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Der Euro ist im freien Fall
Gerade ist der Wechselkurs des Euro bei $1,5064 angekommen. Heute morgen stand er noch bei $1,5311. Damit kostet er 5,8 Prozent weniger als am 22. April, als er bei knapp unter $1,60 seinen bisherigen Höhepunkt erreicht hatte. Es sieht ganz nach einem freien Fall aus, zu dem ist meist dann kommt, wenn alle Welt auf einen weiter steigenden Kurs gesetzt hat, wenn also vor allem die institutionellen Akteure per saldo long sind (netto kann der Markt natürlich nicht long sein). Einige Gründe sprechen dafür, dass der Euro noch weiter abwerten könnte: (more…) View the full article
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Deutsches BIP geht stark zurück
Wenn es stimmt, was die Süddeutsche berichtet und was die Financial Times am heutigen Mittwoch als Hauptüberschrift auf ihrer Titelseite bringt, dann ist das reale Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal saisonbereinigt gegenüber dem ersten um 1 Prozent zurückgegangen, nach angelsächsischem Usus also mit einer annualisierten Rate von rund 4 Prozent. Die USA, gemeinhin als der neue kranke Mann unter den Industrieländern bekannt, hatten es so gerechnet dagegen auf eine Zuwachsrate von plus 1,9 Prozent gebracht. Noch so ein Quartal, und wir steckten, wiederum nach angelsächsischem Verständnis, in einer Rezession. Wie ernst sollen wir das nehmen? (more…) View the full article
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Aktien vorläufig noch schwach, Inflation vor der Wende
Noch gibt es keine Anzeichen, dass sich die konjunkturelle Lage verbessern könnte. Vorläufig wird sich das Wachstum hierzulande ebenso wie im Rest der Welt weiter abkühlen. Die freien Kapazitäten nehmen zu und die Unternehmensgewinne sind rückläufig. Die Aktienmärkte werden daher vorerst schwach bleiben. Das sich verschlechternde wirtschaftliche Umfeld bedeutet aber auch, dass der Inflationsdruck abnimmt. Die Preise für Erdöl, die meisten Metalle sowie Nahrungsmittel sinken bereits seit einigen Wochen. Für die Zentralbanken ist das erst einmal eine Entwarnung, ebenso wie für die Anleger am Bondmarkt. Ausführliches zur wirtschaftlichen Lage in den USA, Euroland, Japan, China und Russland, sowie den damit verbunden Implikationen für Aktien, Bonds und den Dollar in meinem neusten Investment Outlook: Wermuth’s Investment Outlook – August 2008*) (pdf, 230 KB) *) Den Investment Outlook von Dieter Wermuth in englischer Sprache gibt es einmal im Monat und er wird zunächst kostenlos auf Herdentrieb zum Herunterladen bereitgestellt. (ur) View the full article
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Ein Konjunkturprogramm – jetzt!
Ausnahmsweise muss ich mal Michael Glos, den populistischen Wirtschaftsminister rühmen. Sein Haus bereitet angesichts des rapiden Abschwunges gerade Pläne für eine Konjunkturspritze vor. Glos ist zurzeit der einzige Politiker in der Großen Koalition, der den Sinn von Konjunkturprogrammen verstanden hat. Herr Glos, lassen Sie Merkel und Steinbrück zetern und stecken Sie noch weitere kluge Köpfe Ihres Hauses in das Projekt. Sie werden damit ganz groß rauskommen, denn schon in vier Wochen wird das Heulen und Zähneklappern unüberhörbar sein. Der Abschwung überrollt die deutsche Wirtschaft gerade. Sie müssen noch heftig am Design des Programms feilen und auch die Höhe ist mit zehn Milliarden Euro wohl etwas zu knapp bemessen. Aber der Reihe nach. (more…) View the full article
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Die Lage wird ungemütlicher
http://blog.zeit.de/herdentrieb/wp-content/uploads/2008/07/ifo_index_juli_08.gif Wird sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft nur vorübergehend abschwächen oder steuern wir auf eine Rezession zu? Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland, wie sie im Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo Instituts zum Ausdruck kommt, spiegelt seit dem Ausbruch der Finanzkrise im letzten August die Gespaltenheit der Konjunkturexperten wieder. Während die aktuelle Lage immer noch vergleichsweise positiv beurteilt wurde, hatten sich die Erwartungen der Unternehmen Monat für Monat verschlechtert. Nach den Zahlen, die das Ifo Institut am heutigen Donnerstag veröffentlicht hat, wurden diese Erwartungen leider nicht enttäuscht, denn die Unternehmen schätzten ihre aktuelle Lage jetzt deutlich schlechter ein als noch vor zwei Monaten (gegenüber Mai ist dieser Index um 4,3 Punkte gefallen). Und die Erwartungen trüben sich noch weiter ein. Hier liegt der Index jetzt bei 90 Punkten so niedrig wie zuletzt vor gut fünf Jahren. Damals war Deutschland in der Rezession. (more…) View the full article
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Scharfer Gegenwind – Inflation bald aber kein Thema mehr
Wie schnell es gehen kann: Im ersten Vierteljahr hatte das reale Sozialprodukt noch mit einer Verlaufsrate von 6,3 Prozent zugenommen, inzwischen wäre ich aber nicht mehr überrascht, wenn es im zweiten zu einem Rückgang gekommen wäre. Alles deutet darauf hin. Nicht nur das, es sieht auch nicht danach aus, dass es schon bald wieder aufwärts gehen könnte. (more…) View the full article
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Trotz schlechter Konjunkturaussichten will der Euro nicht abwerten
Normalerweise hätten die Zahlen für die französische und italienische Industrieproduktion, die gestern für den Monat Mai veröffentlicht wurden, den Euro deutlich schwächen müssen, so schlecht waren sie. Die Meldungen wurden aber von den Märkten völlig ignoriert – es gab ein kleines Auf und Ab, dann aber beruhigte sich die Lage bei $1,57, etwa da wo sich der Wechselkurs seit Mitte März, also seit vier Monaten bereits befindet. Das war auch der Fall, als vor wenigen Tagen die deutschen Statistiken zum Auftragseingang und zur Industrieproduktion herauskamen. Sie befinden sich de facto im freien Fall. Es sieht nach diesen Zahlen so aus, als ob das deutsche BIP real und saisonbereinigt im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal gesunken ist, und für Euroland insgesamt dürfte eine Stagnation herauskommen. (more…) View the full article
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Warum Aktien manchmal keinen Inflationsschutz bieten
Im vergangenen Jahr haben sich die Inflationsraten im Euroraum mehr als verdoppelt. Im Rest der Welt war es ähnlich. Wenn man sich ansieht, was sich bei den Rohstoffen, Einfuhren und Vorprodukten an der Preisfront abspielt, muss man eigentlich folgern, dass in der Pipeline noch eine ganze Menge an Inflationspotential steckt. Die Wahrscheinlichkeit einer globalen Rezession nimmt zwar mit jedem Tag zu, an dem der Ölpreis auf dem jetzigen Niveau verharrt oder steigt, trotzdem werden wir es auf absehbare Zeit erst mal mit weiter steigenden Inflationsraten zu tun haben. Zudem fehlt es nicht an Liquidität, Folge der sehr laxen amerikanischen Geldpolitik und der dadurch bedingten Devisenmarktinterventionen der Emerging Markets. Auch der Auslastungsgrad des Welt-BIP ist nach wie vor so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr, so dass die Überwälzung der hohen Kosten leicht fallen dürfte. (more…) View the full article
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Energiepolitik ist die Strukturpolitik der Stunde
Zwei Kommentatoren zu meinem neusten Investment Outlook haben mich zurecht darauf aufmerksam gemacht, dass wir wegen der stark gestiegenen relativen Preise für Energie vielleicht schon dicht an der Kapazitätsgrenze sind, global und national. Dass die Inflation also einfach daher rührt, dass es keine Produktivitätsreserven mehr gibt. Oder andersherum: ein Teil des Produktionspotentials muss de facto eingemottet werden, weil es zur Produktion von Gütern und Dienstleistungen nur dann nutzt, wenn es noch die alten Inputkosten-Relationen zwischen Energie, Löhnen und Kapital gäbe. Die sind aber gehörig durcheinander geschüttelt worden. Wir brauchen keine Fabriken mehr, die Benzinschlucker produzieren, oder Häuser, bei denen die Wärme in Nullkommanichts ins Freie entweicht, oder Flugzeugflotten, die sich nur bei billigem Kerosin rechnen. Bei gegebenem BIP ist das Produktionspotential vermutlich kleiner, als wir das bisher gedacht hatten. (more…) View the full article
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Ölpreisexplosion macht globale Rezession wahrscheinlicher
Die Angst vor steigender Inflation hat bei den Zentralbanken die Sorge abgelöst, dass es nach dem Platzen diverser Blasen zu einer Deflation kommen könnte. Überall geht es nur noch darum, ob die Zinsen unverändert gelassen oder erhöht werden sollen. Dabei ist das Risiko einer globalen Rezession durch die Explosion der Ölpreise und den Entzug an Kaufkraft stark gestiegen. Die USA laborieren zudem noch an den Folgen der fallenden Immobilienkrise. Das alles sind schlechte Nachrichten für die Aktienmärkte. Weltweit dürften die Gewinne der Unternehmen fallen, außer in den ölexportierenden Ländern, die bislang die Gewinner in dieser Krise sind. Die Rentenmärkte leiden unter der nach wie vor steigenden Inflation und den steigenden Notenbankzinsen. Eine echte Inflationsmentalität hat sich bislang noch nicht entwickelt, und wird es auch nicht. Die Bondrenditen nähern sich attraktiven Niveaus. Aus ökonomischen Gründen dürften die Ölpreise demnächst kräftig fallen – allein eine politische Krise, ausgelöst etwa durch einen Angriff Israels auf den Iran, kann das noch verhindern. Ausführliches zum Ölpreis und den Aussichten für Aktien, Bonds und Wechselkurse in den wichtigsten Industrie- und Schwellenländern in meinem neusten Investment Outlook: Wermuth’s Investment Outlook – June 2008*) (pdf, 235 KB) *) Den Investment Outlook von Dieter Wermuth in englischer Sprache gibt es einmal im Monat und er wird zunächst kostenlos auf Herdentrieb zum Herunterladen bereitgestellt. (ur) View the full article
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New MetaTrader 4 Build 217
New MetaTrader 4 Client Terminal Build 217 has been released. What’s new: 1. MQL4: Fixed a compiler error that caused crash in Microsoft Windows Server 2008 operating system. 2. MQL4: Fixed an error in the FileReadArray() function. When reading array lines, the number of read lines is returned now. 3. MQL4: Changed the calculation algorithm of ArrayMinimum() and ArrayMaximum() functions. 4. MQL4: Fixed an error of converting the line of «HH:MI:SS» type into a number of datetime type in the StrToTime() function. 5. MQL4: Fixed an error causing crash when a string variable is added to itself. 6. Tester: Fixed an error of Bid and Ask variables formation in custom indicators used by Expert Adisors tested. 7. Tester: Introduced additional checks of data discrepancy hen generating test sequences. 8. Tester: Fixed margin calculation after the triggering of stop levels. 9. Fixed an error of ExpertsDllConfirm parameter recognition in the initial configuration file. View the full article
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Inflation statt Deflation
Für mich war Deflation lange Zeit der größte anzunehmende Unfall, der uns und der Weltwirtschaft insgesamt drohte. Es gab verschiedene Blasen, vor allem an den amerikanischen, britischen, spanischen und vermutlich auch an den chinesischen Immobilienmärkten, aber auch an den Kreditmärkten, wo Risikoprämien zeitweise verschwunden waren, an den Aktienmärkten Chinas und anderer Emerging Markets, oder an den Märkten für Rohöl und Metalle. Die idealen Voraussetzungen für ein Deflationsszenario waren also gegeben. (more…) View the full article
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Was höhere Zinsen für die Märkte bedeuten
Die EZB hat keinen Zweifel daran gelassen, dass sie die Zinsen am 3. Juli auf 4,25 Prozent erhöhen wird. Allerdings, das höre ich gerne, wenn auch mit Skepsis, soll das nicht der Startschuss sein für eine ganze Serie von weiteren Zinsanhebungen. Fragt sich, was das Ganze dann soll. Die Botschaft kann ja nur sein, dass sie Gewehr bei Fuß zu stehen gedenkt, also erneut zuschlagen will, wenn die Inflation nicht herunterkommt. (more…) View the full article
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Die EZB wird die Zinsen erhöhen
Die monatliche Pressekonferenz, die der Präsident der Europäischen Zentralbank Jean-Claude Trichet im Anschluss an die Sitzung des EZB Rats am Donnerstag hielt, ließ nichts besonderes erwarten. So wurde der Leitzins dann auch bei 4 Prozent belassen. Und in seinem Statement wies Trichet wie üblich auf die Inflationsrisiken hin, erklärte, dass das Wachstum in Euroland zwar nachlässt, aber die Fundamentaldaten “sound” also gesund sind und es nicht zu Zweitrundeneffekten kommen darf. Die Überraschung brachte das anschließende Frage und Antwort Spiel mit den Journalisten. Auf die Frage, was er mit dem Ausdruck “heightened alertness” signalisieren wolle, den er mehrfach gebraucht hatte, ließ Trichet die Katze aus dem Sack. Es habe ein Diskussion im Rat gegeben mit unterschiedlichen Einschätzungen und eine Anzahl der Mitglieder habe für eine Zinserhöhung argumentiert. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass man sich demnächst für eine kleine Anhebung entscheiden wird. Ob dies schon im Juli der Fall sei, dem widersprach Trichet nicht ausdrücklich und deutete ein Anhebung um 25 Basispunkte an. Die Sensation war perfekt. Auch wenn er mehrfach wiederholte: “It is not certain, it is possible”, scheint der nächste Zinsschritt der EZB so gut wie sicher und er wird nach oben gehen. Es bleibt allein die Frage, was treibt die Herren im EZB Rat? (more…) View the full article
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Warum sich Blasen nicht vermeiden lassen
Die letzten zwanzig Jahre sind durch verschiedene Vermögenspreisblasen gekennzeichnet, wie die japanische Aktien- und Immobilienblase, die dot.com Bubble, die US Immobilienblase und zuletzt die Ölkrise, die sich durch aus hier einreihen lässt. Und der Ausdruck “Bubble Economy” ist mittlerweile zu einer Beschreibung der globalen Wirtschaft geworden. Beim diesjährigen Treffen der französischen, italienischen und deutschen Bankenvolkswirte am letzten Dienstag ging es unter anderem um die Frage, wie es sich vermeiden lässt, dass Vermögenspreise von ihren Fundamentalwerten abweichen. In meinem Kurzvortrag vertrat ich die Thesen, dass sich Asset Price-Blasen nicht vermeiden lassen, da sie ein konstituierendes Merkmal marktwirtschaftlicher Systeme sind – sie treten nämlich meist dann auf, wenn das wirtschaftspolitische Umfeld besonders freundlich ist, wenn also die Inflation niedrig, das Wachstum robust und die Staatsfinanzen solide sind, und dass durch gezielte Maßnahmen nur tendenziell verhindert werden kann, dass sie zu groß und damit zu gefährlich für den Wachstumsprozess werden. Bevor ich meine Thesen am Beispiel der vier genannten Blase erläutere, zunächst die Frage: Was ist eine Blase und weshalb sind Blasen so gefährlich für die Wirtschaft? (more…) View the full article
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Finanzmarktkeynesianismus à la USA
Von dem, was in den USA gerade geschieht, können europäische Anhänger des britischen Ökonomen John Maynard Keynes nur träumen: Die Amerikaner überlassen ihr Wirtschaftswachstum nicht mehr den Marktkräften, sondern greifen kräftig ein. Die Zentralbank Federal Reserve mit ihrem Chef Ben Bernanke senkt die Zinsen und nimmt eine höhere Inflation in Kauf, damit bloß die Wirtschaft nicht abschmiert. Gleichzeitig zahlt der Staat den finanzschwachen Bürgern Steuern zurück, damit sie weiterhin kräftig konsumieren. Und das Merkwürdige: Würden die Deutschen so etwas machen, wären Unternehmer und Banker hierzulande zutiefst skeptisch. Noch mehr Schulden! Drohende Inflation! Das wären die ersten Reaktionen, wenn man die Möglichkeit einer keynesianischen Politik nur erwägen würde. In den USA aber jubeln die Wall Street-Banker über den eingeschlagenen Kurs. Ist die Welt so viel anders jenseits des Atlantiks? Sind die konservativen Republikaner George W. Bush und Ben Bernanke samt der Wall Street heimliche Sozialdemokraten? (more…) View the full article
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Die Ölkrise bedroht die Weltwirtschaft
Noch ist es ziemlich wahrscheinlich, dass die Weltwirtschaft nicht um eine Rezession herumkommt. Sie leidet nach wie vor unter mehreren Krisen und Ungleichgewichten: dem amerikanischen Leistungsbilanzdefizit, das weiterhin den Dollarkurs belastet, der Finanzkrise, die die Strukturen der Kreditwirtschaft tiefgreifend verändern wird, einigen Immobiliencrashs, die die persönlichen Bilanzen von Millionen Haushalten verhagelt haben oder noch verhageln werden (USA, Spanien, GB, vielleicht demnächst China), sowie der Ölkrise, die die Kaufkraft der Verbraucher so beeinträchtigt, dass sie bei den Ausgaben immer weniger Spielraum haben. An den Finanzmärkten ist man bisher erstaunlich gelassen. (more…) View the full article
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New MetaTrader 4 Mobile SE Build 212
New MetaTrader 4 Mobile SE build 212 is released. In new version the terminal freezing at the attempt to register a demo account is fixed. View the full article
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Geschockte Verbraucher
Die Globalisierung hat in den letzten Jahren in allen industrialisierten Volkswirtschaften dazu geführt, dass der Anteil der Arbeitseinkommen am Volkseinkommen deutlich gesunken ist. Für die Verbraucher waren das schwierige Zeiten. Es stehen aber wohl noch schwierigere bevor, weil die Explosion der Energiepreise die Kaufkraft erneut reduzieren wird, und zwar zugunsten der Produzenten und Verteiler von Öl, Gas und Strom. Wenn die Verbraucher nicht mitziehen, sind alle Prognosen, die darauf hinauslaufen, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft zwar abschwächen, nicht aber in eine Rezession münden wird, das Papier nicht wert, auf dem sie veröffentlicht werden. Ohne die Ausgaben der privaten Haushalte in den Industrieländern geht nichts. (more…) View the full article
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Auf dem Weg zur Basarökonomie?
Die Wachstumszahl fürs erste Quartal war ein ganz schöner Hammer. Mit aufs Jahr hochgerechneten sechs Prozent war es der kräftigste Wachstumsschub in einem Quartal seit 1996! Nicht nur, dass meine Wachstumswette nun recht pessimistisch ausschaut. Viel schlimmer: Es scheint, als könne man sich immer weniger auf die deutschen Quartalsdaten verlassen. Klar zumindest ist, dass das erste Quartal ein Ausreißer nach oben ist – und damit leider die Selbstgefälligkeit der europäischen Politik und Notenbank, abzuwarten bis die Krise sichtbar wird, um weitere drei Monate unterstützt. Warum man sich immer weniger auf die deutschen Quartalsdaten verlassen kann? (more…) View the full article
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Drei Wünsche an die Aufsicht
Allzu leichtfertige Kreditvergabe oder “reckless lending” war der Grund für die Finanzkrise. Das lernen wir aus den Analysen der Zentralbanker. In diesem Punkt sind sich Fed, EZB, Bank of England und BIZ einig. Insbesondere die BIZ hatte in vielen Quartalsberichten schon vor dem Sommer 2007 vor zu freizügiger Kreditvergabe gewarnt. So ganz falsch wird diese Analyse nicht sein. Die interessante Frage ist, warum kam es zu der allzu freizügigen Praxis. (more…) View the full article
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Im Zeichen der Rezession
Der Internationale Währungsfonds erwartet, dass die Weltwirtschaft 2008 um 3,7 Prozent zulegen wird. Das ist beachtlicht wenn auch weniger ist als in den letzten vier Jahren. Allerdings sehen die Analysten des Fonds eine Wahrscheinlichkeit von 25 Prozent, dass am Ende nur 3 Prozent oder weniger herauskommen werden – das nennen sie bereits eine Rezession. Wegen der ungewöhnlich zahlreichen und großen Ungleichgewichte sind die Wachstumsrisiken meiner Ansicht nach aber noch höher als der IWF es wahrhaben will. Probleme bereiten vor allem die internationale Finanzkrise, die Explosion des Ölpreises und der Rohstoffpreise allgemein, aufgeblähte und nunmehr korrigierende Immobilienmärkte in den USA, Großbritannien, Spanien, Italien, Frankreich und vermutlich auch in China, sowie die gewaltigen Defizite in den Leistungsbilanzen der USA und des Vereinigten Königreichs, denen entsprechend große Überschüsse in China, Japan, Russland und den OPEC-Staaten gegenüberstehen. Die Anpassungskosten werden beträchtlich sein, zu denen auch eine völlig neue Wechselkursstruktur beiträgt, die sich jetzt herausbildet. Vermutlich ist daher die Chance, dass es bald zu einer weltweiten Rezession kommt, oder dass sie sogar schon begonnen hat, größer als 50 Prozent. Das bedeutet, dass die Arbeitslosigkeit von nun an vermutlich steigen wird, dass die Löhne wieder unter Druck geraten, dass die Rohstoffpreise ihren Zenit überschritten haben, ebenso wie die Inflationsraten allgemein. Auch die Gewinne der Unternehmen dürften tendenziell sinken. Für Aktien sind das keine guten Aussichte, dafür aber für Anleihen solider Schuldner. Rohstoffe sind keine gute Asset-Klasse mehr, vor allem nicht Terminkontrakte, Fonds oder Zertifikate auf Nahrungsmittel. Ausführliches zu den Rezessionsrisiken, den Aussichten für Aktien, Bonds und Emerging Markets sowie ein Blick auf Russland in meinem neusten Investment Outlook: Wermuth’s Investment Outlook – April 2008*) (pdf, 244 KB) *) Den Investment Outlook von Dieter Wermuth in englischer Sprache gibt es einmal im Monat und er wird zunächst kostenlos auf Herdentrieb zum Herunterladen bereitgestellt. (ur) View the full article
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EZB muss Rücksicht auf Konjunkturrisiken nehmen
Wie schnell sich die Dinge ändern: Vor ein paar Tagen sah es noch ganz danach aus, als erwäge die EZB ernsthaft, die Zinsen zu erhöhen. Die Lage bei den Auftragseingängen sah hervorragend aus, ebenso bei der Industrieproduktion, der Ifo-Geschäftsklimaindex war einige Monate in Folge wieder geklettert, die Beschäftigung im Euroraum lag um anderthalb Prozent über dem Vorjahreswert, die Arbeitslosenquote war auf 7,2 Prozent gefallen, den niedrigsten Wert seit Beginn der Währungsunion, die Geldmenge M3 schien völlig außer Kontrolle geraten zu sein, jedenfalls aus Sicht der EZB, und vor allem war die Inflation bei den Verbraucherpreisen im März auf 3,6 Prozent geklettert. Der starke Euro hatte bislang keine Spuren im Außenhandel hinterlassen. (more…) View the full article
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New MetaTrader 4 Build 216
New MetaTrader 4 Client Terminal Build 216 has been released. What’s new: 1. Tester: Provided correct initialization/deinitialization of libraries used by the Expert Advisor under test, at repeated passes and at optimization. 2. Tester: Fixed the triggering of Sell Limit orders when tested by open prices. 3. MQL4: Eliminated memory leaks occurring when referencing outside a string array. 4. When placing an order by Market Execution, disabled the feature of entering the values of SL and TP, the corresponding fields are blocked. 5. Fixed error of losing the data of off-line charts when attaching MQL4 scripts to such charts. View the full article
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Ohne neues Inflationsziel scheitert die EZB
Ich gebe zu: Das niedrige und asymmetrische Inflationsziel der Europäischen Zentralbank ist mir seit 1998 ein Dorn im Auge und ich habe es schon oft kritisiert (hier, hier und hier). Doch nie war die Zeit günstiger! Niemals zuvor bin ich in Expertenkreisen damit auf solch offene Ohren gestoßen wie derzeit. Denn das Problem, manche nennen es Dilemma, der EZB ist offensichtlich. Die Globalisierung hat unverkennbar ihren Modus gewechselt: Von preisdämpfend zu inflationstreibend. (more…) View the full article