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Finanzmarkttransaktionssteuer umgehen? Best practice

Geschrieben

Aktuell ist der Trend weg aus USA -> London. Letzter prominenter Vertreter GAIN (forex.com -> via London -> nach DE)

Wenn die Finanztransaktionssteuer nun wirklich kommt und sie Börsenstandort abhängig ist und nicht Händlerabhängig so wird kein normaler Trader mehr in D handeln. Die Abgeltungssteuer macht ja D bereits zu einem unattraktiven Standort da ich hier Gewinne nicht reinvestieren kann. Es ist doch für jeden Trader ein leichtes seine Konten ins Ausland zu verlagern.

Wird es Händlerabhängig gemacht so sehe ich eine unmögliche Arbeitsmenge bei der Jahreserklärung.

IMHO wird es von DE nach London gehen.

Featured Replies

Geschrieben

Wenn die Finanztransaktionssteuer nun wirklich kommt und sie Börsenstandort abhängig ist und nicht Händlerabhängig so wird kein normaler Trader mehr in D handeln.

So weit ich informiert bin, soll die Steuer abhängig vom Wohnort erhoben werden. Wahrscheinlich, um genau diese Flucht zu unterdrücken.

Geschrieben

So weit ich informiert bin, soll die Steuer abhängig vom Wohnort erhoben werden. Wahrscheinlich, um genau diese Flucht zu unterdrücken.

 

Joa, vlt. sollten wir dann eine Tom-Next-WG in Übersee eröffnen!? :palomitas:

Geschrieben

So weit ich informiert bin, soll die Steuer abhängig vom Wohnort erhoben werden. Wahrscheinlich, um genau diese Flucht zu unterdrücken.

 

Ja, das habe ich auch so verstanden. Dann muß man wohl umziehen wenn man profitabel handelt!

Geschrieben

Ja, das habe ich auch so verstanden. Dann muß man wohl umziehen wenn man profitabel handelt!

Ich habe da bereits eine andere Idee im Kopf. Aber da muss ich erstmal warten, wie sich die Rechtslage entwickelt...

Geschrieben

Ich habe da bereits eine andere Idee im Kopf. Aber da muss ich erstmal warten, wie sich die Rechtslage entwickelt...

Da bin ich ja gespannt! Ich hoffe das Du uns dann einweihst! :shades:

Geschrieben
Bevor man sich da zu sehr reinhängt sollten wir mal abwarten, in wie weit der private Trader davon tatsächliche betroffen ist, Ich habe den letzten Entwurf nicht gelesen, aber mein letzter Stand war, dass der private Anleger ausgenommen wird.
Geschrieben

Bevor man sich da zu sehr reinhängt sollten wir mal abwarten, in wie weit der private Trader davon tatsächliche betroffen ist, Ich habe den letzten Entwurf nicht gelesen, aber mein letzter Stand war, dass der private Anleger ausgenommen wird.

Dein Wort in Gottes Ohr.Aber nach Abgeltungssteuer, Grüne Plaktetten für Umweltzonen,Erhöhung der Kraftstoffpreise, überhöhte Gebühren für Krankenkassen usw. kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren das es immer auf jeden Fall den "Kleinen" trifft.

 

Aber eine Finanztransaktionssteuer hört sich ja sehr edel an. Es sind ja bald Wahlen.Wenn das Geld dann wenigstens für sinvolle Ausgaben wie z.b der Entwicklungshilfe in Afrika eingesetzt werden würde, könnte ich mich vielleicht noch dafür erwärmen.Aber ich denke das Geld wird dann eher für Kriegsspiele im Nahen Osten benutzt oder der aufgeblähten Eu- Verwaltung in den Rachen geschoben.Hatten sich doch gerade ein paar Bürokraten in Brüssel aufgeregt, das sie gar keine Steuern einnehmen.Da brauche ich dann nicht mehr viel Phantasie wofür das Geld eigentlich bestimmt ist.

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt!

  • 1 Monat später...
Geschrieben

Tja war wohl wieder Lärm um nichts. Die Börsensteuer wurde erstmal auf Eis gelegt. Sicherlich, Schäubelchen wird dran bleiben (der Mensch der sogar freiwillige Arbeit besteuern will :battle: ).

 

Aber da wird er sich bei den Schweden und Engländern die Zähne ausbeissen.Mal sehen was er sich als nächstes ausdenkt?

Geschrieben

Passt schon, hat sich doch noch gar keiner aufgeregt.

 

Sind ja zumeist ähnlche Ansichten, uns ist ja wohl allen bewußt, dass es die angestrebte "faire" Lösung niemals geben wird.

Man kann nur versuchen die Schere zwischen den verschiedenen Gesellschaftsschichten/Verdiensten/Besteuerungen nicht zu groß werden zu lassen.

 

Ack, wobei in D im Vergleich zu anderen Ländern noch sehr viel ausgeglichen wird.

 

Um noch andere 'Ausnahmen' zu erwähnen:

 

Auch Tagesmütter waren bis vor kurzem teilweise von Steuern befreit.

 

Systematisch im Sinne von Besteuerung nach Leistungsfähigkeit ist das nicht, eher soll damit kaschiert werden dass auch geringe Einkommen in D schon erheblich belastet werden. Aber irgendwo muss ja auch die Masse zum 'gerechten' Verteilen herkommen - wobei sich die Verwalter und Verteiler mit solchen Einkommen nicht zufrieden geben würden.

 

Lutz

  • 1 Monat später...
Geschrieben

Finanzmarktsteuer

 

Höhere Kosten, weniger Auswahl

 

Eine Studie zeigt, dass eine Transaktionssteuer viele Produkte deutlich verteuern würde. Anbieter würden ihr Angebot reduzieren oder gar ganz einstellen.

 

Frankfurt

Eine Finanztransaktionssteuer würde viele Finanzprodukte für Privatanleger einer Studie zufolge unattraktiv machen. „Für private Anleger wird sich das vielfältige Angebot an Produkten, die eine Optionskomponente enthalten, deutlich verteuern“, heißt es in einer Studie des Finanzprofessors Christian Koziol von der Universität Tübingen, die er im Auftrag des Deutschen Derivate Verbandes durchgeführt hat. „Es ist davon auszugehen, dass viele Wertpapier-Emittenten ihr Angebot an Privatanleger verteuern, teilweise einschränken oder sogar einstellen. Dadurch würden sich die Möglichkeiten privater Anleger verschlechtern.

 

Betroffen seien Anlagezertifikate, Hebelprodukte, börsennotierte Indexfonds (ETFs) und weitere Finanzprodukte mit Optionskomponenten wie Kapitallebensversicherungen und Bausparverträge.

 

Politiker in der EU diskutieren seit Monaten über die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Nach den Vorstellungen der Europäischen Kommission soll die Steuer auf alle zwischen Finanzinstituten abgewickelten Transaktionen mit Finanzinstrumenten anfallen, wenn mindestens ein Beteiligter in der EU ansässig ist. Betroffen wären neben Banken und Versicherungen auch Fonds oder Hedge-Fonds, Finanzverleiher oder Zweckgesellschaften. Die Steuer müsste von beiden Transaktionsparteien bezahlt werden. Ein einfaches Ausweichen auf andere Börsenplätze außerhalb der EU wäre damit kaum möglich.

 

Für Aktien ist ein Steuersatz von 0,1 Prozent vorgesehen, für Derivatekontrakte sind 0,01 Prozent im Gespräch. Laut Finanzprofessor Koziol wäre die Belastung in vielen Fällen jedoch deutlich höher: „Die Finanztransaktionssteuer führt bei typischen Optionen leicht zu einer Gesamtbelastung von über 15 Prozent des Werts und noch erheblich mehr bei anderen Optionen wie Knock-Out-Instrumenten“. Dies liege daran, dass die Anbieter von Optionen ihre Risiken absichern müssten, was mit regelmäßigen Portfolioanpassungen und daher hohen Börsenumsätzen verbunden sei.

 

Die höheren Risiken auf Seite der Optionsanbieter könnten dazu führen, dass diese entweder ihr Angebot verringerten oder die Preise erhöhten. Dieser Effekt würde schließlich auf Anbieter von Finanzprodukten wie Zertifikaten, Hebelprodukten und ETFs durchschlagen, die Optionskontrakte häufig als wesentliche Bestandteile nutzten.

 

 

rtr

Quelle: Handelsblatt Online

http://www.wiwo.de/f...hl/6559200.html

 

EDIT: @Mods Kann es sein, dass die 'News' -Funktion nicht mehr geht? noidea.gif

Bearbeitet von whipsaw
News-Tag korrigiert

  • 2 Monate später...
Geschrieben
Na, denn werden sie sich die CFD s greifen. Ich finde es gut, das Frankreich damit anfängt, mal sehen wo das endet? cool.png

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