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NPHBTH

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  1. Noch eine kleine Anmerkung zu Schlusskursen... Pauschale Aussagen wie "Schlusskurse sind doch subjektiv" oder die passende Gegenthese wie "das Einzige, was an einer Kerze wirklich wahr ist, ist die Eröffnung und der Schlusskurs" bringen doch niemanden wirklich weiter. Nichts für ungut, aber wenn man schon mit einer vermeintlichen statistischen Signifikanz argumentiert wird, sollte man diese auch ansatzweise herleiten können bzw. zumindest an bestimmte Bedingungen/Restriktionen knüpfen. Sonst gerät man schneller als einem lieb ist in eine Art "Stammtischdiskussion". Und an Stammtischen wird bekanntlich kein Geld verdient (Wirt mal ausgeschlossen), sondern versoffen. Wie auch bei vielen anderen statistischen Signifikanzen gilt es primär zu überlegen, ob deren Anwendung zur System-Philosophie passt: 1. Der Timeframe spielt dabei eine sehr große Rolle. Im Stunden-Chart oder Daily-Chart haben High-/Low-Durchbrüche oder z.B. auch Inside-Candles sicherlich immer noch ihre Bedeutung. Zumindest gilt das nach meiner Markterfahrung bei (deutlich trendintensiven) Märkten mit Hurst-Exponent > 0,6. Würde mir hier ausschließlich der Schlusskurs angezeigt werden, so würde mir relevante Information vorenthalten werden, die mir zumindest beim "klassischen" Momentum-Trading bei der Einschätzung von Gesamtwahrscheinlichkeiten einen signifikanten Vorsprung bringen. Und da bei Momentum-Trading in Higher Timeframes bekanntlich vorzugsweise mit hohem CRV gekegelt wird und damit die Bestimmung effizienter Targets eine große Rolle spielt, gibt der Spread der Candles erweiterte Auskunft über die Beschaffenheit (statische Volatilität/dynamische Volatilität etc.) des Marktes. Motto: Solange Informationen verwertbar sind und damit in das Handelssystem sinnvoll integriert werden können, sollte man sie IMHO auch nutzen. Das hat noch lange nichts mit Überoptimierung zu tun. 2. Findet der Handel jedoch im sehr kurzfristigen Zeitfenster (Scalping über mehrere Sekunden bzw. sogar Orderbook-Scalping im Subsekunden-Bereich) statt, verliert der Spread einer Candle im kurzfristigen Zeitfenster (nicht der Spread Bid/Ask) zunehmend an Aussagekraft. Die meisten Retailplattformen zeigen ausschließlich den Bidkurs und kein hybrides Konstrukt an, der Spread zwischen Bid/Ask ist jedoch an jeder Börse, ECN, Liquiditätspool variabel, d.h. schwankt je nach Marktsituation und bereitgestellter Liquidität (MM-Limits). Demzufolge verlieren Mini-Durchbrüche (z.B. durch das High einer 1Min-Candle) an Bedeutung und sind eher kurzfristigen Fluktuationen, d.h. rein technisch bedingter Unschärfe zuzuordnen, die allenfalls als mittelprächtiges Sub-Signal (z.B. in Kombination mit gewöhnlichen 1 2 3 s übergeordneter Timeframes) dienen können aber für sich allein betrachtet keinen wirklich weitergehenden Move einleiten. Bei OTC-Märkten ("Kreuzquerverknüpfung" diverser Pools/Liquiditätsprovider) wird diese Problematik noch verstärkt. Da der Candle-Spread in diesem Fall an Relevanz verliert, macht eine Glättung der Kurse durch die ausschließliche Betrachtung der Schlusskurse Sinn, um sich auf das Wesentliche (d.h. das direktionale Momentum) konzentrieren zu können. Der "Schlusskurs" an sich hat natürlich keinerlei Bedeutung; es ist die Glättung der Kurse, die im Einzelfall (d.h. z.B. in Märkten mit einem Hurst-Exponenten deutlich < 0,4) Sinn macht. Mit Tick-Charts bzw. Volumen-Tick-Charts können ähnliche "Glättungseffekte" erzielt werden. Die isolierte Darstellung der Schlußkurse offenbart jedoch keinen brauchbaren Sub-Entry-/Exit-Trigger. Handelt man diese "Marken", so wird nahezu der gleiche Effekt erzielt, wie wenn man strikt nach einem x-beliebigen Indikator (Basis: meist Schlusskurse) handelt. Insbesonders bei ausschließlichem Agieren mit Market-Orders rennt man so der Bewegung mit verhältnismäßig schlechtem CRV hinterher. Noch etwas in eigener Sache: Ich werde dieses Forum vorerst aus zeitlichen Gründen nicht mehr aufsuchen. Ein paar von euch wissen ja, wo sie mich weiterhin finden können. Allen anderen wünsche ich viel Glück und Erfolg bei ihren Vorhaben. Auch den Board-Betreibern weiterhin viel Erfolg und alles Gute.
  2. Ob hier wirklich Lobbyarbeit vonnöten ist, will ich nicht beurteilen. Meiner Meinung nach macht das bloße Chartsetup nicht ansatzweise einen profitablen Trader aus. Viel wichtiger ist es sich an bestimmte Charteinstellungen zu gewöhnen. Ob mit Indikatoren oder ohne spielt dabei keine Rolle. Ein riesengroßer Anfängerfehler ist das Springen von einem Setup zur anderen Charteinstellung. "Beobachtung, Erfahrung, Gedächtnis und Mathematik - darauf muss sich der erfolgreiche Trader verlassen können. Er muss nicht nur genau beobachten, sondern sich jederzeit daran erinnern können, welche Beobachtungen er gemacht hat." (Jesse Livermore: Das Spiel der Spiele) Allgemein gesprochen stimmt es natürlich, dass ein Indikator keine neue Information als das originale Chartbild mit sich bringt; auch keine Divergenz. Ein kleines geläufiges Beispiel: der Kurs nähert sich mit schwachem Momentum einer abermals getesteten Widerstandszone. Der Preis "quält" sich sozusagen durch schon länger bestehende Limits sowie durch aktuell aufgegebene Marketorders. Unser Trader sucht einen Short-Einstieg. Der Kurs macht im Widerstandsband kurzfristig ein neues Hoch, tickt kurz zurück, Indikator A zeigt eine kurzfristige Divergenz an. Selbst in der Markttiefe taucht kurzfristig eine Divergenz auf. Unser Trader interpretiert das als Schwäche und positioniert sich sofort Short. Wo der Kurs fünf Sekunden steht darf sich jeder selbst ausmalen... Setups bzw. Handelsansätze, die auf dem Tageschart funktionieren, funktionieren mit hoher Sicherheit im kurzfristigen Bereich nicht. Ursachen dafür sind die recht unterschiedlichen Intentionen grundsätzlich verschieden agierender Marktteilnehmer. Verschiedene Handelsansätze sowie Risikoparameter wirken sich selbstverständlich auch auf die fraktalen Eigenschaften des jeweiligen Timeframe aus. Trading in höheren Timeframes ist IMHO beispielsweise getrieben durch ein hohes CRV, Makro-Daten, teils Buy-and-Hold- sowie selbstverständlich Hedging-Strategien. Im kurzfristigen Handel spielt die markttechnisch bedingte Unschärfe um einen ökonomischen Konsens eine weitaus bedeutendere Rolle bei der Strategiefindung, beim Scalping hat das orderflow-bedingte "Rauschen" und damit das bidirektionale Spread-getriebene Marketmaking einen hohen Stellenwert. Die CRVs dieser Marktteilnehmer sind in meisten Fällen eher niedrig angesetzt. Selbstverständlich lassen sich auch die Methoden der Behavioral Finance nicht auf allen Timeframes unbedingt umsetzen, der im Hundertstelsekundentakt agierende Algo hat keine Emotionen.
  3. Das Ziel "ein Jahr ohne Verlusttag" ist nicht zu hoch gegriffen sondern meiner Meinung nach vielleicht sogar eine Art Bestandsprüfung, um herauszufinden ob man als selbständiger Berufstrader was taugt oder eben nicht. Hängt jedoch natürlich von der zugrundeliegenden Strategie ab. Gerade bei im Daytrading üblicher hoher Tradefrequenz (>100 p.d.) macht sich die Professionalität im Umgang mit essentiell wichtigen Risk-MM-Modellen schnell bemerkbar. Ein Tagesverlust, der z.B. den durchschnittlichen Tagesgewinn bei durchschnittlicher Handelsfrequenz 100 Trades p.d. übersteigt, würde ich schon als erheblichen Drawdown definieren. Für mich verdeutlicht das genannte Beispiel: Der Händler kennt die Schwächen (kommt mit den gegenwärtigen Marktgegebenheiten nicht klar) seines zugrundeliegenden Systems offenbar nicht. Sein Risk-Monitoring hätte längst Alarm schlagen müssen. Viele "Trader" behaupten ja gerne jedes System macht Drawdowns. Meine Meinung ist eine Andere: Ein Drawdown darf nicht akzeptiert werden sondern muss bereits im Vorfeld erkannt werden, indem man im Vorfeld die Schwächen seines Handelsansatzes (ob diskretionär oder automatisiert) definiert und klare Maßnahmen aufstellt, wie bestimmte Problemsituationen lokalisiert und gemanagt werden können. Denn während des aktiven Tradings hat man keine Zeit über die o.g. Dinge nachzudenken. GRÜBELEIEN IM DAYTRADING KOSTEN VIEL GELD! Den Vergleich selbständiger Trader (mit überwiegend EK) und Proprietary-Trading halte ich für grundlegend falsch. Die Renditeangaben der Institutionellen sollten bei dieser Diskussion nicht unbedingt als Maßstab herangezogen werden, da mit grundverschiedenen Voraussetzungen und Zielen agiert wird. Die Hürden, als selbständiger Trader Erfolg zu haben, sind indirekt sogar noch viel höher angesetzt als bei einem reinen Angestelltenverhältnis in einer Trading-Firm. Denn Trader einer Prop-Firm haben den Vorteil, auf eine bestehende professionelle Infrastruktur (Risikomanagement, Research, Technik etc.) zurückgreifen zu können. Ein selbständiger Trader muss sich diese Strukturen erstmal schaffen. Er hat jedoch den Vorteil, mit seinem relativ geringen Kapitaleinsatz flexibler reagieren zu können als so mancher Institutioneller. Viele Strategien sind deshalb auch nur im "privaten Bereich" sinnvoll bzw. realisierbar. Zumindest theoretisch besteht hier die Chance auf eine mächtige Überrendite. Ein Beispiel hierzu: Ein Bekannter vom mir arbeitete in einer Trading-Firm als angestellter Händler. Als er genug Erfahrung und Erfolge gesammelt hatte versuchte er sich als selbständiger Händler und stieg aus der Firma aus. Er unterschätzte jedoch das Risiko-Controlling seines ehemaligen Prop-Desks. So wurde z.B. regelmäßig ab einer vorher festgelegten Verlustsituation von einem örtlich versetzten Risk-Controller das jeweilige Trading-Terminal abgeschaltet und der Trader nach Hause geschickt. Er ist dann mit der neuen unabhängigen Situation nicht richtig klargekommen und arbeitet jetzt wieder als Angestellter.
  4. Das Angebot ist mir schon zu Wochenanfang aufgefallen. Mit dem Paroli-Teil kann ich nichts anfangen. Muss ich nicht verstehen! Management auf den BVI bedeutet grundsätzlich nichts Schlechtes. Zu Archipel-Trading: Auch die "High-Watermark-Fee" ist grundsätzlich ein faires Vergütungsmodell. Da angeblich Futures gehandelt werden, wird der Broker die Kundenaccounts ja "segregated" in den U.S. führen. Das Geld liegt dem Anschein nach also nicht auf den BVI. Die Performance ist nicht unrealistisch. Eine Sharpe-Ratio von 1,50 ist aber meiner Meinung nach nicht berauschend. Der Kapitalkurve nach tippe ich auf eine übliche Fair-Value-Systematik (Countertrend) mit typisch weiten Stopps/kleineren Gewinnmitnahmen. Des Weiteren finde ich die inhaltliche Gestaltung der Seite lückenhaft. So habe ich nicht einen Namen eines Verantwortlichen gefunden.
  5. NPHBTH antwortete auf Evanescence's Thema in Archiv
    @GOSO: An dieser Stelle wünsch ich dir schon mal einen erholsamen Urlaub. Ich hoffe, dass du nach den 8 Wochen dem Forum wegen dem bisschen technischen Gemurkse nicht den Rücken kehrst. Bei all dem Arger behalte ich dabei eben immer im Hinterkopf, dass die Jungs das alles umsonst machen. Hätte ich sie dafür bezahlt, würde die Sache anders ausgehen... WOW...das ist das mein erstes Smiley hier! Funktioniert doch tadellos!
  6. Das Script ist soweit ich mich entsinne unter dem Namen 'Colored Time Regions' auf dem o.g. Ninjatrader-Support verfügbar. Die Market-Profile-Variante nennt sich "dValueArea' und stellt die jeweilige Session als MP (Typ VOC, TPO, VWTPO, VTPO) dar.
  7. NPHBTH antwortete auf oldschuren's Thema in Chit Chat
    Diese immer wieder auftretende Diskussion ums Thema 'hochmotorisierte Autos/Umweltschutzaspekte' geht mir auf den Keks. Jeder, der schon mal gezielt in diesem Bereich (Neuwagenpreis 100k Euro aufwärts, 400PS aufwärts) nach Jahreswagen gesucht hat kennt die durchschnittlichen Jahreslaufleistung dieser Wagen, sofern diese nur privat genutzt wurden. Mit solch einem Auto vermeidet man im Normalfall die verschleissträchtige Kurzstrecke, man fährt auch nicht 10 mal am Tag zum Einkaufen, nicht 2 mal am Tag zum Kippenautomat und auch nicht 100 mal am Tag an der Eisdiele vorbei. Ob das "angebracht" ist oder nicht interessiert hier niemanden! Die Diskussion ist zufällig entstanden und dient der Unterhaltung; wie nahezu alle anderen Threads in diesem Forum! Vielleicht kann der eine oder andere einen Nutzen aus dieser Unterhaltung für sich finden. Wir wollen hier doch keine Doktorarbeit schreiben. Über Sinn und Unsinn von Cayenne und Co. kann man wahrlich streiten. Wirklich Sinn machen wahrscheinlich nur öffentliche Verkehrsmittel. Zumindest sind hochmotorisierte SUVs "sinnvoller" als reine Sportwagen, deren Vorteile (Handling, Querdynamik etc.) man im alltäglichen Straßenverkehr nicht ausleben kann. Geht man doch mal auf die Rennstrecke kann man sich inzwischen ein entsprechendes Gerät auch anmieten. Cayenne und Co. geben einem zumindest motorleistungsmäßig immer ein gutes Gefühl, in Kombination mit dem erweiterten Platzangebot sowie der hohe Sitzposition ist das einfach einzigartig. Ein gewöhnlicher 911 ist v.a. im Innenraum schon sehr kompromisslos, d.h. zu eng. Leider sprechen mich die neuen Cayenne-Modelle emotional nicht mehr so an. Mich persönlich reizen im Moment eher die viertürigen GTs à la Porsche Panamera und A.M. Rapide. @GOSO: Ich bin vor nicht allzu langer Zeit einen BMW X6 M (555PS) zur Probe gefahren und war mehr als angenehm überrascht. Sitzhöhe wie im SUV, Handling und Fahreigenschaften gefühlt wie im 5er BMW. Wenn du ein SUV-ähnliches Gefährt favorisierst, solltest du den mal antesten. Die rund 50 mehr an PS gegenüber dem neuen Porsche Cayenne Turbo werden auch keine negativen Auswirkungen auf deine Psyche haben. Spare nicht an den paar PS. Streich lieber die Margarine. Denn du weisst: des Traders Psyche ist des Traders wahres Kapital.
  8. Ich verstehe den Trubel um diesen Thread nicht! Die Schwächen des Parabolic SAR sind doch eigentlich unlängst bekannt. In stark tendierenden Märkten liefert der Parabolic SAR in aller Regel gute Signale, in trendschwachen Phasen jedoch entstehen Fehlsignal am laufenden Band. Deshalb auch die relativ gute Performance innerhalb der letzten Tage. Insbesondere mit dem weiten Stopp (Risk Reward Ratio = 2) hätte IMHO nahezu jedes Long-Einstiegssignal in verschiedensten Timeframes zum Erfolg geführt. Ein simpler Backtest Monat Februar-Mai '10 (weniger Trendstärke) würde die Wahrheit ans Tageslicht bringen. Für problematisch halte ich den zu weiten Stopp, Momentum handelt man meinem Marktverständnis zufolge mit kurzem, nichtlinear nachgezogenem Stopp in Verbindung mit einem definierten max. Profit-Target. Der Parabolic gibt diese Systematik doch eigentlich vor; je weiter der Markt gelaufen ist, desto enger der Stopp. Es gibt sicherlich profitable Strategien mit geweiteten Stopps (Risk/Reward > 1) bei gleichzeitig niedrigem Risk pro Trade wie z.B. Mean-Reversion-Modelle. Bei dem o.g. Beispiel macht das "Ausstiegssignal" jedoch insbesondere in Verbindung mit dem hohen Risk pro Trade nahezu keinen Sinn. Und da wären wir mal wieder bei den Anfängen des Risk-Managements: In diesem Fall: Kelly % = W - (1-W)/R where: Kelly% = percentage of capital to be put into a single trade; W = Historical winning percentage of a trading system; R = Historical Average Win/Loss ratio Ein Excel-Sheet zur Simulation füge ich beizeiten hinzu. Dem Augenschein nach findet bei o.g. Strategie eine unglückliche Durchmischung von Momentum-Trades mit irgendwelchen undefinierten Mean-Reversion-Elementen statt. Motto: Ich steige bei Momentum ein, wenn der Kurs mein Take Profit nicht erreicht oder sogar unter meinen Einstandskurs fällt...dann warte ich erstmal ab...??? Sorry, einen Edge kann ich hier leider noch nicht erkennen. Trotzdem bleibt an dich selbstverständlich die Aufforderung, uns das Gegenteil zu beweisen.
  9. Slippage messen? Was man nicht alles messen bzw. programmieren kann! Die Slippage brauchst du nicht selbst zu messen. Sie kann bei der Slippagevermessungsanstalt in Guterdingesgarden in Erfahrung gebracht werden. Ein Fräulein Rosa Slip gibt hier gerne Auskunft! Jetzt mal im Ernst: Slippage ist immer das Ergebnis kausaler Ketten (Ursache/Wirkung). Da es sich bei MBT dem Anschein nach um einen FX-ECN handelt haben pauschale bzw. fixe Slippageangaben doch kaum Aussagekraft. Slippage ist in ersten Linie abhängig von der von MMs zur Verfügung gestellten Liquidität ersten und zweiten Ranges im ECN-Orderbuch, der eigenen Positionsgröße sowie natürlich der Volatilität des Marktes und damit immer an bestimmte Rahmenbedingungen geknüpft. Die Infrastruktur (Handelssoftware, Enfernung zum ECN) spielt erstmal eine untergeordnete Rolle. Ob ein FX-ECN zum eigenen Handelsstil (Positionsgröße, zeitl. Horizont, "Taker" oder "Maker") passt, kann meist nur durch langsames Herantasten (Erhöhen der Positionsgröße) unter Zuhilfenahme von Level 2/T&S ermittelt werden.
  10. NPHBTH antwortete auf Evanescence's Thema in Archiv
    Du liegst nicht ganz falsch. Irgendwo stand doch mal geschrieben es gibt bei 10.000 Punkten ein Jahresabo beim FXM im "Gottmodus", bei ganzen 15.000 Punkten sogar ein Signalabo von den Kleeblatt-Tradern.
  11. NPHBTH antwortete auf Vola's Thema in MQL Einsteiger
    Ich programmiere zwar nicht selbst, technisch wäre die o.g. Signalgenerierung natürlich kein Problem. Jedoch würde ich die Strategie jedoch nochmals überdenken. Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Signals ist sehr gering. Und sollte kurzfristig doch ein 1 2 3 (oder auch jeder andere Kaufs- bzw. Verkaufstrigger) auf gleichzeitig 16 Zeitebenen auftauchen, entsteht sehr kurzfristig so viel Momentum / Orderflow in eine Richtung, dass die Ausführung mit hoher Sicherheit nicht zu deinen Gunsten ist. Des Weiteren werden solche Ineffizienzen von prof. Marktteilnehmern sofort erkannt (d.h. kurzfristige Countertrendpositionen durch MM/Statistical Arbitrage eingegangen). Das zeitl. Handlungsfenster ist somit sehr klein und nur mit entsprechender Infrastruktur zu bewerkstelligen. Ich denke dein Ziel ist ein 100%iges Einstiegssignalsignal. Mach es dir nicht so schwer. Je klarer und eindeutiger ein Signal ist, desto komplizierter und kurzfristiger ist das Orderhandling. Maximal drei Zeitebenen sind bei o.g. Einstiegsstrategie und vernünftigem Riskmanagement völlig ausreichend.
  12. Zur meiner natürlich! Meine persönliche Assistentin trägt überhaupt keine Unterwäsche!
  13. Geschmackssache, Hauptsache passend zur Unterwäsche!
  14. NPHBTH antwortete auf whipsaw's Thema in Scrutiny
    Bei den FCMs ist der Handlungsspielraum für einen IB jedoch meist größer. Voraussetzung hierfür sind jedoch Vormachtstellung und Managementqualitäten. Ist beides vorhanden sind zumindest die Stellschrauben Kommissionen und Handelssoftware auf verschiedene Kundengruppen justierbar. Kommissionen sind im Feld Futures sowieso immer Verhandlungssache. Erhöhter Wettbewerbsdruck herrscht außerdem auch im Bereich Handelssoftware. Wenn mir jetzt z.B. ein Vermittler aufgrund seines Verhandlungsgeschicks (Managementqualitäten) bessere Handelskonditionen (Kommissionen) in Verbindung mit der von mir gewünschten Handelssoftware (zu günstigen Konditionen) anbieten kann, so bezahle ich für diese Leistung sofern ich sie nicht selbst erbringen kann. Der Vermittler ist im Gegensatz zu meinem ersten Beispiel an der Wertbildung für den Kunden beschränkt beteiligt.
  15. NPHBTH antwortete auf whipsaw's Thema in Scrutiny
    Ich bin mir nicht so sicher, ob mit solchen Aktivitäten halbwegs nachhaltig verdient wird. Folgendes Gedankenspiel: Nehmen wir mal das Szenario Vermittlung von Kundenkonten im FX- bzw. CFD-Bereich. Die finanziellen, technischen sowie personellen Voraussetzungen für solch eine "Unternehmensgründung" sind meist minimal. Die Anzahl der Vermittler steigt durch die niedrigen Einstiegsvoraussetzungen dementsprechend inflationär an. Ressourcen und Know-How (Primäraktivitäten und Unterstützungsaktivitäten des Brokers) liegen außerhalb der vom Vermittler angestrebten Tätigkeit. Sie sind nur sehr beschränkt an der Wertbildung für den Kunden beteiligt. Innerhalb der Value Chain stellt die Erweiterung der Vertriebskanäle eine sehr einseitige Unterstützung dar. Der Vermittler kann hochmotiviert sein, arbeitet aber nur mit einer Ressource (Verkaufstalent/Marketingidee) gegen eine riesige Schar von Marktteilnehmern. Im Einzelfall können vielleicht sogar noch Risiken auf ihn abgewälzt werden. Wäre dieses Geschäft hochrentabel, so würde es das Unternehmen doch selbst machen. Stellt euch vor, ihr seid Entscheider einer Beteiligungsgesellschaft und habt die Tradingindustrie (Unternehmen in Early Stage Financing Phase / Later Stage Financing Phase, anschließende Haltedauer 7 Jahre) im Visier. Käme dann ein Unternehmen bestehend einem Quantum Markenwert, Website sowie 2 - 4 Vertriebsmitarbeitern in die nähere Wahl? NUMQUAM POSTHAC!

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