Alle Inhalte von Mako
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Hallo Allerseits - Kurami33 ist hier
Moien Kurami33, also wenn Du nur mit Hebel 1, sprich ungehebelt, handeln willst, sind CFDs eine schlechte Wahl für Dich und ein Direktinvestment dem CFD vorzuziehen. Denn der CFD-Broker verlangt zumindest für Long-Positionen immer noch so genannte Finanzierungskosten für die Position in Höhe von um die 5 bis 8 % zirka, je nach Broker und aktuellem Zinsniveau. Diese Kosten entfallen beim Direktinvestment. Wenn Du auf den Index setzen willst, ist der Future bzw. Knock-Out-Scheine (letztere natürlich mit Emittentenrisiko) ebenfalls die bessere Wahl, da zinsgünstiger. Der CFD-Broker schlägt ja beim Zins immer noch seine fette Marge drauf, was beim Future entfällt. Bei Short-Positionen kommst Du im Future immerhin noch in den Genuß des zugegebenermaßen momentan recht kleinen Zinsvorteils, was beim CFD-Broker nicht der Fall ist, weil er diesen selbst einbehält. Gerade bei langfristigen Investments sollte deshalb immer ein großes Augenmerk auf die Finanzierungskosten gelegt werden, denn diese drücken die Performance nicht unwesentlich.
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CFD Brokerwahl 2009
Ich habe keine CFD-Broker mit Verbrechern verglichen, weder im Allgemeinen noch im Konkreten. Es wurde gefragt, welche Kriterien ein Broker erfüllen sollte und ich habe meine Kriterien genannt. Nicht mehr und nicht weniger.
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CFD Brokerwahl 2009
Offenbar hast Du Dich nicht verständlich genug ausgedrückt. Ich habe es nämlich nicht verstanden. Aber wenn Du keine Lust hast, Dein Statement näher zu erläutern, nehme ich das auch hin. Gegenfrage: Findest Du diese Deine Formulierung hier "zeitgemäß"?
- CFD Brokerwahl 2009
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CFD Brokerwahl 2009
Hi Whipsaw, ich habe keinen Broker konkret angesprochen, sondern nur ein ganz allgemeines Statement abgegeben und sehe deshalb auch keine Veranlassung, an meinem Beitrag irgendetwas zu ändern.
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CFD Brokerwahl 2009
Für mich gibt es drei Kriterien, die wichtig sind und alle zusammen ein gutes Bild ergeben sollten: - Produktangebot - Konditionen - Technik Sind zwei dieser Kriterien hervorragend, eine drittes aber völlig indiskutabel, ist auch der Broker nicht zu gebrauchen. Alle drei Kriterien müssen gleichzeitig gut erfüllt sein. Und nun kommt noch das wichtigste Kriterium: Ich muß das Gefühl haben, nicht mit "Verbrechern" zu tun zu haben. Ich muß den Eindruck haben, daß mein Gegenüber nicht versucht, mit allen möglichen erlaubten und unerlaubten Tricks mich über den Tisch zu ziehen. Ich lege nicht alles auf die Goldwaage und habe insgesamt Verständnis, wenn der Broker mal mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen hat und nicht alles perfekt läuft. Wofür ich aber absolut kein Verständnis habe, ist das Arbeiten mit hinterhältigen Methoden und Tricks. Sobald ein Broker mir vermittelt, daß er so arbeitet, können sein Produktangebot, seine Konditionen und seine Technik noch so toll sein und er noch so viele Werbegeschenke verteilen - er ist für mich ein für allemal gestorben.
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DAX bärisches Dreieck oder starke Unterstützung
Nicht uninteressant. Diese Linie dürften wohl einige schon eingezeichnet haben. Parallel dazu könnte man ja mal checken, ob die Linie, wenn sie tatsächlich erreicht werden sollte, korrespondiert mit dem 2003er Doppeltief im DAX Kursindex, wo ja die Dividenden nicht mit reingerechnet werden.
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Welche Seiten nehmt ihr für Wirtschaftstermine?
Ich verwende gerne den Wirtschaftsdatenkalender von markt-daten.de für US-Wirtschaftsdaten. Hier sind sehr übersichtlich schon für den ganzen Monat im voraus die wichtigsten Wirtschaftsdaten inklusive der erwarteten Zahlen dargestellt.
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Wir haben die Tiefs (noch lange nicht) gesehen
Das bullische Szenario hatte sich für mich erledigt, als der DAX nach dem Doppeltief im Oktober / November 2008 bei 4000 im Januar erneut auf rund 4000 abstürzte. Charttechnisch zumindest hätte für die Bullen das alte Tief nicht mehr erreicht werden dürfen. Als dann der vierte Rückfall auf 4000 erfolgte, war eigentlich klar, daß der Durchbruch nach unten nur eine Zeitfrage ist. Nächste Unterstützung: 2300. Ob diese Marke wirklich erreicht wird oder ob nicht schon vorher eine untere Umkehrformation zu erkennen ist, bleibt abzuwarten. Auf alle Fälle ist übermäßige Eile für den Einstieg vorerst wohl nicht angezeigt. Lieber erstmal abwarten, was sich charttechnisch in den nächsten Wochen so herausbildet.
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Shortselling & Co. Thema Leerverkäufe - Folgen, Risiken, Chancen
Tja....vielleicht wird das Nachbeben doch etwas länger halten als 5 Jahre. Dafür sprechen zum einen die Zahlen aus den zurückliegenden 6-7 Jahren. Obwohl im Jahre 2007 die Höchstkurse des Jahres 2000 im DAX wieder erreicht wurden, ist die Zahl der Aktionäre seit 2000 kontinuierlich zurückgegangen und dürfte mittlerweile den Stand von 1990 erreicht haben, wenn man den Zahlen des Deutschen Aktieninstituts Glauben schenkt. Zum anderen ist Aktieninvestment auch in ziemlichem Maße eine Stimmungssache. Wenn der Nachbar plötzlich mit seinem flotten BMW-Flitzer vorfährt und auf Nachfrage meint: "Den habe ich mir durch meine Börsengewinne der letzten sechs Monate finanziert", dann hat das schon einen Ausstrahlungseffekt. Wenn es einfach hip ist, Aktien zu haben wie im Jahre 2000. Und wenn schließlich die Daueroptimisten predigen: "Egal wann und zu welchem Kurs Du Aktien kaufst, langfristig wirst Du immer reich bzw. erzielst eine jährliche Rendite im zweistelligen Bereich", und wenn diese Daueroptimisten mit Blick auf die zurückliegenden 10-15 auch immer Recht hatten.... Doch was ist, wenn die Börse am Ende nur zur Schaukelbörse wird? Wenn sich die Kurse in drei Jahren im Schnitt fast vervierfachen und es zunächst alles rosig aussieht, dann allerdings in den folgenden drei Jahren fast wieder vierteln, um in den nächsten drei bis vier Jahren sich abermals zu vervierfachen, um dann wieder abzustürzen auf die Hälfte oder noch mehr, wer weiß, wo das Ende der aktuellen Börsenbaisse ist.... Wenn der Nachbar seinen BMW-Flitzer verkaufen mußte, weil sein Zockerkonto vaporisiert wurde... Wenn Aktien nicht mehr hip sind, sondern alle Welt über die bösen gierigen Banker herzieht.... Wenn die Daueroptimisten sich in ihren Löchern verkriechen, weil in der 10-Jahres-Sicht plötzlich keine zweistelligen Wertzuwächse jedes Jahr mehr da sind, eventuell sogar Wertverluste je nach Einstiegszeitpunkt..... Und nun die Botschaft: in 5 Jahren ist alles vorbei, dann geht die Post wieder richtig ab....ich kann es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Ich konnte mir allerdings im Jahre 2003 auch nicht vorstellen, daß bereits 4 Jahre später die alten Höchststände erreicht werden würden. Und doch wurden sie erreicht, trotz einer erheblich geringeren Zahl an Privatinvestoren. Aber klappt das auch noch ein drittes Mal, bei dem ganzen Vertrauensverlust in das Finanzsystem insgesamt, den wir momentan erleben und der ohne Beispiel in der Nachkriegsgeschichte ist.....kommen die Anleger da wirklich so schnell zurück? Bin jetzt etwas off topic geworden, sorry....
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Shortselling & Co. Thema Leerverkäufe - Folgen, Risiken, Chancen
So weit wollte ich das Thema dann doch nicht fassen, obwohl auch das alles sehr interessante Fragen sind, mit denen man Seminare füllen könnte. Eigentlich wollte ich ja nur mal darauf aufmerksam machen, was uns in der Rückschau auf die Porsche/VW Story in Zukunft bevorstehen kann. Denn so schlau wie wir sind die Großen in der Branche allemal, und sie werden sich auch überlegen, ob sich Firmenübernahmen mit Hilfe von Leerverkäufen zukünftig nicht preiswerter gestalten lassen, mit allen langfristigen Konsequenzen, die so etwas am Aktienmarkt nach sich zieht, die aber den Aufkäufer nicht sonderlich interessieren dürften. Theoretisch denkbar wäre ja auch noch eine Art Selbstkorrektur des Marktes. Wenn wir in den nächsten Jahren ein paar weitere Firmenkäufe nach dem Muster VW erleben, haben sich vielleicht am Ende die Leerverkäufer so sehr die Finger verbrannt, daß ihnen der Spaß am Leerverkaufen gründlich vermasselt wurde und es deswegen irgendwann mal keine bzw. nur noch wenige Leerverkäufe gibt.
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Shortselling & Co. Thema Leerverkäufe - Folgen, Risiken, Chancen
Alles richtig was Du sagst, ronner. Ich mache mir auch keine Illusuion darüber, das Rad wieder zurückzudrehen, was auch gar nicht mein Wunsch wäre. Ich könnte ja jetzt auch mal den Advocatus Diaboli spielen und sagen: Gut, VW ist in zwei Tagen um 400 % gestiegen. Leben wir noch? Ja. Gibt es die Börse noch? Natürlich. Also wo ist das Problem? Das Problem liegt beim Wörtchen "noch". Werden die Verhältnisse zu exzessiv, riskiert man irgendwann einen Systemcrash. Und das ist letztlich der Hintergrund, warum ich mich mit diesen Fragen derzeit intensiver beschäftige als früher. Die Situation an den Finanzmärkten in den letzen Monaten legen solche Gedanken ja auch irgendwie nahe.
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Shortselling & Co. Thema Leerverkäufe - Folgen, Risiken, Chancen
Was meinst Du mit "länger bleiben"? Im übrigen sehe ich keine Lösung des "Problems", schon gar nicht in absehbarer Zeit. Mir ist natürlich klar, daß ich mit meiner Position in einer Daytrading Community, wo es ja um kurzfristige Gewinnerzielung auf der Long- wie auf der Shortseite geht, einen Stein in den Karpfenteich geworfen habe. Aber mal einen anderen Standpunkt hören von jemandem mit mehr Distanz zu allem ist vielleicht auch ganz nett....hoffe ich zumindest.
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Shortselling & Co. Thema Leerverkäufe - Folgen, Risiken, Chancen
So funktioniert das System und das nicht erst seit Herbst letzten Jahres. Naja, also "das System" funktioniert ja nicht von alleine so, sondern weil es aus welchen Gründen auch immer so gemacht wurde. Ich meine damit nicht, daß sich Aktienkurse grundsätzlich von der wirtschaftlichen Realität entfernen können. Das ist in der Tat Bestandteil des Systems. Aber wie weit will man diese Entfernung laufen lassen? Soll es so sein wie seinerzeit am Neuen Markt, wo sich bekanntlich ja auch Aktienkurse von der Realität komplett abgekoppelt haben? Wir wissen, was die Konsequenzen waren: ein ganzes Marktsegment wurde eingestampft, das Vertrauen der Anleger in die Aktie als langfristiges Investment nachhaltig erschüttert, vielleicht sogar für Jahrzehnte. Ist ein solcher Preis nicht zu hoch? Sollten da nicht viel früher Regulierungen eingreifen, um die allerschlimmsten Exzesse von vornherein auszuschließen? Und ich komme in diesem Zusammenhang gerne auf meine Ausgangsfrage zurück: Wem nützen Leerverkäufe in Einzelaktien? Ich meine die Fragestellung jetzt nicht im vordergründigen Sinne wie: den Banken nützt es, weil sie so mehr Geschäft und Provisionen generieren können. Sondern im volkswirtschaftlichen Sinne. Warum haben wir überhaupt eine Aktienbörse? Um den Spieltrieb der Leute zu befriedigen? Das könnte man auch mit Pferdewetten, Roulettespiel und Fußballtoto tun. Der volkswirtschaftliche Sinn einer Aktienbörse ist doch die möglichst effiziente Kapitalallokation. Die Anleger investieren ihr Kapital über die Börse dort, wo es den meisten Erfolg verspricht und ziehen es dort ab, wo keine Erträge mehr erwirtschaftet werden. Und man sagt, daß dieser Allokationsprozeß von den Marktteilnehmern selbst insgesamt effizienter gestaltet werden kann als zum Beispiel durch staatlich gelenkte Investitionen. So weit - so schön. Und nun würde ich gerne wissen, welcher Effizienzvorteil durch Leerverkäufe in Aktien erzielt werden kann. Oder welche Vorteile für die Marktentwicklung insgesamt. Eine Verstetigung der Kursentwicklung? Mal ja, mal nein, wie ich es oben ja schon beschrieben habe. Ich selbst habe - im Gegensatz vermutlich zu manch jüngerem Semester hier - den deutschen Aktienmarkt auch erlebt, als es noch keine Leerverkäufe und keine Terminmärkte gab. Insgesamt verlief die Kursentwicklung zu dieser Zeit wesentlich ruhiger und stetiger als heute bzw. in den zurückliegenden zehn Jahren. Und mein Eindruck über die letzten Jahrzehnte ist, daß die Übertreibungsphasen ein immer exorbitanteres Ausmaß annehmen. Was früher eine Wochenschwankung war, ist heute eine Tagesschwankung. Solche Sachen wie bei VW wie gesagt undenkbar. Ich möchte nur anregen, daß man sich vielleicht einmal Gedanken darüber macht, daß immer weitere Exzesse am Aktienmarkt nicht zwangsläufig einhergehen müssen mit wirtschaftlicher Prosperität nach dem Motto: wenn wir gute Wachstumsraten haben wollen, geht das nur mit Finanzmärkten, an denen am besten alles erlaubt ist. Unsere Finanzmärkte waren vor drei bis vier Jahrzehnten wesentlich schärfer reguliert, und trotzdem waren hervorragende Wachstumsraten möglich. Vor diesem Hintergrund könnte man dann vielleicht mal sämtliche Finanzinnovationen der letzten ein bis zwei Jahrzehnte auf ihren gesamtwirtschaftlichen Nutzen hin untersuchen. Und ich könnte mir vorstellen, daß da einiges über den Jordan ginge. Leerverkäufe in Aktien gehören für mich auf alle Fälle dazu.
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Shortselling & Co. Thema Leerverkäufe - Folgen, Risiken, Chancen
Also wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann siehst Du die Möglichkeit des Leerverkaufes als einen Mechanismus zur Deckelung von Kursübertreibungen? Vor der Porsche/VW Geschichte hätte Dir möglicherweise die Mehrheit der Marktteilnehmer zugestimmt. Aber jetzt? Die Leerverkäufe haben die Übertreibung ja nicht gedeckelt, sondern gerade erst ausgelöst. Und was für eine! Eine Verfünffachung des Kurses innerhalb von zwei Tagen ohne irgendwelche Nachrichten in einem Blue Chip - so etwas hat es in der gesamten Nachkriegszeit an der deutschen Börsen nicht gegeben. Und wie im Großen, so im Kleinen. In einem "normalen" Markt, also ohne Aufkäufer, können Leerverkäufe zunächst eine Erhöhung des Angebots zur Folge haben und damit eine Korrekturfunktion ausüben. Bei weiter steigenden Kursen jedoch verkehrt sich diese Funktion schnell in ihr Gegenteil: weil die Leerverkäufer ihre Verluste begrenzen müssen, kommt es jetzt - trotz Kursanstieg - zu einem zusätzlichen Nachfrageschub und zu einem expoentiellem Kursanstieg. Wir erleben das immer wieder, wenn zum Beispiel im DAX wichtige Widerstandsmarken nach oben durchbrochen werden und die Short Seller dann alle gleichzeitig auf den Kauf-Knopf drücken. Nun sind diese Bewegungen meist im Ein- bis Zwei-Prozent-Bereich und damit letztlich kaum größer als die tägliche Schwankungsbreite. Aber sollen auch mehrere hundert Prozent Kursschwankung täglich noch toleriert werden, ohne daß die Nachrichtenlage dies rechtfertigen würde? VW hat am 24. Oktober 2008 nicht weniger verdient als am 28. Oktober. Warum mußte die Aktie dann am 28. Oktober fünfmal so viel wert sein? Allgemein gefragt: ist es wünschenswert, an der Börse Mechanismen walten zu lassen, die Kursbewegungen fernab jeglicher ökonomischer Realität bewirken und den ganzen Börsensaal zur reinen Zockerbude verkommen lassen und die mit Realwirtschaft überhaupt nichts mehr zu tun haben? Warum sollen Aktien, die ja immerhin Anteile an Unternehmen darstellen und über die das Publikum zur Investition in eben diese Unternehmen motiviert werden soll, dafür herhalten? Wird durch solche Kurskapriolen wie im Falle der VW-Aktie (und in Zukunft vielleicht einiger weiterer Blue Chips) das Anlegervertrauen gestärkt oder nicht eher erschüttert? Wäre die Übernahme nach klassischem Muster abgelaufen wie bei Schaeffler/Conti, hätte es Kursausschläge solchen Ausmaßes nie gegeben. Aber wir leben ja in der Zeit der Mega-Übertreibungen, insofern....paßt es vielleicht gerade.
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Shortselling & Co. Thema Leerverkäufe - Folgen, Risiken, Chancen
So, die Forenadministration hat freundlicherweise schon einen eigenen Thread erstellt zum Thema Leerverkäufe, dann brauche ich das nicht mehr zu tun… http://www.world-of-smilies.com/wos_schilder/merci.gif Beginnen möchte ich mit einer kleinen Geschichte, die sich vor einigen Jahren zugetragen hat. Ich hatte eine Werbeveranstaltung der zwischenzeitlich in Konkurs gegangenen Brokerfirma Hutzler Brokerage aus Hamburg besucht. Hutzler fungierte seinerzeit als Introducing Broker für CMC Markets. Der damalige Branch Manager von Hutzler, Herr René Diehl, der später dann ja Geschäftsführer von CMC Markets Deutschland wurde, hatte seinen Vortrag überschrieben mit – ich erinnere es nur noch sinngemäß: "Wer nicht short geht, verpaßt die Hälfte der Marktchancen." Unter diesem Leitmotto versuchte er damals, den Zuhörern die Möglichkeit schmackhaft zu machen, über das Instrument CFD auf sinkende Aktienkurse zu spekulieren. Wer nicht short geht, verpaßt die Hälfte der Marktchancen. Das mögen sich im vergangenen Jahr auch Adolf Merckle und ganze Reihe von Hedgefonds-Managern und Privatinvestoren gedacht haben, als sie zu vermeintlichen Spitzenpreisen von 300 Euro pro Stück die VW-Stammaktie leerverkauften. Was dann folgte, ist ein Stück Finanzmarktgeschichte, das möglicherweise epochal, auf alle Fälle aber legendär gewesen ist. Dabei ist der Trick als solcher nicht neu. Bereits in den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts hatten die Hunt-Brüder beim Silber zunächst ordentlich verdient, indem sie zur Kasse und vor allem auf Termin Silber kauften und sich dieses dann von den Leerverkäufern ausliefern ließen, was diese zur Eindeckung am Kassamarkt zwang und den Silberpreis noch mehr in die Höhe schnellen ließ. Doch leider hatten sie keine Kontrolle über die Dimension des gesamten weltweiten Silbermarkts, was ihnen am Ende zum Verhängnis wurde. Am Aktienmarkt sieht das freilich ganz anders aus. Hier weiß der Aufkäufer im vorhinein genau, wie viele Aktien es gibt und ab welchem Zeitpunkt er den Marktpreis diktieren kann. Und so könnte das Übernahme-Drehbuch einer Publikums-AG in Zukunft ganz anders geschrieben werden, als es die Finanzwelt bislang kannte. Wie dieses jetzt aussieht? Vielleicht so: Wir leben augenblicklich in einer Zeit stark purzelnder Aktienkurse. Für potentielle Aufkäufer ganzer Unternehmen eine günstige Gelegenheit zum Zuschlagen. Doch anders als bisher wird dem Anlegerpublikum kein öffentliches Übernahmeangebot unterbreitet. Ohne sich zunächst zu erkennen zu geben, wird einfach damit begonnen, über verschiedene Adressen Aktien der Firma X über die Börse zu kaufen. Selbstverständlich auch außerbörslich. Und Kaufoptionen dazu. Der damit verbundene Kursanstieg wird nicht nur billigend in Kauf genommen, er ist sogar erwünscht. Denn je weiter der Kurs steigt ohne ersichtlichen Grund, desto mehr Leerverkäufer werden angezogen. Zunächst kommen die Fundamentalanalysten und stellen in ihren Studien zur X-Aktie fest, daß diese fundamental und im Vergleich zu anderen Werten aus derselben Branche doch hoffnungslos überbewertet und es nur eine Zeitfrage ist, bis der Kurs wieder fällt. In das gleiche Horn blasen die technischen Analysten, deren Oszillatoren wie RSI, Stochastik und wie sie alle heißen im knallroten Bereich sind. Wenn der Aufkäufer ein wenig geschickt vorgeht, setzt er die Käufe mal für ein paar Tage aus, stellt sich vielleicht selbst sogar auf die Verkaufsseite, um zum Schein den Chartanalysten recht zu geben, die jetzt eine obere Umkehrformation ausgemacht haben und zum Verkauf aufrufen. Das nun auf den Markt drängende Material sammelt der Aufkäufer dankend ein. Dabei stellt er den Leerverkäufern reichlich Stücke aus seinem Bestand zur Verfügung, die diese dann mittels Wertpapierleihe für ihre Leerverkäufe nutzen können. Die Aktivitäten des Aufkäufers bleiben natürlich nicht unbemerkt. Es wird Gerüchte am Markt über mögliche Aufkäufer geben und immer wieder Dementis. Keiner weiß Genaues. Dann kommt der entscheidende Punkt: irgendwann ist ein Zustand erreicht, bei dem es mehr leerverkaufte Aktien gibt als frei am Markt verfügbar sind. Jetzt gibt sich der Aufkäufer zu erkennen und erklärt öffentlich, daß er eine Übernahme der Firma X plane. Der Kurs steigt auf diese Nachricht noch weiter, weil die noch verbliebenen Aktienbesitzer auf ein Übernahmeangebot des Aufkäufers warten. Doch sie warten vergeblich. Stattdessen müssen sie dieses Mal ihren Reibach an der Börse machen. Denn nun geht die Party erst richtig los. Hat sich die Aktie seit Beginn der Aktivitäten des Aufkäufers vielleicht im Kurs verzehnfacht, so wird sie sich nun verzwanzig-, verdreißig-, verfünfzig-, verhundertfachen. Die Leerverkäufer müssen die leerverkauften Stücke ja liefern, und wenn am Markt nicht mehr genügend zur Verfügung stehen, müssen sie jeden Preis bezahlen. Und dieser wird ihnen nun vom Aufkäufer diktiert. Dabei stellt er den Leeverkäufern aus seinen Beständen großzügig Stücke zur Verfügung, damit sie ihre vertragliche Verpflichtung erfüllen können, freilich zu einem horrenden Preis. Von dem Gewinn aus diesem Geschäft kann der Aufkäufer dann ganz oder zum größten Teil seine Firmenübernahme finanzieren. Bezahlt haben die Firmenübernahme de facto die Leerverkäufer. Wer nicht short geht, verpaßt die Hälfte der Marktchancen. Das mag für den Gesamtmarkt zutreffen. Zum Beispiel für Aktienindizes. Doch bei einzelnen Aktien? Kann in Zukunft eine heiße Sache werden. Nur noch für Insider geeignet, nicht mehr für das Publikum. Und nun fragen sich sicher einige Leute, was denn das hier in einer Daytrading-Community zu suchen hat. Nun, wir erinnern uns, was Ende Oktober bei VW abging. Intraday von 324 auf 635 Euro. Und am nächsten Tag von 500 auf 1.000 Euro. Nachdem die Aktie zwei Tage zuvor noch bei 200 Euro herumdümpelte. Wer hier auf der falschen Seite stand, möglicherweise noch schön gehebelt mit CFDs short auf VW, für den wurde es auch bei reinem Intraday-Handel richtig teuer. Nicht nur Konto gesprengt, sondern vielleicht noch ein satter Margin-Call obendrauf.
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CFD Brokerwahl 2009
Ach tatsächlich, müssen die Engländer jetzt auch Kommission zahlen? Naja, ausgleichende Gerechtigkeit. Lange Zeit waren sie ja verschont geblieben. Wann hat das CMC denn eingeführt? Und was macht die Konkurrenz in U.K.?
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CFD Brokerwahl 2009
Schade, und ich hatte insgeheim gehofft, das Gebührenverzeichnis sei vielleicht veraltet und Aktien-CFDs wären jetzt wirklich kommissionsfrei - was sie bei CMC U.K. ja auch sind, nur die armen Germanen müssen zusätzliches Geld berappen....
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Shortselling & Co. Thema Leerverkäufe - Folgen, Risiken, Chancen
Also um die von mir gestellte Frage gleich einmal selbst zu beantworten: die Theorie besagt, daß durch die Leerverkäufe die Liquidität gesteigert wird und es zu einem effizienteren Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage kommt. Das ist mir natürlich bekannt. Bei stark steigenden Kursen bremst die zunehmende Anzahl an Leerverkäufen den Kursanstieg ab, bei stark sinkenden Kursen wird der Kursverfall durch zusätzliche Short-Eindeckungen der Leerverkäufer ebenfalls abgebremst. Soweit die schöne Theorie. In der Praxis läuft es dann doch etwas anders ab. Die Leerverkäufer kaufen eben nicht nur bei sinkenden Kursen. Das natürlich auch. Aber wenn es gegen sie läuft, kaufen sie selbstverständlich auch bei steigenden Kursen, um ihre Verluste zu begrenzen, und sorgen damit für Liquidität auf der "falschen" Seite, nämlich auf der Kaufseite, und machen einen ohnehin steilen Kursanstieg noch steiler. Sprich, sie sorgen nicht für eine Verstetigung der Kursentwicklung, sondern gerade für das ganze Gegenteil. Aber später mehr dazu.
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CFD Brokerwahl 2009
Kommissionsfreier Handel mit CFDs auf Aktien bei CMC? Seit wann das? Laut aktuellem Gebührenverzeichnis beträgt die Kommission 0,08 % beim Trading Account und 0,20 % - mindestens 5 Euro - beim Investment Account. Habe ich etwas übersehen?
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Shortselling & Co. Thema Leerverkäufe - Folgen, Risiken, Chancen
Ja, in der Tat. Die Leerverkäufe sind ein Problem. Das Phänomen Porsche/VW könnten wir theoretisch jederzeit wieder erleben in anderen Aktien. Ich werde hierzu in Kürze noch einmal in einem eigenen Thema ausführlicher darauf eingehen. Das Problem dabei ist, daß der entsprechende Aktienindex, der einen Wert enthält, dessen Kurs einzig und allein durch Short-Eindeckungen völlig aberwitzige Größenordnungen erreicht, an Aussagekraft verliert. Echte Schwierigkeiten haben dabei zum Beispiel Fonds, die den jeweiligen Index abbilden. Die Fondsmanager sind aus verständlichen Gründen nicht bereit, zu den aberwitzigen Kursen zu kaufen, obwohl sie das eigentlich müßten, um die Gewichtung der entsprechenden Aktie im Index korrekt darzustellen. Entsprechend laut geflucht hat ja Ende letzten Jahres auch Klaus Kaldemorgen, Chef der größten deutschen Fondsgesellschaft DWS, auf die Deutsche Börse. Auf der anderen Seite kann die Deutsche Börse einen Wert auch nicht einfach so mir nichts dir nichts aus dem Index werfen, so lange die maßgeblichen Aufnahmekriterien noch nicht verletzt sind. Und schließlich und endlich würde ich gerne auch mal den ökonomischen Sinn von Leerverkäufen in Aktien erfahren. Braucht eine Volkswirtschaft so etwas? Braucht ein "normaler" Anleger, der langfristig am Wohlergehen dieser Volkswirtschaft über eine Aktienanlage teilhaben möchte, so etwas? Wer braucht überhaupt Leerverkäufe?
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Volkswagen/ Porsche - potentieller Falling Angel 2009
Ja, in der Tat. Die Leerverkäufe sind ein Problem. Das Phänomen Porsche/VW könnten wir theoretisch jederzeit wieder erleben in anderen Aktien. Ich werde hierzu in Kürze noch einmal in einem eigenen Thema ausführlicher darauf eingehen. Das Problem dabei ist, daß der entsprechende Aktienindex, der einen Wert enthält, dessen Kurs einzig und allein durch Short-Eindeckungen völlig aberwitzige Größenordnungen erreicht, an Aussagekraft verliert. Echte Schwierigkeiten haben dabei zum Beispiel Fonds, die den jeweiligen Index abbilden. Die Fondsmanager sind aus verständlichen Gründen nicht bereit, zu den aberwitzigen Kursen zu kaufen, obwohl sie das eigentlich müßten, um die Gewichtung der entsprechenden Aktie im Index korrekt darzustellen. Entsprechend laut geflucht hat ja Ende letzten Jahres auch Klaus Kaldemorgen, Chef der größten deutschen Fondsgesellschaft DWS, auf die Deutsche Börse. Auf der anderen Seite kann die Deutsche Börse einen Wert auch nicht einfach so mir nichts dir nichts aus dem Index werfen, so lange die maßgeblichen Aufnahmekriterien noch nicht verletzt sind. Und schließlich und endlich würde ich gerne auch mal den ökonomischen Sinn von Leerverkäufen in Aktien erfahren. Braucht eine Volkswirtschaft so etwas? Braucht ein "normaler" Anleger, der langfristig am Wohlergehen dieser Volkswirtschaft über eine Aktienanlage teilhaben möchte, so etwas? Wer braucht überhaupt Leerverkäufe?
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Hedging von CFD Positionen
Ich meine nicht das Netting, das ist aus meiner Sicht klar, daß er nur sein Nettorisiko hedgen muß. Ich meine etwas anderes. Die Marginanforderungen für CFDs haben bei CMC absurde Größenordnungen. Nicht etwa absurd hoch, sondern absurd niedrig. Auf Einzelaktien im DAX z.B. braucht man nur 3 % Margin, auf den DAX 30 gar nur 1 %, und das auch in Zeiten wie jetzt mit stark erhöhter Volatilität. 2-3 % Schwankungen intraday sind im DAX derzeit an der Tagesordnung, bei Einzelwerten noch mehr. Anfangs habe ich mich gefragt, wie das mit den Mini-Margins überhaupt funktionieren kann, bis ich auf die Idee kam, daß ein durchdachtes Geschäftsmodell dahinter stecken könnte. Die Margins sind bewußt so niedrig gehalten, um den Anleger zu verleiten, sein Konto stärker auszulasten als es in Anbetracht der Volatilität angeraten wäre. Konsequenz: läuft die Position ein einziges Mal gegen gegen den Anleger, ist sein Konto bereits innerhalb eines einzigen Tages platt. Vor diesem Hintergrund könnte CMC folgende Geschäftsstrategie fahren: Bei kleinen Konten von Privatleuten, insbesondere von neuen Kunden, die sich erfahrungsgemäß noch nicht so auskennen, werden generell keine Gegengeschäfte gemacht, auch wenn CMC netto im Risiko liegen sollte. Denn der ganz überwiegenden Teil dieser Konten wird früher oder später durch zu hohe Auslastung in den Margin Call kommen, und das wäre dann so, als hätte der Anleger sein Guthaben direkt an den CMC-Chef Peter Cruddas überwiesen ohne den Umweg einiger CFD-Trades. Übrigens ist genau dies einem Bekannten von mir widerfahren, von dem man das gar nicht erwartet hätte. Er ist ein alter Börsenfuchs, schon jahrzehntelang im Geschäft, überwiegend mit Aktien, aber auch Optionsscheinen. Er hat ein neues Konto bei CMC Markets eröffnet und dieses viel zu stark ausgelastet, weil er die Sache mit der Marginberechnung nicht genau kalkuliert hat, und innerhalb kürzester Zeit war sein Konto platt. Doch wenn so etwas schon alten Börsenhasen wiederfährt, wie sieht es dann erst mit der Masse der wenig erfahrenen Anleger aus?
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Hedging von CFD Positionen
Das ist doch nett formuliert vom CMC Markets "Chefstrategen" Riße, nicht wahr? Bei dieser Gelegenheit fällt mir noch etwas anderes ein: Auf einer Werbeveranstaltung von CMC Markets vor einigen Jahren wurde erzählt, es würde zu jedem CFD-Trade, den ein Anleger bei CMC macht, sofort ein entsprechendes Gegengeschäft im zugrundeliegenden Basiswert an der jeweiligen Börse gemacht. Also wenn ich zum Beispiel 1.000 Deutsche Telekom CFDs kaufe, würde CMC entsprechend 1.000 Deutsche Telekom Aktien an XETRA kaufen und das natürlich vollelektronisch in Sekundenbruchteilsschnelle usw. Meine Frage? Hat jemand Informationen, ob das wirklich so ist? Wenn ich mir das Geschäftsmodell von CMC Markets anschaue, beschleichen mich da durchaus Zweifel. #Edit: Abgetrennt von diesem Thema
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CFD Brokerwahl 2009
Ich halte diese Wahlen für Unfug, da sie keinerlei repräsentativen Charakter haben und die Aussagekraft für den Anleger gleich null ist. Es handelt sich aus meiner Sicht um reine PR für die Brokerhäuser, entsprechend massiv fällt deren Engagement für dieses Event ja auch aus.