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EStG: Verlustbegrenzung für Termingeschäfte auf 10.000 Euro ab 2021

Geschrieben

Hat sich schon mal jemand damit beschäftigt? Ab 2021 können Verluste aus Termingeschäften bei der Einkommensteuer nur noch bis zu einer Höhe von 10.000 Euro mit Gewinnen verrechnet werden, Details siehe hier:

 

https://www.buzer.de/gesetz/13735/a233315.htm

 

Das wäre dann das Ende für alle Daytrader.

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Top-Benutzer in diesem Thema

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  • Das gemeine an der Verrechnung ist ja, dass nur Verluste bis 10.000 EUR akzeptiert werden.   Mal als Zahlenbeispiel: Hedger A macht 5.000 EUR Gewinn und 3.000 EUR Verlust -> netto: +2.000 EUR ->

  • Du unterliegst als Trader IMMER der Einkommensteuer mit allen Gewinn- und Verlusttrades, die Du machst. Neu ist ab 2021 nur, daß Du jetzt auch auf einen Nettoverlust noch Einkommensteuer zahlen sollst

  • Nun also endlich auch ein Beschluss des BFH, der die Verfassungswidrigkeit der Verlustbegrenzung für Termingeschäfte feststellt: Beschluss vom 07. Juni 2024, VIII B 113/23 (AdV) Auch wenn d

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Featured Replies

Geschrieben
  • Autor

Gruselige News von Antje Tillmann:

 

"Die Verhandlungn sind abgeschlossen: Wir konnten der SPD eine Erhöhung des Ausgleichsbetrags von 10 000 Euro auf 20 000 Euro abhandeln. Eine Verschiebung war einfach nicht drin."

https://de-de.facebook.com/AntjeTillmannMdB/

 

Dann gibt es jetzt nur diese drei Möglichkeiten:

 

1. Auswandern

2. GmbH

3. Der Rechtsweg vor die Obergerichte (BFH und BVerfG) - letzterer kann Jahre dauern

  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Verlustverrechnung aus Termingeschäften

Verluste aus Termingeschäften, insbesondere aus dem Verfall von Optionen, können künftig bis 20.000 Euro im laufenden Kalenderjahr mit Gewinnen und so genannten Stillhalterprämien verrechnet werden - bisher waren es maximal 10.000 Euro. Nicht verrechnete Verluste könnten auf Folgejahre vorgetragen werden und jeweils in Höhe von 20.000 Euro mit Gewinnen verrechnet werden.

Verluste aus der Ausbuchung wertloser Wirtschaftsgüter oder der so genannten Uneinbringlichkeit einer Kapitalforderung können mit Einkünften aus Kapitalvermögen bis zur Höhe von 20.000 Euro im Jahr ausgeglichen werden. Auch hier ist die Übertragung und Verrechnung nicht verrechneter Verluste auf die Folgejahre möglich.

 

BUNDESRAT HAT DEM GESETZ HEUTE ZUGESTIMMT!
Im Oktober waren sie noch dagegen...

Meinungen der Fachausschüsse interessieren wohl nicht in diesem Land.
Warum auch? Die könnten ja Fachwissen haben.

Geschrieben
  • Autor

Dieser Kollege hier möchte ja schon im Januar vor das BVerfG ziehen:

 

 

Ich bin zu wenig Jurist um beurteilen zu können, ob das BVerfG den Eilantrag annimmt, wenn man bereits im Januar die 20k Verlustgrenze überschritten hat, ohne bereits einen Steuerbescheid erhalten zu haben, geschweige denn zu wissen, ob und in welcher Weise das Finanzamt die gesetzlichen Regelungen umsetzt, was ja nach wie vor mangels BMF-Schreiben noch unklar ist.

  • 4 Wochen später...
Geschrieben

Mit der Wahl von Laschet als Merkels männliche Version ist schwarz-grün nun sehr realistisch. Das Schlimmste ist, er hat bereits Politik der "Kompromisse" angekündigt. Kompromisse haben genau Dinge, wie in §20 EStG passiert sind, zur Folge. Das die Grünen Spekulation eindämmen wollen steht im Grundsatzprogramm, genau wie die Abschaffung der Abgeltungssteuer. Ist mit Laschet nur eine Frage der Zeit.

So schleichend wandelt sich Deutschland von der sozialen Marktwirtschaft in einen marktwirtschaftlichen Sozialismus. Wer glaubt es wird gerechter zu gehen liegt falsch, die Enteignung der Mittelschicht beginnt erst bald so richtig, Eigentum dem Allgemeinwohl, Staatsdienst statt Selbstständigkeit, Innovation nöö das überlässt man lieber den Techgiganten im Ausland.

Ich bin nicht mehr sonderlich optimistisch.

Geschrieben

Privatanlegern, die ihr Depot gern mit Hebelprodukten absichern oder aufmischen, stehen schwierige Entscheidungen bevor. Viele hatten gehofft, dass sie die neuen Steuerregeln zur Verlustverrechnungsbeschränkung von Termingeschäften nicht betreffen. Denn Optionsscheine und bestimmte Zertifikate sollten explizit von der Regelung ausgenommen sein. Doch die Hoffnung war wohl vergebens.Das Bundesfinanzministerium (BMF) wird in den kommenden Tagen ein Schreiben veröffentlichen, in dem Optionsscheine und Knock-out-Zertifikate nun doch zu Termingeschäften gezählt werden – anders als im Entwurf aus dem Juni 2020.

 

Quelle: Handelsblatt

Geschrieben

Damit fällt dann alles darunter, ist vermutlich juristisch so auch stabiler für die Leute die sich das Ganze ausgedacht haben.

 

hier nochmal der Link: https://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/steuern/verlustverrechnungsbeschraenkung-auch-fuer-optionsscheine-und-knock-out-zertifikate-steuerregel-koennte-fuer-anleger-teuer-werden/26826780.html

Geschrieben
  • Autor

Hat aber auch den Vorteil, daß nun alle inklusive der Emis in ein- und demselben Boot sitzen und hoffentlich jetzt mal geschlossen Front dagegen machen statt daß hier jeder seine Partikularinteressen verfolgt.

Geschrieben

 

Habe den Link extra nicht gepostet, da Inhalt nicht frei verfügbar!

 

Richtig manche haben vielleicht aber ein Abo, ist ja eine der wenigen guten Zeitungen wink.gif

 

Hat aber auch den Vorteil, daß nun alle inklusive der Emis in ein- und demselben Boot sitzen und hoffentlich jetzt mal geschlossen Front dagegen machen statt daß hier jeder seine Partikularinteressen verfolgt.

 

Wobei es jetzt nur irgendwie zu spät ist. Mal sehen was die Klagen bringen und keiner weiß wie lang das alles dauert. Mal ehrlich, nachdem einem immer wieder unnötig Hoffnung gemacht wurde (Bundesrat, etc) und dem ganzen Verlauf entgegen jeder Vernunft inkl dem künftigen Koalitionskurs, den man jetzt denke ich schon recht gut antizipieren kann, ist doch das Vertrauen völlig weg. Alles das, um was es in diesem Forum geht, ist für manche Gruppen ein Feindbild und Schuld an Wirtschaftskrisen, es wird nicht differenziert zwischen schädlicher Spekulation und stabilisierender Spekulation.

 

Nach der SPD kommen die Grünen:

"Unregulierte globale Finanzmärkte haben zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine schwere Wirtschaftskrise ausgelöst und weltweit für schwere Verwerfungen gesorgt."

Der Schuldige und die Lösung ist schnell gefunden:

"Kurzfristige, spekulative Finanzströme sollen daher reguliert, verteuert und notfalls verboten werden. "

"Spekulationen müssen eingedämmt werden und wir müssen zurück zum sogenannten „boring banking“, bei dem die langfristige Finanzierung im Vordergrund steht und nicht die kurzfristige Spekulation. "

https://cms.gruene.de/uploads/documents/20201218_Grundsatzprogramm_2020.pdf

 

"Finanztransaktionsteuer einführen: Mit der Finanztransaktionsteuer beteiligen wir die Verursacher der Finanzkrise an deren Folgekosten. Auf jedes Finanzgeschäft fällt dann eine Art Umsatzsteuer an. Das dämmt auch spekulative Finanzgeschäfte ein und stabilisiert unser Finanz- und Wirtschaftssystem."

https://www.gruene.de/themen/steuern

 

Jede Art von Daytrading ist damit im Fokus.

 

Nach meiner Meinung, man sollte nicht auf die Klagen hoffen, besser aktiv werden und auf Alternativen umstellen und damit rechnen, dass auch diese Alternativen irgendwann wiederum bekämpft werden und die CDU bei der Umsetzung aktiv hilft zur allem übergeordneten Zielsetzung dem Machterhalt. Plan B reicht nicht, direkt Plan C und Plan D im Hinterkopf behalten.

Bearbeitet von Forex1+

Geschrieben
  • Autor

Also ich meine, wenn die Grün*innen wirklich eine Partei der Mitte und langfristig regierungsfähig sein wollen, dann müssen sie sich doch nun wirklich einmal von diesem Umverteilungs-Sozialisten-Kram verabschieden und das der Linkspartei überlassen. Empirische Forschungsergebnisse aus der politischen Wissenschaft haben doch schon seit langem zutage gefördert, daß sich ihre Wählerschaft aus den gut betuchten Gesellschaftsschichten rekrutiert. Und wenn ich da z.B. an Bonusmeilen-Cem und Ferrari-Fegebank denke, kann ich mir nicht vorstellen, daß zumindest die noch selber daran glauben.

Geschrieben

Hat aber auch den Vorteil, daß nun alle inklusive der Emis in ein- und demselben Boot sitzen und hoffentlich jetzt mal geschlossen Front dagegen machen statt daß hier jeder seine Partikularinteressen verfolgt.

 

Börse Stuttgart

DDV

DSW

 

Es scheint so als hätten Optionsscheine + Zertifikate eine viel größere Lobby als der Rest wie kommt das eigentlich? Zumindest für eine gemeinsame Front aber hilfreich das diese Produkte jetzt auch betroffen sind.

Geschrieben
  • Autor

Besten Dank Forex1+ für diese nette Sonntagvormittags-Unterhaltung. So ganz verhehlen kann ich meine diebische Freude nicht darüber, daß die Banken- und Emi-Lobby jetzt höchstwahrscheinlich doch mit dem Versuch gescheitert ist, für sich in ganz egoistischer Manier Privilegien rauszuhandeln - wohlgemerkt gegen den Sinn des Gesetzes, und jetzt ist die Aufregung groß im Stall der aufgescheuchten Hühner.

 

Nein Kinners, so nicht! Ihr geht bitte auch mal schön wie alle anderen Anleger in Terminprodukten den Weg vor den Bundesfinanzhof und/oder das Bundesverfassungsgericht.

Geschrieben

Es scheint so als hätten Optionsscheine + Zertifikate eine viel größere Lobby als der Rest wie kommt das eigentlich?

 

Eventuell, weil die Margen für die Emittenten da schön hoch sind?

Geschrieben

in ganz egoistischer Manier Privilegien rauszuhandeln - wohlgemerkt gegen den Sinn des Gesetzes

 

Ja das sieht man besonders bei Henning Bergmann vom DDV dem Herrn rechts unten, dem geht es, was er auch x mal wiederholt, nur um die vorigen BMF Regeln wo Optionsscheine + Zertifikate ausgeschlossen sind.

 

Hohe Margen bei Optionsscheinen/Zertifikaten könnte natürlich die Erklärung sein für die Lobby, man darf auch nicht vergessen wer da so im BMF sitzt.

Olaf Scholz hat 2018 höchstpersönlich Jörg Kukies ins BMF implementiert einer der beiden Deutschland-Chefs von Goldman Sachs. Die SPD ist dem Kapital wohl doch nicht ganz so abgeneigt wie sie immer tun. Kukies war einer der bestverdienenden Bankmanager Deutschlands, das Millionengehalt hat er dann ganz selbstlos gegen eine Staatssekretärsbesoldung eingetauscht.

Geschrieben

Neues Feindbild: Jetzt hat es sogar schon Dirk Müller auf die Kleinanleger abgesehen, vielleicht sollte er bei der SPD einsteigen und sich direkt dafür einsetzen die letzten möglichen Märkte für Kleinanleger zu verbieten, läuft dort für ihn sicher nicht schlechter als sein Ghetto Fond.

"Die kleinen Robinhood-Spieler, die so toll die großen Hedgefonds angreifen, die so goldig und lieb daherkommen, zerstören den Aktienmarkt."

"Der Crash könnte zu einer "Kettenreaktion führen, die unser ganzes Finanzsystem zerstören kann".

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Wie-junge-hippe-Kleinanleger-mit-Gamestop-Hedgefonds-das-Fuerchten-lehren-article22323088.html

  • 2 Wochen später...
  • 2 Wochen später...
Geschrieben
  • Autor

Dieser Kollege hier möchte ja schon im Januar vor das BVerfG ziehen:

 

 

Ich bin zu wenig Jurist um beurteilen zu können, ob das BVerfG den Eilantrag annimmt, wenn man bereits im Januar die 20k Verlustgrenze überschritten hat, ohne bereits einen Steuerbescheid erhalten zu haben, geschweige denn zu wissen, ob und in welcher Weise das Finanzamt die gesetzlichen Regelungen umsetzt, was ja nach wie vor mangels BMF-Schreiben noch unklar ist.

 

Änderung der Strategie:

 

 

Da aus dem letzten Jahr schon eine Klage anhängig ist, wird auf einen weiteren Eilantrag jetzt verzichtet, zumal der in der Sache ja auch nichts Neues bringt.

 

Interessant finde ich den im Video thematisierten Aspekt (über den ich selbst auch noch gar nicht nachgedacht habe), daß die Verletzung des Nettoprinzips dann auch auf auf sämtliche anderen Wirtschaftsbereiche ausgedehnt werden könnte. Sprich: würde das BVerfG diese Regelung hier durchgehen lassen, könnte in Zukunft jeder Gewerbetrieb, vom Bäcker bis zum Automobilhersteller, eine "Verlustbegrenzung" aufs Auge gedrückt bekommen. Das geht verfassungsrechtlich allerdings nicht.

  • 1 Monat später...
Geschrieben

Sehr schlechte Nachrichten die Verfassungsklage vom Herrn Martin Hlouschek wurde wohl unbegründet abgeschmettert bzw. nicht zur Entscheidung angenommen.

Ich denke das Thema ist durch. Der ganze Verlauf dieser Sache kommt einem spanisch vor. Wenn in DE das Nettoprinzip also ab nun nicht mehr gilt hält die Zukunft sicherlich noch einige Überraschungen bereit. Das Ding ist jetzt definitiv ein Türöffner. Das Ganze macht einem richtig Angst.

Geschrieben

Sehr schlechte Nachrichten die Verfassungsklage vom Herrn Martin Hlouschek wurde wohl unbegründet abgeschmettert bzw. nicht zur Entscheidung angenommen.

Ich denke das Thema ist durch. Der ganze Verlauf dieser Sache kommt einem spanisch vor. Wenn in DE das Nettoprinzip also ab nun nicht mehr gilt hält die Zukunft sicherlich noch einige Überraschungen bereit. Das Ding ist jetzt definitiv ein Türöffner. Das Ganze macht einem richtig Angst.

 

Quelle?

Geschrieben

 

Quelle?

 

Eher durch Zufall entdeckt, schaue da hin und wieder mal rein, da sind manche sehr aktiv was das Thema angeht.

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1317120-7201-7210/tradings-steuerregel

Ende der Woche will er sich auf Youtubekanal dazu äußern aber gut ändert ja nichts.

 

Was mir noch allgemein aufgefallen ist, viele nutzen weiter Termingeschäfte und wissen gar nichts von der Steuer. Ich glaube viele laufen dieses Jahr in die Falle, bis hin zu >100% Steuern, vielleicht sogar Privatinsolvenz. Die Themen rund um Trading sind aktuell zu einem Hype geworden, viele Influencer heizen das Thema zusätzlich an, trotzdem interessiert keinen diese Steuer, geht auch in der Masse alles eher zu ETFs aber trotzdem es ist paradox.

Geschrieben

Was mir noch allgemein aufgefallen ist, viele nutzen weiter Termingeschäfte und wissen gar nichts von der Steuer. Ich glaube viele laufen dieses Jahr in die Falle, bis hin zu >100% Steuern, vielleicht sogar Privatinsolvenz. Die Themen rund um Trading sind aktuell zu einem Hype geworden, viele Influencer heizen das Thema zusätzlich an, trotzdem interessiert keinen diese Steuer, geht auch in der Masse alles eher zu ETFs aber trotzdem es ist paradox.

 

Oder man macht erstmal die 20k voll pelo1.gif.

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