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Tom Next - Daytrading Community

Scrutiny of cxalgo


cxalgo

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Viele kennen mich seit geraumer Zeit bei Tom Next, kennen jedoch nicht meine Zeit vor Tom Next und dies hat auch so seine Gründe.

Bevor ehemalige "Kunden" wieder auf mich aufmerksam werden auch bedingt durch mein Buch, möchte ich hier einige Fakten zu meiner

Historie und wie es so weit kommen konnte aufzeigen und klar legen. Sich seiner Vergangenheit so öffentlich in diesem Forum zu stellen,

hat mich einige Zeit und Kraft gekostet, aber irgendwann kommt der Tag und wie heißt es so schön "Farbe zu bekennen".

 

Eines möchte ich von vorherein klar stellen:

Alles was da passiert ist geht auf meine Kappe und dafür habe ich auch "bezahlt" und bin dafür gerade gestanden und tue es immer noch.

Es war die schwerste und bitterste Zeit meines Lebens. Schuldfragen sind erledigt sowie meine damalige Finanzmathematik.

 

In diversen anderen Foren wurde seit 2003 bis Ende 2006 einiges über mich geschrieben/vermutet/zusammengereimt und selten diskutiert.

Fakten kamen zu 99% nie vor. Wie auch, wenn nur ich und der damalige Justiziar der Force Worldwide Investments Inc. alle Details kannten.

Aber nun alles der Reihe nach:

 

Seit Anfang 2000 habe ich mit Investox und Lisp bis Mitte 2002 an einem Handelssystem für Forex/Futures und Rohstoffe gearbeitet.

Als ich nach unendlichen Test endlich life ging, hatte ich über 8 Monate einen super Lauf. Ich hatte meine ersten Konten bei Refco

und Interactive Brokers. Einigen Freunden und Bekannten hatte ich ja bereits von Anfang an bei diversen Anlässen etwas Einblick gegeben, die,

je besser es lief, auch etwas Geld mit "anlegen" wollten. Ich in meiner damaligen Naivität, ich war immerhin erst knapp 24,

sagte schön brav ja und so ging es schnell, bis ich bei beiden Brokern das "Friends & Family" - Programm voll hatte. Nartürlich hatte jeder

weiter erzählt, obwohl verboten, was die für ne tolle Anlage hatten und pro Monat eine überdurchschnittliche Rendite auf Ihre Einlage erwirtschafteten.

Es riefen immer mehr Leute an, die ich gar nicht kannte und wollten auch Geld bei mir Anlegen. Nach einigen Recherchen und Informationen im Internet,

war mir klar, dass ich einen Fond, eine Bank oder Broker gründen müsste um alle Anfragen zu bedienen.

 

Nach 2 Monaten eingekaufter Beratung bei "einer der big Four Gesellschaften" für Wirtschaftsberatung hatte ich auf einmal 2 weitere Optionen. Eine Banklizenz aus New York

für knapp 250.000$ oder in Pananma für 50.000$, aber, so wurde mir gesagt, würde diese Wirtschaftsberater mir diese Konstelation nur mit eigenem Anwalt empfehlen.

Gesagt und gesucht. Schnell wurde ich auch fündig. Ein Anwalt im Wirtschaftsrecht, fast jeden Prozess seiner Mandanten gewonnen und extrem Ehrgeizig.

Da ich bereits Anfang 2003 über 1 Mio € nach Steuern auf meinem Konto hatte, warb ich Ihn für mein Projekt als Firmenjustiziar und er willigte nach

2 Wochen Verhandlung ein. 500.000€ Nettosalär pro Jahr + Porsche 911 Tecart Turbo als Firmenwagen incl. Tankkarte.

 

Da ich schon Anfragen von Kunden über 31 Mio € Einlage hatte, machten wir es fix und die Firma "Force Worldwide Investments Inc." wurde gegründet.

Ich sage meinen 30 Kunden bescheid, dass ich ein Internetportal baue, wo jeder Einzahlen kann und bei Forex mit Hebelwahl (5,10 und 20er Hebel),

Festgeld (1% im Monat) an meinem Handelssystem profitieren kann. Ich habe nur im Gewinnfall jeden Tag 20% für mich abgezogen, was den Kunden aber

mitgeteilt wurde. So weit so gut, den Run auf mein Portal (www.clocklock.com) konnte ich kaum glauben.

 

Ende 2004 hatte ich über 3.000 Kunden aus aller Welt, sehr hohe Einlagen und verdiente prächtig. Jedem Kunden empfahl ich auch, bei 100% Rendite

die Einlage sofort raus zu nehmen um keine Verluste im Fall der Fälle zu erleiden. Die Rendite sank natürlich mit der Zeit bedingt durch die hohen Kontrakte, aber alle waren zufrieden.

 

Anfang 2005 flossen auch größer Einzelassets (1 Mio € +) von großen deutschen Banken auf meine Konten.

Hier begannen die Probleme und mein Absturz wurde eingeleitet. Mein Anwalt versicherte bei jeder Präsentation weltweit, dass mein Firmenkonstrukt,

rechtlich einwandfrei sei und er es überprüft hatte. In diesem Vertrauen, nach dem Motto, verdopple dem Firmenanwalt sein Gehalt + Bonus, wird er interessiert

sein, alles zu tun, damit es so weitergeht und noch gesteigert wird. Mein Firmenjustiziar und Ich wurden natürlich mit der Zeit "Freunde", da wir täglich

teilweise 20 Stunden zusammen im Büro, Terminen und weltweit unterwegs waren und auch privat, Situationsbedingt viel gemeinsam unternahmen in der freien Zeit.

 

Inzwischen hatte er auch die Generalvollmacht, über die Firma und Kontoprokura, da ich oft in der wenigen Freizeit sehr riskant unterwegs war.

Mein Testatment wurde natürlich auch schon gemacht, da ich ein paar extrem gefährliche "Kunden" aus Russland, China, und Afrika hatte, wovon ich teilweise

keine Ahnung mehr hatte, da mein Anwalt alles eingefädelt, aquiriert und verwaltet hat.

 

2005 dann der Hammer. Refco meldet sich pleite. Über 60% aller Kundeneinlagen unter Chapter 11 und keine Chance auf Auszahlung des Geldes

meiner Kunden. Meine Hausbank hat sofort alle Auszahlungen an meine Kunden gestoppt, da ich per Swift MT 760 bei Refco die Gelder hatte und somit die Summen

bei meiner Hausbank gespeert wurden. Als ich das im Portal postete, zogen alle Kunden, verständlicher Weise, Ihre Gelder ab und ich hatte ein riesiges Problem.

 

Das Geld bei Interactive Brokers war sicher, soweit und noch genügend vorhanden war. Ich informierte mich bei einigen Banken zwecks eines Powerperformance Programms,

in den informierten Kreisen als MTN bzw. Govermentnotes bekannt. Bei einem englischen großen Geldhaus in London hatte man mir einen fertigen Kontrakt angeboten.

10-100 Mio € Einlage per Swift von IB und pro Monat mit Hebel 100, 200% Netto auf die Einlage. Am 18 November machte ich den Vorvertrag und sollte am 22.11.2005

den Kontrakt dann unterzeichnen.

 

Soweit kam es leider bzw. zum Glück nicht mehr. Da ich keine Auszahlungen mehr leisten konnte und auch schon mein privates Geld für Auszahlungen zur Verfügung

gestellt hatte, haben einige "Kunden" Anzeige erstattet und die Justiz war hinter mir her.

 

Am 21.11.2005 war es dann soweit. 8 Uhr morgens klopfte es an meine Wohnungstür und 8 vermummte SEK Polizisten stürmten mit Gewehr und Pistolen meine Wohnung.

Ich wusste gar nicht wie mir geschah. Was ich mittlerweile nicht wusste und erst ca. 1 Jahr später erfahren hatte. Mein Firmenanwalt war Kronzeuge der Justiz .

 

Ein Dealvorschlag der Staatsanwaltschaft München hiess dann:

Mach ein Teilgeständnis und du bekommst nur 5 Jahre, ohne Geständnis 10 Jahre. Da ich die ungesetzliche 18 monatige U-Haft, normalerweise max. 12 Monate,

endlich durch haben wollte, habe ich eingewilligt.

 

Mein Fazit:

Ich war einfach zu naiv, gutgläubig und zu oft im "Gott-Modus" in diesem Business und in diesem Alter und habe einfach zu viel falsch und extrem dumme Fehler gemacht.

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Und Oma hat gesagt, du sollst nicht mit den großen Jungs spielen, sie werden dir weh tun...

Naja, scheinbar ist es normal in dem Business das man wenigstens einmal richtig in die Sch... greift, Konten plättet und kurz vor der Klappsmühle steht.

Vielen Dank für dein Statement.

So...und wann machst du die nächste Million und wo kann man die Signale abonnieren? :idea:

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@ cxalgo

Das liest sich wie der Klappentext einen Wirtschaftsthrillers.

 

Respekt. :good2:

 

Das muß ich auch sagen. Hört sich an wie "wallstreet 3".

 

Na, ja nichts für ungut. Wie gesagt hinfallen kann man, man muß nur wieder aufstehen. Außerdem ab einem gewissen Alter , hat man eh so seine Vorgeschichten.

Das kann ich natürlich nicht toppen.:shades: Einfach weitermachen.

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Darf ich fragen: welche Firmenkonstruktion hasst du schlussendlich gewählt?

Was für ein Problem hatte der Staatsanwalt - für die Refco-Pleite bist du doch nicht verantwortlich?

 

Hatte ein Inc. = AG und aus Sicht der Staatsanwaltschaft gegen §43 KWG verstossen

 

für Refco zwar nicht verantwortlich, aber verantwortlich für die Kundengelder und deren Sicherheit

 

"Ich informierte mich bei einigen Banken zwecks eines Powerperformance Programms"

 

 

MTN = Medium Term Notes & Govermentbonds alles gehebelt

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@cxalgo

 

Gratuliere (ernst gemeint)!!! :bravo:

 

Du hast vieles richtig gemacht und leider auch einiges falsch,

aber da sage ich Dir ja nichts Neues. Die Geschichte zeigt aber

auch, dass Du es konntest (Geld vermehren) und wahrscheinlich

immer noch kannst. Das ist schon mehr als viele können (schließe

mich bei den Nicht-Könnern mit ein).

 

Wenn ich richtig gerechnet habe, dann bist Du jetzt so um

die 36 Jahre alt, da hast Du ja Dein "richtiges" Leben ja noch

fast komplett vor Dir.

 

Kann der Story auch viele positive Aspekte abgewinnen:

 

1. Mit Dir wird es nie langweilig, da Du immer was zum erzählen hast :good2:

2. Du hast eine funktionierende Gelddruckmaschine "erfunden" und

kannst damit Deinen Lebensunterhalt verdienen :shok:

3. Du bist jetzt schon so weise wie ein Greis :cleanglasses:

 

Wünsche Dir alles erdenklich Gute (vor allem, das die Vergangenheit

irgendwann zur Ruhe kommt)!

 

Beste Grüße

Nelly :palomitas:

 

P.S. Die Geschichte ist echt der Wahnsinn (im positiven Sinne)!

P.P.S. Natürlich nicht für die Anleger, welche dadurch Geld verloren haben.

Aber es sollte auch vor einer Überweisung klar sein, welche unternehmerische

Risiken ich damit eingehe

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Wünsche Dir alles erdenklich Gute (vor allem, das die Vergangenheit

irgendwann zur Ruhe kommt)!

 

Ich auch !

 

@Alle : es scheint für uns alle immer dasselbe zu sein ...sobald sich Erfolg einstellt , wird es kritisch . Das Ego und die Begehrlichkeiten des Umfeldes vergiften .

 

WENN mal meine kleinen Träume ein bischen in Erfüllung gehen sollten (das Minimieren ist ernst gemeint) , dann bin ich auf mich gespannt .

 

Daher habe ich schon aufgehört manuell ernsthaftes Geld zu traden , das ist für meine EA´s reserviert .

 

Aber selbst davor hat mich Vola schon gewarnt ...

 

KB

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Vielen Dank für Deine offenen Worte. Das einzige, was ich da nicht verstanden habe ist die Sache mit dem Anwalt. Nur weil ich schon ein gewisses Privatvermögen habe, zahle ich doch niemandem ein Gehalt, wo nach 2 Jahren mein jetziges Vermögen weg wäre. Aber eventuell denke ich da auch einfach nicht groß genug.

 

Zumindest groß, dass Du nicht aufgibst. Der Erfolg wird schon wieder kommen (wenn er eh noch nicht wieder da ist). Vielleicht trifft man sich ja mal auf ein Bierchen.

 

Nur am Rande (und weil es mir als Porsche Liebhaber weh tut): die heißen TECHART :ferrari:.

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Vielleicht trifft man sich ja mal auf ein Bierchen.

Nur am Rande (und weil es mir als Porsche Liebhaber weh tut): die heißen TECHART :ferrari:.

 

Bierchen geht immer und sry wegen dem TECHART, hatte immer das springende Pferd twiddle.gif und dadurch den Techart im Rückspiegel guitar.gif

 

Aber werde ich mir für die Zukunft merken, lege aber eh keinen Wert mehr auf Autos. Hauptsache es fährt und bringt mich von A nach B.

 

@all: Danke für euren Kommentare, dachte eher, es wird heute "Blut" fließen, umso mehr hat mich eure Reaktion bis jetzt sehr ermutigt und beruhigt.

 

Danke schön dafür beers.gif

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Wenn ich richtig gerechnet habe, dann bist Du jetzt so um die 36 Jahre alt, ...

Ziehe mal 4 ab und dann hast Du es (wenn man dem Profil Glauben schenken darf).

 

 

Bierchen geht immer und sry wegen dem TECHART, hatte immer das springende Pferd twiddle.gif und dadurch den Techart im Rückspiegel guitar.gif

Muss dann aber definitiv am Fahrer gelegen haben :conglom-o:.

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Auch von mir ein herzliches Dankeschön für deine Vergangenheitserläuterung !

 

Tja, ist schon ein sehr heisses Pflaster, grade wenn man dann ins Geldverdienen kommt.

Kenne selber einige Geschichten und Leute dazu, manches ist echt besser als viele Krimis.

 

Interessant finde ich bei vielen, das nachdem sie mal an die Wand gefahren sind, Statussymbole und ähnlicher Schnick Schnack

nicht mehr von großem Interesse sind - selbst wenn sie es sich wieder leisten könnten.

Das höre ich aus deinem "Auto interessiert mich nicht mehr" auch heraus, das ist sicher schon mal ein großer Schritt in Richtung Reife.

 

Ich wünsche dir für deinen weiteren Weg ebenfalls alles gute.

 

LG Vola

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Interessant finde ich bei vielen, das nachdem sie mal an die Wand gefahren sind, Statussymbole und ähnlicher Schnick Schnack

nicht mehr von großem Interesse sind - selbst wenn sie es sich wieder leisten könnten.

Das höre ich aus deinem "Auto interessiert mich nicht mehr" auch heraus, das ist sicher schon mal ein großer Schritt in Richtung Reife.

 

Ich wünsche dir für deinen weiteren Weg ebenfalls alles gute.

 

LG Vola

 

Vielen Dank Vola,

 

das finde ich bisher klar als Vorteil, vor allem für mein "Alter"!

Meine Prioritäten haben sich radikal geändert und ich geh viel entspanter und überlegter an manche Aufgaben, als ich es ohne dieses Event/Erlebnis machen würde.

"Sachen" respektive alles was man kaufen kann, hatte ich und es erfüllt nicht wirklich, also mich zumindest nicht. Familie und 1-2 guten Freunde, Wohnen, essen, Urlaub etc. reichen völlig um glücklich zu sein. Diese zuletzt genannten Dinge des Lebens, kann man nicht kaufen, hatte es probiert und bin völlig enttäuscht worden.

 

Achja, das wertvollste Gut eines jeden Menschen: ZEIT

Ich weiss, wovon ich Spreche!

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Vielen Dank Vola,

 

das finde ich bisher klar als Vorteil, vor allem für mein "Alter"!

Ist es auch, sehr zum Ulk vieler die das noch nicht erlebt haben.

 

 

"Sachen" respektive alles was man kaufen kann, hatte ich und es erfüllt nicht wirklich, also mich zumindest nicht. Familie und 1-2 guten Freunde, Wohnen, essen, Urlaub etc. reichen völlig um glücklich zu sein. Diese zuletzt genannten Dinge des Lebens, kann man nicht kaufen, hatte es probiert und bin völlig enttäuscht worden.

 

Kenne ich sehr gut, eigentlich kannst du wirklich froh sein, das du dies schon in relativ jungen Jahren erleben "durftest"

Ich weiß, hört sich blöd an, aber wenn man das einmal durch hat, denkt man über diesen ganzen Konsum Shayze einfach anders. Ich mußte für deine Erfahrung ca. 10 Jahre älter werden, hatte sicher auch nicht so viel wie du, allerdings war ich in meiner Schicht auch sehr weit oben. Dann die Fehler und ähnlicher Abflug wie deine Person, den Staatsanwalt konnte ich mir jedoch ersparen.

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  • 1 month later...

Was ist mit Deinem System passiert - war es dauerhaft profitabel? Hast Du es weiter entwickelt?

 

Meine Hardware hat sich damals die Justiz genommen und versteigert, aber die Software hatte ich gut gesichert.

 

Das FDax System ist schätze ich, in 1-2 Monaten wieder auf einem Livekonto einsetzbar, das EU-System ist gerade noch im Trainingsmodus

und dauert noch einige Zeit bis zum Live-Release, da ich nicht annähernd die Hardware von früher habe, aber es wird. Parameter laufen langsam

wieder an Connie_entrance.gif

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Hört sich im Artikel ein bisschen anders und schwerwiegender an. Von zehn Millionen an Zuflüssen über 'ne Million verpulvert und kein Cent wurde vorher investiert. Mehr als 8 der einst 10 Millionen an Zuflüssen an die Betrogenen zurück.

 

SZ vom 19.04.07 - Priener prellt Kleinanleger

 

München - Die Versprechungen waren verlockend: Egal, ob die Kurse steigen oder fallen würden, wer bei Force Worldwide Investments sein Geld anlege, könne mit einer monatlichen Rendite zwischen fünf und zehn Prozent rechnen. Knapp '3000 Kleinanleger aus ganz Deutschland glaubten dem Schwindel des Marcus L. (27) aus Prien am Chiemsee und überwiesen an seine angeblich global tätige Investmentfirma zwischen April 2004 und Oktober 2005 gut elf Millionen Euro. Doch nicht ein Cent wurde investiert, geschweige denn vermehrt. Alles was Marcus L. tat, war, sich beim Geld seiner Kunden zu bedienen. Bis zu seiner Verhaftung im November 2005 verpulverte er 1,3 Millionen Euro. Gestern erhielt er am Landgericht München II die Quittung: Die Wirtschaftskammer unter Vorsitz von Richter Ralph Alt verurteilte ihn wegen 2925 Fällen gewerbsmäßigen Betrugs und zwei Verstößen gegen das Gesetz über das Kreditwesen - eine Erlaubnis für Bankgeschäfte hatte er nicht - zu fünf Jahren Gefängnis.

 

Marcus L. hatte vor seinen Anlagebetrügereien als Programmierer und EDVBerater gearbeitet. Vom Frühjahr 2004 an pries er Kleinanlegern auf Werbeveranstaltungen ein angeblich von ihm entwickeltes neuartiges, vollautomatisches Börsenhandelssystem für den Devisenterminhandel an: Seine Börsen-Software sei nach dem Muster neuronaler Netzwerke programmiert, könne gleichsam einem Gehirn ständig dazu lernen, optimiere sich so laufend selbst und ermögliche dadurch überdurchschnittliche Ergebnisse. Zudem gaukelte er seinen Anlegern vor, er verfüge über eigene Server bei Börsenmaklern in Großbritannien und den USA, wodurch. der schnellst mögliche Handel mit Devisenkontrakten gewährt sei. Von allem dem stimmte nichts. Marcus L. besaß lediglich eine Demoversion einer prinzipiell zum Börsenhandel geeigneten Software.

 

Da er auf seinen Werbeveranstaltungen nur 41 Anleger fand, konzipierte er einen Internetauftritt, mit dem er schließlich. weitaus mehr Menschen erreichte und gab mit Briefkastenadressen in New York, Miami und Panama seinem betrügerischen Unternehmen einen internationalen Anstrich. Als er im Februar 2005 ein Onlineportal der Force Worldwide Investments freischaltete, ging es dann richtig los. In nur neun Monaten flossen über zehn Millionen Euro auf ein von ihm in der Schweiz angelegtes Konto. Da bei seiner Verhaftung dieses Konto noch mit acht Millionen'Euro im Plus war, erhielten die von ihm betrogen Internetanleger zumindest einen Teil ihres Geldes zurück.

 

(Florian Tempel)

www.SueddeutscheZeitung.de

 

http://www.candletalk.de/dienstleister-tools-fortbildung/1021-www-clocklock-com-kennt-das-wer/

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Hört sich im Artikel ein bisschen anders und schwerwiegender an. Von zehn Millionen an Zuflüssen über 'ne Million verpulvert und kein Cent wurde vorher investiert. Mehr als 8 der einst 10 Millionen an Zuflüssen an die Betrogenen zurück.

 

Wenn nur ca. 1% aller Informationen bekannt sind, würde ich das auch denken. Geb ich dir vollkommen recht.

 

 

München - Die Versprechungen waren verlockend: Egal, ob die Kurse steigen oder fallen würden, wer bei Force Worldwide Investments sein Geld anlege, könne mit einer monatlichen Rendite zwischen fünf und zehn Prozent rechnen. Knapp '3000 Kleinanleger aus ganz Deutschland glaubten dem Schwindel des Marcus L. (27) aus Prien am Chiemsee und überwiesen an seine angeblich global tätige Investmentfirma zwischen April 2004 und Oktober 2005 gut elf Millionen Euro. Doch nicht ein Cent wurde investiert, geschweige denn vermehrt. Alles was Marcus L. tat, war, sich beim Geld seiner Kunden zu bedienen. Bis zu seiner Verhaftung im November 2005 verpulverte er 1,3 Millionen Euro. Gestern erhielt er am Landgericht München II die Quittung: Die Wirtschaftskammer unter Vorsitz von Richter Ralph Alt verurteilte ihn wegen 2925 Fällen gewerbsmäßigen Betrugs und zwei Verstößen gegen das Gesetz über das Kreditwesen - eine Erlaubnis für Bankgeschäfte hatte er nicht - zu fünf Jahren Gefängnis.

 

Die Brokerkonten von RefCo und IB wurden hier glatt vergessen, upps, kann ja passieren und dass noch offene Trades bis zur Überweisung an den Insolvenzverwalter offen waren, ist hier scheinbar auch durchgerutscht. Schlecht recherchiert oder nicht bekannt würde ich sagen.

 


Marcus L. hatte vor seinen Anlagebetrügereien als Programmierer und EDVBerater gearbeitet. Vom Frühjahr 2004 an pries er Kleinanlegern auf Werbeveranstaltungen ein angeblich von ihm entwickeltes neuartiges, vollautomatisches Börsenhandelssystem für den Devisenterminhandel an: Seine Börsen-Software sei nach dem Muster neuronaler Netzwerke programmiert, könne gleichsam einem Gehirn ständig dazu lernen, optimiere sich so laufend selbst und ermögliche dadurch überdurchschnittliche Ergebnisse. Zudem gaukelte er seinen Anlegern vor, er verfüge über eigene Server bei Börsenmaklern in Großbritannien und den USA, wodurch. der schnellst mögliche Handel mit Devisenkontrakten gewährt sei. Von allem dem stimmte nichts. Marcus L. besaß lediglich eine Demoversion einer prinzipiell zum Börsenhandel geeigneten Software.

 

Damals wie heute hatte ich Investox, alles original gekauft. Die Kripo und Staatsanwaltschaft konnte in die Handelssysteme nicht rein, da man bei Investox einen Dongle braucht um alle Funktionen und programmierte Handelssysteme zu aktivieren respektive zu sehen. Damals wurde nicht mal bei Knöpfel Software in München nachgefragt, ob ich je eine Version hatte bzw. wie man sieht, ob es HS gibt oder nicht. War der Justiz mal echt egal. Hauptsache die haben jemanden, der Rest ist ja eh egal.

 


Da er auf seinen Werbeveranstaltungen nur 41 Anleger fand, konzipierte er einen Internetauftritt, mit dem er schließlich. weitaus mehr Menschen erreichte und gab mit Briefkastenadressen in New York, Miami und Panama seinem betrügerischen Unternehmen einen internationalen Anstrich. Als er im Februar 2005 ein Onlineportal der Force Worldwide Investments freischaltete, ging es dann richtig los. In nur neun Monaten flossen über zehn Millionen Euro auf ein von ihm in der Schweiz angelegtes Konto. Da bei seiner Verhaftung dieses Konto noch mit acht Millionen'Euro im Plus war, erhielten die von ihm betrogen Internetanleger zumindest einen Teil ihres Geldes zurück.

 

Die Beträge von Refco, Ansprüche aus dem Insolvenzverfahren und die Guthaben von IB sind hier auch nicht genannte, naja, die 8 Mio waren nur für den Fall, dass alle Kunden gleichzeitig Ihr Geld zurück wollten, aber so hört es sich doch viel spannender und krimineller an.

Die Staatsanwaltschaft hat meine komplette Hardware eingezogen und verkauft. Auto´s, Bargeld und Guthaben von Brokern und Banken wurden dem Insolvenzverwalter gegeben, der für die Verwaltung über 4 Jahre, ca. 2,9 Mio € (soweit mir bekannt ist) bekommen hat und erhebliche Beträge von Kunden die Staatsanwaltschaft genommen hat, da dies angeblich Schwarzgeld von Kunden gewesen sein soll. How Knows, die müssen sich ja auch irgendwie refinanzieren.

 

PS: Hört sich echt heftig an, wer aber alle Details auf dem Tisch hat, reibt sich nur die Augen, geht es mir und meinem damaligen Strafverteidiger so. Bayern ist immer noch ein Königreich.

O-Ton des Insolvenzverwalters: Er durfte mich nicht besuchen und ich darf keinen Cent zurückbekommen, die Staatsanwaltschaft will nicht, dass ich wieder auf die Beine komme und beim nächsten mal noch erfolgreicher werde. Woher wollen die denn das wissen, oder es war nur blabla

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Die Staatsanwaltschaft hat meine komplette Hardware eingezogen und verkauft. Auto´s, Bargeld und Guthaben von Brokern und Banken wurden dem Insolvenzverwalter gegeben, der für die Verwaltung über 4 Jahre, ca. 2,9 Mio € (soweit mir bekannt ist) bekommen hat und erhebliche Beträge von Kunden die Staatsanwaltschaft genommen hat, da dies angeblich Schwarzgeld von Kunden gewesen sein soll. How Knows, die müssen sich ja auch irgendwie refinanzieren.

Insolvenzverwalter sind scheinbar die letzten. Ist wohl ein Job mit Freibrief zum staatlich geduldetem plündern.

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