Lucky_1 Posted July 6, 2011 Author Report Posted July 6, 2011 (edited) Genialer Ansatz, das werd ich gleich mal in meine Anforderungen mitaufnehmen. Meine Strategien sind konzeptionell eh schon "invertierbar" (so dass ich diesselbe Strategie nicht immer Short und Long definieren muss) - dann verpasse ich Ihnen auch noch die Fertigkeit. public/style_emoticons/default/10points.gif Irgendwie klappt das mit den Emotes abundzu nicht.. Und das bringt mich gleich schon wieder auf ganz neue Ideen - automatische Risikoreduktion je näher man den 50% Gewinnwahrscheinlichkeit kommt und dann wirds bei Bedarf invertiert. Supi, ich komm schon noch zu meinem automatischen Handelssystem ;-) Deswegen ists eigentlich wirklich interessant, die konkrete Strategie erstmal völlig außen vor zu lassen - das Konzept begeistert mich total ;). Edited July 6, 2011 by Lucky_1
conglom-o Posted July 6, 2011 Report Posted July 6, 2011 Genau da würde ich ja widersprechen - das System sollte völlig unabhängig von dem Handelskonzept berechenbar kontrollierbar sein. Problem an der Sache ist nur: wenn Dein Handelskonzept keinen positiven Erwartungswert hat, wirst Du es auch nicht in den Gewinn "kontrollieren" können. Sicherlich spielt das RM im Vorfeld schon mit rein, aber es hängt letztendlich alles von der Kombination Trefferquote und CRV ab. Was ich (und auch die meisten anderen) Dir wohl nur sagen wollen: stecke nicht zu viel Energie allein in Deine Exceltabelle sondern konzentriere Dich auf das Gesamtkonzept. Finde erstmal einen Handelsansatz, der 50% Trefferquote bei einem CRV von 1,2:1 oder besser hat - dann kannst Du das andere weiter optimieren.
ronner Posted July 6, 2011 Report Posted July 6, 2011 Irgendwie klappt das mit den Emotes abundzu nicht.. Du hast den Smiley über die externe Bildverlinkung eingefügt - das ist aber nur bei Bilder die Du irgendwo im Netz siehst (und nicht auf unseren Server laden willst) notwendig. Einfach auf den gewünschten Smiley in der Auswahlliste klicken und dann wird der automatisch eingefügt.
Vola Posted July 6, 2011 Report Posted July 6, 2011 ich habe immer noch nicht verstanden was an meinem im Excel dargestellten (Risiko)-Konzept falsch ist. Warum sollte ich nicht mit einem Hebel von 180 (ausschließlich) Gewinne aufs Spiel setzen. Klingt naiv, aber statistisch scheint sich dieses Risikoverhalten (in der Theorie) nicht sehr negativ auszuwirken Das Problem beim 180iger Hebel ist einfach das Real Konto. Mal angenommen du tradest ein Anfangskonto von 100K, dein max Risk sind 2%, also 2K Verlust mit denen du "gut" mental klar kommst.Nehmen wir weiter an dein EA ist richtig gut und du machst aus dem 100K Konto ein 200K Konto. Dann wäre dein max. Risk von ehemals 2K jetzt also 4K. Dann kommt der entscheidende Punkt beim Traden zum tragen:Hast du dich mental während der Kontoverdoppelung so weiter entwickelt, das dir der doppelte Einsatz (selbst wenn es Gewinne sind)nicht mehr Sorgen und Schmerzen im Trade bereitet, als die damaligen 2K ??Soll heißen, sind deine Glaubenssätze über Geld, deine Wertvorstellungen, deine Angstresistenz, dein Verlustgefühl, deine Geduld deine Wutresistenz (jetzt erst recht im Verlust usw.) mit dem Konto wirklich gewachsen ?Wenn nämlich nicht, hast du mit dem doppelten Risiko (obwohl es Gewonnenes Geld ist) ein RiesenproblemGenau das ist der Knackpunkt beim Live Traden. Egal ob Automat oder nicht, Automaten kann man auch abstellen bzw.eingreifen... btw.Habe selbst mein erstes Konto mit Hilfe eines Vollprofis fast verdoppelt.Dann trennten sich unsere Wege aus verschiedenen Gründen, traden konnten ich ja nun^^Hat nicht lange gedauert bis das Konte dann geschrottet war....Nun gut, dein Ansatz ist ein EA, daher ist mein händischer Ansatz damit nicht direkt vergleichbar. Aber, lasse bei all deinen mathematischen Ansätzen niemals die Mentale Komponente beim traden ausser Acht.Du als "kleiner" Einzeltrader steckst trotz EA Handel voll in dieser Schiene und wenn du mental nicht zeitgleich mit zunehmender Konto/Positionsgröße wachsen tuestnutzt dir der beste EA nichts. Du kannst deine Nerven nur durch einen EA nicht bezwingen, er kann dir sehr hilfreich sein, aber den persönlichen Wachstum musst du selbst durchleben.Glaub es oder probiere es aus. Also, für die Anzahl der Schläge die ich hier Einstecken muss, krieg ich schonmal ein paar Pluspunkte.LOL, aber etwas falsch rum gedacht. Woanders zahlst du für gefährliches Halbwissen oder sogar falsche Informationen viel Geld, hier bekommst du absolutes Fachwissen diverver Fachrichtungenvon echten Profis geliefert. Und das in jeder Hinsicht, egal ob Programmierung, Trading, Brokerage oder Finanzmathematik etc.Desweiteren hast du vom eigenem Wissen wohl schon in etwa eine Ahnung was "echtes" Wissen der beteiligten Schreiber ist und was gefährliches Halbwissen ist.(Letzteres gibt es hier eh fast nie - und wenn fliegt es sehr schnell auf. Ohne jetzt ein Loblieb auf Tom-Next singen zu wollen, aber vieles was hier für Null und Nada weitergegeben wird, wirst du in diversen Foren nur im sogenanntenkostenpflichtigem "Elite Bereich" finden. Die meisten Intradaysysteme, die ich kenne, haben relativ kurze "Halbwertszeiten", Märkte ändern sich, Für die anderen 10% kannst du gerne einen eigenen Thread eröffnen ^^
goso Posted July 6, 2011 Report Posted July 6, 2011 (edited) Für die anderen 10% kannst du gerne einen eigenen Thread eröffnen ^^ <offtopic> Ich bin ein äusserst mieser Systementwickler, die Systeme, die ich am Laufen habe, sind allesamt EOD Geschichten -macht auch die ganze technische Seite wesentlich anspruchsloser- und in Wahrheit keine eigenen Ideen, sondern im Netz zusammengesucht bzw. die S&C DVD* gekauft und nur von mir adapiert. Intraday handle ich ausschliesslich diskretionär, da helfen +30k Stunden Screentime und mehr als 60k Intradaytrades unheimlich. * Stock & Commodities </offtopic> Edit: Um die Frage nach der Software und dem Datenfeed gleich vorwegzunehmen: Software: Trading Blox BuilderDaten: CSI UA Edited July 6, 2011 by goso 1
Lucky_1 Posted July 6, 2011 Author Report Posted July 6, 2011 Du hast den Smiley über die externe Bildverlinkung eingefügt - das ist aber nur bei Bilder die Du irgendwo im Netz siehst (und nicht auf unseren Server laden willst) notwendig. Einfach auf den gewünschten Smiley in der Auswahlliste klicken und dann wird der automatisch eingefügt. Jep, kapiert. Ich hab ihn allerdings per Drag/Drop reingezogen. Dann wird er im Editierfeld nämlich korrekt angezeigt und im Post dann nicht mehr. Aber ich bin ja lernfähig...
Lucky_1 Posted July 6, 2011 Author Report Posted July 6, 2011 Vola, also gegen Tom-Next ist wirklich nix zu sagen - sehr kompetente Leute hier . Aber man muss schon ein bisschen Ausdauer mitbringen, um seine Überzeugungen hier zu verteidigen. Und beschweren könnt Ihr Euch auch net, dieser Thread ist doch eigentlich recht interessant - so kontrovers er teilweise sein mag. Mit meiner mentalen Einstellung zu Geld ist das so ne Sache, ich glaube das ich mit den von Dir beschriebenen Situationen recht gut klar komme. In Bezug darauf würden mich gewisse Leute nämlich als völlig verrückt deklarieren - Geld ist derzeit nicht das wichtigste auf der Welt (vor allem ohne Family) und man kanns sich notfalls immer wieder erarbeiten. Deswegen sollte das schon passen... @cxalgo:Wirklich nochmal herzlichen Dank für diese Idee - das ist wirklich genial und bringt mein Konzept grade ein Lichtjahr nach vorne. Das bedeutet quasi, dass ich Strategien ja eigentlich überhaupt nicht mehr "ausschalten" muss. Ich lasse sie einfach weiter dümpeln (mit hilfe ner weiteren quadratischen Funktion wird das Risiko beim Handeln zwischen 45% und 55% Erfolgwahrscheinlichkeit halt bis auf quasi 0 reduziert), und mein "Quality Control" Department dreht sie irgendwann um. Damit ist man dann wirklich schon sehr nah an einem sich selbst kontrollierenden System - da bin ich ja mal gespannt ob das in der Praxis nur ansatzweise so funktioniert, wie ich mir gerade Gedanklich ausmale. Und ja - das ist wieder nur theoretisch - aber ich finde es einfach nicht schlecht, mit einem theoretischen Ansatz anzufangen und den dann halt in der Praxis zu validieren..-...
Vola Posted July 6, 2011 Report Posted July 6, 2011 Aber man muss schon ein bisschen Ausdauer mitbringen, um seine Überzeugungen hier zu verteidigen. Und beschweren könnt Ihr Euch auch net, dieser Thread ist doch eigentlich recht interessant - so kontrovers er teilweise sein mag.Ich glaube du gehst da von der Denkweise "falsch" ran. Nur weil du "neu" bist und du hier Meinungen (teilweise) entgegengesetzt deiner eigenen Überzeugung/Glauben bekommstheisst das ja nicht das wir uns hier bekriegen.Ganz im Gegenteil, dein Thread ist ja eindeutig sehr gut von allen Membern aufgenommen, das zeigt ja auch u.a. die hohe Resonanz.Threads die ganz ganz anders ablaufen werden dann hier auch sehr schnell dank guter Moderation schnell geschlossen.Imo denke ich das hier weiterhin alles im grünen Bereich ist. und in Wahrheit keine eigenen Ideen, sondern im Netz zusammengesucht bzw. die S&C DVD* gekauft und nur von mir adapiert. Neues oder bisher noch nicht geschriebenes gibt es da glaube ich im diskretionären Bereich auch kaum.EOD und Intraday nutze ich seit geraumer Zeit Stoff von dieser Seite.Imho ne gute Seite wenn man fast Indikatorenfrei entscheiden möchte. Eindeutig nur W/U basierend. Siehe Videos und PDFForextradingmajic Intraday handle ich ausschliesslich diskretionär, da helfen +30k Stunden Screentime und mehr als 60k Intradaytrades unheimlich.Glaube ich gerne, sind ja ca. 12 Jahre Screentime bei einem 10 Stunden Arbeitstag.(200 Arbeitstage)Eindeutiger Vorteil: Diese Erfahrung kann dir kein Quandt oder EA dieser Welt beim Trading wegnehmen
Mythos Posted July 6, 2011 Report Posted July 6, 2011 @cxalgo:Wirklich nochmal herzlichen Dank für diese Idee - das ist wirklich genial und bringt mein Konzept grade ein Lichtjahr nach vorne. Sei vorsichtig und rechne es dir zuerst durch. Wenn wir bei dem Beispiel mit 20 Pip SL/TP bleiben und 2 Pip spread nehmen. Und dein System wird so schlecht das es nur 45% trefferquote hat, würdest du es drehen und Gewinne erwarten oder? Aber wie goso schon geschrieben hat, hast du jetzt 45% W! das es 22 Pips raufgeht und 55% W! das es 18 Pips runtergeht. Wenn du genau diese Wahrscheinlichkeiten umdrehst, zahlst du nochmal den Spread und hast dann 45% W! für einen Verlust von 24Pip und 55% W! für einen Gewinn von 16 Pips. Macht einen Erwartungswert von -2 Pips pro Trade. Nicht besser als die -2 von der anderen Richtung... Änderst du SL/TP ändern sich wieder die W! Wie gesagt: Pass auf das du dich nicht nur reich rechnest. Sonst hast du am Schluss nur große Erwartungen und Träume und leere Konten. 1
Lucky_1 Posted July 6, 2011 Author Report Posted July 6, 2011 Sei vorsichtig und rechne es dir zuerst durch. Wenn wir bei dem Beispiel mit 20 Pip SL/TP bleiben und 2 Pip spread nehmen. Und dein System wird so schlecht das es nur 45% trefferquote hat, würdest du es drehen und Gewinne erwarten oder? Aber wie goso schon geschrieben hat, hast du jetzt 45% W! das es 22 Pips raufgeht und 55% W! das es 18 Pips runtergeht. Wenn du genau diese Wahrscheinlichkeiten umdrehst, zahlst du nochmal den Spread und hast dann 45% W! für einen Verlust von 24Pip und 55% W! für einen Gewinn von 16 Pips. Macht einen Erwartungswert von -2 Pips pro Trade. Nicht besser als die -2 von der anderen Richtung... Änderst du SL/TP ändern sich wieder die W! Wie gesagt: Pass auf das du dich nicht nur reich rechnest. Sonst hast du am Schluss nur große Erwartungen und Träume und leere Konten. Im Privatbereich gibts wahrscheinlich kaum ein EA was so übertrieben viel rechnen wird wie das was ich grad baue ;-). Und ich werde einen Teufel tun, mir da irgendwas schönzurechnen, da hab ich ja nichts von. Ich finds inzwischen außerdem eigentlich viel spannender, diese Herausforderung "vollautomatisiertes Handelssystem" anzugehen - deswegen bin ich begeistert über prinzipielle Konzepte, wie man zu diesem Ziel kommt, Und das o.g. ist ein solches Konzept, was sich prinzipiell für jede Strategie einsetzen läßt. Die Details - das was Du mir gerade vorrechnest - sind wirklich nur noch Details. Mach aus den 45% und 55% einfach 40% und 60%, dann sollte es doch klappen. Oder sehe ich da was falsch? Aber wie gesagt, ist alles Theorie, mal schauen was die Praxis dann sagt.
cxalgo Posted July 6, 2011 Report Posted July 6, 2011 Mach aus den 45% und 55% einfach 40% und 60%, dann sollte es doch klappen. Oder sehe ich da was falsch? Aber wie gesagt, ist alles Theorie, mal schauen was die Praxis dann sagt. Bei einem Reverse System brauchst du selbstverständlich auch die gewissen Kennzahlen und ein stimmiges Konzept. Dazu ein Beispiel von meinem total, Entschuldigung, untalentiertesten Strategiebauer Kunden, den ich je gesehen und erlebt habe. Er schickte mir ein Template auf M5 EUR/USD mit ISAR(0.01, 0,2), GD 10 (EMA) und Stochastik (7,2,2) und behauptet, dass er manuell über 70% Trefferquote hätte,SL 30 Pips, TP 20 Pips, aber oft schon bei 5-7 Pips raus, ich schätze aus Angst, aber auch egal. Als ich den Kontoauszug sah, war ich beeindruckt im ersten Moment und hab an mir selbst gezweifelt, warum des funktioniert und mir bei all meinen Systeme noch nie dran gedacht habe. Also gecodet, Backtest (Trefferquote für Long/Short:41 %) der letzten 2 Jahre und nach 1 Woche Forwardtest war des Demokonto schrott. Nach langem hin/her ewigen Skypesession, Telefonaten und zig eMails, habe ich des einfach als Reversesystem umgebaut, mit 2 technischen Filtern "gepimpt" + Spreadfiler etc., zig mal optimiert und rausgekommen ist ein Scalper EA mit SL 20 Pip, TP 20 Pip, Breakeven bei 8 Pip zu 80% und einem Money-Hedge-Positionsmanagement und siehe da, über 85% Trefferquote und ein Profit Faktor von 2,3 Hatte aber fast 6 Monate gedauert, dieses Kundensystem so aufzubohren, dass es auch profitabel wird. Zeitweise hätte ich lieber als Putzfrau gearbeitet und denComputer aus dem Fenster geworfen, als an dem EA weiter zu bauen, aber der Kunde war sehr hartnäckig ... Damit will ich nur sagen und nochmal unterstreichen, dass selbst ein relativ simples EA recht aufwendig werden kann und niemals unterschätzt werden soll.Für solche Fälle hilft, meines erachtens, nur Erfahrung, Wissen und Kreativität und manche Faktoren kann man sich auch extern einkaufen, musste ich amAnfang auch hat aber viel gebracht.. Also nicht versagen Lucky, einfach alle Punkte aus diesem Thread notieren, ordnen und deine "ToDo-List" abarbeiten, dann steigen mit jedem erledigten Punkt auch deine Erfolgschancen bzw. auf alle Fälle dein Know How. Bin auch auf die nächsten Wochen und Monate gespannt, mit dem was du berichten wirst. 2
ronner Posted July 7, 2011 Report Posted July 7, 2011 und rausgekommen ist ein Scalper EA spannende Frage wäre jetzt - läuft der auch noch so oder hat sich in der Zwischenzeit wieder was verändert und ist die gute Trefferquote immer noch vorhanden ?
cxalgo Posted July 7, 2011 Report Posted July 7, 2011 spannende Frage wäre jetzt - läuft der auch noch so oder hat sich in der Zwischenzeit wieder was verändert und ist die gute Trefferquote immer noch vorhanden ? läuft auf seinem Real Account, hat aber mittlerweile nur noch eine Trefferquote von 79% und Profit Faktor von 1,94 - aber der Kunde ist immer noch sehr zufrieden und das nach fast 8 Monaten im Live Betrieb. Die Student T-Signifikanz Test* liegt immer noch bei knapp 95%. War vorher bei 99,7% *Der Student T - Signifikanz Test wird in einigen Büchern, Boards und Zeitschriften als Optimierungskriterium empfohlen. Hintergrund ist, dass der Student T-Test untersucht, ob ein Ergebnis zufällig zustande kam oder nicht. Ein höherer Wert in der Signifikanz besagt eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass das Ergebnis nicht zufällig zustande kam.
Lucky_1 Posted July 7, 2011 Author Report Posted July 7, 2011 (edited) Es ist wirklich wahnsinn was sich hier an Tips sammelt und die geballte Erfahrung ist auch nich zu toppen - will gar nicht wissen wieviele Dekaden Screentime man hier zusammenbekommt ;). Da bin ich gespannt, wo das am Schluss endet. Ich bin inzwischen am etwas konkreteren Design von Fizmo (meinem Forex-Gremlin, der irgendwann in ein dunkles Rechenzentrum eingesperrt wird). Und der hat schon ein paar Vorstellungen, wie er handeln soll, aber hat ja keine Ahnung (und vor allem keine Screentime) Folgende (theoretische) Situation: Fizmo ist mit 50% des durch die Risikoabteilung genehmigten Kapitals in eine Position in EURUSD investiert (also er hat noch Geld zum investieren). Nun schaut er sich auf allen Märkten um und erkennt verschiedene Investitionsmöglichkeiten:1. bei GBPUSD bietet ein Investitonsmöglichkeit 2. bei EURCHF deutet sich ebenfalls ein Signal an3. seine Bestandsposition hat gerade den Breakeven erreicht und der Trend scheint sich zu bestätigen (die Position könnte also vergrößert werden) Wie würdet Ihr entscheiden, welche Investitionsmöglichkeit ihr verfolgt? Wann würdet Ihr die Position splitten / eine weitere Position aufmachen? In welchem Fall würdet Ihr die Bestandsposition komplett auflösen und in eine der alternativen Möglichkeiten gehen? Ich hab da so meine Theorien - aber wie oben gesagt - das hat leider nichts mit Erfahrung zu tun. P.S. 1: Junge, junge, gestern war ich ja dann ganz schön geladen, sorry falls ich da jemand auf die Füße getreten bin (@Mythos vor allem der letzte Post ist sehr undankbar, Und das nachdem Du so nett interveniert hast). P.S. 2: CX, ich werd mich sicher demnächst mal bei Dir melden - der Erfahrung von anderen Leuten darf man nie unterschätzen (und das subtile Marketing ist nicht schlecht ;-). Edited July 7, 2011 by Lucky_1
cxalgo Posted July 7, 2011 Report Posted July 7, 2011 Es ist wirklich wahnsinn was sich hier an Tips sammelt und die geballte Erfahrung ist auch nich zu toppen - will gar nicht wissen wieviele Dekaden Screentime man hier zusammenbekommt ;). Da bin ich gespannt, wo das am Schluss endet. Ich bin inzwischen am etwas konkreteren Design von Fizmo (meinem Forex-Gremlin, der irgendwann in ein dunkles Rechenzentrum eingesperrt wird). Und der hat schon ein paar Vorstellungen, wie er handeln soll, aber hat ja keine Ahnung (und vor allem keine Screentime) Folgende (theoretische) Situation: Fizmo ist mit 50% des durch die Risikoabteilung genehmigten Kapitals in eine Position in EURUSD investiert (also er hat noch Geld zum investieren). Nun schaut er sich auf allen Märkten um und erkennt verschiedene Investitionsmöglichkeiten:1. bei GBPUSD bietet ein Investitonsmöglichkeit 2. bei EURCHF deutet sich ebenfalls ein Signal an3. seine Bestandsposition hat gerade den Breakeven erreicht und der Trend scheint sich zu bestätigen (die Position könnte also vergrößert werden) Hier gibt es so viele Möglichkeiten, Entscheidungen zu treffen, so, als wenn du versuchen würdest auf dem Meeresgrund Sandkörner zu zählen. Kommt mit drauf an, welcher Trader Typ du bist, wie deine Strategie ausgelegt usw. ... wird so pauschal keiner Beantworten können, fürchte ich!! P.S. 2: CX, ich werd mich sicher demnächst mal bei Dir melden - der Erfahrung von anderen Leuten darf man nie unterschätzen (und das subtile Marketing ist nicht schlecht ;-). Kannst du gerne machen, subtil lag mir gestern
Lucky_1 Posted July 7, 2011 Author Report Posted July 7, 2011 oki, vielleicht nicht präzise genug gefragt - natürlich gibts tausende Möglichkeiten ;). Welche Bewertungskriterien (das kann eigentlich nur eine sehr begrenzte Anzahl sein) würdet Ihr zugrunde legen?
Lucky_1 Posted July 7, 2011 Author Report Posted July 7, 2011 Hmm, irgendwie will sich keiner beteiligen, dann schwätz ich hier einfach mal weiter ;). Das Thema ist nicht ganz ohne – und gerade deswegen sehr interessant. Man könnte beim oben genannten Thema einfach nach den Erfolgswahrscheinlichkeiten der einzelnen Strategien entscheiden, das ist aber eigentlich viel zu simple. Ich befürchte, dass man hier dieses Konzept des „Gefühls für den Markt" ein wenig abstrahieren und mathematisch erfassen muss – sofern überhaupt möglich, aber ich versuchs einfach mal. Und bitte nicht angegriffen fühlen, ich bin mir bewusst, dass dies für ein paar Leute sicherlich ein etwas heikles Thema ist - das ist ja quasi das Wissen und die Erfahrung eines Traders, und so was lässt man sich normalerweise nur sehr ungern "konzeptionalisieren". Andererseits ist sowas immer ein sehr interessantes Gedankenexperiment... Also, ein paar Entscheidungskriterien lassen sich hier sicher ableiten und in Wahrscheinlichkeiten ummodeln – und da kann man sich wieder tolle, total schwachsinnige deutsche Worte aus den Fingern saugen. Und auf Basis der Erfolgwahrscheinlichkeit kombiniert diesen Werten muss man dann eine Entscheidung treffen, um zwischen den oben genannten Alternativen zu entscheiden. Hier mal ein paar Ideen (mich bitte nicht für verrückt erklären, das ist durchaus ernst gemeint ;) – ich versuche zu erraten/abzuleiten, welche Indikatoren/Denkprozesse bei dem Treffen einer Investionsentscheidung durch einen Trader (größtenteils unbewußt/unterbewußt) relevant sind. Also, los geht's mit dem „Bullshit" ;) Diversifikationsquotient -> ein bisschen Diversifikation ist – wie ich in diesem Thread gelernt habe - lt. einem Nobelpreisträger sehr wichtig. Deswegen ist es hilfreich, nicht nur eine Positions offen zu haben. Aber zu viele sollten es auch nicht sein.... Marktsignalkongruenzfaktor -> wie hoch ist die Übereinstimmungsquote des Signals (Short/Long) mit der allgemeinen Markttendenz (Trend kurz/mittel/langfristig). Je höher die Quote, desto besser bewerte ich das Signal. Zielerreichungsgrad -> wieviel % des zu erwartenden Profits habe ich bei einer offenen Position erreicht? Wenn bspw. 80% des TPs erreicht sind, könnte die Positions frühzeitig geschlossen werden und auf ein Alternativinvestment ausgewichen werden. Und irgendwas in Bezug auf die Volatilität muss ich mir auch noch suchen, Und es gibt sicherlich noch hundert andere... Ist das ein total schwachsinniger Ansatz?
goso Posted July 7, 2011 Report Posted July 7, 2011 Diversifikationsquotient -> ein bisschen Diversifikation ist – wie ich in diesem Thread gelernt habe - lt. einem Nobelpreisträger sehr wichtig. Deswegen ist es hilfreich, nicht nur eine Positions offen zu haben. Aber zu viele sollten es auch nicht sein.... Diversifikation ist durchaus erstrebenswert, allerdings nur in nicht oder gering korrelierenden Werten, sonst bastelst du dir ein enormes Klumpenrisiko zusammen. Im FX kommt ausserdem dazu, dass du -wenn du mehrere Pairs gleichzeitig handelst- recht schnell in den Bereich der synthetischen Positionen kommst, da kann man dann gleich das entsprechende Pair handeln. Beispiel: EURUSD long und GBPUSD short ergeben synthetisch EURGBP long (exakt nur dann, wenn die Positionsgrössen beim Dollarwert übereinstimmen). Weiters ist natürlich die Margin zu berücksichtigen, wenn du zB lt. deiner Excel Tabelle gerade EURUSD mit 180er Hebel handest, dann wird die Margin für eine neue Position ohnehin kaum reichen. Ich habe früher bis zu 5 FX Positionen gleichzeitig offen gehabt, irgendwann hat es dann sehr laut "BUMM" gemacht, d.h. alle 5 sind in den IS gelaufen, das hat mir nicht wirklich gefallen, beim nachträglichen Betrachten der ganzen Aktion bin ich dahintergekommen, dass ich da bei allen Positionen einen fallenden USD gebraucht hätte, seither gehe ich im Intradayhandel eine zweite Position erst dann ein, wenn die erste Position auf BE abgesichert ist und ich die neue Position nicht in letzter Konsequenz die selbe Idee ist.
Lucky_1 Posted July 7, 2011 Author Report Posted July 7, 2011 Dir hats der 180er Hebel angetan, oder? Ich werd das in der Praxis dann mal mit einem 1000€ Konto ausprobieren - wenn nicht klappt, dann ist das Pech. Aber ich hab eigentlich schon ziemliches Vertrauen in die Mathematik - du hast nur vollkommen recht, dafür darf man dem System sicherlich nicht beim arbeiten zuschauen. Es soll einfach nur einmal am Tag über die Ergebnisse informieren. Das mit den synthetischen Paaren ist ein guter Hinweis, da muss ich überlegen wie man das abbilden/abfangen kann. Und ich denke, dass ich auch bei maximal 3 offene Positionen erlauben werde, mehr ist wahrscheinlich zuviel und nicht zielführend. Nur automatisch zu entscheiden, wann man was macht, ist wirklich nicht ganz einfach...
goso Posted July 7, 2011 Report Posted July 7, 2011 Dir hats der 180er Hebel angetan, oder? Stimmt, wobei mir die absolute Änderung der Open P/L wenig Sorgen bereitet -da kenne ich "grausame" Zahlen, wenn auch nicht mit eigenem Geld- sondern ich versuche mir die ganze Zeit vorzustellen wie die Kapitalkurve aussieht, ich habe mich mit deinem Excel Sheet und meinem Track Record ein bisschen herumgespielt, das ist nix für schwache Nerven.
RAiNWORM Posted July 7, 2011 Report Posted July 7, 2011 Diversifikationsquotient ...Marktsignalkongruenzfaktor ...Zielerreichungsgrad ... Ist das ein total schwachsinniger Ansatz?Nein, ist kein schwachsinniger Ansatz. Du wirst hier auch kein richtig oder falsch zu hören bekommen. Man könnte sogar das genaue Gegenteil von dem machen, was du in den drei Punkten schilderst. Da nimmt jeder Trader, was ihm liegt oder wo er sich wohl bei fühlt oder was er beherrscht. Das Gegenteil deiner Punkte:Diversifikationsquotient: warum diversifizieren? Setze doch auf die starken Werte.Marktsignalkongruenzfaktor: warum mit der Masse schwimmen? Einfach mal den Countertrend traden.Zielerreichungsgrad: warum schon vorher Gewinne mitnehmen? Einfach mal Gewinne laufen lassen. Erfolg oder Mißerfolg haben viele Parameter. 1
Lucky_1 Posted July 7, 2011 Author Report Posted July 7, 2011 Mein Gott, was für schwachsinnige Begriffe...aber ok, die Idee scheint rüberzukommen ;). Das wäre ein interessanter Ansatz, ein Teil von diesen Bewertungskriterien umzudrehen. Aber wenn ich das mache, dann züchte ich mir gleich von Anfang an einen launischen Gremlin, der alles mal so oder mal so macht. Das stelle ich mir nicht sehr pflegeleicht vor. Das wird so schon schwierig genug werden, den vernünftig zu erziehen und dazu zu bringen, das er das tut was er soll. Ne, eigentlich sollten das ja nur Beispiele sein, wie ich mir als "Nicht-Trader" ein solches Entscheidungskriterium vorstellen würde. Ich kann nur leider nicht per Selbstreflektion herausfinden, auf welcher Basis ich Investitionsentscheidungen normalerweise treffe, da ich wie gesagt leider keine Erfahrung darin habe (wieder schön abstrakt...). Deswegen ja die Frage in diese erfahrene Runde, was für Entscheidungskriterien Ihr normalerweise beim Traden nutzt? Wenn es ein "Tradinggeheimnis" ist, überhaupt kein Problem. Ich wollt nur mal hören, was man noch so bewerten und beurteilen könnte.
RAiNWORM Posted July 7, 2011 Report Posted July 7, 2011 ... wie ich mir als "Nicht-Trader" ...Nimm 1000 EUR (gerne auch mehr), eröffne ein Konto und verpulverisiere sie diskretionär mit dem Ziel möglichst viele Trades damit zu machen und im Gewinn landen zu wollen. Alles andere hat keinen Sinn, was mythos bereits oben auch schon geschrieben hat. Wie will man einem kleinen Kind erklären, dass die Herdplatte heiß ist, solange es nicht drangepackt hat (alter, abgedroschener Spruch mit Wahrheitsgehalt). Einschüchtern lässt du dich ja nicht Das ist nicht böse gemeint! Wir wollen nur helfen. Und dazu gehört auch der Abschnitt "Selbsterfahrung". Nur weil ich Bücher über Skalpelle und Schnitttechniken lese und mit Fachleuten spreche, werde ich selten ein guter Chirurg. Ich wollt nur mal hören, was man noch so bewerten und beurteilen könnte.Ehrliche Antwort? --> Alles. Und das ist das Problem. Erst in einem konkreten Zusammenhang ergibt es Sinn.
Lucky_1 Posted July 7, 2011 Author Report Posted July 7, 2011 Nimm 1000 EUR (gerne auch mehr), eröffne ein Konto und verpulverisiere sie diskretionär mit dem Ziel möglichst viele Trades damit zu machen und im Gewinn landen zu wollen. Alles andere hat keinen Sinn, was mythos bereits oben auch schon geschrieben hat. Wie will man einem kleinen Kind erklären, dass die Herdplatte heiß ist, solange es nicht drangepackt hat (alter, abgedroschener Spruch mit Wahrheitsgehalt). Einschüchtern lässt du dich ja nicht Das ist nicht böse gemeint! Wir wollen nur helfen. Und dazu gehört auch der Abschnitt "Selbsterfahrung". Hmm, und was bringt mir das? Dann hab ich plötzlich die Erfahrung, um zu beurteilen was relevant ist (wie Leute hier mit 12.000 Stunden Screentime)? Wäre schön, wenn es so wäre, aber ich wage es das zu bezweifeln... Nur weil ich Bücher über Skalpelle und Schnitttechniken lese und mit Fachleuten spreche, werde ich selten ein guter Chirurg. Bei nem Chiurgen, der vorher nicht studiert hat, würdest Du Dich doch auch nicht unters Messer legen. Auf der einen Seite wird hier über Leute rumgelästert, die der Meinung sind, dass sie mit der Forex "so schnell reich werden", und auf der anderen Seite ist es, wenn man sich erstmal theoretisch damit beschäftigt (was ich seit über einem Monat mache), auch wieder falsch. Sehr, sehr seltsam... Ehrliche Antwort? --> Alles. Und das ist das Problem. Erst in einem konkreten Zusammenhang ergibt es Sinn.Wenn man als Mensch Entscheidungen trifft, dann kann man normalerweise begründen, warum man eine solche Entscheidung getroffen hat. Wenn ich mich für eine Wohnung oder einen Job entscheide, dann kann ich Dir Gründe dafür nennen - find ich jetzt nicht so abwegig. Und da heisst es selten "Alles hat dafür gesprochen" oder "das ist alles Kontext und Situationsabhängig". Aber ok, wie gesagt nur meine Meinung.....
RAiNWORM Posted July 7, 2011 Report Posted July 7, 2011 Hmm, und was bringt mir das? Dann hab ich plötzlich die Erfahrung, um zu beurteilen was relevant istJa. Bei nem Chiurgen, der vorher nicht studiert hat, würdest Du Dich doch auch nicht unters Messer legen. Auf der einen Seite wird hier über Leute rumgelästert, die der Meinung sind, dass sie mit der Forex "so schnell reich werden", und auf der anderen Seite ist es, wenn man sich erstmal theoretisch damit beschäftigt (was ich seit über einem Monat mache), auch wieder falsch. Sehr, sehr seltsam...Die Kombination macht's. Man braucht ja nicht vom einen ins andere Extrem verfallen. Falsch ist es nicht. Jedoch würde für deine eigene Beurteilung der Sachlage sicherlich die Erfahrung nicht schaden. Wenn man als Mensch Entscheidungen trifft, dann kann man normalerweise begründen, warum man eine solche Entscheidung getroffen hat. Wenn ich mich für eine Wohnung ... entscheide, dann kann ich Dir Gründe dafür nennen ... Und da heisst es selten "Alles hat dafür gesprochen" oder "das ist alles Kontext und Situationsabhängig". Korrekt! Ich kann dir jedoch nicht raten, welche Wohnung oder welcher Ort für dich am besten ist oder dir meine Wohnung empfehlen. Das hängt von deinem persönlichen Einkommen, Geschmack, Familienlage, Lebensplanung etc. ab. Auf pauschale Fragen kann man nur pauschal antworten. Und das stört mich gerade ein wenig mit deiner Frage "Was kann man noch alles machen?". Back to topic:Wer strikt nach Technischer Analyse mit Supports, Resists und Trendlinien/Kanälen arbeitet, würde bei mehreren Signalen in unterschiedlichen Symbolen/Währungspaaren sich wahrscheinlich für das Instrument entscheiden, was das beste Chancen/Risikoprofil aufweist (IS zu TP). PS: entschuldige meinen Ton, ich hatte diese Woche schon zwei Accenture-Consultants verspeist.
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