen "Ja wenn ich doch 50K hätte, wäre alles schön - es ist nur die Sichtweise der eigenen Umstände die den Unterschied macht !

 

Klar ist mit Geld in unserer Gesellschaft vieles erst mal schöner, vieles wird aber auch überbewertet, weil man es nicht kennt und sich den UMstand des "viel" Geld haben rosarot ausmalt)

Manche kennen das vllt. aus dem Traumjob, der erhofften und dann geglückten "Traumbeziehung" dem Traumauto usw....

 

Geld macht nicht Glücklich (Ich hatte vor Jahren ganz gut davon, Langfristig Glücklicher war ich dadurch nicht, kurzzeitig allerdings sehr wohl) Geld verlagert nur die eigenen Probleme, Prioritäten und Sichtweisen ändern sich durch "viel" Geld nämlich automatisch mit.

Ansprüche des "zufrieden sein Gefühls" bei den meisten übrigens ebenfalls...

Soll aber auch nicht heissen, das Geld unglücklich macht, es kommt eben nur darauf an, wie man mit alle dem umzugehen weiß....

 

Bei Interesse an solchen kleinen "denk nach" Geschichten, poste ich diese in loser Folge einfah mal weiter.

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Featured Replies

Geschrieben

Hey Vola deine letztenbeiden Beiträge waren echt sehr gut und haben mich tatsächlich zum nachdenken bewegt. Ich habe im Internet schon des öffteren nach Themen wie Einstellung zum Handel gesucht aber nicht wirklich viel gefunden.

 

Ich wollte eigentlich jetzt schlafen gehen aber eines möchte ich noch mit euch teilen.

 

Natürlich geht es beim Handel ums liebe Geld und viel Geld macht vieles einfacher im Leben. Es verschafft einem Unabhängigkeit. Man kann natürlich auch auf Geld verzichten und in Armut ein glückliches Leben führen aber dann nur mit erheblichen Enschränkungen.

 

Ich denke dass viele Leute und ich zähle mich dazu, mit dem Handel anfangen um Unabhängig zu sein. Die Freiheit zu genießen völlig selbständig über sein Leben entscheiden zu können. Ohne seinen Chef um Urlaub bitten zu müssen damit man mal ein paar Tage ausspannen kann oder einen kleinen Urlaub zu genießen.

Gäbe es kein Geld würde man sich "nur" um das Essen kümmern müssen. Ein bisschen Vieh für Milch und Fleisch einen Garten für Gemüse. Man würde einfach leben und sich um seine Familie kümmern. Ohne Chef, Urlaub, Mittarbeiter, Kunden, Reklamationenen etc. Einfach nur frei sein.

 

(Ist jetzt sehr vereinfacht dagestellt. Mich interessieren auch Naturwissenschaften und technischer Fortschritt!)

 

Beim Handel geht es mir um eben genau diese Freiheit.

 

Ich liebe es mich vor die Charts zu setzten und zu überlegen wie ich ein erfolgreiches System oder Handelsmethode entwerfen kann. Ich suche nach Setups, stelle Regeln für definierte Szenarien auf und teste ob es funktionieren würde und werte im Anschluss meine Statistiken aus. Ich mache das weil es mir "Spaß" macht zu wissen wie man die Märkte handeln kann. Ich mag Systeme die häufiger Gewinner produzieren als Verlierer. Also eine rel. hohe Gewinnwahrscheinlichkeit mit positiver Gewinnerwartung. Das livetrading ist so eine art Test ob diese Methoden auch in der Realität umsetzbar sind.

 

Natürlich freue ich mich wenn ich gewinne (im Prinzip geht es ja auch nur darum), aber das ist eigentlich nur ein positiver Nebeneffekt meiner Forschungsarbeit. Und das beste an der Sache ist: Man macht es für sich selber und erntet die Früchte seiner Arbeit.

 

Es geht mir nicht um die Anerkennung von Fremden oder Statussymbole mit denen ich die Leute in meiner Umgebung beeindrucken könnte. Es geht mir um Freiheit und kreatiever Selbstentfaltung. OK ich würde mir den Sportwagen von Tesler kaufen oder den BMW i8, aber einfach nur weil die Karren geil sind und ich Zukunftstechnologie liebe. Ich würde mir ein paar Solaranlagen und kleine Windräder auf mein Haus schnallen und (im Tesler-Fall) nie mehr Spritt kaufen und die Natur schonen.

 

In diesem Sinne, gute Nacht sleepy.gif

 

 

 

 

 

 

Geschrieben

Sehe ich ähnlich. Geld macht nicht glücklich. Ohne Geld aber weniger Möglichkeiten.

 

Was philosopisches zum Thema Geld:

 

Mammon - Per Anhalter durch das Geldsystem

 

Geld ist ein Gestaltwandler...

Geschrieben

Ich würde gern mal den Begriff 'Freiheit' nochmal aufgreifen, da er ja im Zusammenhang mit Trading tatsächlich

das treibende Motiv zu sein scheint. Wenn ich mich mit Tradern beschäftige höre ich sehr oft, dass weniger das Geld

das entscheidende Motiv ist, als vielmehr die Freiheit.

Nur was hier oft mit Freiheit gemeint wird, ist bei näherer Betrachtung genauer gesagt Unabhängigkeit.

Ich finde, das macht einen Unterschied.

Bei der Unabhängigkeit geht es doch zuerst darum sein eigener Chef zu sein, keine Regeln von aussenstehenden befolgen zu müssen,

keine mit den eigenen Bedürfnissen kollidierenden Verpflichtung zu haben, alle Regeln und Einstellungen selbst definieren zu können usw.

Man könnte es auch anders formulieren. Es geht darum recht zu behalten, egoistisch seine Interessen und Bedürfnisse ohne Rücksicht umsetzen zu können,

nur Verantwortung für Dinge übernehmen zu müssen, deren Ursache man selbst herbeigeführt hat und sich nur noch mit Dingen beschäftigen, die man kontrollieren und völlig verstehen kann.

Ich denke, diese Form der Freiheit ist im Kern eine antisoziale Haltung, die, sobald man tatsächlich die Freiheit hat ihr nachzugehen, direkt in die Isolation und die

Depression führt. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass dieser Antrieb, die Unabhängigkeit, selbst die Ursache dafür ist, warum viele tatsächlich am Trading scheitern, denn es ist die ungünstigste Grundhaltung mit der man sich dem Trading überhaupt nähern kann.

Gerade als Trader, muss man ständig nmach der Pfeife des Marktes tanzen, eigene Überzeugungen sind am Desk tabu. Soziale Beziehungen und die damit verbundenen Abhängigkeiten sind das einzige was uns die Menschlichkeit bewahren kann. Denn ohne diese ist der Erfolg fade und sinnlos.

Was also im Leben eines Traders wichtig ist, um auf dauer ein erfülltes menschliches Dasein pflegen zu können, sind Gefolgschaft dem Kursverlauf gegenüber, ein unkreatives Verhältnis seinem klaren Handelsplan gegenüber, klar forcierte soziale Abhängigkeiten, und ganz viel leichte Kost in der Freizeit um sein Gehirn einen Ausgleich zum vielen Konzentriert-sein zu gestatten. Es ist praktisch das genaue Gegenteil dessen, was die meisten Tradingeinsteiger suchen.

Erst die Zwänge und Notwendigkeiten lassen uns das sein was wir sind; wir sind wir auch erst dadurch geworden.

Ich möchte das mit einem Muskel vergleichen, dem das Training fehlt. Natürlich macht es keinen Spaß und läuft den inneren Sehnsüchten zuwieder, bei Scheißwetter die Turnschuhe anziehen zu müssen und sich fit zu halten während die Nachbarn ein Fancy-Living haben. So Ist es auch mit Zwängen und Abhängigkeiten. Sie halten unser Gehirn fit, zwingen uns zu Demut, Aufmerksamkeit. Zwingen uns anderen zuzuhören und uns mit fremden Problemen zu beschäftigen, bereichern unser Gehirn durch fremde Wahrnehmungen und Einflüsse, halten es flexibel und befreien uns von einer zu egozentrierten Perspektive, ja befreien uns von uns selbst.

Als Trader lernt man das wirklich schätzen und man versteht, warum so viele Trader Kurse geben und als fahrendes Volk durchs Land ziehen.

Denn diese From der Freiheit macht krank. Ich-krank, narzistisch, überdrüssig, ängstlich depressiv-realistisch und infantil(Achtung, die Kindheit ist etwas besonderes, wenn sie unwiederbringlich vorbei ist!).

Und wie fühlt sich diese finanzielle Freiheit an? Das etwas funktioniert hat sieht man erst im Rückspiegel. Die Gewissheit und Sicherheit, die für ein maß an Selbstvertrauen notwendig sind, sind währendes des Handelsprozesses nicht vorhanden. Während sich Rechnungen sehr wohl vorrausehen lassen, verhält sich das mit dem Einkommen als Trader ganz anders. Und das bleibt auch lange so. Aber wie frei fühlt man sich dann noch, wenn man nicht weiß ob man seine Miete oder Weihanchtsgeschenke bezahlen kann? Ich finde man ist ganz erheblichen Einschränkungen unterworfen, die aus dem Raum der Unsicherheit herrühren, in dem man künftig seinen ganzen Arbeitsalltag verbringen wird. Gerade für die sehr kreativen Menschen wird es an dieser Stelle extrem gefährlich. Kreativität ist immer auch Ausdruck von Zweifel. Selbstzweifel, Systemzweifel. Und dies kann hohen und gefährlichen Handlungsdruck erzeugen.

Die einzige Freiheit von der ein Trader wohl langfristig gebrauch machen wird ist die, sich die Freiheit zu nehmen, und das in jeder Hinsicht.

 

Und hier möchte ich nochmal den Gedanken aus Volas tollem Beitrag aufgreifen. Ich meine den Satz mit dem Realismus seinen eigenen Motiven gegenüber.

Wer nicht in der Lage ist sich selbst, seinen Gefühlen, seinen Fehlern und seinen wahren Motiven gegenüber ehrlich zu sein, der wird

die Wahrheit der Märkte niemals ertragen! Ersteres ist ein Prüfstein für letzteres, bevor man überhaupt Geld in die Hand nehmen sollte.

Man sollte immer ein kritisches Verhältniss zu seinen Befürfnissen haben, man macht sich doch viel vor.

Geschrieben

na ja licens das hört sich für mich eher depressiv an. Ich bin ein kreativer Freigeist und bin es gewohnt mit meinen Ansichten anzuecken. Kreativität ist etwas gutes. Lies dich mal in das Thema bei Wiki ein, vielleicht verstehst du mich ja dann und kannst dann bei der Erschaffung von etwas neuen deine gewonnene Kreativität nutzen ;)

Geschrieben

na ja licens das hört sich für mich eher depressiv an. Ich bin ein kreativer Freigeist und bin es gewohnt mit meinen Ansichten anzuecken. Kreativität ist etwas gutes. Lies dich mal in das Thema bei Wiki ein, vielleicht verstehst du mich ja dann und kannst dann bei der Erschaffung von etwas neuen deine gewonnene Kreativität nutzen ;)

Um Missverständnissen vorzubeugen.

Ich brauche kein Wiki um zu wissen was Kreativität ist. Ich habe auch nichts gegen Kreativität, ganz im Gegenteil,

ausser eben beim Tradingprozeß. Und ob diese Annahme dann richtig oder falsch ist, darüber geben die Ergebnisse auskunft, denn für diese trade ich.

Trading ist nämlich nicht mein Hobby. Mein Kreativität lass ich ganz woanders aus. happy.png

Geschrieben

War nicht bös gemeint. Wärend des Tradingprozeß darf man nicht kreativ sein da bin ich voll und ganz deiner Meinung.

Geschrieben

Es geht mir nicht um die Anerkennung von Fremden oder Statussymbole mit denen ich die Leute in meiner Umgebung beeindrucken könnte. Es geht mir um Freiheit und kreatiever Selbstentfaltung. OK ich würde mir den Sportwagen von Tesler kaufen oder den BMW i8, aber einfach nur weil die Karren geil sind und ich Zukunftstechnologie liebe. Ich würde mir ein paar Solaranlagen und kleine Windräder auf mein Haus schnallen und (im Tesler-Fall) nie mehr Spritt kaufen und die Natur schonen.

 

Also wenn Du die Elektroautos meinst: die nennen sich Tesla - angelehnt an den Erfinder, Physiker, Elektroingenieur Nikola Tesla.

  • 4 Wochen später...
Geschrieben

Alle sagen dass es unmöglich ist

bis einer kam der dass nicht wusste

und es einfach gemacht hat.

 

Autor ist mir nicht bekannt

Geschrieben

Autor ist mir nicht bekannt

Alle wussten, dass es unmöglich war, bis auf den Idioten, der es nicht wusse und vollbrachte.

Dieses Zitat hing über Jahre an der Tür eines Citroen Ingenieurs.

Geschrieben

Wie kann ich denn meinen Account hier löschen?

Sorry sehe erst jetzt den Request.

Ist der noch aktuell?

Falls das der Fall wäre, schreib mir doch kurz ne PM, damit ich wenigstens meine Lehren draus ziehen kann oder den Hintergrund verstehe, weshalb jemand freiwillig den Hut nimmt.

Geschrieben
Wollte eigentlich nur für eine gewisse Zeit den Account auf Eis legen/ inaktivieren damit ich nicht von meinen Prüfungen abgelenkt wede. Hat sich aber erledigt, danke. Ich wollte euch nicht verlassen.
Geschrieben

Zitat von Larry Williams aus dem Buch "die weltweiten Gesetze des erfolgreichen Tradings", Brent Penfold.

 

"Nicht durch Antworten sondern durch Fragen wird man ein besserer Trader. [...] Ohne Risiko gibt es keine Belohnung. Ohne Arbeit gibt es keine Belohnung. Und auch ohne Hingabe und Behaglichkeit gibt es keine Belohnung."

Geschrieben

Und auch ohne Hingabe und Behaglichkeit gibt es keine Belohnung."

 

Behaglichkeit oder Beharlichkeit?

 

btw.

Ich hab auch eben einen guten Spruch gelesen:

 

„Die meisten bringen leichter das Opfer des Intellekts als das Opfer ihrer Tagträume.“ Ludwig von Mises

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