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Tom Next - Daytrading Community

Uli H.


lutzs

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Hallo,

heute zum Hoeness-Prozess in unserer Tageszeitung:

'Hoeness war ein Daytrader, das sind Leute die bis _tief in die Nacht_ an den Märkten handeln ...'

Da läuft dem Bürger doch ein kalter Schauer über dem Rücken ;-)

Was mich daran mehr interessiert:

'Nach der Aussage einer Rosenheimer Steuerfahnderin scheint nun klar zu sein: zumindest zeitweise hatte Hoeneß insgesamt mehr als 154 Millionen Euro zu Buche stehen. Doch dann muss er sich verzockt haben. Ende 2010 ist von den Millionengewinnen nicht mehr sehr viel da. Steuern waren dennoch darauf zu zahlen.'

Liege ich richtig mit der Annahme, dass er Verluste und Gewinne innerhalb eines Jahres hätte ganz normal ausgleichen können, er jetzt aber darüber stolpert dass er in einigen Jahren richtig dicke Gewinne machte (die aber nicht erklärte und versteuerte) und deshalb dann die Verluste in anderen Jahren nun auch keine Berücksichtigung finden? Wäre das aber rückwirkend überhaupt möglich? (d.h. Gewinne aus Zeiten vor 2010 mit Verlusten danach verrechnen so dass man gezahlte Steuer teilweise wieder erstattet bekommt?)

Generell scheint er ja den üblichen Fehler gemacht zu haben dass er mit viel zu grossen Positionen unterwegs war.

Lutz

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Das mit dem Ausgleich von Gewinnen und Verlusten habe ich mich auch gefragt. Begreifen tue ich das auch nicht - er soll ja angeblich über die Jahre sogar einen kleinen Mio. Verlust "ertradet" haben. Darauf sind dann nochmal rund 30 Mio. Steuern nachzuzahlen. Eventuell hat hier ja irgendjemand eine Quelle, wo das mal schlüssig erläutert wird. Alles sehr suspekt.

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Ich kann diese mediale Hetze gegen Herrn Hoeness bald nicht mehr hören. Eigentlich braucht er Hilfe. Kein vernünftig denkender Mensch handelt so.Vielleicht sogar vermindert schuldfähig wegen Spielsucht?

 

Ja, was ist mit den Verlusten. Ich glaube die Herren Staatsanwälte und Steuereintreiber blicken da selber nicht durch?

 

Aber einfach mal hängen den Armen.Die Jungs wissen auch nicht wo Ihr Geld aus den Lebens, Riesters, Rüttgers, Sparbuch und Bausparvertrag etc herkommt!

 

Was auch vergessen wird Uli H. handelte meines Wissens( aus Boulevardblättern) ausschließlich mit Privatgeld. Das kann auch schiefgehen.

 

Siehe ratiopharm Gründer ( fiel vor Zug aus Verzweifelung wegen Spekulationverlusten).

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Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Ganze noch eine spannende Wendung nehmen wird.


Meine Wette steht: Uli wird unterm Strich noch was rausbekommen.

Wäre ein Wunder, wenn er zu dem 1% erfolgreichen Tradern gehören würde.

 

btw. Um seine Zukunft muss sich UH vermutlich keine Sorgen machen....:mocking:

 

http://www.finance-magazin.de/meinungen/borkowski-exclusiv/hoeness-erhaelt-jobangebot-aus-den-usa/

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Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Ganze noch eine spannende Wendung nehmen wird.

 

Meine Wette steht: Uli wird unterm Strich noch was rausbekommen.

Wäre ein Wunder, wenn er zu dem 1% erfolgreichen Tradern gehören würde.

 

btw. Um seine Zukunft muss sich UH vermutlich keine Sorgen machen....mocking.gif

 

http://www.finance-magazin.de/meinungen/borkowski-exclusiv/hoeness-erhaelt-jobangebot-aus-den-usa/

 

 

Das ist ja geil! lol....shout.gif

 

Ich hatte mir das auch schon so gedacht. Eigentlich müßte ja die Tradingszene auf Ihn aufmerksam geworden sein , das mit dem Money-Management

 

hat er ja wohl in den Griff gekriegt und jetzt das! kb-smile.gif

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Ich würde gern jeden der sich öffentlich wertend zur Steuerehrlichkeit der Herrn H. äußert

einmal die Steuerprüfung ins Haus schicken.bluelight.gif

Ich bin mir sicher, das würde die Gemüter beruhigen und den Blick wieder da hin lenken,

wo er hingehört.

Ich weiß nicht wie es den anderen geht, aber ich bin voll damit ausgelastet

selbst erstmal meinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden; und scheitere dabei regelmäßig.

Die ganze Medienwelt ist plötzlich voll mit selbsternannten Richtern, Nannies, Topstarjuries und stillen Voyeuren,

Dabei wird die ganze verinnerlichte, unzufriedene, und von utopischen Idealen geprägte,

Selbstoptimierungswahrnehmung deutlich, während sie als Maßstab auf andere projeziert wird.

Wenn die wüssten, wie hoch und umfangreich der Anteil an Selbstauskunft ist, ich glaub, sie würden schweigen.

 

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Deutschland ist nicht umsonst das Land mit den in Europa längsten Hexenverfolgungen.

 

"Die letzte überlieferte Hinrichtung einer Hexe in Mitteleuropa fand 1793 in Südpreußen statt. Wilhelm G. Soldan und Heinrich Heppe schrieben in ihrer grundlegenden Arbeit „Ohne Zweifel war das der letzte gerichtliche Hexenbrand [...], den Europa im achtzehnten Jahrhundert gesehen hat“. Es ist wenig wahrscheinlich, dass der Prozess wirklich stattfand. Informationen darüber stammen nur aus einer und zudem recht unsicheren Quelle. Es war jedoch mit Sicherheit nicht die letzte „gerichtliche“ Behandlung von Hexerei.[26] Noch 1836 wurde eine vermeintliche Hexe von den Fischern der Halbinsel Hela der Wasserprobe unterworfen und, da sie nicht untersinken wollte, gewaltsam ertränkt."

 

Quelle: Wikipedia

 

Das hat bei uns Tradition diese Selbstzerfleischung.

 

Gut Herr Hoeness hat Mist gebaut. Aber der Staat bekommt doch viel zurück( bald an Steuern). Außerdem wenn er immer die Abgeltungssteuer beachtet hätte, wäre sein Handelsspielraum stark eingeschränkt gewesen.

 

Da geht ja eine Menge ab. Dann wäre auch nicht zu den jetzt angeprangerten Gewinnen gekommen. Aber das fällt ja unter den Tisch.

 

Vielleicht hätte er auch die Lust verloren und hätte gar nicht mehr gehandelt oder wäre in ein Land ausgewandert das da moderater ist. Aber nein, er war so naiv ( mit Verlaub, nicht böse gemeint) hier in

 

Futschland zu bleiben. Das hat er nun davon!

 

Mal abgesehen seine normalen Steuern hat er ja bezahlt( soweit ich weiß). Aber das reicht diesen Gierhälsen hier in Deutschland nicht. Selber nie den Hintern hochbekommen , nichts riskieren und anderen die was wagen dann dieses zu neiden. Einfach nur erbärmlich.

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Gut Herr Hoeness hat Mist gebaut. Aber der Staat bekommt doch viel zurück( bald an Steuern). Außerdem wenn er immer die Abgeltungssteuer beachtet hätte, wäre sein Handelsspielraum stark eingeschränkt gewesen.

 

Abgeltungssteuer gab es damals noch nicht. Aber wie dem auch sei: er soll entsprechend verurteilt werden, wie andere auch. Ohne Bonus oder Malus als Promi. Aber diese ganzen Moralapostel kann ich auch nicht mehr hören.

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Das mit dem Ausgleich von Gewinnen und Verlusten habe ich mich auch gefragt. Begreifen tue ich das auch nicht - er soll ja angeblich über die Jahre sogar einen kleinen Mio. Verlust "ertradet" haben. Darauf sind dann nochmal rund 30 Mio. Steuern nachzuzahlen. Eventuell hat hier ja irgendjemand eine Quelle, wo das mal schlüssig erläutert wird. Alles sehr suspekt.

 

Jup, blick da auch net ganz durch, aber versuchen wir es mal:

 

Jetzt stehen 27Mios nicht gezahlte Steuern zur Anklage.

Macht nach damaliger Besteuerung und Spitzensteuersatz ca. 50Mios Gewinn.

Das Konto war über 100Mios groß, 120Mios und 150Mios wurden auch genannt, genaue Höhe unbekannt.

Gewinn also zwischen 30% und 50%.

Der Zeitraum ist aber wieder unbekannt, über ein Jahr wäre es viel, über 10 Jahre eher nicht.

Die meisten Gewinne könnten auch Dividenden gewesen sein, was er genau getradet hat, wissen wir nicht.

Dann wurden Verlustvorträge von einem deutschen Konto geltend gemacht, aber auf was anrechnen?

Die Schweizer Konten eher nicht, weil die waren dem Fiskus unbekannt.

Die Höhe der Verluste in Deutschland ist auch unbekannt.

Also ob Ulli unter dem Strich was verdient hat, ist unbekannt.

Hoffe, der Richter blickt da noch durch, weil Morgen soll das Urteil gesprochen werden!

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Hoffe, der Richter blickt da noch durch, weil Morgen soll das Urteil gesprochen werden!

Ich vermute, die genaue Summe wird im Urteil gar keine Rolle spielen (die wäre jetzt wahrscheinlich auch nicht so schnell zu ermitteln).

 

Der Richter wird das Verhalten tadeln, im Urteil aber auch würdigen dass durch die Selbstanzeige die Höhe des Betrages erst in dieser Größenordung bekannt wurde (die Anklage lautete je auf 3,5 Mio.).

 

Deshalb am Ende Steuernachzahlung + Zinsen(Höhe noch genau zu bestimmen), dazu eine Geldstrafe und evtl. eine Bewährungsstrafe.

 

Lutz

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Der Richter wird das Verhalten tadeln, im Urteil aber auch würdigen dass durch die Selbstanzeige die Höhe des Betrages erst in dieser Größenordung bekannt wurde (die Anklage lautete je auf 3,5 Mio.).

 

Die Anklage lautete aber nur deshalb auf 3,5 Mio., weil dies in der Selbstanzeige so angegeben wurde. Dass dann im Gerichtsverfahren höhere Summen raus kamen, hat mit der ursprünglichen Selbstanzeige nichts zu tun. War halt wohl alles ziemlich hektisch damals. Interessant ist ja auch, dass nur die Tat aber nicht der Täter im Vorfeld bekannt sein muss, um eine Selbstanzeige unwirksam zu machen. Zumindest eines können wird aus dem Prozeß mitnehmen: die deutschen Straf- und Steuergesetze sind nicht nur für uns einfache Bürger verwirrend sondern machen es für die anderen Parteien nicht einfacher, ein gerechtes Urteil zu finden.

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Die Anklage lautete aber nur deshalb auf 3,5 Mio., weil dies in der Selbstanzeige so angegeben wurde. Dass dann im Gerichtsverfahren höhere Summen raus kamen, hat mit der ursprünglichen Selbstanzeige nichts zu tun. War halt wohl alles ziemlich hektisch damals. Interessant ist ja auch, dass nur die Tat aber nicht der Täter im Vorfeld bekannt sein muss, um eine Selbstanzeige unwirksam zu machen. Zumindest eines können wird aus dem Prozeß mitnehmen: die deutschen Straf- und Steuergesetze sind nicht nur für uns einfache Bürger verwirrend sondern machen es für die anderen Parteien nicht einfacher, ein gerechtes Urteil zu finden.

Nach dem was ich gestern den Berichten entnahm soll der Rahmen in der Selbstanzeige höher gewesen sein, bis zu 130 Mio. Euro Gewinnen, teilweise aber schon verjährt. Ob das die erste Version war und dort offengelassen wurde ob das tatsächlich alles zu versteuern ist oder ob das erst später nachgeschoben wurde weiss ich nicht.

 

Das Gericht wird das heute entsprechend bewerten, die Möglichkeit der Berufung bleibt danach für beide Seiten.

 

Aber verwirrend ist das, da hast du recht.

 

Lutz

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Uli meets CFD (oder wir werfen mal alles in einen Topf, wo kein Deckel drauf ist)

Immer neue Details kommen ans Tageslicht....

 

http://www.focus.de/finanzen/steuern/v-v_id_3683166.html

 

Der CFD-Handel wird seit einigen Jahren in Deutschland stark beworben, obwohl diese Investitionsvehikel hierzulande nicht zugelassen sind.

 

Ist es ok für Euch, wenn ich schon mal die Selbstanzeigen vorbereite?

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Mensch bei mir hat auch die Kasse gebrummt mit den CFDs. Teufelszeug! crazy.gif

 

 

Hat der Uli einen Expert Advisor laufen gehabt, was man bei Bank Vontobel so alles machen kann ... eieiei

 

 

Auszug aus T-Online.de:

 

Kein heißblütiger Spekulant

Der Blick in die Details der komplizierten Devisentermingeschäfte, mit denen Hoeneß allein auf dem Vontobel-Konto ein Vermögen von mehr als 150 Millionen Euro anhäufte, verrät eigentlich keinen heißblütigen Spekulanten, der vom Fieber des Sekundenhandels fortgetragen wird.
Hoeneß sagt zwar, es sei "der pure Kick, das pure Adrenalin" gewesen, das ihn getrieben habe. Auf 50.000 Transaktionen kam er in den Jahren zwischen 2003 und 2009. Doch die allermeisten davonliefen völlig automatisiert ab. Der Manager legte vorab die Investitionsstrategie fest und griff dann nur punktuell ein.
Der Blick in die Finanzdetails bringt vielmehr eine Zeitreise in die bessere Gesellschaft des vergangenen Jahrzehnts. Mit dem Chefdevisenhändler von Vontobel war Hoeneß befreundet, zusammen entwarfen sie die Anlagepläne. Auch bei seiner deutschen Hausbank spekulierte er mit Devisenpapieren, die traditionsreiche Münchner Reuschel-Bank bereitete alle Abrechnungen brav fürs Finanzamt auf.

 

Quelle: http://www.t-online.de/wirtschaft/id_68455144/entscheidender-tag-im-prozess-uli-hoeness-und-die-angst-vor-dem-gefaengnis.html

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Ich vermute, die genaue Summe wird im Urteil gar keine Rolle spielen (die wäre jetzt wahrscheinlich auch nicht so schnell zu ermitteln).

 

Der Richter wird das Verhalten tadeln, im Urteil aber auch würdigen dass durch die Selbstanzeige die Höhe des Betrages erst in dieser Größenordung bekannt wurde (die Anklage lautete je auf 3,5 Mio.).

 

Deshalb am Ende Steuernachzahlung + Zinsen(Höhe noch genau zu bestimmen), dazu eine Geldstrafe und evtl. eine Bewährungsstrafe.

 

Lutz

3,5 Jahre, hätte ich nicht erwartet.

 

Lutz

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Sauerei, der Staat braucht Geld.Dieses Urteil soll halt auch allen anderen Steuerschafen signalisieren wir kriegen Euch.Warum braucht der Staat bloß soviel Geld? Genau um es wieder zum Fenster hinaus zu schmeißen.windowtongue.gif

Zumal die in der kurzen Zeit wahrscheinlich immer noch wissen was er wirklich zu zahlen hat.

 

Bewährung und Steuerzahlung von 30 Mille hätte auch gereicht.Aber gut als kleiner Steuersünder mit einer 1 Mille mußt du auch in den Knast.chief.gif

 

Hatten wir hier in Forum nicht schon mal das Thema das Vermögensdelikte härter bestraft werden als Körperletzungsdelikte!

 

Das ist das beste Beispiel.

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