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Bald Spekulationen auf Öl, Metalle und Agrarprodukte reguliert?

Geschrieben

Ich würde nicht darauf wetten, dass man damit tatsächlich das erreicht was man erreichen möchte...

Dennoch interessanter Artikel:

 

Die USA wollen im Rohstoff-Handel durchgreifen. Die Derivate-Aufsicht CFTC soll am Dienstag

einen Regulierungsentwurf beschließen. Damit sollen Spekulationen auf Öl,

Metalle und Agrarprodukte eingedämmt werden.

 

Zur Nachricht

 

btw.

 

Ich würde mich freuen, wenn ihr an der anonymen Umfrage teilnehmen würdet.

Mich würde interessieren, wie ihr so dazu steht. :good:

15 Benutzer abgestimmt

  1. 1. Sollte der Handel mit Rohstoffen beschränkt werden?

    • Nix da! Freie Fahrt für freie Bürger.
      33%
      5
    • Mit Essen spielt man nicht. Alles andere unreguliert.
      53%
      8
    • Handel mit Rohstoffen generell einschränken.
      13%
      2

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Featured Replies

Geschrieben

ich hab für Punkt 1 gestimmt - da nicht klar ist, welche Auswirkungen eine Limitierung hätte.

 

Es wird viel geschimpft über Rohstoffspekulation, aber dadurch liegt eine Menge Geld im Markt die die Preise auch dämpfen kann.

 

Wenn man sieht, wie börslich ungebundene Rohstoffe wie Seltene Erden u.ä. preislich durch die Erzeugerstaaten nach oben durch die Decke geschossen werden, ist mir die momentane Situation fast noch lieber.

Geschrieben
  • Autor

Ich habe auch für Nr. 1 gestimmt. Muss aber sagen, dass meine Sichtweise von Unsicherheit geprägt ist.

Zur Zeit wird mit Studien gewuchert, die nahezu jeden Schluss zulassen würden.

Jene haben gute Argumente dafür, andere wieder gute dagegen.

Nur solange wir keine Planwirtschaft haben, versteh ich nicht, auf welche Art sonst Preise entstehen sollen.

Ganz davon angesehen, dass das Enstehen dieser Preise auch mit einer extrem wichtigen Signalwirkung verknüpft ist.

Gerade auf die sollte ja planerische politische Entscheidung garnicht verzichten können. Sie ist ja der Hauptindikator

für Steuerungsbedarf und Richtung. :noidea:

 

EDIT: Die Umfrage ist deshalb anonym, weil sie kein Pranger für die sein soll,

die unkonventionelle Ideen haben und dementsprechend voten möchten, aber keinen Bock auf Diskussionen haben.

Die Ergebnisse find ich dennoch spannend. :shades:

Geschrieben

Wenn man sieht, wie börslich ungebundene Rohstoffe wie Seltene Erden u.ä. preislich durch die Erzeugerstaaten nach oben durch die Decke geschossen werden, ist mir die momentane Situation fast noch lieber.

 

Seltene Erden kommen zu 95% aus China und die haben auf Grund von niedrigen Löhnen und einer beispiellosen Vergewaltigung der Natur billig produzieren können und somit - durch Preise unterhalb der üblichen Selbstkosten - andere Minen aus dem Markt gedrängt. Anschließend haben sie die Preise wieder nach Belieben angehoben. Wer seltene Erden benötigt, ist auf Gedeih und Verderb den Chinesen ausgeliefert.

 

Es kann doch nicht sein, dass Menschen Hunger leiden (und im schlimmsten Fall verhungern), weil Spekulanten mit imaginären Finanzprodukten Geld verdienen wollen. :angry: Und wie ich gestern erfahren habe, mischen da (fast) alle Geldhäuser mit. Das die nicht selbst mal auf die Idee kommen, dass in Eigenregie zu regulieren. Deutsche Bank, von wegen ... lest Euch mal durch, was die zum Thema Nachhaltigkeit schreiben, da kommt mit das http://www.planet-smilies.de/kotz/kotz_006.gif

 

TEXTAUSZUG: "Nachhaltigkeit bedeutet für uns Zukunftsfähigkeit – mit dem Ziel, kommenden Generationen eine gesunde Umwelt sowie stabile wirtschaftliche und soziale Verhältnisse zu übergeben. Diesem Leitbild fühlen wir uns verpflichtet."

 

Beste Grüße

Nelly

Geschrieben
weil Spekulanten mit imaginären Finanzprodukten Geld verdienen wollen.

 

es ist leicht gesagt das die Preise von Nahrungsmitteln dadurch steigen - und ich will hier auch niemanden, schon gar nicht irgendwelche Geldhäuser verteidigen.

 

Aber wie würdest Du die Preise von global nachgefragten (Agrar)Produkten denn bestimmen ? Meiner Meinung nach müßte dann jeder Importeur die Preise mit den jeweiligen Lieferländern aushandeln - eine Folge wären sehr unterschiedliche Preise und Währungsschwankungen mit dem Effekt, das man am Ende nicht günstiger dasteht als wie vorher.

Geschrieben
  • Autor

Vlt. ist da Thema 'Seltene Erden' auch etwas sehr Spezielles und nur wenig mit anderen Marktsegmenten vergleichbar.

Zum einen gibt es hier quasi keinen Wettbewerb im Angebot, zum anderen enspringt dieses Angebotsmonopol einem Land,

dass ich ehr unter Planwirtschaft und unfreien Marktbedingungen einordnen würde. Es ist schwer abschätzbar, inwiefern tatsächlich

die Nachfrage und die Nchfragenden hier Einfluss auf den Preis und und die Produktionsbedingungen haben.

Geschrieben

Ich spanne den Bogen mal etwas weiter:

 

Spekulanten sind dafür verantwortlich, dass die Rohstoffpreise so hoch sind. Spekulanten sind dafür verantwortlich, dass Börsen crashen.

 

Solange Spekulanten Rohstoff-Futures shorten und damit auch die Preise drücken, ist alles in Ordnung. Solange Spekulanten die Börsen ohne fundamentale Grundlage und eine solide Wirtschaft nach oben prügeln, ist auch alles in Ordnung. Damit ist die Lösung des Problems doch extrem einfach.

 

Spekulanten dürfen künftig Rohstoffe nur noch SHORTEN, um die Preise niedrig zu halten und Indizes nur noch LONG handeln. Problem gelöst, Alle werden glücklich, Leben ist schön.

 

Ich gehe übrigens auch davon aus, dass Spekulanten dafür verantwortlich zeichnen, dass mein Auto heute Zündaussetzer hatte und ich es deshalb in die Werkstatt bringen musste und ich werd bestimmt auch Wissenschaftler finden, die das in einer Studie beweisen können.

Geschrieben
  • Autor

Ich gehe übrigens auch davon aus, dass Spekulanten dafür verantwortlich zeichnen,

dass mein Auto heute Zündaussetzer hatte und ich es deshalb in die Werkstatt bringen

musste und ich werd bestimmt auch Wissenschaftler finden, die das in einer Studie beweisen können.

 

Polemisch gesehn schon. Aber das kommt mir auch mitunter in den Sinn, wenn ich die Berichterstattung verfolge.

Andererseits versuche ich die Kritik auch ernst zu nehmen. Unser Geschäftmodell funktioniert ja in einer Gesellschaft,

die auch aus Menschen besteht, die dem Thema weniger involviert gegenüberstehn. Diese Menschen haben Ängste, Sorgen und

sehen sich sehr unterschiedlichen Informationen ausgesetzt. Als Trader wissen wir ja, welche Macht Ängste haben können.

Diese Gruppe von Menschen ist aber nicht grundsätzlich blöd und hat doch zumindest auch Gründe vorzubringen.

Im mindesten hat diese Gruppe eine Stimme mit Gewicht, und das besorgt mich auch im Hinblick auf die pure Anzahl, die diese

Kritiker in der Gesellschaft darstellen. Vlt. bleibt es eine Mode, wie sie in solchen Kriesen oft zu beobachten ist,

vlt. kommt sie aber auch politisch- gestalterisch zum Ausdruck. Da lässt es sich schlecht mit Sinn oder Unsinn argumentieren.

Also, ich stelle auch meine Ansicht zur Diskussion, denn zuallerst möchte ich dazulernen.

Aus diesem Grunde auch der Thread. Da ich mich wirklich für die unterschiedlichen Sichtweisen und deren Gründe hier interessiere,

die alle ihre Berechtigung haben. Auch deine, also danke für das Feedback DaBuschi . :good:

Geschrieben

es ist leicht gesagt das die Preise von Nahrungsmitteln dadurch steigen ...

 

Im Jahr 2006 betrugen die Investitionen in Rohstoffe (incl. Nahrungsmittel) weltweit 13 Mrd. USD.

Im Jahr 2011 betrugen die Investitionen in Rohstoffe (incl. Nahrungsmittel) weltweit mehr als 600 Mrd. USD.

 

In 7 Jahren hat sich die Quate ver46facht!!!

 

Die Folge: Die Nahrungsmittelpreise explodierten! Der Index für Grundnahrungsmittelpreise lag im Jahr 2003 bei 97,7 Punkten, im Jahr 2011 bei 203,8 Punkten (mehr als verdoppelt)!!! Es wurden auch immer genügend Nahrungsmittel produziert. Mit einer Verknappung kann der Preisanstieg also nicht erklärt werden.

 

In Kenia sind die Nahrungsmittelpreise für Grundnahrungsmittel nur in diesem Jahr zwischen 50 und 100% gestiegen!!!

 

Ich denke, da kann man schon einen Zusammenhang herleiten, oder?

 

 

Aber wie würdest Du die Preise von global nachgefragten (Agrar)Produkten denn bestimmen ? Meiner Meinung nach müßte dann jeder Importeur die Preise mit den jeweiligen Lieferländern aushandeln - eine Folge wären sehr unterschiedliche Preise und Währungsschwankungen mit dem Effekt, das man am Ende nicht günstiger dasteht als wie <-- (ist das Absicht? :noidea: ) vorher.

 

So wie es früher auch gemacht wurde, bevor es diese unsäglichen (für jedermann zugänglichen) Finanzprodukte gab. Und wenn die Arbeit damit so einfach und komfortabel ist, dann sollten wenigstens nur die damit "arbeiten" dürfen, die eine Sinnhaftigkeit (Produzent, Großhändler, Importeur u.a.) herleiten können.

 

Die Deutsche Bank (exemplarisch) kann ja in dementsprechenden Mengen für den Eigendarf (den der eigenen Kantinen) gerne mithandeln, spricht nichts dagegen ... aber wie gesagt, in dementsprechenden Mengen ...

 

Quelle meiner Angaben: ZDF-Mediathek

Geschrieben

... Spekulanten sind dafür verantwortlich, dass die Rohstoffpreise so hoch sind ...

 

Dem ist mitunter so. Hat natürlich noch andere Gründe, aber die Spekulanten tragen ihren Teil dazu bei.

 

Hab ne Frage an Dich:

 

Würdest Du darauf verzichten mit Rohstoffprodukten zu handeln, wenn Du dadurch gesichert dazu beitragen könntest, dass die Preise für Grundnahrungsmittel fairer bewertet werden könnten?

 

 

 

P.S. Kauf Dir doch einfach ein richtiges Auto, dann haste auch keine Zündaussetzer mehr. :cleanglasses:

Geschrieben

Ich finde es ist hier schwer so global dafür oder dagegen zu sein.

Ich hab bei den Rohstoffmärkten (vor allem Nahrungsmitteln) immer das klassische Kartoffelbeispiel im Kopf wo der Bauer über den Future schon vorher einen Preis aushandeln kann und der Käufer auch schon im vorhinein weiß was ihm der Nachschub kosten wird. Die "freie" Preisbildung ist hier also durchaus sinnvoll.

 

Problematisch wirds wenn Spekulanten die in keinster Weise an physischer Lieferung interessiert sind, zu starke Rollen spielen. Sprich das "Spekulationsvolumen" zu groß wird und diverse Blasen und Meinungen den Preis bewegen und nicht das wirkliche Angebot/Nachfrage "Gleichgewicht".

Man könnte natürlich sagen das die Spekulanten ja nur die Meinung der Mehrheit widerspiegelt, soweit auch ok, das Problem ist das verschobene Volumen.

 

wenn normalerweise 10 Verkäufer und 10 Käufer im Markt sind, is es ausgeglichen. Wenn 1 Verkäufer ausfällt wegen schlechter Ernte, bieten die Käufer mehr um ihren Anteil von den verbleibenden zu kriegen, bis 1 Käufer nimmer höher will und das neue Gleichgewicht is gefunden.

Wenn es jetzt aber so aussieht als würde der Preis steigen, oder auch nur das Potential für Emotionen da ist. Und deswegen 100 Spekulanten in den Markt gehen und die Nachfrage künstlich hochtreiben (und damit den Preis), hat das nix mit einer natürlichen Preisfindung zu tun.

 

Wenn man hier reguliert müsste man also einen Mittelweg finden um den "normalen" Preiskampf ungestört zu lassen, aber eine unnatürliche Verschiebung zu verhindern.

 

Am besten haben mir da so Ansätze gefallen die eine Mindesthaltedauer festlegen. Denn welcher Käufer/Verkäufer wechselt alle 5 Minuten die Position? Wie man das in der Praxis umsetzt oder ob die großen da nicht eh schnell workarounds finden ist dann eine andere Frage...

Geschrieben

Im Jahr 2006 betrugen die Investitionen in Rohstoffe (incl. Nahrungsmittel) weltweit 13 Mrd. USD.

Im Jahr 2011 betrugen die Investitionen in Rohstoffe (incl. Nahrungsmittel) weltweit mehr als 600 Mrd. USD.

 

In 7 Jahren hat sich die Quate ver46facht!!!

 

Die Folge: Die Nahrungsmittelpreise explodierten! Der Index für Grundnahrungsmittelpreise lag im Jahr 2003 bei 97,7 Punkten, im Jahr 2011 bei 203,8 Punkten (mehr als verdoppelt)!!! Es wurden auch immer genügend Nahrungsmittel produziert. Mit einer Verknappung kann der Preisanstieg also nicht erklärt werden.

 

Ich sehe ein, dass ein gestiegenes Handelsvolumen von Derivaten eine Auswirkung auf den Preis des jeweiligen Underlyings hat und ich bin mir auch bewußt, dass es an den Börsen dieser Welt durch Emotionen auch zu Übertreibungen kommen kann. Aber gerade Spekulanten versuchen von Übertreibungen zu profitieren und wirken damit in beide Richtungen gleich stark.

 

Langfristig kann ich mir nicht vorstellen, dass der Preis eines Commodity-Futures sich signifikant vom Underlying loslöst, weil dies Arbitrage im großen Stil ermöglicht, indem ich den Future kaufe und den zugrundeliegenden Rohstoff verkaufe oder umgekehrt, den Future verkaufe und mir den Rohstoff am Markt kaufe.

 

 

In Kenia sind die Nahrungsmittelpreise für Grundnahrungsmittel nur in diesem Jahr zwischen 50 und 100% gestiegen!!!

 

Ich denke, da kann man schon einen Zusammenhang herleiten, oder?

 

Die Schuld bei Spekulanten zu suchen ist in meinen Augen daher etwas einfach. Die Frage ist auch, wo das Geld herkommt, welches zu den gestiegenen Volumina führt. Auf der folgenden Seite kann man nachlesen, dass eines der Kernprobleme Kenias die hohe Inflation ist, die sich direkt auf die Preise für Grundnahrungsmittel auswirkt.

 

http://www.fes.de/in_afrika/pl_ken.htm

 

Unterdessen leidet das Gros der Bevölkerung vor allem an der anhaltend hohen Inflation, die stark auf die Preise für Grundnahrungsmittel und auf das Transportwesen durchschlägt.

 

Die ganzen Rettungspakete und Liquidität in den USA und Europa als Antwort auf die Krise waren auch in diesem Zusammenhang nicht wirklich hilfreich. Das Geld ist aber da, egal ob Derivate auf Rohstoffe gehandelt werden oder nicht. Dieses Geld führt zu Inflation und das vor allem in solchen Ländern wie Kenia. Wirtschaftlich interessant im Gegensatz zu den USA und Europa. Die Gelder fließen also nicht dahin, wo die Politiker es haben wollten - ins jeweils eigene Land, sondern es fließt dahin, wo es entsprechend Gewinn erwirtschaften kann und wenn man sich die volkswirtschaftliche Größe Kenias und vergleichbarer Staaten anschaut, kann man sich vorstellen, was ein paar Milliarden aus den USA oder Europa inflationstechnisch anrichten können.

 

Weiterhin habe ich des Öfteren gelesen, dass vor allem aus China die Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln weiter deutlich zunimmt, weil ein immer größer werdender Teil der Bevölkerung von der wirtschaftlichen Entwicklung profitiert und sich dementsprechend auch eine bessere Versorgung mit Nahrungsmitteln sowohl in der Menge als auch in der Qualität leisten kann.

 

Da mag es freilich richtig sein, dass immer genügend Nahrungsmittel produziert wurden, aber der Preis dennoch durch eine erhöhte Nachfrage gestiegen ist.

 

Düngemittel werden in Zukunft immer wichtiger werden, weil die Nachfrage ganz sicher nicht nachlassen wird.

 

In anbetracht all dessen, stellt sich mir die Frage, ob die gestiegenen Nahrungsmittelpreise wirklich Resultat gestiegener Derivate-Volumina sind oder aber ob das gestiegene Volumen nicht ein Resultat politischer Verfehlungen ist, die zu einer permanenten und immer schneller werdenden Ausweitung der Geldmenge führte.

 

Der Fehler wird nie in der Politik gesucht, was ganz einfach daran liegt, dass Politiker meinen, Probleme lösen zu können und deshalb grundsätzlich in eine positive Intention haben und deshalb nicht schuld sein können. Also sucht man anderswo. Und finden wird man immer was. Aber in einer komplexen Welt wie dieser, sind die Zusammenhänge selten so einfach.

 

Ich möchte diesen Beitrag auch nochmal nutzen, um mich für die offensichtliche Polemik in meinem vorherigen Beitrag zu entschuldigen. Hungernde Menschen sind ein ernstes Thema und ein ernstzunehmendes Problem.

 

Die Frage sollte deshalb auch nicht sein, wie man den Handel mit Derivaten bzw. die Volumensexplosion eindämmen kann, denn diese ist nur ein Nebenprodukt der aktuellen globalen wirtschaftlichen Situation. Die Frage sollte sein, wie wir die Nahrungsmittel zu den Leuten bekommen, die sie benötigen, sich aber nicht leisten können. Was kann man also tun, dass

 

a) die Menschen in eine Situation kommen, dass sie sich die Nahrungsmittel leisten können oder

b) die Lebensmittel zu diesen Menschen kommen und die Hungersnot vermindert wird.

Bearbeitet von DaBuschi

Geschrieben

Ich möchte diesen Beitrag auch nochmal nutzen, um mich für die offensichtliche Polemik in meinem vorherigen Beitrag zu entschuldigen. Hungernde Menschen sind ein ernstes Thema und ein ernstzunehmendes Problem.

 

:good2:

Geschrieben

Ich bin für ein "back to the roots". Der Handel mit Rohstoffen sollte denjenigen vorbehalten bleiben, die auch in der Realwirtschaft damit handeln. Das hatten wir früher ja schon mal. Alle anderen Finanzinvestoren haben genügend andere Spielwiesen zum Rumzocken.

 

Die Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten muss deswegen in Zukunft keineswegs weniger volatil verlaufen. Aber sie würde sich wieder stärker an den realen Gegebenheiten - sprich Angebot und Nachfrage - ausrichten und nicht z.B. danach, ob grosse Finanzinvestoren wegen der Schuldenkrise aus dem Bondmarkt aussteigen und ein neues Betätigungsfeld brauchen und deshalb die Rohstoffpreise in die Höhe treiben. Ist aus meiner Sicht ein volkswirtschaftlich unerwünschter Effekt.

Geschrieben
  • Autor

Hier noch eine aktuelle interessante Begebenheit:

 

Produzent stoppt Förderung von Seltenen Erden

 

Für einen Monat will der größte Produzent von Seltenen Erden in China die Förderung aussetzen,

um den Preis nach oben zu treiben. Der Schritt dürfte zu neuen Spannungen mit den USA und Europa führen.

...

 

Zur Nachricht

Geschrieben
  • Autor

Bin mal gespannt wie sich das auswirkt und ob die DtBank im Fall der Fälle ein Einzelereignis bleiben wird.

Ich wäre dann doch überrascht. :kaffee:

 

Ackermann sagt Prüfung von Rohstoff-Spekulationen zu

 

Nach harscher Kritik der Organisation Foodwatch will Josef Ackermann Rohstoff-Spekulationen prüfen lassen.

Kein Geschäft sei es wert, den guten Ruf der Deutschen Bank aufs Spiel zu setzen, so der Bank-Chef.

...

 

Nachricht

Geschrieben

Bin mal gespannt wie sich das auswirkt

Kommt drauf an wer überpfrüft.

Ich traue ihnen durchaus zu, diesen Part an Hape Kerkeling weiterzureichen...

Geschrieben
Jeder muss wohl seine eigene Linie ziehen, die er nicht überschreiten will . Ich trade Edelmetall wie ich lustig bin (aus fundamentalen Gründen nur Long) und Lebensmittel nur Short . Denn in meiner Welt möchte ich Geld verdienen und ich möchte nicht dazu beitragen, das Lebensmittel teurer werden . Das ist meine persönliche Wahrheit . Ganz am Anfang habe ich über dieser Thema garnicht nachgedacht und darauf bin ich noch heute nicht stolz . Und ein Kollege hat mich dafür zu recht sehr hart kritisiert . Danach wurde ich mit mir strikt und suchte , wohl wegen meinem schlechten Gewissen, den Dialog im WWW . Da bekam ich dann Feuer von der Hardliner-Seite . Seither ist mir eigentlich Eure Meinung (mit allem Respekt und als Ausnahme) total egal, denn ich habe nun meine Meinung regelrecht fixiert . Ich poste diesen Post hier für diejenigen wenigen , die es heute machen wie der KB damals : Traden was das Zeug hält ohne sich richtig bewußt zu sein, was ich da trade == was das bedeutet . KB
Geschrieben
  • Autor

... und Lebensmittel nur Short .

 

Aber extrem formuliert: Wenn wir alle in Lebensmitteln short gehen würden, aus welchen Gründen auch immer, würde der

Preis irgendwann ein Level erreichen zu dem keiner mehr bereit wäre Lebensmittel anzubauen und anzubieten.

Ich denke, dass würde den Hunger auf der Welt auch nicht unbedingt geringer machen, ehr im Gegenteil.

Deswegen ist es aus meiner Sicht so wichtig die Lebensmittelspekulation, wenn überhaupt, dann so zu regulieren, dass die

Funktion des Preises erhalten bleibt, Signale für Produktionsbedarf und Überangebot zu geben.

Sonst bräuchte es ja eine Planwirtschaft im Agrarbereich, womit aber auch der Handel generell(short/long) verboten wäre.

Die Frage ist genau genommen: Verordnen wir einen Preis, den wir für gerecht halten, oder überlassen wir das doch besser

dem Markt oder, teilweise reguliert, denen die an Herstellung und Vertrieb beteilgt sind!?

Geschrieben
Aber extrem formuliert

 

Du hast recht , auch was Du sonst schreibst kann ich gut nachvollziehen . Übrigens .... nach einigen verloren EUR im Short Mais und Short Weizen habe ich diese Märkte einfach aus meinen Listen ganz gelöscht . Wie gesagt : Meine Wahrheit :zwinker: KB

Geschrieben

Bin mal gespannt wie sich das auswirkt und ob die DtBank im Fall der Fälle ein Einzelereignis bleiben wird.

Ich wäre dann doch überrascht.

 

Ackermann sagt Prüfung von Rohstoff-Spekulationen zu

Ich gehe davon aus, daß Josef Ackermann das absolut ernst meint, schon allein deswegen, da mir nicht bekannt ist, daß Rohstoffspekulationen einen maßgeblichen Beitrag zum Ergebnis der Deutschen Bank beisteuern würden. Wer andere Informationen hat: Herzlich willkommen, diese hier darzustellen. :smile:

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