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FOREX Anfänger + EA? Bitte um Review / Meinung von Profis ;). Danke.

Geschrieben

Hallo zusammen,

mit dem Rauchen aufzuhören hat ab und zu seltsame Nebenwirkungen - bei mir hat es aus unerfindlichen Gründen dazu geführt, dass ich letzte Woche kurz davor war, mein Geld in den Aktienmarkt zu werfen. Glücklicherweise hat mich aber die Entdeckung eines kleinen Marktes namens FOREX davon abgehalten - ich befürchte das ich einen Suchtersatz entdeckt habe ;).

 

Derzeit bilde ich mir ein, dass es sich bei FOREX um das "aufwandsarme und vollautomatisierten Nebeneinkünfteverfahren" handeln könnte, welches ich schon einige Zeit suche. Nach einem übermütigen Start in dieser Woche (Amazon hat sich gefreut, mein ipad platzt von entsprechenden büchern, diverse FOREX Accounts eröffnet, VPS Server eingerichtet, Research, Research, Research) bin ich mir inzwischen ziemlich sicher, dass es sich nicht nur um eine verrückte Idee handelt.

 

Bevor ich aber mit der Programmierung meines Expert Advisors im Metatrader 5 weitermache (vom Hintergrund bin ich Wirtschaftsinformatiker mit ein paar Jahren Erfahrung in der Beratungsbranche), will ich nochmals einen Schritt zurück gehen und mir von Euch ein paar Ideen entweder bestätigen oder zerpflücken zu lassen. Letztendlich kenne ich FOREX erst seit ner knappen Woche - vielleicht finde ich hier ein paar Sparringspartner, die mich wieder zurück auf den Boden der Tatsachen holen können ;).

 

Ich habe zwar gesehen, dass ihr bei dem Thema EA schon in einem separaten Thread unterwegs seid (Community-EA) - aber ich bin erst seit kurzem hier dabei und mir scheint da noch ein wenig Uneinigkeit in Bezug auf das Vorgehen und die Zielsetzung zu bestehen ;). Deswegen stelle ich einfach mal mein bisheriges Konzept vor, ich bin mir sicher das man auch so voneinander profitieren kann.

 

Grundsätzliches

Meine Gedanken zur Automatisierung des Forex Handels haben mit dem folgenden Artikel angefangen - fast jede einzelne dieser Regeln schreit "Programmiere mich einfach" ;)

 

http://www.wertpapier-forum.de/topic/12934-25-regeln-fur-ein-erfolgreiches-traden-mit-futures-oder-cfds/

Link

 

Ist zwar für Futures und CFDs gedacht, aber ich denke mal, dass ähnliche Ansätze auch für FOREX gelten. Letztendlich fassen diese Regeln auch das zusammen, was ich in einigen Büchern und auf einigen Webseiten gelesen habe. Für mich heisst das allerdings auch, dass ich niemals selber aktiv handeln werde, mir fehlt da einfach die Disziplin. Für mich persönlich ist die Automatisierung sowieso eine schönere Herausforderung ;).

 

Zusätzlich zu den 25 Regeln würde ich die folgenden Anforderungen/Punkte/Grundprinzipien als sehr wichtig einschätzen:

  • es muss der einfache Einsatz verschiedener Strategien (mind. 5-10) unterstützt werden (Swing-Trading, Scalping,..., hier kenn ich mich noch nicht aus)
  • eine Strategie ist eine Kombination von Entry-Kriterien, Exit-Kriterien, Risk-Management und MM
  • bei jeder Strategie wird jeder Trade in Bezug auf Erfolgswahrscheinlichkeit und ROI ausgewertet und gemonitored
  • verlustbringende Strategien werden automatisiert abschaltet, gewinnbringende nach entsprechendem Ranking (ROI oder Risk) priorisiert eingesetzt
  • Strategie Upgrades müssen stattfinden können (wenn bspw. eine Position im Rahmen eine sehr kurzfristigen Scalping Strategie geöffnet wurde und sich vor dem Schliessen die Marksituation ändert, muss die Exit-Strategie angepasst werden)
  • das automatisierte Monitoring von mehreren Märkten wäre sinnvoll (nicht nur EURUSD)
  • es wird permanent getradet (nicht investiertes Kapital bringt nichts) - bspw. bei fehlenden mittelfristigen Signalen muss man z.B. auf kurzfristige Scalping Strategien oder bspw. alternative Währungen ausweichen
  • Risk- und Money-Management Kriteren werden STRIKT eingehalten (z.B. nie mehr als 5% des Kapitals riskieren)
  • Strategien können sehr schnell und einfach erstellt bzw. angepasst werden (ggf. sogar Pflege per Excel)
  • es wird aktives Positionsmanagement betrieben (ein Stop-Loss sollte eigentlich nie erreicht werden)

So....viele schöne Anforderungen, alles noch nichts besonderes. Technisch zwar nicht ganz einfach, aber auf jeden Fall alles mit sehr überschaubaren Aufwand machbar. Das ist aber genau mein Problem, derzeit scheint es zu einfach. Deswegen sind hier mal die ersten Frage:

  1. Fehlt bis hierhin irgendetwas grundsätzliches?
  2. Was sollte man auf jeden Fall noch beachten?
  3. Kennt ihr noch weitere Listen / Webseiten mit guten Ideen, die Euch geholfen haben?

 

Nun zu dem eigentlichen EA. Hier schwirren mir einige Ideen im Kopf herum, aber das Bild formt sich nach und nach. Deswegen werde ich hier erstmal mit einem der wichtigsten (und aus meiner Sicht komplexesten) Themen anfangen und ggf. in weiteren Posts die anderen Module erläutern. Mal schauen, ob hier noch ein bisschen Feedback kommt ;)

 

Marktanalyse - Konzept (Modul 1)

 

Mit der komplexeste Teil ist die Analyse des Marktes, bzw. die Darstellung des Marktes (Charts) in einer automatisch auswertbaren Form. Letztendlich besteht der Chart - die Entscheidungsgrundlage für Investitionen - aus einer Menge aktueller Werte (Kurs, MACD, oberes und unteres Bollinger Band, etc.) und deren historische Entwicklung. Die automatische Analyse und Auswertung dieser Zahlen ist äußerst komplex, e.g. investiere wenn Kurs Bollinger Band durchbricht (und nicht vor kurzem durchbrochen wurde), ein Aufwärtstrend besteht und der RSI unter 30 ist. Um diese Komplexität zu reduzieren und auswertbar zu machen, werden sämtliche Indikatoren (die ja meistens graphisch sind) in "Meta"-Indikatoren mit einer genau einer binären Aussage umgewandelt (=>Indikator x: ja oder nein).

 

Bsp:

Kurs ist über dem oberen Bollinger Band, MACD ist negativ, WPR ist über -20.

Vage Definitionen können ebenfalls erfolgen, z.B. "der Abstand zwischen den beiden Bollinger Bändern ist gross" (wobei gross zu definieren ist).

 

Diese Aussagen über die aktuelle Marktsituation werden bei jedem Tick berechnet und in bestimmten Intervallen historisiert (e.g. letzter Tick, vor 30 Sekunden, vor einer Minute, vor 10 Minuten). Dieses Vorgehen führt zu einer Matrix, welche die aktuelle Markt- bzw. Entscheidungssituation darstellt:

[/td]Aktuell-10s-1m...

Kurs über BBjaneinnein

Trend nach obenjajaja

RSI > 30neinneinja

...

Das genannte Konzept ist bis zu diesem Punkt bereits umgesetzt, ist ja alles recht einfach und logisch. Bisher habe ich 7 wirkliche Indikatoren mit ca. 20 Metaindikatoren. Das hinzufügen von neuen Indikatoren bzw. Metaindikatoren ist in der Umsetzung eine Sache von ein paar Minuten. Ich schätze, dass ich am Ende bei ca. 10-15 Indikatoren und ca. 50-70 Metaindikatoren landen werde. Davor muss/sollte ich mich noch durch "Das große Buch der Marktechnik" durchschlagen oder anderweitig sinnvollen Input bekommen. Ich bin noch ein wenig skeptisch in Bezug auf die Performance. Wenn mann für jeden Markt (e.g. 5 Märkte) bei jedem Tick jeweils 100 Metaindikatoren neu berechnet, könnte es ein wenig schwierig werden. Hier bin ich noch nicht sicher, wie performant der Meta Trader ist - prinzipiell sollte das selbst bei 1000 Metaindikatoren kein Problem darstellen. Andererseits muss man ja auch nicht unbedingt auch Tick-Ebene arbeiten...

 

Investitionsstrategie (Teil 1)

 

Auf Basis der o.g. Matrix können dann Investitionsentscheidungen getroffen werden. Eine Investitionsstrategie besteht somit ebenfalls aus ähnlichen Matrix. In dieser Strategie kann bestimmt werden, welche Punkte erfüllt sein müssen, und welche nicht erfüllt sein dürfen, e.g.

Aktuell-10s-1m...

Kurs über BBmussegalegal

Trend nach obenmussegalegal

RSI > 30egalegaldarf nicht

...

Der große Vorteil ist, dass man im Rahmen einer Entscheidung immer die gesamt Matrix mit abspeichern kann. Dies ermöglicht im Nachgang mit sehr einfachen mitteln eine Analyse der Ausgangssituation und einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Gedanklich bin ich hier bereits in einem Datamining Excel, welches mir ermöglicht, alle nicht erfolgreichen Trades aus dem letzten Backtesting Lauf (oder aus einem Produktivbetrieb) zu selektieren und zu untersuchen, ob durch die Änderung einer Eingangsbedingung ein besseres Ergebnis erzielt werden kann (bspw. weil bei 80% der fehlgeschlagenen Trades der RSI nicht unter 30 und nicht über 70 war). Hmm, hoffentlich ist letzteres noch nachvollziehbar......

 

-to be continued-

 

So, das wären meine bisherigen Gedanken zu der Marktanalyse und Investitionsstrategie. Hier wäre ich jetzt über jeglichen Input sehr dankbar - ein paar Einblicke in die Gedankengänge aktiver Trader wären hier sehr hilfreich ;):

  1. Wie trefft ihr (prinzipiell/konzeptionell) eine Investitionsentscheidung? Ließe es sich mit dem Modell abbilden?
  2. Welche Indikatoren bzw. Metaindikatoren wären aus Euere Sicht unerläßlich?
  3. Was läßt sich hiermit nicht abbilden?
  4. Ist das ganze zu einfach oder zu kompliziert gedacht?
  5. Was übersehe ich? Was müsste noch erweitert werden bzw. kann aus Eurer Sicht nicht funktionieren?

Das wärs dann erstmal, dieser Post ist nun sowieso schon viel länger als geplant geworden. Ich werde dann mal mit meinem Prototyping weitermachen und mir Gedanken zu den anderen Modulen machen (Risk Management / Inventory / Strategy Management / ...).

 

Viel Spass beim Brainstorming, ich freue mich auf Feedback.

 

Liebe Grüße

S

 

P.S.:

Wenn sich das entsprechend entwickeln sollte werde ich ggf. bei dem Automated Trading Championship 2011 teilnehmen. Die Ideen könnt ihr gerne übernehmen - ist eh alles nichts besonderes. Der Source-Code bleibt allerdings erstmal bei mir ;)

 

Eine Sache kann ich allerdings versprechen: Falls ich hier von einzelnen Personen wirklich wertvollen Input/ funktionierende Strategien bzw. Unterstützung bekomme, werde ich mich auf jeden Fall revanchieren. Wenn ich das Ganze so entwickelt, wie ich es erwarte/mir erhoffe, dann wird es sich lohnen. Ehrenwort.

Bearbeitet von Lucky_1

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  • So, nachdem ich mich vom Schock des Excel Sheets erholt habe (u.a. Leverage 1:180,3, mit auch nur ansatzweise ernsthaften Beträgen wird diese Leverage kein Broker/Marketmaker bieten, US Anbieter max.

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Geschrieben

Wenn man als Mensch Entscheidungen trifft, dann kann man normalerweise begründen, warum man eine solche Entscheidung getroffen hat. Wenn ich mich für eine Wohnung oder einen Job entscheide, dann kann ich Dir Gründe dafür nennen - find ich jetzt nicht so abwegig. Und da heisst es selten "Alles hat dafür gesprochen" oder "das ist alles Kontext und Situationsabhängig".

Deine Frage nach dem Entscheidungsprozeß ist einfach aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten so pauschal einfach nicht beantwortbar.

Man kann auf Uhrzeit, Volumen, News, allgemeine Marktstimmung, Fibonacci, Gann usw. achten und dies in seine Entscheidung mit einfließen lassen.

 

Aber da muß jeder seinen eigenen Stil zu entwickeln, du wirst da eher selten übereinstimmende Antworten erhalten, das ist unter anderem der Punkt den ich gestern schon erwähnte, es geht eben in den Märkten um Menschen und Gefühle und so ist das eben auch bei den Entscheidungen der verschiedenen Trader sehr unterschiedlich was sie wie gewichten.

 

Beispiel Wohnung:

Einer nimmt sie weil sie einen Balkon hat und im ersten Stock liegt, der andere nimmt sie nicht weil sie im ersten Stock liegt, er möchte lieber den Ausblick aus dem vierten Stock haben.

Aber beiden hat der Grundriß sehr gut gefallen....

Soll heißen, jeder gewichtet nun mal anders.

 

btw.

Live Konto mit 1000 Euro

Solltest du wirklich machen, dann verstehst du das eine oder andere etwas besser was hier schon vielfach erwähnt wurde.

Dann merkst du vllt. schon selbst was für Entscheidungsprozeße bei dir ablaufen, wie verrückte Gedanken auftauchen usw...

 

Das willst du ja dank deines EAs alles ausblenden, aber du gehst an eine Sache die von Angst und Gier getrieben wird ansonsten einfach nur aus theorethischer Sicht ran, glaube uns einfach, Live ist anders...

Geschrieben
  • Autor

Hm,schade, jetzt wollt ich eigentlich den Kampf eröffnen, aber gleich gegen 3 Leute...ich hab mich schon so auf meine Einleitung "Ich würde mich ja gerne mental mit Dir duellieren, ab leider bist Du ja unbewaffnet" gefreut. Aber so...:white_flag:

 

Es könnte zwar sein, dass Ihr recht habt, aber ich bin mir leider ziemlich sicher, dass der Verlust von 1000€ mir überhaupt nichts beibringen wird (das Thema hatten wir irgendwo schonmal). Vielleicht mach ichs trotzdem mal, ich hab 2 Brokerkonten startbereit, aber ich sehe nicht, was ich mir davon erhoffen soll. Da sehe ich es als sinnvoller an, genau diese Übung mit dem Prototypen von meinem EA zu machen - das sollte ein ganzes Stück effektiver sein (vor allem, weil ich da ganz sicher beim Handeln zuschauen werde). Und das wird eh passieren, weil der das Geld ziemlich sicher früher in die Hand bekommt als er eigentlich sollte....

 

Bei dem Thema mit "Entscheidungskriterium" bin ich immer noch der Meinung, dass es für verschiedene Bereiche mehr oder weniger "Standardkriterien" gibt, nach denen man beurteilt. Wenn ich danach gefragt werde, wie ich ein IT System beurteile, dann kann ich sicherlich einige Kriterien nennen, auf die jemand Fachfremdes normalerweise nicht ohne weiteres nicht kommen würde (e.g. Relevanz von Wartungskosten, Lizenzkosten, Downtimes, Systemlandschaft, ...). Ich hatte mir erhofft, das dies beim Trading auch der Fall ist. Natürlich werden diese Kriterien dann jeweils anders beurteilt, aber man muss sich der potentiellen Kriterien erstmal bewußt sein. Und das schafft normalerweise nur die Erfahrung (und ich spreche nicht von der o.g. 1000€ verpulvern Erfahrung).

 

Wer strikt nach Technischer Analyse mit Supports, Resists und Trendlinien/Kanälen arbeitet, würde bei mehreren Signalen in unterschiedlichen Symbolen/Währungspaaren sich wahrscheinlich für das Instrument entscheiden, was das beste Chancen/Risikoprofil aufweist (IS zu TP).

 

Das ist hier ein Beispiel, und es gibt sicherlich noch mind. 20 weitere, die fast jeder Trader im Hinterkopf hat (weil es für Ihn einfach normal ist). Dann wird es aber sehr schnell weniger werden - es gibt aus meiner Sicht einfach keine unbegrenzte Anzahl an Entscheidungskriterien.

 

 

Sag bloß jetzt fühlst du dich mal auf den Schlips getreten ;)

Kein Sorge, dann wär ich schon längst nicht mehr hier. Es ist nur immer schön, widersprüchliche Aussagen aufzugreifen.

 

 

 

Der Tipp von Rainworm ist nicht so blöd wie du vielleicht denkst. Hast du schonmal real gehandelt? Nicht nur zugesehen oder darüber gelesen, sondern echt selber den Knopf gedrückt? Wenn nicht würd ichs dir unbedingt empfehlen. Wenns dir lieber ist am Anfang auch auf einem Demokonto.

An der Forex nicht, aber ich denke das der o.g. Ansatz am sinnvollsten ist.

Geschrieben
überhaupt nichts beibringen wird

 

Denke nochmal darüber nach , vielleicht gibt Dir ja die Tatsache, dass hier inzwischen jeder der Dir postet auch empfiehlt, Du solltest MIT ALLER VORSICHT aber dennoch mal beginnen .

 

Führerschein : Wer die Theorie bestanden hat, der macht die erste Fahrstunde (früher jedenfalls war das mal so) . Wir empfehlen Dir, nun mit der ersten Stunde zu beginnen .

 

Du antwortest : Nö, bei mir ist das nicht so . Ich treibe meine theoretische Ausbildung im Strassenverkehr zur Perfektion, analysiere auch alle Varianten und dann nehme ich Hr. Schumacher

das Lenkrad und sein Auto ab , fahre los ...und Gewinne .

 

:white_flag:Ich überzeichne ...aber nur ein wenig .

 

Gute Entscheidungen

 

KB

Geschrieben
  • Autor

Das muss ich leider nochmal kontern - so mache Ihr mir hier nie Freunde, ich polarisiere ein bissi zu stark, das zeigt schon die "Thanks Verteilung". Aber das macht es wenigstens interessant ;).

 

Die Führerschein-Analogie gefällt mir allerdings sehr gut, die kann man nämlich sehr schön auf meine Art interpretieren:

- ich bin halt Amerikaner und mache nur nen Führerschein für Automatik-Schaltungen - und auch da fährt man am Anfang langsam

- das ich gleich gewinne, ist völlig irrelevant (wie diverse male geschrieben), erste Priorität ist die Vermeidung von Verlust und Kapitalerhalt

 

Aber wahrscheinlich habt ihr Recht, den Motor muss ich wahrscheinlich ein paar Mal abwürgen. Aber um es nochmals bewußt ignorant zu fragen: Macht es einen Unterschied, ob ich mit einem Automatik- oder manuellen Schaltgetriebe gegen einen Baum fahre? Weil um die Erfahrung gehts ja eigentlich...

Bearbeitet von Lucky_1

Geschrieben

 

 

Das Problem ist, das es nur im Mittelweg geht. Man kann kein gutes handelssystem schreiben wenn man den Markt nicht kennt. Ja ich hab am Anfang auch gedacht man kann es theoretisch alles quantifizieren. Is aber nicht so. Das geht solange gut, solange man es nicht am echten Markt testet...

 

 

Das ist eines der bekanntesten Phänomene in dieser Branche, immer wieder glauben Newcomer -sehr oft mit IKT Hintergrund-, dass sie einfach mal ein bisschen coden und schon ist die Gelddruckmaschine fertig. Die Realität ist meist eine andere, einer der Grundsätze der Märkte lautet: "Newcomer finanzieren die Gewinne der alten Hasen", von irgendwas muss ich ja auch leben. :cleanglasses:

Geschrieben

Bei dem Thema mit "Entscheidungskriterium" bin ich immer noch der Meinung, dass es für verschiedene Bereiche mehr oder weniger "Standardkriterien" gibt, nach denen man beurteilt. Wenn ich danach gefragt werde, wie ich ein IT System beurteile, dann kann ich sicherlich einige Kriterien nennen,

 

Das Problem ist, das es im IT Bereich ein paar "richtige" Wege gibt, die man stichfest begründen kann. Die paar wenigen Kriterien die es hier beim Trading gibt kennst du schon (so Sachen wie "nicht mit 50% Risiko in eine Position"). Aber bei allem anderen gibt es kein "richtig". Es spielen soviele Variablen mit, das ein 100% richtiges Standardkriterium für die eine Strategie /den einen Trader für den anderen den Ruin bedeutet.

Deswegen muss man ja auch immer so aufpassen bei den Gurus die massig Kohle für Seminare verlangen wo sie "ihre perfekte Strategie" lehren. Auch wenn sie möglicherweise für sie funktioniert, verlieren die meisten Kunden damit Geld.

 

Ok, der korrektheithalber anders formuliert: Vielleicht gibts diese Standardkriterien (die über die nona-kriterien hinaus gehen), dann haben wir sie einfach noch nicht gefunden...

 

btw.

ich hab mich schon so auf meine Einleitung "Ich würde mich ja gerne mental mit Dir duellieren, ab leider bist Du ja unbewaffnet" gefreut

darüber hätt ich mich aber nicht gefreut...

Geschrieben
  • Autor

Das ist eines der bekanntesten Phänomene in dieser Branche, immer wieder glauben Newcomer -sehr oft mit IKT Hintergrund-, dass sie einfach mal ein bisschen coden und schon ist die Gelddruckmaschine fertig. Die Realität ist meist eine andere, einer der Grundsätze der Märkte lautet: "Newcomer finanzieren die Gewinne der alten Hasen", von irgendwas muss ich ja auch leben. :cleanglasses:

 

Wie schon gesagt, ihr habt wahrscheinlich Recht - ich kann hier wirklich nicht Eure Erfahrung anzweifeln.Aber was kann ich mir daraus jetzt ableiten? Soll ich es deswegen jetzt gar nicht erst versuchen? Ich mache es jetzt schon ein Weilchen theoretisch und werde sehr bald praktisch mit einer "Semiautomatik" anfangen und niedrigen Beträgen/Risiken. Was kann ich denn anders machen - außer den Vorschlag mit dem Fahren ohne Automatik nochmal zu überdenken?

 

Das Problem ist, das es im IT Bereich ein paar "richtige" Wege gibt, die man stichfest begründen kann. Die paar wenigen Kriterien die es hier beim Trading gibt kennst du schon (so Sachen wie "nicht mit 50% Risiko in eine Position"). Aber bei allem anderen gibt es kein "richtig". Es spielen soviele Variablen mit, das ein 100% richtiges Standardkriterium für die eine Strategie /den einen Trader für den anderen den Ruin bedeutet.

Deswegen muss man ja auch immer so aufpassen bei den Gurus die massig Kohle für Seminare verlangen wo sie "ihre perfekte Strategie" lehren. Auch wenn sie möglicherweise für sie funktioniert, verlieren die meisten Kunden damit Geld.

Genau deswegen heisst es ja "Für jeden seine eigene Strategie"...was anderes macht auch keinen Sinn und die Märkte würden ansonsten ja auch nicht funktionieren..

 

 

darüber hätt ich mich aber nicht gefreut...

Wie gesagt, ist alles nicht wirklich ernst gemeint. Wir sind hier ja immerhin in einem Diskussionforum - und ich diskutier ganz gerne, wie Ihr ja anscheinend auch ;). Nur nicht Nachtragend sein - ich finds wirklich eher lustig und interessant. Teilweise muss man auch um der Diskussion willen argumentieren....

Geschrieben
Macht es einen Unterschied, ob ich mit einem Automatik- oder manuellen Schaltgetriebe gegen einen Baum fahre? Weil um die Erfahrung gehts ja eigentlich...

 

Aus meiner Sicht nicht, du kannst es auch gern direkt mit dem EA testen. Es geht nicht darum einmal gegen den Baum zu fahren. Es geht um den Unterschied ob du die Theorie kennst und schon Unmengen Zeit in der Garage im Auto gesessen bis und alle Funktionen getestet hast. Oder ob du damit schonmal zur Rushhour durch die Innenstadt musstest.

Egal wie lang du den Verkehrsfluss als Fussgänger analysierst, bevor du nicht mal mit dem Auto drin warst, kennst dus nit.

Und da gehts dann nit darum ob du mit manuell oder automatik fährst (hier hinkt dein vergleich nämlich), es ist der unterschied ob du das Auto im hektischen Betrieb selber unter Kontrolle hast und bremsen etc. kannst oder ob du drin sitzen musst und nur hoffen kannst das der autopilot rechtzeitig bremst, anfährt, den wagen von rechts erkennt der reinschneidet, die richtige spur findet, die ampelsignale erkennt, fußgänger nicht überrolt etc.

Und manche von diesen Faktoren kann man eben auch erst wirklich einschätzen wenn man einmal selber gefahren ist.

Oder würdest du glauben das ein Mensch ohne Fahrpraxis einen perfekten Autopilot für die Rushhour bauen kann?

Wenn er vorher keine Fahrpraxis hat, hat er sie spätestens nach Fertigstellung aufgrund der tausenden Testfahrten die daneben gegangen sind.

 

Alles wovor wir dich bewahren wollen, sind zuviele Autowracks die entstehen weil man beim Autopilot eben erst eingreift/eingreifen kann wenns zuspät ist. Aber wie gesagt, du kannst diese Erfahrung auch gern mit dem EA dann machen. Aber dann weißt du halt jetzt noch nicht welche Entscheidungen für dich passen.

Geschrieben

duellieren hilft hier keinem, entweder gibt es konstruktive Punkte die helfen oder lieber nix schreiben ...

 

@Lucky_01

das mit dem "selber Klicken" kann ich dir auch nur empfehlen, sonst wirst du es wahrscheinlich nie richtig realisieren, wie schnell sich der Markt drehen kann bzw. allein aus technischer Sicht mit z.B. nur einem oder zwei Indikatoren Profit machen kannst.

Diese Erfahrung sollte jeder EA Coder machen, sonst wird er nie verstehen wie sein System im Hintergrund agiert bzw. warum es profitable ist oder nicht.

 

Ergo:

Demo Konto aufmachen und nur mal eine Woche probieren, 60% aller Trades ins Plus zu bringen und am Ende, weil abgerechnet wird immer zum Schluss, wirst du sehen wie erfolgreich du warst.

Die Problematik wird sich dir dann ganz schnell erschließen, was hier alle so dazu geschrieben haben.

 

Zu dem Autobeispiel:

Allein das Auto zu starten, ist jeden Tag anders. Z.B.: mal mehr, mal weniger Luftfeuchtigkeit / anderes Benzin (Super/Normal), Verschleiß und als wichtigster Punkt: deine persönlich Psyche

 

In jedem EA steckt auch etwas Psyche des Coders drin, da jeder anders Programmiert und somit auch seine EA´s mit beeinflußt.

 

Nimm 2 Indikatoren und gib das 4 verschiedenen Codern, wird wahrscheinlich nie das gleiche Ergebnis rauskommen.

 

 

Ich weiß nicht, ob ein Case-Book für den Forexmarkt überhaupt möglich wäre? Ich fürchte: "NEIN!", zu viele Parameter + ANGST & GIER

Geschrieben
  • Autor

Und Ausgangspunkt von dieser ganzen Diskussion war ja interessanterweise eigentlich nur die Frage, was ich dem Fizmo jetzt beibringen sollte, um mit dieser Situation klarzukommen.

 

Folgende (theoretische) Situation: Fizmo ist mit 50% des durch die Risikoabteilung genehmigten Kapitals in eine Position in EURUSD investiert (also er hat noch Geld zum investieren). Nun schaut er sich auf allen Märkten um und erkennt verschiedene Investitionsmöglichkeiten:

1. bei GBPUSD bietet ein Investitonsmöglichkeit

2. bei EURCHF deutet sich ebenfalls ein Signal an

3. seine Bestandsposition hat gerade den Breakeven erreicht und der Trend scheint sich zu bestätigen (die Position könnte also vergrößert werden)

 

Da werde ich dann mangels Alternativen auf meinen "Diversifikationsquotiotenten" und den "Marktsignalkongruenzfaktor" zurückgreifen müssen. Und natürlich auf das von Rainworm genannte Chancen-Risiko-Profil...

Geschrieben

Selbstverständlich sollst du es probieren -und dabei geht es mir nicht um meine Gewinne, wenn du bei irgendeinem MT "Broker" handelst komme ich an dein Geld aller Voraussicht nach gar nicht ran- und grundsätzlich ist es mir vollkommen egal was du mit deinem Geld machst, nur soll dir von vorne herein klar sein, dass dein Vorhaben zwar grundsätzlich machbar ist, nur mit "aufwandsarm" schaut es meiner Erfahrung schlecht aus.

 

Du stellst die ganze Angelegenheit in manchen Postings so dar, als ob es die einfachste Sache der Welt wäre so quasi im Vorbeigehen am FX Markt jede Menge Geld zu verdienen, und das ist nicht die Realität.

Geschrieben

ich würde nochmal gerne auf den Vorschlag von Mythos zurückkommen und einen kleinen Break vorschlagen, bis Du etwas zum anfassen bzw. zum Demo-Testen gebastelt hast.

 

Im Moment dreht sich der Thread im Kreis - es steht jede Menge erstklassiger Content drin (von allen Seiten) den viele erstmal verdauen müssen (auch z.B. Gäste die mitlesen).

 

Was meint ihr ?

Geschrieben
  • Autor

Es geht nicht darum einmal gegen den Baum zu fahren.

Ich fahr wenn es sein muss auch gern 10 mal dagegen, irgendwann wird der schon umfallen :bye2: . Da brauch ich nur noch ein entsprechend stabiles Auto ;)

 

Aber Du hast vollkommen recht, es ist utopisch ohne Praxis ein Autopiloten bauen zu wollen. Bei der relevanten Praxiserfahrung handelt es sich aber doch wirklich um die Erfahrung mit dem "Live"-Forex und dem echten Geld. Testfahrten - egal ob die jetzt theoretischer Natur sind es das Handeln auf dem Demo-System ist - sind nur bis zu einem gewissen Grad sinnvoll. Und darum muss ich mich demnächst wirklich mal kümmern. Aber ist schon interessant, inzwischen heisst es ja wirklich "Jetzt schwätz net so viel und sammel mal ein bisschen Erfahrung im Live-Handel" - vor einem Monat klang das noch anders...

 

 

Selbstverständlich sollst du es probieren -und dabei geht es mir nicht um meine Gewinne, wenn du bei irgendeinem MT "Broker" handelst komme ich an dein Geld aller Voraussicht nach gar nicht ran- und grundsätzlich ist es mir vollkommen egal was du mit deinem Geld machst, nur soll dir von vorne herein klar sein, dass dein Vorhaben zwar grundsätzlich machbar ist, nur mit "aufwandsarm" schaut es meiner Erfahrung schlecht aus.

 

Du stellst die ganze Angelegenheit in manchen Postings so dar, als ob es die einfachste Sache der Welt wäre so quasi im Vorbeigehen am FX Markt jede Menge Geld zu verdienen, und das ist nicht die Realität.

Es ist schonmal schön das mit dem machbar zu hören. Und diese Geschichte mit dem "aufwandsarm" ist nur meine "Vision" - so falsch/naiv/utopisch sie sein mag, ich halte es nach recht intensiver Beschäftigung mit dem Thema immer noch für machbar und das gibt mir ne ganze Menge Energie ;-). Und selbst wenn das nicht klappen sollte, endet es nicht in einer Katastrophe sondern einfach einer Lebenserfahrung - so dass ich in den nächsten Jahren halt jedem, der mit einer ähnlichen Überzeugung in diesem Forum hier aufkreuzt erzählen kann: "Junge, das ist ne tolle Idee, aber das klappt einfach nicht. Glaub mir, ich habs auch schon probiert"....

 

Nun aber erstmal herzlichen Dank für die ganzen Diskussionen diese Woche - ich habe wieder einiges dazu gelernt. Ich hoffe, dass das nicht nur ne einseitige Geschichte ist. Und selbst wenn, unterhaltsam ists allemal. Nächste Woche geht's dann weiter und dann wird wieder ein bisschen provoziert, so dass den restlichen SilentReadern auch irgendwann der Kragen platzt und sie mitdiskutieren ;)).

 

Ich wünsche Euch allen ein schönes und erholsames Wochenende......

Geschrieben

Und Ausgangspunkt von dieser ganzen Diskussion war ja interessanterweise eigentlich nur die Frage, was ich dem Fizmo jetzt beibringen sollte, um mit dieser Situation klarzukommen.

 

 

 

Da werde ich dann mangels Alternativen auf meinen "Diversifikationsquotiotenten" und den "Marktsignalkongruenzfaktor" zurückgreifen müssen. Und natürlich auf das von Rainworm genannte Chancen-Risiko-Profil...

Eigentlich wollte ich zu diesem Thema nix schreiben, da eigentlich schon alles wichtige gesagt wurde und ich kein sonderlich starken Bezug zum Systemhandel habe. Nun kann ich es mir aber nicht verkneifen, da, und da hat Mythos voll recht, wir hier sonst stark anneinander vorbeireden. Ich hoffe, ich klinge dabei aber nicht zu lehrerhaft oder von oben herab, da ich vor allem der Auffassung bin, dass ich hier von jedem noch ne große Portion lernen kann.

 

Wenn ich das richtig verstanden habe, möchtest du über die einzelnen Komponenten zum Gesamtsystem!? Ich glaube das funktioniert so nicht, da ja jede Teilkomponente die Bedingung der anderen Komponenten beeinflusst.

Das würde eine never ending story werden.

Ich würde mal sagen, da wird Trading zur Kunst. Am Anfang steht eine Vorstellung von dem was du von deinem System erwartest, dann was du finanziell investieren und psychologisch aushalten kannst. Und dazu braucht es in der Tat Erfahrung in genau diesen Bereichen. Wenn deine Vorstellung von diesem Gesamtbild Gestalt annimmt, kannst du anfangen dir die notwendigen Komponenten zusammenzusuchen, welche jeweils in ihrer Ausgestaltung dein Gesamtkonzept stützen.

Aber ohne Gesamtkonzept ist alles richtig oder falsch, weil dir der Bezugsrahmen fehlt. Geh also besser vom Ganzen zum Speziellen, wie ein Künstler sein Werk gestaltet.

 

Die Thanks Button Verteilung ist im übrigen kein Instrument um jemanden auszugrenzen. Wenn jemand einen Beitrag wichtig oder angemessen findet und sich dafür bedanken möchte hat er hier eine Möglichkeit dazu.

Ich gebe aber zu, dass dein sehr selbstsicheres Auftreten zum Widerspruch reizt, ohne das ich das an Inhalten festmachen möchte.

Das liegt wohl daran, dass ich mich sehr an meine eigenen Anfänge erinnert fühle. Dein Auftritt löst vlt. einfach beim ein oder anderen Abwehrmechanismen/Vermeidungsstrategien aus, die sich der einzelne angelegt hat um sich selbst vor diesen Anwandlungen( zu viel Sicherheit gegenüber einer Sache kann blind für alles andere machen) zu schützen, da er gelernt hat, dass sie dem Erfolg entgegenstehen. Es handelt sich bei vielen Beiträgen ehr um Fürsorge als um Feindseligkeit. Es ist mehr ein Kampf mit sich selbst als gegen einen anderen. :wink:

 

Als ich anfing war es für mich eine besondere Herausforderung, wenn mir Profis sagten, dass etwas nicht ginge. Ich dachte dann, das werden wir doch mal sehen. Im Leben ausserhalb der Börse kann das gut funktionieren. An der Börse wird für diese Einstellung ein hoher Preis verlangt.

Hierbei sind die zentralen Fragen: Will ich recht haben oder will ich gewinnen? Will ich mir und anderen etwas beweisen oder möchte ich etwas lernen und Erfolg haben?

 

An der Börse steht die Demut vor dem Erfolg. Und auch das ist ein Erfahrungswert.

 

Niemand wird dir hier im Forumbereich ein Handelssystem zusammenbauen, welches du nur noch Schlüsselfertig zum Einsatz bringen musst. Aber wenn du konkrete Fragen zu einzelnen Problem hast, wird dir in diesem Forum mit unglaublicher Kompetenz und Geschwindigkeit weitergeholfen. Nur, nimm dir die Zeit einfach mal in Ruhe über einzelne Beiträge und Einwände nachzudenken und sieh es dem einzelnen nach, dass ihm, durch seine Erfahrung bedingt, hier und da auch Emotionen mit einfliessen. Auch das können übrigens wichtige Indikatoren sein.

Versuche dein Potenzial und das der Gruppe zielführend zu nutzen.

 

EDIT: ronner war schneller! :cleanglasses:

Bearbeitet von Licens

Geschrieben
  • Autor
Licens, danke für den Kommentar - ich werde am Montag nochmal drauf zurückkommen, du führst ein paar interessante Punkt auf (ein bisschen steht in meinem Post von grad eben). Muss jetzt leider erstmal weg. Also ein schönes Wochenende ;)
Geschrieben

@Lucky

 

Dein Post #105

 

erste Priorität ist die Vermeidung von Verlust und Kapitalerhalt

 

Das paßt zu der Äusserung in Bezug auf die persönliche Grundeinstellung, die uns Licens (toller Post) geschrieben hat : Demut vor der Börse .

 

In anderen Worten : eine ganz große Zustimmung meinerseits zu dieser Priorität .

 

Ist ja auch logisch : So lange Du nicht pleite bist, kannst Du immer wieder auf´s neue versuchen, irgendwie all Deine "PS" auf den Asphalt zui bekommen .

 

Aber wenn Du Pleite bist, dann bist Du weg,einfach "futsch" ...keine Chance mehr es nochmals zu versuchen . Die Haie haben Dich vernascht .

 

Und das wollen wir alle nicht, wir wollen das Du Erfolg hast und darum schreiben wir (auch) Dir so viel . Die einen sind dazu auch qualifiziert ...und dann gibt´s auch noch die kleinenBroker, die nehmen halt wenigstens Anteil und wollen auch nur mithelfen .

 

Dir auch ein schönes WE und hoffentlich bald auch gute Trades aber trade NIE OHNE SL

 

KB

Geschrieben

Ich kann nur für mich persönlich sprechen -gehe aber davon aus, dass die Intention der anderen Poster ähnlich ist-, all meine Wortmeldungen sind nicht feindselig gemeint - welchen Grund hätte ich dir gegenüber feindselig eingestellt zu sein, wenn es so wäre, dann würde ich mir nicht die Zeit nehmen dir ausführlich zu erkären, dass du versuchst das Pferd von hinten aufzuzäumen, so langweilig ist mir trotz Sabbatical nicht- sondern sind wohlgemeinte Einwände gegen deine überoptimistische Einstellung zu der ganzen Sache.

 

Ich riskiere seit 1987 mein Geld an den Märkten (bis 1996 neben meinem ursprünglichen Job, danach hauptberuflich), in meiner Langfristkapitalkurve gibt es einige Male die Rückkehr zu annähernd Null (und das auch von mittelgross siebenstelligen Beträgen), glaub mir, ich kenne das Spiel der Spiele viel zu gut um nicht die notwendige Demut vor den Märkten zu haben, da gibt es einfach ALLES -von "I believe I can fly" zu "I'm a loser baby, so why don't you kill me" ist es fallweise nur ein Schritt-, der Markt verzeiht keine Fehler -nicht dauerhaft, oft folgt die Rechnung für Wahnsinn erst viel später, da meist aber inklusive Zinsen- in letzter Konsequenz verdienen nur die soliden Handwerker dauerhaft Geld, alle High-Flyer landen früher oder später unweigerlich auf der Schnauze, siehe z.B. Amaranth.

Geschrieben

Ich habe den Begriff Demut leider etwas abstrakt gelassen. Also konkret:

 

Ich persönlich bin der Überzeugung, dass Demut gegenüber den Herausforderungen des Tradings wichtig ist. Schon der psychischen Gesundheit wegen.

Mit Demut meine ich nicht Kleinmut und nicht Furcht oder Unterwürfigkeit in irgendeiner Form, sondern ehr das richtige Maß in der Selbsteinschätzung,

eine Balance zwischen den Extremen (Kleinmut-Hochmut), welche Goso auch in seinem Beitrag

...von "I believe I can fly" zu "I'm a loser baby, so why don't you kill me"...

schön beschrieben hat. :shades:

 

Schönes WE @ all

Geschrieben
KB - Verständnis : Demut ist Bescheidenheit "ich weiss , was mir alles passieren kann und das nichts sicher ist & erst recht nicht die Richtung des nächsten Tick ". Diese Demut läßt einen zu dem Schluss kommen, dass RM/MM eine sinnvolle Sache sein könnte und schützt vor waghalsigem Einsatz der vorhandenen Mittel . Cash beschützen ist immer die oberste Prio und daher niemals ohne SL traden . Cash beschützt man, wenn man weiss, dass man ohne SL alles verlieren könnte . Demut ist aber auch, dass man einen Trade verloren geben kann und nicht weiter gegen die Börse kämpft . "Verbilligen" ist da ein Stichwort, mit dem ICH meine Verluste schön-reden könnte , daher mache ich es nicht (mehr ) . Tja , was ist Demut an der Börse ........ ? Gibt sicher weitere Meinungen . KB
  • 4 Wochen später...
Geschrieben
  • Autor

Hallo zusammen,

Nach einer längeren Pause muss ich doch nun diesen Thread mal wiederbeleben. Mir sind zwar ein paar andere Themen dazwischen gekommen (und deswegen hinke ich in meinem Zeitplan ein bisschen hinterher), aber das Ziel steht immer noch. Jetzt hab ich nur überlegt, ob ich dieses Post wieder ein bisschen provokativ machen soll – aber nach der Erfahrung bleibt mir fast nichts anderes übrig. @Goso (und natürlich auch alle anderen): ich freu mich auf die Contras – und nehmt es alles nicht so ernst, da sind bewußte Provokationen bei. Das macht die Diskussion einfach viel interessanter...

 

Also, nachdem Ihr mich ja alle so gedrängt habt, selber ein bisschen an der Forex zu spielen, bin ich dem Wunsch in der letzten Woche mal nachgekommen. Es war zugegebenermaßen sehr interessant und ich hab auch meine paar hundert Euronen verschleudert – zum Glück hat sich das durch mein CoBa Investment gestern aber auch schon wieder nivelliert. Bezüglich der unterschiedlichen Strategien bin ich leider nicht viel weiter gekommen, aber ich habe wieder viel über mich, die Psychologie und die prinzipiellen Möglichkeiten gelernt. Also:

 

1. Die Relevanz der Psychologie

Also, wie Ihr alle schon erwähnt habt, die Psychology (Gier, Angst, ...) ist wirklich wichtig. Auf dem Testaccount mit Spielgeld ist es völlig irrelevant, und produktiv ist im Micro- und Minilotbereich alles sehr gemütlich. Das ändert sich dann aber sehr schnell – für den totalen Körperchemiekick muss man wirklich nur mal 5-10 Lot investieren und dann auf die „Gewinn/Verlust"-Spalte im Metatrader schauen. Wenn da hunderte Euro im Zehntelsekundentakt von Gewinn in Verlust (und umgekehrt) springen, kann man sich jegliches Rafting und Fallschirmspringen wirklich sparen. . Der Adrenalinhaushalt übernimmt die Kontrolle, klar denken kann man vergessen und ich hab nur noch Tage/Wochen an Arbeit gesehen, die sich in Luft aufgelöst haben. Wenn man den Kick sucht, dann ist das vielleicht nicht schlecht – ein Fallschirmsprung finde ich da aber trotzdem attraktiver......

 

Darum ergibt die folgende Bredouille:

- Ich kann mit solchen Summen nicht handeln, da ich damit nicht mehr klar denken kann (hatte ich ja schon befürchtet)

- Ich muß in bestimmten Fällen mit solchen Summen handeln, weil es mathematisch sinnvoll ist

 

Ergo – es muss vollautomatisiert sein und ich darf nicht zuschauen. Von der Alternative – wie Vola sagt, man wächst mit dem Volumen, d.h. man trainiert es sich an – halte ich überhaupt nichts . Das würde bedeuten, dass ich die über Jahre in meinem Kopf aufgebaute Verbindung „Für Geld muss normalerweise viel arbeiten" auflösen muss. Erst wenn ich bei dem Anblick von minus x-tausend Euro nicht mehr an ein Monat Arbeit denke, könnte ich neutrale und sinnvolle Investitionsentscheidungen treffen. Das will ich mir aber keinesfalls abtrainieren, weil ich das für äußerst bedenklich, menschlich fragwürdig und realitätsfremd halte (und es geht sehr in Richtung des hier schonmal zitierten Artikels bzgl. „Braindamaged Investor").

 

Die relevante Frage ist aber: Muss ich mich damit auseinandersetzen? Nein, muss ich nicht. Wir leben zum Glück nicht mehr in der Steinzeit – deswegen belasse ich es hier einfach mal bei einer einfachen Analogie: Nur weil ich ab und zu gerne ein Stück Fleisch esse, muss ich mir nicht psychologisch antrainieren, wie ich ein Huhn, ein Schwein oder eine Kuh am besten schlachte (da würd ich Stadtmensch eher Vegetarier werden). Es geht zum Glück auch anders, auch wenn es z.T. ignorant sein mag. Ich muss nicht alles können/wissen/aushalten. Und Mythos, Du sagtest irgendwo etwas bzgl. „man nimmt es anderen Menschen weg". Die Leute, die auf diesen Märkten unterwegs sind, haben alle mehr als genug. Außerdem werde ich auch einen Teufel tun, mit Grundrohstoffen wie Weizen oder Hafer zu handeln (apropos, wieso kann man eigentlich „Orangensaft" handeln). Da trainiere ich mir lieber eine philantrophische Ader an und spiele selber ein bisschen Robin Hood (wenn mein Konzept denn irgendwann funktionieren sollte). Es gibt Regionen und Menschen auf dieser Erde, die es wirklich brauchen könnten....

 

Weiter mit Punkt 2...

 

2. Es ist fast unmöglich, eine Situation zu identifizieren, in der man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Geld verdient (>90%)

Die Aussage wurde mir in dieseem Thread auch schon einige Male um die Ohren gehauen. Jetzt war diese Woche wirklich mal interessant und sehr ereignisreich. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich allein diese Woche persöhnlich mindestens 3 Situationen gesehen habe, in denen ich bei automatisierter Abwicklung zu 99,9% Gewinn gemacht hätte. Entsprechend der wissenschaftlichen Vorgehensweise (Zeitgeist läßt wieder grüßen) habe ich es bisher nur beobachtet, analysiert/abstrahiert und muss natürlich noch testen, ob es wirklich funktioniert. Aber das Herden/„Lemming"-Prinzip (nicht nur bei News) scheint doch sehr verbeitet zu sein. Außerdem sollte ich bei nem Anbieter wie ActivTrades sein, der neben den Währungspaaren auch noch CFDs auf DAX, Dow, Gold und Silber hat.

 

Vor den Details muss ich mich über die Lächerlichkeit von diesem System auslassen – das ist eigentlich zum heulen. Dagegen hab ich vor dem Kollegen, der die Kernschmelze in seinem Ofen verursachen wollte, ja noch richtig Respekt. Also, gestern nachmittag, 14:30. Arbeitslosenzahlen aus den USA. Uuuiiii, wir haben im Juli 0,09% (!!!) weniger Arbeitslose als erwartet. Also denkt sich der Investmentbanker: „Das ist mal ein richtig guter Grund, Wert zu schaffen. Da drücke ich direkt mal auf das Buy Knöpfchen". Und siehe da, innerhalb von 10 Minuten sind DAX, Dow und wer weiss viele Märkte noch 300 Punkte im Plus. Nach der Spiegel Online Rechnung („2,5 Billionen vernichtet") wurden also durch das Knöpchen drücken in 10 Minuten wieder ~700 Milliarden (!!!) Euro geschaffen. Sehr beeindruckend. Und am Ende des Monats heißts dann „Du bist ja ein ganz toller. Du hast ja diesen Monat wieder viel Wert geschaffen und die Menschheit voran gebracht, hier hast Du Deinen Bonus. Dieses ganze Knöpfchen drücken ist ja wirklich schwierig – es hätte ja im Falle einer negativen Zahl auch der andere Knopf mit Sell sein können. Und das Du es geschafft hast, genau zu dem gleichen Zeitpunkt wie alle anderen den gleichen Knopf zu drücken, hat sicher jede Menge Planung und Vorbereitung gekostet. Wie habt ihr das bloß organisiert? Großer Respekt. Hmm, stimmt die Arbeitslosenzahl jetzt eigentlich? Egal, die 140.000 ohne College Abschluss, zu großen Teilen Afro-Amerikaner, seit weniger als 5 Wochen ohne Arbeit und hauptsächlich aus nichtwirtschaftlichen Gründen arbeitslosen Amerikaner werden sicher parallel zum Tüteneinpacken im Supermarkt ein Facebook / Google gründen. 700 Milliarden Dollar Wertschöpfung sind deswegen schon berechtigt und realistisch. Die 140.000 Leute schaffen locker, wofür 7 Millionen Schweizer über ein Jahr brauchen. Es sind ja immerhin Amerikaner, die sind effizient. Hmmmmmm. Naja, ist ja auch eigentlich auch nicht so wichtig. Denken ist eh doof, kostet viel zu viel Zeit, und dann ist ja alles wieder vorbei. 9,2% minus 9,1% ist positiv, also kaufen (zum Glück hab ich studiert und magna cum laude abgeschlossen). Bei 9,2% minus 9,2% wärs schon schwierig geworden. Auch egal, hauptsache Wert schaffen und Prozente kassieren".

 

By the way, ich für meinen Teil hab dummerweise nicht sofort 100+ Dax-CFDs gekauft, ich war einfach nur baff, was sich da in den nächsten Minuten abgespielt hat. Und ich hätte mich ja vorher als Optimist bezeichnet....

 

Aber wieso soll man sich aufregen, so schlecht ist das "System" ja eigentlich gar nicht. Sollte sich doch wunderbar analysieren und automatisieren lassen. Also, in der Physik haben wir die Konzepte von Geschwindigkeit, Beschleunigung und Momentum. Das hat sich beim Autofahren bewährt, hat es der Menschheit ermöglicht, zum Mond und sogar zum Mars zu fliegen. Also irgendwie valide. Und ziemlich gut auf eine Herde „(Tiername einfügen)" an der Börse übertragbar. Der Einfachheit halber wechsel ich mal zu dem Sinnbild Auto, das funktioniert in Deutschland besser. Wenn man also jederzeit auf die aktuelle Beschleunigung und Geschwindigkeit vom Auto schaut, sollte man die o.g. Situationen sehr schnell identifizieren können. Ich würde einfach mal sagen, dass ich bei einer „Geschwindingkeit" von mehr 200 km/h (e.g. 30 Punkte pro Sekunde) immer einsteigen würde. Dabei würde ich sogar das Risikomangement übergehen und meine maximalen Einsatz von 5% ignorieren - die Verlustchance ist einfach zu gering (@Goso,, Contra?). Tatsache ist nun mal, dass man von 200 km/h einen gewissen Bremsweg hat – das läßt sich wunderbar auf die Börse übertragen. Und da der Einstieg sowieso nicht relevant, wie hier schon mehrfach erwähnt wurde, ist der Ausstieg umso relevanter, also würde ich ebenfalls bei jedem Tick die Geschwindigkeit messen. Bei unterschreiten einer Mindestgeschwindigkeit (e.g. 50 km/h pro Sekunde) würde sofort verkauft werden. Das Momentum sorgt dafür, dass man locker alles verkaufen kann (der normale Händler reagiert definitiv langsamer). Und dann kann man direkt noch die Gegenbewegung mitnehmen. Ich bin überzeugt, dass dieses Konzept sowohl gestern nachmittag, bei der Intervention der Scheizer NB und auch bei den Japanern gegriffen hätte. Gestern nachmittag hätte ich bei den 300 DAX Punkten soviel wie möglich gekauft. WEIL: Wenn dass Auto erstmal 200 km/h fährt, dann braucht es einfach einen gewissen Bremsweg. Und den kann ein Computer viel schneller ermitteln, als das ein Mensch jemals tun könnte. Mit ein bisschen experimientieren wären das also 99+-prozentige Gewinne. Und dann riskiere ich auch 75% meines Kapitals. Also, mit Hebel 100 bzw. gerne auch 500 DAX Contrakte mal 200 Punkte. Und dann ein Drittel nach Afrika, ein Drittel zum weiter handeln und ein Drittel zum leben. Perfekt. Solange der Herdentrieb/die Herdenpsychologie eine Rolle spielt, sollte diese Strategie IMMER erfolgreich sein.

3. Automatisierung / „Selbstbewußtsein" / Demut

Hmm, nun mal hauptsächlich wg. Licens (und natürlich Kleinerbroker, du verkaufst Dich hier nur so demütig;) aufgenommen. Also, das „sehr selbstbewußt" können wir gerne direkt in „arrogant" umwandeln. Mir ist ziemlich klar, das ein paar Themen so rüber kommen. Zum Teil bin ich bei meiner Argumentation allein und da bleibt mir nix anders übrig. Und ich würde das gerne mal umdrehen – und das läßt sich am besten mit einer Analogie zur Leichtathlethik machen. Ich hab schon diverse mal gesagt, dass es für mich kein „Geht nicht" gibt. Hier scheint aber trotzdem dieses Sentiment vorzuhalten. Ich würde mich bspw. nie trauen, zu sagen, dass es nicht möglich ist, 100m in unter 10s zu laufen. Ich schaffe es nicht, und ich kenne auch niemaden, der es schafft. Aber daraus abzuleiten, dass es NIEMAND schafft, würde ich nie wagen. Das würde ich als „zu ausgeprägtes Selbstbewußtsein" bzw. sogar ziemliche Arroganz auslegen. Leider wird genau das hier an vielen Stellen getan. Ich lasse mich gerne als Träumer o.ä. abstempeln – auch wenn ich mit meiner Vorgehensweise recht weit weg vom „träumen" bin. Ich arbeite auf ein Ziel hin und bin mir sehr bewußt, dass es fehlschlagen könnte. But so what – die durch das Ziel ermöglichte Freiheit ist den Versuch mehr als wert. Und die o.g. Methode halte ich bspw. für sehr realistisch – somit wäre „theoretisch" ein vollautomatisierter, profitabler Handel möglich. Das schöne ist, das eine erfolgreiche Methode reichen würde, um es zu beweisen ;). Gegenargumente sind jederzeit wilkommen und sogar explizit erwünscht. Und man findet sicherlich noch viel mehr Strategien. Ich wage mal zu behaupten, dass sicherlich schon einige Leute sehr erfolgreich vollautomatisiert an der Forex handeln. Die sitzen nur sicherlich nicht mehr 10 Stunden am Tag vorm Rechner, im Leben gibt es zum Glück wirklich besseres zu tun.

 

Ich habe ein wahnsinnigen Respekt / Demut vor der Börse – deswegen dauert das ja so lange, bis ich tatsächlich mal da handele. Wovor ich allerdings keinerlei Repekt habe, ist die Technik und die Automatisierung. Das habe ich studiert, damit verdiene ich seit Jahren mein Geld und das ist aus meiner Sicht absolut beherrschbar. Hier wird das alles nur sehr schnell zusammengeworfen. Und es wird gesagt, das ich das Pferd von hinten aufsattle. Völliger Quatsch. Es ist einfach nur ein anderer Ansatz. Ich abstrahiere die Thematik und versuche grad, mein kleines Space Shuttle zu bauen. Ich will mich nur nicht reinsetzen, wenn nicht sichergestellt ist, dass ich Sauerstoff habe und es zwischendurch nicht explodiert. Ich programmiere kein EA, ich programmiere eine Programmiersprache, die auf das nötigste reduziert ist und sich in Excel abbilden läßt.Und wenn es nicht klappt, völlig egal. Das ist ja ein weitere psychologischer Vorteil - mir geht es wirklich nicht um das Geld. Die Herausforderung ist es, ein profitables, vollautomatisiertes Handelssystem auzubauen. Schaut Euch hierzu gerne mal das folgende YouTube an (

) – Menschen motiviert man nun mal nicht durch Geld sondern durch andere Herausforderungen. Das halbe Internet und auch diese Forum würden ansonsten nicht existieren. Geld war bei allen meinen „Jobs" immer nur ein angenehmes Nebenprodukt.

 

Ich basiere meine Annahme, dass ein profitable und vollautomatisierter Handel an der Forex möglich ist, seit Anfang Juni auf den folgenden Tatsachen:

  1. Durch Nutzung von Technischer Analyse kann eine Erfolgswahrscheinlichkeit von >50% erreicht werden
  2. An der Börse/Forex können mehr Gewinne als Verluste gemacht werden
  3. Die Börse/Forex ist durch Psychologie beeinflußt
  4. An der Börse/Forex agieren langsame menschliche Counterparts
  5. Die Interpretation von Signalen und der An- und Verkauf kann vollautomatisiert abgewickelt werden

Solange mir niemend ein ansatzweise valides Gegenargument zu diesen 5 Punkten erbringen kann, werde ich mit dem Projekt fortfahren. Es ist faktisch machbar – der Weg dorthin ist nur möglicherweise nicht ganz einfach. Aber selbst wenn es stufenweise erfolgt – jegliche geleistet Arbeit (e.g. das EA) – kann jederzeit als Basis für die nächste Stufe dienen.

 

Also nochmal, ich bin sehr dankbar für jeglichen Input – kritisiert und zerschmettert mich wir ihr wollt. Nur bitte verhaltet Euch nicht wie Lemminge (Post #55 bis #60 gingen sehr in die Richtung) – so sehr ich Goso schätze hat er in dem Fall mein Posting (aus meiner Sicht) misinterpretiert ;). Und wie oben schon gesagt, ein paar Sachen sind bewußt provokativ oder meinetwegen auch arrogant. Es ist aber nicht bös gemeint, es geht mir hauptsächlich um ne gute Diskussion.....

 

Viele Grüße

Lucky

 

P.S.: Ich bin ernsthaft am überlegen, ob nicht einfach noch ein paar Leute mitmachen sollten – vor allem da ActivTrades mit dem Metatrader5 nicht in die Pötte kommt und der Mist dann nicht objektorientiert in MT4 (o.ä.) gemacht werden kann. CXAlgo wär schon dabei. Hätte ansonsten noch jemand Interesse? Ich will das nur nicht ganz öffentlich machen, das wird doch ein bisschen Arbeit werden...

Geschrieben

Du brauchst die Verbindung "für-Geld-muss-man-hart-arbeiten" gar nicht aufheben. Wie du selbst gesehen hast ist Trading harte Arbeit. Da du kein Geld verdient hast war der Markt noch härter als du. Du musst also noch härter arbeiten. Zu allererst an dir selbst.

 

Die Aussage wurde mir in dieseem Thread auch schon einige Male um die Ohren gehauen. Jetzt war diese Woche wirklich mal interessant und sehr ereignisreich. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich allein diese Woche persöhnlich mindestens 3 Situationen gesehen habe, in denen ich bei automatisierter Abwicklung zu 99,9% Gewinn gemacht hätte.

 

Wir können uns jetzt streiten ob 3 "viel" ist. Hast du auch mal beobachtet in wie vielen Situationen du daneben gelegen hättest? Sowas blendet man dann gerne aus. Baue die Strategie und schieb sie durch einen Backtest, dann wirst du sehen das es mehr Fehlsignale gibt als dir lieb ist.

 

 

Also, in der Physik haben wir die Konzepte von Geschwindigkeit, Beschleunigung und Momentum. Das hat sich beim Autofahren bewährt, .... Und ziemlich gut auf eine Herde „(Tiername einfügen)" an der Börse übertragbar. Der Einfachheit halber wechsel ich mal zu dem Sinnbild Auto, das funktioniert in Deutschland besser. Wenn man also jederzeit auf die aktuelle Beschleunigung und Geschwindigkeit vom Auto schaut, sollte man die o.g. Situationen sehr schnell identifizieren können. Ich würde einfach mal sagen, dass ich bei einer „Geschwindingkeit" von mehr 200 km/h (e.g. 30 Punkte pro Sekunde) immer einsteigen würde. Dabei würde ich sogar das Risikomangement übergehen und meine maximalen Einsatz von 5% ignorieren - die Verlustchance ist einfach zu gering (@Goso,, Contra?).

 

Du hast keine Erfahrung vom Livehandel. Das was du da schreibst ist Theorie, bzw. Physik - nicht Börse. Hast du dir das Marktszenario mal überlegt das sein müsste damit sich ein DAX pro Sekunde um sagen wir nur 5 Punkte bewegt? Wir hätten in 10 Sekunden 50 Punkte mehr / weniger. ActivTrades wird dir bei diesem Szenario einen Requote nach dem anderen geben. Du hast eine Slippage da kannst du mit nem 40-Tonner drunter durchfahren. Das letzte was du bekommst ist ein vernünftiger Preis zu dem du handeln willst. Du kommst nicht dort rein wo du willst und du wirst noch weniger dort rauskommen wo du willst.

Um das mal in deiner Physik zu sprechen: Du kannst in ein Auto das so schnell fährt nicht einsteigen. Du würdest dich dabei verletzen.

 

 

Es gab Zeiten da hab ich in vielen Punkten ähnlich gedacht wie du. Heute bin ich da 2 Jahre weiter.

Geschrieben
  • Autor

Du brauchst die Verbindung "für-Geld-muss-man-hart-arbeiten" gar nicht aufheben. Wie du selbst gesehen hast ist Trading harte Arbeit. Da du kein Geld verdient hast war der Markt noch härter als du. Du musst also noch härter arbeiten. Zu allererst an dir selbst.

Hm, da läßt sich glaub ich vortrefflich drüber streiten.Wenn man als Angestellter bei einer Bank tradet - ja, harte Arbeit. Wenn man das initial notwendige Vermögen erstmal aufgebaut hat, dann bin ich da nicht so sicher. Ich hab im Juni bei meinen ersten Schritten eine Einführung von John Bartlett gesehen. Der sitzt gemütlich in seinem Haus in der Bretagne und sagt, dass er morgens halt mal so ein bis zwei Stunden am Bildschirm sitzt, sich seine 15-20 PIPs ertradet, und den Rest der Zeit halt etwas anderes macht. Da brauch ich hier nur in den nächsten Supermarkt gehen und sehe Leute, die für Ihr Geld ein bisschen härter arbeiten müssen.

 

Wenn man erstmal die Reife hat, nur das notwendige zu ertraden, dann gibt es glaub ich keinen "leichteren" Job. Gemütlich von zu Hause und einfach die Erfahrung auspielen. Der Weg dahin ist zugegebenermaßen nicht ganz ohne....

 

Und Du willst mir bitte nicht erzählen, dass man in irgendeinem anderen Job theoretisch so schnell Geld verdienen kann.....

 

 

Wir können uns jetzt streiten ob 3 "viel" ist. Hast du auch mal beobachtet in wie vielen Situationen du daneben gelegen hättest? Sowas blendet man dann gerne aus. Baue die Strategie und schieb sie durch einen Backtest, dann wirst du sehen das es mehr Fehlsignale gibt als dir lieb ist.

 

Du hast keine Erfahrung vom Livehandel. Das was du da schreibst ist Theorie, bzw. Physik - nicht Börse. Hast du dir das Marktszenario mal überlegt das sein müsste damit sich ein DAX pro Sekunde um sagen wir nur 5 Punkte bewegt? Wir hätten in 10 Sekunden 50 Punkte mehr / weniger. ActivTrades wird dir bei diesem Szenario einen Requote nach dem anderen geben. Du hast eine Slippage da kannst du mit nem 40-Tonner drunter durchfahren. Das letzte was du bekommst ist ein vernünftiger Preis zu dem du handeln willst. Du kommst nicht dort rein wo du willst und du wirst noch weniger dort rauskommen wo du willst.

Um das mal in deiner Physik zu sprechen: Du kannst in ein Auto das so schnell fährt nicht einsteigen. Du würdest dich dabei verletzen.

 

Jup, recht hast Du, ist immer noch viel Theorie. Deswegen freue ich mich ja über die Contras. Das mit den Requotes könnte schwierig werden, kann man nicht einfach ne Market Order einstellen? Das ist aus meiner Sicht aber eher ein Service Geschichte - wenn ich handeln will und nicht handeln kann, dann bin ich beim falschen Broker. Punkt. Ich geh auch nicht in einen Supermarkt, in dem ich nicht einkaufen darf - soweit kommts noch.

 

Das mit den Fehlsignalen könnte schwieriger werden. Das ist aus meiner Sicht aber auch eher ein Optimierungsproblem. Das muss ich in der Praxis ausprobieren. Ich bin mir nur sehr sicher, dass sich Verhalten gestern sehr schön durch Beschleunigung und Geschwindigkeit abfangen läßt - ich kanns dir leider nicht beweisen. Ich habs nur beobachtet.....

 

 

Es gab Zeiten da hab ich in vielen Punkten ähnlich gedacht wie du. Heute bin ich da 2 Jahre weiter.

 

Das meinte ich mit meinen Aussagen im dritten Absatz. Aber ich nehm die Herausforderung gerne an ;-)

Geschrieben

Habe mir mal 2 bis 3 Stellen zum antworten ausgesucht.

 

Ergo – es muss vollautomatisiert sein und ich darf nicht zuschauen. Von der Alternative – wie Vola sagt, man wächst mit dem Volumen, d.h. man trainiert es sich an – halte ich überhaupt nichts . Das würde bedeuten, dass ich die über Jahre in meinem Kopf aufgebaute Verbindung „Für Geld muss normalerweise viel arbeiten" auflösen muss. Erst wenn ich bei dem Anblick von minus x-tausend Euro nicht mehr an ein Monat Arbeit denke, könnte ich neutrale und sinnvolle Investitionsentscheidungen treffen. Das will ich mir aber keinesfalls abtrainieren, weil ich das für äußerst bedenklich, menschlich fragwürdig und realitätsfremd halte

Du wärst nicht der erste erfolgreiche Trader (wenn du einer wirst) der sich charakterlich verändert. Nicht weil du es möchtest, sondern weil du einfach nicht daran vorbeikommst. Gewisse Gedankengänge wirst du, ob du willst oder nicht ändern müssen, egal ob mit EA oder ohne, aber der EA macht es einem sicher leichter. Da werden sicher andere erfahrene Trader auch noch etwas zu schreiben können.

 

Zum hinein wachsen in Positionen:

Wenn dem nicht so wäre, würden alle Prop Trader von Anfang an, die dicken Konten handeln dürfen...

Kann mir auch nicht vorstellen das die EAs hochbezahlter Quandts nicht erst mal einen Probelauf mit kleinen Posigrößen durchlaufen müssen.

 

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich allein diese Woche persöhnlich mindestens 3 Situationen gesehen habe, in denen ich bei automatisierter Abwicklung zu 99,9% Gewinn gemacht hätte.

Bleibt die Frage wieviele Chancen du gehabt hättest falsch zu liegen. Nehmen wir nur mal (egal welche Assetklasse, hauptsache volatil)) das Break eines Wochen, Monats, Quartals oder gar Jahreshochs. Da braucht niemand einen aufwendigen EA zum traden, Momentum ist zu fast allen Uhrzeiten und Wochentagen garantiert, wenn dies Marken gebreakt werden. Frage ist, wann werden deine Orders ausgeführt, zu welchem Preis und wie gut kommst du wieder raus...

Und Buchgewinne sind eben keine realisierten Gewinne....

 

Mit ein bisschen experimientieren wären das also 99+-prozentige Gewinne. Und dann riskiere ich auch 75% meines Kapitals. Also, mit Hebel 100 bzw. gerne auch 500 DAX Contrakte mal 200 Punkte

LOL, ja mach mal ruhig ^^

Machst du 1, 2, 3 vllt. sogar 4mal erfolgreich, dann zahlste mit Zinsen aber ALLES wieder zurück.

Glaubst gar nicht was der Markt für ein Elefantengedächtnis hat....

Der weiß sehr genau, wann jemand mal Glück gehabt hat und das da noch ne Rechnung offen ist....

 

Ich würde mich bspw. nie trauen, zu sagen, dass es nicht möglich ist, 100m in unter 10s zu laufen. Ich schaffe es nicht, und ich kenne auch niemaden, der es schafft. Aber daraus abzuleiten, dass es NIEMAND schafft, würde ich nie wagen. Das würde ich als „zu ausgeprägtes Selbstbewußtsein" bzw. sogar ziemliche Arroganz auslegen. Leider wird genau das hier an vielen Stellen getan.

Wenn ein erfahrerner Bundestrainer das aber nach 20 Jahren Berufspraxix behauptet, sieht die Aussage schon ganz anders aus.

Das hat imho nichts mit überzogenem Selbstbewußtsein zutun, sondern sind einfach Erfahrungswerte auf die man sich dann stützt.

Sicher, dann und wann kommt mal ein Überflieger, der die Erfahrung von altgedienten Leuten, Lügen straft, allerdings ist das dann einer in gefühlt 10 Jahren, leider denken aber jede Woche 1000 Leute in FX und Co das sie derjenige sind ^^

 

Wovor ich allerdings keinerlei Repekt habe, ist die Technik und die Automatisierung. Das habe ich studiert, damit verdiene ich seit Jahren mein Geld und das ist aus meiner Sicht absolut beherrschbar. Hier wird das alles nur sehr schnell zusammengeworfen.

Das Hauptproblem ist meiner Ansicht dabei, das viele Dinge und Denkprozesse die im "normalem" Leben funktionieren und einen Erfolge gebracht haben, an den Börsen dieser Welt nun mal nicht funktionieren.

Der Markt ist voll von ehemals sehr erfolgreichen Geschäftsleuten die meinen sie können das schon in den Griff bekommen (aufgrund ihres bisher erfolgreichen Weges) - die meisten zahlen allerdings nur ein.

 

Ich habe ein wahnsinnigen Respekt / Demut vor der Börse – deswegen dauert das ja so lange, bis ich tatsächlich mal da handele.

Die Frage ob du Demut/Respekt oder aber Angst hast, zeigt sich eh erst wenn es um nennenswerte Beträge geht.

Es ist etwas anderes ob man testet und meint man hätte Demut oder ob man Live handelt und dann auf einmal ganz andere Synapsen im Gehirn angesprochen werden.

Geschrieben

Naja, da nun schon mein Name gefallen ist...

Ich habe nicht vor irgendwem irgendetwas auszureden oder von Unmöglichkeiten zu sprechen. Tue/tat ich auch nicht.

Wenn ich das richtig sehe,K.B. auch nicht.

Mit provokanten Thesen habe ich keine Probleme, mit übermäßiger Unsachlichkeit schon.

Du hast die Leute hier nach ihrer Meinung gefragt, ich und andere haben dir diese mitgeteilt.

Wenn ich "sehr selbstbewußt" schreibe, meine ich auch genau das.

Meinerseits habe ich zur Sache alles geschrieben.

Also bleib am Ball und bleib fair mit den Leuten.

 

:chocala:

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