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Tom Next - Daytrading Community

Griechenland


ronner

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Ich denke, GR hat einen eigenen Thread verdient.

 

Hier können News & Infos zum griechischen Finanzzustand gepostet & diskutiert werden.

 

Finanzminister Giorgos Papakonstantinou meldet Fortschritte: 2010 konnte er das Haushaltsdefizit auf 19,45 Milliarden Euro drücken - nach 30,9 Milliarden im Vorjahr.

 

Der Erfolg geht vor allem auf das Konto drastischer Streichungen bei den Haushaltsausgaben, die gegenüber dem Vorjahr um 9,1 Prozent gekürzt wurden.

 

Nach vorläufigen Berechnungen ist die griechische Wirtschaft im vergangenen Jahr um rund vier Prozent geschrumpft.

 

Griechenland verzeichnete 2009 das höchste Haushaltsdefizit aller Euro-Staaten: 15,4 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP). Im vergangenen Jahr ging die Schuldenquote nach vorläufigen Berechnungen auf 9,4 Prozent zurück - ein beachtlicher Erfolg. In diesem Jahr sollen 7,4 Prozent erreicht werden. Für 2014 sieht das Konsolidierungsprogramm eine Defizitquote von nur noch 2,6 Prozent vor.

 

Einziger Lichtblick bisher: die griechischen Exporte. Sie wuchsen im vergangenen Jahr trotz der Rezession um fast acht Prozent. Die Ausfuhren in die EU-Länder legten sogar um 15 Prozent zu.

 

Quelle: Handelsblatt

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  • 3 months later...

um mal dem ständigen Gejammere um unser Geld etwas entgegenzusetzen:

 

Kurios, aber wahr: Wohl keiner verdient durch die Krise so viel Geld wie die Bundesregierung. Es ist Zeit, mit diesem Gewinn von rund 10 Mrd. Euro endlich die Zweifler zu beruhigen.
Die KfW hat im Auftrag der Regierung in den ersten zwölf Monaten 8,4 Mrd. Euro Kredite an Griechenland verkauft. Zu einem flexiblen Zins, der über fünf Prozent liegt, damit ist aktuell die Rendite gut zwei Prozentpunkte höher als auf deutsche Staatsanleihen. Wunderbar: Das macht immerhin schon knapp 500 Mio. Euro Gewinn,
Der deutsche Finanzminister profitiert mit jedem Monat Griechenkrise zusätzlich davon, dass Anleger aus den Krisenländern in vermeintlich solide deutsche Staatsanleihen fliehen. Das drückt die Schuldenlast und erklärt, warum die deutschen Defizite so viel besser aussehen
Dazu kommt als Krisengewinn, dass auch Europas Zentralbank hohe Zinsen kassiert auf die Anleihen, die sie den Griechen abgekauft hat. Wenn das in der Größenordnung von 20 Mrd. Euro lag und die Zinsen zehn Punkte über dem Rest der Euro-Zone, macht das einen Gewinn von 2 Mrd. Euro, von dem die Deutschen gemäß ihrem Anteil am EZB-Kapital ein Viertel bekämen: also noch eine halbe Milliarde.
Dazu kann man dann noch rechnen, dass der Euro ohne Griechendrama sicher heute um einiges teurer wäre. Und der EZB-Leitzins ohne Südländerkrise mindestens einen Dreiviertelpunkt höher läge, wie Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank, schätzt. Das bremst Investitionen und kostet 0,3 Prozent Wirtschaftsleistung, von denen knapp die Hälfte in Form von Steuern und Abgaben einem gewissen Herrn Schäuble entgeht.

 

http://www.ftd.de/politik/konjunktur/:kolumne-thomas-fricke-der-suendige-grieche-rechnet-sich/60054697.html#utm_source=rss2&utm_medium=rss_feed&utm_campaign=/

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Ich hätte mal eine Noobfrage.

Was genau würde den passieren wenn wir die Griechen nicht helfen und sie Pleite gehen?

Die Gläubiger würden Ihr Geld nicht wieder sehen - heißt doch eigentlich die Banken und die verschiedenen Staaten verlieren Geld - ok...

Was würde noch passieren? Geldentwertung? Glaube nicht...

Finanzkorrektur - ja wie weit? Keine Ahnung...

Was würde es für Europa heißen?

Wäre das für Europa "gesünder" als mit in den Abgrund zu fallen?

Meine Frage mag zwar ein wenig makaber klingen aber ich will mal sehen wie die verschiedenen Szenarien aussehen. Ich bin mir noch nicht im klaren auf was wir uns hinbewegen und ob Alternativen nicht besser wären und wie die Aussehen.

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Das Problem an der ganzen Sache ist doch, dass das keiner weiß. Alles graue Theorie: ein Szenario könnte sein, dass der Ausstieg Griechenlands denen nicht hilft, weil sie mit ihrer schwachen Währung einfach nichts mehr importieren könnten. Weiterhin würden eventuell durch den Ausfall wieder Banken und/oder andere Staaten Pleite gehen. Machen wir uns doch nichts vor: einhalten tut die Kriterien so oder so keiner und Griechenland ist wirtschaftlich gesehen so klein, dass man die besser drin behält. Ein möglicher Dominoeffekt wäre da schon erheblich kritischer. So lange die USA ihr Spiel so weiter treiben wie bisher, hat der Euro in meinen Augen nicht wirklich was zu befürchten. Das Ganze steuert wenn dann eh auf einen weltweiten Kollaps zu - unabhängig von Land und Währung.
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Ich meinte eigentlich dass die Griechen den Euro behalten und damit Pleite gehen.

Unser Terminator ist doch mit seinem Staat auch Pleite gegangen und das hat der Dollar verkraftet. Das ist zwar kein äquivalenter Vergleich aber darum geht es mir ja.... Ich will mich erkundigen.

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Unser Terminator ist doch mit seinem Staat auch Pleite gegangen und das hat der Dollar verkraftet.

 

so schlecht ist der Vergleich gar nicht - was wurde 2010 alles an Meldungen wegen der Finanzkrise in Kalifornien publiziert.

 

Heute existiert der Staat immer noch, keinen hats gejuckt außer denen die plötzlich leider Teilzeit arbeiten mußten oder entlassen worden.

 

Seit Jahrzehnten wird immer wieder gesagt das es IRGENDWANN einen großen Knall gibt, quasi von heute auf morgen ganze Staaten implodieren. Man vergisst nur eben, das Staaten auch gegensteuern können wie eben in der Finanzkrise. Dann wird der Termin für den Dollarcrash eben weiter nach hinten verschoben. In spätestens...ist es dann soweit.

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Meine (minder bemittelte) Meinung, der EUR hätte niemals als Bargeld Zahlungsmittel auf beliebige wirtschaftlich gut oder schlecht situierte Staaten eingeführt werden dürfen. Als elektronische Währung für den internationalen Handel ok, aber mit der Einführung als Bargeld und offizielles alleiniges Zahlungsmittel haben die Mitgliedsstaaten ihre Souveränität in ihr eigenes Geldsystem ab- bzw. sogar aufgegeben. In allen Ländern, wo der EUR eingeführt wurde verschlechterte sich immer die Einkommenssituation der Normalverdiener. Güter und Dienstleistungen sind enorm gestiegen, aber die Einkommen der breiten Masse kommt da nicht ansatzweise hinterher. Alles hängt jetzt an der Willkür der stärkeren Staaten bzw Banken. Die Schuldenländer haben defacto gar keine Wahl, ausser mit noch neuen Schulden die Spirale weiterzudrehen, oder sie verkaufen sich an China, aber das wären auch Schulden und was könnte China an griechischen Schulden reizen? Die nächsten Bürgerproteste in Hellas lassen bestimmt nicht lange auf sich warten. :blackjack:

 

Kali Nichta

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Lehne mich mal bis zum Bauchnabel über die Balkonbrüstung :cleanglasses:

(wo ist mein Lieblingssmiley Opa mit Krückstock ?)

 

Ein Euromitglied geht niemals pleite.

Ein Euromitglied könnte sein Tafelsilber verscherbeln.

Ein Euromitglied sollte seine Steuerzahler sanktionieren.

 

brüssel erwartet die Reaktion in umgekehrter Reihenfolge. :shades:

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http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,764996,00.html

Wenn die Auswirkung für Deutschland wirklich so "gering" wäre - wobei ich die vom Autor genannten Schuldenberge gar nicht für gering halte - würde es doch heißen dass Europa sich von einem Pleite Griechenlands ziemlich schnell erholen könnte wenn man sieht wie schnell manche Länder nach der Finanzkrise auf die Beine kam.

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http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE74R00320110528?pageNumber=1&virtualBrandChannel=0

IWF und EU fordern ein Sparprogramm.

Der Einzige der diesen Sparprogramm nachgeht ist der Ministerpräsident. Die Opposition sowie die breite Bevölkerung sind gegen dieses Sparprogramm.

Die IWF hat Angst dass dieses Programm nicht nachgegangen wird falls es ein Führungswechsel gebe und würde im Falle einer Verweigerung der Opposition keine Gelder bewilligen und die EU muss für den Teil der IWF aufkommen wozu sie aber nicht bereit sind.

 

Ich denke mal dass jeder der diesen Bericht liest eine Anti-Griechenland-Position einnimmt. Im Spiegel-Forum werden Stimmen laut dass die Bevölkerung mit Ihrem Privatvermögen für die Schulden der Regierung haften solle – was nun wirklich undenkbar wäre.

 

Tut mir leid aber die ganzen Berichte der Presse sind irgendwie einseitig. Da wird man gerade dazu gezwungen eine Anti-Position einzunehmen. Rädelsführer kommen hoch und heizen in Foren die Sache noch weiter an.

Ich finde es einfach super dass es hier im Forum nicht passiert obwohl ich genau weiß dass es sehr viele hier auf den Sack geht. Ich finde es auch klasse dass einige von euch zugeben dass sie nicht wissen wie es weiter geht statt mit gefährlichem Halbwissen die Situation noch zuzuspitzen.

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Im Spiegel-Forum werden Stimmen laut

 

dort zu lesen macht zur Zeit sowieso keinen Spaß mehr.

 

Bestes Beispiel ist Lybien. Egal bei welchem Artikel darüber bildet sich nach kurzer Zeit ein Gaddafi-Fanclub, der per Rundumschlag die NATO niedermacht und teils antiwestliche Stimmung verbreiten will. Der Spiegel scheint so bekannt zu sein (auch im Ausland) das dort gezielt Parolen verbreitet werden. Das sind keine normalen User aus Deutschland - bin ich mir ziemlich sicher.

 

Re: Griechenland,

 

ich finde, die Griechen haben viel geleistet - in nur einem Jahr. Das man nicht sofort eine Kehrtwende hinbekommt, muß aber auch klar sein. Da vergehen gerne mal 3-5 Jahre, erst danach wird man sehen was es gebracht hat. Es gibt ja auch Länder wie Belgien oder Schweden, bei denen es in der Vergangenheit funktioniert hat - da wollte auch niemand dran glauben.

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Re: Griechenland,

Im Handelsblatt von letzter Woche Freitag wurde in einem Artikel Merkels Aussage "die Griechen sollten sich ein Beispiel an den Deutschen nehmen" geprüft. Feststellung: die Griechen arbeiten mehr Stunden pro Woche, haben weniger Urlaub und gehen im Schnitt im gleichen Alter wie die Deutschen in Rente. Vielleicht ist weniger arbeiten und mehr Urlaub die Lösung? :drinkbeer:

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Im Handelsblatt von letzter Woche Freitag wurde in einem Artikel Merkels Aussage "die Griechen sollten sich ein Beispiel an den Deutschen nehmen" geprüft. Feststellung: die Griechen arbeiten mehr Stunden pro Woche, haben weniger Urlaub und gehen im Schnitt im gleichen Alter wie die Deutschen in Rente. Vielleicht ist weniger arbeiten und mehr Urlaub die Lösung? :drinkbeer:

 

Nach Protesten aus Griechenland ruderte die Kanzlerin aber wieder zurück und ermahnte auch die Deutschen zu mehr "Leistung".

 

Vielleicht sollte sie sich mal selbst an die Nase fassen.Frau Merkel fällt in letzter Zeit immer mehr mit unqualifizierten Bemerkungen auf.

 

Ich hoffe das die nächsten Wahlen das beenden!!:blackjack:

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  • 3 weeks later...
Momentan zahlt Griechenland durchschnittlich 4,68% Zinsen für seine Schulden.

 

Im letzten Jahr musste Athen somit 15,9 Mrd. Euro nur für Zinsen aufbringen – ohne dass damit ein einziger Cent der Schulden abgebaut worden wäre. Bei Staatseinnahmen von 55,6 Mrd. Euro macht dies immerhin 29% aus.

 

Oder um es anders zu sagen: Fast jeder dritte Euro der Steuereinnahmen fließt durch die Kassen des Finanzministeriums, nur um dann direkt bei den Gläubigerbanken zu landen. Selbst Optimisten fällt es schwer, angesichts dieser Zahlen daran zu glauben, dass Griechenland jemals diese Schulden bedienen kann.

 

Ein sehr lukratives Geschäft für Banken

 

Für die Banken ist dies nicht nur ein relativ sicheres, sondern vor allem sehr lukratives Geschäft. Das Geld für die Staatsanleihen leihen sie sich bei der EZB zum Leitzins von 1,25%. Die gekauften Anleihen können sie dann bei der EZB als Sicherheit hinterlegen, um sich für andere Finanzmarktgeschäfte frisches Geld zum Leitzins zu leihen. Ohne nennenswerte Eigenleistung kassieren die Banken bei diesem Geschäft somit die Differenz zwischen dem Leitzins und dem Nominalzins der Staatsanleihe.

 

Da Bundesanleihen zu den sichersten Finanzinstrumenten auf dem Markt gehören, sind sie relativ bescheiden verzinst. Wenn man sich das Geld für die Anleihen für 1,25% leihen kann, sind allerdings auch die momentanen Renditen von rund 2,5% eine äußerst lukrative Investition – vor allem dann, wenn man die Anleihen zu 100% als Besicherung für Refinanzierungsgeschäfte bei der EZB hinterlegen darf und somit fast keinen einzigen Cent der Kundeneinlagen dafür aufwenden muss.

 

Für die Bundesrepublik ist dies jedoch ein schlechtes Geschäft. Das Geld, das sie sich über die Märkte leiht, stammt ohnehin fast ausschließlich von der EZB. Würde sich beispielsweise der Bund das Geld direkt von der EZB leihen, müsste er anstatt des momentanen Zinsdienstes [PDF - 496 KB] in Höhe von 38 Mrd. Euro pro Jahr bei 1,25% lediglich 13,6 Mrd. Euro zahlen.

 

Die Differenz in Höhe von 24,4 Mrd. Euro stellt somit eine indirekte Subvention des Finanzsektors dar.

 

 

NachDenkSeiten

 

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...

Tut mir leid aber die ganzen Berichte der Presse sind irgendwie einseitig. Da wird man gerade dazu gezwungen eine Anti-Position einzunehmen. Rädelsführer kommen hoch und heizen in Foren die Sache noch weiter an.

Ich finde es einfach super dass es hier im Forum nicht passiert obwohl ich genau weiß dass es sehr viele hier auf den Sack geht. Ich finde es auch klasse dass einige von euch zugeben dass sie nicht wissen wie es weiter geht statt mit gefährlichem Halbwissen die Situation noch zuzuspitzen.

 

Im Gegensatz zu dem Eindruck der in der breiten Medienöffentlichkeit publik gemachtwird, sind auch Griechen für Argumente der Vernunft zugänglich.

Nur leider wird nur über den griechischen Stammtisch berichtet, und wir wissen ja wie auch der deutsche Stammtisch so tickt.

 

Ich finde gerade jetzt wäre es doch an der Zeit nicht hysterisch den Untergang zu beschwören, sondern den Dialog mit den Griechen zu suchen und zu ergründen,

wie sie sich ihre Zukunft vorstellen und wie sie denken, auf welche weise Europäer miteinander umgehen sollten.

Das meine ich hinsichtlich der Verantwortung füreinander, als wie auch der Art und Weise wie wir Probleme kommunizieren und lösen.

 

Die europäischen Bürger sollten sich nicht gegeneinander ausspielen lassen. Ich habe fast den Eindruck, wir bräuchten ein echtes europäisches Bürgerforum,

welches unabhängig von den politischen Machthabern und ihren Interessen, sowie dem Einfluss des Kapitalmarktes,

einen Austausch pflegt mit dem sich diese lächerlichen Vorurteile vom 'faulen Griechen' (oder wer sonst grad dran ist) aus dem Weg räumen liessen.

Wir dürfen uns nicht durch nationale Ressentiments instrumentalisieren lassen.

Auch eine Menge wütender Bürger im jeweiligen Heimatland ist am politischen Verhandlungstisch ein Pfand mit dem sich gut wuchern lässt.

 

Ich denke, wir sollten mehr selber schauen, wer unsere Nachbarn sind und wie sie denken und leben, statt uns auf die öffentliche Meinung zu verlassen.

Wenn nur diese Sprachbarrieren nicht wären.... :puppy:

Im übrigen glaube ich, dass die Menschen immer weniger breit sind die Verantwortung für bestimmte Umstände anzuerkennen, wenn sie diese nicht direkt mitentscheiden können.

(Die normalen Wahlen taugen dazu kaum.) Ein Trend in ganz Europa.

 

Das Problem mit der Pleite Griechenlands liegt, so wie ich das die Tage aufgeschnappt habe, in der Menge griechischer Staatsanleihen begründet,

welche hauptsächlich amerikanische und französische Banken noch im Keller haben. Sollten diese Banken dadurch ebenfalls in Schieflage geraten,

wären durch die Hintertür auch wieder deutsche Banken betroffen.

Es reicht also schon die Anfälligkeit einer 'systemrelevanten' Bank irgendwo in der Welt, um eine Gefahr für alle anderen zu schaffen.

 

[entschuldigt bitte die Textmenge!] :cura1-1:

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Du willst doch nicht etwa Reparationsansprüche mit selbst gemachten Staatsschulden vergleichen... Genau das macht aber Ritschl. Bei dem einem habe ich einen Krieg verloren und muss zahlen - bei dem anderen habe ich aktiv Geld geliehen.

 

...es geht nicht um einen Vergleich der Schuldenarten. Es geht um objektiv bestehende Schulden (Punkt). Ritschl weist einfach nur darauf hin, dass "der dicke Emil" nunmal bzgl. Griechenland oder anderen sog. "PIIGS"-Staaten nicht angebracht ist (zumindest nicht von dt. Seite - das koennte einen Bumerang-Effekt haben). Und da hat er nicht Unrecht, oder?

 

ciao,

zentrader

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...es geht nicht um einen Vergleich der Schuldenarten. Es geht um objektiv bestehende Schulden (Punkt). Ritschl weist einfach nur darauf hin, dass "der dicke Emil" nunmal bzgl. Griechenland oder anderen sog. "PIIGS"-Staaten nicht angebracht ist (zumindest nicht von dt. Seite - das koennte einen Bumerang-Effekt haben). Und da hat er nicht Unrecht, oder?

 

ciao,

zentrader

 

Dann muss aber auch darauf hingewiesen werden, was die Römer mal mit den Germanen und die Napoleaner mit den anderen Europäern und.... ja wo ist eigentlich die Grenze!? :wacko:

Oder wurde da mit Kultur 'repariert'!? :idea:

 

Ich sehe da eine moralische Schuld, aber keine finanzielle mehr. Das Thema gehört nun der Geschichte an, dachte ich.

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Ich sehe da eine moralische Schuld, aber keine finanzielle mehr. Das Thema gehört nun der Geschichte an, dachte ich.

 

...tja um moralische Schuld geht's da nicht. Klar ist, dass die heutigen Generationen da persoenlich keine Verantwortung tragen. Deutschland als Rechtsnachfolger des alten Konstrukts hat aber diese finanzielle Restschuld gemaess den Vereinbarungen von 1953 noch groesstenteils in den Buechern. Inwieweit man sich da mit den Anspruchslaendern einigen kann haengt auch vom aktuellen politischen Zusammenspiel in solchen Krisensituationen wie heute zus. Auf nichts anderes hat Ritschl richtigerweise hingewiesen...

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Eines der Vermutungen stand in der Mittwochsausgabe (letzte Woche) der Financial Times Deutschland (in der englischen Version war davon nichts zu sehen) (Zeitung - also Papier und nicht online).

Es wäre ein Spiel der Banken und der Ratingagenturen.

Es geht dabei den Euro zu schaden und den US-Dollar als Weltwährung zu behalten. Eine Ratingagentur hat als erstes dabei beschlossen ein Euroland abzuwärten um 1. Kapital draus zu schlagen (wie genau wurde nur sehr kurz angeschnitten) und 2. den Anfang des Währungskrieges um den Euro als Weltwährung nicht zuzulassen. Zuerst wären die Griechen dran bis im laufe der Zeit die Italiener das endgültige aus für den Euro bedeuten würde.

 

Wann ist den nun ein Staat pleite? Haben die Ratingagenturen wirklich solch eine Macht?

Gehen wir nach dem normalen Privathaushalts Pleiten Definition so ist fast jeder Staat pleite da sie nicht ohne Neuverschuldung auskommen.

Also können moody, s&p und wie sie sonst so heißen mögen jeden Staat anpissen.

 

Versteht mich nicht falsch. Die Griechen haben die Schulden gemacht. Man kann aber nicht dran glauben dass D, USA, I usw. ihre Schuldenstand abbauen können. Wir sind mittlerweile so weit darin verstrickt wo ein raus kommen fast unmöglich erscheint.

Clinton war der letzte Präsident wo die Schulden Uhr langsam zurück ging. Diese Taube musste den Falken leider weichen.

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...tja um moralische Schuld geht's da nicht. Klar ist, dass die heutigen Generationen da persoenlich keine Verantwortung tragen. Deutschland als Rechtsnachfolger des alten Konstrukts hat aber diese finanzielle Restschuld gemaess den Vereinbarungen von 1953 noch groesstenteils in den Buechern. Inwieweit man sich da mit den Anspruchslaendern einigen kann haengt auch vom aktuellen politischen Zusammenspiel in solchen Krisensituationen wie heute zus. Auf nichts anderes hat Ritschl richtigerweise hingewiesen...

 

Das war nur meine persönliche Sicht. Auf Ritschl wollte ich nicht hinaus, den Text dazu kenne ich nicht. :white_flag:

Zum Thema Schuldenabkommen von 1953 gibt es aber auch andere Interpretation. (Vor allem die ehemalige Ostzone/Sowjetunion betreffend)

Aber das ist wieder ein weites Feld... :lipsrsealed:

 

 

 

 

[Am Rande: Wer denkt sich hier eigentlich die Smileys aus? Einfach genial, mein Kompliment! :10points: ]

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